bank,
f. früher auch m. scamnum, ahd. panch,
pl. penchî;
mhd. banc
pl. benke,
f. und m.; alts. bank
f. und benki
n.; ags. benc,
engl. bench;
nnl. bank
f.; altn. beckr
m., schw. dän. bänk.
das it. sp. banco,
franz banc
stammen aus dem deutschen, und sind einem dialect nachgebildet, der das wort männlich gebrauchte. ein goth. bagks
wäre zu mutmaszen. auch die Russen, Polen, Böhmen nahmen männliches bank
auf, die Letten benkis.
Höher in das etymon aufzusteigen fällt schwer, man hat πλάξ und planca
verglichen, die zu planus,
unserm flach
gehören, schon darum hätte die tilgung des l
bedenken; eher würde sich πήγνυμι, pango, pago,
πῆγμα,
im sinne des fügens, festigens hinzu halten lassen, und da wir oben bach
aus πηγή und πήγνυμι leiteten, wäre anzuschlagen, dasz altn. beckr
rivus und beckr
scamnum völlig, auch im geschlecht [] übereintreffen. wie nun, wenn unser fach,
das gerade für die wasserschwelle in flüssen gilt, auch die mangelnde F
form darböte? mehr unter fach.
Mhd. überwog das m. (Ben. 1, 83),
nhd. hat umgekehrt das f. allmälich das m. verdrängt, für welches hier einige belege zeugen sollen: mich tregt manche schöne junkfraw dem metzger zuo dem banke. Uhland 33; streck dich auf den bank. Scheit
grob. D 3; ein ander sesz auf dem küssen und du auf dem bank. Paracelsus 2, 206; wann er auch sein verborgen liecht underm bank herfür bringt. Würtz
pract. 299; die edle warheit under dem (
l. den) bank mit füszen treten. Thurneisser
magn:
alch. 1, 84; wenn ihr anderst die warheit nicht undern bank stecken wöllet. Kirchhof
wendunm. 264; zuletzt fül einer undern bank, dem andern ward die zung zu lang.
Garg. 89
a; nun zuck den bank, nun wirf den stul. 98
b;
noch heute scheint in Schwaben und in der Schweiz das m. gangbar, Hebel
sagt auf den bank,
aber Keisersberg
und auch Fischart
schwanken: tröwen (
drohen) im also uf den fleischbank.
sünden des mundes 63
b; man die sach uf die langen bank zeucht. 42
a; die decreten beginnet man hinder die bank nach den mäusen zu werfen.
bienenkorb 4
b; unter den bank stecken. 13
a; den wechselbank aussetzen. 45
a;
bei Luther
ist das f. entschieden. dem gen. dat. sg. f. wurde aber im 16
jh. noch oft der umlaut gegeben, z. b. bei H. Sachs
gesagt auf der bänk =
mhd. benke.
Im allgemeinen bezeichnet nun bank
eine erhöhung zum sitzen, lehnen, liegen oder stellen, 11)
am häufigsten zum sitzen, was sich mit bett
und stul,
κλίνη berührt; bett
und bank
werden, gleich dem pferde, bestiegen,
daher lat. scamnum
für scadmnum
von scando, scabellum
für scamnellum: wer auf den bank wil steigen musz ein schämel haben. Keisersb.
gunkel 7; dâ sitz ich ûf dem schemel und er oben ûf der bank.
MSH. 2, 112
b. bank
und stul
unterscheiden sich aber darin, dasz dieser nur für einen, jene meistens für mehrere nebeneinander eingerichtet ist; doch die kurze fuszbank
dient auch nur den füszen eines einzigen. in der regel ist bank
ein längeres bret, das auf beinen stehend sich um den tisch oder an wand und seite hinzieht, auf das man sich auch strecken und legen kann (faulbank, ruhebank). bänke
werden aber zugleich vor dem hause und im freien von holz, stein oder rasen bereitet: steinbank, felsenbank. grasbank, rasenbank.
die vertraulichste bank
ist die um den tisch, welche tischgenossen und gäste zu mahl und trinkgelag vereinigt, und im hause ein recht auf bestimmten sitz und platz gründet. eheleute sind bankgenossen,
gehören auf dieselbe bank,
in dasselbe bett (
alts. gibenkion, gibeddion).
