1BANK f. älter (ursprüngl.) auch mask. überwiegend stark flektiert, gelegentl. auch schwach. bis ins 18. jh. auch unumgelauteter plur. banke.
mhd. im gen. u. dat. sg. auch umlautend benk.
ahd. mhd. banc,
mnl. banc, banke,
as. mnd. nnl. bank,
afrs. benk, bank,
ae. benc,
ne. bench,
an. bekkr,
schwed. bänk.
die germ. formen weisen auf germ. *bank-i-z.
durch den vergleich mit an. bakki ‘
erhöhung, hügel, flußufer’ (-kk
aus -nk)
u. den auf germ. *bak-a-,
*bak-n- ‘
rücken’ führenden wörtern (vgl. 1bache, back
adv., backbord,
1backe,
2backe)
ließe sich mit der vorstellung von etwas erhöhtem, gewölbtem für germ. *bank-i-z
die bedeutung ‘
längliche erdaufschüttung zum sitzen’ annehmen. außergerm verwandte könnten aufgrund lautlicher entsprechungen sein ai. bhaṅgá-
m. ‘zerbrechen, zerspalten, bruch’,
air. bongim
(nasalpräs.) ‘
breche’,
lit. bangà ‘
welle, woge, regenguß’ (lett. bañga
). doch lassen sich diese semant. kaum mit dem germ. zusammenbringen deshalb ist am ehesten ein nasaliertes *b
hong-
zur idg. wz. *b
heg-,
*b
hog- ‘
(zer)brechen’ anzusetzen. –
eher unwahrscheinl. ist die herleitung aus germ. *branka-
mit ausdrängung des -r-
als ‘kante’. A
eigentlich. 1
längliche, meist hölzerne sitzgelegenheit für mehrere personen mit oder ohne lehne, zuweilen auch als liegemöbel gebraucht in schulen, kirchen u. anderen öffentlichen räumen (für größere zuhörerschaft) auch feststehend, zum teil fest verbundene kombination aus sitz u. tisch bzw. ablage (vgl. die wendung in der bank
), auch metonym. für die auf der bank sitzenden: ⟨v1022⟩ Iuppiter unde sîn chena mit allên dien goten dâr sizzende . in hohemo stûole . unde in uuîzên banchen Notker
1,842,20 P. ⟨u1120/30⟩ da was spil unde gamene undir wiben unde mannen, / uon benchen ze benchen hiez man win schenchen
milst. genesis 43,21 D. ⟨u1160⟩ sô wurd in vil endanc / daz si an dem drum der banc / bî den chnechten gesæzzen Heinrich v. Melk
priesterleben 639 H./K. ⟨u1248/78⟩ der keiser legte sich ûf ein banc, / als in diu hitze dâ betwanc Herrand v. Wildonie
3,167 ATB. v1388 vnd dÿe ist ein vͤppige vnuertragleichew hoffart, das ain ritter auf ainer pankch sicz, wann der chunikch peÿ im nider auf der erden siczt Heinrich v. Langenstein
erchantnuzz 177 TSM. u1430 und hot so vast getrunken, / das er ist gesunken / von dem tisch unter den bank
märendicht. 15. jh. 20 F. 15.jh. neur das mein muter nit elich was; / mein vater machet mich auf einer penk
fastnachtsp. 1,250 LV. ⟨1557⟩ der gaugkler .. sich auff den banck niderleget, nicht anderst thete, als ob er vor voͤlle des weins entschlaffen waͤre Montanus
schwankb. 29 LV. 1652 das wort bancket kommet her von den bancken, auf welchen man bey grossen und herrlichen mahlzeiten zu sitzen pflegen Harsdörffer
trincirb. 135 faks. 1789/93 anrede eines professors an die leeren bäncke Lichtenberg
aphorismen 4,18 DLD. 1791 sowohl im hintertheil als im vordertheil dieses sehr geräumigen fahrzeuges findet man eine schön getäfelte kajüte mit großen fenstern und weich gepolsterten bänken Forster
9,245 ak. ⟨1795⟩ erwarte mich auf der steinernen bank Tieck
(1828)8,44. 1800 wenn wir landprediger an diesen gott geheiligten tagen als öfentliche volkslehrer auftreten; so bemerken wir aus leeren banken ..; daß sich ein theil der gemeinde .. der anhörung der heilswahrheiten entzogen hat
urkb. Allenstein 1,625 B. 1859 inzwischen gelang es mir einen großen saal zu erobern, und am freitag las ich vor vollen bänken
(einer großen zuhörerschaft) Treitschke
br. 22,56 C. ⟨1877⟩ habe ich nicht mitgerathen und mitgethan, so lange ich konnte: auf den barrikaden in den märztagen, auf den bänken der nationalversammlung ..? Spielhagen
s. rom. (1895)8,112. 1878 du solltest den entsetzlichen lärm lassen und das jagen und springen um tisch und bänke Raabe
13,129 H. 1998 Johann blieb, auch als er die ihm aufgegebene buße schon verrichtet hatte, noch in der
(kirchen)bank
M. Walser
brunnen 197. 2004 unser sitzen auf der lehnenlosen bank hinter dem friedhof Handke
don Juan 147. –
von der schulbank, älter meist mit hierarchisierung nach leistungskriterien (erste bank
usw.): 1718 in des satans schule sitzen sie
(die lügner) mit in der obersten classe, auf der ersten banck Neumeister
seegen 547. 1783 sie
