Frau öfter schw flekt Gen/Dat, selten AkkSg ‘F-en’ in B u C, Pl ‘F-ens’ in A 1 b β
bis Mitte der 80er Jahre, danach noch einmal GWBB11,141,11 Schiller 28.7.96
(in A 3 c); im Vers mehrf ‘Fraun’; mehr als die Hälfte der üb 2200 Belege in den Verwendungen B 1 b u 2; in A u B 1 gleichbedeutend mit ‘Weib’, diese Bezeichnung jedoch (außer in allg Aussagen) allmähl zurückdrängend, bes deutl in B 1 b, wo ‘Weib’ nach der ital Reise fast völlig verschwindet. — In den vielfältigen rollenspr Brechungen der allg Aussagen spiegelt sich das sich wandelnde Frauenbild der Zeit1) zwar wider, meist jedoch ohne explizite Stellungnahme G-s.2) A
die erwachsene weibl Person 1
generalisierend, sg u pl a
in Aussagen, Behauptungen üb die Natur, das Wesen, den Rang des weibl Geschlechts, meist im Vergleich zum (überlegenen) Mann; überwiegend in Aufnahme bzw im Zitat traditioneller Wert- u Vorurteile, oft rollenspr [
Bruder Martin zu Götz:] Wohl dem der ein tugendsam Weib hat .. Ich kenne keine Weiber und doch war die
F. die Krone der Schöpfung GWB39,14,3 Götz
1 I = GWB8,16 Götz
2 [
Hexenmeister. Halbes Chor:] Denn, geht es zu des Bösen Haus, | Das Weib hat tausend Schritt voraus. | [
Andre Hälfte:] .. Mit tausend Schritten macht’s die
F.; | Doch, wie sie auch sich eilen kann, | Mit Einem Sprunge macht’s der Mann GWBFaust I 3983
3) [
die griech Knabenliebe] wie diese Verirrung eigentlich daher komme, daß nach rein ästhetischem Maßstabe der Mann immerhin weit schöner, vorzüglicher, vollendeter wie die
F. sei Gespr Kanzl Müller 7.4.30
4) [
Gärtnerinnen:] Niedlich sind wir anzuschauen, | Gärtnerinnen und galant; | Denn das Naturell der F-en [die Natur der schönen F-en
Var] | Ist so nah mit Kunst verwandt GWBFaust II 5106 [
üb Auguste Jacobi] Geist hat sie nicht, denn dies ist etwas sehr Seltenes, besonders bei F-en Gespr(He3
2,493) Eckerm [1.9.?]29 GWB41
2,6,6 Üb:JSchopenh, Gabriele GWB6,80 Vs 1 DivBetrachtg GWB20,281,21 Wv II 7
uö b
in der erot, sexuellen Beziehung zum Mann α
als (käufl) Objekt der Lust, Bettgenossin, bes in begehrl Männerphantasien [
Meph:] Dann aber ließ’ ich allerschönsten F-en | Vertraut-bequeme Häuslein bauen; | Verbrächte da gränzenlose Zeit | In allerliebst-geselliger Einsamkeit. | Ich sage F-n; denn ein für allemal | Denk’ ich die Schönen im Plural GWBFaust II 10170u10174 [
Dämon der Unterdrückung:] Dem Herrscher, ziemt es nicht, daß er allein: | .. Nun aber sollen schöne F-en | Mit Taubenblick mir in die Augen schauen, | Mit Pfauenwedeln luftig wehen, | .. Mich liebenswürdig all’ umsehnen GWB16,353 Epimen 386 [
Chor:] F-n, gewöhnt an Männerliebe, | Wählerinnen sind sie nicht, | Aber Kennerinnen GWBFaust II 9393 Die schönen F-en jung und alt, | Sind nicht gemacht sich abzuhärmen; | Und sind einmal die edlen Helden kalt, | So kann man sich an Schluckern wärmen GWB5
1,100 ZXenNachl VII 227 [
aus Rom] Die Mädgen oder vielmehr die jungen F-en, die als Modelle sich bey den Mahlern einfinden, sind allerliebst mit unter und gefällig sich beschauen und genießen zu laßen GWBB8,170,16 CarlAug 3.2.87 GWBFaust II 6904 GWB5
1,100 ZXenNachl VII 231
uö β
auf der gesellschaftl Ebene; häufig in Br [
von der Harzreise] Mit F-ens hab ich noch gar nichts zu schaffen gehabt. Eine reine Ruh und Sicherheit umgiebt mich GWBB3,192,18 ChStein 6.12.77 [
Hzg Bernhard auf seiner Amerikareise] Scharfsichtig Land und Städte so | Weiß er sich zu beschaun; | Gesellig auch, im Tanze froh, | Willkommen schönen F-n GWB4,310 Das Segel steigt 28 Uns Übersechzigern aber bleibt nichts übrig als den F-en schön zu thun .. mit den bejahrten spiele ich Karte, und die jüngeren lehre ich irgend etwas GWBB24,93,12 Trebra 7.1.14 K GWBB6,323,14 ChStein 9.7.[84]
uö ‘Gunst, Günstling der F-en’, ‘Glück bei F-en’ uä, mehrf in der höfischen Stilisierung in ‘Tasso’; auch mBez auf das Verhältnis zw dem Dichter u den Frauen [
Antonio zu Leonore:] Und von der Gunst der F-en sagst du nichts, | Die willst Du mir doch nicht entbehrlich schildern? Tasso 2062 [
Przin zu Tasso:] Es ist sehr billig, daß die F-en dir | Auf’s freundlichste begegnen; es verherrlicht | Dein Lied auf manche Weise das Geschlecht Tasso 1085 Die Werthern hat mir ein gar artig Zettelgen bey Zurücksendung des Wilhelm Meisters geschrieben .. Ich bin und bleibe einmal der F-en Günstling, und als einen solchen mußt du mich auch lieben GWBB5,127,14 ChStein 28.5.81 Das Glück bey F-en das Ihnen niemals gefehlt hat, wird Sie auch in Holland nicht verlassen GWBB8,314,4 CarlAug 29.12.87 Tasso 2020 GWB20,325,15 Wv II 10 WunderlNachbarsk
