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Lallen

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
23 in 19 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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36

Eintrag · Campe (1807–1813)

Lallen v., intrs, trs

Bd. 3, Sp. 10b
Lallen, v. I) intrs. 1) Unvernehmlich mit Einmischung vieler ungehöriger l oder la reden, wie Kinder die zu reden anfangen zu thun pflegen. Dann auch, in sofern fehlerhaft oder unvollkommen sprechen, da man anstatt eines r ein l hören läßt. So sagt man auch von einem Betrunkenen, welchem die Zunge schwer ist, so daß er nicht deutlich sprechen kann, er lalle. Er kann nur noch lallen. I weiterer Bedeutung, seine Gedanken und Empfindungen mit Worten nur unvollkommen ausdrucken. 2) Nach Ad. ohne Worte und bloß mit Wiederholung der Silbe la singen, wofür man aber allgemeiner lullen sagt, welches gute Wort Ad. nicht gekannt zu haben scheint. II) trs. lallend sagen, ausdrucken, besonders nur unvollkommen ausdrucken, von Empfindungen  Lallt meine Zunge nicht mehr Dank. Ramler. (R.) Nun lallt alles Volk entzückt die Sprache der Franken. Göthe. I den Schlaf lallen, durch Lallen einschlafen machen. Wie wenn sie, — hinblickt auf den muthigen Säugling, Der, mit dem Busentuch' spielend, in Schlummer sich lallt. Voß. D. Lallen. D. — ung.
1047 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lallenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    lallen , lellen swv. BMZ mit schwerer zunge sprechen, lallen. lallen Renn. 9628. 10519. 14353. lellen ib. 16203. Herb. (…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lallensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    lallen , sw. V. nhd. lallen, beschwert oder unverständlich sprechen Hw.: vgl. mhd. lallen E.: s. mhd. lallen, sw. V., la…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lallen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Lallen , verb. reg. act. et neutr. welches im letzten Falle das Hülfswort haben erfordert, mit Einmischung vieler unbede…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lallen

    Goethe-Wörterbuch

    lallen 3.SgPräs ‘lall’’ 37,225,3 a (lautmalerisch) von einem kleinen Kind: einfache Laute (wiederholend) äußern, brabbel…

  5. modern
    Dialekt
    lallen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    lalle n [làlə Ruf. ] wie hochd. JB. XIII 195 Anm. Nimmi l. könne n betrunken sein Str. ‘lallen bloderen lallare’ Dasyp.

  6. Spezial
    Lallenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    Lallen , n лепет , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lallen

8 Bildungen · 3 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

lallen‑ als Erstglied (3 von 3)

lallendun

MeckWB

lallen·dun

lallendun so betrunken, daß die Sprache versagt (1895) Ma GHelle .

lallen als Zweitglied (4 von 4)

anlallen

DWB

anlallen , gleichsam adlallare, allallare, anstammeln: das kind lallt die mutter an: gern hört der vater aller so sich vielfach angelallet. …

herlallen

DWB

her·lallen

herlallen , verb. balbutire. Hederich 1261 ; das kind lallt seinen spruch her; der betrunkene lallte einige unverständliche worte her.

nachlallen

DWB

nach·lallen

nachlallen , verb. das lallen eines kindes nachahmen Frisch teutsch-franz. wb. 254 ; lallend nachsprechen, wiederholen oder nachahmen. 1 1) …

vorlallen

DWB

vor·lallen

vorlallen , verb. : einem etwas v., ' damit er es höre ' Adelung ; in eigentlichem sinne von unvollkommenem sprechen, oft in freierer anwend…

Ableitungen von lallen (1 von 1)

verlallen

DWB

verlallen , verb. lallend verbringen: die süszen augenblicke, die ich mit dem wächslinge meiner seele verlallen .. sollte. Hamann 4, 19 .