Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
mistil
‚Mistel (Viscum album L.), klebriger Saft der
Mistelbeere, (Vogel-)Leim, wilde Bergesche
(Fraxinus ornus L.); amistrum/anstrum, ornus,
tuscus, viscum‘ <〈Var.: -tel, -tl>〉. – Mhd. mistel
st.m. ‚Mistel‘, frühnhd. mistel m./f. ‚dss.‘, nhd.
Mistel m./f., modern nhd. nur noch f. ‚in Ku-
gelform als Schmarotzer auf Bäumen lebende
Pflanze mit gelbgrünen, länglichen, ledrigen
Blättern, kleinen gelben Blüten und weißen,
beerenartigen Früchten‘. Der Übergang zum f.
Genus erfolgte ab frühnhd. Zeit, vielleicht in
Anlehnung an andere f. Pflanzenbez.