(anrede) mit ihren lernbegierigen schülern, von denen ich der aufmerksamste und fleißigste auf der untersten bank seyn werde
in: br. an Bahrdt 3,71 P. 1854 jede
(schulbank) bildete eine altersklasse, und davor stand ein vorgeschrittener schüler von elf bis zwölf jahren und unterrichtete die ganze bank Keller
16,160 F. 1911 es wird gerade modelliert, als wir
(ins schulzimmer) eintreten. buben und mädeln durcheinander beisammen. bald in einer bank zwei, bald nur eins. in keiner klasse sind mehr als zwanzig Bahr
austriaca 168. 1964 plötzlich hob die ganze bank den gestreckten finger Graf
Banscho 33. —
sitz von personen (in öffentlichen räumen, bei versammlungen), die sozial politisch oder in anderer hinsicht eine gruppe bilden, z. b. die vertreter eines standes in einer ständisch gegliederten versammlung vor allem im reichstag; auch metonym. für diese gruppe: ⟨E13./A14.jh.⟩ got selbe saget den tugenden danc: / so missetat tut liden twanc, / der nie gelanc / uf eren ganc, / –sich stiez ein bein an schanden banc Frauenlob
V 26,17 ak. ⟨1331/5⟩ von Persen der vurste sich / hat gestrubit wider mich / ein und zwenzic tage gantz, / biz der edle vurste glantz / Mychahel her zu mir swanc / helflich von der engle banc
(vom engelschor), Daniel 6658 DTM. 1372 unde sinen
(des bürgermeisters) cunpanen twen in der oversten bank scal me gheven malkeme eyne mark vor ore sedel
urkb. Hildesh. 2,205 D. 1542 also ist vom reinischen bank Strassburg und vom schwebischen bank Augspurg in usschutz verordnet worden
urk. u. akten Strassb. II 3,238. ⟨1571⟩ wer maint das man jn rhuͤmen sol, / so er steckt pracht vnd hochmuͦt vol. / der ghert hoch auff der narren banck Holtzmann
spiegel (1574)189a. 1660 daß über dieses alles der fürstenrath und respective daß jenige gräflich collegium oder banck, darein der neue fürst .. aufgenommen werden solle, vorhero gnugsam gehöret .. werden möge Heiden
grundfeste 244. ⟨1682⟩ als haben ebenmässig andere fürsten und herren, ja wol auch die von der geistlichen banck ertzbischöffe .. ihren unterhabenden adel, dergleichen erb-aemter .. gleichmässig ausgetheilt Hohberg
georgica (1687)1,47a. 1781 so bringet es in den meisten ländern die verfassung mit sich, daß in denselben
(landesjustizkollegien) zwey besondere bänke angeordnet worden, von welchen die eine mit adlichen, die andere aber mit bürgerlichen personen besetzet ist Benekendorf
grab 1,61. 1838 einer aus gelehrten .. männern zusammengesetzten gemeinheit gebührte dieser beruf
(protest gegen aufhebung der verfassung) vor den übrigen im lande: was als laienwahrheit allen herzen einleuchtete, sollte sie von der gelehrten bank herab, nach göttlichen und menschlichen satzungen, bestätigen und bestärken J. Grimm
kl. schr. 1(1879)43. ⟨1874⟩ die unfreien aber, obgleich sie die schlechtere bank
(beim mahl im hause des grafen) besetzten, achteten sich für heldenhafter
(als die freien) Freytag
(1886)9,45. 1879 sie
(die kreisstände) waren auch hier wie anderwärts in verschiedene bänke abgetheilt: die fürstliche, welche zugleich geistliche und weltliche stände umfaßte, die reichsgräfliche und die städtische Ranke
(1867)46,114. ⟨1879⟩ stand hier die größte komposition
(des malers) deren veranlassung die bibelworte gegeben: wohl dem, der nicht sitzet auf der bank der spötter!
(vgl. ps. 1,1) Keller
(1894)2,148. 1900 wenn die sozialistischen abgeordneten im landtag durch ihren eid gezwungen worden wären, auf den bänken der bürgerlichen majorität platz zu nehmen und mit ihr solidarisch zu votieren Luxemburg
(1970)1,2,60. 1932 der bischof war ein reichsfürst, er saß auf der geistlichen bank des reichsfürstenrates Stammler
rechtsleben (1928)2,209. 1994 die harte bank der opposition Röhrich
lex. redensarten 1,143b. 2
sitzgelegenheit mit besonderer funktion. a
gerichtsbank, metonym. für ‘
gericht’,
häufig gehegte bank
für die durch vier bänke begrenzte gerichtsstätte u. die dort abgehaltene ordentliche gerichtsverhandlung: ⟨1221/4⟩ scilt er ordel en er genot, he scal des bankes biden, en ander to vindene Eike v. Repgowe
sachsenspiegel landrecht 2254 E. 1261 swer so einen schephenen beschildet uf der banc. her gewinnet sine buͦze drizich schillinge
corp. altdt. originalurk. 1,80 W. u1305 welch man anvangen wil eine ku, der muz ouch sinen vurvanc geben unde muz si brengen vor di vir benke unde spreche also: ..
