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Runge

mhd. bis sprichw. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
18 in 17 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
35
Verweise raus
34

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Runge

Bd. 17, Sp. 266
Runge, 1) Philipp Otto, Maler, geb. 23. Juli 1777 in Wolgast, gest. 2. Dez. 1810 in Hamburg, bildete sich hier bei Herterich und Hardorff, dann auf der Kopenhagener Akademie unter dem Bildnismaler Jens Juel und 1801–04 auf der Akademie in Dresden, wo er in vertrauten Umgang mit K. D. Friedrich und den Romantikern Tieck und Schlegel trat, und lebte dann wieder in Hamburg. R. ist eine der eigenartigsten Erscheinungen aus der Anfangszeit der neuen deutschen Kunst. In seiner »Farbenkugel« (Hamb. 1870), seinen schriftstellerischen Entwürfen, Tagebüchern etc. (als »Hinterlassene Schriften«, hrsg. von seinem Bruder, das. 1840, 2 Bde.) hat er manche Theorien aufgestellt oder wenigstens vorgeahnt, die erst viel später Gemeingut der modernen Kunst wurden, in seinen Bildern diese Theorien aber nur unvollkommen zum Ausdruck bringen können. Seine Bildnisse im Freien, von denen sein Selbstbildnis mit seiner Frau und seinem Bruder (1804), die Hülsenbeckschen Kinder (1805), die Eltern des Künstlers (1806) die hervorragendsten sind, sind herb in Farbe und Zeichnung, aber voller Empfindung und zum Teil von einer gewissen Großartigkeit der Auffassung. Von dem mystisch-symbolischen Zyklus der vier Tageszeiten, der sein Hauptwerk werden sollte, ist nur der Morgen (1808) fertig geworden. Vortrefflich sind seine ornamentalen Zeichnungen und Silhouetten (»Ausgeschnittene Blumen und Tiere in Umrissen«, Hamb. 1843). Die genannten Werke und der größte Teil seiner Studien befinden sich in der Hamburger Kunsthalle. 2) Friedrich Ferdinand, Chemiker, geb. 8. Febr. 1795 in Billwärder bei Hamburg, habilitierte sich als Privatdozent in Berlin, lebte längere Zeit in Paris, erhielt 1825 eine Professur in Breslau und lebte dann als Beamter, später als Pensionär der Seehandlung in Oranienburg, starb daselbst 25. März 1867. Er entdeckte das Anilin und sah zuerst farbige Abkömmlinge des Anilins, auch untersuchte er die Produkte der trockenen Destillation, die Bestandteile des Krapps etc. Er schrieb: »Farbenchemie« (Berl. 1834, 3 Bde.); »Chemisch-technische Monographie des Krapps« (das. 1845); »Grundriß der Chemie« (Münch. 1847–48, 2 Bde.); »Der Bildungstrieb der Stoffe, veranschaulicht in selbständig gewachsenen Bildern« (Oranienburg 1859); »Hauswirtschaftliche Briefe« (Berl. 1867).
2288 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    RUNGEstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    RUNGE stf. goth. hrugga gr. ῥάβδος. ahd. runga . vgl. W. Grimm in der zeitschr. f. d. a. 6,326,61. stab zum halten der l…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rungeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    runge , F. nhd. Runge, hölzerne Stange, Wagenrunge, Querholz unter dem Obergestell des Wagens, an der Seite eines Wagens…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Runge

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Runge , plur. die -n, ein Wort, welches eigentlich ein dickes, kurzes, körperliches Ding bedeutet, aber nur noch in …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Runge

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Runge , Otto Phil., Maler, geb. zu Wolgast, lebte seit 1804 in Hamburg. Seine vielen Gemälde sind hauptsächlich mytholog…

  5. modern
    Dialekt
    Runge

    Rheinisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Runge das Wort, zu got. hrugga ‘Stab’, ags. hrung ‘Teil des Wagens’, engl. rung ‘Leitersprosse’, mndl. ronghe, ndl. rong…

  6. Sprichwörter
    Runge

    Wander (Sprichwörter)

    Runge Man kann ihm eine Runge im Arsch zerbrechen. – Frischbier, I, 129. So gesund und stark ist er.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit runge

512 Bildungen · 59 Erstglied · 449 Zweitglied · 4 Ableitungen

runge‑ als Erstglied (30 von 59)

Rungelschaft

RhWB

rungel·schaft

Rungel-schaft ruŋə(l)šaft, Pl. -də Birkf f.: die Errungenschaft, das Erworbene; s. Rumpel-.

Rungenholz

SHW

Rungen-holz Band 4, Spalte 1529-1530

Rungenkette

SHW

Rungen-kette Band 4, Spalte 1529-1530

Rungennagel

SHW

Rungen-nagel Band 4, Spalte 1529-1530

Rungenstock

SHW

Rungen-stock Band 4, Spalte 1529-1530

Rungenwagen

SHW

Rungen-wagen Band 4, Spalte 1529-1530

Rungenauge

RhWB

rungen·auge

Rungen-auge -ō:x Sieg n.: die Öse, das Halteeisen, in dem die Runge steckt.

Rungenbohr

PfWB

rungen·bohr

 Rungen-bohr n. : eine Bohrerart. a. 1790: 1 Rungenbohren [SSp v. d. Leyen Fasz. 100, Inv. BZ-Wernbg].

rungenēren

WWB

runge·neren

rungenēren V. [verstr.] ruinieren, verderben, radikal schädigen; in Unordnung bringen ( Hal Bh ). Hai hiät siek selwer rummenäiert ( Arn Ar)…

rungenfaul

DWB

rungen·faul

rungenfaul , adj. zur bezeichnung eines hohen grades der trägheit. die runge ist ein verhältnismäszig bewegungsloses glied des wagens. Frisc…

Rungenhāke

WWB

rungen·hake

Rungen-hāke m. Eisenhaken, in den die aufgezogenen Wagenflechten gehängt werden ( Wie Wb).

