1sein häufig -ey-1), zB GWB42
2,474,27
; in Nachahmung umgangssprachl-mundartlicher Figurenrede auch ‘binn, is’; alte Formen aufgreifend, zB Inf ‘syn’ GWB3,334 Vs 1417
, Prät ‘was’ GWB16,117 Vs 16
, PartPrät ‘gesyn’ GWB16,126 Vs 102
u ‘gewest’ GWBB2,153,7
uö; kanzleisprachl ‘ware’ für ‘waren’ GWBDjG³3,391,30
sowie PartPrät ‘gewessen, geweßen’ GWBDjG³5,217,4
u GWBDjG³4,199,26
; vereinzelt Zusammenschr: mit ‘los’ zB ‘losseyn’ GWBB3,254,17
, ‘loszuseyn’ GWBB46,59,2
; ‘wohlgewesen’ GWBB7,125,9
; ‘dagewesen’ GWBT2,63,10
uö (vgl hierzu s v da I1a; hingegen zu ‘dasein’ in der Bed existieren, vorhanden sein s dasein). Gelegentl Ausfall der finiten Form von ‘s.’, zB ‘wo sie vorübergegangen’ GWB42
2,104,10
. A
als Vollverb 1
bestehen, dasein a
(wirkmächtig) existieren b
(in einer Situation) obwalten, vorkommen, auch: ‘ist’ iSv es gibt 2
geschehen, stattfinden, vor sich gehen 3
zutreffen, gelten, der Fall sein 4
sich in bestimmter Weise verhalten, (mit jdm/etw) verfahren, umgehen; mehrf ‘jds Art zu s.’ 5
in Bezeichnung von Besitz, Verfügung(smacht), Zuständigkeit a
jdm gehören, eignen, zur Verfügung, zu Gebote stehen; wiederholt mit poss Gen, auch redensartl ‘des Teufels/des Todes s.’; gelegentl graduiert iSv jdm ergeben sein b
jdm obliegen, zukommen, zufallen, durch jdn verantwortet werden c
‘was/soviel an jdm ist (etw zu tun)’ iSv soviel jd (für etw tun) kann 6
in Bestimmung von Ort, Herkunft a
sich wo befinden, aufhalten b
‘von/aus etw/jdm s.’ iSv von etw/jdm (her)kommen, (ent)stammen, entspringen, auch: von jdm geschaffen, gegeben worden sein B
als Kopulaverb, in Vbdg mit Prädikativen 1
in Zustandsbeschreibungen a
mit persönl od sächl Subj b
mit unpersönl Subj od in subjektloser Verwendung 2
in Angabe einer Klassifizierung a
ein bestimmtes Merkmal, eine Eigenschaft haben b
eine bestimmte Wesensart, Beschaffenheit aufweisen c
prägnant ‘jd/etw ist (jdm) etwas’ iSv jd/etw stellt (für jdn) etw von Wert, Gehalt, Bedeutung dar d
‘jdm/einer Sache etw s.’, ‘für jdn/eine Sache etw s.’ iSv für jdn/etw eine bestimmte Funktion haben, Rolle spielen; auch im (poet) Vergl e
iSv einer bestimmten Gattung, Klasse angehören; auch ‘von jdm/etw s.’ f
iSv in einer bestimmten Anzahl, Menge auftreten, vorhanden sein 3
in Angabe einer Identifikation, Auswahl od Definition 4
in Beschreibung einer bestimmten Beziehung zu etw/jdm; auch in Wdgn wie ‘(jdm/einer Sache) entgegen s.’, ‘für/gegen/ohne jdn/etw s.’, ‘jdm gut/gewogen s.’, ‘etw ist jdm leid’ 5
in Beschreibung von Möglichkeit, Notwendigkeit, Erwartbarkeit a
in Vbdg mit modalem Adj wie ‘möglich, nötig, wahrscheinlich’ b
in der pass modalen Fügung ‘zu..s.’ (mit Inf) iSv etw/jd kann/muß..werden C
als Hilfsverb, in Vbdg mit PartPrät als Bestandteil zusammengesetzter Tempusformen a
beim Aktiv von Perfekt/Plusquamperfekt/Futur II b
beim Vorgangspassiv, in poetischer Sprache statt ‘werden’ c
beim Zustandspassiv Sein 1
Gegebensein, Existenz; auch: das ontologisch Unbedingte 2
Seiendes, Existierendes, Vorhandenes; auch Bed 1 einbegreifend 3
Wesen(sart), Beschaffenheit 4
jds Lebenssituation, die (Art der) Umstände, denen jd unterworfen ist als Vollverb 1
bestehen, dasein a
(wirkmächtig) existieren; einmal PartPräs graduiert Wunder kann ich nicht thun sagt der Prophete,|Das groeste Wunder ist daß ich bin GWBAADiv3,49 Plp Geschrieben steht: „im Anfang war das Wort!”|..Ich muß es anders übersetzen..|Geschrieben steht: im Anfang war der Sinn.|..Es sollte stehn: im Anfang war die Kraft!|..Auf einmal seh' ich Rath|Und schreibe getrost: im Anfang war die That! GWB14,62f Faust I 1224u1229u1233u1237 Die goldne Zeit|Sie war wohl nie wenn sie jetzt nicht ist|Und war sie je so kann sie wieder seyn GWB32,461,21f ItR Notizb 1788 [
mBez auf Seetiere] Was ist doch ein lebendiges für ein köstlich herrliches Ding. Wie abgemeßen zu seinem Zustande, wie wahr! wie seyend! GWBT1,288,22 v 9.10.86~GWB30,142,24 ItR [
Mephisto:] Vorbei! ein dummes Wort.|..Es ist so gut als wär' es nicht gewesen,|Und treibt sich doch im Kreis als wenn es wäre GWB15
1,317 Faust II 11601f GWB42
2,211,2f MuR(806) GWB6,39 Div Unbegrenzt 6 GWB10,149 Tasso 1104 GWB39,201 PromethFragm 1773 Vs 165 GWB3,284 ZXen III 793
uö ‘das Gewesene’ für eine gewisse vergangene Epoche (u deren Vertreter)2) Das Gewes'ne wollte hassen|Solche rüst'ge neue Besen,|Diese dann nicht gelten lassen|Was sonst Besen war gewesen GWB6,97 Vs 13 DivUnmut b
(in einer Situation) obwalten, vorkommen, auch: ‘ist’ iSv es gibt, gelegentl in Inf-Konstruktion Über allen Gipfeln|Ist Ruh GWB1,98 Über allen Gipfeln 2 Es ist [ Wir haben GWB8,144,9 Götz
2 V] nicht Sattelhenkens Zeit und langer unnöthiger Verhandlungen GWB13
1,327,4 Götz
3 V 2 Nicht überall wo Wasser ist, sind Frösche; aber wo man Frösche hört, ist Wasser GWB42
2,118,1f MuR(90) Zur Übergabe von Maynz ist noch keine Hoffnung GWBB10,69,20 Kirms 4.6.93 Warum schluchzet der Seufzer Armins? sprach er [
Carmor] , was ist hier zu weinen? [
Is there a cause to mourn?] GWBAA142,2 Werth² II Ossian GWB30,262,17 ItR GWB1,12 An die Günstigen 3 GWBB3,20,1 ChStein [21.1.76 Korr Fränkel
2 1,14] GWBN1,220,7 FlD 543 GWBB7,6,12 Kestner 11.1.85
uö ‘es war (einmal)’ uä, Lied od Erzählung einleitend Es war ein König in Thule GWB1,171 König iThule 1 [
Mephisto:] Es war einmal ein König,|Der hatt' einen großen Floh GWB14,105 Faust I 2207 [
Brander:] Es war eine Ratt' im Kellernest GWB14,101 Faust I 2126 In Judäa, dem heiligen Land,|War einst ein Schuster wohl bekanndt GWB38,55 EwJude 22 [
Carl:] es war einmal ein Kind, und sein Mutter war kranck GWB39,17,4 Götz
1 I~GWB8,19,4 Götz
2 GWBAA109,11 Werth¹ II GWBDjG³2,39 ElsässVolksl Lied HerrnMagd 1 GWB2,200 Katzenpastete 9
uö ‘nicht mehr s.’ euphem für: gestorben sein Sie [
Kriegshelden u Heerführer] sind nicht mehr, ihre Rüstungen trug man hohl vorbei GWB49
1,264,14 Mantegna,Triumphzug [
Faust:] Der alte Nestor ist nicht mehr GWB15
