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leder

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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23 in 20 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

leder n.

Bd. 12, Sp. 489
leder, n. corium. ahd. ledar, mhd. leder; alts. lethar (aus dem adjectiv litharîn nur zu schlieszen, nicht belegt); niederd. ledder, niederl. leder leêr; ags. leðer funis, lorum, corium, engl. leather; fries. lether, leither, leder; altnord. leðr, schwed. läder, n. læder und lær. im gothischen ist das wort nicht bezeugt, doch gewis vorhanden gewesen (jedenfalls in der form liþr), so dasz es über alle deutsche stämme gleichmäszig reichte. aus den urverwandten sprachen ist beigebracht altir. loathar pellis (Ebel in Kuhns beiträgen 2, 176), doch zweifelnd, da die vocale abweichen; weitere vergleiche entgehen. leder bezeichnet 11) die thierhaut, sofern sie durch gerben zugerichtet wird. man unterscheidet das rohe leder von dem garen leder: so lange die häute noch nicht bereitet sind, werden sie rohes leder genannt. Jacobsson 6, 431a; das leder ist gar, wenn es völlig fertig gegerbet ist. 2, 16a; seine schuh von halbgahrem leder. Möser patr. phant. 1, 39; sämisches leder, fettgares; dann nach der farbe die es beim gerben bekommt, schwarzes, weiszes, rothes leder: einiges leder wird roth und schwarz gegerbet, als das sohl-, pfund- und geschmierte leder; einiges weisz als der juchten, englisches und deutsches kalbleder; nach den ländern und ihrer verschiedenen art zu gerben: englisches, schwedisches, dänisches, russisches, deutsches, französisches u. s. w. leder; türkisches leder, saffian; maroquinleder, corduanleder; kniestifel ... vom preusischen leder. Garg. 146b; nach dem dienst den es leistet: sohlleder oder pfundleder, oberleder, schuhleder, handschuhleder u. dergl.; nach den thieren von denen es kommt: wildleder, zahmleder, und dann rindleder, kalbleder, schweinsleder, rossleder, schafleder u. s. w.; denken sie, dasz meine haut elephantenleder ist? Lessing 8, 195. es heiszt leder bereiten, zubereiten, gar machen, gerben: das läder gärwen, oder zuobereiten, perficere coria Maaler 260a; ein gegenstand ist von leder, aus leder: er trug ein wamms von leder und einen jägerhut. Uhland ged. 370. das leder ist zähe; daher zähe sein wie leder; unterdessen freilich schmeckt dieser grashecht sehr zähe und fast wie leder. Immermann Münchh. 2, 55. leder als stoffname entbehrt des plurals, auszer in der kaufmännischen sprache: an einigen orten tritt oft ein ganzes amt von lohgerbern zusammen, und kaufen eine grosze menge von solchen rohen ledern weg. dergleichen thun auch oftmals die schuster, und lassen solche rohe leder nachmals gerben und gar machen. Jacobsson 6, 431a. 22) leder in sprichwörtern und diesen ähnlichen redewendungen. fone demo limble so beginnit ter hunt leder eʒʒen. Müllenhoff u. Scherer no. 27, 2; an riemen nagen lernen die hunde leder fressen. Pistorius thes. par. 7, 71; also besorge ich mich hie auch, der hund möchte an den leplin lernen ledder fressen. Luther 5, 237b; denn wie gerne sie das ledder fressen wolten (wenn sie könden), zeigen sie offentlich damit an, das sie die leplin so girig verschlingen. 6, 16a; läszt man ihm das läpplin, so wird er fortan lernen das ledder fressen. briefe 5, 553; aber es gehet, wie man sagt, wenn man dem hunde zu wil, so hat er das ledder gefressen. werke 6, 316a; der hunt hât ledder vreʒʒen, sô man dienstes wil vergeʒʒen. Freidank 138, 17; swer triuwen und dienstes wil vergeʒʒen, der sprichet, sîn hunt hab leder geʒʒen. Renner 18365; Hans, der hund, den hängen man wil, hat leder gefressen. Voss 2, 28; von geschmiertem leder scheiden die hunde nicht gern. Simrock sprichw. s. 333; schlimmes leder, schlimme schuhe. ebenda; man soll das leder nicht stehlen, und die schuh um gottes willen geben. Pistorius thes. par. 6, 16; aus fremdem leder ist gut riemen schneiden. 75; guot ist usz anderer lüten läder vil breiter groszer riemen schniden. trag. Joh. B viij; ich müszte viel leders haben, solt ich einem jglichen sein maul zu kneufeln. Luther 3, 137b; es ist alles eines leders, unum et idem est, nihil distat. Stieler 1106; betracht das du selber bresthaftig bist, wan du zuo einem sprichst, du schalk, du dieb, du hur, und desz gleichen, und du böser bist, oder doch gleich des leders. Keisersberg nd. des munds 38a; wan an dem griff sind älleu weib des einen leders, wie mans treib. ring 19c, 26. 