Harmonie Pl vereinzelt -ieen (zB GWB39,199 Vs 106). Von ca 300 Belegen etwa die Hälfte im Bereich der Künste (1a u b), mit Schwerpunkt bei der Malerei. Die musikal od farbl Harmonievorstellung wiederholt auch als konnotatives Moment bei anderen Wortverwendungen. — Der differenziert gefächerte Gebrauch von ‘H.’ steht offenbar mit G-s pantheistischem Gedanken einer alle Dinge, Phänomene einbegreifenden Weltharmonie (1dγ) im Zusammenhang. Das Material gründet zudem auf einigen Leitideen G-s wie der des organisch gebildeten Ganzen, des Ausgleichs der Gegensätze, des Maßes. Mit der Verwendung von ‘H.’ als ästhet Bestimmung für die bildKunst u die Literatur ist zumeist ein klassizistisch geprägtes Kunstverständnis verbunden. Der hohe, normative Rang des ästhet Harmoniebegriffs hatte sich seit der frühen Weimarer Zeit, vor allem jedoch mit dem intensiven Eindruck von Kunst- u Naturharmonie in Italien herausgebildet. (Eine stärker problematisierende Sicht seines Stellenwertes, wie sie bes an G-s Altersdichtung mit ihren häufig eminenten Spannungen, Kontrasten deutlich wird, läßt sich am vorliegenden Material nicht verifizieren.) Einige Belege kennzeichnet eine spezifische, neuplatonisch u pantheistisch beeinflußte Vorstellung: G faßt die Harmonie auch als ein bes dem Künstler immanentes geistiges Potential (unter 1cβ). In den farbtheoret Arbeiten erscheint die farbl Harmonie als ein zentraler Gegenstand wissenschaftl Betrachtung. G bezieht das Phänomen ebenfalls auf das menschl Subjekt, beschreibt es als eine physiologisch begründete Leistung des Auges (1dδ, sa Vorbem zu ‘Farbe’ u ‘Farbenharmonie’). 1 Zusammenstimmen, -passen, in sich ausgewogenes (gesetzhaftes, ideales) Verhältnis der Bestandteile eines Ganzen bzw die davon ausgehende Wirkung a musikal: angenehmer Zusammenklang (in Tonfolge od Akkord), Wohlklang; auch allg als Grundphänomen der Musik Der Italiäner wird sich [in den Kompositionen] der lieblichsten H., der gefälligsten Melodie befleißigen, er wird sich an dem Zusammenklang, an der Bewegung als solchen ergötzen GWB45,182,20 RamNeffe Anm seine [Horatios] ganze Seele schien bloß über den Saiten [der Geige] zu schweben, um den Geist, der in ihnen schlief, zu wecken .. schmolzen die Herzen seiner Zuhörer .. schon der Widerklang der H., die ihn ganz ausfüllte, konnte sie glücklich machen GWB52,236,12 ThS VI 9 weil es eine H. der Töne gibt, so ist ein Duraccord harmonisch. Forschen wir .. weiter, so finden wir auch einen Mollaccord, der .. in dem ganzen Kreise musikalischer H. begriffen ist GWB45,306,14u18 Diderot,Malerei GWBB4,170,1 Kayser 20.1.80 GWBN11,292,22f Tonlehre Schema [1810] uö wiederholt im Bild; in der Darstellung der (hier Orpheus zugeschriebenen) Amphion-Mythe für die von der konkr Klangerscheinung abgelöste ästhetisch vollkommene Grundstruktur Die ganze Natur ist eine Melodie, in der eine tiefe H. verborgen ist DjG32,25,11 Arianne an Wetty Sentenzen die Architektur [als] eine verstummte Tonkunst. Man denke sich den Orpheus, der .. durch die belebenden Töne seiner Leier den geräumigen Marktplatz um sich her bildete .. Die Töne verhallen, aber die H. bleibt. Die Bürger .. wandeln .. zwischen ewigen Melodien GWB48,213,12 MuR(1133) GWBB9,79,4 FLStolbg 2.2.89 GWB51,151,9 ThS II 5 GWB37,104,16 Ephem [G?] bezogen auf die sog Sphärenharmonie [Hofrat:] Was sie [Margarethe] spricht, ist Silberhall | Aus der H. der Sphären, | Die im unermess’nen All | Ihren hohen Meister loben GWB131,138 NachspIffland,Hagestolzen 49 [Peucer/G] GWBB5,57,18 Lavater 19.2.81 — modifiziert od erweitert: für Tongeschlecht Minor | H. der Sehnsucht