1,218 Faust II 9455 GWB45,18,11 RamNeffe GWB20,195,20 Wv I 18
uö iSv existieren können, als Möglichkeit bestehen; in Irrealis od Negation [
Iphigenie:] Und wie beleidigte der König sie [
Klytemnästra] ?|[
Pylades:] Mit schwerer That, die, wenn Entschuldigung|Des Mordes wäre, sie entschuldigte GWB10,40 Iph
2 907 ich..habe..Ferrara, Cento, Bologna flüchtig und Florenz kaum gesehen. Die Begierde, nach Rom zu kommen, war so groß..daß kein Bleibens mehr war GWB30,198,21 ItR~GWBB8,37,14 Weim Freunde 1.11.86 GWB33,96,14 Camp
uö(selten) stark abgeblaßt ‘etw s. lassen’ iSv etw unterlassen, nicht tun; einmal iSv etw auf sich beruhen lassen, nicht beachten, sich darum nicht kümmern [
Mephisto:] Was machst du mir|Vor Liebchens Thür,|Kathrinchen, hier|Bei frühem Tagesblicke?|Laß, laß es
s.!|Er läßt dich ein|Als Mädchen ein,|Als Mädchen nicht zurücke GWB14,187 Faust I 3686 [
Valentin zu Gretchen:] Ich sage, laß die Thränen
s.!|Da du dich sprachst der Ehre los,|Gabst mir den schwersten Herzenstoß GWB14,191 Faust I 3771 [
Gretchen:] Wie sollte mir die Kette stehn?|..Wenn nur die Ohrring' meine wären!|Man sieht doch gleich ganz anders drein.|Was hilft euch Schönheit, junges Blut?|Das ist wohl alles schön und gut,|Allein man läßt's auch alles
s. GWB14,137 Faust I 2800 GWB8,212,5 Egm II
uö(selten) 2
geschehen, stattfinden, vor sich gehen [
Mephisto unter den Lamien:] Die Kleine..|..die Lange..|..Noch eine Dicke,|An der ich mich vielleicht erquicke;|Zum letztenmal gewagt! Es sei! GWB15
1,144 Faust II 7781 zuletzt [
nach einer langen geist- u humorvollen Unterhaltung zwischen österr Offizieren] war das Sonderbare, daß ein einziges vernünftiges Wort die ganze Gesellschaft aus der Fassung brachte GWBT2,90,20 v 26.8.97 [
Mutter:] uns [
Eltern] knüpfte..die traurigste Stunde zusammen.|Montag Morgens – ich weiß es genau; denn Tages vorher war|Jener schreckliche Brand, der unser Städtchen verzehrte GWB50,202 HermDor II 111 ich hatte die seltsamsten religiösen Zweifel, die ich gern..berichtiget hätte. Da nun dieses nicht
s. sollte.. GWB27,125,15 DuW 7 gleich bey meiner Ankunft, welche Montag Morgens seyn wird GWBB22,293,3 Döbereiner 7.3.12 GWB28,63,21 DuW 11 GWB15
1,263 Faust II 10447 GWB51,274,7 ThS III 14
uö iSv aufgeführt, gegeben werden den 30. sind die Advokaten von Iffland GWBB11,11,25 Schiller 23.1.96 will ich bemerken daß in der nächsten Woche die Oper den Donnerstag ist und Sonnabends ein neues Kotzebuisches Stück GWBB13,90,25 Schiller 10.3.98 Wenn also Donnerstag Abend Concert seyn soll GWBB28,18,16 Kirms 12.3.17 GWBB16,84,15 Schiller 11.5.02 GWBT4,263,5 v 19.3.12
uö prägnant iSv vorfallen; in der Vbdg ‘als wenn nichts/etwas gewesen wäre’ sie [
die frz Soldaten] sind durch alle Etagen der Bibliotheck durchgestigen..Nichts ist beschädigt, und wir sind für diese erste Zeit als wenn nichts gewesen wäre GWBB19,201,8 CarlAug [25./26.12.06 Korr B30,267] Aus beiliegendem Briefe [
vermutl von Füßli, Lavater hatte eine Bitte Goethes an diesen unterstützt] wirst du ersehen dass dein befehlendes Gebät nicht überall durchgeht. Lass, ich bitte, die Sache ruhen, und thue wenn du ihm wieder schreibst weiter nicht als wenn was gewesen wäre GWBB4,173,22 Lavater 7.2.80 GWB43,288,17 Cell II 8 GWBB20,334,6 Riemer 19.5.09
uö 3
zutreffen, gelten, der Fall sein Es war schon bey den Römern wenn sie was Tüchtigs sagen wollten sagen sies Griechisch. Warum wir nicht französch GWB42
2,526,11 MuR(1396) es sieht aus, als wenn sie [
Bilder] in der Diagonale verrückt würden, welches doch nicht ist GWBN2,28,4 FlP 46 [
Götz:] Nach seiner [
Weislingens] Art zu reisen ist er schon in Crailsheim. und ich binn allein. Und wärs! GWB39,7,23 Götz
1 I [
Scapin:] Verflucht! an dieser Büchse steht Arsenik angeschrieben. [
Doktor:] A – Ar – Arsenik! Weh mir! Nein! Es kann nicht
s.! GWB12,158 ScherzLR 856 GWBA1,358,18 Votum 20.2.[85] GWB49
1,284,26 Mantegna,Triumphzug [Noehden] GWBA1,239,2 Aufstellg übStrumpffabrikanten uTuchmacher [30.7./12.8.83]
uö ‘es sei/wäre denn’ iSv außer wenn; ‘es sei’ iSv es mag zutreffen; ‘sei's drum’, ‘es mag drum s.’ uä iSv wenn schon, meinetwegen, es sei dahingestellt [
Pater Orator:] die Damen und Herrn|Gedachten wohl nicht uns zu finden am Stern,|Es sei denn sie hätten im voraus vernommen,|Daß.. GWB36,237,1 BiogrEinzh Luisenf 1778 [
Rugantino:] Hier bleibet..|..Eilet mir nicht nach,|..Es wäre denn ich schösse GWB11,228 Claud
2 615 [
Adelbert:] Unschuldige Liebe erfreut die Gottheit, statt sie zu beleidigen. [
Marie:] Es sey, aber ich binn nicht dadurch erbaut GWB39,41,14 Götz
1 I [
Weislingen:] Wollt ihr mich ritterlich bewirthen so laßt mich allein. [
Götz:] Sey's drum! so bleibt mit euch allein und eurem Gewissen GWB13
2,273,12 Götz
3 Var [
Sophie:] Mein Vater kann nicht wohl – Wer weis wie es geschah!|Es mag drum seyn GWB53,49 Mitsch
1 82 GWB53,331,19 Testam 6.1.31 GWBN3,150,7 FlH III GWBB8,157,24 ChStein 1.2.87
uö 4
sich in bestimmter Weise verhalten, (mit jdm/etw) verfahren, umgehen; mehrf ‘jds Art zu s.’ [
Sirenen:] Schöne Luna, sei uns gnädig! GWB15
1,156 Faust II 8043 Edel sei der Mensch,|Hülfreich und gut! GWB2,83 Das Göttliche 1 [
Amine:] Grausamer Eridon! wie kannst du nur so
s.? GWB9,23 LauneVerl 304 Weil ich ihn [
den Aufseher] ..von Herzen schätzte..so beschloß ich..ganz offen und gerade gegen ihn zu
s. GWB27,6,8 DuW 6 sie [
die Goethe durch das Los bestimmte Gattin] ward mir immer werther, und ihre Art mit mir zu
s. zeugte von einem schönen ruhigen Vertrauen GWB28,346,12 DuW 15 GWBB51,271 CWFritsch 22.1.10 GWB42
2,162,3 MuR(383) GWB20,62,15 Wv I 5 GWBN7,274 MorphStudien inItal
uö 5
in Bezeichnung von Besitz, Verfügung(smacht), Zuständigkeit a
jdm gehören, eignen, zur Verfügung, zu Gebote stehen; wiederholt mit poss Gen, auch redensartl ‘des Teufels/des Todes s.’; gelegentl graduiert iSv jdm ergeben sein [
Alcest, Anrede an Sophie antizipierend:] was mein ist, ist auch ihnen GWBDjG³1,409 Mitsch² 812 [
