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Gans

ae. bis spez. · 30 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Gans

Bd. 2, Sp. 1010
Gans zweierlei Formen: α. mit -ns: gants, Pl. -ę- (Simm -e-) (im Geb. der Schärfung Sg. u. Pl. mit dieser) Rhfrk, Mosfrk, Rip [Pl. ja·n.zə Sieg-Ägid; Sg. gę·n.ts, j-, Pl. -zən neben Sg. ga·n.ts, Pl. -ę- in Trier-Mehring, Bitb hier u. da, Daun-Kirchw, Rheinb-Fritzd, Bergh-Kerpen, Monsch-Zweifall; Sg. gānts, Pl. -E- Birkf-Herrst]; im NRip (Bergh, Dür, Jül, Aach, SErk ja·ŋ.ks, Pl. -ę- [in FlN doch auch jā:s-, z. B. jā:sm·r.jəlχən Bergh-Elsd], dem sich in SMGladb, Grevbr, Neuss ja·ŋ.əs, Pl. -ę- anschliesst [doch begegnet in Jül, SErk, Grevbr, Neuss in Zs. auch jā:s-, z. B. jā:sto·ŋ. Ganszunge]. — β. die älteren n-losen Formen sind im Rhfrk, Mosfrk, Rip nur noch höchst selten, während sie in den alten Zs. Irr-, Ha(ge)lgans = Schneegans öfters begegnen (s. d. W.); für das Simplex sind n-lose Formen belegt: gEs, –ē-, Pl. -sə in Kreuzn-Stdt, Simm; gęis, Pl. -sə Wend-Gronig, Saarbr-Malstatt; j:s, Pl. -zən Prüm; im Rip je·i.s, Pl. je·i.zə in Schleid-Dreiborn Reifferschd, Monsch (je·i(ə).s), Rheinb-Hilberath, Bo-Rösbg Walberbg, Dür-Wissersh (neben -ō:-), Sieg-Mülld Kriegsd Ophsn Sieglar Marienf Wahlscheid [jEs, Pl. -sə Altk-Herdrf; jo·u.s, Pl. jø·y.s Eusk-Stdt (eine Örtlichkeit in der Stdt je·i.swē:t (Gansweide)); jē:s, Pl. jē:zə Eup-Raeren; sonst Eup-Ld jī:s, Pl. -zə; Eup-Stdt heute vorwiegend γa·n.ts, selten γā:s, Pl. -E:- hauptsächlich für die wilden Schneegänse; jizəl, Pl. -ələ Rheinb-Neuk; jā:st, Pl. -stə Malm-Amel]; n. des rip. ja·ŋ.ks- Geb. u. im Berg bis zur Ruhr sind die n-losen Formen die Regel, u. zwar lrhn. von Neuss-Kaarst, Kemp, Geld, Mörs an bis zur Ürd-L. jā:s, -ā-, Pl. jā:s u. -zə(n), vielfach ję·i.s [MGladb-Rheydt ja·ŋ.ks, Pl. -ę- u. jī·ə.s Sg. u. Pl.]; zwischen dem lrhn. ja·ŋ ks- (ja·ŋ.əs-) Geb. u. diesem nördl. jā:s-Geb. nun wechselt die Vokalqualität, u. zwar jǫus, xǫ·u.s, Pl. -·y.- im Selfk (Aach-Herzogenr, Geilk-Kreuzr Birgden NBusch Gangelt, Heinsb-Aphv Breberen Bocket (u. Pl. -ę·i.-) Haaren Havert Karken Kempen Laffeld Schalbr Süsterseel, auch Geld-Straelen, Mörs-Xanten); ö. davon jōs, –ō:-, Pl. -:- u. -ē:- in Aach-Merkst, Geilk-Randerath Hünshv Süggerath, Heinsb-Erpen Wald Dremmen Karken u. in Erk [Sg. jEs, –E:-, Pl. jE:zə Heinsb-Hilfarth Myhl Ophv, Erk-Matzerath Venr, MGladb-Venn]; w. des jā:s-Geb. in Kemp ein Geb. mit js, –:-, Pl. j:s MGladb-Viersen, Kemp-Amern Breyell Dülken Grefr Lobberich Süchteln Vinkr, Geld-Leuth Wachtendonk [auch Geilk-Brachelen Frelenbg Grotenr Hünshv, Erk-Doveren]; OBerg bis zur Ürd-L. -ei-, Pl. -zə; ö. davon u. Waldbr --, –øy-, Pl. -zən; im NBerg ö. der Ürd.