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Adel

ahd. bis spez. · 30 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Adel

Bd. 1, Sp. 29
Adel 1. Adel allein bei Tugend steht, aus Tugend aller Adel geht. Frz.: Noblesse vient de vertu. (Dict. de l'Acad., 1835.) Aber auch: La source de noblesse est fraude et vitesse. 2. Adel entspringt nicht aus Blut, er ist der Tugend Heirathsgut. 3. Adel gehet nicht für Ehrbarkeit. 4. Adel hat kein Erbrecht. 5. Adel ist von Bauern her. Frz.: Le tiers estat est le seminaire de noblesse. (Adag. franç., XVIme siècle.) 6. Adel macht den Kohl nicht fett. It.: La nobiltà è una magra vivanda in tavola del povero nobile. 7. Adel muss man durch Tugend erstreben, er wird durch Geburt nicht gegeben. Frz.: Nulle noblesse de paresse. (Leroux, 11.) It.: La nobiltá non s'acquista nascendo ma virtuosamente vivendo. 8. Adel ohne Geld gilt wenig in der Welt. It.: La nobiltà poco si prezza se vi manca la richezza. 9. Adel ohne Tugend ist eine Nussschale ohne Kern, ein Ei ohne Dotter. 10. Adel ohne Tugend und eine Laterne ohne Licht leuchten beide nicht. It.: La vera nobiltà deve esser accompagnata con l'honestà. 11. Adel sitzt im Gemüthe und nicht im Geblüte. Lat.: Stemmata quid prosunt, si virtus deficit omnis. – Virtute decet non sanguine niti. 12. Adels Mutter ist die Ehre, Adels Tochter ist die Wehre. 13. Adel stehet wohl bei Tugend. Adel allein bei Tugend steht, aus Tugend aller Adel geht. (Brandt, 76.) It.: La vera nobiltà male non fà. 14. Adel – Tadel. – Parömiakon, 3213; Körte, 45. So schön die Wörter reimen, so wenig vertragen sich die Begriffe. Adelig muss sein untadelig. Stammbäume nützen nichts, wo jede Tugend mangelt. Adel kommt von Tugend, und Edelleute sind nur die, welche edle Thaten vollbracht. Ein Federstrich kann adelig machen, doch edel kann kein Kaiser machen. Cardinal Richelieu sagte: »Ich will so viel Herzöge machen, dass es eine ebenso grosse Schande sein soll, einer wie keiner zu sein.« Frz.: Il n'y a generation où il n'y ait putain ou larron. Span.: No ay generacion, do no ay puta o ladron. 15. Adel, Tugend, Kunst, sind ohne Geld umsunst. Dadurch wird der Geldadel zum vornehmsten erhoben, obgleich er unstreitig der erbärmlichste ist. Der Geburtsadel lebt wenigstens in der Erinnerung ehemaliger Grösse; der Geldadel aber nährt den dümmsten Stolz auf ein todtes Metall und macht die Seele und die Finger zugleich schmuzig. 16. Adel, Tugend und Talente sind nichts ohne Rente. 17. Aller Adel hat einen Misthaufen zum Vater und die Fäulniss zur Mutter. 18. Auch der Adel braucht die Nadel. Der Höchste bedarf der Dienste der Niedern. 19. Auf alten Adel leiht der Jude keinen Pfennig. Wie viel der Christ? 20. Dem fehlt der Adel, der nichts kennt, als Tadel. 21. Der Adel macht die Klöster reich und die Klöster den Adel arm. Durch Fürsten, Grafen, Ritter u.s.w. wurden die meisten Klöster gestiftet und so reichlich begabt, dass ihre Familien den Verlust so vieler Güter empfanden und zuletzt in Armuth sanken, während die Klöster aufblühten und in Ruhe die erhaltenen Reichthümer verzehrten. (Kirchhofer, 3.) 22. Der Adel und der Hühnerhund machen die Liebe der Jäger zu den Hasen kund. Chamfort sagt: »Der Adel sei der Vermittler zwischen dem Monarchen und dem Volke wie der Hühnerhund zwischen Jäger und Hasen.« 23. Der Adel wohnt in keinem Kinderrocke. 24. Eines Adels sind wir alle, sprach zur Perle die Glaskoralle. Von denen, welche glauben adelig genug zu sein, wenn sie in äusserm Pomp erscheinen, ohne den Adel der Gesinnung zu besitzen. 25. Für Adel kauft man (gibt) kein (Bäcker) Brot. 26. Je älter der Adel, je morscher der Baum. Frz.: Cent ans bannière et cent ans civière. Lat.: Generosa in ortus semina exsurgunt suos. (Plaut.) 27. Jeder Adel hat seinen Tadel. Auch der Beste hat seine Fehler. Frz.: Nul sans vice. 28. Lass dem Adel seine Jagden, den Bauern ihre Kirchweih und den Hunden ihre Hochzeiten, so bleibst du in Ruhe. 29. Morscher Adel und steifer Knecht dienen ihrem Herren schlecht. 