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Viel

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Viel adj, adv, adj

Bd. 5, Sp. 413a
Viel, ein Wort, welches als adj. u. adv. gebraucht wird, als adj. sowol in Verbindung mit Hauptwörtern und Beilegewörtern, als auch ohne dieselben vorkömmt, Vieles von der Natur der Fürwörter, Manches auch von der der Zahlwörter in sich vereiniget, dem wenig entgegengesetzt, und welches auf folgende Art umgeendet wird, wenn man es umenden will. Einzahl. Mehrzahl. Erster Fall. Vieler, viele, vieles. Viele. Zweiter F. Vieles, vieler, vieles. Vieler. Dritter F. Vielem, vieler, vielem. Vielen. Vierter F. Vielen, viele, vieles. Viele. Es bezeichnet überhaupt eine Menge, eine große doch unbestimmte Mehrheit und zwar 1) in Hinsicht auf die verschiedenen Einzelheiten Einer Art, welche die große Mehrheit ausmachen, wo es dann alle Mahl, wenn es mit einem Grundworte verbunden ist, in der Mehrzahl stehet. Viele Kinder, viele Freunde, viele Güter haben. Wozu machen Sie erst so viele Worte? Es bedarf so vieler Worte gar nicht. Allen Menschen kann man wohlwollen, vielen Gutes thun, wenige aber glücklich machen. Diese Arbeit erfodert viele Leute, oder viele Hände. Man findet es an vielen Orten. Ih habe dazu viele Gründe. Viele brave Menschen kommen jetzt ohne ihr Verschulden an den Bettelstab. Vieler gegründeter Ursachen wegen kann es nicht geschehen. Vielen schlechten Menschen gehet es sehr wohl. Viele schädliche Meinungen hegen. Das Land wird von vielen großen und kleinen Flüssen durchschnitten. I gemeinen Leben läßt man das End=e häufig weg, oder es bleibt nach Art der Grundzahlen unverändert. Viel Bäume pflanzen. »Ih will dir viel Schmerzen verschaffen.« 1 Mos. 3, 16. »Er hat so viel Vorzüge in meinen Augen.« Gellert. »Er hat ihnen recht viel schöne Sachen geschickt.« Ders. Х Viel Köche versalzen den Brei. Х Viel Hunde sind der Hasen Tod. Х Viel Hände machen leichte Arbeit. I der guten und edlen Schreibart läßt man aber dies End=e nicht fehlen. Oft wird das mit viel verbundene Grundwort auch in den zweiten Fall gesetzt und viel tritt dann gemeiniglich hinter dasselbe und wird in der Form eines Umstandwortes nicht umgeendet. »Der Jünger wurden viel.« Apostelg. 6, 1. »Es giebt der gottlosen Leute zu viel.« Gellert. »Viel sind der Zaubereien der Kunst, und wenig der Tage des Lenzes.« Klopstock. »Der Gerechten wird viel.« Sprichw. 38, 28. Es sind unser zu viel. Es kamen ihrer viel. »Zu eben der Zeit, da Sie wünschten, daß Sie keine Vernunft haben möchten, beweisen Sie, daß Sie ihrer sehr viel haben.« Gellert. Bei Fragen steht viel auch voran. Wie viel sind eurer? wie viele seid ihr, wie groß ist eure Zahl? Da viel eine unbestimmte Menge überhaupt bezeichnet, so wird, wenn man es ein wenig näher bezeichnen und eine gewisse Menge, von welcher die Rede war, oder von welcher man reden will, andeuten will, der, die, das vorgesetzt, in welchem Falle die Umendung anders ist, nämlich, die vielen, der vielen, den vielen, die vielen. Die vielen Besuche, welche ich erhalten habe, waren folgende. Ih kann die vielen Versuche, welche ich angestellt habe, gar nicht mehr zählen. Von den vielen Fehlern, die in dieser Schrift vorkommen, hier nur einige. Diese vielen Umstände sind mir lästig. Deine vielen Ausgaben mußt du einschränken. Unsere vielen Freunde. Manche sagt weniger als viele und bezeichnet nur einen Theil von dem Ganzen, welches viel anzeigt. »Es sind viele Geizige in der Welt, und manche scheuen sich nicht die größten Ungerechtigkeiten zu begehen.« Eberhard. »Unter den vielen Büchern, die jetzt geschrieben werden, finden sich auch manche schlechte.« Ders. Oft wird viele auch ohne Grundwort gebraucht, doch bezieht es sich immer auf ein vorher dagewesenes oder leicht zu ergänzendes. »Viele werden kommen von Morgen und von Abend,« viele Menschen. Matth. 