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Gnade

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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Gnade

Bd. 1, Sp. 1783
Gnade 1. Auf die Gnade grosser Herrn folgt Gift und – Tod gar gern. 2. Besser gnad dann recht, sagen alle fromme Knecht. – Henisch, 1671, 30; Petri, II, 37. 3. Besser ist gnad, dann recht. – Franck, II, 178a; Gruter, I, 8; Eyering, I, 214. 4. Das ist keine Gnade, wenn man ein Ampt kauffen muss. – Petri, II, 66. 5. De up gnade denet, möt gnade wachten. – Lübben. 6. Der hats nit gut, der vmb gnad bit. – Franck, I, 70b. 7. Eitel gnad ist die grössest vngnad. – Petri, II, 329; Henisch, 867, 66. 8. Es ist besser zu viel Gnad als zu viel Straff. – Lehmann, 942, 18; Henisch, 1671, 29; Petri, II, 256; Graf, 397, 604. »Gnad kan man wenigern, straff kan man nit wider zuruck bringen.« 9. Gewisse Gnade ist besser als ungewisse Hoffnung. n.: Bedre er en vis naade, end uvist haab. (Prov. dan., 422.) Engl.: Grace is best for the man. (Bohn II, 365.) 10. Gnad gehet für recht. – Henisch, 1671, 39; Petri, II, 343; Eisenhart, 622; Eiselein, 245; Hillebrand, 201; Pistor., V, 82; Hertius, 37; Estor, II, 97; Simrock, 3822; Sailer, 253; Graf, 397, 602. »Die Begnadigung erscheint als ein Act der Souveränetät, durch welche eine dem Strafgesetz verfallene Person aus Gründen der Billigkeit oder aus höhern Staatsrücksichten von der Strafe ganz oder theilweise entbunden wird, ohne dass sie es fordern kann.« In den alten Weisthümern begegnet man einer doppelten Gesetzgebung, die auf der Grundanschauung der Deutschen vom Recht beruht (s. Gnade 28), einer strengern »von Rechten« und einer zur Seite gehenden mildern »von Gnaden«. Während die erstere den Zweck der Drohung und Abschreckung hat, enthält die letztere die wirklich anzuwendende Strafe. Mit Rücksicht auf die wohlthätigen Wirkungen der Gnade bei einer grausamen Gesetzgebung, die Gnade gehe für das Recht, sie sei sogar besser als das Recht. Wo die Gesetze aber human sind, kann die Gnade nur noch den Zweck haben, die Härten auszugleichen, die Unbilligkeiten zu beseitigen, welche durch schroffe oder irrige Anwendung der Gesetze auf bestehende Verhältnisse durch buchstäbliche Vollstreckung richterlicher Urtheile entstehen könnten. Könnte die Idee der Gerechtigkeit rein und ungetrübt zur Ausführung kommen, dann würde allerdings für die Gnade kein Platz übrigbleiben, und man könnte mit Seume sagen: »Sobald ich das Wort Gnade höre, fahre ich sogleich zurück; denn da hat die Vernunft ein Ende, und es hat nur unter Verbrechern und Dummköpfen Sinn. Gnade gehört nur für Verbrecher und ist für jeden ehrlichen Mann eine Last. Man umnebelt und umgaunert mit dem Gespenst das Fünkchen emporkämpfende Vernunft. – Haben Sie die Gnade, heisst wörtlich: Ich verdiene zwar das Zuchthaus, aber Sie werden mir schon einen andern lucrativen Posten geben, den ich nicht verdiene.« Holl.: Gnade voor regt laten gelden. (Harrebomée, I, 229.) Lat.: Dura justitia, gratior est venia. (Gaal, 773.) 11. Gnad hat kein warumb. – Lehmann, 943, 30; Braun, I, 893; Simrock, 3823; Eiselein, 245. Sollte aber eins haben, damit sie nicht mehr schadet als sie nützen will. Ein freigewordener Negersklave erklärte die Gnade so: »Grace is, what I call something for nothing.