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berufen

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
21 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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34
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47

Eintrag · Campe (1807–1813)

Berufen trs., rec.

Bd. 1, Sp. 474b
Berufen, v. unregelm. (s. Rufen). I) trs. 1) Zu etwas rufen. Jemand zu etwas berufen. I weiterer Bedeutung, zusammenrufen. Die Gemeine berufen. Die Stände berufen, sie zur Versammlung einladen. I engerem und gewöhnlichstem Verstande, zu einem Amte förmlich rufen, zur Annahme desselben einladen (vociren). Einen zu einem Pfarramte, zu einer Schullehrerstelle berufen. Er ist zum öffentlichen ordentlichen Lehrer der Rechtswissenschaft, der Arzeneigelahrtheit an der hohen Schule zu N. berufen worden. Uneigentlich, zu etwas berufen, bestimmen. Viele sind berufen, aber Wenige auserwählet. Davon der, die Berufene, Mz. die — en, der, die zu etwas bestimmt ist, Beruf und Anspruch zu und auf etwas hat. — — nur eine schmale Bahn Führt die Berufenen zum Heiligthum hinan. Blumauer. I der Sprache der Gottesgelehrten, heißt es von Gott, er beruft die Menschen, d. h. läßt ihnen Mittel zur Besserung bekannt machen. 2) I Ruf bringen, und zwar gewöhnlich in übeln; besonders als Mittelwort der vergangenen Zeit berufen. S. d. 3) Х Mit Worten gleichsam bezaubern, beschreien. Jemand berufen. Das Kind, die Kuh ist berufen. 4) † Schelten. »Nur um mein frühes Erwachen zu entschuldigen, berief ich sie (die Magd) über ihr spätes Aufstehen.« Ungen. Z. II) rec. Sich auf etwas berufen, dasselbe als ein Zeugniß, eine Entschuldigung, einen Beweis  anführen. Er berief sich darauf, daß ich es gesagt hätte, führte das zum Grunde, zur Entschuldigung  an. Er berief sich vergeblich auf seine Unschuld, der Verdacht und der Schein waren einmahl gegen ihn. »Gegen Sterbliche können wir uns auf die Unsterblichen berufen, gegen die Welt auf ihren Schöpfer.« Dusch. 2) † Sich berufen, sich an einen andern, höhern Gerichtshof wenden; besser, ein höheres Gericht anrufen (appelliren). I dieser Bedeutung kömmt es unter andern vor Apostelg. 25, 11. Das Berufen. Die Berufung. Die Berufung auf das Urtheil eines Schiedsrichters (Compromiss).
1928 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    berufensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    berufen , sw. V. nhd. mit Aussatz überziehen Q.: Mügeln (2. Hälfte 14. Jh.) E.: s. be, ruf W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 618 (…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Berufen

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Berufen , verb. irreg. act. S. Adelung Rufen . 1) Zu etwas rufen. Jemanden zu sich berufen, so fern solches schriftlich …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    berufen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    berufen in RAnw überwiegend -ff-, ältere e-Form ‘beruffet’ DjG 3 5,398,30 1 jdn lobend od tadelnd ansprechen; meist ‘b. …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Berufen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Berufen ( Beschreien ), nach einem sehr verbreiteten Aberglauben eine Schädigung, die man sich selbst oder andern durch …

  5. modern
    Dialekt
    berufenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    be-rufen st. : 1. sich auf einen (etwas) b., wie schd., berufe (bərūfə) [allg.]. — 2. 'durch Wortzauber Schaden zufügen…

  6. Sprichwörter
    Berufen

    Wander (Sprichwörter)

    Berufen 1. Einer beruft des andern Namen. – Simrock, 7309. 2. Viele sind berufen, aber wenige auserwählt. – Matth. 20, 1…

  7. Spezial
    berufen, sich auf etw. v

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    berufen , v , sich auf etw. ~ ссылаться/сослаться , гл на что-л.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit berufen

27 Bildungen · 0 Erstglied · 25 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von berufen

be- + rufen

berufen leitet sich vom Lemma rufen ab mit Präfix be-.