30. Neugebackner Adel vergisst der Leute Namen. 31. Vor allem Adel Tugend geht, mit Adel Tugend wohl besteht. Lat.: Nobilitas sola est atque unica virtus. 32. Wer den Adel blos im Namen hat, dess Stammbaum reicht nicht in den Himmel. 33. Wer in den Adel erheben will, muss selbst von Adel sein. 34. Einem seinen Adel benehmen. 35. Er ist vom Adel, so die Nase an den Aermel wischt. 36. Er ist von gutem Adel; sein Vater ging mit einem Paar Ochsen zur Jagd. (Schweiz.) Spott auf die Neugeadelten. Frz.: Il est gentilhomme, son père allait à la chasse avec un fouet. 37. Sein Adel riecht nach Knoblauch und Pfeffer. Sagt der alte Adel spöttisch vom spätern. Frz.: C'est un noble de nouvelle Impression. 38. Seinen Adel aus dem Geldsack haben (oder: auf den Geldsack stützen). Von denen, die wegen ihres Vermögens eine vornehme Rolle spielen, ohne durch Bildung, Verdienst oder Geburt dazu berechtigt zu sein. Lat.: Generosus es ex crumena. (Erasm., 174.) 39. Von gutem Adel sein. Frz.: Noble comme le roi. Frz.: La vraie noblesse est celle du cœur. (Cahier, 1156.) Holl.: De adel der ziel is meer waardig dan de adel des geslachts. (Bohn I, 303.) Lat.: Nihil est nobilitas generis, nisi morum nobilitas adsit et humanitas. (Philippi, II, 22.) Lat.: Miserum est, alienae incumbere famae. (Juvenal.) – Nam genus et proavos et quae non fecimus ipsi. (Ovid.) – Non genus virum ornat, generi vir sorti loco. (Accius.) (Faselius, 147.) Holl.: Adel is een arm geregt. – Adel is eene dunne schotelspijs. (Harrebomée, I, 10b.) Engl.: Gentility without ability is worse than plain beggary. (Bohn II, 97.) n.: Adel uden dyd er en lygh uden lys. ( Prov. dan., 6.) Schwed.: Adel utan dygd är lykta utan ljus. (Wensell, 5; Sv. Ordspråkb. 1.) Entgegen der mittelalterlichen Anschauung, nach welcher lediglich der Geburtsstand das Maass der Tugend ist und Freiheit wie Eigenschaft im Blute rollt. (Graf, 33, 70; Kirchhofer, 210; Braunes, 21; Simrock, 83.) Schwed.: Adel sitter i modet, icke i błodet. (Strömbäck.) »Adel, tadel. Gelt ist der Adel, gelt ist ohne tadel.« (Henisch, 21, 45.) Lat.: Nihil sine pecunia; hoc est: nisi habueris pecunias, nec nobilitas, nec scientia, aut virtus proderit. (Bebel-Suringar, 213.) (Es ist damit auf die noch unter der Presse befindliche Ausgabe Bebel's von Dr. Suringar in Leiden verwiesen.) Lat.: Ab Eleabutadis ducit genus. (Erasm., 752; Tappius, 68b.) 40. Adel gehet auss tugent. – Henisch, 21, 44. 41. Adel gesellt sich nicht zu Plebs. Holl.: Adel moet bij adel, en stront bij zijn' broêr wezen. (Harrebomée, II, 10b.) 42. Adel hin und Adel her, wer edel thut, ist ein Edelherr. n.: Adel her, adel der; hvo aedelt giör, vist adel er. (Prov. dan., 6.) 43. Adel ist der Tugend kron vnd lohn. – Lehmann, 135, 1. 44. Adel ist ein sehr günstig Ding. – Graf, 32, 39. Wegen der bedeutenden Vorzüge, die dieser Stand genoss. Wer ihm angehörte, war vollständig frei. Mit dem Begriff der Freiheit verband die mittelalterliche Anschauung die Vorstellung von Gerechtigkeit, Weisheit, Tugend und alle löblichen Eigenschaften, während sie den Unfreien jede Schalkheit zumass. Altfries.: Diu adelheit is em seer gonstich thing. (Richthofen, 254, 2.) 45. Adel ist nichts on Tugent. – Agricola, II, 307. 46. Adel ist sterblich, die Dummheit ist erblich. – Schottmüller, Ms. 47. Adel kommt von Natur und nicht von Amt. – Graf, 33, 62. Nach mittelalterlicher Anschauung ist der Adelige geborener Heerführer, Richter, Beamter. Alle Rechte und Aemter sind Folgen, nicht Ursachen seines Adels. Das Amt kann niemand adeln. Mhd.: Adel komet von naturen unde nicht von ammecht. (Daniels, 339, 19.) 48. Der Adel muss einen Bogen haben und sollte die Trommel die Saiten (Sehnen) spannen. Holl.: De adel moet eenen boog hebben, al' zou de drommel de pees spannen. (Harrebomée, I, 10b.) 49. Adel, Pfaffen und Fledermäuse, Huren, Juden und Filzläuse, wo die nehmen überhand, sind verloren Leut' und Land. 50. Adel, tugent, kunst seind on gelt vmbsonst. – Franck, I, 82. 