Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
lallen
lallen
lallen Vb. ‘undeutlich, mit ungelenker Zunge sprechen, stammeln’, ahd. lalōn (um 900), mhd. lallen, lellen läßt sich mit gleichbed. schwed. lalla, dän. lalle (isl. lalla ‘bummeln, trödeln, schlendern’), aind. lalallā̌ ‘das Lallen, Lallaut’, lit. lalė́ti ‘laut schwatzen’, lalúoti ‘lallen’, lat. lallāre ‘in den Schlaf singen’, griech. lalé͞in (λαλεῖν) ‘schwatzen’, lálos (λάλος) ‘geschwätzig’, russ. lála (лала) ‘Schwätzer’ verbinden, so daß lautmalendes, kindersprachliches ie. *lal(l)(ā̌)- als Reduplikation einer Schallwurzel ie. *lā- (s. Lamento) angesetzt werden darf. Doch können die zahlreichen Wörter in den ie. Sprachen auch unabhängig voneinander schallnachahmend gebildet sein. Verwandtschaft besteht sicher auch mit lullen (s. d.). lallen bezeichnet das unartikulierte Sprechen von Kindern, Betrunkenen und Sprachbehinderten.