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Adel

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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Adel

Adel

urgerm. *aþala, got. *aþala (nur als Name überliefert), ahd. adal, mhd. adel, as. aðali, ags. æþelu, anorw. aðal, aschw. aþal, adän. athal. daraus urgerm. *aþalja, ahd. edili, as. aðali, ags.æþele Im ganzen germanischen Gebiet verbreitet, mit Ausnahme von Siebenbürgen; selten in der Schweiz, aschw. nur in der Komposition
I als Simplex
I 1 gemeiner Wortgebrauch
I 1 a
I 1 a α Abstammung, Herkunft, Sippe, Geschlecht, Art
  • adal [framchunni] = prosapia
    oJ. AhdGl. I 231, 12 Faksimile
  • vürst ist von adel, niht von kür
    13. Jh. Frauenlob 379
  • darna nicht langhe in augusto des manen do wart koningh Lodewich sin sone ghekoren to Remis van den ersebiscop unde sin eelike vrowen Blanka de koninghinne; vormildes der vrowen quam dat rike wedder in cyben unde adel koninghes karels
    um 1390 Grautoff,LübChr. I 99
  • 14. Jh. Docen II 229
  • das adil mak man in keime dinge usgewerfen, den in gebete und in vasten
    15. Jh. ZWortf. 2 (1902) 161 [Melker Evangelienhandschrift]
  • vogel und vih waz leben hab, ieglich nach sinem adel lebt
    oJ. HeinrTeichner(a)
  • AhdGl. IV 14, 29 Faksimile
I 1 a β vornehme Abstammung, vornehmer Stand, edles Geschlecht
  • tho geng imu thar Judas forð, jungaro Kristes; en thero tueliƀio, thar that aðali sat
    1. Hälfte 9. Jh. Heliand 4478
  • adali = nobilitas
    oJ. AhdGl. I 164, 17 Faksimile
  • ih scol in allen hiute vore vehten vone athele unde vone rehte
    um 1172 PfaffeKonrad V. 3637f. [vgl. Stricker, Karl 4414]
  • so bitt ich dich durch den adel mein: zeuch auß dein scharpfen degen, nim mir mein edles leben
    16. Jh. Uhland,Volksl. I 1 S. 353
I 1 a γ Kollektiv zur Bezeichnung der Leute solcher Abstammung
  • comman adales = uir nobilis
    oJ. AhdGl. I 410, 1 [vergleiche auch AhdGl. I 310, 35] Faksimile
  • quat that im oc en aðales man an is acker saidi hluttar hrenkorni handon sinon
    oJ. Heliand 2541
I 1 b in übertragener Bedeutung Adligkeit, Vollkommenheit. So in der Bergmannssprache Erzreichtum, Reichhaltigkeit einer Erzlagerstätte
  • zwei adel sint an den liuten ouch: von sinem künne ist einer edel und ist doch selbe ein gouch, der ander ist von sinen tugenden edel unt niht von hohem namen
    oJ. Reinmar v. Zweter 81, 1f.
  • Veith,Bergwb. 14 [Tugendadel] Faksimile
I 1 c als Eigenname
  • enituit ... Athala mansuetudine
    oJ. CassiodorVar. XI 1
  • Hunuit genuit Athal: Athal genuit Anhiulf et Oduulf
    oJ. Jordanes/MGAuct.ant. V 1 S. 77 [beides Gothenkönige, vergleiche Schönfeld, Wörterbuch der altgermanischen Personen- und Völkernamen S. 33)]
I 2 juristischer Gebrauch
I 2 a zur Bezeichnung des Standes im Rechtssinn überhaupt
  • darubir die burgir von Frankinfurd durch alle die zyt, in der sich geburit ubir die kure zů dedingen, so sullen sie in keyne wis nyeman in die stat laßin, willichirleie wirdekeit, adels adir hirschefte er ist
    um 1360 GoldBulle Kap. 1 § 20
  • dass niemandt ... in welcher würde, adel oder ehren die sein, wider solich unser freyheit und gnad nit khomen oder thun sollen
    1401 Biberach 189 Faksimile
I 2 a – mit Bezug auf kirchliche Rangstufen
  • wie vil er [ein Pfaffe] gulte haben sul von geistlicher gabe? da sol man an sin edel sehen und an sin erbaer reht, dar nach und er edel und erbaer ist
    1275/87 Schwsp.(R.) LR. Art. 7
I 2 b zur Bezeichnung bestimmter Stände
I 2 b α germanischer Volksadel; zu erschließen aus adalingus
I 2 b β Lehenspersonen, Rittermäßige
  • doch haben die am herschilde eine vorloisende willekor ores adils, daz si me wullen halden in orer besseren gebort, wen di kouflute
    nach 1358 Rb.n.Dist. IV 41 Dist. 5 Faksimile (Abschnittsbeginn)
  • einer vom adel, eques
    1536 Dasypodius 288r
  • würde ferner einer von adel einen andern rittermaͤssigen standes ... mit ... verbal injurien ... angreiffen
