lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Kappe

ae. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
35 in 23 Wb.
Sprachstufen
9 von 16
Verweise rein
213
Verweise raus
223

Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Kappe

Bd. 2, Sp. 1138
Kappe 1. Alte Kappen sind böss weiss zu waschen. – Petri, II, 11. 2. Die geistliche Kappe ist (oft) ein schöner Teppich, der garstige Mauern deckt. – Winckler, V, 20. Das Wort Kappe kommt in verschiedenen Bedeutungen vor. (Vgl. Grimm, V, 188.) Man versteht darunter zuerst ein kuttenartiges Oberkleid, im Mittelalter von Männern wie Frauen, auch von Vornehmen getragen, oft von kostbarem Stoffe, gewöhnlich zugleich mit der Kopfbedeckung daran, der Gugel (Kugel), dem Kappenzipfel (capuchon). Dann ein Ueberkleid ohne Kapuze, einen Mantel, auch kuttenartige Kinderkleider u.s.w. 3. Die geistliche Kappe macht keine schmuzige Seele rein. 4. Die kappe deckt manigen schalck. – Henisch, 669, 40; Petri, II, 133. Mhd.: Kappen und Schwester mentellin bedecket manec untätelin (Schandfleck). (Renner, 3307.) 5. Die Kappe macht keinen Mönch. – Sailer, 293; Gaal, 980; Winckler, XI. 42; Simrock, 5421; Körte, 3279; Reinsberg III, 68. Nicht die Amtskleidung, sondern die Gewissenhaftigkeit, mit der man einem Berufe vorsteht, verschafft uns die Achtung der Verständigen und Guten. Die Altrömer: Der Bart macht den Philosophen nicht. Die Italiener: Die Toga macht den Doctor nicht. (Reinsberg III, 68.) Böhm.: Kápĕ nedĕlá mnicha, ani ornat biskupa. (Čelakovsky, 269.) Frz.: L'habit ne fait pas le moine. (Gaal, 980.) Holl.: De kap maakt geenen monnik, en de mutse geen' kanonik. (Harrebomée, I, 380b.) It.: L'abito non fa il monaco. (Gaal, 980.) Lat.: Habitus non facit monachum. (Gaal, 980.) 6. Es kann einer so wol ein Kapp tragen als der ander. – Lehmann, 852, 4. 7. Es mag keine Kappe so heilig sein, der Teufel steckt den Kopf hinein. Holl.: Daar was geene kap zoo heilig, of de duivel kreeg er zijn hoofd wel in. (Harrebomée, I, 380b.) 8. Jedem gefällt seine Kappe wohl, drum ist die Welt der Narren voll. 9. Kappe um Kappe, Schlappe um Schlappe. 10. Kappen seind nicht hailig. – Agricola II, 463. »Weder Kappe nach Platte, weder Kloster noch heilige Gesellschaft, sondern etwas anderes macht heilig und selig.« (Klosterspiegel, 58, 19.) 11. Kappen und Kron' spricht der Tod gleichen Hohn. – Parömiakon, 1977. 12. Kappen (Kleider) vnd Kalck (Wand, Mauer) bedecken manchen Schalck. – Lehmann, 29, 38 u. 332, 6; Theatrum Diabolorum, 395b; Simrock, 5422; Körte, 2278. Frz.: Souvent sous un beau gant se cache une laide main. (Gaal, 981.) It.: La veste cuopre gran difetti. – Spesso sotto bel guanto si nasconde brutta mano. (Gaal, 981.) Lat.: Struma saepe dibapho tegitur. (Gaal, 981.) 13. Man macht keine Kappe wegen Eines Regens. – Winckler, IX, 11. Hier ist ein Mantel (vgl. Reinwald, I, 76), Regenkappe genannt, gemeint. 14. Nicht jeder, der eine Kappe trägt, ist ein Narr. – Parömiakon, 619. 15. Was nützen schöne Kappen auf einem grindigen Kopfe! Holl.: Het is een mager sieraad van kostelijke kappen als de hoofden schurftig zijn. (Harrebomée, I, 381a.) 16. Wer die Kappe gemacht, kann sie auch flicken. Holl.: Die de kap gemaakt heeft, behoort de kaproen te maken. (Harrebomée, I, 381a.) 17. Wie de Kapp, so d'r Kopp. (Düsseldorf.) – Firmenich, I, 438, 7. 18. Wier huot mer meinj Kap verschlôchen? söt der Gang, und hat se af em Hîft. – Schuster, 696. 