33) leder, von mancherlei aus leder bereiteten gerätschaften, kleidungstheilen: dar zuo zwei vil dickiu leder vür diu schinebeine. Neithard 84, 25; lederner überzug des schildes: (donner und blitz) tosloch des koninges swert und schilt und toch dat ledder an dem schilde to samene als einen budel. d. städtechron. 7, 108, 19; leder an der pompe, calceus siphonis Stieler 1106; schuhmacher, hutmacher, riemer, sattler tragen bei der arbeit ein leder, handleder, vgl. theil 42, 401; scutale, schildleder, das leder an der schleuder, darein man den stein leget. Kirsch cornuc.; leder, die lederne wagendecke: ein bedienter .. kam die breiten stufen hinunter, bis an den wagen. sie werden schon lange erwartet, sagte er, indem er das leder aufschlug. Göthe 20, 153; leder auch vom ledernen zaum: wie stand dein zelter mährengleich und trübe, als ihn dein leder fest noch hielt am baum! Freiligrath dicht. 6, 204 (how like a jade he stood, tied to the tree, servively mastered with a leathern rein. Shakesp. Venus u. Adonis); leder, ein stück riemen, beim pferde statt eines haarseils für ein fontanell angewendet: einem pferde ein leder legen. Adelung. 44) namentlich heiszt leder, arschleder (theil 1, 567), berg-, erz-, fahr-, grubenleder das halbrund geschnittene leder, welches von den bergleuten um die hüfte geschnallt nach hinten getragen wird. Veith bergwb. 29. 321; unterschieden ist der bergmann vom leder (oder nach dem leder), der praktisch ausgebildete, vom bergmann von der feder (nach der feder), dem nur theoretisch gebildeten, besonders dem bergbeamten der schreiberdienste versieht (ebenda 80), und dieser ausdruck kommt in allgemeinere verwendung: leider ist dieses jetzt das allgemeine staatsübel, wenn der wehrstand, er sei nun vom leder oder von der feder, besonders wo demselben das heirathen erlaubt wird, mit weibern und kindern den nährstand überwiegt. Möser patr. phant. 2, 246; dasz einige einwohner einer stadt, sie mögen sich nun von der feder oder vom leder nähren, sich zur bühne geschickt machen, und für einen mäszigen jährlichen nebenverdienst ihren mitbürgern etwa die woche zweimal das vergnügen eines schauspiels geben sollen. 261; der landwirth, der handwerker, der fabrikant, die leute von der feder wie die vom leder, welche von allen enden der erde herbeikommen, sie sehen und hören (bei der weltausstellung), jeder in seinem fache neues, nachahmenswerthes. Frankf. journal vom 4. mai 1873; sprichwörtlich: viel bergleute, viel arschleder (viel köpfe, viel sinne). Simrock sprichw. 48; einem auf dem arschleder sitzen, auf dem leder sitzen, ihn bei seiner arbeit fortwährend streng beaufsichtigen. Veith 29. 321. 55) leder, die lederne schwertscheide, in den festen verbindungen vom (älter blosz von) leder ziehen, zucken, rucken u. ähnl.: und zeuch denn von ledder, und schlahe drein in gottes namen. Luther 3, 330a; mancher zückt oft das schwert und zeuchts nicht vom leder. Lehmann 153; der häscher wolte gleichfalls vom leder ziehen. Chr. Weise kl. leute 221; wir zohen fast zu gleicher zeit vom leder. Felsenb. 1, 47; daraus entstand nun bald unwille, hader und streit; wir zogen vom leder, und ich ward mit mehreren wunden halbtodt nach hause getragen. Göthe 23, 79; wir (Deutsche) ziehen in büchern keck vom leder und zeigen, wo uns das herz sitzt. J. Paul dämmer. 35; sie zogen all vom leder, allein der schulze nicht: der nam ein ofenkrücke und wert sich wunderlich. Uhland volksl. 653; ho, Schweizer, kotz kreuz, zeuch von leder. Weckherlin 526; der ritter zieht von leder, geht auf den riesen zu. Rompler 105; auf solche wort zuckt Zuckdendilen von leder, und durchstach den Schnaderentinger gleich ob der linken brust. Garg. 264a; aber sie zuckten gar bald jhre schwerdter von leder und fochten ritterlich. b. d. liebe 22a; ruckt sein lang Schweizer schwerdt von läder. Kirchhof wendunm. 262a; da ich das sah, kam ich meinen knechten zu hilf und sach, das ainer von leder gewann. Zimm. chron. 2, 291, 23; Unfalo sprach: herr steht ab drat zu füszen von euerem pferd, gewinnt von leder eur gut schwert. Theuerd. 38, 50; damit gieng es vom leder. pol. stockf. 286; so kompts von worten zu den streichen, wo einr den andern mag erreichen. und stoszen denn die tafel umb, das jeder baldt von leder kumb. grobianus (1568) E 6a (b. 1, cap. 8); aber der edle Florens war auch nicht faul, sondern mit seinem schwerdt bald von leder, und wehret sich. buch der liebe 21d; die traten zu mir in des Diezen herberg in die stuben und wolten mich fangen, ich dem nechsten vom leder und mit der wehr heraus, da schnapten sie wieder hinder sich. Götz v. B. 152; schwert gegen schwert vom leder, doch feder gegen feder. Bürger 93a; ruft der junge rottenmeister: schwert vom leder! spiesz herbei! Uhland ged. 378. 