uö γ
unter sozialgeschichtl Aspekt Das Verhältniß zu den F-en, das bei uns so zart und geistig geworden, erhob sich [
in der Antike] kaum über die Gränze des gemeinsten Bedürfnisses GWB46,26,24 Winckelm c
im Hinblick auf spezif, in der weibl Natur begründete od durch die traditionelle gesellschaftl Rolle hervorgerufene Eigenschaften u Verhaltensweisen α
die mütterlich Sorgende, Dienende, zu liebevoller Fürsorge Bestimmte Sie [
die Natur] .. empfindet | Keine Sorge wie sterbliche F-n um ihrer Gebornen | Sichere Nahrung GWB3,89 MetamTiere 5 [
Evadne:] Der F-en Liebe nährt das Kind, ein Knabe wird am besten von Männern erzogen GWB11,374,13 Elp
1 I 2, ~ GWB11,9 Elp
2 160 [G/Riemer] [
Leonore üb Tasso:] Jener | Beschäftigt uns in unserm eignen Fache. | Ihm fehlt’s an tausend Kleinigkeiten, die | Zu schaffen eine
F. sich gern bemüht Tasso 2070 GWB9,161,14 Wette 3 GWBPand 591
uö β
die Hüterin, Bewahrerin von Anstand u Sitte “Der Umgang mit F-en ist das Element guter Sitten” GWB20,260,8 Wv II 5 OttiliensTgb [
Przin zu Tasso:] Willst du genau erfahren was sich ziemt, | So frage nur bei edlen F-en
an. | .. Und wirst du die Geschlechter beide fragen: | Nach Freiheit strebt der Mann, das Weib nach Sitte Tasso 1014 Anders benehmen sich Männer, wenn sie allein unter sich, anders, wenn sie mit F-en zusammen sind GWB45,174,25 RamNeffeAnm GWBIph
2 214
uö γ
in Zuweisung best Tugenden u Untugenden wie Treue, Bescheidenheit, Ausgeglichenheit bzw Neugier, Klatschsucht, Eitelkeit, Eifersucht, meist auf dem Hintergrund einer klischeehaften (männl) Erwartungshaltung [
Julie, üb Lucidors Frauenideal spottend:] Lucinde .. diese reine edle Seele, dieses ruhig gefaßte Wesen, die Güte, das Wohlwollen selbst, diese
F. wie sie sein sollte GWB24,169,19 Wj I 9 [
Dorn:] Die F-en haben eine gewisse Zurückhaltung aus Bescheidenheit, die ihre größte Zierde ist GWB9,160,1 Wette 3 Nichts schärft das Auge des Menschen mehr als wenn man ihn einschränkt. Darum sind die F-en durchaus klüger als die Männer GWB18,197,9 Unterhaltungen [
Geiz:] Denn immerfort sind vornen an die F-en | Wo’s was zu gaffen, was zu naschen gibt GWBFaust II 5769 die .. unnützen .. oft schädlichen unter F-en obwaltenden Klatschereien GWB25
1,52,13 Wj II 11 GWB2,280 Lebensart 3 GWB20,119,11 Wv I 10 GWB25
2,147 Wj III 5 Var
uö als die um ihre Attraktivität u Schönheit Besorgte, auch im Vergl [
Kamm] Ein Werkzeug ist es alle Tage nöthig, | Den Männern weniger, den F-en viel GWB6,297 Div Nachl Hudhud erbittet 2 Wie aber den F-en der Augenblick wo ihre bisher unbestrittene Schönheit zweifelhaft werden will, höchst peinlich ist GWB24,310,3 Wj II 4 Mann v50 Jahren GWB45,180,15 RamNeffe Anm
uö im Hinblick auf die Rivalität unter den Geschlechtsgenossinnen Jene [
die Baronin in einem Br] beklagt sich über die schöne Witwe. Wie eine
F. die andere ansieht und scharf beurtheilt, geht hervor GWB24,348,28 Wj II 5 Helena tritt auf, die Männer sind außer sich, die F-en betrachten sie aufmerksam und wissen spöttisch den plumpen heroischen Fuß, eine höchst wahrscheinlich angemahlte elfenbeinartige Gesichtsfarbe hervorzuheben GWB15
2,200,54 Faust II Plp GWB28,152,21 DuW 12
uö d
in Thematisierung der traditionellen Geschlechterrolle auf dem Hintergrund der zeitgenöss Diskussion u Entwicklung5),
vor allem in Reflexionen üb einen neu bewerteten od vergrößerten Herrschafts-, Wirkungs-, Einflußbereich u größere individuelle Entfaltungsmöglichkeiten mittels vermehrter Teilhabe an der Bildung α
rollenspr, vor allem in ‘Die guten Weiber’ (in kontroversen, gelegentl utop Äußerungen); einmal im Spiegel hist Verhältnisse in der Bearbeitung eines antiken Stoffs Ich rechte mit den Göttern nicht; allein | Der F-en Zustand ist beklagenswerth. | Zu Haus und in dem Kriege herrscht der Mann | .. Wie eng-gebunden ist des Weibes Glück! | Schon einem rauhen Gatten zu gehorchen, | Ist Pflicht und Trost GWBIph
2 24 [Der F-en Zustand ist der schlimmste vor allen Menschen GWB39,324,2 Iph
1 I 1] [