8, 11. »Viele, so unter der Erde schlafen liegen,« viele Todte. Dan. 12, 2. Viele glauben es, viele nicht, viele Menschen. Sind viele Soldaten durchgezogen? Viele! Ih habe es unter vielen ausgelesen, unter vielen einzelnen Stücken. 2) I Hinsicht auf das Ganze, welches die zur großen Mehrheit gehörenden einzelnen Dinge ausmachen, wo viel auch oft einen hohen Grad der innern Stärke bezeichnet, und nur in der Einzahl gebraucht wird. Vielen Fleiß und viele Mühe an etwas verwenden. Vieles Geld ausgeben. Ih habe nicht viele Zeit übrig. Nicander wird durch vieles Klügeln So klug, als ein geheimer Rath. Hagedorn. So vieles Vorzügliche muß ihm Werth verschaffen. Das viele Gute, was ich an ihm bemerke. Auch hier wird das End=e oder =es häufig weggelassen. »Du hast dir viel Mühe gegeben.« Gellert. »Viel Schönheit, viel Reichthum.« Ders. »Das hat eben so viel Theil daran gehabt.« Gottsched. Viel Unglück erfahren. »Vier Thaler sind viel Geld.« Gellert. »Sie haben alle viel Gutes an sich,« vieles Gute. Gottsched. I der guten und edlen Schreibart thut man dies nur in solchen Fällen, wo das Ohr schon zu sehr daran gewöhnt ist, z. B. einem viel Gutes erweisen, viel Geschrei um Kleinigkeiten machen. Alle die viele Mühe ist umsonst. Deine viele Arbeit ist vergeblich. Mein vieles Geld ist so gut wie weggeworfen. Das viele Geld, was er verspielt, könnte er auch besser anwenden. Der viele Wein, den er getrunken, ist ihm schlecht bekommen. Wo durch den Artikel nicht auf ein gewisses Bestimmtes hingewiesen wird, läßt man ihn lieber weg. So sagt man zwar, ich hasse das viele Plaudern, das viele Trinken ist schädlich. Dasselbe druckt man aber auch aus, wenn man sagt, ich hasse vieles Plaudern, oder vieles Plaudern hasse ich  Auch hier wird viel nicht selten mit dem zweiten Falle gefügt. »Viel Viehes.« 2 Mos. 12, 38. 4 Mos. 32, 1. »Daß seines Gutes viel werde.« Sprichw. 22, 16. »Des Volkes ist zu viel.« 2 Mos. 5, 5. Х Viel Aufhebens, viel Redens, viel Wesens von einer Sache machen. Ohne Grundwort wird es in dieser zweiten Hinsicht ebenfalls oft gebraucht, wo die einzelnen Dinge, welche zu der großen Mehrheit gehören, als ein Ganzes betrachtet werden und wo viel auch nur in der Einzahl gebraucht wird. Es wird dann, wenn es sich auf ein kurz vorhergegangenes Grundwort beziehet, umgeendet und richtet sich nach demselben. Er kam in Gesellschaft und in wie vieler! Habe ich denn etwas Übles gesagt? Sehr vieles! Er findet keinen Beifall, sein Mitbewerber aber sehr vielen. Sprichw. Mit vielem hält man Haus, mit wenigem kömmt man aus, mit vielem Gelde, Vorrathe. Es bleibt aber viel unverändert, wenn es sich nicht bestimmt auf etwas Anderes beziehet, sondern nur überhaupt eine unbestimmte Menge einer Sache, welche jedoch aus dem Zusammenhange zu errathen ist, bezeichnet. I diesem Falle nimmt viel schon die Natur eines Umstandwortes mehr oder weniger an. Es hat mir viel gekostet, d. h. vieles Geld, viele Mühe, viele Überwindung. »Ih wollte nicht viel nehmen, und sie stören,« nicht vieles Geld. Gellert. Viel versprechen und wenig halten. Ih habe ihm viel oder vieles zu danken. Wohl dem, der viel zu thun hat! Ih mag nicht gern viel sprechen. Ih habe dir viel zu sagen, zu erzählen. »Vielen sollst du viel geben.« 4 Mos. 26, 54. »Welchem viel gegeben ist und anbefohlen, bei dem wird man viel suchen und viel von ihm fordern« (fodern). Luc. 12, 47. »Es waren viele Gerichte auf dem Tische, aber es wurde nur von einem, und auch von diesem nicht einmahl viel gegessen werden.« Eberhard. Sei es viel oder wenig, was einer giebt, gebe er nur aus gutem Willen und gutem Herzen. »Wie viel verbirgt eine Stunde vor den Augen der Menschen!