GWB422,389 MuR(1062) Var für Harmonie- od Musiklehre; einmal als Titelwiedergabe (von JJungius’ ‘Harmonica’) die Sammlung von Rousseau’s Liedern .. es seyen Fehler wider die H. drinne GWBB5,182,18 Kayser 13.8.81 [Ich:] Gäbe es einen guten Meister der H. [maitre d’harmonie], gern würde ich sie [die Tochter] ihm zwei Stunden täglich anvertrauen GWB45,44,2 RamNeffe GWBB45,84,9 Zelter 16.12.28 für Harmonieorchester (aus Blasinstrumenten bestehend) [Konzert in Tennstedt] Der Musikdirector Hermstedt, von Sondershausen .. hatte die sämmtliche Harmonie, das heißt: über ein Dutzend blasende Künstler, mitgebracht GWBB27,130,4 August [30.]7.16 b in bildKunst, Architektur od Literatur, hinsichtl Bildaufbau, Kolorit, Proportion, Stilform ua: innere Stimmigkeit, Ausgewogenheit, Ebenmaß; gelegentl die Homogenität der theatral Darstellung bezeichnend; wiederholt neben ‘Maß’, ‘Ordnung’ [üb Veroneses ‘Familie des Darius vor Alexander’] Seine große Kunst .. durch kunstreich vertheiltes Licht und Schatten und eben so weislich abwechselnde Localfaben die köstlichste H. hervorzubringen, ist hier recht sichtbar GWB30,132,5 ItR~GWBT1,281,23 v 8.10.86 sie [Palladios Bauten in Vicenza] sollen .. durch die schöne H. ihrer Dimensionen nicht nur in abstracten Aufrissen, sondern mit dem ganzen perspectivischen Vordringen und Zurückweichen den Geist befriedigen GWB30,77,11 ItR Meine Iphigenie mag ich nicht gern .. unter die Leute geben, weil ich beschäftigt bin, ihr noch mehr H. im Stil zu verschaffen GWBB4,318,10 Lavater 13.10.80 Virtuosität muß von der dramatischen Kunst fern gehalten werden. Keine einzelne Stimme darf sich geltend machen; H. muß das Ganze beherrschen, wenn man das Höchste erreichen will Gespr(He2,254) EGenast 12.9.07 GWB45,303,22 Diderot,Malerei GWBT1,256,28 v 3.10.86 GWB37,144,17 Von dtBaukunst 1773 GWBB22,246,25 CWolzogen 28.1.12 uö mBez auf Physiognomie, Ausdruckshaltung einer (bibl) Figur, wohl auch die Dimension des Göttlichen konnotierend [an Christus u Johannes erinnerndes Jünglingsporträt] Reine regelmäßige Züge .. das Haupt nach der linken Seite gesenkt, die Augen niedergeschlagen, den Mund halb geöffnet und die ganze Bildung durch einen leisen Zug des Kummers in die herrlichste H. gebracht 401,245,10 Bossi,Leonardo Abendmahl Simon .. in der Stellung, in der Miene, in dem Haarwuchse [ist] eine unbeschreibliche H. zu bewundern GWB47,231,8 Üb:Raffael,Christus u 12Apostel uö(selten) in Charakterisierung eines Wesensunterschiedes von Malerei u Musik Er [JLHoffmann] muß freilich .. sich .. daran stoßen, daß die Mahlerei eine simultane H., die Musik eine successive fordere GWBN4,261,1 FlH VI N11 Tab zu 170—174 — bezogen auf anderes Artifizielles: in Schilderung einer wohlgeformten Handschrift iSv Gleichmaß wenn die zierlich gestellten Buchstaben der Gräfin ihm [Wilh] sonst so sehr gefallen hatten, so fand er in den ähnlichen aber freieren Zügen der Unbekannten eine unaussprechlich fließende H. GWB22,66,21 Lj IV 11 ‘H. der Evangelisten’ für eine Kompilation aus den Evangelien; anschließend an den Begriff u Terminus der Evangelienharmonie singen italiänische Kinder und Frauen .. eine kunstlose H. der vier Evangelisten GWBB45,109,2 Zelter 6.1.29 c mBez auf Mensch, Gesellschaft α in Hinblick auf Sinnlich-Physisches, den Eindruck des Einheitlichen, Vollkommenen (einer Gestalt) bezeichnend; auch in verallgemeinernder Aussage üb (körperl) Schönheit Tanzen muß man sie [Lotte] sehen .. sie ist so mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dabey, ihr ganzer Körper, eine H. [Eine H. Werth2] AA24,20 Werth1 I [anläßl eines Bildnisses der Mme