wie bei uns von der bierbank,
ist in den ags. gedichten von ealobenc
und meodobenc
die rede. seinen kindern auf der bank sitzen,
sich von ihnen ernähren lassen. der arbeitende sitzt auf seinem stul;
auf schulbank, kirchenbank, ruderbank, bank der angeklagten
sitzen ganze reihen: bank an bank gedränget sitzen. Schiller 58
a.
für die stellung mehrerer bänke
finden bestimmte ordnungen statt, und es gibt eine höhere
oder niedere, obere
oder untere bank, herrenbank, fürstenbank, grafenbank;
zumal in der schule heiszt es, eine bank hinauf! eine bank hinunter!; um éine bank rücken; wir sind alte freunde, saszen in der schule immer auf éiner bank zusammen,
waren uns gleich, bankgenossen; würde der dritte nicht um ein paar bänke tiefer hinunter müssen? Göthe 29, 116; und ich habe Cramern geschmäht, dasz ich ihn mit Popen auf éine bank setze? Lessing 6, 226.
Im verlauf der zeit aber wechselten und hoben sich die sitten, was früher den herrn auszeichnete, wurde später dem knecht eingeräumt, nachdem sich der herr eine noch höhere stufe bereitet hatte. wer weisz, ob im ferneren alterthum der unterwürfige knecht nicht zu des auf der bank
sitzenden herrn füszen, hinter der bank
lag (
vgl.andbahts
s. 280)?
allmälich wurde dem herrn ein stul
und dem knecht die bank
zu theil, der stul
galt für vornehmer, die bank
für demütiger: ûf sînen stuol er in satzte, ûf die bank er sich selber satzte. 'herre, ir tuot niht recht, daʒ ir nider fallet also die knecht ûf die harten benke. Haupt 2, 94.
[] Redensarten. unter der bank liegen, weggeworfen, verachtet, vernachlässigt liegen, wie ein knecht? wie eine werthlose sache: da wir sahen, dasz die schrift unter der bank lag. Luther 3, 337
b; wie bisher bei inen die schrift unter der bank gelegen ist. 4, 282
a; er (
der pabst) leszt das evangelium unter der bank ligen. 4, 323
a; das sie die heilige schrift verachten und unter der bank ligen lieszen. 5, 83
a; die frömbkeit leg unter der bank. H. Sachs II. 2, 73
b; die tugent ligt unter der bank, ist gleich von iederman veracht. II. 2, 103
b; ich vorcht unter die penk sei ich zujüngst gedigen.
fastn. sp. 1386; ja es hat die wissenschaft so gar lange zeit in dem christlichen Europa unter der bank gelegen,
sich nicht eher hervorthun können. Hoffmannswaldau
vorrede; dasz ich es endlich verachtete, und es unter der bank und ungedruckt wolte ligen lassen. Schuppius 462; dasz aber das justinianeische recht auch vorher nicht gänzlich unter der bank gelegen, ist oben erwiesen. Hahn 3, 161; denn wo ich neuerer zeit nur immer den Polo angezogen finde, so geschieht es sicherlich entweder nach Müllers ausgabe oder nach Bergerons übersetzung. Ramusio liegt unter der bank. Lessing 9, 216.
unter die bank legen, schieben, beiseite legen, wegwerfen: das sie es ie nicht hinder sich werfen und unter die bank legen. Luther 4, 459
b; solchs sollen wir nu mit allem vleisz treiben und wol ins herz bilden, den glauben zu erwecken und sterken, nicht also, wie bisher, aus dem wege setzen, oder eine weile unter die bank legen. 6, 177
a; man legt dich (
die mode) nach sechs monden gleichwol schon unter bänke. Logau 2,
zug. 76.
unter die bank stoszen: darumb ists inen fast not, die schrift zu lestern und zu schmehen, sie unter die bank stoszen und fürgeben, sie sei ein finster nebel. Luther 1, 374
b; das man die bibel unter die bank gestoszen hat. 4, 143
a; so sol man das evangelium recht unter die bank stoszen. 6, 13
b.