Hermann zu Dorothea:] mir hat die Mutter nicht Leinwand alleine|Auf den Wagen gegeben..|Sondern sie fügte dazu noch Speis' und manches Getränke,|Und es ist mir genug davon im Kasten des Wagens GWB50,200 HermDor II 70 im Ganzen war ihm [
Cosmus] das Glück, als Genosse einer nach der höchsten Bildung strebenden Zeit, das Würdige zu kennen und zu nutzen GWB44,345,14 CellAnh X [
Tancred:] Unmäßig liebt' ich sie [
Amenaide] , ganz war ich ihr GWB9,423 Tancred 1336 Die Buchhändler sind alle des Teufels, für sie muß es eine eigne Hölle geben GWBGespr(He3²,420) Kanzl Müller 21.5.29 GWB32,109,1 ItR GWB12,9,10 JeryBätely GWB50,215 HermDor IV 72u74 GWB38,103,21 ErwElm
1 GWB40,44,22 Üb:Piccolom [G/Schiller]
uö iSv zuteil werden, gewährt werden; imperativisch: ‘jdm sei (es) Dank/Ehre’ uä; gelegentl personifizierend; auch redensartl: ‘Gott/dem Himmel sei Dank’ [
Martinchen:] Gott sei Dank! Ich habe den Strick zur glücklichen Stunde|Vor die Öffnung geknüpft; der Dieb ist gefangen! GWB50,33 ReinF III 134 [
Mephisto zu Oreas:] Sei Ehre dir, ehrwürdiges Haupt! GWB15
1,145 Faust II 7821 [
Merkur zu Jupiter:] Allvater! Du Allgütiger,|..Sei Liebe dir und Preis|Von aller Erd' und Himmel! GWB39,204 PromethFragm 1773 Vs 233 Dank sey es dem guten Geschicke GWBB43,87,11 Marianne 27.9.27 Wernerische Schüler giebts Gott sey Danck genug GWBN13,315,10 MinGeol Plp GWB4,330 Veni Creator Spiritus 25 GWB38,352,9 FGA Plp [Schlosser/G] GWBB5,243,14 ChStein 28.12.81 GWBB28,99,7 Boisserée 27.5.17
uö b
jdm obliegen, zukommen, zufallen, durch jdn verantwortet werden; mit (‘an’ u) Dat od mit Gen Dem Schicksal ist es, nicht den Göttern,|Zu schenken das Leben und zu nehmen GWB39,203 PromethFragm 1773 Vs 201 [
Soest:] Laßt den Grafen Egmont leben! Buyck, an euch ist's die erste Gesundheit zu bringen! GWB8,176,25 Egm I [
Achill zu Antilochos:] vielleicht befördr' ich die Hälfte;|Euer sei die Vollendung [
meines Grabhügels] GWB50,272 Achilleis 38 [
Pylades:] Wenn wir verloren sind, wem ist das Unrecht? GWB39,384,16 Iph
1 IV 4 GWBDjG³5,205,8 RAnw [30.1.75] GWB50,282 Achilleis 318 GWB39,374,19 Iph
1 IV 2 GWB13
1,9 PaläophronNeoterpe 115
uö c
‘was/soviel an jdm ist (etw zu tun)’ iSv soviel jd (für etw tun) kann [
Egmont:] Was an euch ist, Ruhe zu erhalten, Leute, das thut GWB8,211,7 Egm II Verschiebe, was an dir ist, deine Rückkunft GWBB24,110,21 August 17.1.14 Thun Sie..was an Ihnen ist GWBB19,519 Cotta [24.12.06] GWBB37,15,12 JGLenz 16.4.23 GWBB51,109 JCWVoigt [27.3.95] K
uö 6
in Bestimmung von Ort, Herkunft a
sich wo befinden, aufhalten Gestern Abend, als ich zu Bette ging, fühlt' ich recht das Vergnügen hier [
wieder in Rom] zu
s. GWB32,110,26 ItR [
Haltefest:] Dem linken Flügel keine Sorgen!|Da wo ich bin ist der Besitz geborgen GWB15
1,267 Faust II 10544 GWB3,337 ZXen V 1444 GWBB17,251,7 JMüller 25.1.05 GWB33,73,22 Camp
uö b
‘von/aus etw/jdm s.’ iSv von etw/jdm (her)kommen, (ent)stammen, entspringen, auch: von jdm geschaffen, gegeben worden sein [
Altmayer, leise, über Faust und Mephisto:] Sie sind vom Rheine, wie ich spüre GWB14,107 Faust I 2256 Ich dencke auch aus der Wahrheit zu seyn, aber aus der Wahrheit der fünf Sinne [
im Anklang an Joh 18,37] GWBB4,112,17 Lavater 28.[10.79] Großer Brama, Herr der Mächte!|Alles ist von deinem Samen GWB3,9 PariaGebet 2 Wo kam die schönste Bildung her,|Und wenn sie nicht vom Bürger wär'? GWB5
1,151 ZXenNachl IX 928 Mein Perrückenmacher..findet im Schutte [
bei der Santa Trinità dei Monti] ein flach Stück gebrannten Thon mit einigen Figuren..Es..scheint von dem Rande einer großen Schüssel zu
s. GWB30,266,20 ItR GWB38,69 ErwElm
1 Vorspr GWB33,9,20 Camp GWB2,193 Künstlers Fug u Recht 46 GWBB2,185,24 Sophie La Roche [20.?8.74]
uö als Kopulaverb, in Vbdg mit Prädikativen 1
in Zustandsbeschreibungen a
mit persönl od sächl Subj α
sich in einer bestimmten Verfassung, einer Situation befinden; auch in Wdgn wie ‘jd ist imstande/im Fall/außer sich/gutes Mutes/im Verschiß’; ‘davor/dabei/dahin s.’, ‘unter/in jds Händen s.’; vgl die entspr Sinnträger Serenissimus waren gestern froh und gnädiges Muths GWBB29,142,1 Voigt 14.4.18 meine Schwester ist schwanger und grüst euch GWBB2,174,3 Schönborn 8.6.[74] Alexander besteht auf Polen. Friedr. Wilhelm ist in der Klemme GWB53,415,32 Wiener Kongreß [
der Kater:] Und wär' ich bei Geld,|So wär' ich bei Sinnen GWB14,117 Faust I 2398f Die Freundin..sprang [
vor Schreck] aus dem Bette, lief, wie sie war, die Treppe hinunter und rief das ganze Haus zusammen GWB18,140,4 Unterhaltungen GWBB29,109,2 Meyer 26.3.18 GWBB6,306,1 ChStein 20.6.84 GWBT12,338,3 v 3.12.30 GWB50,52 ReinF IV 157u159 GWB41
1,296,11 Ilias Ausz 13
uö β
‘über etw s.’ iSv mit etw befaßt sein, daran arbeiten, ‘zurück s.’ iSv noch ausstehen; vereinzelt attr PartPräs (vorwiegend kanzleisprachl): ‘bei der Hand/in Frage/im Gang seiend’ Wollten Sie mir wohl ein halbduzzend Blätter Postpapier schicken, ich bin eben überm Silhouete machen GWBB3,216,18 ChStein 22.3.78 [
Schloßbau] Steinhauer haben fortgefahren..Fenster-Einfassungen neu zu arbeiten und auszuhauen. Es sind noch 3 Fenster durch 2 Stock zurück, die in 14 Tagen fertig sind GWBA(FfA I 27,69,32) Aktenvermerk [etwa 8.7.91] wenn aus der schon bey der Hand seyenden Aussage..darzuthun ist GWBDjG³2,248,6 RAnw [30.3.72] GWBB51,439 Voigt 5.7.18 GWBB14,217,1 Thiele 4.11.99 K GWBT12,76,24 v 3.6.29
uö γ
‘im Begriff s., etw zu tun’: sich anschicken od gerade anfangen, etw zu tun Eben bin ich im Begriff, mich von Jena endlich loszulösen GWBB33,321,26 Reinhard 25.10.20 Wahrscheinlich entsprang er [
Florentiner Ruinenmarmor] aus einer eingesinterten Gangart, die an einer Seite sich bandartig zu bilden im Begriff war GWBN9,248,12 GebirgsGestaltg GWB51,231,4 ThS III 8 GWBB39,165,8 Zelter 3.4.25
uö δ