Bericht Thereses] einige Damen aus der Nachbarschaft .. über die Bildung der F-en die gewöhnlichen Gespräche .. Man sei ungerecht gegen unser Geschlecht .. die Männer wollten alle höhere Cultur für sich behalten man wolle uns zu keinen Wissenschaften zulassen, man verlange, daß wir nur Tändelpuppen oder Haushälterinnen sein sollten. [
Lothario:] Es ist sonderbar .. daß man es dem Manne verargt, der eine
F. an die höchste Stelle setzen will, die sie einzunehmen fähig ist: und welche ist höher als das Regiment des Hauses? .. Hat ein Weib einmal dieses innere Herrschaft ergriffen, so macht sie den Mann .. erst allein dadurch zum Herrn .. So ist sie von niemand abhängig und verschafft ihrem Manne die wahre Unabhängigkeit, die häusliche, die innere GWB23,54,5u14 Lj VII 6 [
Seyton:] ich behaupte, daß es durchaus jetzt schwerer sei ein vollendeter Mann zu werden, als ein vollendetes Weib; der Ausspruch: “Er soll dein Herr sein” ist die Formel einer barbarischen Zeit, die lange vorbei ist. Die Männer konnten sich nicht völlig ausbilden, ohne den F-en gleiche Rechte zuzugestehen; indem die F-en sich ausbildeten, stand die Wageschale inne, und indem sie bildungsfähiger sind, neigt sich in der Erfahrung die Wageschale zu ihren Gunsten. [
Armidoro:] Es ist keine Frage, daß bei allen gebildeten Nationen die F-en im Ganzen das Übergewicht gewinnen müssen; denn bei einem wechselseitigen Einfluß muß der Mann weiblicher werden, und dann verliert er .. nimmt dagegen das Weib von dem Manne etwas an .. so entsteht ein Wesen, das sich nicht vollkommner denken läßt. [
Seyton:] Ich habe mich in so tiefe Betrachtungen nicht eingelassen; indessen nehme ich für bekannt an, daß eine
F. herrscht und herrschen muß .. die Thätige, zum Erwerben, zum Erhalten Geschaffene, ist Herr im Hause; die Schöne, leicht und oberflächlich Gebildete, Herr in großen Cirkeln; die tiefer Gebildete beherrscht die kleinen Kreise GWB18,306,27f u 307,5u16 GutWeiber
uö vereinzelt in (ansatzweise) emanzipator Äußerungen von Frauen auf dem Hintergrund des Bewußtseins von Ebenbürtigkeit u Gleichrangigkeit [
Eulalie, die Schriftstellerin:] Wir sind nur herrschsüchtig, in so fern wir auch Menschen sind; denn was heißt herrschen anders .. als auf seine eigne Weise ungehindert thätig zu sein .. vielleicht erscheint bei uns F-en dieses Streben nur lebhafter, weil uns die Natur, das Herkommen, die Gesetze eben so zu verkürzen scheinen, als die Männer begünstigt sind. Was diese besitzen, müssen wir erwerben GWB18,306,14 GutWeiber [
Charlotte zum Gehilfen:] Wir wollen uns aus Ihren Bemerkungen das Beste herausnehmen und doch als F-en mit F-en zusammenhalten, und auch gemeinsam wirken, um den Männern nicht allzugroße Vorzüge über uns einzuräumen GWB20,282,4 Wv II 7 [
Fstin:] Und warum sollten die F-en in gewissen Theilen des Staatshaushaltes nicht auch mit einem freyen Blick manches Räthliche zu entdecken verstehen GWB18,467 Nov Var β
in Wahrnehmung u Darstellung spezif femininer Möglichkeiten, insbes im Bereich literar Rezipierens u Schaffens Deutsche Männer und F-en mögen auf einer Stufe der Cultur stehen .. Die F-en jedoch haben den Vortheil, daß sie nicht nach außen getrieben und von außen nicht gezwängt sind. Es hängt von ihnen ab, wenn sie sich mit ihrem häuslichen Kreise abgefunden haben, ganz durchaus ein eignes Selbst zu seyn. Wenn nun verstehen heißt, dasjenige, was ein anderer ausgesprochen hat, aus sich selbst entwickeln; so sind die F-en, sobald es Innerlichkeiten gilt, immer in Vortheil GWBB33,255,1u3u10 Conta 25.9.20 Die Hauptfrage, die das Buch behandelt, ist: wie kann ein Frauenzimmer seinen Charakter, seine Individualität gegen die Umstände, gegen die Umgebung retten? Hier beantwortet ein Mann die Frage durch eine Männin. Ganz anders würde eine geist- und gefühlvolle
F. sie durch ein Weib beantworten lassen GWB40,375,17 Üb:Bekenntn schönSeele das französische Tagesblatt Le Globe ist durchaus von Männern für Männer geschrieben. Da die deutschen Zeitblätter dieser Art meist einen weiblichen Charakter haben, F-en als zahlreiche Mitarbeiterinnen aufrechnen, Ja sogar die Redaction gelegentlich in ihren Händen ist GWB42
2,496,10 Stud zWeltlit GWB40,383,25 Üb:Dumont
uö 2
in der Personen- u Figurenbezeichnung a
