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Lied

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Lied

Bd. 12, Sp. 536
Lied im weitesten Sinne des Wortes ist jede für den Vortrag (sei es Gesang, sei es Rezitation) bestimmte, mit lyrischen Bestandteilen versehene Dichtung; so entstanden die großen Volksepen der meisten Kulturvölker aus einzelnen Liedern, die von fahrenden Sängern verbreitet wurden, und noch neuerdings werden in sich abgeschlossene, für den Vortrag bestimmte und teilweise lyrisch gehobene Dichtungen, wie Schillers »Glocke«, Lieder genannt. Im engern Sinne versteht man unter L. eine Hauptart der lyrischen Poesie, und wiederum eine solche, die für den Vortrag und in der Regel auch für die musikalische Komposition bestimmt erscheint: in ihr kommt das lyrische Element der Poesie reiner und als das herrschende zur Geltung, d. h. es treten die reflektierenden, beschreibenden, erzählenden und dramatischen Züge der poetischen Kunst gegenüber den Äußerungen eines schwellenden und innigen Affekts in den Hintergrund, die Gefühle, nicht die Vorstellungen, bilden den Hauptinhalt, der das poetisch gestimmte Gemüt bewegt. Aber nicht jede Art derartiger Affekte schafft die Grundlage des Liedes, sondern nur diejenige, welcher der ästhetische Charakter des Schönen oder der Sehnsucht nach dem Schönen zukommt; auf dem durch den Charakter des Erhabenen ausgezeichneten lyrischen Affekt beruht dagegen die Ode, das Seitenstück des Liedes im engern Sinne. Je nachdem das L. den Gefühlen des Einzelnen oder denen einer Gemeinschaft Ausdruck verleiht, unterscheidet man individuelle Lieder und Chorlieder; entsprechend der Tatsache, daß die Entwickelung des Gesamtbewußtseins derjenigen individueller Regungen voranzugehen pflegt, bildet sich die chorische Lyrik meist vor der individuellen aus. Mit dieser Unterscheidung chorischer und individueller Lieder kreuzt sich die der geistlichen und weltlichen. Das chorische geistliche L. ist das Kirchenlied, das individuelle wird meist schlechthin geistliches L. genannt. Lieder der ersten Art traten in deutscher Sprache zuerst im 13. Jahrh. auf; das echte deutsche Kirchenlied aber wurde erst durch Luther ins Leben gerufen, und das Beste und Meiste von dieser Art des geistlichen Liedes hat überhaupt das Reformationszeitalter hervorgebracht (s. Kirchengesang und Kirchenlied). Seit dem 17. Jahrh. hat das Kirchenlied nicht mehr recht gedeihen wollen, und selbst Gellerts beim Gottesdienst vielgesungene Lieder gehören, wie alle verwandten Dichtungen der neuern Zeit, dem geistlichen L. nur im weitern Sinn an. Die Anfänge des letztern (in deutscher Zunge) reichen in die Zeit des beginnenden Minnegesanges, aus der wir von dem Kürenberger, von Spervogel u. a. geistliche Dichtungen in Liedform besitzen. Reichlicher tritt das geistliche L. im 14. und 15. Jahrh. auf. Der fruchtbarste geistliche Liederdichter des 15. Jahrh. war Heinrich von Laufenberg. Im 17. Jahrh. ragen als Verfasser geistlicher Lieder die Katholiken Friedrich Spee und Johann Scheffler (Angelus Silesius) hervor. In der neuern und neuesten Zeit sind als bedeutendste Dichter auf diesem Gebiet außer Gellert zu nennen: Klopstock, Hermes, Hiller, Claudius, Lavater, Kosegarten, Schenkendorf, Arndt, Novalis, Spitta, Sturm, Gerok, A. Knapp sowie die Frauen Luise Hensel und Annette v. Droste-Hülshoff.Das weltliche L. tritt in den mannigfaltigsten Gattungen auf, unter denen das Liebeslied numerisch weit überwiegt. Neben ihm begegnen wir am häufigsten Trink-, Tanz-, Vaterlands-, Natur-, Wiegenliedern etc. In Deutschland erscheint das L. in Blüte seit dem 13. Jahrh. Die Erzeugnisse des Minnegesanges gehören der Mehrheit nach der Gattung des Liedes an; dagegen ist den Meistersingern die Fähigkeit, wirkliche Lieder zu dichten, nicht eigen, und bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrh. gelang es nur wenigen Kunstdichtern, den echten Liederton zu treffen. Von ihnen sind Paul Fleming, Simon Dach, Günther, Hagedorn mit besonderer Auszeichnung zu erwähnen. Im Volk selbst aber hat auch während der Zeit des Verfalls der Kunstpoesie die Freude am weltlichen L. und der schöpferische Trieb zur Hervorbringung des Volksliedes (s. d.) fortgedauert, und wir besitzen in den vortrefflichen Sammlungen von Arnim und Brentano, Uhland, Erk, Simrock, Soltau, R. v. Liliencron u. a. einen Schatz köstlicher Volkslieder, wie ihn keine andre Nation aufzuweisen hat. Die vollendetsten Schöpfungen im Bereich des Kunstliedes sind Goethes Lieder, die an Innigkeit, melodischer Klangfülle, herzbewegender Einfachheit und formeller Vollendung nicht nur in der deutschen, sondern in der Literatur aller Völker ihresgleichen suchen. