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Werden

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Campe
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47 in 21 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Werden ntr, intrs

Bd. 5, Sp. 681a
Werden, v. unregelm. ich werde, du wirst, er wird, wir werden ; unl. verg. Z. ich ward (gedehnt) und ich wurde, du wardst und du wurdest, er ward und er wurde, wir wurden, ihr wurdet, sie wurden, (ehemahls auch wir warden, ihr wardet, sie warden); geb. Form ich würde; Mittelw. d. verg. Z. geworden und worden. I) ntr. mit sein. 1. Als ein eignes Aussagewort, welches einen vollständigen Begriff aussaget. 1) I einen gewissen Zustand gerathen, eine gewisse Beschaffenheit oder Eigenschaft erhalten. Wird diese durch ein Grundwort oder Fürwort ausgedruckt, so steht es alle Mahl im ersten Falle. Sein Sohn ward nach ihm König. Er sollte ein Kaufmann werden, lieber aber wollte er ein Gelehrter werden. Ein Soldat, ein Jude, ein Krist, ein Mönch  werden. Amtmann, Burgemeister, Prediger, Edelmann, Graf, Fürst werden. Bürge für jemand werden, für jemand in den Zustand, das Verhältniß eines Bürgen treten. Wir wurden bald gute Freunde. Х Ein Paar werden, zu einem Ehepaare werden, ehelich verbunden werden. »Ih möchte gern, daß sie ein Paar würden.« Gellert. I mehrern dieser Beispiele ist der Begriff eigener Thätigkeit und Mitwirkung mit enthalten. I den folgenden aber findet dieser Begriff der Mitwirkung gar nicht Statt. »Ja sie (die Verskunst der Provenzalen) ist das Vorbild der Poesie (Dichtkunst) aller südlichen Völker Europa's, in manchen sogar der Engländer und Deutschen worden« (geworden). Herder. Durch Unglücksfälle ist er zum armen Manne geworden, oder auch, er ist ein armer Mann geworden. Sie ward schon im zweiten Jahre ihrer Ehe Witwe. Das Holz wird zuweilen zu Stein. Das Wasser ist durch den Frost zu Eis geworden. Die Sache ist mir zu Wasser geworden, uneigentlich, sie ist mir vereitelt worden. Zu Nichts werden. Mein Leben wird mir sehr zur Last, Und meine Klagen werden Thränen. Gellert. Diese Rede ist zum Sprichwort geworden. Was soll endlich aus der Sache werden? Aus dir kann nichts werden, wenn du so bleibst. Aus dem Nebel ward endlich Regen. Aus den Pflanzen werden Bäume. Wer sollte es glauben, daß so kleine Pflanzen große Bäume werden könnten? Aus Kindern werden Leute. Ih weiß nicht, was aus ihm geworden wäre, wenn sie ihn bekommen hätten; wie es ihm ergangen wäre, was mit ihm geschehen wäre. Wie wird es noch mit mir werden? wie wird es mir noch ergehen? wie wird es noch mit meinen Angelegenheiten gehen. I diesen Verbindungen des Wortes werden mit aus und zu liegt ein feiner Unterschied. I jenem mit aus sagt dies aus, daß etwas in sich den Grund davon enthält, daß es das Ausgesagte werden kann und muß; in dem mit zu aber liegt dies nicht, sondern der Grund liegt außerhalb, welcher bewirkt, daß etwas das Ausgesagte wird. Aus Kindern müssen Leute oder erwachsene Personen werden, aus Pflanzen von Bäumen müssen Bäume werden, der Grund und die Möglichkeit dazu liegt in ihnen. Aber ein Mann wird zum Bettler durch äußere Unglücksfälle oder durch seine eignen äußern Handlungen. Das Holz wird zu Stein durch einen äußern Grund, wenn es in Wasser von gewisser Art gelegt wird, oder darein zu liegen kömmt. Anstatt eines Grundwortes wird werden in dieser Bedeutung sehr häufig auch mit Beilege= und Umstandwörtern verbunden, welche den Zustand bezeichnen, worein etwas geräth. Der Kranke wird schwerlich wieder gesund werden, wird schwerlich wieder ein Gesunder werden. Es will noch gar nicht besser werden. Die Sache wird anstatt