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bevielen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

bevielen

Bd. 1, Sp. 1756
bevielen, taedere, einem zu viel, lästig sein, einen verdrieszen. dies, den meisten mhd. dichtern geläufige wort (gramm. 4, 232) ist auch im 15 und 16 jh. noch unerloschen, wie folgende stellen darthun: und last euch trauren nit befiln. fastn. sp. 46, 11; iedoch sol es mich nit befilen, ich wil der siben freud mit in spilen. 267, 18; darumb mir nichts an ir befilt, das sie mir sei mit ausgeben zu milt. 104, 34; weise frau, lat euch nit befilen einer kleinen frag. 171, 5; er ward nie recht genennet milt den seiner milte je bevilt. Brants Freidank 14b, wie schon im urtext: ern wart nie rehte milte, den milte bevilte. Freid. 86, 23; luog ouch, das es in nit bevilt, me enden, dann man im entpfilt. Brants narrensch. 221; luog, wann du gröszers heischen wilt, das dich des kleinen nit bevilt. Brants Cato A 5b; der soldan sprach mit worten milt, sollicher arbeit mich nit befilt. hist. von Thorelle B 4b; mein fraw die schreit, zu aller zeit thust mir das mein verspilen, dich thut ganz nichts befilen. volkslied des 16 jh. von frau Hiltgart; laszt euch deshalb keiner muhe und arbeit befilhen. Joh. von Schwarzenberg der zutrinker und prasser instruction. Oppenheim 1512. D 3; der alt sagt, junger mich befilt, das du dich sagst vom adel sein. Wickrams bilger J 3; wenns dann ein armen man bevilt, so sagt er, gfelt dirs nicht, lasz lign. Rebhuhn klag des armen mannes s. 8; der kelner der ist nicht zu haus, drumb laszt euch nach ihm nicht beviln. Ayrer fastn. 25a; es ist nit ohn, der hochmut des ritters mich nit weniger dann euwer jeden befilcht. Galmy 130. später kommt das wort ganz ab. die schreibung befilhen, befilcht ist falsch, denn dasz man von vil (multum) ableiten müsse, zeigt das nnl. vervelen multiplicare, cumulare und cumulando taedium afferre: dat gebabbel verveelt mij, das geschwätz verdrieszt mich, des geschwätzes ist mir zu viel. dies vervilen erscheint auch einigemal nhd., wie mhd. neben beviln zuweilen erviln.
1964 Zeichen · 37 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bevielen

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    bevielen , taedere, einem zu viel, lästig sein, einen verdrieszen. dies, den meisten mhd. dichtern geläufige wort ( gram…

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Ableitung von bevielen

be- + vielen

bevielen leitet sich vom Lemma vielen ab mit Präfix be-.

Keine Komposita gefunden — bevielen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „bevielen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bevielen/dwb?formid=B06351
MLA
Cotta, Marcel. „bevielen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bevielen/dwb?formid=B06351. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „bevielen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bevielen/dwb?formid=B06351.
BibTeX
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