Gesang g- GWB152,178 Gen u Dat ‘G-s’ u ‘G-es’ bzw ‘G.’ u ‘G-e’; ‘G’sang’ GWBB50,3,2 u 4,5 Herder [Sept 71 Korr DjG32,64,13] Von ca 670 Belegen ca 300 in Pkt 1, ca 120 in Pkt 6, ca 90 in Pkt 5. Ca 240 Belege im dichterischen Werk (s vor allem Pkt 1), oft in themat u motivischer Verwendung (dabei auch als Symbol für Poesie) sowie iZshg mit Gesangspartien bes in den Singspiel- u Opernlibretti, aber auch in anderen Bühnenstücken. Die Belege zeigen, wie G seine Hochschätzung des Gesangs u die Idee der ursprüngl Einheit von Gesang u Dichtung1) auch in der Dichtung selbst reflektiert u realisiert; zB legt er die markanteste Aussage üb den Vorrang der Vokal- vor der Instrumentalmusik einer seiner Romanfiguren in den Mund ( GWB21,204, s Pkt 1 a). In Br, autobiogr u ästhet Schr öfter in Äußerungen üb Probleme der Vertonung, am Beispiel eigener Libretti u Gedichte od etwa in der Analyse des hist Streits um den Vorrang des frz od italienischen Opernstils in RamNeffeAnm (s unter 2 u 3). 1 das Singen, der erklingende Gesang, vereinzelt für Formen des Sprechgesangs; überwiegend im dichterischen Werk, mehrf (bes in a) als elementare od überirdische Macht mit tiefer, begeisternder od magischer, betörender, vereinzelt auch verstörender Wirkung a als Kunstausübung, künstlerische Darbietung, Ereignis; auch repräsentiert durch poetische, typisierte Sänger- u Musikantenfiguren od jugendl Geniusgestalten; vereinzelt in theoret Reflexionen, einmal (in Wj) idVbdg ‘eigentlicher G.’ als gesteigerter, idealer Modus der Deklamation Der Demoiselle Schmehling nach Aufführung der Hassischen Sta. Elena al Calvario .. Unter die Beglückten | Riß dein herrschender G. | Mich, den Hochentzückten GWB4,298 Vs 7 [Rugant:] G. und Saitenspiel, die größten Freunde | Des Menschenlebens, schützen meinen Weg | .. es wagt kein wilder Mensch | Den Sänger zu beleid’gen, der sich ganz | Den Göttern, der Begeist’rung übergab GWB11,238 Claud2 795 [der Fürst zu der Schaustellerfrau:] Ihr glaubt also, daß ihr den entsprungenen Löwen .. durch euren G., durch den G. dieses Kindes, mit Hülfe dieser Flötentöne beschwichtigen .. könntet? GWB18,344,8f Nov mit Harfenspiel und G. erhub ihn [Wilh] der Alte zu den höchsten Gefühlen GWB52,94,9 ThS IV 16 [Wilh zum Harfenspieler:] Das Instrument sollte nur die Stimme begleiten; denn Melodien, Gänge und Läufe ohne Worte und Sinn, scheinen mir Schmetterlingen .. ähnlich zu sein, die in der Luft vor unsern Augen herum schweben .. da sich der G. dagegen wie ein Genius gen Himmel hebt, und das bessere Ich in uns ihn zu begleiten anreizt GWB21,204,6 Lj II 11 ~ GWB52,62,13 ThS IV 12 AA137,17 Werth1 II Ossian ~ Werth2 GWB21,234,26 Lj III 1 ~ GWB52,4,14 ThS IV 1 GWB251, 16,27 Wj II 8 GWB1,183 Der Rattenfänger 24 uö im Gleichnis, eine sprichw Aussage2) negierend die Welle des Bachs halten Gesänge nicht auf GWB1,288 Amyntas 8 in Regiebem ua Angaben zur Inszenierung; in Faust II einmal als Sprecherangabe die Musik macht eine Pause, der G. [das Chor GWB38,112,8 Claud1] fällt ein .. Der Zug geht unter dem