19. A hôt em Kappen (Schelte, Vorwürfe) genunk derfür krikt. (Schles.) – Frommann, III, 419, 565. 20. Bis ich eine Kapp' (Narrenkappe) von Frankfurt trag'. 21. Dat kann em de Kappe kosten. – Dähnert, 218a. Er kann darüber die Pfarre verlieren, weil ehemals unter Kappe eine Kleidung über den ganzen Leib und insbesondere ein Mönchs- und Priesterrock verstanden wurde. 22. Di is ene Kappe tosneden. – Dähnert, 218a. Es ist dir etwas Schlimmes zugedacht. 23. Die Kappe ist zerschnitten. – Opel, 106. 24. Die Kappe verschneiden. Etwas verderben, in dem Sinne wie: Das Kraut verschütten, den Karren in den Dreck schieben. In Würzburg: Die Kappe vrschnaida. (Sartorius, 168.) 25. Die Kappen aufklauben. Die Vorwürfe ruhig hinnehmen, einstecken. »Wer ein Christ will sein, muss Verfolgung leiden, herhalten, die Kappen aufklauben.« (Franck; Chronik [1501], 449b.) 26. Einem die Kappe aufsetzen. – Dähnert, 218. Ihn zum Mönch machen. 27. Einem die Kappe rühren. In Bewegung setzen, ihm hart zusetzen. (Grimm, V, 191.) 28. Einem die Kappe waschen. – Grimm, V, 39; Weinhold, 40. Ihm eine derbe Strafpredigt halten. »Sie soten immer, bir Schlesier redten anders as ber schrieben, und dos war wohr; do ichs aber im und om beduchte, machten se's och su und worn nich a hor anders. Do wusch ich en die Koppe gutt und laussten de Kulbe, dos se hem kommen wie meis Nochbers se hund.« (Keller, 150b.) 29. Einem ein kappe geben. – Henisch, 586, 14. Eine Zurechtweisung. 30. Einem eine Kappe geben, dass er sich umdreht. Entweder steht Kappe hier für die Schläge selbst, welche auf die Kappe gegeben werden (Grimm, V, 193, 7) oder es bedeutet Schläge an den Kopf, dass die Kappe herabfällt. (Frisch.) 31. Einem eine Kappe kaufen. Es ist hier eine Narrenkappe (s.d.) gemeint. Ihm hart zusetzen. »Der untrew er empfinden sol. Lasst ewr ross auf das vest (festeste) laufen, drefft ir in, it werdt im kauffen ein alte kappen und ein hut.« (Teuerdank, LXXXVI, 1.) »Ein (steht für: eim) jeden (nämlich Frosch) kaufft er (der Storch) bald ein kappen, vnd frisst sie auff, wie er sie find. Der Fuchss sprach: het mich zu besorgen, wo ich die hülff heut oder morgen auss dieser sach, wenn du loss kemst, auch wieder mich ein vrsach nemst, vnd mir dergleich eim kappen keufftst vnd mit meiner eignen brüh betreufftst.« (Waldis, I, 17, 70; III, 99, 311.) »Kompt er, ich kauff jn noch ein Kappen« (H. Sachs, IV, XXVIII, 1), d.h. ich trumpfe ihn hart ab, ich schlage ihn. »Einer möcht mir sonst ein Kapp kauffen.« (Teuerdank, LV, 2.) 32. Einem eine Kappe zuschneiden. – Körte, 3279a. Eine Unannehmlichkeit, ein Unglück bereiten. »Dan es ist ime durch sein verhengnus also ein kappe geschnitten, die er nimmermehr mit seinem pochen wirdet vernitten.« (Wolff, Histor. Volkslieder, 116.) 33. Einem etwas auf die Kappe geben. Wie auf die Haube, Mütze, scherzhaft beschönigend für schlagen, wie wamsen, durchwamsen, wo auch scherzhaft das Kleid, nicht der Mensch die Schläge erhält, wie man einem den Rock auf dem Leibe ausklopft. (Vgl. Grimm, V, 193.) Im Niederdeutschen: Enem wat up de Kappe geven. (Brem. Wb., II, 735.) 34. Einen in der Kappe suchen. 35. Er hat die Kappe an den Zaun gehängt. Ist aus dem geistlichen in den weltlichen Stand getreten. 36. Er hat die Kappen geschnitten und mit Futter unterzogen. Er trägt die Schuld, ist die Ursache u.s.w. »Mich dunckt wol, künig Heinrich hab ein elen grob duchs darzu geben vnd der gifftig bub Zeus, der wider Erasmus geschrieben hab die kappen geschnitten vnd mit fuder vnder zogen.