66) leder, für haut, ist, auszer im folgenden falle (no. 7) selten; von der schwimmhaut: die vögel, die leder habent zwischen den vingern, sam diu gans hat. Megenberg 165, 24; von dem trommelfell im ohre: folglich musz der pauken leder, das darinnen (im ohre) ausgespannt, von der luft nicht sein getroffen. Brockes 2, 350. 77) wol aber wird oft in derber rede die haut des menschen ein leder genannt: mhd. der selbe bûr der hât ein swert, eʒ ist eins ganzen pfundes wert; er streich eim in daʒ leder vert, er ime gewert ein wunden lang als ellen. minnes. 3, 306, 3 Hagen; nhd. der alten Deutschen jhr papier war jhres feindes leder, der degen war die feder, mit blute schrieb man hier. Logau 3, 46, 39; wär ich doch auf Veltens diele, schatz, für dich ein bündel stroh! nagt ich, ach! mit süszem spiele dir dein leder als ein floh! Hölty 207 Halm (bettlerode); einem das leder gerben, ihn derb prügeln: man hat ihm das leder gegerbet, latera ejus pugnis oneraverunt. Stieler 1106; einem das leder gerben, verberare aliquem fuste, virgis caedere, als einem knab, der die ruthe bekommen, und auf rothem leder sitzt. Frisch 1, 593a; was nützt der ganze kram gelehrter hudelei? es riecht so bürgerlich, um den Donat zu fassen, sich vom Orbilius das leder wetzen lassen. Günther 374; wer ein ganz leder und gesunde caldaunen behalten will, der versündige sich gegen meine befehle nicht. Chr. Weise comöd. 20; herr marschall, was haun wir das leder uns wund? Bürger 81b; einem hinter das leder wischen, kommen, ans leder gehen, wollen: es juckt ihn die haut, man musz sie jm gerben, man musz jhm mit eim eichenen flederwisch die leusz abstrelen, man musz jm hinders leder wischen. Garg. 194b; bisz man einander hinder das leder kompt und die fell zerreist. Simpl. 4, 389 Kurz; also dasz der schulmeister keinem von solchen (knaben) ans leder kommen konnte. 1, 427; da .. uns nicht nur die churbayerische .. sondern auch die spannische ans leder wolten. 3, 234; weil itzo so mancher grammaticalischer muszquetirer mir an das leder will. Schuppius 604; es geht über dein leder, de tuo luditur corio. Stieler 1106; wenn ich ihm nicht leib und seele breiweich zusammendresche, alle zehen gebote .. aufs leder schreibe, dasz man die blaue flecken bei der auferstehung der todten noch sehen soll .. Schiller cab. u. liebe 2, 4; sein sie doch kein haase und stoszen sie ihm derb aufs leder. J. Paul Tit. 1, 120; und wenn der tolle Franzose kömmt, so schieszen wir ihn aufs leder. Soltau volksl. 517 (von 1691); er fürcht sich seines leders, de cute sua est sollicitus. Stieler 1106 (vgl. sich seiner haut fürchten theil 42 sp. 703); er geht mir aufs leder, in ventrem mihi insilit. Serz 88b; der fried ist, wie man sagt, jetzunder in der feder; der krieg liegt aber noch dem bauer auf dem leder. Logau 1, 179, 57; im gegentheil stümmete er heimlich wiederum den capitain Reston, dasz er und die andern officiers dem Oegneck brav aufs leder saufen möchten, damit er satt bekäme. irrgart. d. liebe 354; allein da ihm .. immer ein pocal nach dem andern aufs leder getrunken wurde. westph. Robinson 43; das leder ums maul, von dem mundwerk der weiber: dieses sagen wil man wehren weil das leder wehrt ums maul, dann zum sagen und zum plaudern sind die weiber selten faul. Logau 2, 33, 18; niederd. van ledder teen nicht nur den degen ziehen (oben 5), sondern auch die kleider ausziehen. brem. wörterb. 3, 33; ebenso düringisch den rock vom leder ziehen. 88) leder, derbe bezeichnung einer weibsperson (vgl.haut no. 9 sp. 709): das ist mein seel garstig von dem alten leder. Siegfr. v. Lindenberg 2, 106; hingegen, sagt mir nun, was nützt ein solches leder, das eselshaut beschämt und noch die kräuter-bäder an faulheit übertrifft, das schweisz und arbeit flieht, und lieber in ein buch als in die küche sieht? Günther 978. 99) englisch leder, ein geköperter, dichter und ganz fester baumwollenzeug. Schedel waarenlex. 1 (1834) 365a. vergl. lederleinwand, lederlinnen.
13037 Zeichen · 220 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    LËDERstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    LËDER stn. leder. ahd. lëdar Graff 2,203. — MS. 2,76. b. steht leider und Maßm. denkm. 146. a. reimt mæder. swarz sam ei…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lēder