G-e [geht singend GWB38,112,19 Claud1] ab GWB11,204 Claud2 Regiebem nach 98u101 (Getümmel und G. [Ungesang Var]). Das wilde Heer es kommt zumal | Von Bergeshöh und Waldes Thal GWBFaust II redPers vor 5801 GWBFaust II Regiebem vor 4613 GWB40,113,11 ÜbProserp uö in der häusl-privaten u halböffentl (meist bürgerl) Musikpflege, auch als Chorsingen, mehrf für die Veranstaltungen von G-s zw 1807 u 1811 regelmäßig stattfindender ‘Singschule’; im Roman vereinzelt als Beschäftigung adliger junger Damen Gestern war großer G. bey mir GWBB21,439,20 Eybenbg [10.12.10 Korr B30,276] Glück zu deinem Studenten-Chor! ich glaube wohl daß die neuern Ohren .. einen kräftigen Herz und Dach erhebenden G. schrecklich finden müssen GWBB47,149,13 Zelter 18.7.30 Indeß die Baronin ihrer Tochter alle Freiheit ließ, mit Musik und G., mit Zeichnen und Sticken ihre Tage angenehm zu verbringen GWB24,343,28 Wj II 5 Mann v50Jahren GWBB12,294,7 CarlAug 12.9.97 [Beilage] Tgb 1.3.10 GWB51,73 Zelters 70. Geburtstag 10 uö b das Singen (bekannter Weisen) als Ausdrucksform in versch Lebenssituationen; fast ausschließl in der Dichtung, öfter als verschönerndes Element der Geselligkeit, bei (volkstüml) Festen, Feiern uä; auch in Gemeinschaft stiftender Funktion O wie fühl’ ich in Rom mich so froh .. | Sternhell glänzet die Nacht, sie klingt von weichen Gesängen GWB1,242 Vs 155 RömEleg VII A Maid und a Wein, | Musik und G., | I wollt’ i, so hätt’ i’s | Das Leben entlang GWB4,169 Hans Liederlich 6 [Chor, mBez auf das siegreiche Ende der Befreiungskriege:] Singt dem großen Tage Lieder! | Töne feuriger, G. GWB131,112 Was wir bringen Halle [1814] Vs 389 [G/Riemer] [Meph üb Gretchen:] Sie steht am Fenster, sieht die Wolken ziehn | .. Wenn ich ein Vöglein wär’! so geht ihr G. | Tagelang, halbe Nächte lang GWBFaust I 3318 GWB1,121 Tischlied 7 GWB12,52,27 Lila I uö der Wechselgesang der venezian Gondolieri u die auf den Straßen Roms zu hörenden, von G als ‘Unmelodie’ u ‘Geschrei’ charakterisierten ‘Ritornelli’ als Gegenstand von G-s volkskundl Studien GWBT1,279,3 v 7.10.86 ~ GWB30,129,8 ItR GWB32,349,7 ÜbItal Volksgesang uö in Wj als zünftiger Gesang der wandernden Handwerker u Ausdrucksmedium der Wanderergesellschaft GWB251,65,25 u 67,8 u 74,20 Wj III 1 GWB251,178,13 Wj III 9 uö c in der ‘pädagog Provinz’ als elementares Medium der Erziehung u des Unterrichts3) [der Aufseher zu Wilh:] bei uns ist der G. die erste Stufe der Bildung, alles andere schließt sich daran und wird dadurch vermittelt. Der einfachste Genuß, so wie die einfachste Lehre werden bei uns durch G. belebt und eingeprägt, ja selbst was wir überliefern von Glaubens- und Sittenbekenntniß, wird auf dem Wege des G-es mitgetheilt GWB24,235,15u19u21 Wj II 1 uö d im relig Ritus: geistlicher (liturg) Gesang, Psalmodieren; protestant Gemeindegesang; einmal in dramaturg Funktion [Totenmesse für Gretchens Mutter] Dom. Amt, Orgel und G. .. [Chor:] Dies irae, dies illa | .. [Gretchen:] Mir ist als ob die Orgel mir | Den Athem versetzte, | G. mein Herz | Im Tiefsten lös’te GWBFaust