« (Murner, Ob der König von engeland, in Kloster, IV, 900.) 37. Er ist der Kappen und des Kolben frei. Man weiss ohnehin, dass er ein Narr ist. 38. Er ist ihm auf die Kappe gesteuert. 39. Er könnte sich die Kappe sparen, man kennt ihn so schon für einen Narren. 40. Er mag die Kappe werfen wie er will, er richtet nichts aus. (Koblenz.) Wie er es auch anfängt, welche Partei er ergreift, es gelingt ihm nicht. 41. Er muss ein kappen haben. – Pauli, Schimpff, XXVa. 42. Er muss Kappen nehmen. Sich Vorwürfe, Rügen gefallen lassen. »Derselb auch billig darob nembt auch wieder grobe Kappen.« (H. Sachs, III, LX, 1.) D.i. wer grob ist, dem wird wieder grob begegnet. 43. Er schlägt sich die Kappe (Mütze) selber ums Maul. (Rottenburg.) Straft sich selbst Lügen. 44. Es ist nicht um ein Kappen voll Fleisch zu thun. Nicht um etwas Geringes, Werthloses, sondern um etwas sehr Wichtiges handelt es sich. Als dem Kurfürsten Friedrich von der Pfalz seitens des Kaisers eine religiöse Zumuthung gemacht worden war, so erklärte er im Reichsrath: »Was den Punkt betrifft, dass ich meine Religion ändern soll, so hab' ich schon erklärt, dass es nicht um ein Kappen voll Fleisch zu thun ist, sondern dass es die Seele und deren Seligkeit betrage.« 45. Es ist vmb ein kappen voll fleisches vnd bluts zu thun. – Henisch, 438, 23; Petri, III, 6. Rede derer, denen es auf ein Menschenleben nicht ankommt. 46. Es setzt Kappen. »War es kein öffentlicher Krieg, so setzte es durch beyder Theil streiffender Partheyen manchmal gute Kappen.« (Gottfr., 748b.) »Wie aber Julius Cesar im Rath erstochen, da gibt's erst kappen.« (Mathesius, Sarepta, LXXXVIa.) »Es setzt kappen.« (Ayrer, III, 1952b u. 2025, 16.) 47. Es wird gute (böse) Kappen setzen. Es wird uns schlimm gehen. (Grimm, V, 194.) 48. Etwas auf die eigene Kappe nehmen. Eigene Gefahr, Verantwortung. 49. Grobe Kappen austheilen (einnehmen). »Da meinten wir, sie fielen raus (die Belagerten) und wollten theilen Kappen aus.« (Wolff, Historische Volkslieder, 121.) 50. In der Kappe stecken. Auch hier, wie in der vorhergehenden Redensart ist die Narrenkappe gemeint. »Denn Mancher ist also verrucht, ein andern in den Kappen sucht, vnd helt jn für ein rechten toren, steckt selber drinn biss vber die ohren.« (Waldis, II, 61, 25.) 51. In die Kappen kommen. – Murner, Nb., 92. »Kein kreuter krafft wendt dieses we, so es hat überhandt genummen vnd bist so weit in d kappen kummen.« (Kloster, IV, 873.) 52. Sich eine Kappe verdienen. »Ich glaube, wir werden deswegen keine Kappe verdient haben.« (Keller, 136a.) 53. Sich um die Kappe des Bischofs streiten. Um etwas, worauf man gar kein Recht hat; also unnützer Streit. [Zusätze und Ergänzungen] 54. Capp, rock, hemd, hosen, wammesch sind gut, wenn man jetlichs an das Glid legt, dem es gemacht ist. – Geiler von Kaisersberg. 55. Fünf Kappen sind besser als ein Loch. – Horn, Spinnstube, 1849, S. 57. 56. Wem die kappen wird ufgesetzt, der muess sie tragen und haben. – Zimmerische Chronik, IV. 57. Die Kappe vor einem ziehen (müssen).
9797 Zeichen · 284 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    kappeF.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    kappe , F. nhd. „Kappe“, Mantel ne. coat (N.) Hw.: vgl. an. kāpa, ae. cappa, cæppe, as. kappa*, ahd. kapfa E.: germ. *ka…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KAPPEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +10 Parallelbelege