« (Illustr. Family Christ. Almanac, Neuyork, 1857, S. 36.) 12. Gnad hat zu- vnnd ablauff wie das Meer. – Lehmann, 943, 30. 13. Gnad ist die höchste Tugend am Fürsten. – Lehmann, 644, 52. Gerechtigkeit nach allen Seiten scheint mir noch ungleich höher zu stehen. Seume behauptet: »Wer das Wort Gnade zuerst gesprochen hat, hat gewiss die Verdammniss im Herzen gefühlt. – Wenn man nur erst die Gnade vertilgt hat, wird schon die Gerechtigkeit kommen«. (Sämmtliche Werke in einem Bande, Leipzig 1835, S. 333, 337 u. 355.) 14. Gnad kan wol zorn werden. – Henisch, 1671, 23; Petri, II, 343. 15. Gnad umb gnad. – Henisch, 1671, 40; Lehmann, II, 230, 143. 16. Gnad vnd Ablass ist vmb Geld zu kauffen. – Petri, II, 343. 17. Gnad vnd freundtschafft soll man erweitern, straff vnd feindtschafft engern vnd ein ziehen. – Henisch, 1671, 41; Petri, II, 343. 18. Gnad vnd wolthat endert nicht ans vndanckbarn natur. – Franck, I, 87b. 19. Gnade erbt man nicht. – Graf, 155, 119. Zum Schutze ihres Vermögens und zur Ausgleichung der ihr während der Ehe entzogenen Verfügungsbefugniss darüber waren der Frau ausser dem allgemeinen Pfandrecht am Vermögen des Mannes und der Befreiung von des Mannes Schulden in verschiedenen Rechtsbüchern eine Menge Vortheile zugesichert, wie Leibgedinge oder Leibzucht (s.d.), Witthum, Morgengabe, Gnadenjahr, Eingeschneitel u.s.w. Der Sachsenspiegel nennt diese Vorrechte, deren eine grosse Anzahl waren, »Gnaden«. 20. Gnade hilft niemand, denn dem sie gethan. – Graf, 155, 120. Die Vortheile oder Vorrechte, die den Frauen zugesichert waren (s. Gnade 19), waren persönliche, die eben nur der bestimmten Frau zu gute kamen. 21. Gnade ist besser dann Recht. – Lehmann, II, 230, 144; Braun, I, 821; Eiselein, 245; Körte, 2788; Simrock, 3821; Graf, 397, 603. »Genad is bezzer als Recht.« (von Steinen, Westf. Geschichte, Lemgo 1780.) Mhd.: Genâde ist bezzer denne reht. (Heidin.) (Zingerle, 57.) Engl.: A king's face should give grace. (Körte, 3288.) Holl.: Ghenade is beter dan recht. (Tunn., 14, 12.) Lat.: Dura iusticia gratior est venia. (Fallersleben, 373.) 22. Gnade ist des Königs Schutzwehr. – Graf, 29, 31. Milde dauert länger als Strenge. Gestrenge Herren regieren nicht lange. 23. Gnade ist Ebb' und Flut. – Eiselein, 245. 24. Gnade ist gut bei dem Rechte. – Graf, 397, 597. Das deutsche Volk hat es zum Grundsatz seiner Rechtsbücher gemacht, stets mit der Gerechtigkeit die Barmherzigkeit zu verbinden. »Die Gerechtigkeit ist grausam, wenn sie nicht gepaart ist mit Milde«, heisst es im Ofner Stadtrecht. Mhd.: Doch is gnade guet bei rechten. (Grimm, Weisth., III, 778.) 25. Gnade ist kein Erbgut. Holl.: Genade is geen erfgoed. (Harrebomée, I, 229.) 26. Gnade kocht nur Wassersuppen. 27. Gnade soll der Gewalt dienen. Mhd.: Genâde sol bî gewalte sîn zwifaltic. (Zingerle, 54.) 28. Gnade steht beim Rechte. – Graf, 397, 596. Das Sprichwort findet sich in Hübbe's Das alte Hammerbrökerrecht aus Findungen (Hamburg 1843, 57, 12): »De Gnade steyt bey dem Rechte.« Da nach der Grundanschauung der Deutschen Gott das Recht ist, so liessen sie neben demselben auch die Barmherzigkeit oder Gnade stehen. 29. Gnade und Meer fragen nicht warum und woher. 