I Regiebem vor 3776 u Vs 3811 ~ GWBUrfaust Regiebem vor 1311 u Vs 1346 [die Wiedergängerin:] Eurer Priester summende Gesänge | Und ihr Segen haben kein Gewicht GWB1,225 Braut vKorinth 164 In einer Stadt, wo Parität | Noch in der alten Ordnung steht, | .. Da lebten wir Kinder Lutheraner | Von etwas Predigt und G., | Waren aber dem Kling und Klang | Der Katholiken nur zugethaner GWB2,211 Parabel 8 GWB29,112,26 DuW 18 GWB22,318,27 u 341,12 Lj VI SchöneSeele uö e rhapsodisches Vorlesen [Werther liest aus Ossians Gesängen] Ein Strohm von Thränen, der aus Lottens Augen brach .. hemmte Werthers G. AA144,17 Werth1 II ~ Werth2 f der vom Dichter vernommene Gesang von göttl Wesen u Geistern als Bild für dichterische Inspiration (in Anlehnung an antike Vorstellungen) Wenn zu den Reihen der Nymphen, versammelt in heiliger Mondnacht, | Sich die Grazien heimlich herab vom Olympus gesellen; | Hier belauscht sie der Dichter und hört die schönen Gesänge [Gespräche Var], | .. Alles erzählt er den Musen GWB2,128 Geweihter Platz 3 [G schickt aus der Schweiz sein damals noch auf zwei Geister verteiltes, später ‘Gesang der Geister über den Wassern’ betiteltes Ged] Von dem G-e der Geister hab ich noch wundersame Strophen gehört, kann mich aber kaum beyliegender erinnern GWBB4,79,21 ChStein 14.10.79 G. der Geister über den Wassern GWB2,56 Titel g der Gesang der Singvögel, bes der Nachtigall, einmal auch für Grillenzirpen; mehrf als topisches Element idyllischer Naturszenerie u Chiffre für Liebeslyrik, auch in Ironisierung empfindsamer Naturschwärmerei Indessen Sie im Staub und Getümmel [beim Exerzieren] Ihre Stunden zubringen .. leben wir ganz still und hängen unsern Gedancken unter blühenden Bäumen und bey dem G-e der Nachtigallen nach GWBB9,114,12 CarlAug [10.5.89] Und so haben | Mich .. | Hehre Musen auferzogen, | .. Und die Nachtigall umkreiset | Mich .. | Und die himmlischen Gesänge | Lehren mich von Liebe träumen GWB2,23 DtParnaß 21 [Merkulo:] Hier führen wir die vorzüglichsten Glückseligkeiten empfindsamer Seelen bei uns. In diesem Kasten sind sprudelnde Quellen .. Hier in diesem ist der G., der lieblichste G. der Vögel verborgen GWB17,21,1f TriumphEmpfindsamk II GWB6,139 Div An Suleika 12 GWB1,73 Mailied 26 GWB23,238,23 Lj VIII 7 uö 2 als Kunstform, künstlerische Ausdrucksform; fast ausschließl im generalisierenden Sg a allg, öfter in Reflexionen üb das Verhältnis zur Poesie, auch zur Sprache, Rede überhaupt, idVbdg ‘eigentlicher G.’ als ursprüngl u ideale Erscheinungsform der Lyrik; gelegentl als Lehrfach man sah [in Gleims ‘Freundschaftstempel’] .. keinen einzigen Musiker und Componisten. Wie? sollte jener Greis, der, seinen Äußerungen nach, nur im Singen zu leben und zu athmen schien, keine Ahnung von dem eigentlichen G. gehabt haben? von der Tonkunst, dem wahren Element woher alle Dichtungen entspringen und wohin sie zurückkehren? GWB35,240,20 TuJ Das Verdienst der schönen menschlichen Rede, wie mir Goethe .. dartat, übertrifft weit das des G-es .. Ja der G. selbst muß auf die simple