51. Adel und Stände muss man nicht mehr souteniren, sagt Kaunitz. Nämlich als sie nach dem Frieden von 1763 die weitern Steuern verweigerten. 52. Adels Schwester ist Demuth, kein Menschen sie verachten thut. – Lehmann, 136, 10. 53. Alter Adel und alte Ritterschaft entspriesst dem Könige. – Graf, 28, 9. König oder Kaiser bezeichnen in der Rechtssprache des Mittelalters den Träger der höchsten Gewalt. Mhd.: Aller adel unde alle ritterschaft enspruzit von dem koninge. (Daniels, 217, 38.) 54. Armer Adel frisst das Land. Justus Möser vergleicht in einer erbaulichen Betrachtung den Staat mit einer Pyramide. Diese darf an der Spitze nicht zu dick sein, das heisst: die landesherrliche Familie darf nicht zu zahlreich sein, ebenso wenig darf sie in der Mitte eine zu grosse hohe Dienerschaft am Halskragen, oder zu viel unbegüterten Adel am Bauche haben. Unten kann sie nicht leicht zu zahlreich, zu stark und nicht leicht zu gut gefugt sein. 55. Auch den alten armen Adel kan man mit eim Judenspiess erobern. – Lehmann, 138, 34. 56. Dein Adel ist verspilt, so du nicht selber fromb sein wilt. – Henisch, 21, 69. 57. Der Adel thut wie die Schwein, die Bawren wie die Hunde, die stehen nicht fest einer bey dem andern. – Henisch, 213, 9; Petri, II, 80. 58. Der neubackene Adel vergisst, wie die Leute heissen. – Rochholz, Tell und Gessler in Sage und Geschichte, Heilbronn 1877, S. 387. 59. Der rechte Adel nicht aussen Geblut, sondern auss Tugend herspringen thut. – Lehmann, II, 41, 25. 60. Die von Adel haben viel Schritt neher zur Tugend als der gemeine Mann. – Lehmann, 136, 12. 61. Dess Adels Anfang ist der Vnedel. – Lehmann, 137, 28. 62. Echter Adel verletzt niemand. Frz.: Vraie noblesse nul ne blesse. (Bohn I, 64.) 63. Eines adels seind wir alle. – Henisch, 21, 46. 64. Es sind nie weniger von Adel gewesen, als da jedermann will vom Adel sein. – Opel, 381. 65. Lebt der Adel ohn' Vernunft, so g'hört er in die Bauernzunft. – Kirchhofer, 210. 66. Nachdem der Adel hat angfangen, erblich auch an böse zu langen, hett sein würde vnd eigenschafft, wol halb verloren seine krafft. – Loci comm., 144. Lat.: Postquam degeneres coeperunt nobilitati, nobilitas coepit in multis degenerare. 67. Nicht Adel, adelicher stam, die That adelt, die man recht fürnam. – Henisch, 21, 62. 68. Rechten Adel spürt man an adeligen Tugenden, nicht an Kleidern oder Ketten. – Henisch, 21, 38; Petri, II, 513. Was der Adel unter adeligen Tugenden versteht, kann man zum Theil aus den Zunamen ersehen, den früher adelige Geschlechter führten. Bei den Dänen finden wir die gekrönten Juul's, die kühnen Vind's, die treuen Kruse's, die schönen Marsvin's, die guten Grubb's, die lustigen Brahe's, die kostbaren Lycko's, die hochgesinnten Skram's, die beredten Parsberg's, die schwarzbärtigen Munk's, die bösen Brusk's u.s.w. (Prov. dan., 6.) 69. Was hilfft Adel, wo kein Gelt ist. – Henisch, 1475, 41; Petri, II, 598. 70. Wer seinen Adel adelt, ist adelig geadelt; wen nur sein Adel adelt, wird adelig getadelt. – Junker und Pfaffe, 17. 71. Wo Adel vnd Ehr beysammen seyn, dabey gehet Ehr auss vnd ein. – Lehmann, 136, 8. 72. Er ist von Adel, er hat ein Grübchen im Kinn. Holl.: Hij is zeker van adel, want hij heeft eene kloof in de kin. (Harrebomée, I, 10b.)
11176 Zeichen · 342 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    adelst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    adel ( -ul , -al? ) st. m. , nhd. adel m. ; mnd. ādel m. n., mnl. adel; ae. ádela m. adele: nom. pl. Beitr. 73, 259, 89 …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ADELstn. stm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    ADEL stn. ( stm. Frl. 379,7. myst. 1,46, 13. ahd. adal ) geschlecht von welchem man her stammt; besonders wenn es durch …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    adelSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    adel , Sb. nhd. Stollen (im Bergbau) E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 3a (adel)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Adel