freib. stadtrecht 93 E. ⟨1352⟩ das soll her und sine rechten erben .. ufflassen und geben .. vor gerichte und vhor gehegter banck dem abbte
urkb. Pforte 2,1,8 B. 1378 nv hoͤrt wo dyͤ von Halle ir recht suͤchen ob eyn vͤr teil do bescholden wirt daz holn sy czu Meidburch dy suͤllen ez den viͤr penchen teilen vnd den schepfen zol man geben ir recht
stadtrechtsb. Sillein 63b P. ⟨1401⟩ Alheit dy Jeskynne .. het gered yn gehegeder bank, dat sy noch nymant von orer wegene dy vorgnanten swestere sal anspreken noch andedingen von des vorgnanten erfes wegene
hall. schöffenb 2,7 H. ⟨1574⟩ das sol man jhm fragen fuͤr gehegter banck, welcherley zins gefellet aus der selben gewehre, den sol er geben Pölman
handtb. (1576) O 2b. ⟨1600⟩ anfanglich nach geschloszener banck
(eröffnung des gerichts) spricht der scholteisz zu demjenigen scheffen ..
weist. 4,788 G. 1646 mein wesen sind nicht waffen, / nicht kauffschlag, noch durch zanck / auffwarten vor der banck Dach
ged. 1,164 Z. 1693 daß niemand sein selbst oder eines andern wort für euch
(dem richter) in gehegter banck rede, er thue es dann mit urlaube Döpler
schau-platz 1,160. 1787 kings-bench oder königliche bank in England, besser oberhofgericht Adelung
styl 21,109. 1792 über menschenrechte kann nur gott richten; und in seine hände zu fallen – wie wohl thut das, wenn wir die gehegten und ungehegten banken der menschen dagegen halten! Hippel
(1827) 6,115. –
anklagebank: 1852 den ausdruck des schmerzlichen erstaunens .., daß der dr. Klein überhaupt auf diese
(anklage) bank geführt worden
kommunistenprozeß Köln 245 B. b
ruderbank: 1534 das
(schiff) dann an der grösse vnnd schwere all andere schiff so daruor ye gemacht worden vbertroffen, wan̄ diß was zwey hundert vn̄ achtzig elē lang vn̄ vō dem vnderstē an biß an die benck darauf die ruͦderzieher sitzē acht vn̄ dereyssig elē hoch Boner
Plutarch 100a. 1653 daher stiessen die schiffe wieder einander, huben die riemen aus ihren bancken und trieb ja ein schiff das andre forth Lehsten
Rufus, Alexander 805. c
im sport ‘reserve-, auswechselbank’: 1982 Klaus Allofs, millionenschwerer einkauf, schmorte auf der b(ank)
in: Duden, wb. dt. spr. (1999)1,454c. 1996 der letzte „Italiener“, der bei diesem turnier nur 13 minuten in der ersten begegnung mit den Tschechen .. gespielt hatte und danach auf der bank saß
frankf. allg. ztg. (2.7.)34e. 2000 die Leipzigerin, .. 1997 bei der WM im eigenen Land gefeierter jungstar des damaligen WM-dritten, hatte sich zuletzt .. allzu oft auf der bank wiedergefunden
berl. ztg. (13.3.)39c. 2005 konnte Egli von der bank aus nicht verhindern, dass der stürmer Giallanza aus drei erstklassigen chancen kein tor erzielte
n. zürch. ztg. (21.11.)27c. –
sportgerät: 1966 1200 übungen
(gymnastik) mit und ohne handgerät, an der sprossenwand, an der leiter, an der bank und an anderen geräten
sportecho (10.9.)7e. 1993 bank ..