Zerlegung von berufen 2 Komponenten

ber+ufen

berufen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

berufen als Zweitglied (25 von 25)

abberufen

DWB

abbe·rufen

abberufen , revocare, von einer stelle zurückrufen, gleichviel mit dem einfacheren abrufen: der gesandte wurde von seinem hofe abberufen. in…

fernberufen

DWB

fern·berufen

fernberufen , τηλεκλητός : mutige Troer und fernberufne bundesgenossen. Stolberg 11, 202 .

fürberufen

DWB

fuer·berufen

fürberufen , s. vorberufen. der hertzog hatt sich dermassen wider die jungfraw erzürnet, dasz er willens, sie von stund an in das fewer werf…

herbeiberufen

GWB

herbei·berufen

herbeiberufen jdn zu sich beordern, bestellen, zu kommen veranlassen (von einer Autoritätsperson ausgehend); einmal mBez auf den Teufel wohl…

herüberberufen

GWB

herueber·berufen

herüberberufen a (jdn) herbeizitieren, (dienstl) an den eigenen Aufenthaltsort bestellen Das Nöthigste war .. für die Casse [ der Jenaer Ans…

hierherberufen

GWB

hierher·berufen

hierherberufen einmal hie-; Getrenntschr jdn an diesem Ort hier in ein Amt einsetzen, auch ‘von .. h. ’ Färber von Jena hierher berufen GWB …

hinberufen

GWB

hin·berufen

hinberufen jdn veranlassen, eine best Örtlichkeit aufzusuchen So stand ich nun. Der Stern des nächsten [ Herbergs- ]Schildes | Berief mich h…

hinüberberufen

GWB

hinueber·berufen

hinüberberufen iSv üb einen trennenden Bereich (das Meer) zu sich bitten, nachkommen lassen [ Lenardos ] Gedanken, sie [ Susanne ] dereinst,…

landberufen

DWB

land·berufen

landberufen , part. weithin berufen: hätte er sich nicht so oft gewünscht, den landberufenen jäger auch zu sehen. Simpl. 1, 241 Kurz.

übelberufen

DWB

uebel·berufen

übelberufen , adj. , qui male audit Steinbach (1734) 2, 308 ; das hinlänglich übelberufene wesen des in andern stadttheilen üppig wuchernden…

unberufen

DWB

unbe·rufen

unberufen , part.-adj. adv. , nicht oder wenig berufen; mnd. unberopen unbescholten Schiller-Lübben 5, 19 a ; mnl. onberoepen wb. 5, 250; St…

vielberufen

DWB

viel·berufen

vielberufen , vielbesprochen, gewöhnlich im ungünstigen sinne, worüber man bis zum überdrusz geredet oder gestritten hat, doch auch im schli…

vorberufen

DWB

vor·berufen

vorberufen , verb. , vgl. DWB fürberufen th. 4, 1, 1, sp. 664, auffordern vor jemandem zu erscheinen: Arius ward offt fürberfft, und mit em…

wegberufen

DWB

weg·berufen

wegberufen : es sind 27 jahr, dasz ich von diesem orte wegberufen ward, und mein jetziges amt ist ... wenigstens dreymal so einträglich Meis…

weitberufen

DWB

weit·berufen

weitberufen , partiz.-adj. : aines so scheinparenns und seer weitberüeffnen vatters Schaidenreiszer Odyssea 40 Weidling; weitberufen war er …

Weltberufen

Campe

welt·berufen

○ Weltberufen , adj . u. adv . durch die ganze Welt, d. h. auf der Erde weit und breit berufen oder berühmt. »Palmirens (Palmyras) weltberuf…

wi(e)derberufen

DWB

wieder·berufen

wi(e)derberufen , vb. , zurückrufen; widerberuoffen reuocare Maaler teutsch spr. (1561) 495 a ; wider beruffen reuoquer, rappeler Hulsius-Ra…

wohlberufen

DWB

wohl·berufen

-berufen , adj. , in gutem ruf stehend, berühmt: das schöngebaute, wolberuffne, ... reiche Breszlau Treuer dtscher Dädalus (1675) 1, 223 ; h…

zuberufen

DWB

zuber·ufen

zuberufen , v. , in ein amt rufen: wie froh bin ich, dass E. J. G. solchen mann widder zuberufen haben Luther briefe 3, 324 ; zwar sah don A…

zurückberufen

DWB

zurueck·berufen

-berufen , v. , wieder an eine frühere stelle berufen: H. hat es durchgesetzt, Stein wird z. W. Alexis Isegrim 3, 181 . wie abberufen: dasz …

Ableitungen von berufen (2 von 2)

unberufen

DWB

unberufen , part.-adj. adv. , nicht oder wenig berufen; mnd. unberopen unbescholten Schiller-Lübben 5, 19 a ; mnl. onberoepen wb. 5, 250; St…

Unberufene

GWB

Unberufene [bisher nicht publizierter Wortartikel]