lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

adel

ahd. bis spez. · 30 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MWB
Anchors
47 in 30 Wb.
Sprachstufen
9 von 16
Verweise rein
251
Verweise raus
99

Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

adel stN.

Bd. MWB 1 99, Sp. 34
adel stN. 1 ‘Adelsgeschlecht’
2 ‘Abstammung aus einem Adelsgeschlecht, vornehme Herkunft, Adelswürde’
3 übertr. ‘edle Beschaffenheit, Würde, Wert, Vortrefflichkeit’ , in vielfältigen Bezügen.
4 ze ~ hân ‘zum großen Herrn machen’ (BMZ) oder ‘zum rechtmäßigen Ehegatten und Herrscher’ (vgl. adelkint, -sun, -vater, -wîp )?
   1 ‘Adelsgeschlecht’ unser wâren zwelefe geboren fon eineme adele, / wir wâren eines mannes sune Gen 2211; noch denne was im unbekant, / wie er selbe was genant / und welhes adels er wære, / unz daz der helt mære / geschuof mit sîner manheit, / daz im sîn name wart geseit / und dar zuo gar sîn künneschaft UvZLanz 33; das merkent rechte / wie das ewangelium seit / von sinen vettern gelegenheit, / und sin adel tuͦt bekant / Liber generacionis genant WernhMl 1677; her David wart gefriet von dem hirtentum, / durch das sin herze milde phlag an falschen rum; / des ist sin sam in küniges adel bliben Mügeln 28,6. von ~ geborn ‘adliger Herkunft’ si newolten si [Juden in Ägypten] erlâzen / scalklîcher uorhte, / dielîcher werche. / der uon adele was geborn, der muͦse berien [kneten] daz hore / [...] den laim und den letten Exod 127; si is von adele geborn SAlex 3866; UvZLanz 260; WhvÖst 12331; hier schon ‘Adelsstand’?: ein vurste ist dirre man, / geborn von des adils zwic Daniel 8319    2 ‘Abstammung aus einem Adelsgeschlecht, vornehme Herkunft, Adelswürde’ ir gehabet iuch hiute ubile, iz nezâme nieht adale Gen 1940; sie ge zeme eime herren wol. / vn̄ mochte von ir adele. / ge zeme eime koninge Roth 77; ich han den oberisten uán / unter allin dinin mannen. / daz scol dir nicht misseuallin: / ich scol in hiute uor uechtin / uon adele unt uon rechte Rol 3638; da legit uns [...] in also riche serke [Särge] / daz man da bi wol merke / daz wir wol adil mochtín habin Athis F 87; sint dem mol wir von angebornem adel phlichtig seyn dem heiligen lande beystant zcu thune UrkCorp 222AB,36 (einziger Beleg im gesamten UrkCorp !); und wurkend edel werk da bi / mit der naͮdel und inder ram, / als wol ierm [der Tempeljungfrauen] adel gezam WernhMl 776. – häufig wird das Verhältnis von ~ und tugent, zuht thematisiert: swer tugent hât, derst wol geborn: / ân tugent ist adel gar verlorn Freid 54,6; recht adel noch die tugent hât: / swâ adel und tugent entsament sîn, / dâ tuot daz adel selden schîn / mit ruomworten sîne tât HvFreibTr 2156; swer von mâgen edel sî, / der won edeler tugent bî, / sô mac ûzerwelt sîn adel werden KvWLd 18,16; sô wol dem edeln der mit zühten kan enthalten sîn adel sô daz erz mit rehter meisterschefte treit KLD:Kzl 3: 3,2; Amerilus ze hand / liess die valken von der hand. / gegen in baiden er gie, / des in sin adel nit erlie, / mitt züchten GTroj 12712    3 übertr. ‘edle Beschaffenheit, Würde, Wert, Vortrefflichkeit’, in vielfältigen Bezügen. zwei adel sint an den liuten ouch: / von sînem künne ist einer edel unt ist doch selbe ein gouch, / der ander ist von sînen tugenden edel unt niht von hôhem namen RvZw 81,1; von adel des innern menschen, des geistes, und von untiuricheit des ûzern menschen, des vleisches Eckh 5: 111,9. natûrelîcher ~ der Geschöpfe: und der uns einen menschen her satte der in sime natúrlichen adel stunde, in der luterkeit also Adam stunt in dem paradise Tauler 120,13; und die schoͤnen heiden, so sú in sumerlicher wunne, in manigvaltiger gebluͤmter gezierde, nach ire naturlichen adel in lustlicher schonheit widerglenzent Seuse 304,18; die läut, die geziert sint mit nâtürleichem adel und mit götleichen gnâden, alsô daz si schœn sint und wol geschaffen an dem leib, tugenthaft und vernünftig an der sêl BdN 280,24. des geistes, der abegescheiden stât, des adel ist alsô grôz, swaz er schouwet, daz ist wâr Eckh 5: 410,8; volkomener abegescheidenheit adel und nutz ebd. 5: 430,12; ez ist auch niht mêr adels an dem kraut wan diu pluom BdN 404,25; Aristotiles spricht, daz der vinger adel gemachsam sei ze nemen, ze behalten, ze geben und aller maist ze underschaiden. des daumen kraft ist geleicht den kreften aller anderr vinger ebd. 21,7. – ‘edle Gesinnung’, hier in einem Wortspiel mit der (sonst erst jünger bezeugten) Bedeutung ‘Edelmetallgehalt’? (vgl. 2DWB 1,1462,18ff.): wie sol ich rîchen edeln schalc mit valschem muote erwaschen? / von kupfer scheidet man daz golt mit eines unkes aschen: / hei daz mîner taschen / vil nâhe ein pulver nie gelac, / dâmite ich guldîn adel schiede ûz kupferînem willen KvWLd 32,230    4 ze ~ hân ‘zum großen Herrn machen’ (BMZ) oder ‘zum rechtmäßigen Ehegatten und Herrscher’ (vgl. adelkint, -sun, -vater, -wîp)?: Clitemestra, Agomennonis wip, / [...] den wolde sie zv adel han. / Egistus was er genant. / er enhette burg noch lant. / Clitemestra von disem man / Esyonam, ein tochter, gwan Herb 17257