bankförmiges turngerät, Duden wb. dt. spr. 1,405b. 3
in phraseol., redensartl., sprichwörtl. wendungen. a
in redensarten, sprichwörtern: ⟨u1200⟩ suochent, guote liute, / in winkeln und under benken
(an verborgenen stellen) Hartmann
Iwein 61287 B./L. ⟨1349/50⟩ all verkêrt ordenung, als wenn die tôren die weisen lêren wellent und dâ die schämel über die penk hupfent Konrad v. Megenberg
b. d. natur 238 P. ⟨u1480⟩ das er uff den rath gesprochen und sie vorschimppfert hette, die stule wolden uff die bengke und tische stigen
(verkehrung der verhältnisse) und andere honliche wort gereth hette Spittendorff
denkw. 100 O. 1531 niemant sezt sin liecht under den bank, das es verborgen stand
(vgl. Matth. 5,15) Paracelsus
I 9,375 S. 1537 auff das sich die unterstende wider die obernstende nicht erheben und die stuͤle nicht auff die bencke steigen
(nachschr.) Luther
w. 46,617 W. 1605 besser vnter der banck mit ruhe / denn darauf mit vnruhe Petri
weissheit K 7b. v1630 tracht auff die banck, du kompst noch wol drunter Lehmann
florilegium 197. 1655 wer nicht arbeit im sommer lang / alzeit ligt vf der faulen banck / .. der mus im winter betteln gahn / vmb brot ein andern sprechen an Weidner
apophthegmata 4,346. 1666 dencke nicht selbst unter die banck, dann es finden sich uͤberall leute, die einen hinder zu schieben begehren Bessel
schmiede 252. 1894 wenn die katze nicht zu hause ist, tanzen die mäuse auf tischen und bänken Raabe
19,54 H. b
in phraseologismen. durch die bank (durch, hindurch, hin, hinweg),
alt auch die bank durch ‘
durchweg, ohne ausnahme, ohne unterschied im durchschnitt’
; eigentl. ‘alle, die auf einer bank sitzen, betreffend’ ⟨1297/8⟩ rîche und arme durch die banc / der pflac man vollenclîch alsô, / daʒ sie alle in gote wâren vrô
livländ. reimchr. 944 M. ⟨1432⟩ item ob zwey .. mit varendter haab glegen gut kouffent, welcher dann vor dem anderen abgath, und ob sy kindt hetent, so erbt jegkliches durch den bankh halb tail
weist. 1,278 G. 1523 gebend dem babylonischen künig, das ir im schuldig sind. .. lebst du under dem künig uß Franckrych, so gib im, das du im schuldig bist. also durch den banck hinweg Zwingli
2,498 E./F. ⟨1538⟩ dann nicht dann eytel selbs erwoͤlt gotßdienst gehen durch banck hindurch, durch alle glawben vnd sect yetz im̄ schwanck Franck
arch (1539) 188b. 1577 dan wie ich auch seie, wais ich
(das podagra) dannoch, das ich die banck durch gleichait halte, gelten mir gleich koͤnig, baͤpst, fürsten, reiche vnd arme Fischart
3,78 DNL. 1656 das frauenzimmer
(der stadt) ist durch die bank schön und beredt
in: Tholuck
vorgesch. (1853)1,2,337. 1665 und wollen wir nach erhaltenem siege euch
(den kriegsknechten) durch die bank hin drey monat sold außzahlen Bucholtz
Herkuliskus 30a. 1751 ein iedes, wer er sey, hat immer lust zu küssen, / man küßt auch, wenn es gleich die mütter selbst nicht wissen; / da nehm ich durch die bank nur eine kleine zahl, / und rechne ieden tag, nur vier und zwanzig mal Henrici
ged. (1727) 5,246. 1792 beiher muß man wissen, daß der adel in Wezlar eben nicht durch die bank stiftsmäßig ist, daß viel funkelneue darunter sind Laukhard
leben 1,141. 1821 wird darüber gehandelt, wie hoch der kopf
(der sklaven) durch die bank gelten soll Nettelbeck
lebensbeschr. 2,105. ⟨1963⟩ diese jungen leute haben keinen mumm mehr. seelisch kriegsversehrte. alle, durch die bank durch. angeknackst Valentin
d. unberatenen (1965)138. 1983 deine brüder durch die bank mit großen fledermausflügeln anstelle von ohren Lehmann
hochzeitsbilder 16. 2004 es ist einfach tatsache, daß sie durch die bank bessere noten hatte. sie war nie gefährdet. in allen fächern gut Schroeder
mutter 116. — an bänken gehen
u. ä. sich auf einer bank aufstützen, sich an einer bank als gehhilfe entlangtasten, das weiterschieben einer bankähnl. gehhilfe durch alte, kranke u. kleinstkinder. übertr., auf hilfe, unterstützung, anleitung angewiesen sein: ⟨1468⟩ zum ersten dreyt man eß
(das kind) an den armen dar nach leydet und furet man eß an den henden. dar nach leyt man eß an den bencken. dar nach an eynem cleynen weglin und lancket eß J. Wolff
beichtbüchl. 47 B. 1474 do solt ir zwen bezalen das trinken, / so lang piß wir an penken hinken Folz
in: fastnachtsp. 2,959 LV. ⟨1531⟩ der thorechten welt .., die man jmmerzuͦ an bencken muͦß leren gehn vnnd wie einem kind regel fürschreiben Franck
zeitb. 2(1550)192a. 1581 dein
(Jesu) edle salb vnd tewrer tranck / hat vns allein gestercket / wir gehn ja etwas an der banck / das man was besrung mercket Ringwaldt
evangelia e 1b. ⟨1595⟩ sol vns ein schreiber nun regieren, / seins willens bey der naß vmbfuͤren, / erst lehren bey den baͤncken gehen, / hoͤren, sehen vnd recht auffstehen Rollenhagen
froschmevseler (1621) Y 5a. 1630 mancher .. ist noch im a. b. c. gehet noch an bäncken Lehmann