Sprache zurückkehren, wenn er höchst bedeutungsvoll und rührend werden soll. Dies haben auch schon alle große Komponisten bemerkt Gespr (He2,536f) Knebel 15.5.10 [üb die Förderung der Künste in Stuttgart unter Herzog Carl Eugen] zur Vollständigkeit seiner Akademie gehörte auch der Unterricht in Musik, G., Schauspiel und Tanzkunst GWBB12,292,13 CarlAug 12.9.97 [Beilage] GWB251,7,24 Wj II 8 GWBN11,289,2 u 294,1 Tonlehre Schema [1810] uö mBez auf die Eignung best Gedichte u Gedichtformen zur Vertonung, ihre Sangbarkeit (bzw deren Mangel); einmal in zugespitzter Charakterisierung als ihrer Natur nach in Gesellschaft auszuübende Kunst Hier sind einige Epigramme; Gedichte die sich am weitesten vom G. entfernen; unter meinen Elegien finden Sie eher etwas singbares GWBB18,41,7 Reichardt 8.11.90 [mBez auf G-s ‘Divan’-Gedichte] Die Dichtart .. hat das Eigene, daß sie fast, wie das Sonett dem G. widerstrebt GWBB26,289,2 Zelter 11.3.16 meinen orientalischen Divan .. ich fand darunter nichts Singbares, besonders für die Liedertafel .. Denn was nicht gesellig gesungen werden kann, ist wirklich kein G., wie ein Monolog kein Drama GWBB25,330,13 Zelter [17.5.15] uö b als Element theatral Darstellung, bes in Singspiel u Oper; neben ‘Rede’, ‘Dialog’, ‘Tanz’ uä, vereinzelt ‘melodischer G.’ iUz Rezitativ, dafür einmal ‘rezitierender und deklamatorischer G.’ [Phone:] Was stell’ ich vor? [Mercur:] Die Oper, den G.! [Phone:] Vorstellen läßt sich der G. nicht; aber leisten .. (Sie singt eine große Arie ..) GWB131,86,14u16 Was wir bringen [1802] [mBez auf die Aufführungen des Weim Liebhabertheaters] Und oftmals liehen Wärme, Leben, Glanz | Dem armen Dialog — G. und Tanz GWB16,138 MiedingsTod 160 Erwin und Elmire | ein Schauspiel | mit G. [Ein Singspiel GWB11,285 Erw Elm2] GWB38,69 ErwElm1 Titel [Umarbeitung von ErwElm u Claud] Der prosaische Dialog .. erinnerte zu sehr an jene französischen Operetten .. die mir aber jetzt nicht mehr genügen wollten, als einem eingebürgerten Italiäner, der den melodischen G. durch einen recitirenden und declamatorischen wenigstens wollte verknüpft sehen GWB32,143,12 ItR eine Operette [JeryBätely] .. Ich bitte Sie darauf acht zu geben, dass .. dreierlei Arten von Gesängen drinne vorkommen. Erstlich Lieder .. Zweitens Arien .. Drittens .. der rytmische Dialog GWBB4,156,17 Kayser 29.12.79 GWB16,332 Epimen Vorspr 16 GWBB7,48,8 Kayser 25.4.85 GWB45,169,2 RamNeffeAnm Duni uö als Konkurrenz zur genuin dichterischen Behandlung eines dramat Sujets [Umarbeitung von Claud] Leider hab ich vielen poetischen Stoff wegwerfen und der Möglichkeit des G-es aufopfern müssen GWBB8,324,17 ChStein 19.1.