    1706 CAug. I 1734 Faksimile
  • so moegen sich die person nicht verschweigen, die zu dem herschilt geboren sint, das ist zu dem ritterlichen adel
    oJ. GlSächsLehnr.
  • eyn recht, daz heist ritterrecht, daz wir ouch lenrecht heizen; unde heist in dem latin jus feudorum, unde von dem kompt adel und solt und beutunge und herschaft
    oJ. GlWeichb. 185 Faksimile
  • adil komit von naturen unde nicht von ammecht
    oJ. GlWeichb. 330 Faksimile
  • herschilt ist das herkommen des adels, denn haben den herschilt ist nichts anderes, denn haben ein statt des adeligen herkommens
    oJ. Remissorium über Ssp.
I 2 b β – in dieser Bedeutung, wie in der oben siehe insbesondere als Gegensatz zu Bürgern und Bauern
  • ob aber ain gemainer man so reich ist ain frawen aines nambhaften adls, die arm ist, nimbt
    1528 ZeigerLRb. 362 Volltext
  • bey derselben kundtschafft solle specificiert werden, wie viell darunter vom adl, burgerschafft oder bauerschafft gewesen
    1573 OÖLTfl. I 36, 15
  • adl und gmain ober- untermais
    1683 Hagnach/ÖW. V 130 Faksimile
  • gemainsordnung so in adl und gemain Veczan ... entzwischen ... denen gemains-interessenten aufgericht worden
    1750 Vezzan (Südtirol)/ÖW. IV 205 Faksimile
I 2 b β – Gegensatz zu Unadel als dem nicht dem Adelsstand angehörenden Teil des Volkes
  • soll auch kein von adell oder unadell bier oder brandtwein außerhalb der stadt ... verkauffen
    1485 RevalStR. II 17 Faksimile
  • alle diegene adel ofte onadel buyten ofte binnen gesetene, so tot contschap der waerheyt verdaget worden
    1642 DeventerStR. II 16, 1
I 2 b β – ebenso zum "gemainen man"
  • welicher ... ubltater aufhield oder in verhilft, ist er ein gemainer man, so stet er in der straff als der ubltäter selbs, ist er ... des adelß, so ist er dem lantsfuersten darum verpent
    1499 Krumau (Böhmen)/ÖW. VIII 799 Faksimile
I 2 b β – Gegensatz zu den nicht ritterbürtigen Freien
  • under diesem lantgerichte gehoiren alle kerspelsleute ... sie sein vom adel, frey oder nicht
    1571 Bocholt/WestfLR. 158 Faksimile
I 2 b β – unter Kreuzung mit dem Gegensatz von Laien und Geistlichen zu diesen
  • prälaten und adel
    1515 BeitrSteirG. 13 (1876) 18
  • die geistlichen und die herrn von adel, sowohl die ganz gemein ... haben sich ... verglichen
    1607 Latsch/ÖW. IV 267 Faksimile
I 2 b β – Gegensatz zu den städtischen Geschlechtern
  • zum ersten ein gebietshere, der sal sie ein molhere von den erlichesten und redelichesten, ßo man den von den dritzen moln gehaben kan, her sie vom adel ader gefrünt ader von der gemeine
    1500 Erfurt/Michelsen,Rdm. 111 Faksimile
I 2 b γ Herrenstand, hoher Adel
  • [Werktitel:] an den christlichen adel deutscher nation [M. Luther, 1520]
I 2 b δ niederer Adel, Dienstmannen und Ritterschaft in einer Stadt im Gegensatz zum Herrenstand
  • den vom adl, den herrn und ritterschaft, den von stättn und märkten und den auf dem land gesessen
    1502 MIÖG. Erg.-Bd. 6 (1901) 459
  • kurfursten, fursten, prelaten, grafen, herren vom adel
    1519 Wahlkap. Karl V/Zeumer,QS.² 311 Faksimile
  • ihr habt ... der geystlicheyt vnd vil andern frommen redlichen personen von grauen, hern und adel ire güter verbrent
    1525 Frankenhausen/NMittThürSächs. 21 (1903) 191
  • churfürst vnd fürst, graven, herrn vnd vom adel
    RPO. 1530 Tit. 5 § 1
  • so ist auch das gottshaus Gengenbach der landsart also gelegen, daß es an viel fürstenthumb und herrschaften anstösst ... und an vielen denen von adel und von der ritterschaft
    1554 Offenburg/FreibDiözArch. 16 (1883) 204 Faksimile
  • dass sich ein jeder prälat, graff, herr, oder vom adel, auch die bauern ... solcher bürgerlicher handlung gaͤntzlich enthalten
    1555 CAug. I 66 Faksimile
  • erstlich, so prälaten, graffen, herren, die vom adel oder städt einen churfürsten ... mit recht wolten beklagen ... soll der kläger den churfürsten ... obgemeldt ersuchen, ihm darum rechtens vor seinen räthen zu pflegen
    1555 KGO./Zeumer,QS.² 380 Faksimile