‘im/in Werk s.’: sich im Entstehen, in der Fertigung, in Arbeit befinden; auch mit (subst) PartPräs bin offt vergnügt von Ihnen weg zum Tischer gegangen weil etwas im Werck war das Sie freuen sollte GWBB4,149,9 ChStein 30.11.79 Abends Ottilie. Im Werk seyende dramatische Unterhaltungen der Gesellschaft GWBT13,178,25 v 26.11.31 GWBB42,18,16 Kanzl Müller 18.1.27 GWBN10,49,16 KingCoal GWBT4,136,19 v 1.7.10
uö ε
‘gut/besser/übel/schlimm/wunderlich uä d(a)ran s.’; ‘jd weiß (nicht), woran er (mit etw/jdm) ist (auch: wie er mit etw/jdm d(a)ran ist)’, als Ausdruck von jds Befindlichkeit, Lage; sa die betr Sinnträger [
Mephisto:] Er [
Satan] ist schon lang in's Fabelbuch geschrieben;|Allein die Menschen sind nichts besser dran,|Den Bösen sind sie los, die Bösen sind geblieben GWB14,122 Faust I 2508 [
bei einsetzender Ebbe] zieht sich schon das Meer weichend..wieder zurück. Anfangs weiß das Gewimmel [
Schnecken, Krebse ua] nicht, woran es ist, und hofft immer, die salzige Fluth soll wiederkehren GWB30,143,17 ItR Ich werde dir viel von der schönen Frau [
MAvBranconi] erzählen, sie wusste nicht woran sie mit mir war GWBB6,199,14 ChStein 20.9.83 Soviel habe ich..bemerken können, daß das Publicum nicht immer weiß wie es mit den Gedichten, sehr selten aber, wie es mit dem Dichter dran ist GWBB20,96,8 Reinhard 22.6.08 GWBB7,11,1 ChStein 10.2.85 GWB6,132 Vs 3 DivSprüche GWB3,96 Urworte 32 GWB37,163,8 BriefPastors GWBB4,246,11 ChStein 30.6.80
uö b
mit unpersönl Subj od in subjektloser Verwendung α
im Ausdruck von jds Befinden, Empfindungen, Vorstellungswelt: ‘jdm ist (es)’ iSv jd fühlt (sich), vermutet, jdm dünkt, kommt es vor (als ob); ‘was ist dir?’ iSv was bewegt dich (innerlich)? Mir ist so wohl, so weh! GWB1,19 Christel 32 So mag es wohl dem Teufel seyn|Wenn er in seiner Höll allein|Nach Himmels Freuden seufzt und klagt|Dass ihn der Unmuth r'ausgejagt GWBB50,84,25 JG u JROrville [3.9.?75 Korr DjG
35,252] Abends klein Conzert..Wars ♃ [
Carl August] leidl. GWBT1,51,25 v 22.10.77 [
Graf zur Nichte:] Was ist dir?..[
Marquise zur Nichte:] Was hast du? GWB17,202,16 GrCoph III 9 [
Nymphen:] Hör' ich recht, so kommt mir's vor|Als der Schall von Pferdes Hufe.|..[
Faust:] Ist mir doch als dröhnt' die Erde|Schallend unter eiligem Pferde.|..Ein Reuter kommt herangetrabt GWB15
1,124 Faust II 7319 GWBB1,20,13 Cornelia 6.12.65 GWB38,63 EwJude 243 GWB19,272,21 BrSchweiz II GWB15
1,323 Faust II 11772f GWB1,199 Wandrer u Pächterin 9
uö β
in Beschreibung eines momentan gegebenen äußeren Umstandes: ‘es ist’ iSv wir haben (es) gerade.., es herrscht (zur Zeit)..; auch ‘die Rede ist (von)’ [
Gretchen:] Es ist so schwül, so dumpfig hie|Und ist doch eben so warm nicht drauß' GWB14,135 Faust I 2753f Es ist schon sechs GWBB1,131,15 Behrisch 7.11.67 Wirklich ist es allerliebst|Auf der lieben Erde GWB1,121 Tischlied 11 daß hier nicht die Rede ist: meinem Vater etwas zu nehmen GWBDjG³3,394,2 RAnw [17.11.73] [
Georg zu Götz:] Es sind bedenkliche Zeiten GWB8,138,7 Götz
2 IV GWBT3,193,20 v 16.2.07 GWB1,59 Gegenwart 11 GWB17,283,15u16u20 Bürggeneral 9
uö ‘es ist nur’: es kommt nur darauf an [
Elisabeth:] Karl hohl deine Geographie. (Carl geht) [
Marie:] Die Geographie?..[
Elisabeth:] es ist auch nur dass ich ihn fortbringe GWB39,18,21 Götz
1 I ein Feuer..biss wir hinkamen lag das ganze Dorf nieder, es war nur noch um Trümmern zu retten und die Schul und die Kirche GWBB3,69,16 Gfin Stolberg 24.5.[76] Herkules Geschwäzze ist warrlich nicht mein Gefühl. Es ist nur daß man die Hansen bey der Perrücke zupft und Sachen sagt, die wie Du sprichst, niemand Wort haben will GWBB2,162,8 Lavater 20.5.74 GWBAA16,13 Werth² I GWBB4,89,26 Lavater [19.]10.79 Korr GB3
1,319
uö ‘dem sei, wie ihm wolle’, ‘(es/dem sei,) wie ihm sei’ uä iSv gleichviel, wie es sich auch immer verhält [
Hofmeisterin:] Was will der Bruder gegen dich beginnen?..[
Eugenie:] Sei's wie ihm wolle! GWB10,355 NatT 2345 [
Söller:] Es sei nun wie ihm will! GWB9,45 Mitsch
3 80 [
Helena:] Sei's wie es sei! Was auch bevorsteht GWB15
1,181 Faust II 8604 GWB9,421 Tancred 1293 GWB15
1,281 Faust II 10849 GWBB2,5,24 Herder [Ende Sept/Anf Okt 71 Korr GB1
1,218] GWBN7,210,24 PrincPhilZool II
uö γ
in Kennzeichnung eines Sachstandes, Sachverhalts: ‘mit etw/jdm, um etw/jdn ist es..’ iSv mit etw/jdm verhält es sich.., um etw/jdn steht es..; auch in Frage ‘Wie ist es (mit/um)..?’ Wir fühlen auch die Ahnung körperlicher Anlagen, auf deren Entwickelung wir in diesem Leben Verzicht thun müssen: so ist es ganz gewiß mit dem Fliegen..Welche Begierde fühl' ich, mich in den unendlichen Luftraum zu stürzen GWB19,199,9 BrSchweiz I [
Dorothea zu Hermann:] Nicht immer war es mit uns so|Jammervoll GWB50,199 HermDor II 28 [
Gottfried:] Aber wie war's mit dem [ um den GWB8,32,26 Götz
2] Landfrieden? GWB39,31,1 Götz
1 I [
Faust, mBez auf das erhoffte Treffen mit Gretchen:] Wie ist's? Will's fördern? Will's bald gehn? GWB14,150 Faust I 3025 GWB14,113 Faust I 2335 GWBB15,172,9 CEGoethe 1.2.01 GWB21,16,24 Lj I 3
uö in Vergleichen: ‘es ist (mit etw) wie mit..’ Wie im Auge mit fliegenden Mücken,|So ist's mit Sorgen ganz genau GWB3,352 ZXen VI 1616 Schicke Dir hier den alten Götzen [
ein Exemplar des ‘Götz’-Erstdrucks] ,|..Hab's geschrieben in guter Zeit,|Tags, Abends und Nachts Herrlichkeit,|Und find' nicht halb die Freude mehr,|..Find', daß es wie mit den Kindern ist,|Bei denen doch immer die schönste Frist|Bleibt, wenn man in der schönen Nacht|Sie hat der lieben Frau gemacht GWBB2,94,7 Gotter [Juni 73] (vgl DjG3,48) GWB14,90 Faust I 1922 GWB42
2,124,2 MuR(148)
uö in umschreibenden Wdgn wie ‘es ist etw Schönes/Eigenes/Schreckliches um/mit etw’ Es ist was Schönes und Erbauliches um die Sinnbilder und Sittensprüche, die man hier auf den Öfen antrifft GWB19,203,20 BrSchweiz I Es ist ein einförmig Ding um's Menschengeschlecht. Die meisten verarbeiten den grösten Theil der Zeit, um zu leben GWBAA8,21 Werth¹ I~GWBWerth² Es ist ein erfreuliches schönes Schauspiel um die Fahrt auf dem See GWB25