-L. xōs, Pl. xz(ən) u. weiter östl. zur westf. Grenze hin xous, Pl. xøyz(ən); w. der Ürd.-L. im NBerg (auch Elbf, Lennep-Ronsd) jo·u.s, –ǫ·u.-, Pl. jø·y.s, –·y., -zən u. jo·u.zən, –ǫ·u.- bis Düss-Hösel Eggerschd Schwarzb Hubbelr Erkr Unterb Hilden, Sol-Ohligs Höhschd Soling [Sol-Immigr in FlN jā:s-, z. B. jā:spū·ə.l; Mettm-Cronenbg, Remschd γūəs, Pl. -ȳ·ə.-; Wermelsk jūs, Pl. -ȳ:-]; MülhRuhr, Ess-Werden xǫ·u.s, Pl. xǫuzən (Stadt Mülh x·y.s); n. der Ruhr u. lrhn. n. der Ürd.-L. γants, Pl. -zən [Pl. Rees-Drevenack γys; Rees-Overbeck γāĭzə] f.: 1.a. wie nhd.; die junge G. Gischel, Grüənen, Guss-chen, Wull; der Gänserich Gansert, Gunz, Gänt, Wänder; Lockruf guss, giss, hipp, pill, putsche, schuck, wulle (s. d. W.); die G. schnaddert, gackelt: Katje, K., waach mar! Komm gau! Strackes, str., str.! Nfrk; zint Matheis paaren sich de Gänten on de Geis Kref-Osterath; de G. wird gestoppt gemästet Allg.; em dörf de Gas nit be jungk Leit (Neumond) plöcken (plüsen Heinsb-Aphv), ongersch sett Blut en de Feəre (Federn) Kemp. RA.: Su domm wie en G. Allg., mit der Forts. wann de Ferrern (Federn) häs, konn mer dech roppen Altk-Bachenbg, Birkf; stif (steif) wie en G. Ess-Kappenbg; so frech (neuschierig, wackelig, hoppelig, stolz, weiss) wie en G. Verbr.; de geht wie en G. MGladb-Viersen; he schuckelt (wackelt) wie en G. Wippf, Gummb; hei meck Ben as en olle G. Rees-Loikum; de wuddelt met dem Orsch wie en G. Wittl-Bausend; e wotschelt wie en G. Trier-Mehring, Birkf; he schnaddert (schatert, schäntert, kletscht (s. d. W.) wie en G. Allg.; er schlickt wie en G. Zell-Sohren; er guckt wie en G. no em Appelgrotzen uNahe; er fällt wie en jong G. (wenn G,kücken Gras fressen, fallen sie) Ottw-Schiffw; ech ziedere be en G. May-Trimbs; de rückt (riecht) ut jene Hoəs (Hals) wie en G. ut jen Fott Heinsb-Erpen; de koəm esuə węərt wie en G. en der Hiəmel ungelegen Kemp; den hat en Hals wie en G. Prüm-Büdesh, — en Schnabel wie en G. Gummb-Lobschd. — Wie geht es? Antw.: Of zwo Bän wie e G., nor net so wackelig Hunsr. Die hat's Geriss gehat wie 's Gibbels G. hässliches, aber hochstehendes Mädchen mit vielen Verehrern Kreuzn, — wie Bills G. of der Mescht Birkf. Der is so dumm, dass en de Gäns beisse, em nolafe Rhfrk. Dat strickt, do kenne die Gäns Hawwer dorch fresse Simm-Horn Argenth. Wohin gehst du? Antw.: Uf Trippsdrill, wo die Gäns Horbännel drahn un die Ente Gamasche Meis, — wo die Gäns grin scheisse Kreuzn-Münchw; no Buxdehude, wo de Gäns met de Ärsch tute Kobl-Moselweiss, Ottw-Wiebelsk (Arschloch), wo