30. Gnade ziemt wol bei dem Rechte. – Graf, 397, 606. 31. Gnade ziemt wol bei der Macht. – Simrock, 3824. 32. Je höher Gnad, je schwerer fall. – Petri, II, 393. 33. So we up Gnade denet, de mag der Gnade wachten. – Pufendorf, Observ. juris universi, I in App. 34. Vor lauter Gnade stirbt die Katze Hungers. 35. We uppe gnade denet sunder beschet, de sal sich an der gnade ghenogen laten, de man ime deit. – Göschen, 9, 39. Wer seine Dienste ohne Lohnbestimmung unbedingt (sunder beschet) gewährt hat, muss sich mit dem begnügen, was ihm geboten wird. (Graf, 265, 236.) 36. Wenn die Gnade Gottes im Herzen ist, schwimmen die Augen in Fröhlichkeit. 37. Wenn gnad vnd gunnst nicht will, schafft kunst vnd witz nicht vil. – Henisch, 1781, 54; Petri, II, 655. 38. Wer auf Gnade dient, der muss der Gnade warten. – Sachsenspiegel, Ldr., I, 22, 2. Mhd.: We up ghenathe dhenet dhe mot gnathe wachten. (Oelrichs, Gesetzbuch Bremens, 116, 84; Pufendorf, I, App.) 39. Wer auf Gnade gedienet hat, der muss den Erben um Gnade mahnen. – Graf, 178, 102. Wo kein Lohn festgesetzt worden ist, kann man nur von der Billigkeit des Erben eine Entschädigung erbitten, man hat aber kein gesetzliches Forderungsrecht. Mhd.: Swe uppe genade gedenet hevet, die mut den erven gnaden manen. (Sachsenspiegel.) 40. Wer auff gnad dienet, dem lont man mit barmhertzickeyt. – Agricola I, 268; Tappius, 223b u. 224a; Franck, II, 125b; Henisch, 1671, 50; Lehmann, 72, 20 u. 125, 54; Egenolff, 137a u. 165b; Gruter, I, 78; Schottel, 1133a; Pistor., V, 83; Estor, II, 727; Hertius, I, 42; Eisenhart, 388; Hillebrand, 107, 141; Sailer, 208; Eiselein, 245; Körte, 2287; Körte2, 2817; Simrock, 3825; Braun, II, 513; Verdensche Statuten, 123; Grimm, Rechtsalt., 34; Graf, 178, 201. Das Sprichwort will sagen, dass diejenigen Personen, welche andern dienen, ohne sich einen gewissen Lohn ausbedungen zu haben, eigentlich von Rechts wegen nichts verlangen können, sondern dass es blos von der Grossmuth des andern abhänge, was und wie viel er geben wolle. Holl.: Wie op genade dient, dien loont men met barmhartigheid. (Harrebomée, I, 229.) Lat.: Nemo bene merito bovem immolavit praeter Pyrrhiam. 41. Wer auff gnad sündiget, dem wirdt mit vngnad abgedanckt. – Henisch, 642, 22. 42. Wer auff gnad sündiget, dem wirdt mit zorn gelohnet. – Henisch, 1671, 54; Teller, 825; Graf, 398, 621. 43. Wer Gnade begehrt, dem wird Gnade gewährt. Frz.: Qui merci crie aura pardon. (Leroux, II, 302.) 44. Wer Gnade begehrt, hat eine böse Sache. Darum erklärte Perry, der Befehlshaber der nordamerikanischen Expedition (in den funfziger Jahren) nach Japan den Bevollmächtigten des dortigen Kaisers: »Wir kommen nicht, um Gnaden entgegenzunehmen, sondern um Gnaden auszutheilen.« 45. Wer Gnade übt, dem wird Gnade zutheil. n.: Hvo som tjener paa naade lønnes med barmhiertighed. (Prov. dan., 140.) 46. Wer um Gnade bittet, dem fehlet das Recht. It.: Chi ha bisogno di grazia, non ha buone ragioni. (Pazzaglia, 302, 2.) 47. Wer um Gnade gebeten, den muss man nicht mehr treten. Engl.: The sword is not to be used against him who has asked forgiveness. 48. Wer von der Gnade der Reichen (Vornehmen, Grossen) leben will, bekommt fette Worte und magere Suppen. 49. Wer von Gnade lebt, dem schwillt der Leib nicht. 