[88] GWBB7,48,25 Kayser 25.4.85 3 Melodie, Musik, meist zu einem Text, auch in Reflexionen üb das grundsätzl Verhältnis der Musik zum Text (in RamNeffe: zur ‘Deklamation’) Sie [Lotte] hat eine Melodie, die sie auf dem Clavier spielt .. wie mich der einfache G. angreift AA43,19 Werth1 II ~ Werth2 [mBez auf den Komponisten JFReichardt] Der böse Geselle. | Dichter, bitte die Musen, vor ihm dein Lied zu bewahren, | Auch dein leichtestes zieht nieder der schwere G. GWB51,226 Xen 147(339) Der Italiäner wird sich der lieblichsten Harmonie, der gefälligsten Melodie befleißigen .. wird aber auch dem Vorwurf nicht entgehen, seinem Text, da er zum G. doch einmal Text haben muß, keineswegs genug gethan zu haben GWB45,183,1 RamNeffeAnm Musik Man hat den Musikern wiederholt vorgeworfen, daß sie schlechte Texte lieben .. wäre der G. nicht von dem Texte unabhängig, wie hätte denn die Charfreytagsmusik in der Sixtinischen Capelle mit Vitulos [dh Kälber] endigen können GWBB23,243,28 Zelter 15.1.13 [für: chant] GWB45,110,22u25 u 111,10u19u23u25f RamNeffe uö idWdg ‘jd hat G.’: von einem Opernkomponisten, für die gesangliche, melodische Qualität seiner Musik der kleine Duni, der .. fühlt, bei Gott! der G. hat [qui a du chant], und Ausdruck GWB45,143,5 RamNeffe 4 komponierter Text; überwiegend Pl, meist für mehrstimmige (bes geistliche) Chorwerke, gelegentl für eine Gesangspartie in Singspiel od Oper Er [der Oheim] ließ durch das .. Chor uns vier- und achtstimmige Gesänge vortragen, die uns, ich darf wohl sagen, wirklich einen Vorschmack der Seligkeit gaben .. Alles waren lateinische geistliche Gesänge GWB22,341,10u25 Lj VI SchöneSeele Die Sänger Moltke, Deny [ua] .. ein .. Lied vortragend. Nachher verschiedene andere Gesänge von Zelter und sonst GWBTgb 3.1.13 [betr Kaysers Vertonung von ScherzLR] Das Duett: Es stellet sich die Freude pp. hatte ich mir blos als einen kurzen G. gedacht GWBB8,174,13 Kayser 6.2.87 GWBB19,379,1u4 Zelter 27.7.07 GWBB23,245,10 Zelter 15.1.13 uö 5 (Vers-)Dichtung; bes für ursprüngl gesungene bzw rhapsodisch vorgetragene od für sangbare bzw zur Vertonung bestimmte Texte; überwiegend Pl a für Versepen die beiden Homerischen Gesänge [> Gedichte] GWB36,425 TuJ Var [Schluß von ReinF] Dieses ist der Sinn des G-s [Reinke de Vos: boek], in welchem der Dichter | Fabel und Wahrheit gemischt GWBReinF XII 375 uö b für (Iyr) Gedichte, ‘Lieder’, bes festlichen, auch feierlichen Charakters (Tafel-, Preislieder, Festgedichte, Hymnen), öfter auch für Volkspoesie; mehrf im Wechsel mit ‘Lied’ Bei Gelegenheit der Pikniks dieser geschlossenen Vereinigung [des ‘Mittwochskränzchens’] .. entstanden mehrere nachher [durch Vertonung] in’s Allgemeine verbreitete Gesänge. So war das bekannte “Mich ergreift ich weiß nicht wie”, zu dem 22. Februar gedichtet GWB35,126,14 TuJ erhalten hiebey die .. Gesänge [zu Carl Augusts Regierungsjubiläum], an denen ich nur Freude haben kann wenn sie durch Ihre Meisterkunst in’s Leben gerufen sind GWBB39,265,6 JNHummel [30.7.25] K [Amor zum Dichter:] “.. du hast dein Leben und Dichten, | .. meiner Verehrung geweiht. | .. Stoff zum Liede .. Ich muß dir ihn geben, | ..” Nun .. hält er sein Wort, gibt Stoff zu Gesängen GWB1,250 Vs 267 RömEleg XIII GWB491,147,11 PhilostratNachtr GWB412,20,8 ÜbVolksgesänge GWBFaust I 17 uö in titelähnl Bezeichnung für ein (gerade entstandenes) Ged [für ‘Dem Schicksal’, später: ‘Einschränkung’] G. des dumpfen Lebens GWBTgb 3.8.76 