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Liegen

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Liegen ntr

Bd. 3, Sp. 128b
Liegen, v. unregelm. ich liege, du liegest oder liegest, er lieget oder liegt; unlängst verg. Z. ich lag, Mittelw. d. verg. Z. gelegen, Befehlw. liege. I) ntr. mit haben und sein, eigentlich, niedrig sein, von leg oder lege, niedrig. I dieser ursprünglichen Bedeutung kömmt es nur noch im Bergbaue vor, wo die untere Fläche eines Ganges das Liegende heißt; zum Unterschiede von dem Obern oder dem Hangenden. Es bedeutet jetzt gewöhnlich, auf seiner größten Fläche mehr oder weniger wagerecht ruhen, wodurch ein Körper allein ohne gänzliche Veränderung seiner Gestalt oder Verminderung seiner Masse niedrig wird; zum Unterschiede von stehen und sitzen. Auf der Erde, auf dem Rasen, im Bette liegen, darauf, darin der Länge nach sich befinden. Weich liegen, auf einem weichen Körper. Ih habe nicht bequem, ich habe hart gelegen; im O. D. ich bin gelegen. Auf der rechten Seite, auf dem Rücken, auf dem Gesichte liegen. Auf dem Strohe liegen, als Leiche. I Grabe liegen. Der Stein liegt gut, fest. Der Balken liegt hohl, berührt mit seiner großen untern Fläche nicht überall den unter ihm befindlichen Körper. »Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen.« Pred. 2, 3. Die Kleider liegen unordentlich über und durch einander. Ih ließ Alles liegen und stehen, und lief ihm freudig entgegen, d. h. ohne es vorher an Ort und Stelle zu bringen, ohne es in Ordnung zu legen oder zu stellen. I Bergbaue werden Kreuze, Schwingen  an dem Kunstgezeuge und in der Bewegungslehre überhaupt Räder  liegend genannt, wenn die Wellen derselben eine wagerechte Richtung haben. I gemeinen Leben wird der Begriff von liegen oft verwechselt, und liegen von Flächen gebraucht für, auf sich, in sich etwas das liegt enthalten. Das Feld liegt voller Steine, es liegen viele Steine auf demselben. »Der Weg lag voll Kleider.« 2 Kön. 7, 15. Der Kasten liegt voll Geld. Besonders von gewissen Arten zu liegen, in einem gewissen Zustande, oder auch, zu einem gewissen Zwecke liegen. Krank liegen, zu Bette liegen, krank sein und im Bette liegen, wofür man auch nur liegen gebraucht. Ih habe acht Tage liegen müssen. Am Fieber krank liegen. Auf den Tod liegen, tödtlich krank sein. I den letzten Zügen liegen, dem Tode ganz nahe sein. Ehemahls sagte man auch todt liegen, für erliegen, unterliegen, umkommen. Er muest vor Hunger liegen tot. Boners Fabeln. 42. I Wochen oder in den Wochen liegen, vollständig, in den sechs Wochen liegen, als Gebärerinn im Bette liegen, weil eine solche Person, wenn sie auch nicht so lange im Bette bleibt, sich doch so lange oder wenigstens einige Zeit inne hält und nicht ausgehet. † Sie ist gelegen, im O. D. sie ist in die Wochen oder in das Kindbett gekommen. — und siehe, das Vögelchen lag auf den Eiern Brütend — — — Voß. Bei einer Person liegen, oder ihr beiliegen, bei ihr zum Beischlaf im Bette liegen, sich mit ihr fleischlich vermischen. Auch wird liegen in seiner eigentlichen Bedeutung bildlich gebraucht. Schön ist der Friede! Ein lieblicher Knabe Liegt er gelagert am ruhigen Bach. Schiller. (R.). Х Auf der Bärenhaut liegen, der Faulheit fröhnen, nichts thun. Mit einem Andern unter Einer Decke liegen, mit ihm einverstanden sein, in Übereinstimmung handeln, von Handlungen, die unrecht sind, also einer Decke, der Verbergung gleichsam bedürfen. Oft sehen wir das nicht, was uns vor den Füßen liegt, was uns ganz nahe liegt, was wir mit leichter Mühe sehen und finden könnten. I weiterer Bedeutung gebraucht man liegen auch, eine Stellung zu bezeichnen, welche derjenigen, wenn man liegt, ähnlich ist. Auf den Knien liegen. Vor Ort liegen, im Bergbaue, liegend oder sitzend arbeiten. I Fenster liegen, mit den Armen sich auf die Fenstermauer oder das Fensterbrett stützen, weil man dabei eine gebückte Stellung hat. Besonders in der Fechtkunst, von verschiedenen gestreckten Stellungen, wobei der Körper sehr weit vorwärts gestreckt und gebeugt ist. I Vortheile liegen, ebenfalls in der Fechtkunst, eine vortheilhafte Stellung haben. I Anschlage liegen, das Gewehr in einer gestreckten Stellung zum Schusse an der Backe haben. So nennt man auch einen Dachstuhl, dessen Säulen schräg gestellt sind und also halb liegen, einen liegenden Dachstuhl. ◎ Liegende Schrift, welche schräg stehet, oben nach der rechten Seite etwas überhängt (Cursivschrift). C. Uneigentlich, wo der Begriff des Ruhens auf seiner größten Fläche mehr oder weniger verschwindet wird liegen überhaupt bloß für ruhen oder müßig dasein, oder auch schlechtweg nur für dasein mit verschiedenen Nebenbegriffen ge= braucht. Das Geld bereit liegen haben. Man muß das Geld nicht müßig liegen lassen, man muß es benützen, ausleihen  Einen guten Vorrath von Wein  liegen haben. Der Wein hat lange genug gelegen. Das Bier liegt auf dem Fasse, befindet sich im Fasse und im Keller, um aufbewahret zu werden. Es liegt mir auf der Brust, von Schleim