für unbekannte, nicht genannte Personen, häufig in der Schilderung zufälliger Begegnungen od (einführend) in erzählender Prosa; auch stereotyp ‘die alte, arme F.’ Eine
F. mit Birnen und Pfirschen begegnete mir GWB30,32,22 ItR, ~ GWBT1,173,19 v 11.9.86 Laß die Botenfrau .. warten .. 12 Bouteillen Wein, die du .. entweder dieser
F. oder morgen den Botenweibern mitgiebst GWBB13,290,8 Christiane 15.10.98 Wie wir die Reihe durchtanzten .. kommen wir an eine
F., die mir wegen ihrer liebenswürdigen Mine auf einem nicht mehr ganz jungen Gesichte, merkwürdig gewesen war AA26,3 Werth I GWB33,319,12 BelagergMainz GWB33,123,19 Camp
uö b
für namentlich genannte, bekannte, außergewöhnl Persönlichkeiten, meist aus G-s Umkreis; vereinzelt für Figuren aus G-s Dichtungen; häufig mit Attr der Wertschätzung, Verehrung, Bewunderung Angelika [
Kauffmann] .. Sie ist eine trefliche zarte, kluge, gute
F., meine beste Bekanntschafft hier in Rom GWBB8,204,11 ChStein 19.2.87 ich wünschte nichts mehr als diese merkwürdige, so sehr verehrte
F. [
Mme de Staël] wirklich zu sehen GWBB16,377,25 Schiller 13.12.03 Madame Böhme war eine gebildete
F. GWB27,64,15 DuW 6 [
mBez auf Makarie] Die Herrlichkeit jener einzigen
F. ward ihr [
der Baronin] wieder vor die Seele gebracht GWB24,322,12 Wj II 5 GWB8,242,18 Egm III 2
uö mehrf typisierend ‘die schöne F.’ für Frau vBranconi GWBB4,274,1 Ch Stein 27.8.80
uö c
für (exemplar) Frauengestalten der relig, mythol, legendären Überlieferung bzw der Dichtung, stets iVbdg mit auszeichnenden, häufig superl Attr od im Genitiv der Steigerung [
üb die Sixtin Madonna] So wandelst du, dein Ebenbild zu schauen, | Das majestätisch und von oben blickt, | Der Mütter Urbild, Königin der F-en GWB2,152 Und wenn sie zuletzt 11 [
Heldendichter üb Brunehild:] Dem Pol entsprießt die herrlichste der F-en, | Ein Riesenkind, ein kräftig Wunderbild GWB16,222 Maskenz RomantPoesie 97 Ferner sind allhier [
im Paradies] zu finden | Vier, die allerschönsten F-en [Die vier schönsten Weiber GWB6,479 Plp 23], | Daß, gereizt sie an zu schauen | Huris fürchten zu erblinden; | .. Ahia .. Miriam .. Aischa .. Fatima GWB6,444 Div Auserwählte Frauen 1. Fassg 2 Ein Mädchen kam, ein Himmel anzuschauen, | So musterhaft wie jene lieben F-en | Der Dichterwelt GWB2,4 Sonette II Freundliches Begegnen 7 GWB34
1,161,10 KuARheinMain GWB45,262,24 Diderot,Malerei Anm GWB2,42 Rinaldo 82 GWBFaust II 7428
uö mehrf mBez auf Helena, meist die Helenafigur in ‘Faust’ [
Faust:] Der Kaiser .. | Will Helena und Paris vor sich sehn; | Das Musterbild der Männer so der F-en GWBFaust II 6185 [
Faust:] Vom schönsten Mann hast du gesprochen, | Nun sprich auch von der schönsten
F.! | [
Chiron:] Was! .. Frauen-Schönheit will nichts heißen, | Ist gar zu oft ein starres Bild; | Nur solch ein Wesen kann ich preisen | Das froh und lebenslustig quillt. | .. Die Anmuth macht unwiderstehlich, | Wie Helena, da ich sie trug GWBFaust II 7398 [
Lynkeus:] Laß mich knieen, laß mich schauen, | Laß mich sterben, laß mich leben, | Denn schon bin ich hingegeben | Dieser gottgegebnen F-en | .. [
Faust:] Erstaunt, o Königin, seh’ ich .. hier den Getroffnen; | .. Auf einmal machst du mir | Rebellisch die Getreusten .. fürcht’ ich schon, mein Heer | Gehorcht der siegend unbesiegten
F. GWBFaust II 9221u9267 GWBFaust I 2601 = Fragm 1064 GWBIph
2 414
uö ‘göttliche, unsterbliche, erhabene F-en’ [
bei der Ankunft im Hades] es winken die hohen | Göttlichen F-en mich an .. | Penelopaia redet zu mir .. | Auch Euadne GWB1,285 Euphrosyne 130 Es waren die andern | Göttlichen F-en [θεαί] .. alle gekommen: | Rhea, ferner Dione .. | Andre mehr der unsterblichen F-en [ἀθάναται] GWB4,324 Auf die Geburt dApollo 84u87 GWB4,325 ebd 103 GWBReinF X 83
uö ebd d
‘weise, alte F.’, für zauber- u heilkundige Alte, Wahrsagerin Eine weise
F. aus dem Dorfe GWB39,175,18 Götz
1 V GWB39,55,27 Götz
1 II GWB27,284,12 DuW 9
uö 3
in Bezeichnung best (gesellschaftl) Gruppen, meist pl a
unspezif als Gruppe neben anderen Gruppen; mehrf ausdrückl standesübergreifend [
Leichenzug Ottiliens] Knaben, Männer und F-en, keins blieb ungerührt GWB20,409,4 Wv II 18 [
Ballspiel] Es können immer vier bis fünf tausend Zuschauer gewesen sein. F-en sah ich von keinem Stande GWB30,66,11 ItR Unter der Menge fanden sich wenig Soldaten, alles Bürger, Männer und F-en GWB33,305,27 BelagergMainz GWBB49,81,8 Schultz 18.9.31 GWB28,115,6 DuW 12