Rungenholt

MeckWB

rungen·holt

Rungenholt n. geschlagene Baumstämme, sie werden auf dem Rungenwagen ( s. d. ) abgefahren und müssen daher rungen ( s. ob. ) Ro Kühl .

Rungenkette

RhWB

rungen·kette

Rungen-kette ruŋkīt (s. S.) Wend-Langw , Birkf , Meis , Simm (sonst in dem Geb. für ‘Runge’ Storren ), Dinsl-Hiesf f.: K., die durch den R.k…

runge als Zweitglied (30 von 449)

bærunge

KöblerMhd

*bærunge , st. F. Vw.: s. ein-, ūf- E.: s. bære W.: nhd. DW-

bœrunge

KöblerMhd

*bœrunge , st. F. Vw.: s. er- E.: s. bœren

huorunge

KöblerMhd

*huorunge , st. F. Vw.: s. be- E.: s. huoren

lāgerunge

KöblerMhd

*lāgerunge , st. F. nhd. Nachstellung Vw.: s. wege- E.: s. lāgenen W.: nhd. DW-

nūwerunge

KöblerMhd

*nūwerunge , st. F. Vw.: s. er- E.: s. niuweren W.: nhd. DW-

smerunge

KöblerMhd

*smerunge , st. F. Vw.: s. be- E.: s. smeren, s. smer

sprunge?

KöblerMhd

*sprunge? , Adj. Vw.: s. gran-, hōch E.: s. springen (1)

spürunge

KöblerMhd

*spürunge , st. F. Vw.: s. ūz- E.: s. spüren* (1)

swerunge

KöblerMhd

*swerunge , st. F. Vw.: s. be-, meineit-, mein-, zesamene- Hw.: vgl. mnl. sweringe, mnd. swēringe (2) E.: s. sweren

terminierunge

KöblerMhd

*terminierunge , st. F. Vw.: s. be- E.: s. terminieren

abekêrunge

MWB

abekêrunge stF. ‘Abwendung (von Gott), Abtrünnigkeit, Treulosigkeit’ nur Cranc : ja ist unsir abkerunge alzuvil, wir haben dir gesundiget eb…

abekērunge

KöblerMhd

abekērunge , st. F. nhd. „Abkehrung“, Unbeständigkeit, Abfall, Abwendung, Abtrünnigkeit, Treulosigkeit Hw.: vgl. mnd. afkēringe Q.: Cranc (1…

abesunderunge

KöblerMhd

abe·sunderunge

abesunderunge , st. F. nhd. Absonderung Q.: RbMagdeb (Ende 14. Jh.) Hw.: vgl. mnd. afsünderinge E.: s. abesunderen* W.: nhd. Absonderung, F.…

abevorderunge

KöblerMhd

abe·vorderunge

abevorderunge , st. F. nhd. Abforderung Q.: Eyb, Urk (1460) E.: s. abevorderen* W.: nhd. Abforderung, F., Abforderung, DW 1, 41, DW2 1, 261 …

abevüerunge

KöblerMhd

abe·vüerunge

abevüerunge , st. F. nhd. „Abführung“, Abtransport Q.: BgRIglau (1409) E.: s. abevüeren* W.: nhd. Abführung, F., Abführen, Wegbringen, DW 1,…

abvorderunge

KöblerMhd

abvorderunge , st. F. Vw.: s. abevorderunge

anderunge

Lexer

ande·runge

anderunge , enderunge stf. ib. wechsel, wankelmut Trist. Orl. 60. Ls. 2. 157,3 ; des mônen ender. mondwechsel Mgb. 157,15. 271,30. 370,23.

aneforderunge

KöblerMhd

aneforderunge , st. F. Vw.: s. anevorderunge

anerüerunge

KöblerMhd

ane·rüerunge

anerüerunge , st. N. nhd. „Anrührung“, Berührung, Veranlassung Hw.: vgl. mnd. anerȫringe Q.: KvMSel (FB anrüerunge), Eckh (1. Drittel 14. Jh…

anevorderunge

KöblerMhd

ane·vorderunge

anevorderunge , st. F. nhd. „Anforderung“, rechtmäßiger Anspruch Hw.: vgl. mnd. anevȫrderinge* Q.: MGHConst (1322), Tuch, Urk E.: s. anevord…

anforderunge

KöblerMhd

anforderunge , st. F. Vw.: s. anevorderunge

anrüerunge

KöblerMhd

anrüerunge , st. N. Vw.: s. anerüerunge

anvorderunge

Lexer

an-vorderunge stf. rechtmässiger anspruch Tuch. 35,28. 36,3.

arrestierunge

KöblerMhd

arre·s·tierunge

arrestierunge , st. F. nhd. Arrestierung, Arrestieren, Festnahme Q.: MH (1470-1480) E.: s. arrestieren W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 33 (arrest…

bartierunge

KöblerMhd

barti·erunge

bartierunge , st. F. nhd. Tauschhandel, Barterhandel Q.: Urk (1326) E.: s. mnl. barteringe W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 446 (bartierunge)

Ableitungen von runge (4 von 4)

bërunge

Lexer

bërunge stf. menstruation Cod. Schm. Fr. 1, 260 ; vgl. bërbluot.

gërunge

Lexer

gërunge stf. BMZ das begehren, verlangen Alexius , Ernst 3200. j.Tit. 314. Berth. Kl. 104. 465. Myst. 2. 79,15. Wack. pr. 63, 32. Pass. K. 2…

zerrunge

Lexer

zerrunge stf. man mich der zerrung der glider an dem chreutz Germ. 22. 438,3.