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ADEL

ahd. bis spez. · 30 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

BMZ
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47 in 30 Wb.
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Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

ADEL stn. stm.

Bd. 1, Sp. 7b
ADEL stn. (stm. Frl. 379,7. myst. 1,46, 13. ahd. adal) geschlecht von welchem man her stammt; besonders wenn es durch stammgut oder eigenthümliche vorzüge ausgezeichnet ist. Die endsilbe el ist ableitungssilbe (Gr. 2,101 ), der stamm vielleicht adu, uod nr. 483, wonach das altn. ôðal, ags. êðel im ablautsverhältnisse stehen würden. vgl. Gr. 2,44, rechtsa. 265. iʒ ne zâme nieht adale, das zäme männern von euerem stande nicht. Gen. fgr. 2,57, 41. unser waren zwelfe, geboren von eime adele, wir waren eines mannes sune Gen. fundgr. 2,64,12. vgl. das. 63,3 von einem vater geborne. der von adele was geborn das. 87,1. welhes adels er wære Lanz. 33. daʒ er sich hêrlîche mit in begên mohte als sînem adel tohte Er. 1836. Clitemestrâ hête bôslîche mit eime ritter getân: den wolde sie zu adel hân zum großen herrn machen: er enhête burg noch lant Herb. 17257. vürst ist von adel, niht von kür Frl. 379,3. vgl. 380. sage wie geteilet wart daʒ adel von unminnen Frl. 32,12. der könig Darius sagt von seiner tochter si ist von adele geborn Lampr. Alex. 3516. Parîs der stæte von adel wære troj. 5111. 5147. er ist sîn kint von adel troj. 5092. daʒ si von adel komen sint Engelh. 771. sît daʒ der edeln veter kint von hôhem adel gunedelt sint MS. 2,128. b. 129. a. sô wol dir hôch gelopteʒ adel swâ man dich vindet unverwert MS. 2,244. b. sich ûf, du hôheʒ adel Frl. 49,1. swie man sîs adels ahtet niht gen eime zedel MS. 2,177. b. der (derjenigen) adel liutert immer MS. 2,177. b. sîn adel enthalten MS. 2,241. a. sin hôheʒ adel, sîn edeliu jugent H. Trist. 50. sîn adel von fürsten ist sô grôʒ daʒ er (Kandin) nicht hœher möhte sin U. Trist. 1584. ein vürste rîch, an adel künigen wol gelîch Maßm. Al. s. 118. a. den heiʒ ich edel swie er niht sî von adel der geborne MS. 2,177. b. bî tugenden prüevet man daʒ adel amg. 32. a. ein edel man von geburt, der sîn adel swachet mit untugenden amg. 32. b. dâ îst ûʒ adele unart worden, des tugent vür jenes adel man prîsen sol amg. 32. b. ich vant die stüele lære stân, dâ wîsheit adel und alter gwalteclîche sâʒen ê Walth. 102,18. — ûf iren hôhesten adel zu ihrer höchsten vollkommenheit myst. 1,46,13. auch die stammart im thier-   und pflanzenreiche heißt adel: der adelar, den sîn adel und sîn art in des luftes wilde twinget MS. 2,191. b. ein ieglich boum der ist gevar nâch sînem adel sunderlich Teichner, Doc. misc. 2,229.
2378 Zeichen · 103 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    adelst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    adel ( -ul , -al? ) st. m. , nhd. adel m. ; mnd. ādel m. n., mnl. adel; ae. ádela m. adele: nom. pl. Beitr. 73, 259, 89 …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ADELstn. stm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    ADEL stn. ( stm. Frl. 379,7. myst. 1,46, 13. ahd. adal ) geschlecht von welchem man her stammt; besonders wenn es durch …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    adelSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    adel , Sb. nhd. Stollen (im Bergbau) E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 3a (adel)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Adel

    Adelung (1793–1801) · +11 Parallelbelege

    Der Adel , des -s, plur. car. 1. Ein gewisser Vorzug des Standes und Geschlechtes, welcher diejenigen, so damit begabet …

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Adel

    Goethe-Wörterbuch

    Adel 1 der erste Stand innerhalb der von G durchgehend anerkannten ständischen Gliederung; häufig sowohl die Gesamtheit …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Adel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Adel (altdeutsch adal, d.i. Ursprung, Geschlecht), ein Stand, dessen Ursprung über alle Geschichte hinausreicht und sich…

  7. modern
    Dialekt
    Adel

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Adel Band 1, Spalte 1,150–152

  8. Sprichwörter
    Adel

    Wander (Sprichwörter)

