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moos

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Moos

Bd. 3, Sp. 277
Das Moos, des -es, plur. die -e. 1) Eine Art sehr zarten Gewächses mit unkenntlichen Blüthen, welches nicht nur an feuchten schattigen Orten auf der Erde, sondern auch auf alten Bäumen, Holze, Steinen u. s. f. wächst, und sehr weich und wollig anzufühlen ist; Muscus L. Der Plural ist in dieser Bedeutung nur von mehrern Arten üblich. S. Erdmoos, Lungenmoos, Kelchmoos, Farnmoos, Baummoos, Schirmmoos, Sternmoos, Knotenmoos, Aftermoos u. s. f. Mit Moos bewachsen seyn. 2) Eine mit Moos bewachsene Gegend, im gemeinen Leben mehrerer Provinzen, besonders Oberdeutschlandes. Es wird bey den Jägern ein Boden, welcher mit Moos, filzigem Grase und kurzem Geniste, wie mit einem Pelze bewachsen ist, ein Moos genannt. Besonders ist im Oberdeutschen ein Moor oder Morast sehr häufig unter dem Nahmen des Mooses oder Gemüses bekannt, Schwed. Mossa, Krain. Musga; entweder weil eine solche Gegend gemeiniglich mit Moos bewachsen ist, oder auch unmittelbar mit dem Worte Moos von einem gemeinschaftlichen Stammworte, die weiche nachgebende Beschaffenheit eines solchen Bodens zu bezeichnen. In dieser Bedeutung lautet der Plural auch zuweilen Mooser. Der Held saß auf das klein Roß Reyt dahin über ein tieff Moos, Theuerd. Kap. 41. Die Mooslache ist in eben dieser Mundart ein Sumpf, eine Pfütze. Anm. In der ersten Bedeutung auch Mies, Myes, Miesch, bey dem Stryker Mos, im Angels. Meos, im Engl. Moss, im Franz. Mousse, im Dän. Moos, im Schwed. Mosta, im Isländ. Mosa, im Lat. Muscus, im mittlern Lat.[] Mussa, Mussum, Mussus, im Böhm. und Pohln. Mech, im Wallis. Musogl, und selbst im Arab. Mose. Es gehöret mit Muß, Gemüse, Maß für Matte, zu dem Geschlechte der Wörter Meor, Morast, mürbe u. s. f. weil die Verwechselung des r und s in allen Sprachen nichts seltenes ist, und druckt die unterscheidende weiche Beschaffenheit dieses Gewächses aus. Im Ital. ist mizzo, mezzo, mürbe, morsch, im Engl. moist, Franz. moite, feucht, und im Schwed. wird der Regen, so fern er das Land befeuchtet, Must genannt; S. Mist. Es ist, selbst im Hochdeutschen, oft männlichen Geschlechtes, der Moos.
2131 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Moos

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Moos , des -es, plur. die -e. 1) Eine Art sehr zarten Gewächses mit unkenntlichen Blüthen, welches nicht nur an feuc…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Moos

    Goethe-Wörterbuch

    Moos 1 kleine (auf sauren Böden wachsende) dichte grüne Kissen bildende Sporenpflanze a als einzelnes (fossiles) Pflanze…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Moos

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Moos , s. Moose . Im Oberdeutschen ist M. (Mehrzahl: Möser) soviel wie Moor, Bruch (s. d., S. 471). Im Judendeutsch: Gel…

  4. modern
    Dialekt
    Moosn.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia Moos n. jiddisch Geld Ro Rostock@Marlow Marl ; Wa Waren@Jabel Jab ; Sta Stargard@Alt Strelitz AStrel ; H. Schrö…

  5. Sprichwörter
    Moos

    Wander (Sprichwörter)

    Moos 1. Ist kein Moos 1 in Schränken, ist doch Pump in Schenken. 1 ) In der Studentensprache = Geld. 2. Moos macht den A…

  6. Spezial
    Moos

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Moos n. (-es,-e/Möser) 1 müstl (-i) m. 2 (Sumpf, Moor) parü (-s) m. ▬ Isländi sches Moos ‹bot› (Cetraria islandica) pöss…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit moos

357 Bildungen · 187 Erstglied · 166 Zweitglied · 4 Ableitungen

moos‑ als Erstglied (30 von 187)

Moos I

SHW

Moos I Band 4, Spalte 749-750

Moos II

SHW

Moos II Band 4, Spalte 749-750

Moosapfel

SHW

Moos-apfel Band 4, Spalte 749-750

Moosberg

SHW

Moos-berg Band 4, Spalte 749-750

Moosbuckel

SHW

Moos-buckel Band 4, Spalte 749-750

Moosgeld

SHW

Moos-geld Band 4, Spalte 749-750

Moosgockel

SHW

Moos-gockel Band 4, Spalte 749-750

Mooshummel

SHW

Moos-hummel Band 4, Spalte 749-750

Mooskopf

SHW

Moos-kopf Band 4, Spalte 749-750

Moosnickel

SHW

Moos-nickel Band 4, Spalte 749-750

Moosrose

SHW

Moos-rose Band 4, Spalte 749-750

Mooszinken

SHW

Moos-zinken Band 4, Spalte 749-750

Moosabdruck

GWB

moos·abdruck

Moosabdruck Pl zu ‘Moos’ 1a; mBez auf einen fossilen Fund GWB N10,252 MinGeol Plp Juliane Brandsch J.B.

moosachat

DWB

moos·achat

moosachat , m. eine art achat, mit moosförmiger zeichnung seiner fläche.