1,234,6 Wj III 13 Wie habe ich Ihrer in Franzenbrunn wieder gedacht! Es ist was eignes um die örtlichen Erinnerungen! GWBB33,12,14 J O'Donell 3.5.20 Mit den hetrurischen Gefäßen ist es..doch eine gar sonderbare Sache GWBB11,247,2 Meyer 30.10.96 GWBB8,287,3 JFFritsch [27.]10.87 GWBT1,228,5 v 24.9.86 GWBB1,253,7 Friederike 15.10.[70] K GWB20,262,7 Wv II 5
uö δ
in Angabe einer zeitlichen Distanz, einer Zeitspanne, in der Fügung ‘es sind..Jahre/Wochen/Tage oä, daß..’ für: (seit einem bestimmten Ereignis) vergangen, verflossen sein Schon Jahre sind es, daß wir uns nicht gesehen haben GWBB32,145,3 Boisserée 14.1.20 Carl August..es ist nun schon ein Jahr daß wir ihn vermissen GWBB46,32,21 Mylius 31.7.29 K [
Maynz zum Kaiser:] Ew. Mayestät verlangen einen Türckenzug..Es ist Jahr und Tag wie Ihro Maiestät es zum erstenmal vortrugen GWB39,80,2 Götz
1 III GWB36,314,25 Zu brüderlAndenkWielands 1813 GWB43,197,15 Cell II 2
uö ε
in Beschreibung von jds Bestreben, Anliegen: ‘es ist (jdm) um etw (zu tun)’ iSv jdm geht es um etw; ‘jdm ist es ernst um/mit/bei/in etw’ Einem redlichen Deutschen, dem es um die wahre Naturwissenschaft zu thun ist GWBN5
1,414,28 Fl WarteSteine [
Jugendfürst:] es ist um den Stein der Weisen,|Es ist um das All zu thun GWB16,373 Epimen 805f [
Burbacca zu Cellini, angesichts drohenden Verlusts wertvollen Transportguts:] Um's meine ist mir's nicht, wohl aber um's eure! GWB43,286,19 Cell II 8 ein Mensch dem es Ernst ums Gute ist [
JChSchmidt] GWBB6,374,9 CarlAug 18.10.84 in einem so wichtigen Falle, wo es um Glück und Unglück einer jungen Person zu thun ist GWBB27,231,2 TheaterIntend 8.11.16 GWBB51,405 Voigt 14.11.16 GWBN2,206,2 FlP 447 GWBN3,195,19 FlH IV
uö ζ
einen Ort/eine Situation bewertend, mit Inf u Adj-Ausdruck: ‘es ist hier gut/vergnüglich sein/leben’ uä iSv hier läßt sich gut/vergnüglich sein/leben uä [
Vansen zum Zimmermeister:] Laß du den Herzog nur gewähren. Der alte Kater..nachher wird er auch finden, daß in der Speisekammer unter den Speckseiten besser leben ist und des Nachts zu ruhen, als auf dem Fruchtboden einzelne Mäuschen zu erlisten GWB8,248,11 Egm IV Es ist hier gar vergnüglich sein, wenn man sich nur ein klein wenig einrichten könnte GWB31,67,12 ItR mit den Mächtigen und Großen..ist nicht gut Kirschen zu essen GWBGespr(He2,866) Luden [13.12.13] GWBT1,183,15 v 13.9.86 GWBB7,23,17 ChStein 8.3.85 GWBB19,410,19 Jacobi 16.9.07
uö(selten) η
‘etwas (wenig/nichts/nicht viel) ist an/mit etw/jdm’, ‘etwas ist daran’ iSv etw (wenig/nichts/nicht viel) Wahres, Bemerkenswertes, Bedeutendes ist an einer Sache, einer Person; auch im Fragesatz ‘was ist an..’ iSv was von Bedeutung ist an.. [
mBez auf Experiment Newtons] Zwar ist etwas daran; aber die Eminenz des Phänomens wird dadurch nicht zum Vorschein gebracht GWBN4,164,24 FlH VI daß er [
Goethes Sohn] sich selbst gewahr wird, daß er erfährt was an ihm ist GWBB47,136,7 Zelter 8.7.30 [
Faust zu Mephisto:] Des Liebchens Kummer thut mir leid.|Schaff' du ihr gleich ein neu Geschmeid'!|Am ersten war ja so nicht viel GWB14,140 Faust I 2855 [
Camille über Claudine:] Sie meint, weil sie ein rund Köpfchen hat, ein Stumpfnäschen, und über ein Gräschen und Gänsblümchen gleich weinen kann; so wär' was mit ihr GWB38,128,9 Claud
1 [
Jetter, zu Soests Lob protestantischer Ansprachen:] Da mag doch auch was dran
s. GWB8,181,4 Egm I GWB8,166,6 Götz
2 V GWB21,239,4 Lj III 1 GWB8,220,1 Egm II GWB30,48,3 ItR GWBB4,331,17 Maler Müller 6.11.80
uö 2
in Angabe einer Klassifizierung a
ein bestimmtes Merkmal, eine Eigenschaft haben Er [
Gottsched] hat wieder geheurathet..Sie ist 19 und er 65 Jahr. Sie ist 4 Schue groß und er 7. Sie ist mager wie ein Häring und er dick wie ein Federsack GWBB1,14,19f JJRiese 21.10.65 [
Reineke zu Braun:] War der Honig nicht guten Geschmacks? GWB50,24 ReinF II 233 daß es was Hübsches sei,|Einen Freund zu küssen GWB1,137 Offne Tafel 11 [
Wolfsmilchraupe beim Verpuppen] Es [
das Tier] krümmt sich und macht durch's Spinnen einen engern Raum, als es selbst ist GWBN6,421,10 MetamIns [
RBacon] Sein eigentliches Geburtsjahr ist ungewiß GWBN3,149,20 FlH III GWBDjG³4,290,2 RAnw [21.12.74] GWB47,213,17 ÄltGemälde 1790 GWB39,14,23 Götz
1 I GWBAA16,15 Werth² I GWB23,219,5 Lj VIII 5
uö iSv betragen, ausmachen; bei Maßangabe der größte dießmal vorhandene ovale [
Eisenstein] mochte im Durchschnitt eine Elle
s. GWBN9,105,20 Pograd Gottsched..seines Cörperbaus Größe|Ist, er sprach es selbst, sechs ganze Parisische Schue GWBB1,17,18 JJRiese 30.10./8.11.65 [Korr DjG
31,87] GWBA1,335,1 Aktenausz [19./29.1.85]
uö ‘von etw s.’ iSv aus etw bestehen, sich aus etw zusammensetzen [
Weiber in Masse:] Die Drachen sind von Holz und Pappe GWB15
1,46 Faust II 5673 Die Colonnade [
in Palmyra, hier auf einer Zeichnung] war von vier Säulenreihen GWB32,88,1 ItR=GWBB8,258,23 Weim Freunde 17.9.87 GWB4,213 Man will's den Damen 8 GWB47,61,25 ZTheorie bildKünste:Baukunst GWBB29,325,22 Boisserée 31.10.18
uö in Wdgn wie ‘etw ist zum Entzücken/Lachen’ iSv Anlaß bieten, auslösen; mBez auf seelisch-geistige, emotionale Regung(en) [
Faust über Gretchen:] Wie sie kurz angebunden war,|Das ist nun zum Entzücken gar! GWB14,128 Faust I 2618 zwei Widder von Erz..Es ist zum Erstaunen, welch ein Ansehen von Würde und Größe der Künstler einem so geringen Thier gegeben hat GWB46,175,11 Hackert TgbKnight GWB14,124 Faust I 2536
uö mit Auslassung des Prädikativs, eine Wertung konnotierend; im Ausruf der Verwunderung ‘das wäre!’ sowie einräumend ‘das wäre noch’ iSv das ginge noch an [
Schnaps:] man gibt sich..alle erdenkliche Mühe..Mich für die Sache der Freiheit und Gleichheit zu gewinnen. [
Märten:] Das wäre! GWB17,266,13 Bürggeneral 6 [
Gottfried zu Weislingen:] Und ihr schmiegt euch unter Vasallen. Das wär noch – Aber unter schlechte Menschen GWB39,29,24 Götz
1 I GWB12,283 VereitelteRänke 736 [G/Vulpius?] GWB39,5,14 Götz
1 I b
eine bestimmte Wesensart, Beschaffenheit aufweisen [
