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Bruder

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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Bruder

Bd. 1, Sp. 487
Bruder 1. Bröer1 will wol, man he düert2 nich. – Frommann, II, 390, 81; Eichwald, 204; Bueren, 80. 1) Bruder oder auch ein Eigenname dafür. 2) Darf, wagt es. 2. Brüder, Ein Herz und Ein Sinn, berechnen aber doch wie Juden ihren Gewinn. Holl.: Men vindt veel broeders, maar luttel beurzen gezusters. (Harrebomée, I, 52.) 3. Brüder haben wol Ein Geblüte, aber selten (nicht) Ein Gemüthe. – Simrock, 1348. 4. Brüder lieben einander wie Messerspitzen. 5. Brüder sind Freund' einander, aber von ihren Börsen kennt eine nicht die ander. Wir sind zwar Brüder, sagen die Walachen, aber unsere Taschen sind keine Schwestern. 6. Brüder sind (bleiben) selten eins. – Henisch, 520. Lat.: Fratrum concordia rara, disceptatio crebra. (Seybold, 194.) – Fratrum quoque gratia rara est. (Ovid.) (Philippi, I, 163.) 7. Brüder und Mütter lieben sehr, aber ein Eheweib noch viel mehr. – Kirchhofer, 200. 8. Brüder vertragen sich selten. Engl.: Between two brothers, two witnesses and a notary. (Bohn II, 3.) Lat.: Fratrum concordia rara. – Fratrum quoquo gratia rara est. (Ovid.) 9. De Bröer fasst1 mit beide Handen, de Süster2 man3 mit ên. (Ostfries.) – Eichwald, 205; Hauskalender, I; Bueren, 112. 1) Greifen zu. 2) Schwester. 3) Nur. 10. Dieweil wir alle brüder vnnd schwester von Adam sein, so soll sich nyemandt über den andern erheben. – Agricola II, 305. 11. Du bist der beste Bruder au nit. Altes deutsches Volkslied und dadurch sprichwörtlich geworden, dass es die Musik in einem rheinischen Dorfe im Jahre 1809 zum Empfange Napoleon's spielte, als er aus Holland kam und durchpassirte. 12. Ên Brader is'n Butt werth. (Ostfries.) – Frommann, IV, 287, 439; Bueren, 429; Hauskalender, II. 13. Ein Bruder hat den andern wie ein Spiess hinter der Thür. – Henisch, 530. 14. Ein Bruder hilft dem andern. Von treuer Hülfe. Lat.: Frater viro adsit. (Erasm., 136.) 15. Gleiche Brüder, gleiche Kappen. – Pistor., III, 28; Simrock, 1345; Hillebrand, 151; Hertius, I, 82; Kirchhofer, 234; Robinson, 38; Eisenhart, 305; Sailer, 256; Ramann, Unterr., I, 42; Eiselein, 98; Lehmann, II, 230, 132; Estor, II, 61; Henisch, 530; Körte, 745. Mönche eines und desselben Ordens tragen sich gleichförmig und folgen, einerlei Regeln. Im Rechtssinn setzt dies Sprichwort die Regel fest, dass die Kinder des Verstorbenen sich zu gleichen Theilen in den Nachlass theilen sollen. Das Wort Brüder steht für Kinder überhaupt. Im Justinianischen Gesetzbuch ist die Erbfolge der Kinder nach diesem Sprichwort bestimmt. Bei uns ist es in vielen Fällen anders. Frz.: Dis-moi qui tu hantes, je te dirai qui tu es. – Même société, mêmes principes. (Starschedel, 387.) Lat.: Aequales fratres, aequalia pallia gestant. – Sors omnibus una manet consortibus. (Philippi, II, 196.) 16. Gleiche Brüder, gleiche Röcke, gleiche Heerden, gleiche Böcke. 17. Gleiche Brüder hält die beste Freundschaft. – Lehmann, II, 230, 133. 18. Glîke Bröers, glîke Kappen. (Grafschaft Mark.) – Woeste, 68, 86; Eichwald, 802; für Waldeck: Curtze, 355, 504. 19. Guten Tag, Bruder, sagte der Mist zum Dreck. 20. Lieber bruder, Jesu, zu Jerusalem empfieng man dich schon, wie gieng dirs aber hernach! – Agricola I, 283. 21. Lustig, ihr Brüder, ein reiches Weib bringt alles wieder. 22. Mei Bruder hot nischt krîgt, sagte der Junge, als er aus der Kirmes kam, awer îch hätte bâl woas krîgt. (Schles.) Wenn jemand bei einem Schmause, bei einer Lustbarkeit zugegen ist, sich aber mit dem Zusehen begnügen muss. Frz.: Il a mangé son pain à la fumée du rôt. (Lendroy, 1134.) 