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vielbedeutend

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

vielbedeutend

Bd. 26, Sp. 152
vielbedeutend, der sinn von viel kann multa sein, 'mehrfache, verschiedene ausdeutung zulassend' (vgl. die stelle aus Hamann), gewöhnlich aber ist viel collectiv oder auch dem grade nach steigernd, doch ist die anwendung in dem sinne 'sehr bedeutend, von hoher bedeutung' selten und jetzt auszer gebrauch: auf den vielbedeutenden nahmen Enoch Gläsers Rist neuer teutsch. Parnasz (1652) 35; (weil die pritschenmeister den harlekins die pritsche) den vielbedeutenden zierrath abgeborget Bodmer samml. crit. poet. schriften (1741) 1, 136; da der begriff von dem, was man unter sprache versteht, so vielbedeutend ist; so wäre es am besten, denselben nach der absicht zu bestimmen, als das mittel, unsere gedanken mitzutheilen und anderer gedanken zu verstehen Hamann (1821) 2, 128; weil überhaupt damals diese ecke des römischen reichs gegen die Franken sehr vielbedeutend war: so musztens auch die bischöfe mit werden Herder 5, 67; in ihm (dem gesicht) wohnt ausgedruckt, still- und vielbedeutend des menschen geist 22, 266; (gab sich) ein recht stattliches vielbedeutendes ansehen Miller Siegwart (1777) 1, 295; alles andere ... faszt' er zusammen in das vielbedeutende vivat academia Hippel lebensläufe (1778) 2, 207; der eine beschuldigte mit einer vielbedeutenden miene das feindliche klima Möser (1842) 4, 10; diese behandlung des .. versmaszes wird noch durch ein eigenes übergreifen des sinnes (enjambement) vielbedeutend Göthe 41, 1, 212 Weim.; das vielbedeutende der figuren schriften d. Götheges. 5, 65; dann wird ein vielbedeutender monarch entstehen Jung-Stilling 3, 535 Grollmann; das war ein reicher und vielbedeutender mann Arndt schriften für u. an s. l. Deutschen (1845) 1, 212; berühmte und vielbedeutende gebäude Gutzkow (1872) 1, 22; mit dem vielbedeutenden zusatz 'so viel als thunlich' Ranke (1867) 3, 15; euer zeugnisz, des vielbedeutenden, gewalt'gen lords Schiller 12, 472. adverbium: (er) neigt vielbedeutend seinen alten kopf Rosegger (1895) II 5, 271; vielbedeutend gebärdeten sich die priester, und summten Göthe 1, 247 Weim.;
2080 Zeichen · 18 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    vielbedeutend

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    vielbedeutend , der sinn von viel kann multa sein, ' mehrfache, verschiedene ausdeutung zulassend ' ( vgl. die stelle au…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vielbedeutend

    Goethe-Wörterbuch

    vielbedeutend [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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