besser zu werden immer schlimmer. Von Tag zu Tage klüger, besser werden. Imer größer, höher, länger, breiter  werden. Bald blaß, bald roth werden. Einem gut werden, Zuneigung zu ihm bekommen, ihn lieb gewinnen; ihm feind werden, Abneigung gegen ihn bekommen. Es wird noch Alles gut werden, einen guten Ausgang nehmen, einen guten Erfolg haben. Die Sache wird mir zuwider, ich bekomme Widerwillen dagegen. Einer Sache gewiß werden, Gewißheit von derselben erlangen. Es ist wahr geworden, es ist eingetroffen. Etwas inne werden, es empfinden, merken. Einer Sache habhaft werden, sie in seine Gewalt bekommen. Eines Dinges ansichtig werden, es gewahr werden, es erblicken. Einer Sache los werden und, eine Sache los werden, von ihr befreit werden, als einer lästigen Sache. Vielleicht werde ich ihrer bald los. Ih kann nicht klug aus der Sache werden, ich kann mich nicht in dieselbe finden, ihren Zusammenhang nicht einsehen. Er läßt es sich sehr sauer werden, er giebt sich viele beschwerliche Mühe. Die Zeit wird mir lang, vergeht mir langsam. So auch drittpersönlich, wo das es die Stelle des ersten Falles desjenigen Dinges vertritt, wovon etwas ausgesagt wird. Es wird mir leicht, d. h. die Sache, eine Handlung, Arbeit, Unternehmung  wird mir leicht. Ih hätte nicht geglaubt, daß es mir so schwer werden würde. Mag es mir auch noch so sauer werden, ich thue es doch. Es wird mir immer wahrscheinlicher, daß er todt ist. Es wird mir wohl. Von deines Lächelnds Anschaun ward Mir trunken Geist und Sinn. Bürger. Es wird mir übel, oder mir wird übel, ich bekomme Übelkeit, Neigung zum Erbrechen. Es wird mir schon wieder besser, oder mir wird schon wieder besser, die üble Empfindung verliert sich. Es wird mit dem Kranken besser, er bessert sich. Es wird mir so angst und bange. Es wird mir so gut nicht werden, es wird mir etwas so Gutes nicht begegnen, ich werde diesen Vortheil, dieses Glück  nicht erlangen. I der höhern Schreibart wird dieses es auch weggelassen und das Grundwort in den zweiten Fall gesetzt. Des Guten ward mehr, für es ward des Guten mehr. Des Übels wurde mehr, des Guten wurde minder. Dusch. Vormahls gebrauchte man werden in dieser Bedeutung auch mit der unbestimmten Form eines andern Aussagewortes. »Des Tewrdank scheffman grausen ward«, fing an zu grausen, Graus zu empfinden. Theuerdank. Er ward fallen, er fiel. 2) Wirklich werden, entstehen. Sowol persönlich, wo dasjenige, was wirklich wird, in den ersten Fall tritt; als auch drittpersönlich, mit es. »Und Gott sprach: es werde Licht. Und es ward Licht.« 1 Mos. 1, 3. »Und Gott sprach: es werden Lichter an der Veste des Himmels.« 1 Mos. 1, 14. »Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.« 1 Mos. 1, 5. Es wird bald Abend werden. Nicht lange, so wird es wieder Winter. Wer bin ich, wie ward ich? — Das Bild der werdenden Eva! — Klopstock. — Da ward mir der Muth des erhabenen Herzens Wiederum in der Brust. — Ders. Die Sache ist noch im Werden. »Laß mich ein Symbol (Bild) sehen dieses sanften Strebens, dieses unendlichen Werdens, du unsichtbare Kraft!« Herder. Was sein Loos ihm bestimmt, und die unerbittlichen Schwestern — in den werdenden Faden gesponnen. Voß. Es wird Lärm in der Stadt, es entsteht ein Lärm. Es wird wieder Krieg werden. So bald wird es nicht Friede werden. 