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moos

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Moos

Bd. 6, Sp. 318
Moos 1 kleine (auf sauren Böden wachsende) dichte grüne Kissen bildende Sporenpflanze a als einzelnes (fossiles) Pflanzenexemplar; häufig Pl, auch iSv Moosarten; überwiegend in naturwiss Zshg; auch im Vergl [nach der botanischen Klassifikation von AHLdeJussieu] Ohne Samenstück keimen: die Schwämme, die Algen, die Leber-|Und die übrigen M-e, die Farren und die Najaden GWB52,405 Zum bequemen Gedächtnis 4 Sagen Sie doch Kestnern dass er mir M-e von allen Sorten durch den Schäfer suchen lässt und wo möglich mit den Wurzeln und feucht erhält dass sie sich wieder fortpflanzen GWBB3,253,2 ChStein 31.10.[78] [mBez auf Versteinerungen] Seltener sind M-e und incrustirte Blätter, jedoch kommen auch diese vor, nur ist es sehr schwer, sie genau zu bestimmen GWBN10,134,2 UmgebgWeim [1828] [AGoethe] N6,101,12 BotanStudien [1831] B15,277,16 GFHoffmann 23.11.01 K N7,98,1 Rez:AHumboldt [AHumboldt] als blutstillende Heilpflanze; auch in notdürftigen Wundverbänden [Phorkyas, ihren Blick von der Zweisamkeit Fausts u Helenas wendend:] Schaut' ich um nach etwas andrem. Wendete mich hier und dorthin,|Suchte [für die bevorstehende Niederkunft] Wurzeln, M. und Rinden, kundig aller Wirksamkeiten GWB151,223 Faust II 9592 22,40,6 Lj IV 5~52,192,7 ThS V 15 als Andenken u Dankeszeichen Dem Scheidenden ist jede Gabe werth,|Ein dürres Blatt, ein M., ein Steinchen aus der Quelle,|Daß er des Freunds gedenke GWB4,21 An Gfen Paar 16.8.18 Vs 2 37,140,24 Von dtBaukunst 1773 b als (anspruchsloser) ausgedehnter Bewuchs auf der Feuchtigkeit ausgesetzten Oberflächen (Erdboden, Felsen, Bauten, Baumstämmen ua); gelegentl wertend attribuiert (‘dumpfes, düsteres, finsteres; feines, weiches M. oä); auch im Bild u in bildkünstlerischer Darstellung wenn..das M., das meinem harten Felsen seine Nahrung abzwingt..mir..das innere, glühende, heilige Leben der Natur eröffnete GWBAA59,25 Werth1 I~Werth2 [Bildbeschreibung] In dem ernst lieblichen Fels- und Waldgebüsch liegt..ausgestreckt auf M. und Kräutern, über der Urne gelehnt, die schlankste Gestalt GWB491,323,1 TischbeinsIdyllen 10 Sie [Eduard u Ottilie] entschlossen sich..über M. und Felstrümmer hinabzusteigen GWB20,82,1 Wv I 7 Wie ihr [Säulen],|Düstres M. auf dem heiligen Haupt,|Majestätisch trauernd herabschaut|Auf die zertrümmerten|Zu euern Füßen,|Eure Geschwister! GWB2,173 Der Wandrer 70 30,162,25 ItR~T1,310,7 v 19.10.86 2,75 Adler u Taube 40 14,165 Faust I 3274~AA125 FaustFragm 1946 35,226,21 TuJ 1805 personifizierend: ‘betrügerisches M. für eine falsche Sicherheit versprechende Fläche GWB17,77,15 Vögel c als ausgestochene Sode: Werkstoff zum Verkleiden von Dächern u Wänden, zum Abdichten von Ritzen; vereinzelt in Bezugsverschiebung [betr Arrangements zum Louisenfest] Man ebnete..einen..Platz und baute gleich davor..eine sogenannte Einsiedelei, ein Zimmerchen mäßiger Größe, welches man eilig mit Stroh überdeckte und mit M. bekleidete GWB36,236,7 BiogrEinzh Luisenf 1778 daß der erste..Mensch vier Stämme einrammelte, vier Stangen drüber verband, und Äste und M. drauf deckte GWB37,142,17 Von dtBaukunst 1773 Der Sprudel..hat..sich..unter der [] Sprudelbrücke nach dem Gäßchen zu das auf den Markt führt..hervorgewühlt und man ist mit Sandsäcken, M., Balken, Keilen..beschäftigt ihn wieder zum schweigen zu bringen GWBB20,73,6 August 3.6.08 A(Gr4,175) Protokoll 5.9.95 uö(selten) für eine provisorische Bettstatt [Doriden zu Nereus:] Knaben sind's, die wir gerettet|Aus der Brandung grimmem Zahn,|Sie, auf Schilf und M. gebettet,|Aufgewärmt zum Licht heran,|Die es nun mit heißen Küssen|Treulich uns verdanken müssen GWB151,172 Faust II 8397 als Material für Intarsienarbeiten, Collagen eine alte Sammlung von Curiositäten..an Elfenbein und Bernstein mocht' es..nicht gefehlt haben, so wie an..aus M., Stroh und sonst zusammengesetzten Gemählden GWB33,320,10 BelagergMainz 341,91,28 KuARheinMain Bonn d im bildhaften Oxymoron: ‘metallisches M. für gediegenes Gold Du findest in der Erde Schoos|Mit stillen ahnungsvollen Freuden|Das Gold als ein metallisch M.|Sich wachsend von dem Steine scheiden GWB4,367 Nicht auf der grünen 27 2 für moosähnliche Wasserpflanzen, Algen; in bildkünstlerischer Darstellung [mBez auf die Meeresgottheit Glaukos] Dicht mit Haaren ist seine Brust bewachsen, M. und Meergras schlangen sich ein. Am Unterleibe sieht man die Andeutungen der schuppigen Fischgestalt GWB491,98,28 Philostrat 3 oberdt: Moorlandschaft, Feuchtgebiet, Sumpf; wiederholt in der Paarformel ‘Moor und M. Als ich das schöne Gebäude deiner häußlichen Glückseligkeit verließ hat mich Moor, M., wilder Wald..sehr unfreundlich empfangen GWBB10,41,9 Jacobi 10.12.92 [Faust, Mephisto, Irrlicht] Und die Mäuse|Tausendfärbig, schaarenweise,|Durch das M. und durch die Heide! GWB14,197 Faust I 3902 Man band ihn [den toten Gf Friedrich] an ein hohes Ross|Und schleppt ihn durch das tiefe M. GWBDjG32,49,94 ElsässVolksl Lied GfFriedr 94 3,25 TrilogLeid Eleg 128 B4,76,23 ChStein 9.10.79 uö(selten) GWBLaub- GWBLeber- GWBRentier- GWBbemoost GWBvermoosen Syn zu 3 Gemös h1nMoor Ried(er) Juliane BrandschJ.B.
5136 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Moos