« Dusch. Das will viel sagen. Es ist viel, daß er schon da ist. Es ist viel, daß Sie es noch nicht verlernt haben. Wir irren all viel, wir straucheln, fallen. Von Irthum nur befreit der Erde Schooß. Bürklin. (R.) I Fällen, wo man vieles und viel noch unterscheidet, ist viel als Umstandwort zu betrachten. Vieles ist ihm nicht zu glauben, vieles von dem, was er sagt. Viel ist ihm nicht zu glauben, man kann ihm überhaupt nicht sehr glauben. Man treibe nicht Vieles, sondern eins viel (non multa sed multum), man treibe nicht vielerlei, wo aus keinem nichts oder wenig wird, sondern treibe eins vorzüglich, übe es fleißig. »Ih meine nicht Vieles, sondern viel; ein Weniges, aber mit Fleiß.« Lessing. Aus dieser Bedeutung geht viel in ein förmliches Umstandwort über, wo es ebenfalls eine große Mehrheit bezeichnet. Es hätte nicht viel gefehlt, so wäre er gefallen, beinahe wäre er gefallen. Es fehlt nicht viel. Sehr viel, mehr als zu viel, allzu viel. Х Was zu viel ist, ist zu viel. Х Zu viel ist ungesund. Х Man muß des Guten auch nicht zu viel thun, des sinnlich Guten, Angenehmen. Man kann des Guten nicht zu viel thun, des sittlich Guten. Gleich viel, oder eben so viel, in gleicher Menge, als auch, von gleichem Werthe, von gleicher Bedeutung. Es ist gleich viel, ob er kömmt oder nicht, es gilt gleich, man macht darunter keinen Unterschied. Х Das ist nur eben so viel. »Gott mehr gütig als gerecht denken, ist eben so viel als Gott entehren.« Gellert. So viel ich weiß, ist er wieder hier, nach dem, was ich weiß. Ih frage nicht viel danach, es ist mir nicht viel daran gelegen. So auch spöttisch. Х Ih frage viel danach, d. h. ich frage nichts danach, es ist mir nichts daran gelegen, ich kümmere mich nicht darum. »Es ist dem Junker viel um seinen Kammerdiener zu thun, sondern um sich.« Weiße. Ach thue nicht so groß! Sie wird sich viel aus dir und deinem Vogel machen. Rost. Oft dient viel auch, den Begriff zu verstärken. Etwas oft und viel thun, untersuchen. Viel mit jemand umgehen. Viel gereiset sein. Wie sehr ich davon überzeugt bin, brauche ich nicht erst viel zu versichern. Besonders gebraucht man es in Verbindung mit andern Wörtern, diese zu steigern und den Begriff zu verstärken. Viel mehr, viel größer, viel weiter, viel klüger , wofür man auch sagt, um vieles, z. B. um vieles besser, klüger  in der edlern Schreibart aber weit gebraucht, weit mehr, weit größer, weit klüger  »Ih habe viel mehr gearbeitet.« 1 Cor. 15, 10. »Viel ärger.« Weish. 15, 18. »Viel geringer.« Jud. 8, 22. »Viel anders,« weit anders. 1 Mos. 45, 26. S. Vielmehr. Ein Vieles zu sagen ist aber verwerflich, z. B. Sie haben ein Vieles gewonnen; eben so, Sie haben sich um ein Vieles geirrt. Ehemahls gebrauchte man es bei allen Beilege= und Umstandwörtern, einen hohen Grad zu bezeichnen, wofür man jetzt besser sehr gebraucht. »Vilu scono,« sehr schön. Ottfried. »Wanta es filu kalt was,« sehr kalt. Ders. »Mit viel maniger clage.« Kaiser Heinrich. »Diu vil liechten langen Tage.« König Conrad der Junge. »Viel edel, viel süß. »Viel kaum, viel sehr, viel groß.« Stryck. Viel nahe, beinahe. Wohl hätt' er von ihrer Krafte viel nahe gewunnen den Tod. Nibelungenl. V. 2552. »Viel selten.« Nibelungenl. V. 5589. »Viel wohl.« Nibelungenl. V. 2659. I der gemeinen Sprechart hört man sonach: Es ist viel warm, viel kalt  »Die Tinte (Dinte) der Alten ist nicht viel flüßig (flüssig) gewesen.« Denis. Auf andere Art gebraucht man es noch überall zur Steigerung. Das ist viel zu viel. Viel zu groß, viel zu lang  Ad. sagte, daß viel nicht gesteigert würde, und daß man sich in den folgenden Staffeln der Wörter mehr und meist bediene. Dies letzte ist aber nur dann der Fall, und mehr bezeichnet dann nur eine größere Menge, wenn es mit dem vielen ausdrücklich verglichen wird; steht es aber allein für sich, so ist mehr dem Eins entgegengesetzt, wie viel dem Wenigen. »Es waren mehr Personen an dem Orte, heißt: ich war nicht allein da; es waren viele an dem Orte, heißt: es war keine geringe Anzahl da.« Eberhard. Er hat diese Sache viel getrieben, sein Bruder aber doch noch mehr. — I den Zusammensetzungen hat viel bald die Bedeutung des Beilegewortes, bald die des Umstandwortes.
11580 Zeichen · 247 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    vîel

