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rinnen

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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23 in 20 Wb.
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

rinnen swv.

Bd. 2-2, Sp. 2038
1rennen rönnen (ronnen), rünnen, °rinnen (Wigands Arch. 3, 108), swv. (1. Sg. Prät. rande rende, 3. Sg. rende rant °randede [Strals. Lib. mem. 1, 156]; Part. Präs. °röndent [Bartsch Meckl. Sagen 2, 24], Part. Prät. [ge]rant gerent gerennet); °stv. (3. Sg. []Prät. ran [Josep ed. Schütz 95, V. 1280; Brandan ed. Dahlberg 135, V. 990], 3. Pl. runnen (Könemann 283: Wurzgarten, V. 5686); Part. Prät. gerunnen [Sächs. Wchr. 108]): 1. sich schnell fortbewegen; — (Lebewesen:) schnell laufen, rennen, „cursare, cursitare, fugare” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.), nâ dem lēvende kümpt de dôt gerant (Zs. Lüb. Gesch. 2, 531), c. Acc. r.-e dîn strâte werstû jāget (Henrici Sprachmischung 1, 25), ên visch dê was vrêisam vȫr dem kîle hê stêdes ran schwimmen (Brandan ed. Dahlberg 135, V. 990); — (Fahrzeuge:) schnell fahren, de vö̂rman konde den pērden nicht stü̂ren ... und in solchem r.de is de kutswāge tô stücken gebrōken (Oldecop 592), īr orse tô wedde randen (Sächs. Wchr. 80), de râtman ... springet ût dem wāgen dô rönt de wāge ēm āver sînen knāken (Hamb. Chr. 176); — (schnell) reiten, „Equitare cursorie” (Dief. nov. 38), „equester cursitare” (Voc. Strals. ed. Damme), und r.-den dat dat vü̂r ût den stê(i)nen stôf (Oldecop 58), nêmant schal r. edder drāven up der brügge (Balt. Stud. 35, 131), dê rit nê(i)n gût nôbel ros dê dâr rent up êner sēgen (Köker ed. Cordes 44), c. Acc. „Van den waghendriueren vnde den ienen de de perde rennen eder ryden. ... Des ghelyk scal id wesen oft iement perde rande ofte rede de iemende schaden deden” (Lüb. StR ed. Hach 376); (mit Lokalangabe:) up der ēven kēgen M. hadden sî dî brût entvangen und drêmâl ümme den wāgen gerent (J. Brandis 150), dãrmēde bewîsede sik P. unde rönt lange de bāne ümme mit den drên banneren (Paris und Vienna 35), donne rönden sî hastich ê(i)n part in dat hûs (Hans. Gbl. 1892, 179), dô renden sê alle nâ der klê(i)nen strâte und lêten twê knechte afsitten (Oldecop 210), hê ... rende vlüchtich enwech (Ub. Brschwg. 2, 520), de gellerschen und münsterschen ... renden ût dem Ôsterdōre (Oldecop 64), °tô der ērden r. c. A. p. niederrennen, über den Haufen reiten, ên van den ēren ... randede tô der ērden ênen armen ōlden kranken man (Strals. Lib. mem. 1, 156). — 2. sich um etw. bemühen, etw. nachjagen, c. Präp. nâ: wat helpet it denn sô gerant unde gerēden nâ ê(i)nem lāken unde vêr brēden (Nic. Gryse Laienbibel 3, H 3r), alsô men dicke den wulf mach sên dat hê r.et nâ dem âse alsô löpt mennich efte hê râse (Schachb. 