    KAPPE swf. langes überkleid, welches den kopf mit bedecken kann; mantel. lat. capa, cappa . ahd. chappa Graff 4,355. a. …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kappeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    kappe , F. nhd. Mantel, Kapuze, großer Mantel mit Kapuze, Umhängemantel, Fuhrmannsmantel, Reisemantel, Überhang für das …

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kappe

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Kappe , plur. die -n, Diminut. das Käppchen, Oberd. das Käpplein, ein altes Wort, welches in seiner weitesten Bedeut…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kappe

    Goethe-Wörterbuch

    Kappe einmal C- A(FfA I 27,170,13) ; auch apokopiert ‘Kapp(’)’; in ‘Götz’ gelegentlich DatSg ‘K-n’ 1 (kleine, eng anlieg…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kappe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Kappe , soviel wie Hammel, s. Schaf .

  7. modern
    Dialekt
    Kapp(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Kapp(e) I [‘ X àpə Pfetterhsn. ; Khàpə Banzenh. ; Khàp von Su. ab allg.; Pl. –ə] f. 1. Mütze. Kapp h era b , s het zwelf…

  8. Sprichwörter
    Kappe

    Wander (Sprichwörter)

    Kappe 1. Alte Kappen sind böss weiss zu waschen. – Petri, II, 11. 2. Die geistliche Kappe ist (oft) ein schöner Teppich,…

  9. Spezial
    Kappe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kap|pe f. (-,-n) 1 (Kopfbedeckung) ciüria (-ies) f. 2 (Deckel) cuertl (-i) m. ▬ etw. auf seine Kappe nehmen ‹fig› se tó …

Verweisungsnetz

329 Knoten, 357 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 18 Hub 5 Wurzel 3 Kognat 1 Kompositum 290 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kappe

487 Bildungen · 399 Erstglied · 88 Zweitglied · 0 Ableitungen

kappe‑ als Erstglied (30 von 399)

Kappe I

SHW

Kappe I Band 3, Spalte 1099-1100

Kappe II

SHW

Kappe II Band 3, Spalte 1101-1102

Kappedits

WWB

Kapped i ts kleiner Junge, Knirps ( Isl Is). ¶ Vgl. RhWb 4,626: Klapper-ditz oder 4,927: Knibbe-ditz .

Kappeditsch

MeckWB

Kappeditsch eine der vielen Abwandlungen des Krötennamens Wo. V. 2, S. 334; vgl. Quaducks .