3) I eines Besitz kommen, oft auch, für widerfahren. Dem Finder soll ein großer Lohn werden, er soll ihn bekommen. Was recht ist, soll euch werden. Was wird mir dafür? d. h. was bekomme ich dafür? Kann ihre Gunst mir werden, So hab' ich alle Welt, Opiz, d. h. kann ich ihre Gunst erlangen. Was mir werden soll, das wird mir auch werden. Fluchvolles Amt, das mir geworden ist. Schiller. Auch sagt man zu Theil werden, für, bekommen. Die Sache ist mir zu Theil geworden. Im soll ein ehrenvolles Denkmahl werden, Schiller, d. h. er soll es bekommen, es soll ihm errichtet werden. Mir ward ein Traum, ein Gesicht, ich hatte einen Traum, ein Gesicht. Da wurde (ward) eurem Vater eines Tages Ein seltsam wunderbarer Traum. Schiller. Auch mir ward eines Traumes seltsames Orakel (seltsame Offenbarung). — Ders. Eines Andern werden, ihm zu Theil werden, als Braut, Gattinn  »Fragen Sie lieber, was er sagen würde, wenn ich eines Andern werden sollte.« Weiße. I den Kanzeleien sagt man auch: ≠ zurecht werden, für richtig erhalten. Ew. — Schreiben ist uns zurecht geworden. 4) Zuweilen gebraucht man werden in der vertraulichen Sprech= und Schreibart auch, den Fortgang einer Sache, den weitern Erfolg zu bezeichnen. Wie ward es denn weiter? wie ging denn die Sache weiter? Hören Sie nur, wie es ward. 5) Х Dauern, wo es aber aus währen verderbt zu sein scheint, und dann ein Mißbrauch sein würde. Es wird nicht lange werden, so hat er sein Geld durchgebracht. Es wird nicht mehr lange mit mir werden, ich werde bald sterben. 2. Als ein Hülfwort, welches auch den allgemeinen Begriff des Gerathens in einen gewissen Zustand bezeichnet, und welches gebraucht wird, manche Verhältnisse und Bestimmungen der Aussagewörter in der Umwandlung, welche nicht durch Umwandlung des Aussagewortes selbst oder durch andere Hülfwörter können ausgedruckt werden, zu umschreiben. Der allgemeine Begriff des Wortes werden wird dabei sowol durch das Mittelwort der vergangenen Zeit, als auch durch die unbestimmte Form eines andern Aussagewortes näher bestimmt. Von diesem Hülfworte werden lautet die unlängst vergangene Zeit immer wurde, und das Mittelwort der vergangenen Zeit immer worden, welches aus geworden abgekürzt ist, damit sich bei der Verbindung mit einem andern Mittelworte der vergangenen Zeit die Silbe ge nicht so unangenehm wiederhole, z. B. anstatt es ist mir gegeben geworden, es ist mir gegeben worden. Man bedient sich aber des Hülfwortes werden 1) Um den Begriff der Künftigkeit in dem Begriffe eines Aussagewortes zu bezeichnen, welcher Begriff im Deutschen nicht, wie im Griechischen und Lateinischen vom Aussageworte selbst bezeichnet werden kann. (1) Die Künftigkeit schlechthin. Ih werde es thun. Ih werde geben, was recht ist, und wenn es Zeit ist. Morgen wird der Ertrag vertheilt werden. Nächstens wird die Sache untersucht werden. (2) Die Künftigkeit als schon vergangen gedacht, in Rücksicht auf eine andere Handlung oder einen andern Zustand, Vorgang. Wenn er wird gegangen sein, will ich dir es zeigen. Wenn es wird geschehen sein, dann wollen wir urtheilen. Wenn die Sache wird untersucht sein, dann wird sich zeigen, wer Recht hat. (3) Eine Künftigkeit, welche eine Bedingung einschließt, oder wobei zugleich eine Ungewißheit ausgedruckt wird. Ih würde ihm trauen, wenn ich ihn hinlänglich kennte. Ih würde es ihm gegeben haben, wenn ich gewußt hätte, daß ihm damit gedient wäre; kürzer, hätte ich gewußt, daß ihm damit gedient wäre, so hätte ich es ihm gegeben. Ih würde bezahlt worden sein, wenn ichs verlangt hätte; kürzer, ich wäre bezahlt worden, hätte ichs verlangt. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung verbindet man damit verschiedene Nebenbegriffe, besonders in der vertraulichen Sprache und Schreibart. So ist damit verbunden (a) der Nebenbegriff einer Vermuthung, oder auch eines Zweifels. Er wird wieder beim Spieltische sein. Sie wird nunmehr doch ruhig sein, oder ruhig geworden sein. »Damöt wird von dem Kuß doch munter geworden sein?