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. fand das L. besondere Pflege bei den Angehörigen des Göttinger Dichterbundes, namentlich durch Hölty, Voß, Bürger (Molly-Lieder) u. a.; daneben sind als treffliche Liederdichter aus gleicher Zeit zu nennen: Matth. Claudius, Salis, Maler Müller u. a. Unter den Romantikern und ihren Nachfolgern zeichneten sich als Liederdichter besonders aus: Brentano, Eichendorff, Wilh. Müller, Hauff, Uhland, Heine und Rückert, von Neuern: Hoffmann von Fallersleben, Herwegh, Geibel, Lenau, Mörike, Storm, Scheffel, Rud. Baumbach, D. v. Liliencron, Bierbaum, E. v. Wolzogen, Falke, Dehmel u. a. Das L. in musikalischer Bedeutung ist die Verbindung eines lyrischen Gedichts mit Musik, wobei an Stelle des gesprochenen Wortes das gesungene tritt, indem die der Sprache eignen musikalischen Elemente des Rhythmus und Tonfalls zu wirklicher Musik, zur rhythmisch geordneten Melodie gesteigert werden. Das musikalische L. ist entweder Strophenlied, bei dem sämtliche oder eine Anzahl Strophen des Gedichts nach derselben Melodie gesungen werden, oder durchkomponiert, wobei jede Strophe in andrer, dem Inhalt derselben entsprechender Weise komponiert wird. Die Geschichte des musikalischen Liedes weist bisher drei Blüteperioden auf, die erste zur Zeit der Minnesinger und Troubadoure, aus der uns eine große Zahl Dichtungen nebst den Melodien erhalten sind; letztere sind nur der Tonbewegung nach notiert, der Rhythmus ist noch wie bei den Griechen (von deren Liedern und Hymnen nur wenige erhalten sind) und bei den mittelalterlichen kirchlichen Hymnen v am Metrum des Textes abhängig (vgl. Runge, »Die Sangesweisen der Colmarer Handschrift«, Leipz. 1896, und Riemann, »Die Melodik der Minnesänger«, das. 1897; im »Musikalischen Wochenblatt«). Die überaus zahlreichen Lieder der zweiten Blüteperiode im 15. 16. Jahrh. sind durchweg mehrstimmig, meist 3–4stimmig gesetzt. Der Satz ist im Anschluß an die kurzzeiligen, volksmäßigen Strophen der Texte deutlich gegliedert, und die modernen Tonarten sind bereits ziemlich scharf ausgeprägt. Besonders gilt das von den Chansons (Canzoni, Canzonette, deutsch »Liedlein«), den noch einfachern Frottolen, Villanellen, Villoten (»Gassenhäwerlin«), während die Madrigale das Kunstlied jener Zeit repräsentieren. Eine höchst bemerkenswerte Vorblüte des ein- und mehrstimmigen begleiteten Kunstliedes im 14. Jahrh. in Florenz ist erst jüngst erkannt worden (Madrigal, Caccia und Ballade; vgl. Joh. Wolf, Geschichte der Mensuralnotation, Leipz. 1905). Obgleich sich seit 1600 der begleitete Sologesang in neuer Weise entwickelte (s. Oratorium und Oper), dauerte es doch geraume Zeit, ehe derselbe auch die schlichte Form des Liedes mit neuem Leben erfüllte. Das Absterben der echten Lyrik in der Poesie mußte verhängnisvoll auch für die Liedkomposition werden. Erst als das Genie Goethes eine neue Epoche der lyrischen Dichtung heraufbeschwor, indem er die Form des Volksliedes bewußt nachbildete und damit den Komponisten (Zelter, Reichardt) die rechten Wege wies, brach ein neuer Morgen an. Doch bedurfte es der speziell für das L. begabten Naturen eines Schubert und Schumann, um den Gehalt der Goetheschen Lyrik ganz zu erschließen und den herrlichen Liederfrühling zu zeitigen, der in den Liedern eines Jensen, Franz, Brahms etc. noch heute fortblüht. Auf den Einfluß der Wagnerschen Musikdramen ist die neueste Wendung der Liedkomposition zurückzuführen, welche die Singstimme mehr auf deklamatorisches Wesen verweist und die musikalische Themengestaltung der Begleitung überträgt (Liszt, Cornelius, Al. Ritter, Hugo Wolf, H. Sommer, Richard Strauß, S. v. Hausegger, Max Reger etc.). Vgl. Schneider, Das musikalische L. in geschichtlicher Entwickelung (Leipz. 1863–65, 3 Bde.); Böhme, Altdeutsches Liederbuch (das. 1877) und Volkstümliche Lieder der Deutschen im 18. und 19. Jahrhundert (das. 1895); O. Lindner, Geschichte des deutschen Liedes im 18. Jahrhundert (das. 1871); Reißmann, Geschichte des deutschen Liedes (2. Aufl., Berl. 1874); Friedländer, Das deutsche L. im 18. Jahrhundert (Stuttg. 1902, 2 Bde., mit Musikbeilagen); Rietsch, Die deutsche Liedweise (Wien 1904); Kretzschmar, Geschichte des deutschen Liedes (Leipz. 1905). – L. ohne Worte ist die seit Mendelssohn sehr gebräuchliche Benennung für kürzere melodiöse Instrumentalstücke aller Art (früher Spielarie genannt).
8888 Zeichen · 127 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lied