Kappeditsman

WWB

kappedits·man

Kappedits-man m. [ Dor Isl] kleiner Finger, im Fingerreim. Dai klāine Kapeditsman frītet alles op ( Isl Is). ⟨ Kappe - u. Kabbe - ⟩

kappe-, kaplaken

LW

kappe·kaplaken

kappe-, kaplaken, Tuch zu einer Kappe, Manteltuch; Trinkgeld (des Schiffers, das ihm über den bedungenen Lohn von jeder Last gegeben wird; e…

kappel

KöblerMhd

kappel... , . Vw.: s. kapel...

kappelære

Lexer

kappe·laere

kappelære stm. der eine kappe trägt. wirt er denn niht ein bischof sô werde er ein messenær oder sust ein cappelær Aw. 7,59. keppeler, der z…

Kappeleⁿwälsch

Idiotikon

Kappeleⁿwälsch Band 15, Spalte 1601 Kappeleⁿwälsch 15,1601

Kappelhǖsli

Idiotikon

Kappelhǖsli Band 2, Spalte 1715 Kappelhǖsli 2,1715

Kappel I

RhWB

kapp·eli

Kappel I: Ort im Kr. Simmern . RA.: Willste'n Appel, geh uf K., do steht en Gaul, de scheisst der ent uf et Maul! gesagt, wenn Kinder nicht …

kappelig

MeckWB

kappelig kappeln, Kappelung s. kawwelig , kawweln , Kawweling .

Kappel II

RhWB

Kappel II -ap-, Pl. -ələ Sol-Leichl f.: ein wildes, ausgelassenes Mädchen; en doll K.

kappelkraut

DWB

kappel·kraut

kappelkraut , n. münchskäplin, kappelkraut unter andern kräutern. Fischart bien. A ij a . vgl. kappenblume .

kap(p)ella

AWB

kapp·ella

kap ( p ) ella st. sw. f. , mhd. kap(p)elle, nhd. kapelle; as. kapella ( vgl. Holthausen, As. Wb. S. 41 ), mnd. kappel(l)e, kapelle, mnl. ca…

kappellân

Lexer

kapp·ellan

kappellân stm. BMZ caplan. kappellân Parz. Kl. 1697. Virg. 127,12. 258,1. 260, 1. Ludw. 1,15. kappelân Parz. Ernst 3304. Virg. 246,2. Silv. …

kappel(l)ânîe

MNWB

kappella·nie

kappel(l)ânîe , kapel(l)- , kaplânîe (-ei) , f. , 1. Stelle, Amt des Kaplans. 2. Dienstwohnung eines Kaplans.

kappellchen

KöblerMhd

kappellchen , st. N. nhd. „Kapellchen“, kleine Kapelle Hw.: vgl. mnd. kappelleken (1) Q.: KathSp (1340/1350) E.: s. kappelle, *chīn? W.: nhd…

kappelldiener

KöblerMhd

kappelldiener , st. M. Vw.: s. kappelldienære*

kappe als Zweitglied (30 von 88)

apostelkappe

MNWB

apostel·kappe

apostelkappe , f. , Mantel, wie ihn der Geistliche bei bestimmten gottesdienstlichen Funktionen benutzt, und zwar der für die Aposteltage be…

bergkappe

DWB

berg·kappe

bergkappe , f. cucullus metallicorum, weisze dreieckige haube. s. bergknappisch .

bādekappe

KöblerMnd

bādekappe , F. nhd. „Badekappe“, Bademantel, Badekittel Hw.: vgl. mhd. badekappe E.: s. bat, kappe W.: s. nhd. Badekappe, F., Badekappe, DW …

chorkappe

DWB

chor·kappe

chorkappe , f. einen gaukelhimmel, darin Christus neben dem vater sitze in einer chorkappe und gülden krone. Luther 3, 350 b .

dōrenkappe

KöblerMnd

dōren·kappe

dōrenkappe , F. nhd. Narrenkappe E.: s. dōre (1), kappe L.: MndHwb 1, 455 (dōrenkappe)

fahrkappe

DWB

fahr·kappe

fahrkappe , f. kappe der bergleute, wenn sie zur grube fahren.

