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Schneider

nhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Schneider m.

Bd. 5, Sp. 1300
Schneider m.: 1. 'Handwerker, der Kleidung aus Stoffen herstellt', Schneideʳ (šnaidəʳ) [vereinzelt, Lambert Penns 137 Krämer Gal 190], Schneireʳ (šnairəʳ) [verbr., Mang 121, Krämer Gal 190], Schneiðeʳ (šnaiðəʳ) [KU-Kaulb], Schneileʳ (šnailəʳ) [KU-Bedb HB-Einöd ZW-Bechhf LU-Altr], Schniller [IB-Ensh (Glass 107)]; vgl. Schnitter; Zs.: Batzen-, Bucksen-, Dorf-, Flick-, GeißBock-, Hosen-, Kappenschneider; em Schneireʳ seiⁿ Hut [BZ-Dierb]. De Schneireʳ macht en Paar House [BZ-Dernb]. De Schneireʳ hot de Anzuch verhunzt 'verdorben' [KB-Kriegsf]. Eener kaaft se ferdich, der anner loßt se beim Schneireʳ mache, nämlich die Kleidung [ZW-Gr'bundb]. 's war e Maßa(n)zuch vum Schneirer [Ranssweiler 96]. E Schnejder ohne Scher, der werd nie wer [Kraus Arwed 26]. Der Schneider ist aus verschiedenen Gründen Ziel von Berufsneckereien: man sagte ihm wegen seiner Stubenhockerei eine schwächliche Kondition und Körperkraft nach, dazu geringes Körpergewicht, mangelnden Appetit, Neigung zum Frösteln, übergroße Furchtsamkeit; vgl. Becker Vk. 173/74; s. Bock 2c, Fips 2a, Geiß 2bα, Geißbockschneider, Geißenbart 1 bβ, Geißenbock 2bβ, Meckes1 3f, Nadel 2a, Schneiderbock 1a, -fips, -geiß 1a, -meckes, -pritsche 2, Schnischna-schnak. Ich un mei zwee schtarke Brieder han emol e kranker Schneider verschlaah, ironische Antwort für einen Kraftprotzer [Krieger 63]. E Märche: E Schneireʳ es mähe gang. »Schneireʳ, wo gehscht de hin?« »Ich geh' mähche!« Oufem Hämweg: »Schneireʳ, wo warschte?« »Ich war mä, mä, mä!« Vor Mattigkeit harrer 's mähe nemmer erausbrocht [WD-Niedkch]. E därr, armselig Schneiderche, Hanskaschber war's gedaaft [Sommer Ich frää mich 57]. Mit dere dinne Gaulsdeck owwe druff dhet er friere wie en Schneider [Hartmann Unkel 72]. RA.: e derrer (dürrer) Schneireʳ 'ein magerer Mensch' [KU-A'glan], de lahm Schneileʳ, Neckname [KU-Bedb]; freere (frieren) wie e Sch. 'sehr stark frieren' [KU-Kaulb NW-Frankeck LA-Impfl]; zirrere (zittern) wie en Sch. [LU-Alsh/Gr]. Do freert mer wie e Sch. [Kaislt]. Der friert wie e Sch. [Land BZ-Dierb, Alfred Kloss in: Westricher Kalender 1957 103]. Der laaft wie e Sch. 'Er läuft sehr schnell und leichtfüßig, da er kein überflüssiges Körpergewicht mitschleppen muß oder weil er so furchtsam ist' [KU-Brück]. Der hot en krumme Sch. g'hatt, von einem mit krummen Beinen [BZ-Dernb]. De Sch. hot gemäänt, ich wär e Elefant, wenn das neue Kleid zu weit ist [ZW-Battw]. E Sch. loßt sich net unner der Nas' kitzle 'Ein Schneider ist empfindlich, wenn man ihn verspotten will' [PS-Burgalb]. Ich muß de Sch. erauskloppe, sagt man, wenn man bemerkt, daß ein Kind neue Kleider trägt. Dabei schlägt man leicht mit der flachen Hand auf das neue Stück [KU-Kaulb, KU-Bedb]. Var.: Mer muß de Sch. aus de neie Hosse (aus'm Anzuch, aus de Kleirer) kloppe [KU-Schmittw/O KL-Hütschhs]. Kumm emol her, ich klopp de Sch. aus deine Kleirer [KU-Schmittw/O]. De Sch. wird rausgekloppt [GH-Schwegh]. Dann auch: de Sch. erausschlage 'verhauen' [RO-Münchw]. SprW.: Dr Schuschter geht in v'rrisseni Schuh', dr Schneid'r in dr alde Hose 'Man arbeitet für andere, für sich selbst bleibt einem oft nichts' [Don-Neufutok]. Wenn zwei gleichzeitig sprechen, kommt ein Jud zur Welt oder ein Schneider in den Himmel, von seltenen Ereignissen; weil man den Schneidern nachsagte, sie veruntreuten Stoff und kämen daher selten in den Himmel [ZW-Gr'steinhs]. Sagsprichwort: 's is alles wie mer's nemmt, sacht de Schneideʳ, do horre wirre die Hosselatz hinne hi gemach [Kaislt, Hebel 49]. Alles mit Maß, saat der sell Schneideʳ, do hat er seiⁿ Fraa mit de Ell dotgeschlaa [Hebel 49, Trifels 20/1928]. Als das, saat das sell Märe (Mädchen), do hat's mit me buckelig Schneider gedanzt [Hebel 50]. AR.: 's geht 'n Mann 's Berchl nuf, / loßt e Färzel fahre, / kummt de Schneireʳ henne noch, / mit Nodle un mit Fare. / Liewer Schneireʳ, stech mich nit / ich geb der alles, was ich häb, / un du bist weg [LA-Roschb]. Schneideʳ, Schneideʳ hopp, hopp, hopp, / mach mir einen andern Rock. / Bis ich zähle eins, zwei, drei, / muß das Röcklein ferdich sei [BZ-Albw]; vgl. hopp 1 a. Var.: Schneider, Schneider hopp, hopp, hopp, / mach mir einen Rock, Rock, Rock. / Bis ich zähle eins, zwei, drei, / muß das Röcklein ferdich sei. / Eins, zwei, drei, / ferdich is die Schneiderei [PS-Schmalbg]. Schneider, Schneider, hopp, hopp, hopp! / Ich will e neies Röckel. / Wenn ich zähle 1, 2, 3, / muß das Röckel fertig sei. / 1, 2, 3 - das ist die ganze Schneiderei [Feierowend 5/1950 1, Viktor Carl in: Pfälzer Tagblatt 19. 3. 1960]. KR.: Schneireʳ, Schneireʳ, mock, mock, mock, / mach mer eine neie Rock, / net so groß und net so kleiⁿ, / morje muß er ferdich seiⁿ [KU-Schmittw/O]. Schneiðeʳ, / mach die Hosse weiðer, / mach se net se eng, / suscht gebt's e Buckel voll Fäng! [KU-Kaulb]. Die Sunn scheint, 's Veelche (Vögelchen) greint 'weint', de Schneiðeʳ hockt im Laðe, schneid nix as Kuche un Flaðe [KU-Kaulb]. Zu Kanaan im Judenland, da sitzt ein alter Schneider, hat seine Nadel in der Hand und macht so schöne Kleider. Er macht sie so schön, daß jedermann die Kleider lobt, Zinderadada! [Feierowend 5/1950 1, Viktor Carl in: Pfälzer Tagblatt 19. 3. 1960]. VR.: Schneider-Geiß-Spott (vgl. Röhrich 873 ff.): Schneireʳ, Schneireʳ meck, meck, meck, Spott, bei dem die Stimme der meckernden Ziege nachgemacht wird [RO-Dielkch, KU-Kaulb KL-Reichb Stelzbg PS-Geisbg LU-Alsh/Gr Altr Oggh NW-Freinsh Kallstdt LA-Gommh]; vgl. meck; weitere Var.: Schni-schna-schnock, de Schneider esch en Gäßbock [LA-Wollmh]; vgl. Geißenbock. Ich bin der Schneireʳ meck, meck, mäh [FR-Tiefth]; vgl. mäh 1b. Schneideʳbockgäß, mach d' Supp hääß, schlupp unner de Disch, kreisch Kehrwisch! [GH-Kand]. 