unter die bank stecken: das evangelium unter die bank gesteckt. 4, 334
a; ob wol die sophisten (das evangelium) mit füszen getretten, unter die bank gesteckt, veracht und verdampt haben, noch ists blieben durch den, der daran gedenkt ewiglich. 5, 213
b; die papisten wolten sich wol gern putzen und solche grewel unter die bank stecken. 5, 282
b; das wir iederman trewlich gesagt haben und nichts unter die bank gesteckt. 5, 367
b; wie itzt unsere geistlichen, die im ampt sitzen, und ist ihnen befohlen, das sie der christenheit fürstehen und offenlich leuchten solten mit ihrer lehre, so stecken sie es unter die bank. 5, 369
b; wir prediger haben des von gott in unsern instructionen, das wir den leuten nichts unter die bank stecken und lautern wein einschenken. Mathesius 150
b; ir habt jetzt
s. Paul unter den bank gesteckt. Fischart
bienk. 13
a; der teufel wird all die prediger holen, welche umb schendliches genieszes willen verschweigen oder unter die bank stecken, was gott austrücklich zu reden befohlen hat. Schuppius 88; ich bin ein rechter bärenhäuter, dasz ich meine wahrhaftige reisebeschreibung, welche ich schon eine geraume zeit verfertiget gehabt, so lange unter der bank stecken lasse.
Schelmufsky vorrede. unter die bank setzen: niemand aber zündet ein liecht an und bedeckts mit einem gefäsz oder setzet es unter eine bank (
ὑποκάτω κλίνης,
vulg. subtus lectum,
goth. uf ligr).
Luc. 8, 16.
unter die bank stellen: welche ihre ehre und redlichkeit entweder an den nagel henken oder unter die bank stellen. Weise
erzn. 462.
unter, hinter die bank werfen: die decreten beginnet man hinder die bank nach den mäusen zu werfen. Fischart
bienenk. 4
b; es hett dann die rö
m. kirch .. das überig, was ir nit wol mund (mundet) unter die bank geworfen. 40
b; doch merke ich wol, er wil die pfafferei unter die bank werfen und einen staatsmann herfür suchen.
ped. schulf. 74; die schneider werfen tuchlappen unter die bank, in die hölle.
unter die bank schmeiszen: sobald ich aus der schule kam, schmisz ich meine büchergen unter die bank.
Schelmufsky 9.
unter, hinter der bank hervor ziehen, hervor holen: noch musz dis alles heiszen, des Luthers evangelium unter der bank erfür gezogen. Luther 6, 13
b; alte, unter der bank hervorgeholte einfälle.
sich unter die bank senken, selbst erniedrigen: du hast dich gleich dein leben lank gesenht (
so) allein unter die bank. H. Sachs III. 3, 68
a [] unter die bank jagen, von hunden entnommen, die man unter die bank
weist, sich niederstrecken (
se coucher)
läszt: es ist zwar guter rath mehr werth als grosz geschänke, doch jagt das schenken oft das rathen unter bänke, dasz an das schenken mehr als guten rath man denke. Logau 3, 1, 13.
auf die bank, über die bank legen, schläge geben, von schülern oder sträflingen her entnommen: mit diesen worten hättet ihr verdienet, dasz ich euch ein wenig über die bank legte und euch gebe unum, verum bonum. Schuppius 791.
s.überlegen.
von der bank fallen, sowol die ehliche treue verletzen, als unehlich geboren werden (
s.bankert); er ist mit der dirne von der bank gefallen, hat sie auf die bank getragen (
fastn. sp. 1416),
hat mit ihr ein unehliches kind gezeugt. durch die bank, hintereinander, ohne unterschied: rîche und arme durch die banc.
Livl. chron. 943; es wird alles durch die bank losgeschlagen; sie taugen alle durch die bank nichts; wir füttern alle durch die bank den tod, wenn wir essen und trinken. Hippel
lebensl. 2, 452.
sich zwischen zwein bänken niedersetzen, wie sonst zwischen zwein stülen.
Sprichwörter: man musz den mantel nach dem wind henken, unter der bank und auf der bank sitzen können; unter der bank neidet man keinen; wer auf der bank schläft, den sticht weder feder noch stroh; wer unter die bank will, den stöszt man bald darunter; auf ungewischter bank ist gut finden (Hebel 33); trachte auf die bank, du kommst wol darunter; gedenke uf die bank und nit darunder.
Petr. 12
b; menschen gedenken auf die benke zur ruh. 79
b; was auf der bank gemacht ist, das trachtet ans bret. Lehmann 155; was auf der bank gemacht ist, das ligt nicht gern darunter.