flegelkappe

DWB

flegel·kappe

flegelkappe , f. corium tribuli, lederne kappe zur festigung des flegelklöppels an die handhabe. bildlich, reiben ihnen ( stehlenden kriegsl…

florkappe

DWB

flor·kappe

florkappe , f. rica tenuissima: Louisgen hatte sich mit einer florkappe vermummelt. Leipz. avant. 1, 143. Simpl. 3, 754 steht florskappe, wa…

Gaukelkappe

Wander

gaukel·kappe

Gaukelkappe Er setzt ein Gauckelkappen auff vnd sihet herauss wie ein spinn' auss einer lägel. – Franck, Weltbuch, CXXXI b .

hängekappe

DWB

haenge·kappe

hängekappe , f. im bergwesen kleiner ring auf der seite der kübel, in welchem das quänzel, der seilhalter, hängt. hengekappen miner. lex. 29…

halskappe

DWB

hals·kappe

halskappe , f. 1 1) die kappe, theil der menschlichen kleidung, die mit dem kopfe zugleich auch hals und schultern deckt ( s. kappe 5, theil…

harnaschkappe

KöblerMhd

harnasch·kappe

harnaschkappe , sw. F., st. F. nhd. Harnischkappe Q.: JenSt (1. Hälfte 15. Jh.) E.: s. harnasch, kappe (2) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 229 (h…

harzkappe

DWB

harz·kappe

harzkappe , f. zunächst ein kurzer, bis zum nabel reichender leinwandkittel der harzscharrer. Jacobsson 2, 223 b . der name wird übertragen …

hëlkappe

Lexer

hel·kappe

hël-kappe swf. BMZ unsichtbar machender mantel Nib. hs. D. ( var. zu tarnkappe) 98,3. 410,3. 602,2. 451,2. Laur. Casp. 185. 218 ;

hëlkappe

MWB

hëlkappe swF. ‘ Tarnkappe’ die wîle was ouch Sîfrit [...] in daz schif gegân, / da er sîne tarnkappen [La. helkappen ] verborgen ligen vant…

hundeskappe

KöblerMhd

hundes·kappe

hundeskappe , sw. F., st. F. nhd. „Hundskappe“, Kappe aus Hundshaut Q.: DRW (um 1425) E.: s. hunt (2), kappe (2) W.: nhd. Hundskappe, F., „H…

huntkappe?

KöblerMhd

hunt·kappe

huntkappe? , sw. M. nhd. ? Q.: RechtssA (14. Jh.) E.: s. hunt (2), ? W.: nhd. DW- L.: MWB 2, 1795 (huntkappe), DRW Son.: wohl eher eine Vers…

hærinkappe

KöblerMhd

hærinkappe , sw. F., st. F. nhd. Wollkappe, Wollmantel Q.: Urk (1293) E.: s. hærīn, kappe (2) W.: nhd. DW- L.: WMU (hērīnkappe 1859 [1293] 2…

hêrînkappe

MWB

hêrînkappe swstF. zu hêrîn, einer Var. von hærîn Adj.: ‘Wollkappe’ oder ‘Wollmantel’ (vgl. SchwäbWB 3,1172 s.v. hären, zu anderen Deutungsmö…

hērinkappe

KöblerMhd

hērinkappe , sw. F., st. F. Vw.: s. hærinkappe*

hērīnkappe

KöblerMhd

hērīnkappe , sw. F., st. F. Vw.: s. hærinkappe*

jungenkappe

KöblerMhd

jungen·kappe

jungenkappe , sw. F., st. F. nhd. Jungenkappe, Kopfbedeckung eines Knappen Q.: DRW (um 1437) E.: s. junge (2), kappe (2) W.: nhd. DW- L.: DR…

kinderkappe

DWB

kinder·kappe

kinderkappe , f. demin. kinderkäppchen, kinderkäpplein n. kappe als kinderkleid, auch kindermütze: als er noch in der kinderkappe lief, s. k…