uö einmal für weibl Arbeitskräfte Meubelfabrik .. F-en, Raum und Verlag gaben die Bewohner, und Geschicklichkeit brachten die Einwandernden mit GWB25
1,289,8 Wj III 16 b
in Abgrenzung einzelner Standesgruppen, auch im Rollenfach auf dem Theater Wir [
Basedow u G] .. besuchten die Schlösser, besonders adlicher F-en GWB28,277,18 DuW 14 Im Carneval ziehen viele junge Bursche im Putz der F-en aus der geringsten Classe umher GWB47,270,20 FrauenrollenRöm Theat [
Frau vLaRoche] eine gewisse Eleganz .. die zwischen dem Benehmen einer Edeldame und einer würdigen bürgerlichen
F. gar anmuthig schwebte GWB28,183,3 DuW 13 Frankfurter Theater. Schilderung der Personen. Rollen .. Madame Bulla .. Edle Mütter, F-en von Stande .. .. Madame Schmidt. Gemeine F-en: Secretär Schmidtin, Wirthin im Schwarzen Mann GWB34
1,232,25 u 233,21 Reise Schweiz 1797
uö c
für (adlige u bürgerl) Angehörige der gehobenen Gesellschaftsschicht; öfter neben ‘Herren’, ‘Männer’; vereinzelt in Dichtungen in Beschreibung hist Verhältnisse speziell für hochadlige Damen, einmal in ReinF als angemaßter Titel da Abends die noble Gesellschaft von Herren und F-en bey ihm [
Graf C.] zusammenkommt AA81,16 Werth II [
Reisender:] Von Luftballonen haben Sie neuerer Zeit viel gehört. Herren und F-en sind damit aufgestiegen GWB13
1,61,28 Was wir bringen [
Tasso zur Przin üb das Fest in Ferrara:] Es saßen hier gedrängt die schönsten F-en, | Gedrängt die ersten Männer unsrer Zeit. | Erstaunt durchlief der Blick die edle Menge Tasso 821 [
unehel Kinder von Geistlichen] denken .. nicht weiter, woher sie gekommen, | Lassen niemand den Rang .. | Eben als wären sie edlen Geschlechts .. So pflegte man aber vor diesem | Pfaffenkinder so hoch nicht zu halten; nun heißen sie alle | Herren und F-en GWBReinF VIII 188
uö als gebildetes, interessiertes Publikum [
LReichenbachs ‘Botanik für Damen ..’] Der Verfasser widmet sein Werk F-en, Künstlern und sinnigen Naturfreunden GWBN6,270,3 MetamPfl Wirkg 1830 Von dem allgemeinen Beyfall, welcher den Werken des Lords [
Byron] von Männern und F-en geworden, sind Sie selbst Zeuge GWBB38,197,11 Soret 12.7.24 GWBB23,102,17 Frommann 4.10.12 GWBN6,112,22 BotanStudien
uö ‘die, unsre F-en’ für die Frauen aus dem unmittelbaren gesellschaftl Umkreis G-s, vor allem die Weim Damenwelt [
Vorschlag von Gastspielen in Jena] Schreiben Sie mir doch ein wenig die Disposition der Gemüther, bringen Sie besonders die F-ens in Bewegung GWBB11,141,11 Schiller 28.7.96 Moritz ist nun schon 3 Wochen hier und thut uns allen sehr wohl, besonders haben ihn die F-en sehr in Affection genommen GWBB9,68,6 Herder 27.12.88 Wenn [
der Schauspieler] Cordemann den F-en gefällt, bin ich schon zufrieden GWBB13,295,10 Kirms 18.10.98 GWBB28,278,13 Knebel 13.10.17 GWBB13,76,3 Schiller [21.]2.98 GWBB26,80,3 Christiane 12.9.15
uö ‘die vereinten F-en’ für den ‘Weim Frauenverein’ (s ‘Frauenverein’) GWBB26,159,6 HA Fritsch 26.11.15 d
für die in der Hausgemeinschaft lebenden, auch die dort angestellten Frauen, die Hausgenossinnen Beide [
Philine u Lydie] wurden von Haushälterinnen, Schaffnerinnen, sonst angestellten und mitwohnenden F-en [
im Haus Makaries] sehr gut aufgenommen GWB25
1,264,28 Wj III 14 würde ich gegenwärtiges Blatt .. nicht an Sie richten, wenn nicht meine F-en über das Außenbleiben der Rübchen in Verlegenheit wären GWBB21,411,12 Zelter 31.10.10 GWBB9,173,26 CarlAug 6.2.90
uö e
für die weibl Mitglieder einer Schauspieltruppe Sie spielten .. die Händel in Chiozza .. von Goldoni .. Die erste Acktrice war allerliebst .. Die F-en überhaupt .. machten Stimme Gebärden und Wesen des Volcks aufs anmutigste nach GWBT1,292,10 v 10.10.86 GWBB45,139,6 Zelter 26.1.29
uö f
‘Herrnhutische F-en’, ‘geistliche, heilige F-en’: für die weibl Angehörigen einer Glaubensgemeinschaft, eines Ordens die Kleidung Herrnhutischer F-en GWB27,199,22 DuW 8 GWBReinF III 412u442 g
als literar, künstlerische Gestalt, Sujet künstler Schaffens, mehrf ‘meine, seine F-en’ Sie [
die soeben verstorbene Schauspielerin Christiane Becker] war mir in mehr als Einem Sinne lieb. Wenn sich .. in mir die abgestorbne Lust für’s Theater zu arbeiten wieder regte, so hatte ich sie gewiß vor Augen, und meine Mädchen und F-en bildeten sich nach ihr und ihren Eigenschaften GWBB12,345,12 Böttiger 25.10.97 Seine [