23. Mein Bruder ist nicht leer, sagte der Bettler, da rückt und kratzt er sich. Holl.: Mijn broêr heeft vele bezittingen, zei de jood, en hij kraauwde zich. (Harrebomée, I, 92.) 24. Mein Bruder ist, wer handelt wie ein Bruder. Kroat.: Bratje mio, koje vĕre bio kad bratski postupa. (Haug.) 25. Nichts Bruder im Spiele! 26. Ohne Bruder kann man leben, aber nicht ohne Freund. – Venedey, 109; Körte, 743. Ein dänisches Sprichwort dagegen schlägt den Verlust eines Bruders sehr hoch an: Bar er broderløs bag. (Prov. dan., 46.) 27. Sta wis, Broder, ritt de Rock, so hölt dat Unnerfoder. (Lübeck.) 28. Stellt min Broer, so hankt 'n Deew. – Goldschmidt, 78; Henisch, 530. Drückt eine so tiefe Verachtung und einen so entschiedenen Haas gegen den Dieb aus, dass sogar die brüderliche Liebe und Familienehre dagegen zurücktritt. 29. Unter Brüdern nimmt man es nicht so genau. – Eiselein, 98. 30. Viel Brüder machen schmale Güter. – Simrock, 1350; Körte, 744. In Bezug auf Erbschaftstheilungen. In fränkischer Mundart vgl. Frommann, VI, 165, 56. Lat.: Grandia per multos tenuantur flumina vivos. (Gaal, 254.) 31. Vierlei brüder findet man viel in der Welt: dollbrüder, wollbrüder, falschbrüder, lochbrüder. – Henisch, 530; Lehmann, II, 802, 94. 32. Wann 't op siewer Broaüer (15. Juli) reagent, dann reagent't siewen Weaken. 33. Wenn Bruder Date lebt und frisch ist, so steht's um Bruder Dabitur auch wohl. 34. Wenn der Bruder stiehlt, so hängt ein Dieb. Nicht parteiisch, auch wenn es die nächsten Verwandten trifft. 35. Wer einen jüngern Bruder hat, dessen Geheimnisse sind sicher. (Afrika.) 36. Wî künnen as Bröder mit'n anner leben, säd' de Jung to sînen Vader, äwerst he will jô nich. (Mecklenburg.) – Latendorf, 224; Hoefer, 557. 37. Wie die Brüder, so die Braut. (Serb.) 38. Wir leben wie Brüder, sagte der Sohn, als er mit seinem Vater im Gerinne lag. Holl.: Nu leven wij als broeders, zei de jongen tegen zijn vaâr, en zij zaten in eene kroeg. (Harrebomée, I, 92.) 39. Wir sind Brüder, aber wir rechnen zusammen wie Kaufleute. 40. Wo die Brüder zusammenthun, werfen sie den Abt zum Fenster hinaus. – Fischart. 41. Zweyer Brüder Wyff sind selten ohn kyff. – Petri, II. 42. Bruder, hat dich der Teufel noch nicht geholt; ich denke, du bist lange am Galgen. – Meisner, 46. Eine scherzhafte, früher besonders unter Soldaten übliche Begrüssungsformel. 43. Das ist es unter Brüdern werth. – Eiselein, 98. 44. En fuchtige Brö'r. – Eichwald, 203. 45. Er ist ein durstiger Bruder. – Mayer, II, 145. (S. Ansehen 29 und Boden 38.) 46. Er ist ein lustiger Bruder (oder: ein Bruder Lustig). Frz.: C'est un père-la-joie. – C'est un vive-la-joie qui n'engendre pas la mélancolie. (Lendroy, 1552.) [Zusätze und Ergänzungen] n.: Brödre have vel eet blod, men sjelden eet mod. (Prov. dan., 91.) Im Geschäft gelten keine Verwandtschaftsverhältnisse. Dafür hat der Rumäne das Sprichwort: »Bruder hin, Bruder her, zahl' den Käse, den ich dir gegeben.« (Neue Freie Presse, 4581; Schuller, 25.) It.: Le parole non bastano. (Schuller, 25.) 47. Brüder, lagert euch im Kreise, sprecht die Wahrheit, aber – leise. 48. Bruder lass den Muth nicht sinken, spiel mir mal, de Lott öss dodt. – Frischbier, I, 2684. Im Werder: Broder, lat den Vagel singe, spêl u.s.w. 49. Brüder sind selten eins. – Petri, II, 52. 50. Brüder vnd Herrn sind from, vnnd das Kloster oder Kapitel ein Schalk. (S. Kloster.) – Petri, II, 67. 51. Bruder, wie geht's, sagte die Nadel zum Hebarm. Gegen das Vetternsuchen in höhern Kreisen. 