50. Wo Gnade gilt als Recht, da steht es mit dem Rechte schlecht. 51. Wo Gnade wohnt, da soll man sie suchen. – Graf, 397, 610. Das Begnadigungsrecht wird nur vom Staatsoberhaupte geübt. Mhd.: Swa gnâde wonet, dâ sal man si suochen. (Grimm, Rechtsalt., 34.) 52. Wo keyn gnad ist, da ist alles bitten (Beten) vergebens. – Franck, I, 68a; Henisch, 1671, 40; Lehmann, II, 857, 449. n.: Hvor ingen naade er, der bedes forgieves. (Prov. dan., 422.) Lat.: Frustra rogatur qui misereri nescit. 53. Zu viel gnad ist die höchste vngnad, denn Zucht vnd Ehr geht davon vnter. – Lehmann, 941, 12. n.: For megen naade er skadelig. (Prov. dan., 422.) 54. Auf die gnade Gottes sündigen. – Mathesy, 23a. 55. Auf Gnade und Ungnade. 56. Das ist (rechte, wahre) Gnade Gottes. Frz.: Cela lui vient de Dieu grâce. (Lendroy, 1492.) 57. Einen zu Gnaden annehmen. 58. Er ruft um Gnade, ehe man ihn schlägt. 59. Er steht in Gnaden, wie der Weihkessel hinter der Kirchthür. – Eiselein, 245; Körte, 2288; Braun, I, 894. 60. Gnade bei Marignano suchen. Italienisches Sprichwort, durch welches das Andenken an die Riesenschlacht von Marignano (13. und 14. Sept. 1515), in welcher schweizer Miethstruppen für Maximilian Sforza gegen Franz I. von Frankreich kämpften, erhalten wird. Der Kampf wurde mit gegenseitiger Erbitterung geführt. 61. Gnade für Recht ergehen lassen. – Braun, I, 891. 62. Gnade us Gott! – Eichwald, 666. 63. Jemandes Gnade leben. Von ihm seinen Unterhalt bekommen. 64. Sie haben Gnade, sie lassen sich wohl sein darum. (Schweiz.) – Kirchhofer, 158. 65. Um Gnade flehen. Frz.: Demander pardon, ventre à terre. (Lendroy, 1519.) [Zusätze und Ergänzungen] 66. Die gnad vnd krafft Gottes allein macht vns von allen sünden rein. Lat.: Virtus sola Dei nos crimine purgat ab omni. (Loci comm., 42.) 67. Eine kleine Gnade in Händen ist besser als eine grosse in Hoffnung. – Wirth, I, 183. 68. Genad ist besser den strenges recht, so sagen alle fromme knecht. – Loci comm., 99. Lat.: Dura iusticia, gracior est uenia. 69. Gross Gnad, gross Vngnad. – Dietrich, I, 851. »Denn es ist böss, mit grossen Herrn Kirschen essen.« 70. Ich mag nicht grosse Gnade melden, die man mir gibt vmb widergelten. Lat.: Gratia nulla datur, si munere munus ematur. (Loci comm., 20.) 71. Je grösser Gnade, je härter Strafe. – Herberger, I, 665. 72. Lass dir an meiner Gnade genügen, sagte der Pfarrer und strich (kosete) sein halb verhungert Pferd. 73. Schon des, der dich demüthig sehr umb gnad bit; die alten ehr. Lat.: Supplicibus misericors esto. Seniorem reuerere. (Spangenberg, 30.) 74. Verzeihen, Ihr Gnaden, hier oben ist der Heuboden, der Stall ist unten, antwortete Hans, als ein Herr von unten nach der lauten Galerie rief: Seid ruhig, ihr Ochsen! 75. Was man mit Gnaden kann bessern, da darff man keiner Scherffe. – Lauterbeck, Regentbuch, XXIIIIb. 76. Da ist keine Gnade und Barmherzigkeit. Lat.: Non est oleum in lecytho. (Aristoph.) (Erasm., 193; Hanzely, 85; Philippi, II, 35.)
12610 Zeichen · 364 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gnâdestf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    gnâde stf. s. genâde.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gnadeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    gnade , F. Vw.: s. genāde