florilegium 820. 1645 nicht wissend, daß unsere dichtkunst noch in ihrer kindheit und so zusagen an bäncken gehet Klaj
redeoratorien 319 W. — etwas unter, hinter die bank stoßen, stecken
u. ä. ‘etwas geringschätzen, verachten, übergehen, verbergen’ unter (der) bank liegen (bleiben) ‘
nicht genügend aufmerksamkeit erfahren, geringgeschätzt werden’, etwas unter der bank liegen, stecken lassen ‘
einer sache keine beachtung schenken’ etwas unter, aus der bank hervorziehen
u. ä. ‘etwas der vergessenheit entreißen, einer sache bedeutung schenken’ unter die bank kommen, geraten ‘
in vergessenheit geraten’: 1521 drumb ists yhn fast nott, die schrifft zu lestern unnd tzu schmehen, sie unter die benck stossen und furgeben, sie sey ein finster nebel Luther
w. 7,641 W. 1521 das itzt ynn aller welt Christus unbekantt, das euangelium unter banck ligt, und das gantz ampt des newen testaments geschwigen ist
ebd. 657. ⟨1539⟩ dardurch kam die bibel .. undter die banck
(nachschr.) ebd. 47,492. u1555 paurnkrieg. ein wunderperlich selzame auffrur, so Lutter mit seinem evangelio, so er aus der panck herfürgezogen het, dy evangelisch freihait so hoch gespant Widmann
in: (Regensb.) chr. dt. städte 15,60. 1563 wenn ir sampt im anderst die warheit nit undern banck stellen wöllet, müsset ir mich war geredt haben bekennen Kirchhof
wendunmuth 1,327 LV. 1605 man zündet kein liecht an, daß mans vnter einen scheffel oder banck setze
(vgl. Matth. 5,15) Petri
weissheit Oo 7a. 1609 viel schone alte autores, welche sonst muglich vnder der banck weren ligen bleiben, vffs herlichst mit schonen annotationibus ans liecht gebracht Quad
herligkeitt 407. 1632 geistliche sollen kein ansehen der person haben vnd der obrigkeit nichts vnter die banck stecken
(‘nichts nachsehen’) Kreckwitz
lustwäldlin 643. 1641 in den schulen hat man dich
(die sprache) unter die banck in den staub gelegt Schottel
sprachkunst 15. 1653 ihrer viel
(geistliche) werffen die bücher gar hinter die banck, spotten anderer, die .. eiferig bemühet sind, in guten künsten und allerhand nutzlichen sprachen etwas zu erlernen Rist
d. friedejauchtzende Teutschland 30. 1697 ich .. könte es auch der tebel hohl mer mit guten gewissen thun, daß ich den andern theil meiner curiösen reisebeschreibung unter der banck stecken liesse Reuter
Schelmuffsky 87 HND. 1714 gottes wort hatte er
(Bruno) zu hause unter der banck liegen gelassen Büttner
Bruno 204. 1721 die historie und absonderlich die kirchen-geschichten fienge man wieder an, unter der banck herfür zu suchen Pertsch
beicht-stühle 130. 1778 so lege ich noch einige stücke
(der „patriotischen phantasien“) .. bei, insofern sie ihnen
(anrede) dazu gut genug scheinen. sonst können sie solche nur unter die bank werfen Möser
10,170 A. 1786 eine neue schöpfung einer .. misverstandenen, in neuern zeiten gar unter die bank gerathenen wissenschaft nach und nach zu stande bringen Kant
210,441 ak. 1839 selbst der alte Schele soll mit seinem latein zu ende sein; Leist liegt längst unter der bank W. Grimm
brw. 1,314 I. 1871 ihr habt sie
(die heilige schrift) rief er
(Luther) den Römern zu, bisher unter die bank geschoben, aber ich will sie wieder hervorholen W. Menzel
unrecht 196. — etwas, jmdn. auf, in die lange bank schieben
u. ä. ‘etwas aufschieben, verzögern, in die länge ziehen, jmdn. hinhalten’,
aus der rechtsspr., vermutlich bezogen auf die schöffenbank im mal. gericht, auf der die akten lagen und unerledigte hintenangestellt wurden; auf, in die lange bank kommen, auf der langen bank bleiben ‘
verzögert, aufgeschoben werden’,
auch sich auf die lange bank strecken ‘
sich verzögern’: ⟨1531⟩ vnd ist zuletst der handel einer so notwendigen vn̄ christlichen reformation auff ein gemein christlich conciliū (auff die lange bāck) in teütscher nation kurtz in zuͦhaltē aufgschobē wordē Franck
zeitb. 1(1551)270b. 1531 Varus .. sahe auch wie das der handel sich auff die lang banck strecken wolt Hedio
Josephus 1,310a. 1594 wo aber die oberkeit laß vnd faul ist, sich der vnterthanen nicht annimpt, alle sachen in die lange banck schiebet Spangenberg
adelspiegel (1591)2,3b. 1655 man weist die leute gerne auff die lange banck an den höfen, warte hie, warte dorte Weidner
apophthegmata 4,134. ⟨1663⟩ damit meine sache nicht in die lange banck komme, sondern in kurtzer verhör abgehandelt werde Gryphius
lustsp. 465 LV. 1665 massen sie alsdann die gerichts-sachen pflegen auf die lange bank zuschieben Bucholtz
Herkuliskus 322b. 1714 sie .. suchten den proceß auf die lange banck zu spielen Schudt
merckwürdigkeiten 1,427. 1778 sonst bleibt alles auf der langen bank L. Mozart
1,373 Sch. 1844 oder ich lasse die ganze arbeit, die mir doch nicht sonderlich ansteht, auf der langen bank liegen Droste-H.