  • graven, herrn und von adell
    1571 MittSteierm. 47 (1899) 9
  • der cammerer sollen sex sein, die sollen ... herrn standß oder ... ahnsehnliche von adell sein
    1590 MittSalzbLk. 12 (1872) 391
  • sollen die von adel verguͤldete sporen und buͤgel, welches fürstlichen, graͤfflichen und herren-standes personen gebuͤhret, ausserhalb derer ritterspiel und erforderten dienstwartung bey der herrschafft zu fuͤhren sich gaͤntzlich enthalten
    1612 CAug. I 1455 Faksimile
  • haben auch nach der hochzeit alle cavallieri sowohl freyherrn als vom adl stets meiner gemahlin den fürstlichen titl geben
    1616 Krems/MittSalzbLk. 4 (1864) 268
  • ein jeder auß dem herrenstand oder vom adel sollen sich dessen auff vorgangene klage ... mit offendlichem recht außfuͤhren
    1627 BöhmLO. R 20 Faksimile
  • daß ... die von adel vor ihres gleichen, vor den fuͤrsten, deren diener der beklagt ist, ein mittelbarer stand, burger oder unterthan vor ihrem ordenlichen gericht von einem fuͤrsten, graven oder von adel beklagt werden sollen
    1698 Datt 192 Faksimile
I 2 b ε neuzeitlicher Adelsstand, Geburtsadel und Briefadel
  • samt iren erben in den stand und grad des adels des heil. römischen reichs rechtgeboren, rittermäßigen, lehen- und turnier-genossenen leuten erheben ... adlen ... und derselben erben ... rittermäßige edelleute seyn
    1417 Kaiserdiplom/Emminghaus,CJGerm.² I 78
  • wir Ferdinand ... Ruprecht Lasser ... in den stannd und grad des adels, der recht edl geborn rittermässigen lehens und thurniers genoß leuten erhebt
    1538 Prag/MittSalzbLk. 11 (1871) 42
  • zu merer gezeügknus ... solicher unnserer gnaden unnd erhebung in den standt des adels haben wir ... Johann Waser ... diese hernach geschriben wappen
    1566 Geschfrd. der 5 Orte 5 (1848) 307
  • anderer von adel so keine rittergüter besitzen und nur in denen städten wohnen
    1722 CAug. II 1663 Faksimile
I 2 b ζ Freienstand im Gegensatz zum Unfreienstand
  • geit sich ein frau zue aignn dy frey ist vnnd tregt sy mit ernn kinder. denselbnn kindnn sol nicht schadenn an jrm adel ee das sy gepornn werdn
    oJ. Ruprecht 47 Faksimile
I 2 b η rittermäßig geborene, nicht zum Ritter geschlagene
  • wer von geburt daz adel treyt, der ste uff und enpha die rytterschaft
    13. Jh. Mone,AltdSchausp. 96
  • von allen stenden der prelaten, graven, freien, ritter, vom adel, knecht und derselben zugewonte, auch stet und merckt
    1516 Bayern/Emminghaus,CJGerm.² I 131
  • darumb wir ... umb der getreuen, willigen und underthenigen dienst willen ... graffen, freyen herrn, rittern, vom adel, knechten ... ihre handvest, privilegia, freihait, ... bestett haben
    1555 BairFreibf. 150 Faksimile
I 2 b θ der friesische Häuptlingsstand
  • darumb so gebietten wir euch [den Häuptlingen von Ostringen] bei verliesung und entsetzung seiner eren, adels, wappens, stannds und wesens
    1475 OstfriesUB. II 47 Faksimile
I 2 c Stellung, insbesondere rechtliche Stellung der dem Adelsstand angehörigen Personen, Adelswürde
  • disem ... ist im jahr 1443 von dem kayser Friderich der adel geschenckt worden
    1619 Lazius,Wien IV 11 Faksimile
I 2 d isländisch aðili, aðilja
vorzügliche Berechtigung
II ironisch
II 1 Bankrott
II 2 Landstreicher, Vagabunden
III in Zusammensetzungen
III 1 ags. Æðelbald, Æðelbryht
bei Eigennamen, wobei Zusammenziehungen zu al- und ad-
III 2 in anderen Fällen
III 2 a aschw. aþalfæst, aþalköp, aþalioþ, adän. athælby, anorw. aðalbol, aðalakkeri
zur Heraushebung des zweiten Kompositionsgliedes, dann auch zur Bezeichnung der Ordnungsmäßigkeit
III 2 a – aschw.aþaldotir, aþalkona, aþalman, adän. athælbondæ, athælkona, anorw. aðalborinn, ags. æðelboren
von hier aus in Verbindung mit Verwandtennamen zur Bezeichnung der Legitimität des Verwandtschaftsverhältnisses
III 2 b aschw.aþal gutnisker
zum Ausdruck der Beziehung des zweiten Kompositionsgliedes zur Herkunft
vgl. 1Adelerbe
III 2 c zum Ausdruck der Beziehung des zweiten Kompositionsgliedes zum Adel als Stand