99 Schneirer wieje hunnert Pund, un wann se das nit wieje, dann sein se nit gesund [Thielen So rerre mer 109, KL-Alsbn]. Was hämmer dann fer'n Schneideʳ / in unsre alde Stadt? / De Schneideʳ esch 'n dummer Spatz / er macht in d' Hose gar keen Latz! / Was hämmer dann fer'n Schneideʳ [LA-Hainf]. Der Petzer (hier ein Spitzname) hot e Megelche 'weibliches Ferkel', der Schneider hot e Tregelche (Tröglein); quick, quick, quick; quick, quick, quick [Gal-Dornf]; vgl. Pfetzer 1. Schneider, meck, meck, / e Schissel voll Dreck, / e Schissel voll Wanze, / d'r Schneider muß danze [Gal-Bagbg]. Schneideʳ mäck, mäh, / e Schissel voll Fleh, / e Schissel voll Leis, / is dem Schneideʳ sei Speis [Pirmas]. De Schneideʳ un die Laus, / die fordern 'nanner raus. / Do nemmt die Laus die Owerhand / un schmeißt de Schneideʳ unner die Bank, / un wär de Floh nit beigesprung, / do wär de Schneideʳ ums Lewe kumm, eine Anspielung auf die nachgesagten geringen körperlichen Kräfte des Schneiders [ZW-Reifbg (Viktor Carl in: Pfälzer Tagblatt 19. 3. 1960), Feierowend 5/ 1950 1]. Ich weeß, was ich weeß! Em Schneider isch de Bock verreckt, jetzt haust er mit de Geeß [Feierowend 5/1950 1, Viktor Carl in: Pfälzer Tagblatt 19. 3. 1960]. Der Schneirer von Buff, was er heut näht, geht morje uff [Hebel 100]. Schneirer, Schneirer, wick, wick, wick, hoschte ball meiⁿ Hosse geflickt? [Hebel 99]; vgl. flikken 1 a. Var.: Schneireʳ, Schneireʳ wick, wick, wick, hosch meiⁿ House noch nit g'flickt? [LA-Essing]. E X un e Z, die Schneider sein nett, die Schneider sein Leut, die han Geld un han Schneid! [Feierowend 5/1950 1, Viktor Carl in: Pfälzer Tagblatt 19. 3. 1960]. Willewillewitt, was macht de Schneider? Willewillewitt, was macht de Bock? Willewillewitt, er hängt am Galje, willewillewitt, er zappelt noch [Feierowend 5/1950 1]. Die vierunzwanzich Schneider, die finne mol en Schneck. / En jeder hot sich gferricht, en jeder halt sich weg. / Dann schtreckt die Schneck die Haerner, so wie e gleeni Kuh. / Nau schpringe, Schneider schpringe! / Sie will eich ebbes duh! [Penns (UHeim. 1935/1936 232)]. Die Geiß, die hat e kurzi Pritsch 'Schwanz' Pritsche 1aβ, da ist der Schneideʳ heruntergeritscht; die Geiß, die hat e langer Fuß, das ist dem Schneideʳ sein Schnupfduwacksdus (Schnupftabaksdose) [PS-Fehrb]. a. 1384: Heintze snider [Doll Seelb. NW-Lach 97]. a. 1425: so man dem snyder den gezug dar zu gibt [LeinArch. Löhne]. — 2. 'das Insekt Libelle (Aeschna cyanea)', de Schneideʳ [mancherorts VPf östl. NPf vereinzelt übrige Pf, PfId. 127], Schneireʳ [verbr.], Schnaareʳ (šnārəʳ) [KL-Drehthhf], Schnääreʳ (šnErəʳ) [KL-Weilb], Schneiðeʳ [Gal-Josbg], Schneileʳ [LU-Altr BZ-Steinf]; Pl. wie Sg.; vgl. ALA II 196; Zs.: Bachschneider 1, Schneidergeiß, -knecht, Wasserschneider; Syn. s. Libelle 1; blooer (blauer) Schneireʳ [KU-Nerzw], de geel (gelbe) Schneireʳ [KU-Krottb]. — 3. 