br. 2,259 Sch. K. 1857 aber es ist abscheulich: eine sache, die mir auf den nägeln brennt, schon wieder auf die lange bank geschoben Treitschke
br. 21,410 C. 2003 daß die AOK die einzelfallprüfung, die die ärztekommission endlich für seinen fall der stoffwechselstörung beantragt hat, auf die lange bank schiebt Ch. Wolf
tag 616. — jmdn. unter die bank saufen
u. ä. ‘trinkfester als andere sein’: ⟨1537⟩ wird auch der aller best bruder geschetzet, welcher mit sauffen den platz behalten, die andern vnter die benck vnd in treck gesoffen hat Lorichius
paedagogia (1595)269. 1612 die .. sauffbrüder, .. die einander vom tisch vnder die banck .. gesoffen haben Albertinus
tummel-platz 8. 1964 jmdn. unter die b(ank) trinken
WDG 1,418b. 1990 j
(emande)n unter die (bank) trinken Küpper
wb. umgangsspr. 478b. — die bank drücken ‘
zu einem bestimmten zweck auf einer bank sitzen, vor allem, um zu lernen’: 1627 herr Sigmund Bock ist überall .. zufrieden gewesen, denn er mehrmals viel gereist, viel harte bänke drücken und gutes und böses gewöhnen lernen müssen Allert
tgb. 81 K. 1732 wurde .. mein hinter-castell, ohne mir fernere defension zuzulassen, dermassen mit ruthen gestrichen, daß ich in etlichen tagen keine banck damit drücken konte Schnabel
Felsenburg (1997)2,198. ⟨1904⟩ „.. im hirschen?“ entsetzte sich Hinze, / „wo nur fuhrleute zechen, .. / fahrendes volk! und da drückst du / die bank? ..“ Falke
ges. dicht. (1912) 5,140. 1926 der sogenannte „ballast“, der heute aus standesdünkel zum eigenen und zum schaden der anstalten die bänke bis zu quarta und untertertia hinauf drückt
gemeinde 3,40a F. 2005 krankenpfleger und stewardessen drücken die hölzernen bänke des abendgymnasiums
süddt. ztg. (21.2.)10f. — von der bank fallen ‘
unehelich geboren werden’,
auch bildl.; wohl bezogen auf die schlafbank der magd, mit der ein uneheliches kind gezeugt wurde (vgl. bankert
): 1644 einer hieß einen andern ein huren kindt, der selber von denen einer, so von der banck gefallen Weidner
apophthegmata 3,329. ⟨v1811⟩ den sieg nicht mag ich, der, ein kind des zufalls, / mir von der bank fällt Kleist
3,112 Sch. ⟨1838/9⟩ wenn er
(der graf) nun den aufgelesenen findling heirathet, so fallen seine kinder, wie bastarde, von der bank und sind successionsunfähig Immermann
4,99 B. 1852 stammen nur die junker von Adam und wir andern fielen nebenher von der bank? Alexis
ruhe 3,236. 1861 lieber Geibel, du erhältst unter kreuzband das jüngste, aber nicht eben munterste kind, das mir von der bank gefallen ist und, wie ich merke, bei männlein und weiblein sich nicht eben übermäßiger gnade erfreut Heyse
brw. 141 P. 1884 kinder, die von der bank gefallen, und an denen alle erziehungspflichten versäumt zu haben, der vater sich leider bewußt ist
ders., brw. 366 K. 1990 von der (bank) fallen ..
unehelich geboren werden Küpper
wb. umgangsspr. 478a. — jmdn. über die bank legen, ziehen ‘
jmdn. verhauen, zurechtweisen’: 1659 mit diesen worten hettet jhr zwar verdienet, daß ich euch ein wenig über die banck legte, und euch gebe, unum, verum bonum Schupp
streitschr. 1,88 HND. 1698 weil ers
(ein knabe) aber .. in der schuhl auch verderbte, legte ihn der schulmeister .. über die banck Paullini
flagellum 137. 1700 jener ausbund eines theologi, zog seine fast-nachts rasende pfarr-kinder .. ziemlich über die banck, und strich ihnen eine gute lection
(strafpredigt) ab Ettner
apotecker 535. 1990 j
(emande)n über die (bank) legen ..