Faust:] Was bin ich denn, wenn es nicht möglich ist|Der Menschheit Krone zu erringen..|[
Mephisto:] Du bist am Ende – was du bist.|Setz' dir Perrücken auf von Millionen Locken,|Setz' deinen Fuß auf ellenhohe Socken,|Du bleibst doch immer was du bist GWB14,86 Faust I 1803u1806u1809 [
Doktor:] Nicht wahr, Herr Amtmann, man ist was man bleibt?|[
Amtmann:] Man ist wie man's treibt GWB16,37 JahrmPlund
2 567f eines edlern Herzens und weitern Geistes [
als Herder] ist nicht wohl ein Mensch GWBB6,232,16 Lavater [Ende Dez 83] Stock, der du gewesen,|Steh doch wieder still! GWB1,217 Zauberlehrling 63 die körperlichen Farben sind ihm [
Mariotte] modificirtes Licht GWBN4,71,26 FlH VI GWB1,169 Der Fischer 15 GWB22,151,7 Lj V 3 GWB20,61,14 Wv I 5 GWB13
1,117 ProlBln 1821 Vs 53 GWB1,218 Zauberlehrling 95
uö in tautologischem Zshg Kind ist Kind und Spiel ist Spiel GWB14,134 Faust I 2737 wer todt ist ist Todt GWBB1,191,19 FOeser 13.2.69 der Mensch ist Mensch und die Flamme ein Ungeheuer GWBB4,239,25 ChStein 26.6.[80] GWB38,81,18f ErwElm
1 GWB23,304,11f Lj VIII 10 GWBAA57,31 Werth¹ I
uö c
prägnant ‘jd/etw ist (jdm) etwas’ iSv jd/etw stellt (für jdn) etw von Wert, Gehalt, Bedeutung dar Du nur bist gros der du weder zu dienen noch zu herrschen brauchst um etwas zu seyn GWBKatStargardt 624,27 Stammbucheintr [76?] Macht mir den Teufel nur nicht klein:|Ein Kerl, den alle Menschen hassen,|Der muß was
s.! GWB5
1,141 ZXenNachl IX 813 Mir ist das Volk zur Last,|Meint es doch dieß und das:|Weil es die Fürsten haßt,|Denkt es, es wäre was GWB5
1,152 ZXenNachl IX 950 „Du hast nicht recht!” das mag wohl sein;|Doch das zu sagen ist klein,|Habe mehr recht als ich! das wird was
s. GWB3,263 ZXen II 500 [
Elpenor zu Antiope:] Ergib dich nicht dem Schmerz und laß auch mich|Dir etwas
s. GWB11,18 Elp
2 346 [G/Riemer] GWB15
1,270 Faust II 10613 GWB3,263 ZXen II 500 GWB15
1,168 Faust II 8308 GWBT1,294,4 v 11.10.86 GWB10,204 Tasso 2447
uö d
‘jdm/einer Sache etw s.’, ‘für jdn/eine Sache etw s.’ iSv für jdn/etw eine bestimmte Funktion haben, Rolle spielen; auch im (poet) Vergl Was das Erdreich der Wurzel ist wird nachher die Pflanze den feinern Gefäßen die sich in der Höhe entwickeln und aus der Pflanze die feinern Säfte aufsaugen GWBN7,279 MorphStudien inItal [
Wilhelm mBez auf Melina:] Dir sind die Breter nichts als Breter, und die Rollen, was einem Schulknaben sein Pensum ist GWB21,80,23u25 Lj I 14~GWB51,170,22u24 ThS II 7 Laß uns beide das Fest im Stillen freudig begehen!|Sind zwei Liebende doch sich ein versammeltes Volk GWB1,247 Vs 2 RömEleg XI [
Götz zu Weislingen:] Ich bin euch ein Dorn in den Augen GWB8,33,21 Götz
2 I [
Here zu Hephaistos:] Schutz nicht ist ihm [
Achilleus] dein Helm, noch der Harnisch, auch nicht des Schildes|Umfang GWB50,274 Achilleis 103 GWB3,82 Vermächtnis 18 GWBB5,21,20 Ernst II 27.12.80 GWB17,237,19 GrCoph V 6 GWB5
2,71 Neujahrslied Var
uö e
iSv einer bestimmten Gattung, Klasse angehören; auch ‘von jdm/etw s.’ [
zu AGordons ‘Physicae experimentalis elementa’] Im 1220. § sind ihm die Farben auch Körper, die sich vom Licht herschreiben GWBN4,181,6 FlH VI mancher..|..glaubt auf seiner Violin|Ein anderer, dritter Orpheus zu syn GWB3,334 ZXen V 1417 Wer sich nicht selbst zum Besten haben kann,|Der ist gewiß nicht von den Besten GWB2,282 Meine Wahl 4 Die Theaterschneiderin war von den Kindern dieser Welt GWB51,77,2 ThS I 20 Die schöne Tina [
Gfin Brühl] war [
in Karlsbad] auch von der Gesellschafft GWBB7,80,10 Knebel 1.9.85 GWB21,65,3 Lj I 12 GWB43,77,20 Cell I 5 GWB1,194 Der Müllerin Verrat 69
uö ‘gewesen’ als attr PartPrät iSv früher, ehemalig, vormalig die Aussage meines gewessenen Patrons GWBDjG³5,217,4 RAnw [3.5.75] die nachgelassenen Kinder erster und zweyter Ehe des geweßenen Burgers und Handelsmann Schüller GWBDjG³4,199,26 RAnw [2.2.74] GWBB19,170,16 Polizei Weim 14.8.06 K f
iSv in einer bestimmten Anzahl, Menge auftreten, vorhanden sein Wir glaubten uns zu zwei;|Doch anders war's beschieden|Und sieh! wir waren drei GWB1,114 Die glücklGatten 36 Die heil'gen drei König' sind kommen allhier,|Es sind ihrer drei und sind nicht ihrer vier GWB1,149 Epiphaniasfest 6 [
Ariel zu den Elfen, in Anspielung auf die antik-röm u die christl-klösterl Vigilien:] Vier sind die Pausen nächtiger Weile,|Nun ohne Säumen füllt sie freundlich GWB15
1,3 Faust II 4626 Kein Lebendiges ist ein Eins,|Immer ist's ein Vieles GWB3,88 Epirrhema 9f [
Phorkyas:] Der Wasser Krüge seyen uns genug GWB15
2,99 Faust II 8941 Var GWB46,306,17 Hackert GWB15
1,317 Faust II 11611 GWB26,160,16 DuW 3
uö 3
in Angabe einer Identifikation, Auswahl od Definition Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?|Es ist der Vater mit seinem Kind GWB1,167 Erlkönig 2 nichts zu suchen|Das war mein Sinn GWB1,25 Gefunden 4 Die Gewalt einer Sprache ist nicht, daß sie das Fremde abweis't, sondern daß sie es verschlingt GWB42
2,238,13 MuR(979) Der Grundton sey C, so sind also die Quinten G und F GWBB25,306,11 ChHSchlosser 19.2.15 K Beilage zum 5.5.15 K Gebähren ist der Ackt wenn der gleiche Körper sich vom gleichen absondert GWBN7,274 MorphStudien inItal GWBB1,22,7 Cornelia 6./7.12.65 GWB14,75 Faust I 1531 GWB47,170,10 Samml 6 GWB15
1,310 Faust II 11463 GWB42
2,159,10 MuR(354)
uö im Ausdruck einer Hervorhebung [
Franz:] Hier hinter das rechte Ohr wars, daß sie [
Adelheid] den Klapps gab GWB13
2,293,13 Götz
3 Var „Ich glaube einen Gott!” Dieß ist ein schönes löbliches Wort; aber Gott anerkennen, wo und wie er sich offenbare, das ist eigentlich die Seligkeit auf Erden GWB42
2,211,18 MuR(809) Bei Betrachtung der Natur..hab' ich unausgesetzt die Frage gestellt: Ist es der Gegenstand oder bist du es, der sich hier ausspricht? GWBN11,135,9f MuR(587) Wo man die Liberalität..suchen muß, das ist in den Gesinnungen, und diese sind das lebendige Gemüth GWB42
2,133,18 MuR(217) Daß, wenn zwey sich zärtlich küssen,|Gern sich sehn, und ungern missen,|Es nicht stets aus Liebe sey GWB37,18 Annette Lyde 10 GWB23,261,26 Lj VIII 9 GWB49