« Gellert. Ob er wol kommen wird? Ob er mich wol wird verstanden haben. Zuweilen schleicht sich noch der Nebenbegriff des Wunsches ein, daß die Vermuthung gegründet, oder auch, daß sie nicht gegründet sein möchte. Du wirst es ihm doch gesagt haben? Du wirst es doch nicht vergessen haben? (b) Der Nebenbegriff des Verlangens nach dem Ende eines Zustandes, dessen künftige Fortdauer man voraussieht, fürchtet. Wie lange werde ich noch nach Erlösung seufzen? Ach, wenn wird er erscheinen, der glückliche Tag? (c) Der Nebenbegriff einer mit Zweifel und Hohn vermischten Verwunderung. »Von Person hat sie mir gefallen; ich werde aber nicht gedacht haben, daß eine so schöne Person nicht reden kann.« Gellert. Oder auch ohne den Begriff der Verwunderung und bloß mit dem des Hohnes und Spottes. Er wird wol auf einem Besenstiele geritten sein! (d) Der Nebenbegriff eines gelinden Verweises. »Ih werde es gewiß nicht gesehen haben, daß er dich vorhin im Nebenzimmer küßte.« Gellert. Wer wird denn Alles wissen wollen. »Wer wird den Augenblick gleich voller Argwohn sein.« Gellert. Du wirst doch wol wissen, ob du es gethan hast. 2) Der Begriff des leidentlichen Verhältnisses in der Umwandlung eines Aussagewortes zu bezeichnen. Er wird genannt N. Ih wurde oft verkannt. Er war vergessen worden. Du wirst belohnt werden. — Werden als Hülfwort kann niemahls verschwiegen werden, wie dies zuweilen mit haben und sein geschehen kann. Allein man kann die Wiederholung desselben vermeiden und sagen, du wirst geachtet und (wirst) geliebt werden. Nur darf das werden nicht ein Mahl das für sich bestehende Aussagewort, und das andere Mahl das Hülfwort sein, auch darf es nicht ein Mahl das Hülfwort sein um den Begriff der Künftigkeit, und das andere Mahl das leidentliche Verhältniß auszudrucken. Man darf demnach nicht sagen, »die Verbrecher, welche scharf bewacht, und ihren verdienten Lohn empfangen werden.« Ad. Die Streitigkeiten scheinen noch so bald nicht beigelegt zu werden, ist auch unrichtig und muß heißen, es scheint nicht, daß die Streitigkeiten werden sobald beigelegt werden. II) † intrs. mit einer nicht zu billigenden Auslassung, den Ort verändern, gehen, reisen werden oder wollen. Wird er noch nach Leipzig? nämlich, reisen. Man hat werden, als für sich bestehendes Aussagewort von werden, dem Hülfworte, dadurch zu unterscheiden gesucht, daß man jenes in der unlängst vergangenen Zeit immer ward, und als Mittelwort geworden, dieses aber immer wurde und worden umwandelt. Dieser Unterschied, welchen mehrere gute Schriftsteller beobachten, andere aber wieder nicht, wäre gut, wenn er nur durchgeführt wäre. Aber schon die Mehrzahl der unlängst vergangenen Zeit lautet bei allen, sowol denen, welche jenen Unterschied beobachten, als auch denen, welche ihn nicht beobachten, wir wurden, ihr wurdet, sie wurden, nicht wir warden, ihr wardet, sie warden. Ferner hat noch niemand gesagt und wird so leicht niemand sagen in der gebundenen Form der unlängst vergangenen Zeit, ich wärde, du wärdest, er wärde, wir wärden  sondern alle sagen, ich würde, du würdest  Nimmt man hiezu, daß die Dichter das hülfwörtliche wurde oft nicht so gebrauchen können als ward, und daß dieses in der höhern Schreibart auch eine bessere Wirkung thut, als jenes, daher es die Dichter so häufig gebrauchen: so darf man wenigstens, da die genannte Regel so wenig befestiget und gar nicht durchgeführt ist, denen, welche ward und wurde abwechselnd gebrauchen, keinen großen Vorwurf machen und ihnen diesen Gebrauch hoch anrechnen.
14208 Zeichen · 205 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WËRDEN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +10 Parallelbelege

