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schlafen

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
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14 in 13 Wb.
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Eintrag · Elsässisches Wb.

schlafen

Bd. 2, Sp. 451b
schlafen [lâfə Dehli.; lófə Fisl. Su. Geberschw. Co. Hf.; lûfə Dü. K. Z. Betschd. Bühl; lyofə M.; lôfə Gebw. Mütt. Bf. Lohr Wh.; lòfə Mühlhsn.; Part. klófə u. entspr. wie Inf., aber klóft W.] schlafen. ‘Mir wille emàl iwer der Sach schlàfe’ Dehli. JB. XI 61. Spw. ‘Wie me ’s Bett macht, e so schloft me’ Mü. Mat. 4, 69. Rda. Schlofen wie e Ratt fest schlafen Dü. Ingenh. JB. VII 196, e Ratz Hf., e Roller Dü., e Rolli, e Katz Gebw. Er schloft wie e Dachs Wh. ‘Uff so ’ne modest unn licht z’ Nachtesse schloft me wie ’ne Dachs’ Stöber Mäder 37. ‘Der schlàft wie e Haas mit uffene Aue’ Dehli. JB. XI 58. Schlofen wie e Has leicht und unruhig Dü. Grüsse vor dem Schlafengehn: Schlof guet! Antw. Jo, und du aüch! Witternh. Schlof guet und träüm nix Böses! — Jo, mir wëllen's eso machen! Rapp. Schlofet wohl! — Jo, ihr oüch! Gemar. Schlof wohl und ich ouch! Kingersh. Guet Nacht, schlof dich rund, dass de morn nit eckig bist! Ensish. Ungersh. Bühl Betschd. Beim Versteckspiel muss eines der spielenden Kinder so lange schlofen, d. h. mit dem Gesicht gegen die Mauer die Augen schliessen, bis alle andern Kinder ein Versteck gefunden haben Dü. U. ‘s Karlinel rueft: Ich schloof!’ Hirtz Ged. 172. Rda. E Blinzel schlofen ein wenig Wh.; s. auch Blinzen. Kein Auje voll schlofen können die ganze Nacht nicht schlafen können U. Wh. Kämpft einer sichtlich mit dem Schlafe, so sagt ein anderer aus der Gesellschaft: Im Jerri (o. ä.) brücht mer dato nit schlofen ze singen Z. Han. Über die Sitte des Schlafensingens für Neuvermählte s. JB. XI 170. ‘Es ist ein sprichwort: Wer nicht trinken kann, der soll ins bad gan; wer nicht beten, uff das mer; wer nicht schlafen, in die predig’ Geiler in Als. 1862, 159. ‘vnd gieng schlaffen’ ders. Narr. 32. ‘nochdem er sin notdurft geslofet’ Str. 15. Jh. Brucker 508. Anfang mehrerer Wiegenliedchen: ‘Schlof, Kindele, schlof!’ u. Var. Stöber Volksb. 1—5. Schlof, schlof, Buppele, schlof! Uf der Matte waiden d Schof, D schwarzen und die wissen, Wëllen min Büewele bissen. Nain, nain, nit eso: Len mir doch min Büewele gon! Lutterb. Schlof, Kindle, schlof, Din Vatter ist e Schof, Din Mueter ist e Trampeltier: Was kann ich armes King darfür! Hi. Schlof, Kindle, schlof, Der Vatter hüetet d Schof, Und die Mueter Lämmele, Schlof min hërzig Ëngele! ebd. Schlof, Kingele, schlof, Uf den Matten waiden d Schof, Zwai wisse und zwai rote, Sie wai min Kingele holen ebd.; für die zwei letzten Zeilen auch ff. Varianten: Zwai gële und zwai grüene, Ich weiss min Kingele niene — Zwai wisse und zwai gële, Sie wai min Kingele stëhlen — Zwai wisse und zwai schwarze, Sie wai min Kingele harzen ebd. ‘Schlàf, Kindel, schlàf, Din Vater hìet de Schaf, Din Mutter ist in Kaffeevisitt, Se brengt der ebbes Schéhnes mit’ Dehli. JB. XI 69. Kindergebet: In Gottes Namen schlofen gehn, Vierzehn Ëngler mit mir gehn: Zwei zu Kopfete, zwei zu Fuessete; Zwei uf der rëchten Sit, Zwei uf der linken Sit; Zwei duen mich decken, Zwei duen mich wecken, Zwei füehren mich ins heilige Paradis, Amen! Dü. — Basel 256. Bayer. 2, 507.
3196 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlafen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Schlafen , verb. irreg. neutr. mit dem Hülfsworte haben; ich schlafe, du schläfst, er schläft; Imperf. ich schlief; Mitt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schlafen

    Goethe-Wörterbuch

    schlafen auch -ff-, selten Großschr, PartPrät abgekürzt ‘gesch.’ T1,60,12 ; häufig (subst mask u fem) PartPräs, auch sub…

  3. modern
    Dialekt
    schlafen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    schlafe n [lâfə Dehli. ; lófə Fisl. Su. Geberschw. Co. Hf. ; lûfə Dü. K. Z. Betschd. Bühl ; lyofə M. ; lôfə Gebw. M…

  4. Sprichwörter
    Schlafen

    Wander (Sprichwörter)

    Schlafen 1. Beter is dôt geslapen, denn dôt gelopen. Lat. : Stertendo praestat quam cursu fata subire. ( Tunn., 192. ) 2…

  5. Spezial
    Schlafen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Schla|fen n. (-s) dormí m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlafen

28 Bildungen · 13 Erstglied · 10 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von schlafen 2 Komponenten

sch+lafen

schlafen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlafen‑ als Erstglied (13 von 13)

Schlafende

DRW

schlaf·ende

Schlafende, m., f. Person, die schläft; übtr.: Person, die ihre Rechte nicht rechtzeitig geltend macht vgl. schlafen (I) were es aber ... ni…

Schlafender

Wander

schlaf·ender

Schlafender 1. Allen schlaffenden ist nicht zu trawen; etliche beissen auch. – Petri, II, 6. 2. Den Schlafenden hungert nicht. 3. Des Schlaf…

schlafendig

DWB

schlaf·endig

schlafendig , adj. , weiterbildung des part. schlafend, gleicher bedeutung, vgl. schlafnig : der kauffman fiel zum fenster ab, und fiel den …

schlafen II

RhWB

schlafen II -ā:- = gehörig arbeiten s. schlaven.

schlafen III

RhWB

schlafen III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -f-, er -Eft u. --, –ō-, Part. gəšlf, u. hier u. da -šlft, –ō-, z. B. Ostertal; Mosfrk -…

schlafensstunde

DWB

schlafens·stunde

schlafensstunde , f. stunde des schlafens, schlafengehens: und am hause seine runde tritt der wächter gähnend an, rufet aus die schlafensstu…

schlafenszeit

DWB

schlafens·zeit

schlafenszeit , f. zeit des schlafens, zu schlafen. Alberus dict. d 4 a : ich wollte, es wäre schlafenszeit. Shakesp. Heinr. IV. 1, 5, 1; Sa…

Schlaf=entamtet

Campe

♁ Schlaf=entamtet , adj . u. adv . durch den Schlaf entamtet, von der Ausübung des Amtes befreit. Der schlafentamtete Richter — Baggesen.

schlafentziehung

DWB

schlaf·entziehung

schlafentziehung , f. entziehung des schlafs: durch lange schlafentziehung erkrankt zunächst das gehirn. Hamburger liter. u. krit. blätter (…

schlafenzeln

RhWB

schlafen·zeln

schlafenzeln -afęntsələ  vereinzelt LRip Aden-Nohn schw.: wiederholt klopfen, schlagen; das Blut des geschlachteten Schweines wird gesch…

schlafen als Zweitglied (10 von 10)

ausschlafen

DWB

aus·schlafen

ausschlafen , edormire, nnl. uitslapen. 1 1) intransitiv, ich habe recht ausgeschlafen; kam ich in ein lustigs wäldlein, worinnen ich mich n…

beischlafen

DWB

bei·schlafen

beischlafen , concumbere, nnl. bijslapen: ich bin auch ein sterblicher mensch, gleich wie die andern, und bin ein fleisch gebildet zehen mon…

beschlafen

DWB

beschlafen , somno occupare, capere, durch den schlaf, im schlaf bewältigen, gebildet wie ausschlafen, verschlafen, ein unsrer sprache eigen…

durchschlafen

DWB

durch·schlafen

durchschlafen , eine bestimmte zeit hindurch schlafen, niederl. doorslaapen. 1 1. untrennbar. er hat sein halbes leben durchschlafen. die ga…

einschlafen

DWB

ein·schlafen

einschlafen , obdormiscere, nnl. inslapen, vgl. entschlafen . 1 1) somnum capere: und er schlief wieder ein und im treumet abermal. 1 Mos. 4…

entschlafen

DWB

ent·schlafen

entschlafen , obdormiscere, ahd. intslâfan, mhd. entslâfen, nnl. ontslapen. 1 1) im eigentlichen sinn einschlafen. mhd. sie entsliefen beidi…

Torschlafen

DRW

torsch·lafen

Torschlafen, n. nächtliche Torwache (I) vgl. Torlegen, Torsitzen van dorslapende: weme de rad bevelet, vp den doren to slapende, de schal da…

überschlafen

DWB

ueber·schlafen

überschlafen , v. untrennb. verbindung. 1 1) eine nacht, eine zeit, ein ereignis ü., darüber hinschlafen, verschlafen: gar wenig nächt er üb…

verschlafen

DWB

versch·lafen

verschlafen , n. subst. infinitiv des vorigen: er winkte der alten dienerin, der ein solches verschlafen ihrer stets vor tag schon sich rühr…

Wohlschlafen

Wander

wohl·schlafen

Wohlschlafen 1. Schlaf wohl und lig übel, bîsst's di, so schitt's Grigel. ( Wallis. ) – Sutermeister, 11. 2. Schlaf wohl zu deiner Muetter, …

Ableitungen von schlafen (5 von 5)

beschlafen

DWB

beschlafen , somno occupare, capere, durch den schlaf, im schlaf bewältigen, gebildet wie ausschlafen, verschlafen, ein unsrer sprache eigen…

entschlafen

DWB

entschlafen , obdormiscere, ahd. intslâfan, mhd. entslâfen, nnl. ontslapen. 1 1) im eigentlichen sinn einschlafen. mhd. sie entsliefen beidi…

erschlafen

DWB

erschlafen , 1 1) intr. obdormiscere, entschlafen: und hub sein hend auf in den himel und sprach, nim mich aus dem kerker meines leibs, dein…

geschlafen

DWB

geschlafen , wie einfaches schlafen, mhd. geslâfen; er ( der kranke ) mag nicht geschlafen. Ortolf von Bayrland 16 b ; auf dem rucken eines …

verschlafen

DWB

verschlafen , n. subst. infinitiv des vorigen: er winkte der alten dienerin, der ein solches verschlafen ihrer stets vor tag schon sich rühr…