Recamier] Da die Schönheit untheilbar ist uns den Eindruck einer vollkommnen H. verleiht, so läßt sie sich durch eine Folge von Worten nicht darstellen GWB491,404,6 Üb:Gerárd,Collect des portraits hist für stimml-sprachl Wohlklang AA17,19 Werth2 I GWBB1,173,15 FOeser 6.11.68 β hinsichtl Psyche, Geist für: Zustand innerer Ausgeglichenheit, einmal zum Ausdruck eines in sich spannungsvollen Behagens [Fertigstellung der ‘Wahlverwandtschaften’] Freylich gehört zum letzten Zusammenarbeiten .. noch die größte innere H., damit auch das Werck harmonisch würde GWBB20,354,7 ChStein 6.6.09 Unmuth und Unlust hatten in Werthers Seele immer tiefer Wurzel geschlagen .. Die H. seines Geistes war völlig zerstört AA116,25 Werth2 II [Przin:] Eines war, | Was in der Einsamkeit mich schön ergetzte, | Die Freude des Gesangs .. | Da wurde Leiden oft Genuß, und selbst | Das traurige Gefühl zur H. Tasso 1812 Tasso 3060 zur Charakterisierung einer dem schöpferischen Geiste inhärenten synthet Energie, insbes eines naturgegebenen (musikal-)ästhet Wirkvermögens od einer das konkr Kunstwerk antizipierenden ideellen Form1); wiederholt im Vergl (einmal des göttl Schöpfungsakts); speziell idVbdgn ‘eingeborene, mitgeborene H.(n)’ begleitet ihn [Rochlitz] überall eine eingeborne H., ein musikalisches Talent entwickelt sich aus seinem Innern GWB412,116,19 Üb:Rochlitz,Tonkunst was ist das größte des Menschenthuns und treibens. Mir da ich ein Künstler bin, ist das liebste daran daß alles das dem Künstler Gelegenheit giebt zu zeigen was in ihm ist und unbekannte H-n aus den Tiefen der Existenz an das Tageslicht zu bringen GWBT1,309,4 v 19.10.86 Die Welt liegt vor ihm [dem Künstler] .. wie vor ihrem Schöpfer, der in dem Augenblick, da er sich des Geschaffnen freut, auch alle die H-n genießt, durch die er sie hervorbrachte und in denen sie besteht .. GWB37,317,23 Falconet GWB39,199 PromethFragm 1773 Vs 106 uö(selten) pl ‘innere H-n’ für angenehme, versöhnende Traumgesichte GWB8,303,16 Egm V sich mit α berührend: für die Koordination, Einheit der menschl Kräfte; im Bild des Regenbogens für ein reiches Spektrum individueller Ausdrucksformen [‘Er’ zur Geliebten:] Ja du bist wohl an Iris zu vergleichen! | .. So schmiegsam herrlich, bunt in H. | Und immer neu und immer gleich wie sie GWB3,29 Äolsharfen 33 GWB22,151,11 Lj V 3 [Zit s v harmonisch 1cγ] uö(selten) γ als der Idee des Maßes, der Proportion verpflichtete ethische, ästhet Norm der Mensch auf den Gipfel der Natur gestellt .. sieht .. sich wieder als eine ganze Natur an, die in sich abermals einen Gipfel hervorzubringen hat. Dazu steigert er sich, indem er sich mit allen Vollkommenheiten und Tugenden durchdringt, Wahl, Ordnung, H. und Bedeutung aufruft, und sich endlich bis zur Produktion des Kunstwerkes erhebt .. GWB46,29,10 Winckelm Schönh δ für das ganzheitl Zusammenspiel von unterschiedl sozialen od lebensweltl Faktoren; einmal ‘allgemeine H.’ (der Völker) Ich war immer gerne hier [in Ilmenau] .. ich glaube es kommt von der H. in der hier alles steht. Gegend, Menschen, Clima, Thun und Lassen GWBB10,294,8 Schiller 29.8.95 ist es ein sauer Stückgen Brodt wenn man drauf angenommen ist, die Disharmonie der Welt in H. zu bringen. Das ganze Jahr sucht mich kein angenehmes Geschäfft auf GWBB6,155,18 ChStein 24.4.83 [für: harmonie] GWB412,299,14 Anz:LeGlobe uö im Schelling-Exzerpt: ‘prästabilierte H.’2) GWBN13,453,5 Ausz aus Schelling,Syst transzIdealism d in der Natur: zum Ausdruck der Einheitlichkeit im Mannigfaltigen α für die physiol od funktionale Abgestimmtheit der Körperorgane, -glieder, einmal für deren gut proportioniertes