in der Brust, den man als etwas Drückendes, Beschwerliches fühlt. Es liegt mir schwer auf dem Herzen, das Herz wird davon gleichsam sehr gedrückt, beklemmt. Liegende Gründe, unbewegliche Güter, besonders Äcker, Wiesen, Wälder, Gärten. Besonders von Gegenden, Stücken Landes, Städten, Dörfern, Häusern , wenn man auf ihr Verhältniß zu andern Gegenden, Städten  in Ansehung des Ortes oder Raumes, den sie einnehmen, Rücksicht nimmt. Die Stadt liegt zwischen Bergen. Der Berg liegt der Stadt gegen Abend. Die ganze Gegend lag ausgebreitet zu unsern Füßen, wir übersahen sie weit und tief unter uns von dem Berge, dem Thurme  aus. »Schwarz liegt das unabsehbare Meer vor uns« Geßner. Das Haus bleibt linker Hand am Wege liegen, der Weg führt rechts vor demselben vorbei. Die Augen liegen ihm vor dem Kopfe, sind weit hervorgetreten, ragen aus den Augenhöhlen hervor. Oft ist mit dem Nebenbegriffe der Ruhe auch der einer beträchtlichen Zeitdauer verbunden. Die Soldaten liegen im Felde, befinden sich im Feldlager. Es liegen in der Festung 5000 Mann, sie befinden sich darin als Besatzung. I Hinterhalte liegen, an einem Orte sich verborgen halten, um unvermuthet und von hinten jemand, besonders im Kriege den Feind zu überfallen. I Gefängnisse, in Ketten und Banden liegen. Nicht selten wird damit auch noch der Nebenbegeiff des Tadelnden und Verächtlichen verbunden. Imer über den Büchern liegen, sich immer mit denselben beschäftigen, beständig lesen, daraus lernen  Imer zu Hause liegen, immer zu Hause sein, nicht ausgehen. Х Den ganzen Tag im Weinhause, auf der Bierbank liegen, sich den ganzen Tag im Weinhause, Bierhause aufhalten. Einem auf dem Halse liegen, ihm durch zu lange Gegenwart beschwerlich fallen. Einem in den Ohren liegen, ihm unaufhörlich und auf eine beschwerliche Art dieselbe Sache sagen und wiederholen und dazu zu bereden suchen. Unterweges stille liegen, eine Zeitlang an einem Orte bleiben. Auf dem Wege liegen bleiben, nicht weiter fort können. Vor Anker liegen, mit dem Schiffe an einer Stelle, wo man es von den Ankern festhalten läßt, bleiben. Auch von den Schiffen selbst sagt man, sie liegen vor Anker, wenn sie von den Ankern an einer Stelle festgehalten werden. Der Acker liegt brache, man bauet ihn nicht, sondern läßt ihn ruhen. Eine Sache liegen lassen, sie nicht betreiben, nicht fortsetzen. So auch, eine Arbeit, einen Rechtsstreit  liegen lassen. Handel und Wandel liegt, wird nicht betrieben, findet keinen Fortgang. Woran liegt es denn, daß die Sache keinen Fortgang hat? was ist Schuld daran, was hindert den Fortgang derselben? ein uneigentlicher Ausdruck, der von dem Umstande hergenommen ist, daß, wenn eine Sache an einer andern liegt, an dieselbe stößt, sie in ihrer Bewegung aufgehalten wird. Es liegt einzig und allein daran , es findet nur daran Hinderniß  An mir soll es nicht liegen, oder an mir soll die Schuld nicht liegen, ich will es nicht hindern, ich will an der Verhinderung nicht Schuld sein. Ganz uneigentlich stehet es in folgender Stelle für gerichtet sein: »Ih höre das Schnauben deiner Nase, dein Blick liegt zur Erde.« Herder. Diese Nebenbegriffe verlieren sich oft auch mehr oder weniger, und liegen dient dann häufig überhaupt nur, einen gewissen Zustand, worin sich etwas befindet, zu bezeichnen. Es liegt mir in allen Gliedern, ich fühle Schmerzen, Unbehaglichkeit  im ganzen Körper. Ein Pferd liegt schwer oder hart in der Faust, wenn sein Leib sich vorwärts, sein Kopf zur Erde neigt. Das liegt mir noch immer im Sinne, ich kann es nicht vergessen. I Streit mit einander liegen, auch, wenn von einem Streite vor Gerichte die Rede ist, vor Gerichte liegen, einen langwierigen Streit mit einander haben. Sich immer in den Haaren liegen, sich immer raufen; dann, sich immer zanken, mit einander streiten, rechten. Das liegt vor Augen, liegt außer allem Zweifel, liegt am Tage, ist leicht zu erkennen oder einzusehen, ist nicht zu bezweifeln, ist offenbar oder bekannt, erwiesen. Der Unterschied liegt darin  »Die Gefahr einer ewigen Trennung — hier liegt das Schreckliche.« Weiße. »I der Mittheilung unsrer Begriffe an unsre Freunde liegt eine Seligkeit, die auch der hartnäckigste Einsame fühlt.« Zachariä. II) imp. daran liegen, wichtig sein, als wichtig betrachtet, erkannt werden. Es liegt viel, wenig, nichts daran. »Wem liegt daran?« Lessing. »Liegt was daran, was für eines Werkzeuges sich die Natur bedient, uns zu vernichten?« Sonnenfels. Den Bösen liegt daran, daß keine Gottheit wäre. Dusch. Es liegt mir an der Seele, am Herzen, es ist mir sehr wichtig. Auch mit Nennung der Sache im ersten Falle. »Ach das Geld liegt mir nicht an der Seele.« Gellert. Es ist nichts daran gelegen, es kömmt nichts darauf an, es ist nicht wichtig  An ihm ist nichts gelegen, man bedarf seiner nicht, er kann abkommen. — D. Liegen. S. auch die Lage.
9712 Zeichen · 136 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    LIEGEN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    LIEGEN s. ich LIUGE .