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gnade

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Gnade , plur. inus. in einigen Fällen, besonders im gemeinen Leben, plur. die Gnaden, sing. inus. ein Wort, welches …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gnade

    Goethe-Wörterbuch

    Gnade einmal Kleinschr 39,8,15 Götz 1 I 2 ; auch ‘Gnad(’)’; die Form ‘Genade’ als fehlerhaft angemerkt B1,215,21 KSchönk…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gnade

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gnade , althochdeutsch Ginada, von nidan: herablassen, bezeichnet die Herablassung des Höhern gegen den Niedern, in welc…

  6. modern
    Dialekt
    Gnadef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Gnade f. : 1. wie schd., Gnad (gnād) [mancherorts], Gnod (-ō-) [ KU-Rothsbg ]; e G. erweise, umgspr. [verbr.]. Er hot kä…

  7. Sprichwörter
    Gnade

    Wander (Sprichwörter)

    Gnade 1. Auf die Gnade grosser Herrn folgt Gift und – Tod gar gern. 2. Besser gnad dann recht, sagen alle fromme Knecht.…

  8. Spezial
    Gnade

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gna|de f. (-,-n) 1 (Güte) grazia (-ies) f. 2 (Milde) clemënza (-zes) f. 3 (Verzeihung) pordonn m. 4 (Gunst, Wohlwollen) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gnade

212 Bildungen · 196 Erstglied · 14 Zweitglied · 2 Ableitungen

gnade‑ als Erstglied (30 von 196)

Gnadeflehend

Campe

◬ Gnadeflehend , adj . u. adv . um Gnade flehend. Und laßt sie in das aufgehobene Schwert Als Engel bittend, gnadeflehend fallen. Schiller.

gnaden

FWB

1. ›jm. seine Gunst, Huld erweisen; sich js. (z. B. des Sünders) erbarmen, mit jm. Mitleid haben (jeweils von Gott gesagt)‹; speziell: ›jm. …

Gnadenbrot

SHW

Gnaden-brot Band 2, Spalte 1405-1406

Gnadenstoß

SHW

Gnaden-stoß Band 2, Spalte 1405-1406

gnadenakt

DWB

gnaden·akt

gnadenakt , m. , ' erweisung, erteilung einer gnade', zu gnade III E; belege aus dem geistlichen bereich fehlen wohl nur zufällig; denkbar w…

gnadenaltar

DWB

gnaden·altar

gnadenaltar , m. , altar mit einem gnadenbild ( s. d. ): die kirche enthält auszer dem gnadenaltar in der capelle ... viele nebenaltäre mit …