Verhältnis; speziell idVbdg ‘organische H.’ da eine allgemeine H. in allen Theilen eines lebendigen Wesens nothwendig ist .. läßt sich aus diesem Knochen [dem Schneideknochen] fast allein schon auf die Lebensweise eines Thieres schließen GWBN8,174,16 AllgKnochLehre 1 eben dadurch wird die H. des organischen Ganzen möglich, daß es aus identischen Theilen besteht, die sich in sehr zarten Abweichungen modificiren .. GWBN8,87,26 Vortr VglAnatomie 3 Uebergewicht eines und des andern Glieds [bei best Tieren] .. das Geschöpf kann, da es keine H. hat, mir keinen harmonischen Eindruck geben. So wäre der Maulwurf zwar vollkommen, aber häßlich N(Goethe14/15,143) Schönheit organNaturen GWBN13,215,10 Morph Plp auch als (personhaft charakterisierte) gestaltbildende Naturkraft [angesichts eines Bildnisses JPhRameaus] Die vollkommenste, liebevollste H. hat diese Gestalt ausgebildet. Nichts Scharfes, nichts Eckigtes an dem ganzen Umrisse .. alles schwebt ohne zu schwanken GWB37,341,3 PhysiognFragm β in Schilderung einer (ital-südl) Landschaft: für ein eindrucksvolles Zusammenwirken der versch Komponenten; in hyperbol Bild auf einen großen, sich ins Universelle weitenden Naturbereich bezogen [vor Palermo] Die Reinheit der Conture, die Weichheit des Ganzen, das Auseinanderweichen der Töne, die H. von Himmel, Meer und Erde GWB31,91,19 ItR Wem hat nicht in Gegenwart seines Mädchens die ganze Welt golden geschienen? Wer fühlte nicht an ihrem Arme Himmel und Erde in wonnevollsten H-n zusammenfließen? GWB37,317,17 Falconet GWB31,227,16 ItR γ für die Einheit des Seienden, den Zusammenhang von Natur, Kosmos, auch als elementares Ordnungsprinzip; in Vbdgn wie ‘ewige, große, allgemeine H.’ Künstler, welche den größten Theil ihres Lebens auf Betrachtung und Nachahmung der reizenden H. wenden, welche über die ganze sichtbare Natur ausgebreitet ist GWB40,195,6 Anz:BeitrOpt Erfinden, Entdecken im höheren Sinne .. ist eine aus dem [menschl] Innern am Aeußern sich entwickelnde Offenbarung, die den Menschen seine Gottähnlichkeit vorahnen läßt. Es ist eine Synthese von Welt und Geist, welche von der ewigen H. des Daseins die seligste Versicherung gibt GWBN11,128,14 MuR(562) [bezügl der Entdeckung des Zwischenkieferknochens] Die Übereinstimmung des Ganzen macht ein iedes Geschöpf zu dem was es ist .. Und so ist wieder iede Creatur nur ein Ton eine Schattirung einer grosen H., die man auch im ganzen und grosen studiren muß GWBB6,390,8 Knebel [17.11.84] Es gibt nicht eine Harmonie, weil der Regenbogen, weil das Prisma sie uns zeigen, sondern diese .. Phänomene sind harmonisch, weil es eine höhere allgemeine H. gibt, unter deren Gesetzen auch sie stehen GWB45,306,7 Diderot,Malerei GWBN11,353 Galvanism Plp im bildhaften Vergl bereits vor dem göttl Schöpfungsakt supponiert [üb Bachsche Orgelmusik] Ich sprach mir’s aus: als wenn die ewige H. sich mit sich selbst unterhielte, wie sich’s etwa in Gottes Busen, kurz vor der Weltschöpfung, möchte zugetragen haben, so bewegte sich’s auch in meinem Innern GWBB42,376,7 Zelter [Ende Jun 27] δ in der Farbentheorie für die Gesamtwirkung von Komplementärfarben, speziell angewandt auf die Totalität des Farbenkreises; wiederholt mBez auf die aktive, schöpferische Rolle des Auges; auch ‘chromatische H.’, ‘H. der Farben’ die H. und Totalität der Farbenerscheinung .. der Angel auf dem die ganze Lehre sich bewegt GWBN4,390,2 Fl AnzÜbers Die mannigfaltigen Erscheinungen auf ihren verschiedenen Stufen fixirt und neben einander betrachtet bringen Totalität hervor. Diese Totalität ist H. fürs Auge GWBN52,186,31 Fl Plp dieses Wahre [der