2,37,27 Igeler Monument GWB45,71,27 RamNeffe
uö ‘es s.’ für: Täter, Urheber, Ursache von etw sein [
Alcest zum Wirt über Sophie:] Sie war's [
die das Geld stahl] ! Nein, sagen sie|Die Wahrheit. [
Wirth:] Ja, sie ist'
s..|..[
Alcest:] Nein es kann nicht seyn, dass sie s gewesen GWBDjG³1,339 Mitsch¹ 378u379u380 Es sind immer nur unsere Augen, unsere Vorstellungsarten, die Natur weiß ganz allein, was sie will, was sie gewollt hat GWB42
2,134,1 MuR(220) GWB43,271,18 Cell II 7 GWB1,81 FrühzFrühling 7f GWB11,297 ErwElm
2 218f
uö(selten) 4
in Beschreibung einer bestimmten Beziehung zu etw/jdm; auch in Wdgn wie ‘(jdm/einer Sache) entgegen s.’, ‘für/gegen/ohne jdn/etw s.’, ‘jdm gut/gewogen s.’, ‘etw ist jdm leid’; sa die betr Sinnträger [
Faust zu Mephisto:] Ein Dienst ist wohl des andern werth GWB14,150 Faust I 3032 Gold und silberne Gefäße von Calf..Man muß dieses Bild sehen um zu begreifen, in welchem Sinne die Kunst über die Natur sey GWB47,349,22 StädelschKabinett [
Prometheus:] Laß ihn! [
den Räuber] |Ist seine Hand wider jedermann,|Wird jedermanns Hand
s. wider ihn GWB39,208 PromethFragm 1773 Vs 311f ein Baum..|Wenig Äpfel trägt er mir nur, der sonst so beladne;|Sieh, der Epheu ist schuld, der ihn gewaltig umgibt GWB1,288 Amyntas 16 Daß in der Bibel sich Widersprüche finden, wird jetzt niemand in Abrede
s. GWB28,100,19 DuW 12 GWB14,47 Faust I 839 GWB47,171,23u25 Samml 6 GWB39,255 Urfaust 516 GWBB1,224,9 KSchönkopf 23.1.70 GWBB19,59,10 FAWolf 5.9.05 GWB3,355 ZXen VI 1659
uö (als Teile ein Ganzes) ergeben, bilden, ausmachen Folia und nodus sind die ganze Pflanze GWBB45,250,20 EHFMeyer 23.4.29 GWB9,43 Mitsch
3 48
uö(selten) ‘in etw s.’ iSv in etw liegen, mit etw verknüpft sein eigentlich war die Art, womit Lavater die Physiognomien zergliederte, nicht in meinem Wesen GWB29,137,20 DuW 19 Alles was im Subject ist, ist im Object und noch etwas mehr. Alles was im Object ist, ist im Subject und noch etwas mehr GWBN11,162,13u15 MuR(1376) Mein eigentlich Wohlleben aber ist in Früchten GWB30,42,15 ItR~GWBT1,184,7 v 13.9.86 Die Weisheit ist nur in der Wahrheit GWB42
2,116,14 MuR(78) GWB39,343,14 Iph
1 II 1 GWBT1,302,24 v 17.10.86
uö ‘statt etw s.’ für: an die Stelle von etw treten In Helm und Schild einfüllen sah man die einen [
den Erdboden, den sie aufgruben] ,|Und der Zipfel des Kleids war anderen statt des Gefäßes GWB50,273 Achilleis 60 und übrigens war ihnen [
den Venezianern] das Wasser statt Straße, Platz, Spaziergang GWBT1,244,11 v 29.9.86 GWB40,208,12 Staël,Dichtgn GWBB23,13,2 CarlAug 10.5.12 K
‘zu etw s.’ iSv zu etw dienen, gereichen, nützen [
Hausfrau:] nicht gerne verschenk' ich die abgetragene Leinwand;|Denn sie ist zu manchem Gebrauch GWB50,190 HermDor I 24 Gibt es hier im Hause solche Dirnen,|Die dem Fremden gleich zu Willen sind? GWB1,224 Braut vKorinth 144 GWB50,158 ReinF XI 89
uö ‘die Reihe ist an jdm/etw’, ‘jd/etw ist an der Reihe’: jd/etw kommt dran, ist jetzt betroffen Meine Schwester war mit einer Tochter niedergekommen, und nun war die Reihe an uns Frauen, zufrieden zu sein GWB22,348,6 Lj VI SchöneSeele so ist wohl hier auch dieses Mineral an der Reihe GWBN9,322 JMüllerSammlg Vorw GWB19,207,21 BrSchweiz I
uö(selten) 5
in Beschreibung von Möglichkeit, Notwendigkeit, Erwartbarkeit a
in Vbdg mit modalem Adj wie ‘möglich, nötig, wahrscheinlich’ würde ich sehr gern..die Bedingungen deutlich..machen, unter welchen ein solcher poetischer Gemeingeist [
breitere Zusammenarbeit im Theaterwesen] möglich und denkbar sei GWB41
1,93,24 ÜbFestspIffland [
über die Aufgaben des Concilium arctius der Universität Jena] Zum Anfange würde keine weitläufige Instrucktion nötig seyn GWBB7,196,12 CarlAug 7.4.86 Du schickst mir nichts nach, es wäre denn höchst nötig GWBB8,29,13 Seidel 18.9.86 die Kosten..welche.. [
zum Bau einer Brücke] erforderlich
s. würden GWB20,85,15 Wv I 7 [
Amenaide zu Arsir:] Unser Unglück ist gewiß,|Wenn du dich nicht zu meiner Seite stellst GWB9,388 Tancred 617 GWB20,63,8 Wv I 5 GWBB15,22,23 Steinhäuser 31.1.00
uö b
in der pass modalen Fügung ‘zu..s.’ (mit Inf) iSv etw/jd kann/muß..werden α
im Ausdruck einer Möglichkeit Woran die Menge glaubt,|Ist leicht zu glauben.|..Was der Gescheidte weiß,|Ist schwer zu wissen GWB3,359 ZXen VI 1717u1721 Fruchtbare Hügel wechselten mit wohlbewässerten Wiesengründen, so daß das Ganze von Zeit zu Zeit zu sehen war GWB24,140,11 Wj I 8 Die Gesellschaft [
eine Gruppe von Neapolitanern] fühlte sich so recht an ihrem Wohnplatz, einige meinten, es müsse ohne den Anblick des Meers doch gar nicht zu leben
s. GWB31,47,24 ItR GWB1,188 Edelknabe u Müllerin 32 GWB43,19,21 Cell I 1 GWBB49,174,4 Quandt 18.12.31
uö β
im Ausdruck einer Notwendigkeit; auch mit unpersönl Subj Wer die Sterne fragt, was er thun soll, ist gewiß nicht klar über das, was zu thun ist GWB40,56,20 Üb:Piccolom Propositionen [
in Newtons Optik] , welche das immer wiederholt festsetzen, was zu beweisen wäre GWBN2,5,8 FlP 8 [
Prometheus:] Du aber..|Nachtwandler, Sorgenvoller, Schwerbedenklicher.|Du dauerst mich und doch belob' ich dein Geschick.|Zu dulden ist! GWB50,311 Pand 316 GWB33,137,5 Camp GWB41
1,315,2 Ilias Ausz 20 GWBB38,237,20 Güldenapfel 4.9.24
uö als Hilfsverb, in Vbdg mit PartPrät als Bestandteil zusammengesetzter Tempusformen a
beim Aktiv von Perf/Plusquamperf/Futur II Nun, gezweifelt ist genug GWB1,103 Sorge 6 Ich habe mich in diesen wenigen Tagen [
in Frankfurt] schon viel umgesehen, bin die Stadt umfahren und umgangen GWBB12,213,14 CarlAug 8.8.97 das schreckliche Unheil, was..über Stadt [
Trier] und Land gekommen war GWB33,155,11 Camp GWBGespr(He3²,802) FFörster [1831] GWB15
1,162 Faust II 8195
uö resultativ, mit Auslassung des PartPrät, oft mit Orts-/Richtungsangabe iSv sich wohin begeben haben, gelangt sein [
Frau:] Mein Mann wird bald|Nach Hause
s.|Vom Feld GWB2,175 Der Wandrer 114 [