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    adelst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    adel ( -ul , -al? ) st. m. , nhd. adel m. ; mnd. ādel m. n., mnl. adel; ae. ádela m. adele: nom. pl. Beitr. 73, 259, 89 …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ADELstn. stm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    ADEL stn. ( stm. Frl. 379,7. myst. 1,46, 13. ahd. adal ) geschlecht von welchem man her stammt; besonders wenn es durch …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    adelSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    adel , Sb. nhd. Stollen (im Bergbau) E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 3a (adel)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Adel

    Adelung (1793–1801) · +11 Parallelbelege

    Der Adel , des -s, plur. car. 1. Ein gewisser Vorzug des Standes und Geschlechtes, welcher diejenigen, so damit begabet …

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Adel

    Goethe-Wörterbuch

    Adel 1 der erste Stand innerhalb der von G durchgehend anerkannten ständischen Gliederung; häufig sowohl die Gesamtheit …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Adel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Adel (altdeutsch adal, d.i. Ursprung, Geschlecht), ein Stand, dessen Ursprung über alle Geschichte hinausreicht und sich…

  7. modern
    Dialekt
    Adel

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Adel Band 1, Spalte 1,150–152

  8. Sprichwörter
    Adel

    Wander (Sprichwörter)

    Adel 1. Adel allein bei Tugend steht, aus Tugend aller Adel geht. Frz. : Noblesse vient de vertu. ( Dict. de l'Acad., 18…

  9. Spezial
    Adel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Adel m. (-s) (Adelsstand) aristocrazia (-ies) f. , nobilté (-s) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit adel

597 Bildungen · 376 Erstglied · 212 Zweitglied · 9 Ableitungen

adel‑ als Erstglied (30 von 376)

adelaar

DWB

adel·aar

adelaar , m. aquila. s. aar . dess ward auf jenem berg gewar ein groszer alter adelar. B. Waldis Esop 1, 59 ; und sahst du je den adelaar im…

Adelaer

Meyers

adel·aer

Adelaer (spr. -lār), norwegisch-dän. Seeheld, s. Adeler .