Farbe] wird in der Natur selten harmonisch angetroffen, die H. ist in dem Auge des Menschen zu suchen, sie ruht auf einer innern Wirkung und Gegenwirkung des Organs, nach welchem eine gewisse Farbe eine andere fordert GWB45,294,9 Diderot,Malerei Eine einzelne Farbe erregt in dem Auge .. das Streben nach Allgemeinheit .. Um nun diese Totalität gewahr zu werden .. sucht es neben jedem farbigen Raum einen farblosen, um die geforderte Farbe an demselben hervorzubringen .. Hier liegt also das Grundgesetz aller H. der Farben GWBN1,322,10 FlD 807 GWBN1,1,7 FlD 1 GWBN1,29,6 FlD 61 uö 2 Übereinstimmung, Einklang (mit anderen, untereinander) a gutes Einvernehmen, Eintracht im Zwischenmenschlichen (vereinzelt: mit sich selbst), in Anschauung, Gesinnung, Haltung; auch: ‘untereinander in H. stehen’, ‘mit sich selber in H. sein’ [betr Lektüre aus Schillers ‘Briefen üb die ästhet Erziehung’] Hatte ich das erstemal sie blos als Betrachtender Mensch gelesen und dabey viel, ich darf fast sagen völlige, Übereinstimmung mit meiner Denckensweise gefunden, so las ich sie das zweytemal im pracktischen Sinne .. auch da fand ich mich nur gestärckt .. wir wollen uns .. dieser H. erfreuen GWBB10,205,8 Schiller 28.10.94 [Aurelie:] ich war mit meinem [Theater-]Publicum in dem besten Vernehmen; ich glaubte eine vollkommene H. zu fühlen, und jederzeit die Edelsten und Besten der Nation vor mir zu sehen GWB22,96,22 Lj IV 16~GWB52,255,27 ThS VI 11 [bezügl einer umstrittenen neuen Hof- u Jagduniform] Wenn du nicht eher wiederkommen willst, biß H. im Ganzen ist, und du eine Uniform nicht für H. nehmen kannst; so werd ich dich ewig entbehren müssen GWBB6,98,17f Knebel 21.11.82 GWBB43,368,7 Varnhagen [8.11.27] K Gespr(FfA II 12,706,27) Eckerm 14.3.30 uö im Bild Treu Gefühl und frommer Dank | Walte durch die Seelen. | Lasset ewige H-n | Bald sich suchen, bald sich fliehen | Und zuletzt vermählen. | Unser Mann [der Jubilar Zelter] er that ja so 4, 291 Lasset heut am edlen Ort 19 b für (enge) Entsprechung, Korrespondenz in der Beziehung des Menschen zu Umwelt, Natur (einmal in Hinblick auf das Verhältnis der menschl Erkenntnisvoraussetzungen zu den Naturprinzipien), auch in der Relation von real Gegebenem; idVbdgn ‘etw in H. bringen/setzen’ ua sind besonders die Frauen [in Südeuropa] mit ihren lebhaftesten Miedern und Bändern immer mit der Gegend in H., indem sie nicht im Stande sind, den Glanz des Himmels und der Erde zu überscheinen GWBN1,332,16 FlD 836 so können wir .. wohl sagen, daß, so wie unser Auge mit den sichtbaren Gegenständen, unsre Ohren mit den schwingenden Bewegungen erschütterter Körper völlig harmonisch gebaut sind, daß auch unser Geist mit den tiefer liegenden einfachern Kräften der Natur in H. steht GWBN52,330,12 Fl Plp GWBB36,61,9 Reinhard 10.6.22 Gespr(He31,83) Dittrich 28.8.18 GWB24,18,6 Wj I 2 StJoseph II uö 3 Verbund, Zusammenfügung3) a anatom: Verbindung von Knochen mit fast glatten Rändern; gewöhnl neben ‘Sutur’ kein Zweifel .. daß diese Knochenabtheilung [os intermaxillare] sich sowohl bei Menschen als Thieren findet, ob wir gleich nur einen Theil der Gränzen dieses Knochens an unserm Geschlechte genau bestimmen können, da die übrigen verwachsen .. sind. So zeigt sich an den äußeren Theilen der Gesichtsknochen nicht die mindeste Sutur oder H. GWBN8,101,9 Zwknoch [üb einen Elefantenschädel] meine Hoffnung, die meisten Suturen und H-n unverwachsen zu finden, glücklich eingetroffen GWBB6,293,6 Sömmering 9.6.84 GWBN8,104,2 ZwKnoch GWBN8,313 Morph Plp uö b für den Ansatz von Zapfen auf Zweigen bzw Nadelästen GWBN12,167,6 Morph Plp Michael Schilar M.S.