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    lied prät. laden 2.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    liedF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    lied , F. Vw.: s. līt

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Lied

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    1. * Das Lied , des -es, plur. die -er, ein nur in einigen Gegenden, z. B. Meißens, übliches Wort, einen Tisch, und beso…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lied

    Goethe-Wörterbuch

    Lied Im Hinblick auf die Verbindung von Text u Melodie, auf die nahezu immer implizierte Singbarkeit ergibt sich ein Bed…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lied

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Lied (frz. chanson . ital. canzone ), lyrische Dichtung, einfach in Ausdruck u. Form, ist zum Gesange bestimmt; man unte…

  6. modern
    Dialekt
    Lied

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Lied [Lìat O. K. ; Liət M. ; Lìèt Z. ; Lît Str. Betschd. Han. W.; Léat Kindw. ; Pl. –ər; Demin. –lə O., –l U. ] n. Lied,…

  7. Sprichwörter
    Lied

    Wander (Sprichwörter)

    Lied 1. Auch das längste Lied hat ein Ende. Böhm. : I ta nejdelší písnička má svůj konec. ( Čelakovsky, 317. ) 2. Aus ei…

  8. Spezial
    Lied, gedehntesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Lied , n , gedehntes песня , ж , протяжная

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lied

281 Bildungen · 177 Erstglied · 99 Zweitglied · 5 Ableitungen

lied‑ als Erstglied (30 von 177)

Lîedarz

BMZ

Lîedarz n. pr. Parz. 87.

liedbegabt

DWB

lied·begabt

liedbegabt , part. : dank dir, schlangenüberwinder, für den liedbegabten mund. Körner 1, 234 .

liedchen

DWB

lied·chen

liedchen , n. kleines oder kurzes lied, niederd. liedeken, ledeken: ich wel zieren mynen lip ( spricht Maria Magdalena ), want ich bin ein s…

liedel

DWB

lie·del

liedel , n. oberdeutsche koseform zu lied, bair. liedl Schm. 1, 1443 Fromm.; mhd. wiʒʒet daʒ ich noch ein niuweʒ liedel von in tihte. Neidha…

liedelîche

LexerN

liede·liche

liede-lîche adv. die kunden sich ouch lîdelich gemache, konnten sich auch sangreich u. als dichter zeigen Elis. R. 3 b .