Oesers] Figuren hatten .. etwas Allgemeines, um nicht zu sagen Ideelles. Seine F-en waren angenehm und gefällig GWB27,155,14 DuW 8 Die guten F-en, als Gegenbilder der bösen Weiber GWB18,437 GutWeib Titel Var Gespr Eckerm 5.7.27
uö 4
bei Personifikationen Herr Irrthum wollt’ er an Wahrheit sich schließen, | Das sollte
F. Wahrheit baß verdrießen GWB6,134 Vs 6 DivSprüche GWB16,47 NeuestePlund 78 GWB22,125,1 Lj IV 19 GWB39,75,13 Götz
1 II
uö ‘F. Fama, Fabula, Historia’ GWBB28,5,20 u 6,5 Zelter 9.3.17
uö ‘F. Venus’ GWB3,184 Parabol 13,2 GWBB44,293,7 Ottilie 28.8.28
uö B
die verheiratete weibl Person; fast ausschließl Sg 1
Ehefrau, Gattin, Gemahlin a
im Hinblick auf die Rolle, Funktion in Ehe u Familie α
als Status, mehrf in wertenden (rollenspr) Aussagen üb die Erfüllung weibl Existenz in der Rolle der Ehefrau, Hausfrau u Mutter; gelegentl iUz ‘Mädchen’, ‘Braut’ uä; vereinzelt ‘(eine) F. sein’ iSv verheiratet sein; auch ‘Mann und F.’ iSv Eheleute [
Olimpia zu Elmire:] Was hat ein Mädchen zu wünschen? .. Einen gefälligen rechtschaffnen wohlhabenden Mann .. Und hernach ist es deine Sache, eine brave
F. zu sein, Kinder zu kriegen, zu erziehen, und deiner Haushaltung vorzustehen GWB38,77,12 ErwElm
1 Erst ist man klein, wird größer, man gefällt, | Man liebt — und endlich ist die
F., | Die Mutter da GWB13
1,166 Prol 6.10.94 Vs 20 [
Alcest:] entschließe dich, mich heute Nacht zu sehen. [
Sophie:] .. Du siehst, daß ich nicht kann - | Denk’, ich bin eine
F. [< Bedenke ich bin
F.] GWB9,57 Mitsch
3 294 GWB20,358,5 Wv II 13 GWB20,281,18 Wv II 7 GWBB1,224,23 Käthchen Schönkopf 23.1.70
uö einmal im Hinblick auf die (im 18. Jh zurücktretende) Funktion der Ehe als Erwerbsgemeinschaft6) Weil nemlich bey dem Betriebe eines Handwercks Mann und
F. meist unzertrennt arbeiten .. so ist auch verfüget, daß .. eins mit dem andern hafften solle DjG
34,307,1 RAnw [2.12.74]
vereinzelt im Hinblick auf den Status als best Bereiche der individuellen Selbstverwirklichung behindernden Faktor Ich habe Mädchen gekannt, die vortrefflich zeichneten, aber sobald sie F-en und Mütter wurden, war es aus; sie hatten mit den Kindern zu thun Gespr Eckerm 18.1.25 [
üb die Schwester Cornelia] sie stand sittlich sehr hoch und hatte nicht die Spur von etwas Sinnlichem. Der Gedanke, sich einem Manne hinzugeben, war ihr widerwärtig .. daß aus dieser Eigenheit in der Ehe manche unangenehme Stunde hervorging. F-en, die eine gleiche Abneigung haben, oder ihre Männer nicht lieben, werden empfinden, was dieses sagen will Gespr Eckerm 28.3.31
uö β
aus der männl Perspektive, als begehrte Partnerin, selbstverständl, für ein erfülltes (bürgerl) Leben notwendige Ergänzung, auch in Wunsch-, Idealbildern; mehrf in Vbdgn wie ‘jdm jdn zur F. geben’, ‘eine F. gewinnen’, ‘sich eine F. nehmen’ [
Mariage-Spiel] daß mir das Loos .. eben dasselbe Frauenzimmer zweimal bestimmte, ein sehr gutes Wesen, gerade von der Art, die man sich als
F. gerne denken mag. Ihre Gestalt war schön und regelmäßig, ihr Gesicht angenehm und in ihrem Betragen waltete eine Ruhe, die von der Gesundheit ihres Körpers und ihres Geistes zeugte .. Ihre häusliche Thätigkeit wurde höchlich gerühmt .. einen geraden Verstand und eine natürliche Bildung GWB28,345,11 DuW 15 Ich wünsche mir eine hübsche
F., | Die nicht alles nähme gar zu genau, | Doch aber zugleich am besten verstände | Wie ich mich selbst am besten befände GWB3,302 ZXen IV 1036 eigentlich ist einem jeden von uns eine
F. nöthig, um das im Hause zu bewahren und uns .. genießen zu lassen, was wir von außen .. zusammenstoppeln GWB26,278,15 DuW 5 bey Lavatern .. in dem Kreise seiner Freunde ist eine Engelsstille und Ruh .. da hab ich deutlich gesehen dass es vorzüglich darinn liegt dass ieder Sein Haus
F., Kinder, und eine reine menschliche Existenz in der nächsten Nothdurft hat GWBB4,148,2 Knebel 30.11.79 GWB9,136,6 Geschw GWB20,227,13 Wv II 4 GWBB34,202,22 Tischbein 21.4.21
uö als die persönl Entfaltung, Freiheit u Freizügigkeit behindernder Faktor [
Melina zu Wilh:] die Sorge für eine
F., vielleicht bald für ein Kind, verhindert mich .. ruhig zu leben und meine Zeit mit dem Genuß angenehmer Empfindungen hinzubringen GWB21,213,17 Lj II 12 Du willst dem Herrscher dich entziehn? | So sag’, wohin willst du denn fliehn? | O nimm es nur nicht so genau! | Denn es beherrscht dich deine