    Adel 1. Adel allein bei Tugend steht, aus Tugend aller Adel geht. Frz. : Noblesse vient de vertu. ( Dict. de l'Acad., 18…

  9. Spezial
    Adel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Adel m. (-s) (Adelsstand) aristocrazia (-ies) f. , nobilté (-s) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit adel

597 Bildungen · 376 Erstglied · 212 Zweitglied · 9 Ableitungen

adel‑ als Erstglied (30 von 376)

adelaar

DWB

adel·aar

adelaar , m. aquila. s. aar . dess ward auf jenem berg gewar ein groszer alter adelar. B. Waldis Esop 1, 59 ; und sahst du je den adelaar im…

Adelaer

Meyers

adel·aer

Adelaer (spr. -lār), norwegisch-dän. Seeheld, s. Adeler .

Adelaide

Meyers

adel·aide

Adelaide (spr. äddelēd), Fluß im südaustral. Nordterritorium, nimmt rechts den Margaret auf u. mündet, weit hinauf schiffbar, in die Adambai…

Adelaïde-Insel

Meyers

adelaide·insel

Adelaïde-Insel , antarktische Insel, westl. von Grahamland, unter 67°15´ südl. Br. und 68°20´ westl. L., 1832 von Biscoe entdeckt.

adelanker

MWB

adel·anker

adelanker stM. ‘ vollkommener, sicherer Anker’ (?) si [Maria] ist den weisen ein adelmuder, / si ist ein schif und ouch ein ruder / und ein …

Adelantādo

Meyers

Adelantādo (span.), ein »Avancierter«, Oberst, Statthalter; Ehrentitel.

adelar

Lexer

ade·lar

adel-ar swm. BMZ syncop. adlar. adler ( auch stm. ) edler ar, adler Wwh. 189, 12. Engelh. 2742. j.Tit. 1825 ff. Renn. 12204. 19357. 19444 ; …

adelar, adelære

MWB

adelar, adelære swstM. seit dem 12. Jh. belegte Zusammensetzung von adel und ar; die Form adelær(e) stM. gebildet in Anlehnung an mûsære und…

adelare

EWA

adel·are

adelareAWB m. n-St., nur in relativ späten Gl. belegt: ‚Adler, aquila‘ (mhd. ad[e]lar, adler; vgl. mndd. ādelarn[e]). S. adal2 und aro: ursp…

adelarn

Lexer

adel·arn

adel-arn stm. BMZ adler Frl. Hpt. 1, 13. Md. ged. 3, 337. s. arn.

Adelbach

RhWB

adel·bach

Adel-bach adəlbīχ Prüm-Urb m.: Teich. — Zu Ader = Wasserlauf.

Ādelbak

WWB

adel·bak

Ādel-bak ⟨ › āl- ‹ ( Bor Ge Hd m. Rd, Lin Be m.); › ālen- ‹ Ahs Vr ; — Pl. › ālbäkke ‹ ( Lin Be) ⟩ Jauchegrube.

adelbar

DRW

adel·bar

adelbar adelmäßig adelboere liute oJ. MhdWB. I 8 Lexer I 20 Faksimile

Adelbassäng

MeckWBN

adel·bassaeng

Wossidia Adelbassäng n. Jauchebehälter Schö Schönberg@Carlow Carl ; Herrnb; Thand.

Ādelbassänk

WWB

adel·bassaenk

Ādel-bassänk ⟨ Ālpassenk ( Lem Ld ), Ālfossänk ( Hfd Bi) ⟩ dass. ¶ -fossänk umgedeutet nach versenken?

Adelbatadel

Idiotikon

Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85

Adelbauer

Campe

adel·bauer

○ Der Adelbauer , des — s, Mz. die — n, ein Bauer, der eines Adeligen Unterthan ist, der Bauer in einem Adeldorfe; besser als das gewöhnlich…

Adelbeamter

DRW

adel·beamter

Adelbeamter Angestellter bei Einrichtungen der Adelschaft 1812 Gutzeit,Livl. I 26 Faksimile

Adelbert

Meyers

Adelbert , s. Adalbert ; A., ein Babenberger, s. Art. »Babenberg« und »Babenberger Fehde«.

Adelboden

Meyers

adel·boden

Adelboden , Gemeinde im Engstligental, zum Bezirk Frutigen des schweizer. Kantons Bern gehörig, 1357 m ü. M., im N. des Wildstrubel, mit (19…

adel als Zweitglied (30 von 212)

Stecknadel

RDWB1

Stecknadel f французская булавка Es ist so still dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können idiom. - Так тихо - слышно, как муха про…

Adelbatadel

Idiotikon

Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85

Ahnenadel

DRW

ahnen·adel

Ahnenadel alter Adel, welcher 4, 8, 16, 32 usw. Ahnen aufweisen kann Gutzeit,Livl. Nachtr. I 26

Amadel

BWB

Amadel Band 1, Spalte 1,213f.