106, V. 3037). — 3. angreifen, hērtōge H. krê(i)ch de tîde dat de markgrâf alle dāge vȫr Wulfenbüttel rende und dêde im lande grôten schāden (ebd. 351), c. Acc. sî wurden gar schêre van der manschap ... gerant und van den dê uppe dem berge gesēten wêren afgewîset (N. Mitt. hist.-ant. Forsch. 2, 71), c. Präp. dô hê dat vernam hê rande an sê mit unmānegeme riddere (Sächs. Wchr. 226), []dô schickede de hērtēge drê spissen uppe sê unde rönden jēgen sê mit êneme grôten schreye (Chr. d. d. St. 31, 1, 159), de teyn dûsent randen ... up der buntgenôten hēr (Chr. d. d. St. 26, 365); (bildl.:) de mûtwilligen dê vrēvelich wedder dat evangelion Christi r. (Sehling 6, 1, 425). — 4. an einem Reiterspiel teilnehmen, in einem Turnier kämpfen, vēle riddere unde knechte dê dâr randen unde stoltlĩken brêken manich spēr (Chr. d. d. St. 19, 501), êne lange unde wîde rönnebāne ... dat man bequêmelĩken dãruppe r. mochte (Hans. Gbl. 1872, 123), wanne men stēken edder met pērden r.-et tôr hȫge edder dâr men rîmet edder rîmen wil (Gosl. RV 1459); — in einem Turnier auf jemdn. losgaloppieren und einen Lanzenstoß ausführen, c. Präp. dô quam de grêve J. tô Lü̂bēke ... den bôhûrt dâr tô hōldene ... dēme rande ên ridder B. V. vil nâ der sîden (Chr. d. d. St. 19, 344), sô P. tēgen ênen anderen wolde r. wesselde hê sîn pērt (Paris und Vienna 34); — tôhôpe r. zusammenprallen, unde lēden ēre spēre an unde rönden sô heftigen tôhôpe dat sê bê(i)de mit ēren pērden tô der ērden villen (Paris und Vienna 33); — mit einem Lanzenstoß vom Pferd stechen, c. A. p. + Präp. de starke riddere P. ... rönde met sîner menlichê(i)t den sülven E. van dem pērde tô der ērden (Paris und Vienna 19); — scharp r. bei einem Turnier mit scharfen Waffen kämpfen, des sondāges nâ dēme inrîden rande hîr 2 pâr scharp (Meckl. Jb. 29, 22), hērtoch A. ... rande scharp mit dēme grêven van M. unde rande den grêven af (Hans. Gbl. 1872, 123). rendelbe, ~plats, ~stok, ~tü̂ch, rennebāne, ~banner, ~bārt, ~bôm, ~vāne, ~vēnlîn, ~gûl, ~hôt, ~kô, ~penninge, ~rok, ~spêt, ~spil, ~spîs
4534 Zeichen · 189 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rinnenstv. I, 3.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    rinnen stv. I, 3. BMZ rinnen, fliessen, manare Dfg. 345 c . dâ von ist si genamet ein garte, daʒ ientie etewaʒ dâ inne r…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rinnenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    rinnen , st. V. nhd. rinnen, fließen, tröpfeln, tropfen, lecken, tränen, triefen, laufen, rennen, gerinnen ÜG.: lat. coa…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rinnen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Rinnen , verb. irreg. neutr. ich rinne, du rinnest, oder rinnst, er rinnet, oder rinnt; Imperf. ich rann; Mittelw. geron…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rinnen