Gretchen zu Faust:] Wären wir nur den Berg vorbei! GWB14,236 Faust I 4565 Mit der guten Angelica war ich Sonntags die Gemählde des Prinzen Albobrandini..zu sehen GWB32,59,22 ItR [
betr die Arbeit an ‘Egmont’] Der erste Act ist in's Reine und zur Reife GWB32,29,4 ItR Und nun sind die Gewächse [
die Kinder] |Fast all' uns über'n Kopf GWB1,114 Die glücklGatten 39 GWBB47,83,1 Boisserée 31.5.30 GWBT1,330,15 v 28.10.86 GWB31,22,1 ItR GWB17,263,7 Bürggeneral 6 GWB29,9,26 DuW 16
uö in oberdt Verwendung statt ‘haben’ Man war mit ihm [
JFReichardt] ..in gutem Vernehmen gestanden GWB35,47,3 TuJ 1795 Wenn ich so bey ihr gesessen bin GWBAA64,1 Werth¹ I~GWBWerth² GWBB28,231,19 Sartorius 31.8.17 K
uö(selten) b
beim Vorgangspassiv, in poet Sprache statt ‘werden’ Zeugest mir daß ich geliebt bin,|Sei das Liebchen noch so fern GWB4,108 Dem aufgehenden Vollmonde 7 Soll ich zum Welken|Gebrochen
s.? GWB1,25 Gefunden 12 Nein! bei dieser Flamme sei's geschworen GWB1,222 Braut vKorinth 78 GWB20,249,21 Wv II 5 GWB1,186 Vor Gericht 9 GWB1,117 Bundeslied 4
uö c
beim Zustandspassiv der Schaffner, der über die Baulichkeiten [
des Straßburger Münsters] gesetzt ist GWB28,83,3 DuW 11 die Art..wie die Hieroglyphen eingegraben sind; daß nämlich erst eine Vertiefung in den Stein gehauen ist, in welcher die Figur dann erst erhaben steht GWB47,66,16f ZTheorie bildKünste:Material Jenaische Professoren..keiner ist dem andern subordinirt, ja nicht einmal coordinirt GWBA(53,299,14) Bericht [Ende Okt 17] [Oberaufs] GWB10,15 Iph
2 296 GWB47,132,13u26 Samml 2
uö Sein
auch -ey- 1
Gegebensein, Existenz; auch: das ontologisch Unbedingte; gelegentl iUz ‘Werden’ u iGz ‘Nichtsein’ Unbedingtheit der Natur.|Das Unbedingte ist das Seyn..Das Seyn ist Thätigkeit GWBN11,372 Ausz aus Schelling,Erster Entw NatPhilos die Mannichfaltigkeit des S-s und Werdens und der sich lebendig durchkreuzenden Verhältnisse GWBN6,5,12 MorphH Unternehmen Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen!|Das Ew'ge regt sich fort in allen,|Am S. erhalte dich beglückt!|Das S. ist ewig: denn Gesetze|Bewahren die lebend'gen Schätze|Aus welchen sich das All geschmückt GWB3,82 Vermächtnis 3f Und warum sollte ich mich schämen, in dem schröklichen Augenblikke, da mein ganzes Wesen zwischen Seyn und Nichtseyn zittert GWBAA105,28 Werth¹ II~GWBWerth² Sie [
Susanne Klettenberg] betrachtete ihre Krankheit als einen nothwendigen Bestandtheil ihres vorübergehenden irdischen S-s GWB27,199,25 DuW 8 GWB3,81 Eins u Alles 24 GWBN10,14,23 Porphyrartig GWBN11,221,9 Optik GWBGespr(He2,68) Schardt nach Düntzer [1805/06] GWB27,221,14 DuW 8
uö 2
Seiendes, Existierendes, Vorhandenes; auch Bed 1 einbegreifend Lucifer, welchem von nun an die ganze Schöpfungskraft übertragen war, und von dem alles übrige S. ausgehen sollte GWB27,218,22 DuW 8 Sie [
die Elohim] gaben dem unendlichen S. die Fähigkeit sich auszudehnen GWB27,220,11 DuW 8 3
Wesen(sart), Beschaffenheit; auch iUz ‘Werden’ u iGz ‘Schein(en), Erscheinen’ [
Tasso zur Prinzessin:] ich..stritt und stritt|Mit meinem tiefsten S., zerstörte frech|Mein eignes Selbst, dem du so ganz gehörst GWB10,237 Tasso 3263 [
Mephisto über die Undinen:] Durch Weiberkünste, schwer zu kennen,|Verstehen sie vom S. den Schein zu trennen,|Und jeder schwört das sei das S. GWB15
1,275 Faust II 10715f wie..die Regierung sich einmal aus dem Dilemma zwischen Schein und S. [
Papier- u Münzgeld mit fraglichem Wechselkurs] heraus wickeln..wird GWBGespr(He3¹,541) FLewald [Juli/Aug] 23 [
Versuche mit dem an Blaublindheit leidenden Gildemeister] könnte man das sonderbare Paradox aufstellen, daß er im Verhältniß gegen die Farben ein Sonntagskind sey und nicht sowohl ihre Körper als ihre Geister, nicht sowohl ihr Seyn als ihr Werden erkenne GWBN5
2,33,21 Versuche mGildemeister 19.11.98 [Korr LA II 3,296] GWBGespr(Gr5,417) Staël nach Böttiger 23.1.04 GWB24,268,17f Wj II 3 GWB13
1,151 NachspIffland,Hagestolzen 317 [Peucer/G]
uö 4
jds Lebenssituation, die (Art der) Umstände, denen jd unterworfen ist; auch iUz ‘Wollen, Sehnsucht’ finde ich [
der Geistliche] die Mittel vom Wahnsinne zu heilen sehr einfach..man gebe ihnen [
den Kranken] einen Begriff, daß sie ihr S. und Schicksal mit so vielen gemein haben GWB22,241,2 Lj V 16 Dualität der Erscheinung als Gegensatz..S. [ Seyn
Var] und Sehnsucht GWBN11,165,8 Polarität GWB30,155,13 ItR~GWBT1,299,6 v 16.10.86 GWB44,355,8 CellAnh XII
→ Ab- GWB
Allein- Anders- GWB
Auseinander- GWB
Außen- GWB
Beisammen- GWB
Bei- GWB
Beschränkt- GWB
Bewußt- GWB
Da- GWB
Doppelt- GWB
*Fertig- GWB
Geblendet- GWB
Gegenwärtig- GWB
Gemein- GWB
Gerade- GWB
Gleich- GWB
herauf- GWB
herunter- GWB
Hier- GWB
hinaus- GWB
hinein- GWB
hin- GWB
höchst- GWB
Ineinander- GWB
Krank- GWB
*Link- GWB
Mensch- GWB
Miteinander- GWB
Mit- GWB
Nebeneinander- GWB
Nicht- GWB
Ochs- GWB
Offenbar- GWB
Sichtbar- GWB
Sohn- GWB
Taub- GWB
Übel- GWB
Überein- GWB
Undankbar- GWB
Unwohl- GWB
Verwandt- GWB
Wohl- GWB
Zugleich- GWB
Zusammen- GWB
*erstgewesen GWB
vorgewesen Syn zu A1
GWB
dasein GWB
esse GWB
existieren GWB
geben(es gibt) zu A1b
GWB
leben GWB
obwalten GWB
vorkommen zu A2
GWB
geschehen GWB
stattfinden zu A3
GWB
gelten GWB
zutreffen zu A4
GWB
betragen(sich b.) GWB
gebärden(sich g.) GWB
handeln GWB
umgehen(u. mit) GWB
verhalten(sich v.) zu A5a
GWB
gehören zu A5b
GWB
gehören GWB
obliegen GWB
ziemen zu A5c
GWB
liegen zu A6a
GWB
aufhalten(sich a.) GWB
befinden(sich b.) GWB
leben zu B2e
(gewesen) GWB
ehemalig GWB
früher GWB
vormalig zu B3
GWB
esse zu Cb
GWB
werden zu GWB
‘Sein’ GWB
Dasein zu GWB
‘Sein’ 1
GWB
Existenz GWB
Seinselbst GWB
Wirklichkeit zu GWB
‘Sein’ 2
GWB
Existenz GWB
Schöpfung GWB
Welt GWB
Wirklichkeit zu GWB
‘Sein’ 3
GWB
Beschaffenheit GWB
Charakter GWB
Natur GWB
Wesen, GWB
Wesenheit zu GWB
‘Sein’ 4
GWB
Geschick GWB
Leben GWB
Los 1) vgl in WA I 1,XXII den „Kanon” der Hgg, bes Pkt 7 2) vgl MA11.1.2,550 Komm zu 48,13 Herbert KüstnerH.K.