F., | .. So bist du Knecht in deiner Stube GWB28,323,9 DuW 15 [
Handelsmann, der in späten Jahren geheiratet hat:] wie geht es mir nun? der ich bisher .. wie ein Vogel die freie Luft geliebt, da ich mich .. bei einer schönen jungen
F. eingesperrt habe? .. Aus Mangel an Beschäftigung werde ich elend .. wenn ich keinen andern Entschluß fasse, so bin ich in kurzer Zeit dem Tode nahe GWB18,165,15 Unterhaltungen GWBHermDor II 85u87
uö b
für best Ehefrauen, häufig mit PossPron; überwiegend in Br u Tgb So sprach, unter dem Thore des Hauses sitzend .. | Wohlbehaglich, zur
F. der Wirth zum goldenen Löwen GWBHermDor I 21 Kriegsrath v. Stein, seine junge, schöne, liebe
F. ist ihm gestorben GWBB20,132,11 Christiane 7.8.08 Grüs
F. und Kinder GWBB2,240,15 Merck [7.3.75] kam .. Grüner und
F. GWBTgb 18.8.22 GWB30,137,21 ItR
uö(häufig) ‘junge F.’ für eine Neuvermählte Er [
Riemer] hat nämlich ein Weib genommen .. Das erste Küchengeschenk, welches die junge
F. erhielt, waren denn die Gänse GWBB25,128,13 SGrotthuß 2.[1.]15 GWB4,94 Neujahrslied 19
uö ‘meine (gute, liebe, kleine) F.’ mBez auf Christiane nach der Verheiratung, einmal in der rückblickenden Statuszuweisung [
nach der Hochzeit am 20.10.] Seine täglichen Haus- und Geschäftsfreunde waren nicht wenig überrascht, als er ihnen seine Gattin mit den Worten vorstellte: “Sie ist immer meine
F. gewesen” Gespr(He2,146) Ludecus 20.10.06 Meine kleine
F., August und Riemer grüßen schönstens GWBB19,226,14 FAWolf 3.11.06 GWBB27,58,22 Schopenhauer 16.6.16
uö einmal übertr auf ChStein als Ausdruck inniger Vertrautheit Ach, du warst in abgelebten Zeiten | Meine Schwester oder meine
F. GWB4,97 Warum gabst du uns 28
mit best Artikel, mBez auf die Frauen von Freunden u Vertrauten; ‘die F.’ nur mBez auf Caroline Herder; überwiegend in Grußformeln Grüse die
F. GWBB7,15,8 Herder 20.2.85 Hier .. die letzten Ackte des Tasso, die ich der F-en zur Vorlesung heut Abend bestens empfehle GWBB9,148,4 Herder [etwa 18.8.89] Wollten Sie zugleich das artige Liebesgeschichtchen der guten
F. mit meinen schönsten Grüßen mittheilen GWBB45,179,6 Riemer 24.2.29 GWBB11,117,20 Schiller 5.7.96
uö als Rechtsperson Der alte Rommel hat seiner verstorbenen F-en Vermögen .. zu Gelde gemacht A1,222,3 Aktenausz [vor 31.1.83] DjG
32,245,14 RAnw [3.2.72]
uö c
pl für die Frauen in polygamen (meist oriental) Kulturen, auch in krit Beurteilung; einmal in Erörterung der utop Konfliktlösung der Dreierbeziehung in der 1. Fassung von ‘Stella’ [
Mahomet:] Heimlich glüh’ ich für Palmiren! sie | Ist mir vor allen meinen F-en [
épouses] werth GWB9,301 Mahomet 573 Da viele F-en | Salomonis ihn verkehrten, | Götter betend anzuschauen GWB6,289 Vs 33 DivNachl Abraham .. als Gatte zweier F-en, als Vater zweier Söhne, und in diesem Augenblick ist sein Hausfriede gestört. Zwei F-en neben einander .. vertragen sich unmöglich GWB26,211,11u13 DuW 4 [
erste weim Aufführung von ‘Stella’] kam zur Sprache, daß nach unsern Sitten, die ganz eigentlich auf Monogamie gegründet sind, das Verhältniß eines Mannes zu zwei F-en .. nicht zu vermitteln sei GWB40,94,22 Üb dtTheat GWB41
2,273,4u24 Chinesisches
uö 2
als Teil des Namens, Titel, Anrede der verheirateten, auch der verwitweten Frau, mehrf abgekürzt ‘Fr.’; nur iVbdg mit näheren Bestimmungen a
iVbdg mit Herrschafts- u Adelstiteln Ihro Kaiserliche Hoheit die
F. Erbgroßherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach GWB16,234,1 Maskenz 1818 Vorbem tausend Empfehlungen der
F. Gräfin Henckel, Excellenz, auszurichten GWBB48,246,18 UPogwisch 18.6.31
uö b
iVbdg mit Eigennamen: bei Familiennamen fast ausschließl für Angehörige des Adels, bei Vornamen für Angehörige niederer Stände [
aus Rom] Fr. v. Stein und Fr. Herder werden bestimmen, wie die ankommenden Exemplare meiner Schriften ausgetheilt werden sollen GWBB8,201,12 Seidel 20.2.87 Wer geht den Augenblick aus meiner Stube? .. Räthst ehr von berühmten und unberühmten Leuten eine Reihe als die
F. Catrin Lisbet, meine alte Wetzl. Strumpfwaschern GWBB2,190,12 ChKestner 26.8.[74] [
Mutter:] Ein gutes einfaches Weib bin ich .. [
Mercur:] .. Madam! [
Mutter:] Ei was Madam!