die Gäns Horficke (Zöpfe) drahn un die Ente Baricke (Perücken) Simm-Laub; no Bitschbommere, wo die Ganse Schuhn han on de Ente Baricke Ottw-Wiebelsk. Eich haən dich, dass de de Gäns in Paris gackere herscht! Kreuzn. — Me ka beister met de Gängs eissen äls met hön drenke Aach, Köln. Wenn en G. drenkt, drenken de ongeren all Geld-Leuth. Wenn de G. flüht (fliegt), höft se de Start Kemp-Süchteln. Dann laup, wor de Gas laupen, dann versüpps dou ok nit! Mörs-Neuk. Onglöck hät bret Föss, sät der Bur, do lepe de Geis dorch et Ölleksbläək (Zwiebelbeet) Düss-NCassel, — du troət se ene Gröne (G.kücken) kapot Kref-Osterath. Wie me de Gäns wennt (gewöhnt), so gont se mit Bezug auf verzogene Kinder NBerg. So wit laupen ming Gäns nit das mache ich nicht mit Elbf. Wo et Moden ös, do gont de Gas op näcke Füt Mörs, Kref, — solle sogar de Gos bärfess lope WKemp; et es en schleiter Tit, die Geis gont all barföteg (op näcke Füt) Nfrk, Köln. Et sind ken Gas en de Stall, of se höbben ene Kopp Mörs; et es kenn Gänsken on 't Bruk (Sumpf), of et het ene Kopp Mörs; et geht gen Gos en et Brok, of se hät ene Kopp of e Köppke Geld-Leuth. Et Brok es em Brongk (Brand), sät de Gos, du schet (schiss) se op et Is (Eis) Kemp. Geht de Gans för Martin öwer et Is, dann fällt se no M. derdurch Düss-Kaiserswerth, Rees; wenn em zint Mäərte de Gos över et Gefrür lope, gont se öm Kresmess dor der Dreck Kemp; früst (friert) et Allerhellege su, dat et Is en G. dreht, dann früst et Martin net mih esu, dat et Perd on Wage dreht Sieg-Altenr; wann et op Märdesdag friert, dar et en G. dreht, dann ös der Wönder gebrochen Altk-Bachenbg. Got Mädcher on got Gäns kommen be Zick (Zeit) no Hus Jül-Linnich. Drei Gänsen on e Framensch machen e Mort (Markt) Bitb. Gäns, wo schleife, Mäd, wo peife, Hinkel, wo krehe, de soll mer gleich de Häls erumdrehe Meis. As (wenn) de Foss (Fuchs) de Passie prekt (predigt), Bur, wacht ow Gansen! Rees. De Gäns fir de Köttele (Kot) hede (hüten) eine Arbeit für geringen Lohn oder umsonst tun Daun-Neroth; dat Für brennt för de Gängs Aach-Warden; dat es für de Gäns; ech sag dat net für de G. nicht umsonst Rip, Allg. Der Hömmel es net för de Gängs gebaut ein Trost für alle, die leicht hineinzukommen glauben; aber auch, es ist nicht leicht hineinzukommen Aach, Prüm-Mürlenb 1860. Nemm et mech net üvel, sät dem Bur sin Frau, du hatt se de G. beim Weckel MGladb. Dat heisch mer der G. der Haver afgelde vergebliches Bemühen Köln-Stdt. Die G. hot ihr letzt Ei gelegt Bernk-Wolf. De Gansen de Kont (Arsch) met Fett schmieren, es Owerflut Rees-Ringenbg; dat es en fette Gos den Arsch (Kont) geschmert