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    liegenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    liegen , st. V. Vw.: s. liggen (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Liegen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Liegen , verb. irreg. neutr. Imperf. ich lag; Mittelw. gelegen; Imper. liege. Es ist das Neutrum von legen, bekommt im H…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    liegen

    Goethe-Wörterbuch

    liegen gelegentlich Zusammenschr mit Adv, zB 25 1 ,64,14 , B27,298,3 u LA I 11,20,37 ; Bildung des Zustandsperfekts auch…

  5. modern
    Dialekt
    liegen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    liege n [lìakə S. bis sü. v. Co. ; liəkə M. ; lìaja Co. bis Bf. ; lìèjə Bisch. Z. ; lêjə K. Geud. ; leiə Wh. ; lîjə Str.…

  6. Sprichwörter
    Liegen

    Wander (Sprichwörter)

    Liegen 1. Allein liegen ist am besten. 2. Auff den, der unten liegt, soll man nicht sitzen. – Lehmann, II, 30, 42. 3. Be…

  7. Spezial
    liegen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    lie|gen vb.intr. 1 (in waagrechter Lage sein, sich in waagrechter Lage befinden) sté (ester) ponü 2 (aufliegen, sein, si…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit liegen

144 Bildungen · 17 Erstglied · 121 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von liegen 2 Komponenten

lie+gen

liegen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

liegen‑ als Erstglied (17 von 17)

liegenbleiben

RDWB1

liegen·bleiben

liegenbleiben оставаться / остаться лежать, оставаться / остаться в постели, не вставать / не встать с постели тепреть / потерпеть аварию ус…

liegend

FWB

1. ›unterhalb eines nicht senkrechten Erzganges liegende, gleichsam den Boden des Ganges bildende erzführende Gebirgsmasse‹; vgl. am ehesten…

Liegende

Campe

Das Liegende , — n, Mz . u. s. Liegen I ).