Pl vereinzelt leicht pejor, mit der Nuance des Konventionellen, Monotonen [Vision eines kommenden dichterischen Genies] Wahrheit wird in seinen Liedern sein, und lebendige Schönheit, nicht bunte Seifenblasenideale, wie sie in hundert deutschen Gesängen herum wallen GWB37,225,9 FGA PolnJude Die Gedichte, welche mir zugesendet worden .. haben sie kein eigentlich poetisch Verdienst .. Demungeachtet .. Die Deutschen lieben das moralisch lyrische, diese subjectiven reflectirten Gesänge, die einen andern Jemand wieder leicht ansprechen GWBB19,423,3 Rumohr 28.9.07 GWB35,236,23 TuJ c für Gesangstexte in einem Bühnenstück; vereinzelt für das Chorlied in der griech Tragödie [üb seine dichterische Produktion] Von 1769 bis 1775. | .. Erwin und Elmire, Claudine von Villa Bella, beide .. prosaischer Versuch mit Gesängen durchwebt GWB35,4,20 TuJ [üb den Plan eines ‘Mahomet’-Dramas] Mehrere einzuschaltende Gesänge wurden vorläufig gedichtet, von denen ist allein noch übrig, was, überschrieben Mahomets Gesang, unter meinen Gedichten steht GWB28,297,9 DuW 14 GWB21,196,21 Lj II 10=GWB52,57,20 ThS IV 12 GWB12,253 Vereitelte Ränke Titel GWB412,62,5 Eurip,PhaethonNachtr uö d verallgemeinernd für Dichtung als Kunstform, künstlerische Ausdrucksform, auch für den Akt des Dichtens, das dichterische Werk eines Autors; meist im generalisierenden Sg, überwiegend im Vers [Vorspr zur Abt ‘Lieder’] Spät erklingt, was früh erklang, | Glück und Unglück wird G. GWB1,9 Vs 2 [Tasso zu Alphons:] Du .. | Der .. | Mir Freiheit gab, daß meine Seele sich | Zu muthigem G. entfalten konnte Tasso 421 [der Chor üb Euphorion, das poetische Abbild Byrons] Scharfer Blick die Welt zu schauen, | .. Und ein eigenster G. GWBFaust II 9922 GWB53,368 Faust II Plp 55,14 Achilleis 580 GWB3,338 ZXen V 1464 uö ‘heroischer G.’: die epische Dichtung als Figur im Maskenz GWB16,210 Maskenz 30.1.02 Vs 2 ‘orphischer G.’: übertr für die durch ihre poetische Kraft bezwingende Darstellung in Herders ‘Älteste Urkunde des Menschengeschlechts’ GWBB2,173,12 Schönborn 1.6.[74] 6 terminolog: Teil einer epischen Versdichtung Reineke Fuchs. In zwölf Gesängen. Erster G. [Reinke de Vos: Hyr beghynt dat erste boek van Reynken deme Vosse] GWBReinF Untertitel u Titel vor I uö(häufig, meist in Br u Tgb) 7 Klang eines Musikinstruments: ‘der Harfen G.’ (Jes 24,8; Luther: “die Freude der Harfen”) GWBB3,9,26 CarlAug 24.12.75 8 Sphärenharmonie die Liebe lief mit schaudernder Hand tausendfältig über alle Saiten seiner Seele; es war, als wenn der G. der Sphären über ihm stille stünde, um die leisen Melodien seines Herzens zu belauschen GWB21,111,26 Lj I 17=GWB51,92,15 Ths I 23 GWB16,206 Maskenz Planetentanz 30.1.84 Vs 98 9 metaphor, öfter im Spiel mit der üblichen Bed; überwiegend beim jungen G a für etw oft Wiederholtes od etw Anhaltendes α abwertend für eine sattsam bekannte Rede, Meinung, einen Allgemeinplatz od eine erbitternde existentielle Erfahrung; auch ‘allgemeiner/ewiger G.’, einmal ‘fromme Gesänge’ den ernsten Resten der älteren deutschen Baukunst, über