gnadenangesicht

DWB

gnaden·angesicht

gnadenangesicht , n. , von gott gesagt; umb so viel mehr lasz blicken dein gnadenangesicht P. Fleming dt. ged. 1, 4 Lappenberg. —

gnadenantlitz

DWB

gnaden·antlitz

gnadenantlitz , n.; ... zürnst du nun ewiglich? verbirget gantz und gar dein gnadenantlitz sich? Simon Dach 161 Österley. —

gnadenarm

DWB

gnaden·arm

gnadenarm , m. , ' der in huld und erbarmen zum schutze der seele ausgestreckte arm gottes ': da eine glaubige seele sich leget in des himml…

gnadenauge

DWB

gnaden·auge

gnadenauge , n. : bildlich für gottes gnädiges erbarmen gegenüber sünde und not. wie gnadenangesicht, -antlitz häufig in der barockdichtung:…

gnadenbach

DWB

gnaden·bach

gnadenbach , m. , ' strom der göttlichen gnade ': er lasz auf euch mildiglich lauter gnadenbäche regnen Simon Dach 776 Österley; o gott, ...…

gnadenbalsam

DWB

gnaden·balsam

gnadenbalsam , n. : er ( hat ) sieben sacrament verlassen voller gnadenbalsam Fr. Spee güldenes tugendbuch (1649) 556 . —

Gnadenbegabt

Campe

gnaden·begabt

○ Gnadenbegabt , adj . u. adv . von der Gnade oder mit Gnade begabt; besonders im biblischen Sinne. S. Gnade 1). Viel gnadenbegabte Schrifta…

gnadenbeistand

DWB

gnaden·beistand

gnadenbeistand , m. : dasz wir den grundgütigen gott ... um seinen gnadenbeystand andächtig anrufen Neumark neusprossend. t. palmbaum (1668)…

Gnadenbelehnt

Campe

○ Gnadenbelehnt , adj . u. adv . aus Gnade (Gnaden) belehnt, ein Gnadenlehen habend. Davon der Gnadenbelehnte , der aus Gnaden mit etwas bel…

gnadenbelohnung

DWB

gnaden·belohnung

gnadenbelohnung , f. , neben dem häufigeren gnadenlohn ( s. d. ): die inzwischen gestorben und die gnadenbelohnung dafür von dem herrn zu ge…

gnadenberuf

DWB

gnaden·beruf

gnadenberuf , m. , ' berufung, anruf durch die gnade ', von der ewigen wahl gottes, der gnadenwahl ( s. d. ) unterschieden: diesen bleiben g…

gnadenbestallung

DWB

gnaden·bestallung

gnadenbestallung , f. , ' jahressold ', lexikalisch bei Kramer t.-it. 1 (1700) 544 c ; Ludwig t.-engl. (1716) 796 verzeichnet: hat man nicht…

gnadenbeweis

DWB

gnaden·beweis

gnadenbeweis , m. , dasselbe wie gnadenerweis ( s. d. ). ' zuwendung einer gnade ', im 19. jh., älter ist gnadenbeweisung, f, -bezeigung, -b…

gnadenbeweisung

DWB

gnaden·beweisung

gnadenbeweisung , f. , dasselbe: er wurde aber hiedurch mehr zum miszfallen und verdrusz, als einiger gnadenbeweisung gereitzet F. M. Pinto …

gnadenbezeigung

DWB

gnaden·bezeigung

gnadenbezeigung , f. , wie gnadenbeweis(ung) ' zuwendung der gnade ', seit dem 17. jh.: den rath gottes in den mancherlei gnadenbezeigungen,…

gnadenbezeugung

DWB

gnaden·bezeugung

gnadenbezeugung , f. , wie gnadenbezeigung: dasz ich ... mir nichts höhers werde angelegen seyn laszen, als diese grosze gnadbezeugung, mit …

Gnadenbidd'

