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doch

ahd. bis spez. · 28 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
32 in 28 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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132
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59

Eintrag · Westfälisches Wb.

doch Konj. Adv.

Bd. 2, Sp. 143
doch [allg.] 1. Konj. aber, jedoch. Musikanten hett liuter Duarst, doch de Baß matt brummen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). — Ra.: In ner Liärbe bleif hei sick gliek, doch hei wesselnde hüpig denn Girgenstand (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@HerfordHf). — Sagw.: Anders maken, segget de Schmied, doch wäit hai nit, ob et biäter werd (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). — 2. Adv. — 2.1. dennoch. Un wenn ’t Schottfuarken rianget, ick goh doch hen (Kr. HalleHal Kr. Halle@HörsteHö). Däi ys twäimol gebacken un douech nit gar (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@ObermarsbergOm). — Ra.: Lt ’t Schp men s’chīten, de Wulle wäs dǫch rege dich nicht (darüber) auf (Kr. MünsterMün Mü || mehrf.). — Sprichw.: Bind de Katte op’n Speck, un se friätet ’n doch nich mit Zwang erreicht man meistens gar nichts (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Ränget et nich, so drüppet et doch auch ein kleiner Erfolg ist ein Erfolg (Kr. MindenMin Kr. Minden@MeißenMe || mehrf.). — Reim: Ächter uesem Hiuse / stoeiht ne Kunkelfiuse, / brännt un brännt Dag un Nacht / un brännt duoch kein Hius aff: Brennessel (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). — 2.2. ohnehin, sowieso. — Ra.: Flüstern int Oar is doch nit woar (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). — Sagw.: Vader, schloag miek nit, et bat duach nit, saggte de Junge (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Loat diän Ossen män trecken, saggte de Buer, Miälke giet hei doch nit (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 2.3. positive Antwort auf eine negativ formulierte Frage oder Aussage. ’n doch! (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — 3. Partikel (unbetont). Dat mo’k dǫch lachen (Kr. BeckumBek Vh). Holt doch dat Sniudenliar! halt den Mund (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Wat et duach nit alle gifft! (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). — Ra.: Dat geuht doch iarwer olle Kiarwe das geht zu weit (Kr. HalleHal Kr. Halle@HörsteHö). Ick kann doch nich däör de Rippen kacken sagt jmd., der durch seine lauten Blähungen unangenehm auffällt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — Sagw.: Bat sind iet doach füör Menschen, saggte de Buer, at de Schwiene diän Truoagg ümmeschmietten han (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). ⟨dǫch [Münsterl], doch [SWestf südl. OWestf], ›doªch‹ [SWestf], do (unbetont) [verstr.], dach (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh); t-Anlaut (meist nach stimmloser Konsonanz) [verstr.]⟩
1858 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    doch

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    doch Gl 2,726,76 = Wa 111,17 s. toph.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    DOCHpronominaladv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    DOCH ( aus dô-uh? Gr. 3,176. Graff 5, 68 ) pronominaladv. I. demonstr. doch, dennoch. 1. in einem hauptsatze, welcher si…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dochAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    doch , Adv. nhd. doch, jedoch, dennoch, in jedem Fall, sowieso, bekanntlich, ja Vw.: s. io-, wō- Hw.: vgl. mhd. doch, mn…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Doch

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Doch , eine Partikel, welche eigentlich für den Nachsatz gehöret, und überhaupt betrachtet, eine Bejahung andeutet, obgl…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    doch

    Goethe-Wörterbuch

    doch 1 Adverb bzw Konjunktion adversativen Inhalts; öfter nach konzess Vordersatz (korrelierend mit ‘zwar, wohl, ob/wenn…

  6. modern
    Dialekt
    doch

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    doch Band 3, Spalte 3,1807f.

  7. Sprichwörter
    Doch

    Wander (Sprichwörter)

    Doch Aber doch! – Agricola I, 349; Latendorf, 117; Schottel, 1139 a ; Eyering, I, 1. Um auszudrücken, dass man unter Ums…

  8. Spezial
    doch

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    doch [dǫch] m. (docs) (fujina dles barches) Dock n.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit doch

66 Bildungen · 48 Erstglied · 17 Zweitglied · 1 Ableitungen

doch‑ als Erstglied (30 von 48)

docheln

SHW

doch-eln Band 1, Spalte 1549-1550

Dochan

Meyers

Dochan , s. Pennisetum .