einen schüler verprügeln Küpper
wb. umgangsspr. 478b. B
übertragen auf in form, aussehen bankähnliches. 1
tisch. a
verkaufstisch, -stand, am häufigsten von der fleischbank: 1275 so sol der vier vn̄ zwenzigon
(ratsherren) ieliche han einen bank vndir den drin loͮbon
corp. altdt. originalurk 1,256b W. 1287 von einē banche da man brôt uffe verkoͮffet
ebd. 2,252. ⟨1395⟩ man sol ouch das fleisch wägen, vnd geben als ze Friburg, vnd sol man kein beinbrüchig fleisch, noch pfinig fleisch, noch wolfessig fleisch vf dem bank veil haben
weist. 1,334 G. ⟨1410/27⟩ item up einer bank, up einem doiche en sall niemans zweierkunne fleisch haeven
kölner zunfturk. 2,135 L. 1527 den brodt und fleischkauff an den geordenten bencken und stenden
obrhein. stadtrechte I 358. 1673 alle dieße jetzige und künfftige meister der fleischhacker sollen ihre bäncke, wie sie ihnen mit grundt und boden aigenthümblich eingeraumet, ohne alle verhinderung innehalten und gebrauchen
zunftordn. Komotau 239 W. ⟨1789⟩ wir haun
(beim zweikampf) als hackten wir fleisch zur bank, / und keinen dank / hat doch wohl der blutige sieger Bürger
1,188 W. 1846 die Iren haben dort beinahe alle bänke und stände auf den märkten gepachtet und die Engländer durch alle art gewaltthätigkeit davon außgetrieben Höfken
zustände 2,183. ⟨1903⟩ sie
(die kinder) kamen abends an eines schlachters bank: / wir sind hungrig und müd, gib uns speis und trank Lilienchron
s. w. (1904)10,172. —
phraseol. jmdn. zur bank hauen ‘
jmdn. auf übelste art verleumden’,
abgeleitet vom bild des fleischhauens: 1528 die unnuͤtzen wesschigen meuler, die die leut gerne zur banck hauen .., so man heist affterreder, die da lust haben andern leuten ubels nach zu reden Luther
w. 16,523 W. ⟨v1565⟩ das seind rechte woͤlffische patienten, die den kranach, der jhnen das bein aus dem halse gezogen hat, fressen oder jhn mit schmach, vnglimpff vnd lesterworten zur banck hawen Mathesius
Syrach (1586)2,124b. 1693 ein schmitz- und schmehmaul, so ehrliche leute zur banck gehauen und lügen nachgeredet, wird .. mit gefängnis .. beleget Döpler
schau-platz 1,688. 1754 die werke heutger Deutschen / bekamen namentlich den härtesten verweis, / da fieng man eifrig an zur bank zu haun, zu peitschen Derling
nachahmungen 184. 1910 wenn sie dachte, daß sie drüben bei Gottfrieds zum beispiel zur bank gehauen werden würde, dann wurde sie blutrot Viebig
die vor d. toren 294. –
noch: 1990 j
(emande)n zur (bank) hauen ..
j(emande)n im wortwechsel mundtot machen Küpper
wb. umgangsspr. 478b. b
stabiler arbeitstisch der handwerker, werkbank, ho- belbank: 1400 wer .. zieglan wil oder lain berren
(dachschiefer zurechtschlagen) .. sol den lain mit der howen zwuͤrat hacken, und sol uf ain bancke ungevărlich nit me laimb schlahen, so er in berret, denne zuͦ anderhalb hundert ziegeln
obrhein. stadtrechte II 1,76. 1495 der
(bürger) sall vur die
(kürschner) meistere zerzijt komen an die bank ind sall van in eins zeuͦwers gesinnen, der ieme sulchen werk zauͦwe ind bereide, ind noemen denselven zeuͦwer
kölner zunfturk. 1,131 L. ⟨v1709⟩ daß sie
(die messingschaber) den .. messing .. auf einer auf vier füssen .. ruhende banck .. befestigen Abraham a
s. Clara
etwas (1699) 2,403. 1737 der tischler hobelt auf der banck, / der bauer keilt die pflüge Henrici
ged. (1727)4,229. —
jünger auch für die drehmaschine, drehbank: 1912 am liebsten verrichte ich
(eisendreher) arbeit, wo die bank stundenlang läuft, um meinen gedanken nachhängen zu können Levenstein
arbeiterfrage 168. 1920 auf der bank ist ein schweres kanonenrohr aufgespannt, das gleichzeitig mit zwei werkzeugstählen bearbeitet wird Hanffstengel
denken 162. 1966 auf dieser bank und wer weiß an wieviel anderen maschinen werden nur vermurkste werkstücke nachgearbeitet Selbmann
söhne 251. 2
im strafwesen, folterbank, plattform am pranger: 1498 item am nechsten freitag darnach da stund ein frau neben dem pranger auf der pank, het gekuppelt und eeleut zusammen gepracht, die nit reht zusammen heten geschossen, zu puͤberei Deichsler
in: (Nürnb.) chr. dt. städte 11,600. 1549 Prunner ein tag uff ein thurn unnd die Prunnerin ein tag an pannck unnd eysen gestrafft
nürnb. ratsverlässe 1,441 H. 1565 in welchem falle der richter alleyn auff die erste anzeygunge den beschuldigten vnd dermassen aus fürgesetzter boßheyte hartnaͤckigen vbelthaͤter zur peinlichen bancke widerumb hette anzunemmē Beuther
praxis 73a. ⟨1631/5⟩ dein antlitz ist die bank, darauf bin ich gestrecket, / da werd’ ich aufgedehnt Fleming
ged. 1,211 LV. 3
erhöhung. a
erhöhung des erdbodens, lange schmale erdaufschüttung stufe: 1491 doch also
(pflügen) das er nit ettwa das roͮw ungearen ertrich zuͦ aim búchel verlauss, das die ackerbuwer ain banck haissend Oesterreicher
Columella 1,66 LV. 1648 bank .. ist eine von ärden gemachte staffel / wovon inwendig di brust-währ iderzeit unten am grunde umgäben wird: auf welche die schützen steigen wan sie fohrhabens ihr gewähr abzuschüßen Zesen
Dögen, kriges bau-kunst 245. 1948 der waldpflug legt die oberste bodendecke nach beiden seiten zu bänken ab Rohmeder
kahlflächen-aufforstung 95. b
längliche erhöhung des fluß- oder meeresbodens, durch sand, kies, geröll; sandbank: ⟨1626⟩ denn ehe wir vns versahen, blieben wir in einer banck besitzen. der sturmwind hatte sehr viel sand zusammen gejaget, darinnen das vordertheil des schiffes behalten bliebe Opitz
Argenis (1644)1,172. 1748 den 9ten giengen sie, so bald es lichte war, unter segel, und ankerten an einer andern großen trocknen bank
hist. d. reisen 1,209 K./Sch. ⟨1821⟩ enten bedecken das meer, sich auf die bänke niederlassend, die .. aus den wellen hervorragen Chamisso
w. (1836)2,5. 1924 die brandung siedet, hell-dumpf aufprallend rauscht welle auf welle seidig auf den flachen strand, – so dort wie hier und an den bänken draußen Th. Mann
zauberberg 2,344. 1966 auf seinem weg nach osten muß nun das schwere salzwasser einige hindernisse überwinden, die am boden der Ostsee in form von flacheren bänken oder rücken vorhanden sind Zeiske/B.