52. Der Bruder nimmt mit zwei Händen, die Schwester mit einer. – Graf, 189, 40. Es war eine Härte, dass die männlichen Verwandten ein unbedingtes Vorzugsrecht vor den weiblichen genossen. Man suchte sie allmählich zu mildern und beschränkte jenes Recht auf gewisse Grade der Verwandtschaft; oder man liess die Töchter gleichzeitig in der Erbfolge zu, gestattete ihnen aber, wie das obige Sprichwort sagt, geringere Theile. Fries.: De broder last an de lowa mil tom handen und di suster mit sure hant. (Richthofen.) – Es tritt, wenn der Vater gestorben, an dessen Stelle aus dem rigischen Ritterrecht: de öldester bröder i, o jungesten Richter. (Graf, 99.) 53. Der Bruder verfängt die Schwester. – Graf, 189, 38. Er ist gesetzlicher Erbe des Gutes. (S. Erbgut.) Fries.: De broder verunanget di suster. (Richthofen, 305.) 54. Der dem Bruder den Bruder gegeben, hat ihre Geldbeutel besonders gemacht. – Merx, 66. 55. Der geschworene Bruder ist oft der ärgste Verräther. – Herberger, II, 415. 56. Der lustige Bruder nimmt ein Weib, das heisst Armuth; das Weib gebährt einen Sohn, der heisst Gespött (oder: der lässt seinen Vater betteln gehen, bis er stirbt). – Heim, Predigtmagazin, Augsburg 1845, 14. Bd. S. 5. 57. Du und dein Bruder sind zwar ehrliche Leute, sagte Klaus zum Müller, aber es ist ein Schelm wie der andere. – Wirth, I, 637. 58. Es können nicht zwei Brüder an Einem Urtheil sitzen. – Graf, 504, 154. In Hamburg: Dar en moghen nene twe broedere in enem ordel sitten. (Lappenkorb, 94.) 59. Gegen der Brüder und der Verwandten Trutz braucht man eine Festung zu seinem Schutz. It.: Fratelli, castelli; cognate, spade. (Giani, 714.) 60. Gleiche Brüder, gleiche Kappen, sagen die Mönche. – Klosterspiegel, 74. 61. Guten Tag, Herr Bruder, sagte der Anker zum Haifisch. »Der schwere Tölpel Anker wähnt, er sei in seinem Element, wenn er im Wogengrunde liegt und einen Fisch »Herr Bruder« nennt.« (W. Müller, Hundertsprüche, 66.) 62. Halber Bruder nimmt Halb Erbe. (S. Halb 1 u. Halbbruder.) – Graf, 202, 147; Klingen, 20a, 2. 63. Kein Bruder sol den andern trawen, kein Mensch auff seinen Nächsten bawen. – Petri, II, 415. 64. Mein Bruder war noch im Tode der Höchste im Lande, prahlte der Zigeuner, als derselbe gehenkt worden war. (Rumänien.) – Franzos, Vom Don zur Donau. 65. Trinkt, Brüder, trinkt, bis der letzte sinkt. – Frieske, 9. 66. Unser aller Bruder ist der nasse Lehem. 67. Viel hungrige Brüder machen die Kunst wolfeil und faulfeil. – Monatsblätter, VI, 191, 38. 68. Wenn es sieben Brüder nicht regnet, so gibt's eine trockne Ernte. (Samland.) – Frischbier, II, 439. 69. Wer einen Bruder hat, der hat eine Stütze. n.: Bar er broderlös bog. (Prov. dan., 66.) 70. Wer keinen Bruder hat und keinen Freund, der ist im Winter ohne Kleid. Lat.: Fratribus orbatus est pro nudo reputatus. (Reuterdahl, 356.) Schwed.: Baar aer brodhralös man. (Reuterdahl, 356.) 71. Wir sein al Bruder, aber unser aller schussellein sein nit schwester. – Hofmann, 26, 25. 72. Wir sind zwar Brüder, aber unsere Taschen sind nicht Schwestern. Dasselbe sagen die Türken. (Weigel.) 73. Wo Brüder sind, da besitzt der jüngste den Herd. – Graf, 215, 220. Ostfries.: Woir broeder sinen, so besitt de jungeste den hert. (Richthofen, II, 88, 398.) 74. Zwischen Brüder, Mann und Weib vnd gute Freunde sol man sich nicht legen. – Petri, II, 830. 75. Den Bruoder fangen. »Es ist noch nit so übel gangen, ich glaub er hat den Bruoder fangen.« Mit Jedermann guter Bruder sein. 76. Du bist mir der beste Bruder auch nicht. – Frischbier, I, 475. Holl.: Zij is de beste suster. 77. Er ist (nicht) allerleuts Bruder. Hat Eigenthümlichkeiten, die nicht Allen zusagen, oder infolge deren er nicht Jeden verträgt. 78. Er ist ein nasser Bruder. – Frischbier, I, 476. Ein Trinker. 79. Gleiche Brüder nahe bringen. 80. Sie sind gut Bruder unter einander. Bekannt, vertraut, familiär.
10943 Zeichen · 357 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    bruderst. M. (r)