Liegendes

Meyers

liegen·des

Liegendes , das Gestein, auf dem ein andres unmittelbar aufruht; vgl. Hangendes.

liegenheit

DWB

liegen·heit

liegenheit , f. art wie eine sache liegt, sachlage: Stilling wuszte die geheime liegenheit der sache. Stillings jugend 2, 147.

liegen II

RhWB

liegen II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk laiə, –ęi-, dau lais, er lait (-ęi-); lairər (liegt er); Mosfrk lę·i.ə(n), dou leis, er leit; di…

liegenlassen

GWB

liegen·lassen

liegenlassen knapp zwei Drittel der Belege in Briefen 1 etw (unverändert) an (s)einer Stelle belassen, zurücklassen; ‘jdn für tot liegen las…

liegenschaft

DWB

liegen·schaft

liegenschaft , f. neueres wort für liegendes gut (liegen II, 18, a ): bei einer vermögenssteuer hätte nur, wer sonst für zehntausend asse au…

Liegenschaften

Meyers

liegen·schaften

Liegenschaften , soviel wie unbewegliches Vermögen, daher Liegenschaftsabgabe etc. Vgl. Grundstück.

liegenschaftlich

DWB

liegenschaft·lich

liegenschaftlich , adj. : das steigen der liegenschaftlichen werthe in hiesiger stadt. Frankf. journ. v. 1. märz 1872.

Liegenschaftsrecht

Meyers

liegenschaft·s·recht

Liegenschaftsrecht , der Inbegriff der gesetzlichen Bestimmungen, die den Verkehr mit Grundstücken betreffen. Vgl. Grundbücher, S. 448.

liegenstrāfe

KöblerMhd

liegen·strāfe

liegenstrāfe , st. F. nhd. „Liegenstrafe“, Strafe für Lüge Q.: WeistGr (1387) E.: s. liegen (1), strāfe W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1906 (li…

liegen als Zweitglied (30 von 121)

hōchvliegen

KöblerMhd

*hōchvliegen , st. V. nhd. „hochfliegen“, hoch fliegen E.: s. hōch (1), vliegen W.: nhd. DW-

Anliegen

RDWB1

Anliegen n (kein Bezug zu "класть" oder "прилегать") надобность, надобно, важно Was ist sein Anliegen? - Какая у него надобность? es war mir…

Erliegen

RDWB1

Erliegen n см. RDWB1 erliegen

abe erliegen

MWB

abe erliegen stV. ‘jmdm. etw. durch Lügen abgewinnen’ wes lânt ir iuch gerne tôren triegen, / die mit ir valsche rîlich guot iu kunnen abe e…

abe liegen

MWB

abe liegen stV. ‘etw. von jmdm. durch Lügen erlangen, ihm abgewinnen’ die ligent den liuten ir habe / mit ungetriwen eiden abe StrKD 166,145…

abfliegen

DWB

abfliegen , avolare, nnl. afvliegen, wegfliegen: der vogel ist vom neste, dache abgeflogen. der pfeil von der sehne. der hut flog ihm vom ko…

abliegen

DWB

abliegen , diffiteri, bei Luther noch richtig geschrieben statt des heutigen ablügen, ableugnen: du wirst mir auch nicht abliegen das buch, …

abvliegen

KöblerMhd

abvliegen , st. V. Vw.: s. abevliegen

ane erliegen

MWB

ane erliegen stV. ‘jmdm. durch Lügen, Täuschen etw. zufügen’ ê dô der ungehiure man / die stangen hæte wider gezogen, / dô hæte im Tristan a…

ane liegen

MWB

ane liegen stV. 1 mit Akk.d.P. ‘jmdn. verleumden, Unwahres über jmdn. verbreiten’ 2 mit Akk.d.S., hier als Part.-Adj. ‘erlogen, zu Unrecht z…

ane vliegen

MWB

ane vliegen stV. ‘auf etw./jmdn. zufliegen’ dich uloͮch an manich geschoz GenM 113,27; alhie vlouc sper unde sper, / ros unde ros, man unde …