    WËRDEN s. ich WIRDE .

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    werden

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +5 Parallelbelege

    werden, sw. v. wert schätzen, achten.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wērden

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Wērden , verb. irregul. neutr. Präs. ich wērde, du wírst, er wírd, wir wērden, u. s. f. Conj. ich wērde, u. s. f. Imperf…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    werden

    Goethe-Wörterbuch

    werden [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Werden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Werden (sonst Morandum ), Stadt im preuß. Regbez. Düsseldorf, Landkreis Essen, an der Ruhr, Knotenpunkt der Staatsbahnli…

  6. modern
    Dialekt
    wërden

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    wërde n , wër d e n [wartə S. Mü. ; wárə Hlkr. und nö. davon allg.; wǽrə Str. W.; Ind. Präs. wìrt, – u. wîrt, Pl. wart…

  7. Sprichwörter
    Werden

    Wander (Sprichwörter)

    Werden 1. Bat iäm dann nitt wärden mach, doa kärt iäm Guot den Sinn van af. – Woeste, 68, 93. 2. Bim Werda vnd Sterba vn…

  8. Spezial
    werden, angerechnet v

    Dt.-Russ. phil. Termini · +16 Parallelbelege

    werden , v , angerechnet ~ засчитываться/засчитаться , гл

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit werden

90 Bildungen · 15 Erstglied · 68 Zweitglied · 7 Ableitungen

Zerlegung von werden 2 Komponenten

wer+den

werden setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

werden‑ als Erstglied (15 von 15)

Werdenberg

Meyers

werden·berg

Werdenberg , der dem Fürstentum Liechtenstein gegenüberliegende schweizer. Teil des Rheintals von Buchs bis gegen Sargans, der im Talboden M…

Werdendorn

Campe

werden·dorn

† Der Werdendorn , — es, Mz . u. ein Name des Haft= oder Meerkreuzdornes, s. d. (Hippophaë rhamnoides L .).

werdenichtsgenie

DWB

werdenichts-genie , n. , gelegenheitsbildung bei C. Spitteler : ja, eins von den zehntausend werdenichtsgenies, von denen jede familie eins …

werdenlīchen

KöblerMhd

werden·līchen

werdenlīchen , Adv. nhd. werdend, zum Werden geeignet Vw.: s. un- E.: s. werden, līchen W.: nhd. DW-

werdenot

DWB

werde·not

werdenot , f. , eine bildung der neueren dichtersprache ( vgl. werdekampf und -schmerz): und niemals hat er ( der arzt ) so in seinem langen…

werdenselement

DWB

werden·s·element

werdenselement , n. , frühe gelegenheitsbildung mit dem genitiv des substantivierten infinitivs als bestimmungsglied: welcher säemann verste…

werdenære

KöblerMnd

werdenære , M. nhd. Wardein, ein Beamter, Wertbestimmer von Tuchwaren und Münzwährung Hw.: s. wērdein E.: s. wērden (2) L.: Lü 573a (werdenê…

werden als Zweitglied (30 von 68)

geborenwerden?