liedelîn

Lexer

lied·elin

liedelîn stn. BMZ dem. zu liet Trist. Neidh. 82,26. Msh. 1,154 b . liedlîn Lcr. 113,14 u. o. lietlîn Kolm. 57,4. 90,5. liedel ib. 18,12. Nei…

liedeln

DWB

lied·eln

liedeln , verb. kleine lieder dichten oder singen: im anfange, als Gellert und Gleim noch neu waren, da fabelten oder liedelten sie ( schlec…

liedelwurst

DWB

liedel·wurst

liedelwurst , f. für niedelwurst, leberwurst mit niedel: schlachtete er, die gröszte liedelwurst war mein. Chr. Weise lust. redner s. 166 .

liedelīche

KöblerMhd

liedelīche , Adv. nhd. „liedlich“, sangreich? Q.: ElisR (1421/1434) E.: s. liet, *lich? (1) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 298 (liedelîche)

liedelīn

KöblerMhd

liede·līn

liedelīn , st. N. nhd. Liedlein, kleines Lied, kurzes einstrophiges oder mehrstrophiges Lied Vw.: s. minne- Q.: HvNst (liedel), HistAE (FB l…

liedemāz

KöblerMhd

liedemāz , st. F., st. N. Vw.: s. lidemāz

lieden

KöblerMnd

lie·den

lieden , st. V. Vw.: s. līden (2)

lieder

MNWB

lie·der

lîderlĩk (lieder-) , adj. , tragbar, annehmbar, up l.e mâte in tragbarem Maße, up l.e wēge bringen zu annehmbaren Verhandlungen führen , sik…

Liederbuch

SHW

Lieder-buch Band 4, Spalte 339-340

Liederheft

SHW

Lieder-heft Band 4, Spalte 339-340

Liedervers

SHW

Lieder-vers Band 4, Spalte 339-340

Liederart

GWB

lieder·art

Liederart Genre der lyrischen Dichtung, Gedichtform Balladen, und andre L-en B12,153,5 CarlAug 12.6.97 Elke Dreisbach E.D.

liederartig

DWB

lieder·artig

liederartig , adj. : von der bewegung einer liederartigen weise. Göthe 15, 324 .

Liederband

GWB

lieder·band

Liederband für den ersten Band von Goethes Werken, 1815, mit den ‘Liedern’ u ‘Geselligen Liedern’ T6,26,23 v 28.3.17 Elke Dreisbach E.D.

Liederbibel

GWB

lieder·bibel

Liederbibel für die von FINiethammer als ein Volksbuch geplante vorwiegend lyrische Textsammlung 1) T3,385,25 v 13.9.08 1) vgl Goethes Aufsa…

liederbrut

DWB

lieder·brut

liederbrut , f. , in bezug auf die leistungen schlechter liederdichter: wie hasz ich diese liederbrut der affen deines Gleims, die deinen ( …

liederbuch

DWB

lieder·buch

liederbuch , n. buch in welchem lieder stehen; liber musicalis, cantilenarum Stieler 256 ; vgl. mhd. der Maneʒ rangdar nâch endlîche, daʒ er…

Liederbühne

Adelung

lieder·buehne

Die Liederbühne , plur. die -n, in dem Bergbaue, von dem Zeitworte liedern, eine Bühne, worauf die Sätze in den Wasserkünsten geliedert werd…

Liederbüechli

Idiotikon

Liederbüechli Band 4, Spalte 989 Liederbüechli 4,989

Liederchrǟmer

Idiotikon

Liederchrǟmer Band 3, Spalte 815 Liederchrǟmer 3,815

lied als Zweitglied (30 von 99)

Hohelied

RDWB1

Hohelied n übertr. дифирамбы, славословия j-m ein ~ singen idiom. - петь дифирамбы кому-л. идиом. ; петь славу кому-л. идиом. ; славить; про…

augenlied

DWB

augen·lied

augenlied , n. palpebra, βλέφαρον , wörtlich augendeckel, vom ahd. hlit, ags. hlid operculum, und eághlid ist aus dem engl. eyelid zu folger…