Adelaide

Meyers

adel·aide

Adelaide (spr. äddelēd), Fluß im südaustral. Nordterritorium, nimmt rechts den Margaret auf u. mündet, weit hinauf schiffbar, in die Adambai…

Adelaïde-Insel

Meyers

adelaide·insel

Adelaïde-Insel , antarktische Insel, westl. von Grahamland, unter 67°15´ südl. Br. und 68°20´ westl. L., 1832 von Biscoe entdeckt.

adelanker

MWB

adel·anker

adelanker stM. ‘ vollkommener, sicherer Anker’ (?) si [Maria] ist den weisen ein adelmuder, / si ist ein schif und ouch ein ruder / und ein …

Adelantādo

Meyers

Adelantādo (span.), ein »Avancierter«, Oberst, Statthalter; Ehrentitel.

adelar

Lexer

ade·lar

adel-ar swm. BMZ syncop. adlar. adler ( auch stm. ) edler ar, adler Wwh. 189, 12. Engelh. 2742. j.Tit. 1825 ff. Renn. 12204. 19357. 19444 ; …

adelar, adelære

MWB

adelar, adelære swstM. seit dem 12. Jh. belegte Zusammensetzung von adel und ar; die Form adelær(e) stM. gebildet in Anlehnung an mûsære und…

adelare

EWA

adel·are

adelareAWB m. n-St., nur in relativ späten Gl. belegt: ‚Adler, aquila‘ (mhd. ad[e]lar, adler; vgl. mndd. ādelarn[e]). S. adal2 und aro: ursp…

adelarn

Lexer

adel·arn

adel-arn stm. BMZ adler Frl. Hpt. 1, 13. Md. ged. 3, 337. s. arn.

Adelbach

RhWB

adel·bach

Adel-bach adəlbīχ Prüm-Urb m.: Teich. — Zu Ader = Wasserlauf.

Ādelbak

WWB

adel·bak

Ādel-bak ⟨ › āl- ‹ ( Bor Ge Hd m. Rd, Lin Be m.); › ālen- ‹ Ahs Vr ; — Pl. › ālbäkke ‹ ( Lin Be) ⟩ Jauchegrube.

adelbar

DRW

adel·bar

adelbar adelmäßig adelboere liute oJ. MhdWB. I 8 Lexer I 20 Faksimile

Adelbassäng

MeckWBN

adel·bassaeng

Wossidia Adelbassäng n. Jauchebehälter Schö Schönberg@Carlow Carl ; Herrnb; Thand.

Ādelbassänk

WWB

adel·bassaenk

Ādel-bassänk ⟨ Ālpassenk ( Lem Ld ), Ālfossänk ( Hfd Bi) ⟩ dass. ¶ -fossänk umgedeutet nach versenken?

Adelbatadel

Idiotikon

Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85

Adelbauer

Campe

adel·bauer

○ Der Adelbauer , des — s, Mz. die — n, ein Bauer, der eines Adeligen Unterthan ist, der Bauer in einem Adeldorfe; besser als das gewöhnlich…

Adelbeamter

DRW

adel·beamter

Adelbeamter Angestellter bei Einrichtungen der Adelschaft 1812 Gutzeit,Livl. I 26 Faksimile

Adelbert

Meyers

Adelbert , s. Adalbert ; A., ein Babenberger, s. Art. »Babenberg« und »Babenberger Fehde«.

Adelboden

Meyers

adel·boden

Adelboden , Gemeinde im Engstligental, zum Bezirk Frutigen des schweizer. Kantons Bern gehörig, 1357 m ü. M., im N. des Wildstrubel, mit (19…

adel als Zweitglied (30 von 212)

Stecknadel

RDWB1

Stecknadel f французская булавка Es ist so still dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können idiom. - Так тихо - слышно, как муха про…

Adelbatadel

Idiotikon

Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85

Ahnenadel

DRW

ahnen·adel

Ahnenadel alter Adel, welcher 4, 8, 16, 32 usw. Ahnen aufweisen kann Gutzeit,Livl. Nachtr. I 26

Amadel

BWB

Amadel Band 1, Spalte 1,213f.