Dochart

Meyers

doch·art

Dochart ( Loch D.), kleiner See in Perthshire (Schottland), am Nordfuß des Ben More, in malerischer Umgebung, umschließt eine Insel mit Schl…

dôche(n)

MNWB

1 doch , dôch , doche(n) , dôche(n) , adv. , conj. , doch, jedoch; dennoch, gleichwohl, trotzdem; in jedem Fall; sowieso, bekanntlich, ja, d…

Doches

PfWB

Doches 'Gesäß' s. Dokes .

dochium

MLW

* dochium , -i n. ( δοχεῖον ) xenodochium — Spital : Epitaph. Lun. 7 ( MGPoet. IV p. 1006) fundavit -um dochium . Pörnbacher

dochlen

ElsWB

doch·len

dochle n [tòχlə Roppenzw. Wittenh. ] poltern, mit den Holzschuhen Lärm machen. Dë r dochlet wi e der mit de n Schue hen ! Wittenh. Vgl. boch…

dochma

MLW

dochma v. dogma . Pörnbacher

Dochmĭus

Meyers

Dochmĭus (griech.), Versfuß, der in der Grundform aus einem Jambus und einem Kretikus ( @24@float ) besteht, aber durch Verlängerung der Kür…

Dochnahl

Meyers

Dochnahl , Friedrich Jakob , Pomolog, geb. 4. März 1820 in Neustadt a. d. Hardt, erlernte die Gärtnerei und lebte seit 1849 in Wachendorf un…

Dochow

Meyers

Dochow , Adolf , Kriminalist, geb. 24. Sept. 1844 in Templin, gest. 20. Dez. 1881 in Halle, habilitierte sich 1871 in Heidelberg und wurde 1…

Dochow, Adolf

DWBQVZ

Dochow, Adolf *1844 Templin †1881 Halle.

Dochpreussen

MeckWB

doch·preussen

Dochpreussen m. Pl. die Bewohner der Prignitz, weil sie anstatt 'nicht wahr' immer doch sagen Lu Grab .

Dochtgarn

SHW

Docht-garn Band 1, Spalte 1551-1552

Dochtbank

Adelung

docht·bank

Die Dochtbank , plur. die -bänke, bey den Lichtziehern, eine Bank, auf welcher die Dochte zu den Lichtern verfertiget werden.

dochte

MNWB

dochte s. denken, dȫgen, dörven.

dochtererven

KöblerMnd

dochter·erven

dochtererven , N. nhd. Erbtochter E.: s. dochter, erven (1), ervent L.: MndHwb 1, 436 (dochter)

doch als Zweitglied (17 von 17)

dēdoch

KöblerAfries

*dēdoch , Adj. Vw.: s. *dēdich

bandēdoch

KöblerAfries

bandēdoch , Adj. Vw.: s. bandēdich*

de(r)doch

Idiotikon

de(r)doch Band 12, Spalte 214 de(r)doch 12,214 M.

dyadoch

Lexer

dyadoch swm. dyadochos, ain stain Mgb. 424,23.

honddēdoch

KöblerAfries

honddēdoch , Adj. Vw.: s. handdēdich*

iedoch

Lexer

ie-doch BMZ adv. des gegensatzes: doch, dennoch allgem.; bisweilen auch idoch ( Kl. Parz. Gen. D. 13,7. 59,16. 96,18. Lieht. 75,25. Pass. K.…

iodoch

MNWB

iodoch , ie- , î- , jo- , adv. , durch io verstärktes doch : doch, dennoch; jedoch, aber; hingegen . iodoch dat wenngleich, obwohl.

jedoch

DWB

jedoch , conjunction des gegensatzes, aus doch mit vorangestelltem, eine bedingte behauptung oder eine bestreitung ausdrückendem je ( sp. 22…

misdēdoch

KöblerAfries

misdēdoch , Adj. Vw.: s. misdēdich

Nudoch

Idiotikon

Nudoch Band 4, Spalte 677 Nudoch 4,677

swiedoch

KöblerMhd

swie·doch

swiedoch , Adv. nhd. es ist erlaubt ÜG.: lat. licet PsM Q.: PsM (vor 1190) (FB swiedoch) E.: s. swie, doch W.: nhd. DW-

wōdoch

KöblerMnd

wōdoch , Adv., Konj. nhd. wie (fragend bzw. im Ausruf), wie sehr, irgendwie, wie dass, dass, so wie, als, als ob, obgleich, wiewohl, wie auc…

ërddoch

Idiotikon

ërddoch Band 12, Spalte 214 ërddoch 12,214 u.

Ableitungen von doch (1 von 1)

doche

KöblerMnd

doche , Adv. Vw.: s. doch (2)