Amtsadel

DRW

amts·adel

Amtsadel aus Amtsstellung hervorgegangener Adel 1591 Spangenb.,Adelsp. I 143 Faksimile officialis dignitas 1691 Stieler 20 Faksimile über de…

badewadel

Lexer

bade·wadel

bade-wadel stm. BMZ perizoma Voc. vgl. Hpt. 11,52 ; vgl. batkoste.

Bei(n)wadel

Idiotikon

Bei(n)wadel Band 15, Spalte 457 Bei(n)wadel 15,457

besprengwadel

Lexer

be-spreng-wadel stm. aspersorium Dfg. 54 c .

Besprängwadel

Idiotikon

Besprängwadel Band 15, Spalte 451 Besprängwadel 15,451

Blueme(n)wadel

Idiotikon

Blueme(n)wadel Band 15, Spalte 449 Blueme(n)wadel 15,449

briefadel

DWB

brief·adel

briefadel , m. nobilitas codicillaris: schüttelte über die schlechte erneuerung des briefadels, d. h. des wappens leise den kopf. J. P. Tit.…

Bräuadel

BWB

Bräuadel Band 1, Spalte 1,148

buchadel

DWB

buch·adel

buchadel , m. ein ehmals mit gelehrten würden verbundner adel, zuweilen was briefadel.

Bëre(n)drëcktradel

Idiotikon

Bëre(n)drëcktradel Band 14, Spalte 336 Bëre(n)drëcktradel 14,336

Bū(w)stadel

Idiotikon

Bū(w)stadel Band 10, Spalte 1339 Bū(w)stadel 10,1339

Chatze(n)wadel

Idiotikon

Chatze(n)wadel Band 15, Spalte 448 Chatze(n)wadel 15,448

dienstadel

DWB

diens·tadel

dienstadel , m. ist in einigen staaten verbunden mit einer höheren dienststelle. er ist persönlich d. h. er geht nicht auf die kinder über u…

distadel

KöblerMhd

dis·tadel

distadel , st. M. nhd. ? Q.: MH (1470-1480) E.: s. stadel? W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 465 (dristadel), LexerN 3, 126 (dristadel)

dorfstadel

MWB

dorf·stadel

dorfstadel stM. ‘Dorfstätte’ daz dorfstadil zu Getoͤren, daz ettewanne ein gebuwet dorf was UrkErf 2,238 (a. 1348) MWB 1 1348,53; Bearbeiter…

Drëckwadel

Idiotikon

Drëckwadel Band 15, Spalte 451 Drëckwadel 15,451

Ableitungen von adel (9 von 9)

2ādel(e)

MNWB

2 ādel(e) , addel , eddel , m. , n. , Jauche, schlammige, schmutzige, garstige Flüssigkeit . Kompos.: a.-pôl.

Beªdel

WWB

Beªdel I m. ⟨ „ Beddel “ ( Osn Strodtm, Lip Oesterh ), „ Bäddel “ und „ Biädel “ ( Osn Klön ), „ Bettel “ ( Det Is ), „ Beä ( r ) tel “ ( Do…

beªdelen

WWB

beªdelen sw. V. ⟨ -delen ( Bri Ka ), Wal Bh Ro , meist › beªdeln ‹; „ bedəln “ (› eª ‹ > ä ) Höx Kb = NdJb 32, 145, „ biċɐdn “ (› eª ‹ > ie…

entadelen

Lexer

ent-adelen swv. s. entedelen.

entadelung

DWB

entadelung , f. fern sei und bleibe doch von würdigen deutschen gelehrten diese entadelung ihrer erlauchten namen. Fichte über die franz. re…

unadel

DWB

unadel , st. m.; ahd. unadali ' ignobilitatem ' Graff 1, 143 ; mhd. unadel, st. n. m. Lexer 2, 1749 ; mhd. wb. 1, 8 a . ob im nhd. noch das …

unādelen

MNWB

° unādelen , swv. : erniedrigen, in den Schmutz ziehen, „ vnd menen ydt stah en alse olde Frouwen sehr wol an dat se ... ydermann alse de lo…

unadellich

Lexer

un-adellich adj. das adelich gemüt wirt gedruckt durch die füsz der unadelichen Beisp. 19,30. vgl. unedellich;

uradel

DWB

uradel , m. , erst im 19. jh. gebraucht zur bezeichnung ältesten adels. ' der seit unvordenklicher zeit beseszne und sich auf diesen anerkan…