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lînboum

ahd. bis mhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
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3 in 3 Wb.
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

lînboum

lînboumAWB, lîmboumAWB m. a-St., seit Ende
des 10. Jh.s in Gl.: ‚Spitzahorn, Manna-
Esche, Hainbuche; lentiscus, ornus
〈Var.:
lī-, lein-, liin-; -pom, -bom, -baom〉 (Acer
platanoides L; vgl. Marzell [1943–58] 2000:
1, 72–74; Fraxinus ornus L.; vgl. Marzell,
a. a. O. 2, 492 f.; Carpinus Betulus L.; vgl.
Marzell, a. a. O. 1, 851), die Bed. ‚Kornel-
kirsche‘
(Cornus mas L.; vgl. Marzell, a. a.
O. 1, 73. 1164) beruht auf Verwechslung von
lat. ornus mit cornus. Das VG des Komp. hat
nichts mit dem Simplex lîn ‚Leinenfaden‘
(s. d.) zu tun, sondern geht auf eine Vorform
mit anl. urgerm. *χl- zurück (s. u.). In lîm-
boum ist der Nasal an den folgenden Labial
assimiliert, wahrscheinlich hat auch das
Wort lîm ‚Leim, Lehm‘ (s. d.) dabei eine
Rolle gespielt. Die öfters anzutreffende Ver-
mutung, dass das VG des Komp. schon früh-
zeitig volksetym. aus urgerm. *χluni- (s. u.)
umgestaltet wurde, lässt sich nicht beweisen,
zumal es dial. Fortsetzer gibt (s. u.). – Mhd.
1303 lînboum, lîmboumS1304
lînboum, lîmboum st.m. ‚Manna-Esche, or-
nus
, frühnhd. leinbaum m. Baumart, wohl
‚Ahorn‘ oder ‚Esche‘, auch als Simplex lei-
ne (Gl. 3,41,1 [14. Jh.]), nhd. mdartl.
schweiz. lînbaum ‚Hagebuche, Feldahorn,
Eibe‘
, schwäb., thür., osächs., schles., preuß.
leinbaum ‚Spitzahorn‘, siebenbürg.-sächs.
leimbaum ‚Ahorn, Spitzahorn, Bergahorn‘.
Eine andere Bildung ist das Determina-
tivkomp. frühnhd., ält. nhd. leimbaum m.
‚Baum mit leimbestrichenen Zweigen oder
Leimruten zum Vogelfang‘
(vgl. necz und
leimpaum sind verpoten, zit. nach Frühnhd.
Wb. 9, 886).
1609 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    lînboumst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    lîn- , lîmboum st. m. ( zum Ansatz als Folge einer Assimilation oder aber als Bildung in Anlehnung an lîm vgl. Gröger § …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lînboum

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    lîn-boum s. lîmboum.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit linboum

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von linboum 2 Komponenten

lin+boum

linboum setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von linboum (1 von 1)

erlînboum

EWA

erlînAWB adj., nur in Gl. seit dem 12. Jh.: ‚erlen, alninus‘; in einigen späten Hss. glossiert erlin, erln auch alnus ‚Erle‘; wie bei *eskîn…

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APA
Cotta, M. (2026). „linboum". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/linboum/ewa
MLA
Cotta, Marcel. „linboum". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/linboum/ewa. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „linboum". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/linboum/ewa.
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