überflüssig Geld, Rees, Gummb. Jetzt gehn der G. die Federe aus bei einer schweren Aufgabe Bernk-Wolf. Der steht met de Gänsen em Process, ob et Hor oder Feren gift von einem, der stolz auf den ersten Bartflaum ist Ottw-Aschb, Saarl-Schaffhsn; beld der nüs en, du häs der Process mot de Gans noch net gewonne! Schleid-Reifferschd. Sieven Gäns on s. Johr, göft en Bett (Brutbett), dat's noch nit (te) schwor NBerg, Nfrk; hal siwe Gänse siwe Johr, da kröste e Bett, on nach net schwor Prüm-Mürlenb 1860. Hier bring ek ow en ganze G.; plöckt gej de ow, dann plöck ek de min! zum Advokaten gesagt Geld-Kevelaer. En gout gebrode G. met goldener Gowel gess, es en gout Gaf Goddes Bernk. — Et Gis-che jage tolle Streiche machen Jül-Inden. — Im Kinderlied. Da host en Dalerche, geh uf et Martche, kaf der en Kihche un en Kälbche un en Gäns-che met em Wiggele-waggele-Schwänzche Handkitzelverse Simm-Laub, — kaf der en Gille-gille-Gäns-che Zell-Sohren. Möhn Annekätt, M. A., wat machen eure Gäns? Se hobbeln sich, se robbeln sich, se wäschen sech de Schwänz Malm-Weywertz (Verbr. mit Var.). Vetter Jakob, was machen de Gäns? Se hucke im Wasser (Weiher) un puddeln de Schwänz Wend. Heinerich, Bumbeinerich, was machen deine Gäns? Se fladdere nit un schnaddere nit, se hon jo lange Schwänz Simm-Argenth. Eine G. hat einen Schwanz, nit zu kurz un nit zu lang; ach, vor einer G. bin ich nicht bang Neuw-Dierd. Dres (Therese), jag de Ges, lot der Gänt (Gänserich) goəhn, de hat dech nicks gedoəhn! MGladb-Bettr. Heijo, bombeijo, bombomberle, Stroh, die Gäns-cher gehn barwes on hawe ke Schuh; der Schuschter hat Leder, keine Leischten dazu Wend-Remmesw, Verbr. Wann ich dann en Ent han, dann moss ich och en G. han; wackele-wackele geht de G., quiddelequent sät de Ent usf. aus einem Tierspruch Dür. Gäns-che, G., giggagack, schneid mer dei Häls-che ab! Bernk-Bruchw. Öwer use hohge Hus flog ene gelle (gelbe) Gos, de sagö, giga, bos; 10, 20—100, do böste van den alleriarschten enen drut Abzäblr. Barm. Et flog e Gäns-che iwer de Rhein un kom wierer häm Simm, Verbr. Es guckt e G. zom Spiegel enein un dacht, se misst e Freilein sein Meis-Medard. — Rätsel. Hipp hätt (heisst) se, in de Gat liep se, rauh wor se, Hor hatt se nit der Flaumfedern beraubte G. Mörs-Neuk. Wickel di Wackel geht üəver de Bröck, se drät (trägt) dem Köning si Bett op de Röck MGladb-Neuwerk. Et geht ebbes de Stä (Treppe) enaus un helt (holt) et Bett om Ricke mit Meis-Medard. Warem fresse de Gäns Gras on Hau (Heu)? Ihr Vorfahre hon et ach eso gemach Bernk-Bruchw. — Das Geläute von MGladb-Schiefbahn wird spottend nachgeahmt: komm, Gänt (Gänserich), gangk Gas! — Kindersp., Volksbr. Gängs werpe Aach, Göse schlohn Prüm, Gese wake (wachen) Heinsb-Myhl, G. köppe LRip, Gänske den Kopp aftrecke SNfrk, G. riən (reiten) Kemp, Geld, Ess, G. jage Geilk-Immend: Volksbelustigung (etwa bis 1865) zu Kirmes, Fastnacht; an einem Pfahle oder dem Ast eines Baumes oder an einem zwischen zwei Pfählen gespannten Seile wurde eine G. mit den Füssen, den Kopf nach unten, in solcher Höhe festgebunden, dass ein Reiter mit seiner Hand den herabhängenden, oft mit Schmierseife geglätteten Kopf des Tieres eben erreichen u. herunterziehen konnte; auf ein gegebenes Zeichen setzten sich die Reiter, einer hinter dem andern, in Trab zum Pfahl hin, um dem Tier den Kopf abzureissen; viele missglückte Versuche zur Qual des Tieres, da die Zuschauer mit Peitschen die Pferde anfeuerten; der Sieger mit dem blutgetränkten Kopf als Trophäe zog nun an der Spitze des Zuges als Fastnachtskönig unter Musik zum Dorfe zurück nach dem Wirtshause, wo bei freier Zeche des Siegers einige Gänse verzehrt wurden; anderswo befestigte man einen Gänserich an einem Galgen und schlug mit hölzernen Säbeln nach seinem Kopfe; oder eine G. wurde bis zum Halse eingegraben, wonach der G.köpfer auf einem rasch gedrehten Karrenrade mit einem hölzernen Säbel schlug. — b. de well G. Schneegans Verbr., s. Irr-, Hagelgans; wir kriege schun Weər, die Geis komen gester Ovend Reih op ut dem Brok MGladb-Neersen; wenn de welde Gans kömmp, dann gef et schäbbig Weər Mörs. — 2. übertr. a. persönl. α. domm G., auch huhgestochene, alt, faul, scheel G. Schimpfw. für Mädchen Allg. — β. Üdsche Gas Neckn. derer von Kemp-Ödt, bekannt wegen G.zucht. — b. sachl. α. Göse Pl. graues Eisen mSieg. — β. gęntsχe aus dem Hinterviertel eines Kalbes herausgeschnittener Braten Saarbr-Völkl. — γ. G. un Has Pellkartoffeln Westerw (o. O.). — δ. lanzettblättriger Wegerich, plantago lanceolata Jül-Langend, Geilk-Übch. — ε. Geis, Pl. -sə das Laub von Rüben, Kohl, Runkelrüben, zusammengebunden u. bündelweise an die Wände zum Trocknen aufgehängt, im Winter als Viehfutter im Gebrei benutzt (veralt.) Sieg, MülhRh.
12575 Zeichen · 305 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    gansAdj.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    gans , Adj. nhd. ganz ne. whole (Adj.) Hw.: vgl. ahd. ganz Q.: W, S I.: Lw. ahd. ganz E.: s. ahd. ganz, Adj., ganz, gesu…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gansst. f.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gans st. f. , mhd. nhd. gans; mnd. gôs, gâs, gans, mnl. gans; ae. gós; an. gás. — Graff IV,220. kans: nom. sg. Gl 4,348,…