'das Insekt Wasserläufer (Gerris gibbifer)' [mancherorts VPf vereinzelt übrige Pf]; vgl. Bachschneider 2; Syn. s. Wasserläufer; geeler (gelber) Schneireʳ [KU-Etschbg]; de griene (grüne) Schneideʳ [RO-Münchw]. — 4. 'das Insekt Mistkäfer (Geotrupes)', de Schneireʳ [LA-Roschb]; vgl. K. 40; Syn. s. Pferdskäfer. — 5. 'der Weißfisch Schneider (Alburnoides bipunctatus)', Schneideʳ [LU-Opp, Heeger Tiere II 13 PfId. 127], Schneireʳ [RO-Dielkch LU-Limbghf], Schneileʳ [LU-Altr]. — 6. 'sehr junger Hecht (Esox lucius)', Schneileʳ [LU-Altr]. — 7. 'Feuersalamander (Salamandra salamandra)'; geeler Schneireʳ [mancherorts NWPf], geeler (gelber) Schneiðeʳ [KU-Frankb Kaulb]; vgl. Salamander 1; Syn. s. Feuersalamander. Wann e geeler Schneireʳ em Bronne is, han die Päär (Pferde) kee Wasser getrunk [KU-Dittw]. Volksgl.: Wann der geel Schneireʳ Gift spretzt, geht 's Feier aus [WD-Niedkch]; vgl. spritzen 1 b. — 8.a. Ausdruck beim Kartenspiel; Sch. seiⁿ 'die Hälfte der zum Spielgewinn nötige Augenzahl nicht haben' [LU-Limbghf NW-Hardbg]; vgl. schwarz 2 c sein; de Sch. han (hun, hawe) 'als Spieler 31 Augen 4 e, als Gegner 30 Augen haben' [KU-Bedb RO-Dielkch NW-Frankeck LA-Wollmh]; nicht den Sch. haben 'die Hälfte der zum Spielgewinn nötigen Augenzahl nicht haben' [LU-Limbghf]; de Sch. mache [Land]. Mer hawe (hän) de Sch. 'Wir haben die vorgeschriebene Augenzahl, 30 Augen' [LU-Opp LA-Gommh]. Er hat de Sch. [Pirmas]. Mir kriehe no nit de Sch., mir sin g'schnitte 'Wir haben gerade 30 Augen, wir sind ohne Stich' [ZW-Battw, GH-Kand]; vgl. schneiden 5 a. Er ist nicht aus dem Sch. 'Er hat nicht einmal die Hälfte der Punkte, die er zum Spiel haben müßte' [Don-Schowe Torscha]. Mer sin Schneireʳ frei 'Wir haben wenigstens die Hälfte der Augen beim Kartenspiel' [NW-Freinsh]. — b. 'Verlierer beim Klickerspiel' [LU-Oggh LA-Ilbh GH-Neubg]; vgl. Placken-, Bockschneider. Er is (isch) Sch. 'Er hat alle Klicker verloren' [NW-Lach/Speyd LA-Gr'fischl GH-Hay]. Er isch blott Sch. [BZ-Queichhmb]. — c. 'wer beim Spiel nur noch drei Bohnen hat'. En Sch. hawe [LA-Wollmh]. — d. 'mit Garn umsponnener Wäscheknopf beim Knopf- und Klickerspiel' [Kaislt]. — e. übertr. vom Kartenspiel: 'unsichere, eingeschränkte finanzielle Verhältnisse'. Meer will endlich ausem Schneider [Damm Pälzer 33]. Un kummt'mer endlich ausem Schneider, dann lääbt'mer ziemlich u'beschwert - wie sich's fer Geldleit so geheert! [Damm Pälzer 80]. — 9. 'kranke Frucht', z. B. Zwetschge [RO-Winnw (Wilde 277)]. — 10. FlN, amtl. Im Schneider [LA-Impfl]. — 11. 'Tierkastrierer' Ver-, Vieh-, Füllen-, Hengst(en)-, Ochsen-, Sau-, Sauver-, Stierschneider. — 12. Weitere Bed. s. Auf-, Beutel-, Diel-, Vor-, Frat-, zen-, Futter-, Gesichter-, Glas-, Grimassen-, Haar-, Halsab-, Holz-, Huppser-, Kraut-, Rüben-, Sächsel-, Strohschneider. — Rhein. VII 1597 ff.; Lothr. 460, Els. II 494 Schnider; Schwäb. V 1054 ff.; Hess.-Nass. III 352 ff; Kluge-Seebold22 647; DWb. IX 1268 ff.; Frankf. V 2785/86.
11662 Zeichen · 218 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schneider