MWB 1 99,34; Bearbeiter: Plate

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    adelst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    adel ( -ul , -al? ) st. m. , nhd. adel m. ; mnd. ādel m. n., mnl. adel; ae. ádela m. adele: nom. pl. Beitr. 73, 259, 89 …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ADELstn. stm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    ADEL stn. ( stm. Frl. 379,7. myst. 1,46, 13. ahd. adal ) geschlecht von welchem man her stammt; besonders wenn es durch …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    adelSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    adel , Sb. nhd. Stollen (im Bergbau) E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 3a (adel)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Adel

    Adelung (1793–1801) · +11 Parallelbelege

    Der Adel , des -s, plur. car. 1. Ein gewisser Vorzug des Standes und Geschlechtes, welcher diejenigen, so damit begabet …

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Adel

    Goethe-Wörterbuch

    Adel 1 der erste Stand innerhalb der von G durchgehend anerkannten ständischen Gliederung; häufig sowohl die Gesamtheit …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Adel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Adel (altdeutsch adal, d.i. Ursprung, Geschlecht), ein Stand, dessen Ursprung über alle Geschichte hinausreicht und sich…

  7. modern
    Dialekt
    Adel

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Adel Band 1, Spalte 1,150–152

  8. Sprichwörter
    Adel

    Wander (Sprichwörter)

    Adel 1. Adel allein bei Tugend steht, aus Tugend aller Adel geht. Frz. : Noblesse vient de vertu. ( Dict. de l'Acad., 18…

  9. Spezial
    Adel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Adel m. (-s) (Adelsstand) aristocrazia (-ies) f. , nobilté (-s) f.

Verweisungsnetz

253 Knoten, 265 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 21 Hub 3 Wurzel 3 Kompositum 203 Sackgasse 23

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit adel

597 Bildungen · 376 Erstglied · 212 Zweitglied · 9 Ableitungen

adel‑ als Erstglied (30 von 376)

adelaar

DWB

adel·aar

adelaar , m. aquila. s. aar . dess ward auf jenem berg gewar ein groszer alter adelar. B. Waldis Esop 1, 59 ; und sahst du je den adelaar im…

Adelaer

Meyers

adel·aer

Adelaer (spr. -lār), norwegisch-dän. Seeheld, s. Adeler .