KöblerMhd

*geboren·werden

*geborenwerden? , V. nhd. „geborenwerden“ E.: s. geboren, werden W.: s. nhd. geboren werden, V., geboren werden, DW-

nihtwerden?

KöblerMhd

*nihtwerden? , st. V. nhd. nichtwerden E.: s. niht (1), werden W.: nhd. nichtwerden, V., nichtwerden, DW-

abewerden

KöblerMhd

abe·werden

abewerden , st. V. nhd. entrückt werden, unsichtbar werden, erledigt sein (V.), entfallen (V.) Hw.: vgl. mnd. afwērden Q.: Tauler (FB abe we…

abwerden

DRW

abwerden veräußern 1560 Wertheim/OStR. I 52 Faksimile

Alle werden

Wander

alle·werden

Alle werden Es ist eben alle geworden, wie Uhden sein Pfeffer, da geht das Mädchen mit dem letzten hin. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Es ist …

Anderswerden

Wander

anders·werden

Anderswerden Försch Anderstwerda ka ma nüd. – Tobler. Niemand kann sich verbürgen, seine Gedanken nicht zu ändern, denn fürs Anderswerden ka…

ān(e) wērden

MNWB

ane·werden

ān(e) wērden s. anwērden. klê(i)der anhebben, anbehōlden, antên, antrecken .

anwerden

DWB

anwerden , dem ahd. anawerdan ( Graff 1, 995 ) entsprechend, an einen kommen, gelangen, ist schon mhd. geschweige nhd. völlig erloschen, und…

berwerden

KöblerMnd

berwer·den

berwerden , Adj. nhd. wollen (Adj.), rauh wollen (Adj.), zottig Hw.: s. berwer E.: s. berwer L.: MndHwb 1, 229 (berwer/berwerden)

Besserwerden

Wander

besser·werden

Besserwerden Aufs Besserwerden hofft man stets (hofft jeder) auf Erden. Lat. : Forsan miseros meliora sequentur. [Zusätze und Ergänzungen] 2…

bewërden

Lexer

bewer·den

be-wërden stv. I, 3. BMZ einen bew. lâʒen seinem freien willen überlassen Leys. ( doch zweifelhaft ).

deichbeschwerden

DWB

deich·beschwerden

deichbeschwerden , f. pl. die zur erhaltung eines deichs erforderlichen kosten und arbeiten. s. deichkosten . deichlast. deichhilfe.

eneinwerden

KöblerMhd

enein·werden

eneinwerden , st. V. nhd. „eins werden“, übereinkommen, einen Entschluss fassen, merken, herausfinden Q.: LvReg, Ot (FB enein werden), RWh (…

entslâpen(de) wērden

MNWB

en(t)slâpen , unt- , stv. , einschlafen, entslâpen(de) wērden einschlafen; (sanft) sterben, im dôde e.

entwerden

DWB

entwer·den

entwerden , effugere, elabi, entkommen, entgehen, wie sich die begriffe des werdens und kommens berühren ( z. b. franz. devenir und venir) u…

enwarwerden

KöblerMhd

enwar·werden

enwarwerden , st. V. nhd. gewahr werden Q.: Vät (1275-1300) (FB enwar werden) E.: s. enwar, werden W.: nhd. DW2-

erwërden

Lexer

erwer·den

er-wërden stv. I, 3. BMZ anfangen zu werden, entstehen Diem. ; zunichte werden, verderben ib. Rul. Konr. erne lât mich niht erwerden Mar. 19…

farwerden

KöblerAnfrk

farw·erden

farwerden , sw. V. (1) nhd. verderben ne. ruin (V.) ÜG.: lat. malignari MNPs Hw.: vgl. ahd. firwerten* Q.: MNPs (9. Jh.) E.: s. far-, *werde…

geborenwerden

KöblerMhd

geboren·werden

geborenwerden , st. N. nhd. Geborenwerden, Gezeugtwerden Q.: EckhII (vor 1326), EckhV E.: s. geboren, werden W.: s. nhd. Geborenwerden, N., …