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Schneider , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Schneiderinn. Von dem vorigen Zeitworte. 1) Überhaupt, derjenige,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schneider

    Goethe-Wörterbuch

    Schneider Kleidung (nach Maß) anfertigender Handwerker; gelegentl (in scherzh Zshg) im Hinblick auf die den Schneidern a…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schneider

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +7 Parallelbelege

    Schneider , Anton, geb. 1777 zu Weiler im Vorarlberg, Advokat zu Bregenz, leitete 1809 den Vorarlberger Aufstand, wurde …

  4. modern
    Dialekt
    Schneiderm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schneider m. : 1. 'Handwerker, der Kleidung aus Stoffen herstellt', Schneideʳ (šnaidəʳ) [vereinzelt, Lambert Penns 137 K…

  5. Sprichwörter
    Schneider

    Wander (Sprichwörter)

    Schneider 1. A Schneider und a Muck des sind zwoa rare Stuck; die Muck, die is so keck und wirft a Schneider in Dreck. –…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schneider

317 Bildungen · 243 Erstglied · 72 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von schneider

schneid + -er

schneider leitet sich vom Lemma schneid ab mit Suffix -er.

Zerlegung von schneider 2 Komponenten

sch+neider

schneider setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schneider‑ als Erstglied (30 von 243)

schneider als Zweitglied (30 von 72)

Aufschneider

RDWB1

Aufschneider m выскочка; хвастунишка; см. RDWB1 Angeber

Halsabschneider

RDWB1

Halsabschneider m auch Gurgelabschneider m обманщик, мздоимец, лихоимец устар. , мироед устар. So ein ~! - Это же разбой средь бела дня! пер…

Anschneider

DRW

Anschneider Steuerbemesser, Steuerzähler die dicatoribus vulgo den anschneyderenn, vinum ad avena dono missa 1532 QKronstadt II 250 SiebbWB.…

aufschneider

DWB

auf·schneider

aufschneider , m. prahler, lügner: dem aufschneider, dem capitain lügner von der bernhäuterei. Gryphius 1, 765 ; was es für ein unterscheid …

Ausschneider

Campe

aus·schneider

Der Ausschneider , des — s, d. Mz. w. d. Ez; die Ausschneiderinn, Mz. die — en, eine Person, welche etwas ausschneidet. Ein geschickter Auss…