    Goethe-Wörterbuch

    rinnen 3.Pers Sg metrumbedingt ‘rinnet’ 2,70 Vs 79 ; subst 11,138,2 1 in einem dünnen Strahl (abwärts) fließen; von Flüs…

  5. modern
    Dialekt
    rinnen

    Schweizerisches Idiotikon · +6 Parallelbelege

    rinnen Band 6, Spalte 999 rinnen 6,999

  6. Spezial
    rinnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    rin|nen (rann, geronnen) vb.intr. 1 (fließen, strömen) rogore (rogor, rogorü) 2 (leck sein, durchlässig sein) perde (per…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rinnen

139 Bildungen · 31 Erstglied · 101 Zweitglied · 7 Ableitungen

Zerlegung von rinnen 2 Komponenten

rin+nen

rinnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rinnen‑ als Erstglied (30 von 31)

Rinnenstein

SHW

Rinnen-stein Band 4, Spalte 1417-1418

Rinnentor

SHW

Rinnen-tor Band 4, Spalte 1417-1418

rinnenartig

GWB

rinnen·artig

rinnenartig Großschr wie eine Rinne geformt; in Beschreibung des 2. Halswirbels beim Tier N8,339 Morph Plp Katherina Mittendorf K.M.

rinnenbaum

DWB

rinnen·baum

rinnenbaum , m. ein baum, aus dem eine rinne gemacht werden kann. Coler. 2, 261 .

rinnenblume

DWB

rinnen·blume

rinnenblume , f. : rinnenblume, rinnenblatt, hydrophyllum Nemnich 3, 467 ; auch wasserblatt, eine mit ellisia verwandte gattung exotischer p…

rinnenförmig

DWB

rinnen·foermig

rinnenförmig , adj. wie eine rinne geformt; so heiszt dasjenige blatt, woran beide hälften des blattes sich so gegen einander neigen, dasz e…

rinnengarn

DWB

rinnen·garn

rinnengarn , n. theil eines jagdwerkzeugs zum fange von raubvögeln. vgl. unter rinne 2.

Rinn(en)graben

PfWB

rinnen·graben

Rinn(en)-graben m. : = Rinnne 1 a, Rinnegrawe [ KU-Rothsbg ], Rännegräwel [ BZ-V'weidth ]. —

Rinn(en)gras

PfWB

rinnen·gras

Rinn(en)-gras n. : 'ausgehobene Grasschollen zum Ausfüllen der tiefen, nassen Stellen der Wiese', Rennegras [ NW-Meckh ]; vgl. Rinnenwasen .…

rinnenholz

DWB

rinnen·holz

rinnenholz , rinnholz , n. ein stück holz, aus dem eine rinne gemacht werden kann. Coler. 2, 221. 224. 254 .

Rinn(en)knebel

PfWB

rinnen·knebel

Rinn(en)-knebel m. : 'Knebel zum Zusammendrehen der Bindkette des Wagens', Rinnknewel [RO-O'mosch ( Klein Wag. 114)]; Syn. s. Reitel 1 a. —

rinnenknecht

DWB

rinnen·knecht

rinnenknecht , m. bei den brauern ein gestelle, worauf die rinnen beim bierablassen gelegt werden. Jacobsson 3, 424 b .

rinnenmacher

DWB

rinnen·macher

rinnenmacher , m. abziehpflug, werkzeug zum abziehen des wassers von einem nassen lande. Jacobsson 7, 77 b .

rinnenmuschel

DWB

rinnen·muschel

rinnenmuschel , f. name der scheidemuschel oder messerscheide, wegen ihrer rinne. Nemnich 2, 1321 . Oken 5, 448 nennt sie rinnenschnecke.

Rinn(en)saat

PfWB

rinnen·saat

Rinn(en)-saat f. : 'aus Samen entstandene Forstkultur', Rinnesoot [ BZ-V'weidth ]. —

rinnenschnabel

DWB

rinnen·schnabel

rinnenschnabel , m. der schnabel mit einer rinne; vogel mit solchem schnabel; so heiszt der diomedesvogel oder albatros. Campe.

Rinnentines

RhWB

Rinnen-tines (-martinus) -ī- Bitb-NWeis m.: verächtl. langsamer Mensch.

Rinnentränchen

RhWB

Rinnen-tränchen -øbsdətrEnχə Bernk-Wehlen n.: im Spr. der Kinder: Mairēnche, Tr., fall of mich, da wachsen ich.

Rinn(en)wasen

PfWB

rinnen·wasen

Rinn(en)-wasen m. : 'ausgehobene Grasschollen zum Ausfüllen der tiefen, nassen Stellen der Wiese', Rennewase [ LA-Böbing ]; vgl. Rinnengras …

rinnen als Zweitglied (30 von 101)

abbrinnen

Idiotikon

abbrinnen Band 5, Spalte 641 abbrinnen 5,641

abe brinnen

MWB

abe brinnen stV. intr., md. auch abe burnen ( StRFreiberg ), vgl. das swV. abe brennen 1 ‘niederbrennen, völlig zerstört werden’ (in allen B…

abe rinnen

MWB

abe rinnen stV. ‘herab rinnen, hinunter laufen’ biz ime der sweiz abe ran Ägidius 295; sines abgerunnen bluͦtes Seuse 319,1; mit dem bache, …

abebrinnen

KöblerMhd

abe·brinnen

abebrinnen , st. V. nhd. abbrennen, durch Feuer zerstört werden, wegbrennen, verbrennen Q.: Chr, Kchr (um 1150), StRFreiberg, Urk E.: s. abe…