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Moos , des -es, plur. die -e. 1) Eine Art sehr zarten Gewächses mit unkenntlichen Blüthen, welches nicht nur an feuc…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Moos

    Goethe-Wörterbuch

    Moos 1 kleine (auf sauren Böden wachsende) dichte grüne Kissen bildende Sporenpflanze a als einzelnes (fossiles) Pflanze…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Moos

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Moos , s. Moose . Im Oberdeutschen ist M. (Mehrzahl: Möser) soviel wie Moor, Bruch (s. d., S. 471). Im Judendeutsch: Gel…

  4. modern
    Dialekt
    Moosn.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia Moos n. jiddisch Geld Ro Rostock@Marlow Marl ; Wa Waren@Jabel Jab ; Sta Stargard@Alt Strelitz AStrel ; H. Schrö…

  5. Sprichwörter
    Moos

    Wander (Sprichwörter)

    Moos 1. Ist kein Moos 1 in Schränken, ist doch Pump in Schenken. 1 ) In der Studentensprache = Geld. 2. Moos macht den A…

  6. Spezial
    Moos

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Moos n. (-es,-e/Möser) 1 müstl (-i) m. 2 (Sumpf, Moor) parü (-s) m. ▬ Isländi sches Moos ‹bot› (Cetraria islandica) pöss…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit moos

357 Bildungen · 187 Erstglied · 166 Zweitglied · 4 Ableitungen

moos‑ als Erstglied (30 von 187)

Moos I

SHW

Moos I Band 4, Spalte 749-750

Moos II

SHW

Moos II Band 4, Spalte 749-750

Moosapfel

SHW

Moos-apfel Band 4, Spalte 749-750

Moosberg

SHW

Moos-berg Band 4, Spalte 749-750

Moosbuckel

SHW

Moos-buckel Band 4, Spalte 749-750

Moosgeld

SHW

Moos-geld Band 4, Spalte 749-750

Moosgockel

SHW

Moos-gockel Band 4, Spalte 749-750

Mooshummel

SHW

Moos-hummel Band 4, Spalte 749-750

Mooskopf

SHW

Moos-kopf Band 4, Spalte 749-750

Moosnickel

SHW

Moos-nickel Band 4, Spalte 749-750

Moosrose

SHW

Moos-rose Band 4, Spalte 749-750

Mooszinken

SHW

Moos-zinken Band 4, Spalte 749-750

Moosabdruck

GWB

moos·abdruck

Moosabdruck Pl zu ‘Moos’ 1a; mBez auf einen fossilen Fund GWB N10,252 MinGeol Plp Juliane Brandsch J.B.

moosachat

DWB

moos·achat

moosachat , m. eine art achat, mit moosförmiger zeichnung seiner fläche.