meeresangeln 12. —
erhöhung des meeresbodens mit gehäuftem vorkommen von schalentieren, muschelbank, auch von künstlichen bänken zur muschelzucht: 1830 der geschickte austernökonom hat bänke von jedem alter, und nach beschaffenheit des bodens, austern von verschiedenem geschmack und flavour Pückler-
M. br. eines verstorb. 2,122. 1897 solche
(muschel) bänke finden sich noch auf den watten am ausfluß der Elbe, gedeihen aber nur im salzigen oder brakigen wasser Allmers
brw. 390 K. 1932 jetzt sank ein matter glanz vom himmel herab, die bank am horizont begann zu schimmern Hausmann
Abel 254. 1966 ein dutzend austern frisch von den bänken vorm scheveninger strand kaufen Berger
Nettesheim 224. 4
in der geol. ‘vom umliegenden gestein deutlich in struktur, farbe oder material gesonderte, fest zusammenhängende gesteins- erdschicht’: ⟨1647⟩ der berg .. unterschiedliche absetze als bäncke über einander, von roth, gehl und blauen sandsteinen hat, so als alte mauren anzusehen Olearius
reisebeschr. (1696)186a. 1809 größeren apparates bedarf gegenwärtig die kunst, weil sie vielsilbig geworden ist und vielgliedrig, und wie marienglas in viele buntfarbige spiegelblättchen aus einander geschiefert, und nicht mehr in großen bänken geschicht Görres
4,27 Sch. 1847 stets findet man ein steinkohlenflötz durch eine reihe von kohlenschichten (bänken) gebildet, welche bald durch sandstein, bald thon .. getrennt sind Knapp
chem. technol. 1,21. ⟨1858⟩ wer eine bank wühlerde
(kohlensaure kalkerde) in seiner besitzung findet, kann es als einen wahren schatz ansehen Allmers
marschenb. (1861)341. 1908 vorwiegend sind sie
(die sandsteine) dickbankig entwickelt und die bänke zeigen eine auffallende kreuzschichtung Passarge
Südafrika 48. 1926 dicke schichten
(von absatzgesteinen) werden bänke genannt Lautensach
allg. geogr. 156. 1952 die mächtigkeit der
(kalk)schichten nimmt von osten gegen westen ab, da gegen westen hin ein auskeilen einzelner bänke stattfindet, welches durch submarin entstandene lücken .. zustande kommt Bubnoff
Fennosarmatia 122. 2005 der wilde fluss .. hat sich mit aller gewalt seiner stürzenden, strudelnden, geröll mitreißenden wasser durch eine breite von ihm zur platte geglättete bank aus weißem und grauem marmor gefräst
süddt. ztg. (26.4.) V 2/1c. 5
nebel-, wolkenschicht: 1880 das alte seemannssprichwort bezüglich der richtung des kommenden windes: „im sommer die bänke
(dunkle wolkenstreifen am horizont) im winter die blänke,“ .. hatte recht gehabt Werner
erinn. 20. 1939 die
(nebel) schwaden brauten dann aus den wäldern wie aus üblen küchen und wallten in breiten bänken auf die Campagna vor E. Jünger
marmor-klippen 84. 6
stellung im sport: 1928 der
(ring)kampf kann aus dem stand begonnen werden oder als bodenkampf; in diesem fall am besten aus der „bank“, bei der sich der kämpfer kniend nach vorn auf die leicht geschlossenen fäuste stützt Fischer
körperschönheit 35. 1952 werden aus der bank vorlings die arme am boden hin weit vorgeschoben, dann wird die so gewonnene stellung gelegentlich auch „rutsch-stellung“ genannt Benedix/
M. gymnastik, WDG-arch. 1999 bank
ausgangsstellung auf dem boden mit auf knie u. arme gestütztem körper, Duden, wb. dt. spr. 1,454c.Grimm