Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gesinnung f.
gesinnung , f. in der heutigen anwendung ziemlich neuen ursprungs; aber schon mnd. gesinnunge, das ansinnen, begehren, als ableitung vom verb. gesinnen nr. 3. 1 1) die besinnung, das bewusztsein, vgl. gesinn : dasz mir glei d' gsinnung ganz vergeht. K. Stieler habts a schneid 90 . 2 2) die art wie jemand gesinnt ist, sowol im einzelnen falle wie als charaktereigenschaft, vgl. das verb. gesinnen 6 und das subst. gesinnen 3: der könig hat schon seine gesinnung hierüber blicken lassen. Göthe 57, 154 ; seine gesinnung ändern. Adelung ; doch meinen abscheu, meine innerste gesinnung hab ich tief ver…