die ich .. in den allgemeinen G. stimmte: “Ganz von Zierrath erdrückt!” GWB37,145,5 Von dtBaukunst 1773 [Wortwechsel üb ‘Weibergunst’ u ‘Mannsleute’; Weisl:] Ihr seyd bitter. [Adelh:] Es ist die Antistrophe von euerm G. GWB39,72,3 Götz1 II ~ GWB8, 73 Götz2 [Faust:] Entbehren sollst du! sollst entbehren! | Das ist der ewige G., | Der jedem an die Ohren klingt, | Den, unser ganzes Leben lang, | Uns heiser jede Stunde singt GWBFaust I 1550 MA62,550,29 u 552,3 Tieck,Sternbald Ausz β ‘schmerzlicher G.’ für das unablässige Gefühl von Reue u Schmerz [Valerio:] Im Busen eines Freundes wiederhallend | Verliert sich nach und nach des Schmerzens Ton. | [Elm:] Ich lausche gern dem schmerzlichen G., | Der wie ein Geisterlied das Ohr umschwebt GWB11,292 ErwElm2 116 b in Anspielung auf den Gesang der Sirenen für unwiderstehliche, alles andere verdrängende Triebe u Neigungen [Clav:] durch allen verführerischen G. der Eitelkeit und des Stolzes, hab’ ich mich immer jener .. Tage erinnert, die ich in glücklicher Einschränkung zu ihren Füßen zubrachte GWB11,88,6 Clav III c ‘jds letzter G.’ iSv Schwanengesang, letzte (prophetische) Worte eines Sterbenden GWB152,178 Faust II Plp → GWBAllgesang GWBAngesang GWBBänkelgesang GWBBrüllgesang GWBBrustgesang GWBChorgesang GWBChoralgesang GWBDankgesang GWBEbengesang GWBFelsweihegesang GWBFestgesang GWBFiguralgesang GWBFlötengesang GWBFreiheitsgesang GWBFreudengesang GWBFrohgesang GWBGrabgesang GWBGrundgesang GWBHalbgesang GWBHausgesang GWBHeldengesang GWBHochgesang GWBHochzeitgesang GWBKirchengesang GWBKlaggesang GWBLeibgesang GWBLiebesgesang GWBLobgesang GWBLogengesang GWBLuftgesang GWBLustgesang GWBMeister- GWBMenschen- GWBMusen- GWBNacht- GWBNational- GWBOster- GWBPreis- GWBProbe- GWBReihen- GWBReise- GWBRund- GWBSchlachten- GWBSchlag- GWBSchluß- GWBSchmeichel- GWBSiegs- GWBTisch- GWBToten- GWBTrauer- GWBTrink- GWBTriumph- GWBUn- GWBVogel- GWBVolks- GWBVoll- GWBVor- GWBWander- GWBWechsel- GWBWett- GWBWiegen- GWBWild- GWBWohl- GWBZart- GWBZauber- GWBZwei- GWBZwie- GWBZwischen- Syn zu 1 a,b u g Sang zu 1 g GWBLied Melodie zu 2 GWBGesangsmusik zu 2 a Sang zu 3 u 4 GWBGesangweise(sd) zu 5 a GWBGedicht GWBLied zu 5 b GWBCarmen GWBGedicht GWBHymne, Hymnus GWBLied Ode Sang zu 5 d GWBLied Sang zu 6 Rhapsodie zu 7 GWBLied zu 8 GWBHarmonie zu 9 a α GWBLeier GWBLied GWBLitanei Melodie zu 9 a β Melodie zu 9 b GWBLied 1) Zur Übereinstimmung mit zeitgenöss ästh Ansichten (u best Abweichungen davon) vgl BHey’l, G-s u Zelters Reflexionen üb die menschl Stimme. Jb der dt Schillerges 40, 1996, 181—209; üb die Entwicklung musiktheoret Auffassungen seit der Mitte des 18.Jh bes 198— 202; vgl ferner JNeubauer im Komm zu RamNeffe in MA7,1072—1076 u 1080 2) vgl Wander Bd1, Sp 1580 Nr 9: “Ein schöner Gesang hemmt das Wasser im Lauf” 3) offenbar G-s eigene Idee, jedenfalls für das Fellenbergsche Erziehungsinstitut in Hofwyl, das Vorbild für G-s ‘pädagogische Provinz’, in dieser Form nicht nachzuweisen, vgl KGuggisberg, Philipp Emanuel vFellenberg, Bd2, 1953,432Rose Unterberger R. U.