Moosalb

PfWB

moos·alb

Moos-alb f. : FlN, Name eines Baches zur Schwarzbach und zur Blies, Moosalb [mancherorts], Musalb [ Schandein Ged. 243]. a. 1179: pradium me…

Moosapfel

Campe

moos·apfel

Der Moosapfel , — s, Mz. — äpfel , eine Art Äpfel. Frisch.

moosartig

GWB

moos·artig

moosartig einmal subst a in seiner äußeren Gestalt dem Moos ähnlich; einmal von pflanzlichen Mißbildungen Kalksinter, rothgelb, m. geformt G…

moosasche

DWB

moos·asche

moosasche , f. asche von moos: eure augen, trübe wie ein morgenhimmel, und eure backen, wie mit moosasche überstreut. Veit Weber sagen d. vo…

Moosbär

Adelung

moos·baer

Der Moosbär , des -en, plur. die -en, oder des -es, plur. die -e, ein Nahme der größern Art Bäre, welche sich in den morastigen Gegenden Poh…

moosbank

DWB

moos·bank

moosbank , f. bank die von moos hergestellt oder mit moos bedeckt ist: sie saszen auf einer moosbank.

moos als Zweitglied (30 von 166)

Astmoos

Adelung

ast·moos

Das Astmoos , des -es, plur. die -e, ein Nahme, welchen einige neuere Kräuterkenner dem Hypnum des Linné gegeben haben, weil es ich in viele…

baummoos

DWB

baum·moos

baummoos , n. muscus arboreus. bei Maaler 51 c baummiesz.

Beiermoos

RhWB

beier·moos

Beier-moos be·i.ermǫst Wippf-Biesf n.: Moosart; man unterscheidet Penn- u. B.most.

Blasenmoos

Campe

blasen·moos

Das Blasenmoos , des — es, d. Mz. ungew. eine Art Moos, auch Schirmmoos genannt (Splachnum L.).

Brunnenmoos

Campe

brunnen·moos

Das Brunnenmoos , des — es, o. Mz. eine Art Moos, dessen Augen oder Knospen von selbst abfallen und aufkeimen.

Büschmoos

RhWBN

buesch·moos

Büsch-moos (s. S.) Prüm-Duppach Steffeln , Geld-Kevelaer n.: im Walde wachsendes Moos.

Bärlappmoos

Herder

Bärlappmoos . Lycopodium clavatum (Cryptogamia, Musci. Lycopodiaceae ). Häufig in Deutschlands Wäldern, und eines der größeren Moose. Das Kr…

Carragheen-Moos

Herder

Carragheen-Moos od. Carragahen-Moos, eine Alge der nördl. Meere, Chondrus oder Sphaerococcus crispus , fälschlich Moos genannt, mit reichem …

Dachmoos

Adelung

dach·moos

Das Dachmoos , des -es, plur. inus. eine Art Flechte, welche fadenförmig und sehr ästig ist, aufrecht wächst, und häufig auf den Schindeldäc…

Donaumoos

Herder

donau·moos

Donaumoos , 4 QM. großes Moor in Bayern zwischen Neuburg, Ingolstadt, Aichach, Schrobenhausen, Reichertshofen und Pöttmes; seit der Regierun…

Eichenmoos

Campe

eichen·moos

Das Eichenmoos , des — es, Mz. die — e, ein auf Eichen wachsendes Moos.

Eismoos

RhWB

eis·moos

Eis-moos Geilk-Randerath , Gummb n.: M. an den Eichen.

Entenmoos

RhWB

enten·moos

Enten-moos RhWBN -ō- Simm-Laub (aber auch -ū- = Mus); -ǫ- Aach-Aachen Merkst n.: Wasserlinse.

Êrdmoos

Adelung

erd·moos

Das Êrdmoos , des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, Moos, welches auf der Erde wächset, zum Unterschiede von dem Baum- und Steinmoose; b…

Färbermoos

Campe

faerber·moos

Färbermoos , des — es , d. Mz . ungew. eine Art Moos, deren man sich zum Färben bedient (Orseille ). Dahin gehört das Felsenkräutchen , die …

Farnmoos

Adelung

farn·moos

Das Farnmoos , des -es, plur. inus. im gemeinen Leben, eine Art Moos, welches dem Farnkraute ähnlich ist.

Federmoos

RhWB

feder·moos

Feder-moos fidərmēs Daun-Boxbg , Aden-Bodenb n.: Bärlapp, lycopodium.

Feigenmoos

Campe

feige·n·moos

Das Feigenmoos , des — es , d. Mz . ungew. eine Seepflanze, die in Ansehung ihrer linsenförmigen Blättchen und der Verbindung derselben unte…

Feldknotenmoos

Campe

feld·knotenmoos

Das Feldknotenmoos , des — es , o. Mz . eine Art Knotenmoos, die auf Feldern wächst, das abgestumpfte Knotenmoos (Bryum trunculatum L .).

Ableitungen von moos (4 von 4)

bemoosen

Pfeifer_etym

1Moos n. Name für kleine, dichte grüne Kissen bildende Sporenpflanzen, ahd. (8. Jh.), mhd. mos ‘Moos, Sumpf, Moor’, mnd. mos, mōs, aengl. mo…

Moose

Herder

Moose (Musci) , große Pflanzenabtheilung der Kryptogamen, sehr mannigfaltig, zart und regelmäßig gebildet, lieben Schatten und Feuchtigkeit,…

Urmoose

Meyers

Urmoose , s. Archidiazeen .

vermoosen

DWB

vermoosen , verb. eigentlich zu moos werden, d. h. mit moos sich überziehen. in ursprünglicher sinnlicher bedeutung: die dächer mit groben g…