Amtsadel

DRW

amts·adel

Amtsadel aus Amtsstellung hervorgegangener Adel 1591 Spangenb.,Adelsp. I 143 Faksimile officialis dignitas 1691 Stieler 20 Faksimile über de…

badewadel

Lexer

bade·wadel

bade-wadel stm. BMZ perizoma Voc. vgl. Hpt. 11,52 ; vgl. batkoste.

Bei(n)wadel

Idiotikon

Bei(n)wadel Band 15, Spalte 457 Bei(n)wadel 15,457

besprengwadel

Lexer

be-spreng-wadel stm. aspersorium Dfg. 54 c .

Besprängwadel

Idiotikon

Besprängwadel Band 15, Spalte 451 Besprängwadel 15,451

Blueme(n)wadel

Idiotikon

Blueme(n)wadel Band 15, Spalte 449 Blueme(n)wadel 15,449

briefadel

DWB

brief·adel

briefadel , m. nobilitas codicillaris: schüttelte über die schlechte erneuerung des briefadels, d. h. des wappens leise den kopf. J. P. Tit.…

Bräuadel

BWB

Bräuadel Band 1, Spalte 1,148

buchadel

DWB

buch·adel

buchadel , m. ein ehmals mit gelehrten würden verbundner adel, zuweilen was briefadel.

Bëre(n)drëcktradel

Idiotikon

Bëre(n)drëcktradel Band 14, Spalte 336 Bëre(n)drëcktradel 14,336

Bū(w)stadel

Idiotikon

Bū(w)stadel Band 10, Spalte 1339 Bū(w)stadel 10,1339

Chatze(n)wadel

Idiotikon

Chatze(n)wadel Band 15, Spalte 448 Chatze(n)wadel 15,448

dienstadel

DWB

diens·tadel

dienstadel , m. ist in einigen staaten verbunden mit einer höheren dienststelle. er ist persönlich d. h. er geht nicht auf die kinder über u…

distadel

KöblerMhd

dis·tadel

distadel , st. M. nhd. ? Q.: MH (1470-1480) E.: s. stadel? W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 465 (dristadel), LexerN 3, 126 (dristadel)

dorfstadel

MWB

dorf·stadel

dorfstadel stM. ‘Dorfstätte’ daz dorfstadil zu Getoͤren, daz ettewanne ein gebuwet dorf was UrkErf 2,238 (a. 1348) MWB 1 1348,53; Bearbeiter…

Drëckwadel

Idiotikon

Drëckwadel Band 15, Spalte 451 Drëckwadel 15,451

Ableitungen von adel (9 von 9)

2ādel(e)

MNWB

2 ādel(e) , addel , eddel , m. , n. , Jauche, schlammige, schmutzige, garstige Flüssigkeit . Kompos.: a.-pôl.

Beªdel

WWB

Beªdel I m. ⟨ „ Beddel “ ( Osn Strodtm, Lip Oesterh ), „ Bäddel “ und „ Biädel “ ( Osn Klön ), „ Bettel “ ( Det Is ), „ Beä ( r ) tel “ ( Do…

beªdelen

WWB

beªdelen sw. V. ⟨ -delen ( Bri Ka ), Wal Bh Ro , meist › beªdeln ‹; „ bedəln “ (› eª ‹ > ä ) Höx Kb = NdJb 32, 145, „ biċɐdn “ (› eª ‹ > ie…

entadelen

Lexer

ent-adelen swv. s. entedelen.

entadelung

DWB

entadelung , f. fern sei und bleibe doch von würdigen deutschen gelehrten diese entadelung ihrer erlauchten namen. Fichte über die franz. re…

unadel

DWB

unadel , st. m.; ahd. unadali ' ignobilitatem ' Graff 1, 143 ; mhd. unadel, st. n. m. Lexer 2, 1749 ; mhd. wb. 1, 8 a . ob im nhd. noch das …

unādelen

MNWB

° unādelen , swv. : erniedrigen, in den Schmutz ziehen, „ vnd menen ydt stah en alse olde Frouwen sehr wol an dat se ... ydermann alse de lo…

unadellich

Lexer

un-adellich adj. das adelich gemüt wirt gedruckt durch die füsz der unadelichen Beisp. 19,30. vgl. unedellich;

uradel

DWB

uradel , m. , erst im 19. jh. gebraucht zur bezeichnung ältesten adels. ' der seit unvordenklicher zeit beseszne und sich auf diesen anerkan…