Adelaide

Meyers

adel·aide

Adelaide (spr. äddelēd), Fluß im südaustral. Nordterritorium, nimmt rechts den Margaret auf u. mündet, weit hinauf schiffbar, in die Adambai…

Adelaïde-Insel

Meyers

adelaide·insel

Adelaïde-Insel , antarktische Insel, westl. von Grahamland, unter 67°15´ südl. Br. und 68°20´ westl. L., 1832 von Biscoe entdeckt.

adelanker

MWB

adel·anker

adelanker stM. ‘ vollkommener, sicherer Anker’ (?) si [Maria] ist den weisen ein adelmuder, / si ist ein schif und ouch ein ruder / und ein …

Adelantādo

Meyers

Adelantādo (span.), ein »Avancierter«, Oberst, Statthalter; Ehrentitel.

adelar

Lexer

ade·lar

adel-ar swm. BMZ syncop. adlar. adler ( auch stm. ) edler ar, adler Wwh. 189, 12. Engelh. 2742. j.Tit. 1825 ff. Renn. 12204. 19357. 19444 ; …

adelar, adelære

MWB

adelar, adelære swstM. seit dem 12. Jh. belegte Zusammensetzung von adel und ar; die Form adelær(e) stM. gebildet in Anlehnung an mûsære und…

adelare

EWA

adel·are

adelareAWB m. n-St., nur in relativ späten Gl. belegt: ‚Adler, aquila‘ (mhd. ad[e]lar, adler; vgl. mndd. ādelarn[e]). S. adal2 und aro: ursp…

adelarn

Lexer

adel·arn

adel-arn stm. BMZ adler Frl. Hpt. 1, 13. Md. ged. 3, 337. s. arn.

Adelbach

RhWB

adel·bach

Adel-bach adəlbīχ Prüm-Urb m.: Teich. — Zu Ader = Wasserlauf.

Ādelbak

WWB

adel·bak

Ādel-bak ⟨ › āl- ‹ ( Bor Ge Hd m. Rd, Lin Be m.); › ālen- ‹ Ahs Vr ; — Pl. › ālbäkke ‹ ( Lin Be) ⟩ Jauchegrube.

adelbar

DRW

adel·bar

adelbar adelmäßig adelboere liute oJ. MhdWB. I 8 Lexer I 20 Faksimile

Adelbassäng

MeckWBN

adel·bassaeng

Wossidia Adelbassäng n. Jauchebehälter Schö Schönberg@Carlow Carl ; Herrnb; Thand.

Ādelbassänk

WWB

adel·bassaenk

Ādel-bassänk ⟨ Ālpassenk ( Lem Ld ), Ālfossänk ( Hfd Bi) ⟩ dass. ¶ -fossänk umgedeutet nach versenken?

Adelbatadel

Idiotikon

Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85

Adelbauer

Campe

adel·bauer

○ Der Adelbauer , des — s, Mz. die — n, ein Bauer, der eines Adeligen Unterthan ist, der Bauer in einem Adeldorfe; besser als das gewöhnlich…

Adelbeamter

DRW

adel·beamter

Adelbeamter Angestellter bei Einrichtungen der Adelschaft 1812 Gutzeit,Livl. I 26 Faksimile

Adelbert

Meyers

Adelbert , s. Adalbert ; A., ein Babenberger, s. Art. »Babenberg« und »Babenberger Fehde«.

Adelboden

Meyers

adel·boden

Adelboden , Gemeinde im Engstligental, zum Bezirk Frutigen des schweizer. Kantons Bern gehörig, 1357 m ü. M., im N. des Wildstrubel, mit (19…

adel als Zweitglied (30 von 212)

Stecknadel

RDWB1

Stecknadel f французская булавка Es ist so still dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können idiom. - Так тихо - слышно, как муха про…

Adelbatadel

Idiotikon

Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85

Ahnenadel

DRW

ahnen·adel

Ahnenadel alter Adel, welcher 4, 8, 16, 32 usw. Ahnen aufweisen kann Gutzeit,Livl. Nachtr. I 26

Amadel

BWB

Amadel Band 1, Spalte 1,213f.