Bankschneider

Adelung

bank·schneider

Der Bankschneider , des -s, plur. ut nom. sing. im Wallfischfange, ein Arbeiter, der den Wallfischspeck vor einer Bank zerschneidet.

beutelschneider

DWB

beutel·schneider

beutelschneider , m. crumeniseca, taschendieb: du sollst morgen sein, wo man die schelmen, betrieger und beutelschneider abstrafet. Gryphius…

Blếchschneider

Adelung

blech·schneider

Der Blếchschneider , des -s, plur. ut nom. sing. auf den Blechhämmern, ein Arbeiter, welcher die Bleche beschneidet.

bruchschneider

DWB

bruch·schneider

bruchschneider , m. qui secando herniis medetur: stein und bruchschneider. Paracelsus chir. schr. 36 a .

Diamantschneider

Adelung

diamant·schneider

Der Diamantschneider , oder Demantschneider, des -s, plur. ut nom. sing. ein Steinschneider, welcher vornehmlich Diamanten bearbeitet.

Dillschneider

Wander

dill·schneider

Dillschneider Er hätte einen guten Dillschnidder geben. ( Trier. ) Von einem Menschen, der bei jedem gesprochenen Worte eine rasche Verbeugu…

Êrbvorschneider

Adelung

erb·vorschneider

Der Êrbvorschneider , des -s, plur. ut nom. sing. ein Erbbeamter verschiedener fürstlichen Häuser welcher bey feyerlichen Gastmahlen die Spe…

formschneider

DWB

form·schneider

formschneider , m. sculptor typorum: 'sol ich solch gselschaft meiden? sprach der formschneider drauf, 'hör ich ietzt auf zu schneiden. wenn…

frauenschneider

DWB

frau·n·schneider

frauenschneider , m. sartor, qui mulieribus vestes conficit: wenn irgendwo frauenschneider und sättel nicht zu haben wären, so wärs im himme…

futterschneider

DWB

futter·schneider

futterschneider , m. ein arbeiter dem das häckerlingschneiden für das vieh obliegt. stroh- sive futterschneider, sector stramentarius. Stiel…

gewandschneider

DWB

gewand·schneider

gewandschneider , m., nomen agentis , die beliebteste und ausdauerndste unter den zusammensetzungen von gewand in der bedeutung pannus. sie …

Gezêltschneider

Adelung

gezelt·schneider

Der Gezêltschneider , des -s, plur. ut nom. sing. ein Schneider, welcher sich vornehmlich mit Verfertigung der Gezelte beschäftiget.

glasschneider

DWB

glas·schneider

glasschneider , m. , zu glas B 1 und 2; handwerker, der glasgegenstände herrichtet und durch schliff verziert: Hans Heszen glasschneidern za…

Großvorschneider

Adelung

gross·vorschneider

Der Großvorschneider , des -s, plur. ut nom. sing. ein vornehmer Reichsbeamter in Pohlen und Litthauen, der in dem erstern Reiche Kron-Großv…

Haderschneider

Adelung

hader·schneider

Der Haderschneider , des -s, plur. ut nom. sing. auf den Papiermühlen, eine Maschine in Gestalt einer Häckerlingsbank, die Hadern oder Lumpe…

halsabschneider

DWB

hals·abschneider

halsabschneider , m. eigentlich decollator; in derber rede nennt man so den wucherer. vgl. kopfabschneider 5, 1770.

Ableitungen von schneider (2 von 2)

Verschneider

PfWB

Ver-schneider , Ver-schnitter m. : ' wer Tiere kastriert ', Veschneireʳ [ BZ-O'ottb ], -schneideʳ [verbr.], -schniddeʳ [ NW-Duttw ]. Zs. Sau…

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APA
Cotta, M. (2026). „schneider". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schneider/pfwb?formid=S04518
MLA
Cotta, Marcel. „schneider". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schneider/pfwb?formid=S04518. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schneider". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schneider/pfwb?formid=S04518.
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