Garg. 29
b. 22)
gerichtsbank, dingbank, schöffenbank.
das alte gericht wurde durch vier bänke
gebildet, daher heiszt es: binnen den bänken, den vier bänken, vor die vier bänke kommen,
vor der gerichtsbank erscheinen. die bank
wird gehegt, gebannt, gespannt, bekleidet, besetzt
und geräumt;
häufig in urkunden: da wir an gehegter bank saszen; und wenn die bank nu, wie man pflegt, wird statlich sein genug gehegt von unserm herren. Ringwald
tr. Eckh. M 5
a; traurig stehn ... wie schälke für gehegter bank. M 6
b; die gehegten und ungehegten banken (
falsch für bänke) der menschen. Hippel 6, 115.
bei feierlicher ladung muste der schultheisz auf die bank treten
und reden: wiset der scheffen und der lantman, daʒ der schultheisze sulle stehn uf die bank.
weisth. 2, 213; so sal der schulteisze uf die bank treten und sal den morder heischen dri stunt. 2, 214.
frist geben, das gericht aufschieben, aufschlagen
läszt sich vielleicht als ein sinnliches schieben und zurückschlagen der gerichtsbänke fassen; wenigstens die redensart etwas
auf die lange bank schieben musz, wie man sie auch näher deute, in den gerichten entsprungen sein: und das geschicht gar dick, besunder so einer nit hat der sach nachzekomen (
arm ist und für den rechtsgang kein geld aufbringen kann) und man die sach uf die langen bank zeucht. Keisersb.
sünden des munds 42
a; er richt die sach uf den langen bank.
post. 3, 70; man wiset in uf den langen bank (
hält ihn hin). 3, 102; doch damit meine sache nicht in die lange bank komme, sondern in kurzer verhör abgehandelt werde. Gryphius 1, 859; wer einem willfertig zu sein zweifelt oder auf die lang bank schiebet. Lehmann 5; eine ausrede, vermittelst deren er die sach auf die lange bank schieben konnte.
Simpl. 2, 127; er spielt die sachen in die lange bank hinaus. Weise
erzn. 309; schob er es doch in die lange bänk, bis nichts daraus ward. 428; denn ich sehe, dasz sich in Wien die sachen sehr auf die lange bank ziehen. Lessing 12, 359.
Das umgekehrte scheint etwas durch die bank schnellen, abfertigen, abweisen: wenn der herr wird gericht halten, so wird kein mensch an seine statt vermögen weder knecht noch rath einzustellen und also durch die bank zu schnellen. Ringwald
laut. warh. 240.
Auch nachdem die bänke
längst durch stüle
verdrängt waren, blieb noch die benennung einer adlichen
und gelehrten bank: setzte man doch bei den höchsten reichsgerichten und auch wol sonst der adeligen bank eine gelehrtenbank gegenüber. Göthe 48, 71. 33) bräuten
pflegte das alterthum eine ehrenstelle, brautstul
oder brautbank
zu bereiten, altn. brûðbeckr, brûðarbeckr,
dän. brudebänk;
bei andern öffentlichen anlässen und hochzeiten [] fehlte die bank
eben so wenig. sänger und spielleute standen auf bänken
und ihre lieder erschollen von der bank,
vielleicht auch vor den bänken
der kaufleute, woher die benennung bänkelsanger
rührt; ein verbreiteter, beliebter gesang gieng durch die bänke
und durch die straszen: dasz man dich wie ein gassenhauerchen auf allen bänken sänge. Fr. Müller 3, 204. 44)
die vorstellung der bank
übergehend in die des tisches. Maaler 50
a setzt zu bank scamnum
und abacus, Dasypodius
zu abacus anrichte
und rechenbank.
wahrscheinlich braucht man noch heute bank
und tisch
in manchen fällen gleichbedeutig: geld auf die bank, auf den tisch zählen; die angerichtete speise auf die küchenbank
oder den küchentisch setzen (
hernach unter 6).
mhd. vone benche ze benche hieʒ man allûteren wîn scenchen. Hoffmanns
fundgr. 2, 35
kann übersetzt werden von bank zu bank oder von tisch zu tische. kaufleute und handwerker schlagen in straszen und auf plätzen ihre bänke auf,
das sind tische und buden mit den ausgebreiteten waaren; zumal gilt es von bänken
der metzger
und becker. brotbänke
bezeichnen den markt; die kraniche,
meldet eine schlesische volkssage, sollen durch die brotbänke geflogen kommen,
über den markt. thiere werden zur fleischbank,
zur schlachtbank
geführt. einem an die bank drohen, einen
zur bank hauen, will sagen, einen öffentlich zerhauen, wie man fleisch haut, ihm seine ehre abschneiden, nichts gutes an ihm lassen: thü er es nit, so müsz im darausz gon, das er nit gern hab, tröwen im also uf den fleischbank. Keisersb.
