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Mist

as. bis spez. · 29 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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36 in 29 Wb.
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11 von 16
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Mist

Bd. 5, Sp. 1175
Mist im Rhfrk u. Mosfrk wurde früher allg. das Masc. der mest ‘Dünger’ von dem Fem. die mest ‘Misthaufen’ unterschieden; diese Unterscheidung ist an der Nahe, Saar, Mos, Bitb geschwunden; für beide Begriffe gilt f. mišt, –e-, –ø-, -st [doch Saarbr-Sulzb unterscheidet noch mišt m., f., u. die lautl. Unterscheidungen mest, –ø- f. ‘Dünger u. Düngerhaufen’ von den Zs. mastə-, męăsdəkupp, –fās, –pūdəl usf. u. dem Zeitw. masdən noch vielfach in denselben Orten von Trier, Bitb bezeugen auch für dies Geb. die ehemalige Unterscheidung zwischen dem a- St. mast m. ‘Dünger’ u. dem i- St. mest f. ‘Düngerhaufen’; auch wo m. u. f. noch deutlich unterschieden werden, finden wir diese lautl. Trennung: mǫst m. ‘Dünger’, mest f. ‘Düngerhaufen’ Prüm; męăst m., møst f. Koch-Ediger; mest m., mesdə f. Siegld; mast n., mestə f. Prüm-Bleialf]; den Unterschied mest, –št m. ‘Dünger’, f. ‘Düngerhaufen’ wahren noch streng Birkf, Hunsr [-e- m., -i- f. Simm-Laufersw]; im übrigen gilt einheitl. für Bed. 1 u. 2 (wenn nicht für 2 mestə f. steht) m. mǫst, –ę- Prüm; -ǫ- Daun, Schleid, Ahrw (doch vielfach męs auch da, wo i > ǫ wird; ebenso in Koch vielfach męst, –ęă-); Westerw -e-, –ę-, –ǫ-, --, –ø-; Rip -e- [uSieg, LRip mezs, –eis- –ē-, –ø-, –zs-, –øys –-; OSieg, Waldbr -ǫ-]; Aach mEs, męis u. Ld. -ē-, -E-, –ei-, –ęi-; Geilk, Heinsb, Erk mEs u. -ī- [WSelfk mest]; Erk-Elmpt (n. u. m.), Kemp ms; sonst SNfrk -ē- [Kref-Stdt -i-; Kemp-Vinkr, Geld-Leuth -ei-]; Mörs, Geld, Klev -ē-; Berg, Ruhr, n. Ruhr mes(t) [Mülh-Ruhr mis]: 1. Sg. t. a. der im Stalle angehäufte Viehmist, –dünger, Küh-, Perds-, Geissen-, Schofs-, Säus-, Hühnerm. (vereinzelt s. Dreck(er), Fladen, Matsch, Flatschen, Platsch, Küttel), Stall-, Strüh-, Lauf- (Laub-), Straum.; dönne M.; en Fladen, Flatschen, Schlapp (usf.) M.; en Hofen (Kuppen usf.) M.; en Kar (Fuder) M.; en Spreit M.; de Koh mach ihren M., vill M.; den M. (us dem Stall) erustrecke, fastrampeln (dämmeln), (op)laden, afl., herusfahren, op et Land f.; M. f. (et moss M. op (en) et Feld; et Stöck moss M. han), schürgen, spreiden, decken (uMos); M. onderplögen, onderbauen, onderfahren, ondergraven, onderschloffen (Rees), — onderstüəkeln (Geilk), — stoken (Mörs). — RA.: Dat Zeug ös su ful (verrottet) wie M.; der Kerl ös su f. wie M. träge Rip, Allg.; su nass wie M. Wittl-Meerf, Malm-Weywertz; su voll (bezecht) wie M. Sol; su frech wie M. Simm-Argenth, Eusk, Düss-Benr; su domm be M. Koch-Lutzerath; der hot Geld wie M. em Stall Goar-Halsenb. — Et ös su gewöss wie M. Dröss (Driss, Scheisse) ös damit verspottet man die Sprache derjenigen, die i > entwickeln Verbr. für diese Geb. (auch i > ǫ, ę usf.). Klei Veh mat (macht) och M. Köln-Stdt, Allg. Wommer sech en Schnouər (Schwiegertochter) hält, fir zu arbəten, dat os grad, as wommer en Gess (Ziege) keft (käuft), für M. zu machen Prüm, Daun, Bitb. Den os nemme (nur) gut, fir M. zu m. der Träge, Dumme; de mächt och net mih lang M. lebt nicht mehr lange Prüm; dann höwwə (haben wir) onse M. gemak sind wir fertig MGladb. Dem Kerl kann mer e dubbel Bruət an der Hals hange on schecke öm dur de Furre (Furche), för M. te make von einem Vielesser MGladb; deər wäər mer lever em M. m. wie em Arbede Sieg-ODollend. De (mit den schmutzigen Ohren) es alt widder am M. m. für nächs Johr für Eərpel (Kartoffeln) MülhRh-Holweide. De mach enem M. em Hus ein lästiger, ständiger Besuch Sieg-ODollend. Ech werden dir de M. losmachen! dich scharf heranholen Prüm. Wenig Mölich, w. M. göt die Kuh, die w. frösst Trier-Mehring. Einen Oss (Ochse) git mih M. we dausend Nachtigalle Köln. Dau häscht dein M. fir heit gen einen dummen Streich gemacht Merz-Schweml. De kann mer för der M. halde er ist ein guter Esser Kref-Linn. Beər (wer) hät (hütet) of gester (unfruchtbarer) Wed en Koh, verleərt de Mällich on de M. dezo Neuw-GrMaischd. E hät en grusse Hof (Haufen) M. Vermögen Neuw-Datzeroth. Of en dreckig Bocks (Hose) on en grosse Haf M. muss de Bauer stolz sen Goar-Morshsn. Frei Hafe M. əllän (allein), guck uf fleissig, brav un rän! Simm (Rottm.). Des Goden kammer och zo vill krige, sät der Bur, do fel (fiel) em en Kar M. op et Lif Jül-Linnich, Heinsb. Er hot M. of de Here (Hörnern) er ist über etwas zornig Birkf-Idar. Der faulschte Bauer kriet de beschte M. un de dreckigschte Kuh Ottw-Neunk. Wen Glöck sall höbben, fend de M in de Bocks (Hose) Mörs, Kref, Erk, Dinsl, Schleid-Reifferschd, Neuw-Datzeroth. We einer ess (isst), su och der M. Köln-Stdt. M. on M. os noch Ongersched auch bei Gleichem ist oft noch ein Unterschied Schleid-Hellenth. Emmer os gode M. Burschmas (-manns) Los (Luft) ebd. Wat der Burschma os, dat wis (weist) senge M. die Menge des M. bestimmt den Rang des Bauern ebd. Soll der M. klenke, dann moss he stenke ebd. Et es net alles Gold, wat blenkt, on och net alles M., wat stenkt Kemp-Grefr. Ze vell M. döngt net Bergh-Blatzh. M. as et best fir et Ackerland, die gehire bejənen wie en Man on en Frau Prüm-Steinmehlen. M. ös de zwedde Herrgott Eusk-Billig. De M. ös för de Buren en Goldgruf Mörs-Friemersh. Sten inne Gard sind Nobersch (Nachbars) M. Rees-Wesel. Holt (Holz) in nen M. gef Geld in de Kes (Kiste) Dinsl. Wu M. es, do Krest es; wu Möstes as, as Kröstes Mosfrk, Rip, Berg, SNfrk (s. weiter bei Kristus). M. (im Weinberg) maicht Most Trier-Mehring. Gut gebaut (gepflügt) es halwe M. Geld-Weeze. Wenn mer der Schnei warm ongergräft, dat es so got wie M. Düss-Erkr. Hoste viel M., so ding den Acker, hoste wenig M., ding de Planzen Bernk-Hottenb. Men mott et Langd betrachten on och der M. muss ein Ding von zwei Seiten b. Mettm, Lennep. Wo M. wend (aufhört), do w. ach et Kore Rhfrk. Fett en de Pott on M. op et Land es ken Awerglow Rees-Drevenack. Fräj (Frieden) in't Hüs, Glöck in de Stall, M. in't Feld, wen dor niet mät