Beyglied

Adelung

bey·glied

Das Beyglied , des -es, plur. die -er, in der Baukunst, ein weniger wesentliches Glied in der Säulenordnung; ein Nebenglied, zum Unterschied…

bohnenlied

DWB

bohnen·lied

bohnenlied , n. soll bei dem vom bohnenkönig gegebnen gastmahl, wobei es toll hergieng, gesungen worden sein. allg. anz. der Deutschen 1841 …

brautlied

DWB

braut·lied

brautlied , n. epithalamium, hymenaeus, ags. brŷdleoð: ein brautlied und unterweisung der kinder Korah von den rosen vorzusingen. ps. 45, 1 …

Britsche(n)lied

Idiotikon

Britsche(n)lied Band 3, Spalte 1098 Britsche(n)lied 3,1098

Būßlied

Adelung

buss·lied

Das Būßlied , des -es, plur. die -er, ein Lied für ein bußfertiges Gemüth, oder worin dasselbe seine Empfindungen der Reue ausdruckt.

Bōne(n)lied

Idiotikon

Bōne(n)lied Band 3, Spalte 1097 Bōne(n)lied 3,1097

Chlaglied

Idiotikon

Chlaglied Band 3, Spalte 1096 Chlaglied 3,1096

familienglied

DWB

familie·n·glied

familienglied , n. membrum familiae, hausgenosz: sämmtliche nachbarn und verwandte wurden abermals vorgeführt und es erschien meiner einbild…

gassenlied

DWB

gassen·lied

gassenlied , n. gassenhauer, a ballad, a country-ballad Ludwig 693 , vaudeville Rädlein 321 b , schon bei Maaler ( s. u. gassenhauer 3): noc…

geburtsglied

DWB

geburt·s·glied

geburtsglied , n. genitale membrum, genitalia Steinbach 1, 605 , Frisch 1, 64 c , bei Adelung ' in der anständigen sprechart ', bei Stieler …

Gege(n)lied

Idiotikon

Gege(n)lied Band 3, Spalte 1095 Gege(n)lied 3,1095

grablied

DWB

grab·lied

grablied , n. , seit dem 16. jh. bezeugt, im 17. und 18. jh. häufig, auch in ungebundener rede, grabelied, im 19. jh. nicht selten grabeslie…

hauptglied

DWB

haupt·glied

hauptglied , n. 1 1) allgemein membrum principale Stieler 670 . 2 2) in der baukunst die vorzüglichsten, gröszten und wesentlichsten theile …

heldenlied

DWB

helden·lied

heldenlied , n. carmen heroicum, versus epopaei. Stieler 1161 : und manch ein alterthümlich heldenlied ertönt wie schwertgeklirr und schilde…

hinterglied

DWB

hinter·glied

hinterglied , n. hinteres glied, an einem finger, einer zehe. auch hinteres glied eines logischen oder arithmetischen verhältnisses. s. mitt…

hirtenlied

DWB

hirten·lied

hirtenlied , n. carmen pastorale, schäferlied. Stieler 1161 ; verwegne! dasz du dich erquickst in deinem herzen ob meinem hirtenlied! ich si…

Hochzeitslied

Wander

hochzeits·lied

Hochzeitslied Hochtîdslied – lostge Lied; ›ole Lied‹, beschäten Lied. – Frischbier 2 , 1639.

hoflied

DWB

hof·lied

hoflied , n. lied von höfischer art ( im gegensatz zum gassenhauer, volkslied ): kam der hofmaister und sprach dem Moringer zu, den er doch …

hohelied

DWB

hohe·lied

hohelied , n. zusammengerückt wird öfters geschrieben für das hohe lied ( sp. 1603); auch in den obliquen casus des hohenliedes, dem hohenli…

hurenlied

DWB

huren·lied

hurenlied , n. versus fescennini: aber nach siebenzig jahren wird man von Tyro ein hurnlied singen. Jes. 23, 15 . dim. hurenliedlein: in krü…

Ableitungen von lied (5 von 5)

gelieden

DWB

gelieden , im 16. jh. für gelitten als nebenform ( auch gelidden), wie mhd. geliden neben geliten ( s. u. leiden A, 2), das auch noch der vo…

liede

KöblerMhd

liede , Adv. Vw.: s. leit (2)

urlied

DWB

urlied Hebel 3, 212 ,

zerlieden

DWB

zerlieden , verb. , mhd. zerliden, mnd. toleden, dimembrare, ' zergliedern ' ( zu mhd. lit, gen. lides, n., glied ), zerlegen, zerschneiden;…