abeentrinnen

KöblerMhd

abe·entrinnen

abeentrinnen , st. V. nhd. sterben E.: s. abe, entrinnen W.: nhd. DW2- L.: Lexer 355b (abeentrinnen)

aberinnen

KöblerMhd

aber·innen

aberinnen , st. V. nhd. „abrinnen“, herabfließen, hinabfließen Hw.: vgl. mnl. afrinnen, mnd. afrinnen Q.: Seuse (FB abe rinnen), Ägidius, CL…

abrinnen

DWB

abrinnen , defluere, ablaufen. der regen rinnt von dem dach ab; das wasser ist von ihm abgeronnen.

abtrinnen

DRW

abt·rinnen

abtrinnen abfallen vom Glauben vgl. abtrünnig afgetrunnen christenman 1499 Köln/KölnChr. II 360 Faksimile

afrinnen

MNWB

afrinnen , stv. , 1. gerinnen (Milch). 2. c. Acc. (eine Entfernung) durchlaufen.

anbrinnen

BWB

anbrinnen Band 3, Spalte 3,396f.

ane brinnen

MWB

ane brinnen stV. 1 intr. ‘(beim Kochen) anbrennen’ 2 tr. ‘in Brand setzen’    1 intr. ‘(beim Kochen) anbrennen’ nym [...] eyn rureschit vnd …

ane rinnen

MWB

ane rinnen stV. ‘beginnen zu rinnen’ die zahere in ane runnen [die Tränen traten ihm in die Augen] Gen 2314 MWB 1 265,28; Bearbeiter: Schnel…

ane brinnen

Lexer

ane·brinnen

ane brinnen stv. vom anbrennen, brenzlichwerden der speisen Berth. 432,11. 433,11 ;

ausrinnen

DWB

aus·rinnen

ausrinnen , effluere, ausflieszen: ausrinnendes wasser; das gefäsz rinnt aus, hat einen risz; dadurch dise zäherliche feuchtigkeiten ausgetr…

berinnen

DWB

berin·nen

berinnen , circumfluere: gesicht, kopf, leib mit blut gefärbt und beronnen. Tieck Cev. 1, 334 . oft mhd. z. b. Er. 4499. 5325. Ls. 1, 280.

Chǟsrinnen

Idiotikon

Chǟsrinnen Band 6, Spalte 998 Chǟsrinnen 6,998

darinnen

DWB

darin·nen

darinnen drinnen , weitere nebenform von darin. Graff und Benecke haben kein beispiel von dâr dar innan, innen, wiewohl bei letzterm (1, 750…

Ableitungen von rinnen (7 von 7)

berinnen

DWB

berinnen , circumfluere: gesicht, kopf, leib mit blut gefärbt und beronnen. Tieck Cev. 1, 334 . oft mhd. z. b. Er. 4499. 5325. Ls. 1, 280.

emprinnen

KöblerMhd

emprinnen , st. V. Vw.: s. entbrinnen

entrinnen

DWB

entrinnen , effluere, effugere, evadere, elabi, ahd. intrinnan ( Graff 1, 515 ), mhd. entrinnen, das goth. andrinnan ist aber gegeneinander …

errinnen

DWB

errinnen , emanare, oriri, entspringen, goth. urrinnan für usrinnan, ahd. arrinnan, irrinnan, ags. âirnan, part. âurnen. edle, heute ganz ei…

gerinnen

DWB

gerinnen , n. subst. inf. des vorigen: das gerinnen, spissitudo Steinbach 2, 295 ; das gerinnen der milch. Weber öcon. wb. 191 b ; das gerin…

verrinnen

DWB

verrinnen , verb. verflieszen, verschwinden, mhd. verrinnen, ahd. farrinnan, goth. frarinnan. die bedeutung ist ursprünglich ' fortlaufen, a…

zerrinnen

DWB

zerrinnen , verb. , zu rinnen ( th. 8, 1020); ahd. zarinnan ( Graff 2, 517 ), mhd. zerrinnen; 1) auseinanderrinnen, -flieszen, -laufen, a) f…