    Köbler Got. Wörterbuch

    bruder , st. M. (r) Vw.: s. brōþar L.: Krause, Handbuch des Gotischen 22

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bruder

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Bruder , des -s, plur. die Brüder, Diminutivum das Brüderchen, Oberdeutsch Brüderlein. 1. Eigentlich, eine Person mä…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bruder

    Goethe-Wörterbuch

    Bruder flexionslose Form für Gen Sg 8,350 Egm Var 1) ; üb die Hälfte der Belege in Bed 1 1 Person männl Geschlechts in e…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bruder

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bruder einer Person ist derjenige, der mit dieser von demselben Elternpaar ( rechter, vollbürtiger B. frater germanus ) …

  5. modern
    Dialekt
    Bruder

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Bruder Band 3, Spalte 3,540–543

  6. Sprichwörter
    Bruder

    Wander (Sprichwörter)

    Bruder 1. Bröer 1 will wol, man he düert 2 nich. – Frommann, II, 390, 81; Eichwald, 204; Bueren, 80. 1 ) Bruder oder auc…

  7. Spezial
    Bruder

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bru|der m. (-s, Brüder) 1 fre (fredesc) m. 2 (Mitmensch) fre (fredesc) m. , proscim (-s) m. 3 (Ordensbruder) fre (fredes…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bruder

259 Bildungen · 113 Erstglied · 145 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von bruder

brudeln + -er

bruder leitet sich vom Lemma brudeln ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von bruder 2 Komponenten

bru+der

bruder setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bruder‑ als Erstglied (30 von 113)

Bruderherz

SHW

Bruder-herz Band 1, Spalte 1159-1160

Bruderkind

SHW

Bruder-kind Band 1, Spalte 1159-1160

Bruderliebe

SHW

Bruder-liebe Band 1, Spalte 1161-1162

bruderadamsen

RhWBN

bruder-adamsen Bitb-Seimerich schw.: hen as gebroderodemst scherzh. er ist verheiratet.

Bruderander

Wander

bruder·ander

Bruderander Sie sind miteinander Bruderander. Zur Bezeichnung von Lumpengenossen. Jüd.-deutsch : Chawerlappes. ( Tendlau, 578. ) [Zusätze un…

bruderarm

DWB

bruder·arm

bruderarm , m. wer in dem bruderarm gesunden schlafs erquicket sein lager im gefühl der auferstehung flieht, .. dem lohnt begeisterung. Thüm…

Bruderband

Campe

bruder·band

◬ Das Bruderband , des — es, d. Mz. ungew. der Verband, Verein unter Brüdern oder vertrauten Freunden. Pfeffel. S. Brüderbund.

bruder Berthold

DWBQVZ

bruder·berthold

--- ( übers. ) summa Johannis, die gezogen ist auß dem heyligen decret buch vnd von latein in tewtsch gemacht, durch ein hochgelerten man br…

bruderbild

DWB

bruder·bild

bruderbild , n. schauderte vor dem lebendigen bruderbild des todten. J. P. Tit. 5, 160.

bruderblut

DWB

bruder·blut

bruderblut , n. es ist nicht dichtung, dasz bruderblut schreiet. Herder.

Bruderborn

PfWB

bruder·born

Bruder-born m. : FlN in KU-Wolfst, Bruderborn, schon für 1600 belegt. An dem Brunnen hat wohl einst ein Einsiedler (Waldbruder) gehaust; vgl…

bruderbrot

DWB

bruder·brot

bruderbrot , n. klosterbrot, wie es unter den brüdern gegessen wird. weisth. 2, 165.

bruderfehde

DWB

bruder·fehde

bruderfehde , f. Messina theilte sich, die bruderfehde löst alle heilge bande der natur. Schiller 489 b .