Gewahr werden

Wander

gewahr·werden

Gewahr werden Dat ward'st eh'r 'wahr as hütt Mor'n den Tagg. Das wurdest du eher gewahr, als heute morgen den Tag. Wird bei plötzlicher Uebe…

gewarwerden

KöblerMhd

gewar·werden

gewarwerden , st. V. nhd. „gewahr werden“ Q.: LAlex (1150-1170), RWchr, StrAmis, Enik, GTroj, Kreuzf, HvBurg, HvNst, Ot, Parad, BDan, Minneb…

gewerden

DWB

gewer·den

gewerden II , verb. , ableitung zu werth, dignus ( s. d. ) ; vgl. gawerdjan, gawerdôn Graff 1, 1014 ; gewerden mhd. wb. 3, 605 b ; Lexer nac…

Haarigwerden

Wander

haarig·werden

Haarigwerden Es ist zum Haarigwerden. – Frischbier, 288; Frischbier 2 , 1413. Ungefähr wie: Es ist zum Aussersich-, zum Katholisch-, zum Tol…

Hinwerden

Wander

hin·werden

Hinwerden Heut' muss noch einer hinwerden. Man erzählt sich von altbairischen Orten, wo eine Kirmes nicht für eine recht lustige gilt, wenn …

inantwerden

KöblerMnd

inantwerden , sw. V. Vw.: s. inantwōrden

innenwerden

KöblerMhd

innen·werden

innenwerden , sw. V., st. V. nhd. innewerden, gewahr werden, erkennen, feststellen, bemerken, wahrnehmen, spüren, zufallen (V.) (2), nahekom…

innewerden

Pfeifer_etym

inne·werden

in Präp. der räumlichen und zeitlichen Lage, Richtung; vielfach übertragen (vgl. in Eile, in tiefer Trauer, im Namen des Gesetzes). Ahd. (8.…

Ableitungen von werden (7 von 7)

bewërden

Lexer

be-wërden stv. I, 3. BMZ einen bew. lâʒen seinem freien willen überlassen Leys. ( doch zweifelhaft ).

entwerden

DWB

entwerden , effugere, elabi, entkommen, entgehen, wie sich die begriffe des werdens und kommens berühren ( z. b. franz. devenir und venir) u…

erwërden

Lexer

er-wërden stv. I, 3. BMZ anfangen zu werden, entstehen Diem. ; zunichte werden, verderben ib. Rul. Konr. erne lât mich niht erwerden Mar. 19…

gewerden

DWB

gewerden II , verb. , ableitung zu werth, dignus ( s. d. ) ; vgl. gawerdjan, gawerdôn Graff 1, 1014 ; gewerden mhd. wb. 3, 605 b ; Lexer nac…

unwerden

DWB

unwerden , v. = anwerden ( s. 2 anwerden th. 1, 519): barmherzigkeit ... fraget kein, wie er das sein hab unworden S. Franck sprichw. (1541)…

unwërdenlich

Lexer

un-wërdenlich adj. BMZ nicht werdend, nicht zum werden geeignet Myst. 2. 497,22.

verwerden

DWB

verwerden , v. , got. frawaírþan; ahd. farwerdan, perire, interire, occumbere Graff 1, 996 ; mhd. verwerden reich belegt: mhd. wb. 3, 374; L…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „werden". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/werden/campe?formid=W04748
MLA
Cotta, Marcel. „werden". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/werden/campe?formid=W04748. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „werden". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/werden/campe?formid=W04748.
BibTeX
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