Amtsadel

DRW

amts·adel

Amtsadel aus Amtsstellung hervorgegangener Adel 1591 Spangenb.,Adelsp. I 143 Faksimile officialis dignitas 1691 Stieler 20 Faksimile über de…

badewadel

Lexer

bade·wadel

bade-wadel stm. BMZ perizoma Voc. vgl. Hpt. 11,52 ; vgl. batkoste.

Bei(n)wadel

Idiotikon

Bei(n)wadel Band 15, Spalte 457 Bei(n)wadel 15,457

besprengwadel

Lexer

be-spreng-wadel stm. aspersorium Dfg. 54 c .

Besprängwadel

Idiotikon

Besprängwadel Band 15, Spalte 451 Besprängwadel 15,451

Blueme(n)wadel

Idiotikon

Blueme(n)wadel Band 15, Spalte 449 Blueme(n)wadel 15,449

briefadel

DWB

brief·adel

briefadel , m. nobilitas codicillaris: schüttelte über die schlechte erneuerung des briefadels, d. h. des wappens leise den kopf. J. P. Tit.…

Bräuadel

BWB

Bräuadel Band 1, Spalte 1,148

buchadel

DWB

buch·adel

buchadel , m. ein ehmals mit gelehrten würden verbundner adel, zuweilen was briefadel.

Bëre(n)drëcktradel

Idiotikon

Bëre(n)drëcktradel Band 14, Spalte 336 Bëre(n)drëcktradel 14,336

Bū(w)stadel

Idiotikon

Bū(w)stadel Band 10, Spalte 1339 Bū(w)stadel 10,1339

Chatze(n)wadel

Idiotikon

Chatze(n)wadel Band 15, Spalte 448 Chatze(n)wadel 15,448

dienstadel

DWB

diens·tadel

dienstadel , m. ist in einigen staaten verbunden mit einer höheren dienststelle. er ist persönlich d. h. er geht nicht auf die kinder über u…

distadel

KöblerMhd

dis·tadel

distadel , st. M. nhd. ? Q.: MH (1470-1480) E.: s. stadel? W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 465 (dristadel), LexerN 3, 126 (dristadel)

dorfstadel

MWB

dorf·stadel

dorfstadel stM. ‘Dorfstätte’ daz dorfstadil zu Getoͤren, daz ettewanne ein gebuwet dorf was UrkErf 2,238 (a. 1348) MWB 1 1348,53; Bearbeiter…

Drëckwadel

Idiotikon

Drëckwadel Band 15, Spalte 451 Drëckwadel 15,451

Ableitungen von adel (9 von 9)

2ādel(e)

MNWB

2 ādel(e) , addel , eddel , m. , n. , Jauche, schlammige, schmutzige, garstige Flüssigkeit . Kompos.: a.-pôl.

Beªdel

WWB

Beªdel I m. ⟨ „ Beddel “ ( Osn Strodtm, Lip Oesterh ), „ Bäddel “ und „ Biädel “ ( Osn Klön ), „ Bettel “ ( Det Is ), „ Beä ( r ) tel “ ( Do…

beªdelen

WWB

beªdelen sw. V. ⟨ -delen ( Bri Ka ), Wal Bh Ro , meist › beªdeln ‹; „ bedəln “ (› eª ‹ > ä ) Höx Kb = NdJb 32, 145, „ biċɐdn “ (› eª ‹ > ie…

entadelen

Lexer

ent-adelen swv. s. entedelen.

entadelung

DWB

entadelung , f. fern sei und bleibe doch von würdigen deutschen gelehrten diese entadelung ihrer erlauchten namen. Fichte über die franz. re…

unadel

DWB

unadel , st. m.; ahd. unadali ' ignobilitatem ' Graff 1, 143 ; mhd. unadel, st. n. m. Lexer 2, 1749 ; mhd. wb. 1, 8 a . ob im nhd. noch das …

unādelen

MNWB

° unādelen , swv. : erniedrigen, in den Schmutz ziehen, „ vnd menen ydt stah en alse olde Frouwen sehr wol an dat se ... ydermann alse de lo…

unadellich

Lexer

un-adellich adj. das adelich gemüt wirt gedruckt durch die füsz der unadelichen Beisp. 19,30. vgl. unedellich;

uradel

DWB

uradel , m. , erst im 19. jh. gebraucht zur bezeichnung ältesten adels. ' der seit unvordenklicher zeit beseszne und sich auf diesen anerkan…