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    vîel s. vîol.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Viel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Viel , ein Wort, welches überhaupt eine Menge, eine große, obgleich unbestimmte Mehrheit bezeichnet, und dem wenig entge…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    viel

    Goethe-Wörterbuch

    viel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    viel

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    viel : 1. unbest. Num., wie schd., viel (fīl) [verbr. VPf (um Landau neben veel ) vordringend WPf NPf], veel (fēl) [verb…

  5. Sprichwörter
    Viel

    Wander (Sprichwörter)

    Viel 1. All ste vööl is ongesond. ( Kleve. ) – Firmenich, I, 381, 8; für Holstein: Schütze, IV, 297; hochdeutsch bei Lat…

  6. Spezial
    viel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    viel I adj. 1 (in großer Menge) tröp (tröc, -a) 2 (zahlreich) tröp (tröc, -a), n gröm, n gran numer 3 (groß) gran (gragn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit viel

989 Bildungen · 976 Erstglied · 8 Zweitglied · 5 Ableitungen

viel‑ als Erstglied (30 von 976)

Vielfraß

SHW

Viel-fraß Band 2, Spalte 719-720

vielleicht

SHW

viel-leicht Band 2, Spalte 719-720

viellieb

SHW

viel-lieb Band 2, Spalte 719-720

vielmals

SHW

viel-mals Band 2, Spalte 719-720

vielseitig

SHW

viel-seitig Band 2, Spalte 719-720

vielzinkig

SHW

viel-zinkig Band 2, Spalte 719-720

vielachsig

DWB

vielachsig : vielachsige formen Oken naturgesch. 1, 40 . —

vielährig

DWB

viel·aehrig

vielährig : der vielährichte ( als gesellschaftsname in der fruchtbringenden Gesellschaft ) Neumark neuspross. palmbaum (1668) 290 . kurzäst…

vielästig

DWB

viel·aestig

vielästig : von Stieler (1691) im register verzeichnet; eine vielästige rispe Campe ; dasz er möge ... ein groszer, dicker vielästiger baum …

vieläugig

DWB

viel·aeugig

vieläugig Kramer teutsch-italiän. dict. (1700) 1, 44 b ; Campe ; ( man kann sagen ) vielseitig, doppelherzig, vieläugig Adelung umst. lehrge…

vielangesprochen

DWB

vielangesprochen : daher ehre ich ihre vielangesprochene zeit jahrb. d. Grillp.-ges. 3, 286. —

vielarm

DWB

viel·arm

vielarm , m. : hydra, armpolyp, polyp, vielarm Nemnich ; der name ist eine verbesserung des dem greich. nachgebildeten vielfuss ( πολύπους )…

vielarmig

DWB

viel·armig

vielarmig : unter ihren ( der ceder ) vielarmichten ästen Wieland 2, 158 krit. ausgabe; die vielköpfigen und vielarmigen götterbilder Indien…

vielartig

DWB

viel·artig

vielartig , adj. , multi generis, multigenus Steinbach 1, 40 ; viele arten unter sich begreifend Adelung ; dann aber auch ' von vieler art s…

vielartigkeit

DWB

vielartig·keit

vielartigkeit , f. , besonders nach der freieren anwendung des adj.: da indessen der menschliche verstand in aller vielartigkeit einheit suc…

vielast

DWB

viel·ast

vielast , m. , pflanzenname: liegender vielast Dietrich lex. d. gärtnerei 7, 441 .