    Mittelniederdeutsches Wb. · +2 Parallelbelege

    ~lēder Hopfenauflader , -arbeiter. —

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lêder

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Lêder , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, ut nom. sing. die zubereitete oder gegärbte Haut …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Leder

    Goethe-Wörterbuch

    Leder 1 (gegerbte) Tierhaut a als Rohstoff zur Weiterverarbeitung Dem Hauptbedürfnis an Schuhen und Stiefeln wurde dadur…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Leder

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Leder , die durch Gerben verarbeiteten Thierhäute, s. Gerben.

  6. modern
    Dialekt
    Lëder

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Lëder [Látər S. O. Bf. Uttenh. ; Latər U.; Lætər Str. W. ] n. 1. Leder. Rda. Uf s L. gë be n durchprügeln ( früher trug …

  7. Sprichwörter
    Leder

    Wander (Sprichwörter)

    Leder 1. Altes Leder will viel Schmiere. Dän. : Gammel lædder vil have meget smøre. ( Prov. dan., 371. ) 2. Am leder ler…

  8. Spezial
    Leder

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Le|der n. (-s,-) 1 (grobe gegerbte Tierhaut) coran (-s) m. 2 (feinere gegerbte Tierhaut) pel (pels) f. 3 ‹sport› (Fußbal…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leder

411 Bildungen · 318 Erstglied · 90 Zweitglied · 3 Ableitungen

leder‑ als Erstglied (30 von 318)

Lederapfel

SHW

Leder-apfel Band 4, Spalte 229-230

Lederbelle

SHW

Leder-belle Band 4, Spalte 229-230

Lederbirne

SHW

Leder-birne Band 4, Spalte 229-230

lederblind

SHW

leder-blind Band 4, Spalte 229-230

Lederdecke

SHW

Leder-decke Band 4, Spalte 229-230

Ledereimer

SHW

Leder-eimer Band 4, Spalte 229-230

Lederfett

SHW

Leder-fett Band 4, Spalte 229-230

Lederfritz

SHW

Leder-fritz Band 4, Spalte 229-230

Ledergurt

SHW

Leder-gurt Band 4, Spalte 229-230

Lederhelm

SHW

Leder-helm Band 4, Spalte 231-232

Lederhose

SHW

Leder-hose Band 4, Spalte 231-232

Lederhut

SHW

Leder-hut Band 4, Spalte 231-232

Lederkappe

SHW

Leder-kappe Band 4, Spalte 231-232

Lederlack

SHW

Leder-lack Band 4, Spalte 231-232

Lederleine

SHW

Leder-leine Band 4, Spalte 231-232

Ledersack

SHW

Leder-sack Band 4, Spalte 231-232

leder als Zweitglied (30 von 90)