ane erliegen

Lexer

ane·erliegen

ane erliegen BMZ einem etw. es ihm heimlich, durch einen kniff beibringen Trist. ;

ane liegen

Lexer

ane·liegen

ane liegen BMZ trans. auf einen lügen, über ihn lügenhaftes aussagen Freid. Chr. 5. 306,16. 307,1. 27. 28 ;

anevliegen

KöblerMhd

ane·vliegen

anevliegen , st. V. nhd. „anfliegen“, zufliegen Q.: BvH, GenM (um 1120?), KvWLd, Trist E.: s. ane, vliegen (1) W.: nhd. anfliegen, st. V., a…

anfliegen

DWB

anfliegen , advolare, nnl. aanvliegen, herzufliegen: der storch fliegt an; der adler fliegt gegen die sonne an; die sperlinge kommen haufenw…

anliegen

DWB

anliegen , im 16 jh. noch oft und richtig geschrieben für anlügen, was m. s.

auffliegen

DWB

auf·fliegen

auffliegen , evolare, nnl. opvliegen, in die luft fliegen: alle vögel fliegen auf; der pulverthurm ist aufgeflogen; das haus muste im feuer …

ausfliegen

DWB

aus·fliegen

ausfliegen , evolare, nnl. uitvliegen: liesz einen raben ausfliegen. 1 Mos. 8, 8 ; der guckuk wolt ausfliegen. Uhland 44 ; er ist sein tag v…

ausliegen

DWB

aus·liegen

ausliegen , in mehrfachem sinn, 1 1) ausliegen, jacendo praestantius fieri: der wein liegt lange aus, ausgelegner, ausgelagerter wein. 2 2) …

befliegen

DWB

befliegen , volare aliquo, volando attingere: der nie beflogne gipfel. Haller; voll neun tage beflogen das heer die pfeile des gottes. Bürge…

beliegen

DWB

bel·iegen

beliegen , jacere, kommt heute fast nur im part. belegen ( sp. 1442) und im inf. neben bleiben vor ( wie hängen, behangen, haften bleiben), …

bevliegen

Lexer

be-vliegen stv. III. BMZ fliegend bedecken Karaj.

Beyliegen

Adelung

bey·liegen

* Beyliegen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Liegen ,) mit dem Hülfsworte haben, zur Fortpflanzung seines Geschlechtes bey einer Person lie…

brachliegen

Pfeifer_etym

brach·liegen

Brache f. ‘unbestellter Acker’, auch ‘Zeit des Unbebautseins’. Ahd. brāhha ‘Umbrechen, erstes Pflügen des Ackers’ (Hs. 12. Jh.), mhd. brāche…

Dahérfliegen

Campe

daher·fliegen

△ Dahérfliegen , v. intrs. unregelm. ( s. Fliegen), mit sein, sich fliegend nahen. »Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher.« 2 Sam. 22, 1…

daliegen

DWB

dal·iegen

daliegen , vor augen liegen, sich zeigen, mein herz liegt offen da vor dir und ihm Schiller 443 a . die welt und ihr geräte liegt schon lang…

Ableitungen von liegen (6 von 6)

beliegen

DWB

beliegen , jacere, kommt heute fast nur im part. belegen ( sp. 1442) und im inf. neben bleiben vor ( wie hängen, behangen, haften bleiben), …

entliegen

RhWB

ent-liegen: əntlE:jə Part. abgelegen; e e. Dörpche; he wonnt e. nach dem Nhd. MüEif .

erliegen

DWB

erliegen , fatiscere, deficere, succumbere, niederliegen, unterliegen, liegen bleiben, ahd. arligan, irligan, mhd. erligen; part. praet. ahd…

geliegen

DWB

geliegen , lügen, mhd. geliegen, noch im 16. jh.: es ist doch schand und büberei, dasz man also geliegen mag. Alberus Es. 30 b .

verliegen

DWB

verliegen , verb. durch liegen schaden nehmen, schaden bringen. mhd. verligen, mnd. vorliggen, ahd. farligan, ags. forlicgan. die bedeutung:…

zerliegen

DWB

zerliegen , verb. , durch beständiges liegen die lagerstätte verderben, abnutzen: polster, die ... zerlegen und zersessen waren Gutzkow ritt…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „liegen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/liegen/campe?formid=L03174
MLA
Cotta, Marcel. „liegen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/liegen/campe?formid=L03174. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „liegen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/liegen/campe?formid=L03174.
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