Vielau

Meyers

vie·lau

Vielau , Dorf in der sächs. Kreis- und Amtsh. Zwickau, hat eine evang. Kirche, Steinkohlenbergbau und (1905) 4811 Einw.

vielauge

DWB

viel·auge

vielauge , n. , name eines thieres, polycelis ( art der strudelwürmer ) Brehm tierleben (1890 ff. ) 10, 211.

vielausbeutig

DWB

vielausbeutig , adj. : wie schwankend ist das wort, wie schillerig vieldeutig und eben dadurch auch wie reich und vielausbeutig Rückert werk…

vielausdrückend

DWB

vielausdrückend : so vielausdrückend die theatralische declamation seyn mag Herder 23, 560 . —

vielausduldend

DWB

vielausduldend : denn ein vielausduldender ( πολυτλήμων ) bin ich Voss Od. 18, 319 . —

vielbälgig

DWB

vielbälgig , vielbalgig : sie zerfallen in ... vielbälgige ... wenigbälgige Oken allg. naturgesch. 3, 3, 1960 ; ein schlauch oder eine vielb…

vielbändig

DWB

viel·baendig

vielbändig : vielbändige oden Morhof unterr. 1, 625 ( vgl. bd. 4, 1, 1 sp. 1727 gebende 7); aus vielen bänden bestehend, ein vielbändiges we…

vielbäuchig

DWB

viel·baeuchig

vielbäuchig : es sind eigentlich vielbäuchige ( muskeln ) mit nebeneinanderlagerung der bäuche Sömmering vom baue des menschlichen körpers (…

vielbandig

DWB

viel·bandig

vielbandig : im vielbandigen flosz einsam, mühseligkeit duldend Voss Od. 5, 33 ( ἐπὶ σχεδίης πολυδέσμου ), —

viel als Zweitglied (8 von 8)

Allzu viel

Wander

allzu·viel

Allzu viel 1. Allzu viel ist nicht genug. 2. Allzu viel ist ungesund. – Agricola, 37; Bücking, 25; Siebenkees, 10; Müller, 27, 5; Magazijn, …

Bittviel

Wander

bitt·viel

Bittviel Bittviel kriegt Lützel. – Lehmann, 66, 14.

Ebenso viel

Wander

ebenso·viel

Ebenso viel Dat is even so veel as kumm her un do'tnog mol un schêt mi wat. ( Hamburg. ) Von vergeblichem, nichts wirkendem Thun oder schlec…

gleichviel

DWB

gleich·viel

gleichviel , adj. , adv. 1 1) als eigentlicher mengen- und maszbegriff, s. gleich viel unter gleich II A 3. 1@a a) attributiv, durchweg in u…

soviel

DWB

soviel , adj. adv. , zusammenrückung aus so viel, auch getrennt geschrieben, ohne unterschied. vgl. so und viel . so vil belegt Weigand 2, 7…

Trauzuviel

Wander

trau·zuviel

Trauzuviel 1. Mit Trauzuviel hat man Verlust im Spiel. 2. Trauzuviel reit das Pferd weg. – Schuppius, I, 358.

zuviel

DWB

zuviel , adv. zur einheit geworden als adv. des grades: ich kenne in zuovil wol Albrecht v. Eyb spiegel d. sitten (1541) d d 2 a ; so würt a…

Ableitungen von viel (5 von 5)

bevielen

DWB

bevielen , taedere, einem zu viel, lästig sein, einen verdrieszen. dies, den meisten mhd. dichtern geläufige wort ( gramm. 4, 232) ist auch …

unviel

DWB

unviel , adj. adv. , nicht viel, mhd. unvil: das wir vor unvielen dagen ... innen worden seind (1519) acten u. briefe z. kirchenpolitik Geor…

Vervielen

Campe

Vervielen , v. I) trs . viel machen, der Zahl und Menge nach sehr zunehmen machen. Stieler. II) rec . Sich vervielen , viel werden, an Zahl …

vervielung

DWB

vervielung Stieler. vervielfachen, v., erst im 18. jahrh. belegt, gleichbedeutend mit vervielfältigen, aber weniger gebräuchlich; Campe, nic…

viele

DWB

viele , f. , nach analogie der von adj. abgeleiteten abstracta gebildet ( alem. vieli). mhd. wb. 3, 314 a ; Lexer mhd. handwb. 3, 349 ; das …

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APA
Cotta, M. (2026). „viel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/viel/campe
MLA
Cotta, Marcel. „viel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/viel/campe. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „viel". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/viel/campe.
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