Abdêckerlêder

Adelung

abdecker·leder

Das Abdêckerlêder , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. dasjenige Leder, welches von dem Abdecker dem gefallenen Viehe a…

Alaunlèder

Adelung

alaun·leder

Das Alaunlèder , des -s, plur. inusit. bey den Lederarbeitern, weißgares Leder, oder solches, welches mit Alaun und Salz gar gemacht worden.…

alleder

Idiotikon

alle·der

alleder Band 1, Spalte 170 alleder 1,170

arschleder

DWB

arsch·leder

arschleder , n. succinctorium fossorum in fodinis, unanstöszige benennung des leders, das die bergknappen bei ihrer arbeit anschnallen.

beddekleder

KöblerMnd

beddekleder , N. Vw.: s. beddeklēt*

bergleder

DWB

berg·leder

bergleder , n. subligaculum e corio nates tegens, arschleder; figürlich, da Luigi sich gegen die bilder kehrte, und die vorhänge oder bergle…

blendleder

DWB

blendleder , m. blende am pferdezaum, augenhut.

Bulle (der)

Wander

bull·eder

Bulle (der) 1. Bulla, währ di, Oessa stött di. ( Ukermark. ) Bulle, wehr' dich, der Ochse stösst dich. Man will damit dem Angegriffenen sage…

Daumenlêder

Adelung

daumen·leder

Das Daumenlêder , des -s, plur. ut nom. sing. ein Ring von starkem Leder, welchen die Schuster an dem Daumen der rechten Hand haben, den Dra…

Edle (der)

Wander

edle·der

Edle (der) Der Edle zürnt nicht lange. – Simrock, 1773. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Des Edeln Worte und Thaten klingen nach Jahren wieder.

Faule (der)

Wander

faul·eder

Faule (der) 1. Biss ein fauler die feder schneid und das Papier bricht, hat ein rüstiger schon einen brief gefertigt. – Petri, II, 46. 2. Bi…

Flêcklêder

Adelung

fleck·leder

Das Flêcklêder , des -s, plur. inus. starkes Roß- und Ochsenleder, welches zu Sohlen und Flecken an den Absätzen gebraucht wird.

G(e)fleder

Idiotikon

G(e)fleder Band 1, Spalte 1173 G(e)fleder 1,1173

gaganleder

KöblerAhd

gagan·leder

gaganleder , st. N. (a) nhd. „Gegenleder“, Auslauf des Sattelbogens, Teil des Sattelzeuges ne. leather on the opposite side ÜG.: lat. (supra…

garleder

DWB

gar·leder

garleder , n. weiszgares leder, vom weiszgerber gegerbtes, im unterschiede vom lohgaren oder rauchleder. Adelung.

gegenleder

DWB

gegen·leder

gegenleder , n. epirhedium, gegenleder vel tasche. Dief. 204 c (15. jahrh. ); vgl. Lexer 1, 780 mhd. gegenleder am gesattelten pferde; mnd. …

grasleder

DWB

gras·leder

grasleder , n. , eine algengattung des süszwassers, deren lange, dünne fäden leicht verfilzen und beim eintrocknen eine lederähnliche masse …

handleder

DWB

hand·leder

handleder , n. leder welches handwerker wie schuhmacher, hutmacher, riemer, sattler bei der arbeit um die hände tragen, zum schutze gegen ve…

hühnerleder

DWB

huhn·er·leder

hühnerleder , n. bei den gerbern ein zartes ziegenleder zu handschuhen und fächern. Jacobsson 2, 292 b . vgl. oben hühnerfleisch.

Ableitungen von leder (3 von 3)

geleder

DWB

geleder , n. lederwerk: alle ander geledder, daʒ man ûszewendig in dy stad brenget der zollunge, is sŷ rôe ader gar .. Ortloff rechtsqu. 1, …

verlëderen

ElsWB

verlëdere n 1. verprügeln allg. 2. einen beim Spiel ausziehen. Gestert hä ben m i r Karte n s g e spi e lt, awer d andere n hä ben mi ch eso…