hüsen kann, den hört niet in de Welt Klev, Rees, Geld-Kevelaer. En Broək (Brache) uhne M. ös nett suə gut, wie iemes ös wie nur irgendeiner (niemand) ist Kemp-UWeiden. All Beden es verlor; han ich kän M., dann krieg ich Kor Bernk-Wehlen. Wenn ihr gode M. hat, söllt ihr och gode Knolle (Runkelrüben) han! aus einem Heischld. Dür-Poll Do hilf kei Gebett, do muss M. dren (dran) hier heisst es handeln, anstatt leere Worte zu führen Köln, Bo. Leggt (legt) för en Hus en Stond jet M., hät et Lond Fas (Fasttag) statts (statt) Fes (Festtag) Heinsb. Je nödder (näher) am Pohl (Pfuhl), je schleiter M., je n. am Dom, je schl. Kres (Christ) Grevbr-Otzenr. De Bur, de sich de M. verköf, v. sich et Bruət us dem Schaf (Schrank) Waldbr, Sieg, Dür. Der hät och lang om M. getrampelt ist nicht lange Bauer gewesen Gummb-Berghsn. Och de dreht (trägt) sengen M. net op anner Löcks (Leute) Hof (Haufen) er ist geizig Sieg-Ägid. Wann der M. ferdig es, dann wellt he gefahre sen wenn der Dünkel überhand nimmt bei einem, der aus ärml. Verhältnissen emporkam, will er im Wagen gefahren sein Dür; wenn de Dreck (zo) M. wiərd, wellt he g. s., he gedrohn odder gef. s. Rip, Allg., — owwer geschläft (geschleift) sein May-Hatzenport, — gehovve odder gedroh sen Monsch, — geschörgt sin Geld-Leuth; wenn (us) Dröss (Kot) M. wiərd, ... Rheinb, Eusk, Monsch, Neuw-Asb; wann Strüh M. wiərd, ... Dür-Gürzenich, Elbf. De hät en gut Stemm, für M. ze fahren Sol-Leichl. Der sall siəwen Karen M. fahren beim Pfändersp. muss er siebenmal mit der Stirne über den Tisch fahren von der Mitte aus auf sich zu, dann bekommt er sein Pfand wieder zurück Gummb-Berghsn. Aus dem seinen (schmutzigen) Ohren könnt mer och M. fohren Trier-Casel. So Gott well on user Esel, fahren wir moərn M. Wermelsk. Met dej sall ek wäll ferdeg wörde, sagg den Buər on kek (schaute) na den Hemmel, lot do et mär (nur) regene, dann fahr ek M. Mörs-Rheinbg. Dat han ich mer selfs zo verdanke, sat der Oss (Ochse), do fohr e singen eige M. Köln-Stdt. Dem üs te dumm, M. te schuəwe (schieben) MülhRuhr. Och M. lade moss mer lihre alles will gelernt sein Schleid-Hellenth. Wammer ach arm is, so darf noch lang nit jedder Drecksack an änem sein M. abladen Saarl-Berus. Alles hot seng Wassenschaft (Fassong Ihren; sing Kuns un s. Wessenschaf Rip), et M. spreden hot senge Schludder hat ein ganz besonderes Geschick nötig Prüm, Rip. Dem holle mer de M. us dem Mul von einem, der Maulaffen feil hält MülhRh-BGladb. Ene der M. afholle einen gehörig zahlen lassen Aach-Merkst. De (im Wachstum Zurückgebliebene) mott jet M. en de Schuhn häbbe Kemp, Mörs, Sol, Lennep, Schleid-Blumenth. En Sau röch (riecht) der M. üvver de Heck, wälz sich em M., un wann se e golden Halsband dräht Köln-Stdt. Je mehr, daj (dass du) in de M. rührt, je mehr stenkt hej alte, unangenehme Geschichten soll man nicht aufwärmen Emmerich, Allg. Gint (gegen) en Fuhr (Hauf) M. kammer nöt (on)stönken Trier-Stdt, Mosfrk, Köln, Ruhr, — on wemmer noch esu arg forzt Trier-Stdt. Der es su got wie de öngerschte M. em Hoff