    Adelung (1793–1801) · +11 Parallelbelege

    Der Adel , des -s, plur. car. 1. Ein gewisser Vorzug des Standes und Geschlechtes, welcher diejenigen, so damit begabet …

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Adel

    Goethe-Wörterbuch

    Adel 1 der erste Stand innerhalb der von G durchgehend anerkannten ständischen Gliederung; häufig sowohl die Gesamtheit …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Adel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Adel (altdeutsch adal, d.i. Ursprung, Geschlecht), ein Stand, dessen Ursprung über alle Geschichte hinausreicht und sich…

  7. modern
    Dialekt
    Adel

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Adel Band 1, Spalte 1,150–152

  8. Sprichwörter
    Adel

    Wander (Sprichwörter)

    Adel 1. Adel allein bei Tugend steht, aus Tugend aller Adel geht. Frz. : Noblesse vient de vertu. ( Dict. de l'Acad., 18…

  9. Spezial
    Adel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Adel m. (-s) (Adelsstand) aristocrazia (-ies) f. , nobilté (-s) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit adel

597 Bildungen · 376 Erstglied · 212 Zweitglied · 9 Ableitungen

adel‑ als Erstglied (30 von 376)

adelaar

DWB

adel·aar

adelaar , m. aquila. s. aar . dess ward auf jenem berg gewar ein groszer alter adelar. B. Waldis Esop 1, 59 ; und sahst du je den adelaar im…

Adelaer

Meyers

adel·aer

Adelaer (spr. -lār), norwegisch-dän. Seeheld, s. Adeler .