MeckWBN

Wossidia Gnadenbidd' f. Gnadenbitte: jeder Gefangene hadd' doch noch ne Gnadenbidd' S. Neum. Volksm. 282.

gnadenbier

DWB

gnaden·bier

gnadenbier , n. , als haustrunk gebrautes, steuer- oder abgabefreies bier ( immunitas a collecta cerevisaria Th. Haym jur. lex. [1738] 267 ,…

gnadenbild

DWB

gnaden·bild

gnadenbild , n.; heute allgemein ein heiligenbild, dem wunderbare kräfte zugeschrieben werden, solche gnadenbilder befinden sich an gnadenor…

Gnadenbilder

Meyers

gnaden·bilder

Gnadenbilder , in der katholischen Kirche gewisse Bilder der Jungfrau Maria, ihres Sohnes und einzelner Märtyrer, mit deren Anblick Gott unt…

gnade als Zweitglied (14 von 14)

Ungnade

RDWB1

Ungnade f in Ungnade gefallen sein fest. - впасть в немилость устойч. , оказаться в опале, попасть в опалу устойч.

fürstengnade

DWB

fuersten·gnade

fürstengnade , f. von einem fürsten zu theil werdende oder gewordene gnade: denn heute freund, morgen feindt, und wie man in sonderheit von …

gottesgnade

DWB

gottes·gnade

gottesgnade , f. 1) als zusammenrückung von gottes gnade ( unter gott sp. 1039) die ( unverdiente ) barmherzigkeit gottes gegenüber dem sünd…

herrengnade

DWB

herren·gnade

herrengnade , f. : herrengnad, aprillenwetter, jungfernlieb und rosenblätter, karten und der würfel spiel, ändern sich oft, wers gläuben wil…

hofgnade

DWB

hof·gnade

hofgnade , f. gnade die man an einem fürstlichen hofe erfährt: daher kömmt es, das oft die in der hofgnade gebohren, in der ungnade sterben …

Partikulargnade

DRW

partikular·gnade

Partikulargnade, f. Privileg, das einzelnen aus einer Mehrheit von Personen erteilt wird den S. und T. sei die particulargnade nit allein vo…

Romgnade

DRW

rom·gnade

Romgnade, f. päpstlicher Ablaß der [bischof] hett von dem bapst ain gnad zůwegen bracht wie in der rechten romgnad, und wer die gnad empfach…

Salzgnade

DRW

salz·gnade

Salzgnade, f. zu Gnade (IV 4) Salz als Gratifikation für eine besondere Leistung salzgnad 1593 Dollinger,MaxFinanzref. 368 Anm. 46

Singulargnade

DRW

singular·gnade

Singulargnade, f. Einzelgenehmigung die censur uͤber die buchdruckerey haben die catholische allein an sich gezogen also, daß kein evangelis…

Spezialgnade

DRW

spezial·gnade

Spezialgnade, f. obrigkeitlich gewährte besondere Gunst, Vergünstigung, Privilegierung vgl. Gnade (III), Partikulargnade, Spezialfreiheit da…

Taufgnade

Adelung

tauf·gnade

Die Taufgnade , plur. car. in der Theologie, die in und mit der Taufe ertheilte göttliche Gnade. In der Taufgnade bleiben, seinen Taufbund h…

ungnade

DWB

ung·n·ade

ungnade , adj. , mnl. ongenade wb. 5, 629, schweiz. ungnad, ungnat, ungna ' ungewohnt ' Staub-Tobler 2, 660 nebst erläuterung. —

Ableitungen von gnade (2 von 2)

begnâde

BMZ

begnâde swv. mit acc. d. pers. erweise einem gnade, ertheile eine güte, ein almosen. dô saʒ ein blinde man und bat die liute, daʒ si in bign…

ungnade

DWB

ungnade , adj. , mnl. ongenade wb. 5, 629, schweiz. ungnad, ungnat, ungna ' ungewohnt ' Staub-Tobler 2, 660 nebst erläuterung. —