Bo-Godesbg. Der es ze schlet (schlecht) für onger de M. ze hacken Wippf. — Dampft der M., so gibt es schönes Wetter Allg. — b. übertr. α. Mistartiges; de Stross (Weg) wor all eine M. Matsch; ming Kleider sin eine M. ganz nass; dat Zeug es de reinste M. der Stoff (udgl.) ist nicht haltbar, zerfällt Köln, Allg. — β. Ohrenschmalz; feuchter Staub in Winkeln u. Ecken; angefeuchteter Rest Tabak in der Pfeife [et Mestche Goar-NGondershsn, Aden-Bongard] Allg.; vertrockneter Nasenschleim Sol. — γ. Nebel Rheinschiff; dicke, schwarze Wolke, do hängt en decke M. Bergh-Glesch. — δ. M. schwätzen (reden) Unsinn reden Allg.; dollen M. schw. Neuw-Dierd; M. verzappe Koch-Moselkern. — 2. Misthaufen, Düngerstätte f. Rhfrk (s. o,), Mosfrk (im Gegens. zu M. 1 m., s. o.); en gruss, döck M., Pl. -šdə, –sdə(n); da, wo M. 1 u. 2 nur m. ist (s. o.), also Rip, Nfrk, wird M. 2 nur in präpos. Verb. als Sg. t. gebraucht, u. ohne diese Verb. steht Meshof, –hop u. in einigen Restgeb. auch Mest, Mestə(n) f., Pl. -stən. RA.: En döck M. ziert e Bauernhaus Trier-Ld. Die hon e gross M. sind reich Birkf-Idar. Eər läft (läuft) de grosse Meschde no den Mächtigen u. Reichen Birkf. Schenk der Möst en Pund, dan bas de noch es (einmal) gesund zu einem, der Leibweh hat Trier-Schleidw. On (an) de dickste Mesten (Pl.) kennt mer de reichst Bauern Bernk-Berglicht; am Möst ka mer de Bauer kenne Altk-Horhsn. Van en Disch op en M., dat is nicks man soll den Kindern bei Verrichtung ihrer Bedürfnisse nicht ein Butterbrot in die Hand geben Ess-Frintrop. De es su faul, dat mer en of de M. kinnt schmeissen Bernk-Lieser. Dat han ich schonn lang of die M. geschess das ist eine alte Geschichte Wend-Urw. Er get neist von sich, äs wenn er of der M. setzt der Geizige uSaar. De singt wie en Orgel op de M. Bitb-Badem. Dat lihr (lerne) ich net, on wenn ich zehn Johr om M. setze Kobl-Stdt, Dau ziels (ziehst) dir e Fuchs op der eigener M. nährst die Schlange am Busen Bitb-Dudeld, Saar (s. Fuchs). Dat es net of deiner M. gewachs Birkf, Allg. Om M. sen bankerott sein Dür. Den häbb ek liewer op de M. as an den Desch den Fresser Duisb; hej es ock beter in de M. as in de Ärbeit Klev-Warbeyen. Met Gewalt kann me en Hipp (Ziege) op de M. büren (heben) Mörs-Asbg. Das hon ich of Sahlers M. gefunn! Antw. auf die Frage: woher hast du das? Kreuzn. De Hahn es frech (Her) op sengem M. Rip, Allg. (s. weiter bei Hahn). Geien (geigen) Lichtmess de Möcken of der M., sperr et Fouder ean de Köscht Merz-Nunk, Mosfrk (s. weiter bei Lichtmess, Mücke). No hät hen necks mehr in de M. weiss nichts mehr zu sagen Geld-Kevelaer. Wart, Freindchen, de gehscht nomol longs us M., dan hetz ich usen Hond henner dich! Saargeb. Appeldrank, de Botz (Hose) en de Hand, no dem M. gerannt! uAhr. Der wollt e gescheit Ei leə on hot et newigt de M. gelet Nahe. Gangk freie övver der M., so wesste, wat an er ös! MGladb-Hockst, Nfrk. Den kann ock kenn Geit van e M. büren so schwach ist er Mörs-Repelen.
11905 Zeichen · 367 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    mistst. M. (a?)