Adelaide

Meyers

adel·aide

Adelaide (spr. äddelēd), Fluß im südaustral. Nordterritorium, nimmt rechts den Margaret auf u. mündet, weit hinauf schiffbar, in die Adambai…

Adelaïde-Insel

Meyers

adelaide·insel

Adelaïde-Insel , antarktische Insel, westl. von Grahamland, unter 67°15´ südl. Br. und 68°20´ westl. L., 1832 von Biscoe entdeckt.

adelanker

MWB

adel·anker

adelanker stM. ‘ vollkommener, sicherer Anker’ (?) si [Maria] ist den weisen ein adelmuder, / si ist ein schif und ouch ein ruder / und ein …

Adelantādo

Meyers

Adelantādo (span.), ein »Avancierter«, Oberst, Statthalter; Ehrentitel.

adelar

Lexer

ade·lar

adel-ar swm. BMZ syncop. adlar. adler ( auch stm. ) edler ar, adler Wwh. 189, 12. Engelh. 2742. j.Tit. 1825 ff. Renn. 12204. 19357. 19444 ; …

adelar, adelære

MWB

adelar, adelære swstM. seit dem 12. Jh. belegte Zusammensetzung von adel und ar; die Form adelær(e) stM. gebildet in Anlehnung an mûsære und…

adelare

EWA

adel·are

adelareAWB m. n-St., nur in relativ späten Gl. belegt: ‚Adler, aquila‘ (mhd. ad[e]lar, adler; vgl. mndd. ādelarn[e]). S. adal2 und aro: ursp…

adelarn

Lexer

adel·arn

adel-arn stm. BMZ adler Frl. Hpt. 1, 13. Md. ged. 3, 337. s. arn.

Adelbach

RhWB

adel·bach

Adel-bach adəlbīχ Prüm-Urb m.: Teich. — Zu Ader = Wasserlauf.

Ādelbak

WWB

adel·bak

Ādel-bak ⟨ › āl- ‹ ( Bor Ge Hd m. Rd, Lin Be m.); › ālen- ‹ Ahs Vr ; — Pl. › ālbäkke ‹ ( Lin Be) ⟩ Jauchegrube.

adelbar

DRW

adel·bar

adelbar adelmäßig adelboere liute oJ. MhdWB. I 8 Lexer I 20 Faksimile

Adelbassäng

MeckWBN

adel·bassaeng

Wossidia Adelbassäng n. Jauchebehälter Schö Schönberg@Carlow Carl ; Herrnb; Thand.

Ādelbassänk

WWB

adel·bassaenk

Ādel-bassänk ⟨ Ālpassenk ( Lem Ld ), Ālfossänk ( Hfd Bi) ⟩ dass. ¶ -fossänk umgedeutet nach versenken?

Adelbatadel

Idiotikon

Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85

Adelbauer

Campe

adel·bauer

○ Der Adelbauer , des — s, Mz. die — n, ein Bauer, der eines Adeligen Unterthan ist, der Bauer in einem Adeldorfe; besser als das gewöhnlich…

Adelbeamter

DRW

adel·beamter

Adelbeamter Angestellter bei Einrichtungen der Adelschaft 1812 Gutzeit,Livl. I 26 Faksimile

Adelbert

Meyers

Adelbert , s. Adalbert ; A., ein Babenberger, s. Art. »Babenberg« und »Babenberger Fehde«.

Adelboden

Meyers

adel·boden

Adelboden , Gemeinde im Engstligental, zum Bezirk Frutigen des schweizer. Kantons Bern gehörig, 1357 m ü. M., im N. des Wildstrubel, mit (19…

adel als Zweitglied (30 von 212)

Stecknadel

RDWB1

Stecknadel f французская булавка Es ist so still dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können idiom. - Так тихо - слышно, как муха про…

Adelbatadel

Idiotikon

Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85

Ahnenadel

DRW

ahnen·adel

Ahnenadel alter Adel, welcher 4, 8, 16, 32 usw. Ahnen aufweisen kann Gutzeit,Livl. Nachtr. I 26

Amadel

BWB

Amadel Band 1, Spalte 1,213f.

Amtsadel

DRW

amts·adel

Amtsadel aus Amtsstellung hervorgegangener Adel 1591 Spangenb.,Adelsp. I 143 Faksimile officialis dignitas 1691 Stieler 20 Faksimile über de…

badewadel

Lexer

bade·wadel

bade-wadel stm. BMZ perizoma Voc. vgl. Hpt. 11,52 ; vgl. batkoste.