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GANSstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    GANS ( gen. gense, Gr. 1,676. 2,265. Graff 4,220 ) stf. gans. — vgl. gr. χήν, lat. anser für hanser. — auca gans sumerl.…

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gansAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    gans , Adv. Vw.: s. ganz (2) L.: Lü 109a (gans)

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Gans

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Die Gans , plur. die Gänse, Diminut. das Gänschen; ein im gemeinen Leben verschiedener Gegenden übliches Wort, einige…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gans

    Goethe-Wörterbuch

    Gans einmal -tz 1 Wasservogel a als lebendes (Nutz-)Tier, bes im Hinblick auf zugeschriebene Eigenschaften; mehrf im Ver…

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gans

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Gans (Anser) , bekannte Gattung der Schwimmvögel mit mehren Arten: Saat-G., wilde od. graue G., von der die zahme stamme…

  8. modern
    Dialekt
    Gans

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Gans , Gangs [Kàns Gebw. Su. Banzenh. Hlkr. Dü. Rapp. Mütt. Bf. Str. Hf. ; Kânts Heidolsh. ; Kâs Sulzern ; Kįs M. ; Ky…

  9. Sprichwörter
    Gans

    Wander (Sprichwörter)

    Gans 1. Alte Gans und alter Has' geben einen Teufelsfrass. – Kobell, 418. 2. Auch eine Gans gleitet wol einmal auf dem E…

  10. Spezial
    Gans

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gans (Anserinae) f. (-, Gänse) 1 ‹zool› alcia (alces) f. 2 (Kosename) ghira (-res) f. 3 ‹infant› tugla (-les) f. 4 (Schi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gans

258 Bildungen · 175 Erstglied · 80 Zweitglied · 3 Ableitungen

gans‑ als Erstglied (30 von 175)

Gansberg

SHW

Gans-berg Band 2, Spalte 1079-1080

Gansbraten

SHW

Gans-braten Band 2, Spalte 1079-1080

Gansbräter

SHW

Gans-bräter Band 2, Spalte 1079-1080

Gansbürzel

SHW

Gans-bürzel Band 2, Spalte 1079-1080

Gansert

SHW

Gans-ert Band 2, Spalte 1083-1084

Gansäugelchen

RhWBN

gans·aeugelchen

Gans-äugelchen n.: 2. jās:skə Pl.: Gerstenkorn = Webart bei Handtüchern MGladb , Mörs-Milling .

gansaffe

Lexer

gans·affe

gans-affe swm. si sint narren und gansaffen Renn. 4205.

gansar

Lexer

gan·sar

gans-ar swm. gänseaar. strebten als der gansar gein dem valken j.Tit. 4019. 4117.

gansart

DWB

gans·art

gansart , m. ganser, nebenform zu gansert ( vgl. ganshart): nun hat er ( der blinde ) ain gansart bei sich gehabt, der ist den merthail mit …

Gansbärbel

PfWB

gans·baerbel

Gänse-bärbel , Gans-bärbel f. : 'überaus große weibliche Person', Gänsbäʳwel [ RO-Falkst ]; vgl. Gans 2 b β , Gänsegeißel 2. —

gansblume

DWB

gans·blume

gansblume , f. chrysanthemis, chamaemelum luteum. Henisch 1349 . s. gänseblume .

Gansbord

RhWB

gans·bord

Gans-bord γanzə- Klev , Rees : Gänsesp., -bordə ein solches Sp. machen.

Gansbraten

Wander

gans·braten

Gansbraten Gausbrâd schall de best sîn, un Swînsbrâd is 't. – Mussäus, II, 120; Schiller, II, 6. Dann ist der Geschmack Walter Scott's ein i…

Gansbrot

RhWB

gans·brot

Gans-brot gęize- Saarbr-Malstatt n.: Blätter des Weissdorns.

gansbrust

DWB

gans·brust

gansbrust , f. oberd. für gänsebrust ( s. d. ): gleich einer gebratenen gansbrust. Platen (1847) 4, 25 .

gansbühel

DWB

gans·buehel

gansbühel , m. hügel mit der gänseweide darauf, oberd., z. b. in Augsburg ein alter Gansbühl Birl. 180 a .

gansch

DWB

gan·sch

gansch , gänsch , m. ganser, s. gans I, 4, c. II, 1, b, γ .

Ganschel

PfWB

gan·schel

Ganschel , ganschelig , ganscheln , ganschig s. Gautschel , gautschelig , gautscheln , gautschig .

gans als Zweitglied (30 von 80)

Weihnachtsgans

RDWB1

Weihnachtsgans f j-n wie eine ~ ausnehmen idiom. - обобрать кого-л.; ощипать / раздеть кого-л. как липку идиом. ; обобрать кого-л. до нитки …

algans

KöblerMnd

algans , Adv. nhd. gänzlich, ungeteil, ganz (verstärktes) Hw.: s. ālleganz E.: s. āl (2), ganz (1) L.: MndHwb 1, 55 (al[le]gans), Lü 11a (al…

al(le)gans

MNWB

alle·gans

al(le)gans , -ganslĩken , adv. , gänzlich, ungeteilt, algār ganz s. al.