F. Marthe bin ich GWB13
1,75,25 Was wir bringen [1802] GWBReinF I 147 GWBB28,146,3 Perthes 26.6.17 K
uö c
iVbdg mit Berufsbezeichnungen, Titeln des Ehemanns, vereinzelt der Frau [
Postmstn:] Manchmal läßt sie [
Stella] uns invitiren, die
F. Amtmännin, die
F. Pfarrerin und mich GWB11,139,21f Stella I
F. Hofräthinn Schopenhauer GWBB21,17,4 Christiane 1.8.09 [
aus Karlsbad] unsere
F. Wirthin .. begegnete uns unfern der Egerbrücke GWBB23,4,14 Christiane 3.5.12 GWB24,168,12 Wj I 9 GWBB14,28,16 Christiane 20.2.99
uö d
iVbdg mit Verwandtschaftsbezeichnungen Friede und Einigkeit haben bisher unter uns gewohnt, Ihre
F. Gemahlinn ist vergnügt, Ihre
F. Mutter auch GWBB5,155,20f CarlAug 26.6.82 [Korr B50,215] Schon hat uns die
F. Großmama die Ehre erzeigt GWBB38,25,8 Ottilie 18.1.24 GWBB41,157,1 SDEMeyer 15.9.26 GWBB37,275,20 UPogwisch 10.12.23
uö e
in der Anrede, häufig in der Brieferöffnung, iVbdg mit Adj wie ‘lieb, wert, verehrt, gnädig’ Da ist Käs liebe
F. und gleich in den Keller mit ihm GWBB2,279,4 JROrville [Aug? 75] Ihr Brief, hochgeschätzteste
F., läßt mich eine Beschämung empfinden GWBB23,173,1 Eskeles [26.11.12] K Theuerste, gnädige
F.! GWBB49,4,14 ChReutern 11.7.31 GWBB3,262,14 ChStein [Mitte Dez 78]
uö f
iVbdg mit Rollenbezeichnungen im Prozeß- u Finanzrecht: ‘F. Gegnerin’, einmal ‘F. Gläubigerin’ DjG
35,394,35 RAnw 8.9.75 GWBB16,28,13 CChHerda [1.2.02] K
uö C
Rangbezeichnung für die in einer hierarchischen Ordnung höher od niedriger stehende weibl Person 1
Herrin, Gebieterin a
‘unsre liebe F.’ für die Madonna GWB16,127 HSachsPoetSdg 130 b
als Ehrentitel, meist für die Landesherrin, -fürstin; mehrf ‘die hohe F.’ [
Faust zu Helena:] Erst knieend laß die treue Widmung dir | Gefallen, hohe
F. GWBFaust II 9360 Stunden .. in denen mir das Glück ward .. eine hohe
F. [
Maria Feodorowna] zu bewundern GWBB31,123,5 Willamow 12.4.19 K unsere allverehrteste
F. und Herrinn [
Maria Ludovica] GWBB23,166,16 JO’Donell 24.11.12 [
Hzg üb die verstorbene Fstin:] Der hochbegabten hochgesinnten F-en GWBNatT 94 GWB16,320 Der Kaiserin vÖsterr 4
uö c
für die Herrin im Haus, die Hausfrau, auch für die Vorgesetzte; mehrf mit PossPron [
Helena:] Wer gegenwarts der
F. die Dienerinnen schilt, | Der Gebietrin Hausrecht tastet er vermessen an GWBFaust II 8784 [
Mutter:] Und das Gesinde mag sein wie es will, wenn die
F. nicht hinten und vorne ist, so kommt doch nichts zu Stande GWB13
1,40,5 Was wir bringen [
Mignon zu Wilh:] Herr, ich bin dein Sklave, kaufe mich von meiner
F. [
Mme de Retti], daß ich dir alleine zugehöre GWB51,237,14 ThS III 8 [
für: maîtresse] GWB45,149,13 RamNeffe GWB23,230,6 Lj VIII 6 GWB11,3 Elp
1 13
uö ‘die gnädige F.’ als Bezeichnung im Munde der Dienerschaft, des Gesindes [
Lucie üb Stella:] die gnädige
F. hat einen schönen Garten, und soll eine gute
F. sein GWB11,130,5f Stella I GWB12,242 UnglHausgenossen 396
uö 2
Dienerin, Begleiterin, Hofdame, pl auch iSv Gefolge; meist iVbdg mit PossPron [
Przin:] Zum erstenmal trat ich, noch unterstützt | Von meinen F-en, aus dem Krankenzimmer Tasso 861 [
Antiope:] nur wenig Knechte begleiteten den Wagen, und eine
F. war bey mir GWB11,380,25 Elp
1 I 4, ~ GWB11,19 Elp
2 366 [G/Riemer] es schloß an den Zug sich | Auch die Königin an, von ihren F-en [ihrem Gefolge
Var] begleitet GWBReinF IV 141 GWB18,383,1 ReiseMegapr GWB49
2,50,27 Externsteine
uö → GWB
Bauersfrau GWB
Botenfrau GWB
Branntweinfrau GWB
Bürgersfrau GWB
Edelfrau GWB
Ehefrau GWB
Essigfrau GWB
Götterfrau GWB
Harfenfrau GWB
Hausfrau GWB
Heldenfrau GWB
Höckenfrau GWB
Jungfrau GWB
Kammerfrau GWB
Käsefrau GWB
Kaufmannsfrau GWB
Klosterfrau GWB
Kochfrau GWB
Köhlersfrau GWB
Landfrau GWB
Meeresfrau GWB
Meerfrau GWB
Menschen- GWB
Milch- Ritters- GWB
Schneiders- GWB
Urahn- Warte- GWB
Wasch- GWB
Welt- GWB
Zauber- GWB
jungfräulich GWB
Jungfräulichkeit GWB
Liebfrauenkirche Syn GWB
Weib zu A
GWB
Frauenzimmer GWB
Weibsbild zu A 1 c
GWB
Weibsgebild zu A 2 a
GWB
Frauensperson GWB
Weibsperson zu A 2 b
GWB
Dame zu B 1
GWB
Ehefrau GWB
Eheweib GWB
Gattin GWB
Gemahlin zu B 1 b
GWB
Ehehälfte GWB
Frauchen GWB
Hausweib GWB
Weibchen zu C 1
GWB
Gebieterin GWB
Herrin zu C 1
b
GWB
Herrscherin zu C 2
GWB
Dienerin 1) vgl hierzu: MCHoock-Demarle, Die Frauen der Goethezeit, 1990 2) Zu G-s komplexem Frauenbild, wie es sich in den Frauengestalten seiner Dichtungen u in seinen persönl Beziehungen zu Frauen spiegelt vgl HFuhrmann, Der schwankende Paris. “Bild” u “Gestalt” der Frau im Werk G-s, in: JbFDH 1989, 37-126 3) vgl ASchöne, Götterzeichen .. 135f 4) vgl Gespr(He2,157) Riemer 20.11.06
5) Hoock-Demarle (s.o.), 129ff 6) Geschichtl Grundbegriffe, 2,1975,272f s v ‘Familie’Caroline Vollmann C.
V.