sünden des mundes 63
b; die unnütze weschigen meuler, die die leute gerne zur bank hawen und austragen. Luther 4, 530
b; kan ich beide man und frawen hinterrück zu der fleischbank hawen. H. Sachs; tregst dein bretspil mit in die bierheuser und hilfst darneben alle welt ausecken und zur bank hawen. Mathesius 130
b; und hat mich redlichen uber die zungen springen lassen und zur bank gehauwen. Thurneisser
nothg. ausschr. 2, 45; thut seinen herren nicht beliegen, haut auch denselben nicht zur bank und nimpt fürlieb mit speis und trank. Ringwald
laut. warh. 311; man sol seinen freund nicht helfen zur bank hawen. so soltu nicht bei mann und frawn in helfen zu der fleischbank hawn. 134; und weil sie ihn nit hab gewehrt (
gewährt), hab er sie also zur benk ghauen. Ayrer 270
b; Hebelfurk sprach, ir habt mich alle beide wol mitgenommen, dapfer an ehren angezogen und zur bank gehawen. Ayrer
proc. 3, 1; nichts destoweniger wird der arme Machiavellus von männiglichen zu der bank gehauen. Schuppius 521; das spiel solchen personen, die in gesellschaften anders nichts, als den armen nechsten zur bank zu hauen wüsten, keineswegs zu verargen.
ehe eines mannes 219.
Wol alle städte des mittelalters hatten solche plätze mit bänken,
man weisz aber, ohne weiteren zusatz nicht, ob brotbänke, fleischbänke, trödelbänke, wechselbänke
gemeint sind: deswegen zog ich in ein gutes haus hinter den bänken (in una buona casotta drieto a' banchi). Göthe 34, 98; mein bruder war eines tages unter den bänken (era in banchi). 34, 139. 55)
von der bank
oder dem tisch
des wechslers
und spielers
schreibt sich der it. ausdruck il banco,
der franz. la banque,
und bedeutet das von ihm den übrigen spielern entgegengesetzte geld, womit er bank hält, bank macht,
so wie man die bank
zu sprengen,
zu brechen,
ihn aus der bank
zu heben
sucht. allmälich aber meint es blosz ein groszes geldgeschäft und bank
heiszt nicht nur die geldcasse, eine öffentliche casse, sondern auch das gebäude, in dem sie sich befindet. in dieser bedeutung bildet man den pl. banken,
nicht bänke.
von der bank aufstehen, bedeutete sie nicht länger halten können, bankrot werden (
s.bankerot): der kaufmann, wann er von der bank aufstehet, glauben und credit verlieret, ist sicher vor räubern. Schuppius 408,
das erklärt 'fallieren und aufstehen'
unter aufstehen 10
sp. 748; ich habe niedrig nie gespielt, seit ich das spiel begonnen, und wo dem feind die bank ich hielt, da habt ihr stets gewonnen. Rückert 208. 66)
in der küche sind bänke
zum aufstellen der töpfe, schüsseln, teller und zum anrichten der speise, hackbänke
und waschbänke;
in der stube bücherbänke
zum stellen der bücher. [] der tischler hat seine hobelbank,
der töpfer seine drehbank,
der strohschneider seine hechselbank,
zur flachsbereitung dient die hechelbank.
wie hecheln
und durchhecheln
auch carpere, proscindere, lästern ausdrückt, sagt man ebenso durch die bank ziehen, z. b. bei Schuppius 535.
in der schule die schandbank. 77) bank,
erhöhung im wasser, untiefe: wasserbank, sandbank, eisbank, austerbank, perlenbank, muschelbank. die mutterpferde ziehen sich mit den füllen auf die höheren bänke zurück, welche inselförmig über dem seespiegel hervorragen. Humboldt
ans. der nat. 1, 31. 88) bank
in gebirg und felsen: kohlenbank, schieferbank; ob sich gleich der fels in lager und bänke theilt. Göthe 27, 23; nach marmorblöcken und bänken. 39, 79. 99) bank,
jägern das strickholz, worüber netze gestrickt werden. 1010) bank,
brustwehr. über bank schieszen,
wenn keine schieszscharten in der brustwehr sind. 1111)
figürlich, auf der spötterbank, narrenbank sitzen.
nach ps. 1, 1.
vgl. bärenhäuterbank.