altōgans

KöblerMnd

altōgans , Adv. nhd. gänzlich E.: s. altō, gans L.: MndHwb 1, 65 (altôgans)

bomgans

MNWB

bom·gans

bomgans bernecca” (Voc. Strals. ed. Damme).

brâtgans

MNWB

brat·gans

brâtgans gebratene Gans, Gänsebraten; de g. plücken rupfen. g. häufig in Bildern u. Rdaen.: (ge)plücket alse ên g., hîrümme lôpen de g.-e bā…

brentgans

DWB

brentgans , f. anas bernicla, it. branta, brenta, nnl. brentgans, engl. brentgoose. s. baumgans .

bruotgans

Lexer

bruot·gans

bruot-gans stf. gans in der brutzeit Gr.w. 3, 683. md. brûtgans Ssp. 3,51.

bōmgans

KöblerMnd

bōmgans , F. Vw.: s. bōmgōs

Êmber-Gans

Adelung

ember·gans

Die Êmber-Gans , plur. die -gänse, eine Art wilder Gänse, welche sich auf den Schottlands-Inseln aufhält, und von welcher man die unwahrsche…

erdgans

DWB

erd·gans

erdgans , f. wilde gans, fuchsgans, anas tadorna.

erndegans

KöblerMhd

ernde·gans

erndegans , st. F. nhd. „Erntegans“, Gans als Ernteabgabe Q.: WeistGr (1486) E.: s. ernde, gans W.: nhd. DW- L.: DRW

Flickgans

Adelung

flick·gans

Die Flickgans , plur. die -gänse, im gemeinen Leben, besonders Niedersachsens, eine halbe geräucherte Gans, in Thüringen eine Gänsebake; ent…

fuchsgans

DWB

fuchs·gans

fuchsgans , f. anas tadorna, die brandente, erdente. nnl. vossegans. der name, der dem thiere zukommt, weil es in fuchsbäue und kaninchenhöl…

grāgans

KöblerMnd

grā·gans

grāgans , F. nhd. Graugans Hw.: s. grāgōs E.: s. grā, gans (3) W.: s. nhd. Graugans, F., Graugans, DW 8, 2155? L.: MndHwb 1/2, 147 (grâgôs)

gugelgans

DWB

gugel·gans

gugelgans , f. , alberne gans, schelte: ich fürcht, dasz mir ein furz entwüsch, also lachen ich der gugelgans! N. Manuel v. 191 Bächtold. —

hagalgans

AWB

hagal·gans

hagalgans st. f. , mhd. nhd. hagelgans; mnd. hāgelgôs , mnl. hagelgans. — Graff IV,220. Alle Belege im Nom. Sing. hag-al-gans: Gl 3,29,31 ( …

hagelgans

DWB

hagel·gans

hagelgans , f. ahd. hagilgans ( Graff 4, 220 ), name für mehrere vögel; zunächst und am häufigsten für das wasserhuhn, fulica, die sonst auc…

hasalgans

AWB

hasal·gans

hasalgans st. f. — Graff IV,220. hasel-gans: nom. sg. Gl 3,29,17. 29. 37 (-gās); -gens: dass. 38/39; hasil-gans: dass. 36 ( 3 Hss. ); hesel-…

heergans

DWB

heer·gans

heergans , f. 1 1) der gemeine reiher, ardea cinerea. Nemnich 1, 433 ; der grünen, heergans, schwan, reiger und taubenfliegenden ... Venus. …

Ableitungen von gans (3 von 3)

ganse

DWB

ganse , gans , m. ganser, gänserich: vier gens und ain gansen ( acc. ). österr. weisth. 1, 294, aus Mittersill 15. jahrh.; die frawe von Nid…

verganse

BMZ

verganse swv. mache so einfältig wie eine gans. bistu an kunst veraffet und verganst Mügl. s. 28. G. hs.

vergansen

Lexer

ver-gansen swv. BMZ tr. dumm wie eine gans machen Mügl.