    Köbler As. Wörterbuch

    mist , st. M. (a?) nhd. Mist ne. manure (N.) Hw.: s. mehs*; vgl. ahd. mist (st. M. a?) ÜG.: lat. rudus (N.) GlPW Q.: GlP…

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    mistst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    mist , st. M. (a) nhd. Nebel, Gesichtsverdunkelung Vw.: s. gedwol-, wæl- E.: germ. *mihsta-, *mihstaz, st. M. (a), Nebel…

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    mist

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    mist.. McCormick, Virgil S. 71 ( vgl. Sprachwiss. 26,100,14) s. mistil.

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    MISTstm. stn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    MIST stm. ( stn. ? s. u. ) vgl. Graff 2,882. goth. maíhstus , vgl. Diefenb. g. wb. 2, 12. Wackern. in der zeitschr. 7,12…

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    mistM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    mist , M. nhd. Nebel Q.: Emder Jb. 1 128 E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 2, 997 (mist), Lü 232a (mist) Son.: Fremdwor…

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mist

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Mist , des -es, plur. car. ein Wort, welches überhaupt einen vermischten Körper der schlechtesten verächtlichsten Ar…

  7. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mist

    Goethe-Wörterbuch

    Mist in ‘Faust’ im Reim auf ‘Christ’ 14,146 Vs 2952 1 als Stoff, Substanz a Exkremente von Nutztieren, auch vermischt mi…

  8. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mist

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Mist (engl.), seemännisch soviel wie leichter Nebel; mistig soviel wie leicht nebelig, unsichtig.

  9. modern
    Dialekt
    Mist

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Mist [Mì Dollern ; Met Mü. Su. Hlkr. Logelnh. Dü. M. Rapp. Geisp. NHof K. Z. Han. ; Mìt Str. Betschd. ] m. Mist. Von …

  10. Sprichwörter
    Mist

    Wander (Sprichwörter)

    Mist 1. Auf a Küppe 1 Mist gefind't män auch a Fingerl 2 . ( Jüd.-deutsch. Warschau. ) 1 ) Kupa, polnisch = Haufen. 2 ) …

  11. Spezial
    Mist

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mist m. (-[e]s) 1 (Mistdünger) coltöra f. 2 (tierischer Kot) ciorda f. 3 ‹fig› (Ramsch, Plunder) plunder m. , grafl m. ,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mist

897 Bildungen · 814 Erstglied · 80 Zweitglied · 3 Ableitungen

mist‑ als Erstglied (30 von 814)

Mist(e)leⁿ

Idiotikon

Mist(e)leⁿ Band 4, Spalte 540 Mist(e)leⁿ 4,540

Mistbahre

SHW

Mist-bahre Band 4, Spalte 683-684

Mistbauer

SHW

Mist-bauer Band 4, Spalte 685-686

Mistbeet

SHW

Mist-beet Band 4, Spalte 685-686

Mistbeine

SHW

Mist-beine Band 4, Spalte 685-686

Mistbesen

SHW

Mist-besen Band 4, Spalte 685-686

Mistbiene

SHW

Mist-biene Band 4, Spalte 685-686

Mistbock

SHW

Mist-bock Band 4, Spalte 685-686

Mistbrett

SHW

Mist-brett Band 4, Spalte 685-686

Mistbrühe

SHW

Mist-brühe Band 4, Spalte 685-686

Mistbutzen

SHW

Mist-butzen Band 4, Spalte 685-686

Mistbäre

SHW

Mist-bäre Band 4, Spalte 683-684

Mistdieb

SHW

Mist-dieb Band 4, Spalte 685-686

Mistdiel

SHW

Mist-diel Band 4, Spalte 685-686

Mistecke

SHW

Mist-ecke Band 4, Spalte 685-686

Mistfinger

SHW

Mist-finger Band 4, Spalte 685-686

Mistfink

SHW

Mist-fink Band 4, Spalte 685-686

Mistfliege

SHW

Mist-fliege Band 4, Spalte 685-686

Mistfurche

SHW

Mist-furche Band 4, Spalte 687-688

Mistgabel

SHW

Mist-gabel Band 4, Spalte 687-688

Mistgeld

SHW

Mist-geld Band 4, Spalte 687-688

Mistgrube

SHW

Mist-grube Band 4, Spalte 687-688

Mistgrübe

SHW

Mist-grübe Band 4, Spalte 687-688

Misthacke

SHW

Mist-hacke Band 4, Spalte 687-688

Misthahn

SHW

Mist-hahn Band 4, Spalte 687-688

Misthaken

SHW

Mist-haken Band 4, Spalte 687-688

mist als Zweitglied (30 von 80)

Konformist

RDWB1

Konformist m человек, исповедующий англиканскую веру конформист, соглашатель, приспособленец

Alchemist

Wander

Alchemist 1. Die Alchemisten haben fünferlei Beute: sie verthun das Gut, verderben die Zeit, beschweren das Leben, schwächen den guten Namen…

Blumíst

Adelung

blum·ist

Der Blumíst , des -en, plur. die -en, ein im gemeinen Leben übliches Zwitterwort, mit einer ausländischen Endung, einen Liebhaber von Blumen…