Moosalb

PfWB

moos·alb

Moos-alb f. : FlN, Name eines Baches zur Schwarzbach und zur Blies, Moosalb [mancherorts], Musalb [ Schandein Ged. 243]. a. 1179: pradium me…

Moosapfel

Campe

moos·apfel

Der Moosapfel , — s, Mz. — äpfel , eine Art Äpfel. Frisch.

moosartig

GWB

moos·artig

moosartig einmal subst a in seiner äußeren Gestalt dem Moos ähnlich; einmal von pflanzlichen Mißbildungen Kalksinter, rothgelb, m. geformt G…

moosasche

DWB

moos·asche

moosasche , f. asche von moos: eure augen, trübe wie ein morgenhimmel, und eure backen, wie mit moosasche überstreut. Veit Weber sagen d. vo…

Moosbär

Adelung

moos·baer

Der Moosbär , des -en, plur. die -en, oder des -es, plur. die -e, ein Nahme der größern Art Bäre, welche sich in den morastigen Gegenden Poh…

moosbank

DWB

moos·bank

moosbank , f. bank die von moos hergestellt oder mit moos bedeckt ist: sie saszen auf einer moosbank.

moos als Zweitglied (30 von 166)

Astmoos

Adelung

ast·moos

Das Astmoos , des -es, plur. die -e, ein Nahme, welchen einige neuere Kräuterkenner dem Hypnum des Linné gegeben haben, weil es ich in viele…

baummoos

DWB

baum·moos

baummoos , n. muscus arboreus. bei Maaler 51 c baummiesz.

Beiermoos

RhWB

beier·moos

Beier-moos be·i.ermǫst Wippf-Biesf n.: Moosart; man unterscheidet Penn- u. B.most.

Blasenmoos

Campe

blasen·moos

Das Blasenmoos , des — es, d. Mz. ungew. eine Art Moos, auch Schirmmoos genannt (Splachnum L.).

Brunnenmoos

Campe

brunnen·moos

Das Brunnenmoos , des — es, o. Mz. eine Art Moos, dessen Augen oder Knospen von selbst abfallen und aufkeimen.

Büschmoos

RhWBN

buesch·moos

Büsch-moos (s. S.) Prüm-Duppach Steffeln , Geld-Kevelaer n.: im Walde wachsendes Moos.

Bärlappmoos

Herder

Bärlappmoos . Lycopodium clavatum (Cryptogamia, Musci. Lycopodiaceae ). Häufig in Deutschlands Wäldern, und eines der größeren Moose. Das Kr…

Carragheen-Moos

Herder

Carragheen-Moos od. Carragahen-Moos, eine Alge der nördl. Meere, Chondrus oder Sphaerococcus crispus , fälschlich Moos genannt, mit reichem …

Dachmoos

Adelung

dach·moos

Das Dachmoos , des -es, plur. inus. eine Art Flechte, welche fadenförmig und sehr ästig ist, aufrecht wächst, und häufig auf den Schindeldäc…

Donaumoos

Herder

donau·moos

Donaumoos , 4 QM. großes Moor in Bayern zwischen Neuburg, Ingolstadt, Aichach, Schrobenhausen, Reichertshofen und Pöttmes; seit der Regierun…

Eichenmoos

Campe

eichen·moos

Das Eichenmoos , des — es, Mz. die — e, ein auf Eichen wachsendes Moos.

Eismoos

RhWB

eis·moos

Eis-moos Geilk-Randerath , Gummb n.: M. an den Eichen.

Entenmoos

RhWB

enten·moos

Enten-moos RhWBN -ō- Simm-Laub (aber auch -ū- = Mus); -ǫ- Aach-Aachen Merkst n.: Wasserlinse.

Êrdmoos

Adelung

erd·moos

Das Êrdmoos , des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, Moos, welches auf der Erde wächset, zum Unterschiede von dem Baum- und Steinmoose; b…

Färbermoos

Campe

faerber·moos

Färbermoos , des — es , d. Mz . ungew. eine Art Moos, deren man sich zum Färben bedient (Orseille ). Dahin gehört das Felsenkräutchen , die …

Farnmoos

Adelung

farn·moos

Das Farnmoos , des -es, plur. inus. im gemeinen Leben, eine Art Moos, welches dem Farnkraute ähnlich ist.

Federmoos

RhWB

feder·moos

Feder-moos fidərmēs Daun-Boxbg , Aden-Bodenb n.: Bärlapp, lycopodium.

Feigenmoos

Campe

feige·n·moos

Das Feigenmoos , des — es , d. Mz . ungew. eine Seepflanze, die in Ansehung ihrer linsenförmigen Blättchen und der Verbindung derselben unte…

Feldknotenmoos

Campe

feld·knotenmoos

Das Feldknotenmoos , des — es , o. Mz . eine Art Knotenmoos, die auf Feldern wächst, das abgestumpfte Knotenmoos (Bryum trunculatum L .).

Ableitungen von moos (4 von 4)

bemoosen

Pfeifer_etym

1Moos n. Name für kleine, dichte grüne Kissen bildende Sporenpflanzen, ahd. (8. Jh.), mhd. mos ‘Moos, Sumpf, Moor’, mnd. mos, mōs, aengl. mo…

Moose

Herder

Moose (Musci) , große Pflanzenabtheilung der Kryptogamen, sehr mannigfaltig, zart und regelmäßig gebildet, lieben Schatten und Feuchtigkeit,…

Urmoose

Meyers

Urmoose , s. Archidiazeen .

vermoosen

DWB

vermoosen , verb. eigentlich zu moos werden, d. h. mit moos sich überziehen. in ursprünglicher sinnlicher bedeutung: die dächer mit groben g…