Bei(n)wadel

Idiotikon

Bei(n)wadel Band 15, Spalte 457 Bei(n)wadel 15,457

besprengwadel

Lexer

be-spreng-wadel stm. aspersorium Dfg. 54 c .

Besprängwadel

Idiotikon

Besprängwadel Band 15, Spalte 451 Besprängwadel 15,451

Blueme(n)wadel

Idiotikon

Blueme(n)wadel Band 15, Spalte 449 Blueme(n)wadel 15,449

briefadel

DWB

brief·adel

briefadel , m. nobilitas codicillaris: schüttelte über die schlechte erneuerung des briefadels, d. h. des wappens leise den kopf. J. P. Tit.…

Bräuadel

BWB

Bräuadel Band 1, Spalte 1,148

buchadel

DWB

buch·adel

buchadel , m. ein ehmals mit gelehrten würden verbundner adel, zuweilen was briefadel.

Bëre(n)drëcktradel

Idiotikon

Bëre(n)drëcktradel Band 14, Spalte 336 Bëre(n)drëcktradel 14,336

Bū(w)stadel

Idiotikon

Bū(w)stadel Band 10, Spalte 1339 Bū(w)stadel 10,1339

Chatze(n)wadel

Idiotikon

Chatze(n)wadel Band 15, Spalte 448 Chatze(n)wadel 15,448

dienstadel

DWB

diens·tadel

dienstadel , m. ist in einigen staaten verbunden mit einer höheren dienststelle. er ist persönlich d. h. er geht nicht auf die kinder über u…

distadel

KöblerMhd

dis·tadel

distadel , st. M. nhd. ? Q.: MH (1470-1480) E.: s. stadel? W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 465 (dristadel), LexerN 3, 126 (dristadel)

dorfstadel

MWB

dorf·stadel

dorfstadel stM. ‘Dorfstätte’ daz dorfstadil zu Getoͤren, daz ettewanne ein gebuwet dorf was UrkErf 2,238 (a. 1348) MWB 1 1348,53; Bearbeiter…

Drëckwadel

Idiotikon

Drëckwadel Band 15, Spalte 451 Drëckwadel 15,451

Ableitungen von adel (9 von 9)

2ādel(e)

MNWB

2 ādel(e) , addel , eddel , m. , n. , Jauche, schlammige, schmutzige, garstige Flüssigkeit . Kompos.: a.-pôl.

Beªdel

WWB

Beªdel I m. ⟨ „ Beddel “ ( Osn Strodtm, Lip Oesterh ), „ Bäddel “ und „ Biädel “ ( Osn Klön ), „ Bettel “ ( Det Is ), „ Beä ( r ) tel “ ( Do…

beªdelen

WWB

beªdelen sw. V. ⟨ -delen ( Bri Ka ), Wal Bh Ro , meist › beªdeln ‹; „ bedəln “ (› eª ‹ > ä ) Höx Kb = NdJb 32, 145, „ biċɐdn “ (› eª ‹ > ie…

entadelen

Lexer

ent-adelen swv. s. entedelen.

entadelung

DWB

entadelung , f. fern sei und bleibe doch von würdigen deutschen gelehrten diese entadelung ihrer erlauchten namen. Fichte über die franz. re…

unadel

DWB

unadel , st. m.; ahd. unadali ' ignobilitatem ' Graff 1, 143 ; mhd. unadel, st. n. m. Lexer 2, 1749 ; mhd. wb. 1, 8 a . ob im nhd. noch das …

unādelen

MNWB

° unādelen , swv. : erniedrigen, in den Schmutz ziehen, „ vnd menen ydt stah en alse olde Frouwen sehr wol an dat se ... ydermann alse de lo…

unadellich

Lexer

un-adellich adj. das adelich gemüt wirt gedruckt durch die füsz der unadelichen Beisp. 19,30. vgl. unedellich;

uradel

DWB

uradel , m. , erst im 19. jh. gebraucht zur bezeichnung ältesten adels. ' der seit unvordenklicher zeit beseszne und sich auf diesen anerkan…