Chrīsmist

Idiotikon

Chrīsmist Band 4, Spalte 539 Chrīsmist 4,539

Chüemist

Idiotikon

Chüemist Band 4, Spalte 539 Chüemist -ue- 4,539

dehsenmist

KöblerMhd

dehsen·mist

dehsenmist , st. M. nhd. „Dachsenmist“, Dünger aus Nadelholzzweigen E.: s. dehse (1), mist W.: nhd. DW2- L.: Lexer 379a (dehsenmist)

erdamist

AWB

erda·mist

erdamist st. m. ( oder n. ) — Graff II,883. erde-miste: dat. sg. Np 82,11. Mist, Dünger ( der Erde ) : sie uuurden gelih demo erdemiste die …

erdmist

KöblerAhd

erd·mist

erdmist , st. M. (a?, i?) nhd. „Erdenmist“, Mist, Kot, Dünger der Erde ne. manure (N.), mud ÜG.: lat. stercus terrae N Q.: N (1000) I.: Lüs.…

eselmist

MWB

esel·mist

eselmist stM. ‘Mist vom Esel’ swem di nase blute, [...] nim esil mist vnde ezzic vnde habe iz im uor di nase SalArz 41,36 MWB 1 2207,46; Bea…

frumist

KöblerGot

frum·ist

frumist , Adv. (Superl.) nhd. zuerst ne. firstly, at first, before everything, first of all ÜG.: gr. πρῶτον; ÜE.: lat. primum Hw.: s. frumis…

fuchsmist

DWB

fuchs·mist

fuchsmist , m. 1 1) der koth, den der fuchs von sich gegeben hat. 2 2) im hüttenwesen: die eingestoszene vorwand des stichofens und die eing…

gänsemist

DWB

ganse·mist

gänsemist , m. gänsmist Aler 835 a , gänsekot: es müszte toll hergehn, wenn ich die alte nicht über den gänsmist führen sollt. H. L. Wagner …

gazzenmist

KöblerMhd

gazzen·mist

gazzenmist , st. M. nhd. Gassenmist, Straßenkot, Straßendreck Q.: Cranc (1347-1359) (FB gazzenmist), Pelzb E.: s. gazze, mist W.: nhd. (ält.…

gaʒʒenmist

MWB

gaʒʒenmist stM. ‘Straßenkot, -dreck’ dornoch so werfin si erde vmme den stok, di do gemischt ist mit gassinmiste, das man lutum heyst czu la…

gedwolmist

KöblerAe

gedwolmist , st. M. (a) nhd. Nebel des Irrtums E.: s. ge-, dwol, mist L.: Hall/Meritt 91b, Obst/Schleburg 306b

Geisse(n)mist

Idiotikon

Geisse(n)mist Band 4, Spalte 539 Geisse(n)mist 4,539

geiʒmist

MWB

geiʒmist stM. ‘Ziegenmist’ daz [ ladanum ] ist gar schatzpær, aber man velscht ez mit gaizmist und mit sölchen swarzen dingen, diu man wol k…

Gänse(n)mist

Idiotikon

Gänse(n)mist Band 4, Spalte 539 Gänse(n)mist 4,539

Hofmist

Idiotikon

hof·mist

Hofmist Band 4, Spalte 539 Hofmist 4,539

holzmist

DWB

holz·mist

holzmist , m. das als dünger gebrauchte laub der bäume. Jacobsson 6, 107 b .

hundesmist

MWB

hundes·mist

hundesmist stM. ‘Hundekot’ welchym rosse daz eyter ist us gegangen us dem vosse, alzo daz im der huwf sy gespaldyn, zo saltu gar ofte dor ob…

hüenermist

MWB

hüenermist stM. ‘Hühnerkot’ mit hunyr mist unde mit harne wasche daz phert [das die Räude hat] Albrant 3,45 MWB 2 1765,25; Bearbeiter: Richt…

jâr, mist

MNWB

jar·mist

° ~jâr, mist-, n. , Jahresfrist zur Nutzung des Düngers (Richter Paderborn 1, LXI). —

Ableitungen von mist (3 von 3)

bemisten

DWB

bemisten , stercore replere, stercorare, nnl. bemesten: erwehlt sie ( die sau ) nicht im stall ein besonderes plätzlein, welches sie nicht b…

miste

DWB

miste , f. miststätte; ahd. sterquillium, sterquilinium mistunnea, mistun Steinmeyer-Sievers 1, 254, 16 ; mhd. misten, ags. engl. mixen; ste…

vermisten

KöblerMhd

vermisten , sw. V. nhd. verderben Q.: Teichn (1350-1365) (FB *vermisten) E.: s. ver…, misten W.: nhd. DW- L.: FB 417a (*vermisten)