Bruderfeld

PfWB

bruder·feld

Bruder-feld n. : FlN in LU-Opp: Im Bruderfeld; die Gewanne gehörte einst der »Ellendenbruderschaft«, die bis 1633 in Edigheim eine Fremdenhe…

Bruderfest

GWB

bruder·fest

Bruderfest Fest der Freimaurerloge [ mBez auf den Johannistag ] Dem würdigen B-e 4,311 Titel Elisabeth Mager E. M.

bruderfrage

DWB

bruder·frage

bruderfrage , f. Albano that noch eine bruderfrage über seine liebe, so lang entrückte schwester. J. P. T. 1, 35.

Bruderfrin

RhWBN

Bruder-frin (Severin) Koch-Poltersd m.: unordentl., schmutziger Mensch.

brudergeist

DWB

bruder·geist

brudergeist , m. einst bringt, wer früher starb, in glanz dem brudergeist den palmenkranz. Voss poet. werke s. 170 .

bruder als Zweitglied (30 von 145)

Duzbruder

RDWB1

Duzbruder m auch Duzfreund давно на "ты"; давний приятель; закадычный друг; кто-л. с кем-л. не разлей вода идиом. , разг.

Halbbruder

RDWB1

Halbbruder m сводный брат (при общем отце) единоутробный брат (при общей матери)

Ziehbruder

RDWB1

Ziehbruder m weibl. Ziehschwerster f сводный брат (жен. сводная сестра)

Adelbruder

DRW

adel·bruder

Adelbruder ehelich (und daher besser) geborener Bruder des Unehelichen Abymelech ... was kevessone unde slůch siner adelbrodere seventich do…

Alchbruder

DRW

Alchbruder Landstreicher 1624 Unger,SteirWsch. 14 [vgl. auf der alg gehen betteln. Zinkernagel 511] Faksimile

Außenbruder

DRW

außen·bruder

Außenbruder die dorfkuͤster und schulmeister nicht gehalten seyn, sich als aussenbruͤder bey den gilden der staͤdte aufnehmen zu lassen 1776…

betbruder

DWB

bet·bruder

betbruder , m. simulator pietatis, frömmling: wenn eine betschwester einen betbruder heiratet, so gibt das nicht immer ein betendes ehepaar.…

Bêthbruder

Adelung

beth·bruder

Der Bêthbruder , des -s, plur. die -brüder, eine Person männlichen Geschlechtes, welche aus Heucheley beständig bethet, im verächtlichen Ver…

Blasibruder

Wander

Blasibruder Der ist ein Blasibruder. So sagte man im vorigen Jahrhundert, wenn man einen Mann bezeichnen wollte, dessen Handlungsweise nicht…

Dutzbruder

Adelung

dutz·bruder

Der Dutzbruder , des -s, plur. die -brüder, in den niedrigen Sprecharten, eine Person männlichen Geschlechtes, welche man aus Vertraulichkei…

duzbruder

DWB

duz·bruder

duzbruder , m. den man du anredet, mit dem man brüderschaft getrunken hat; vergl. duzschwester. in solchem reden erkenne ich einen, so mein …

eidbruder

DWB

eid·bruder

eidbruder , m. eodem juramento obstrictus, unter marksteinsetzern üblich.

fatzbruder

DWB

fatz·bruder

fatzbruder , m. scurra: ein sehr guter fatzbruder. Wickram rollw. 64 b .

frauenbruder

DWB

frau·n·bruder

frauenbruder , m. 1 1) uxoris frater, schwager. 2 2) carmelita. voc. 1482 i 2 a .

Fressbruder

Wander

fress·bruder

Fressbruder Ein Fressbruder ist immer gern bei vollen Schüsseln. Dän. : En god fœtali broder som vil have hekke fulde. ( Prov. dan., 152. )

gartbruder

DWB

gart·bruder

gartbruder , gartenbruder , m. gleich gartknecht. 1 1) gartbruder, landsknecht der auf der gart umzieht ( s. gart f. 2, b ), bruder weil sie…

Geißelbruder

Adelung

geissel·bruder

Der Geißelbruder , des -s, plur. die -brüder, eine ehemahlige Secte im 13ten und 14ten Jahrhunderte, welche sich aus verdienstlicher Absicht…

gildebruder

DWB

gilde·bruder

gildebruder , m. 1) ' mitglied einer gilde'; urkundlich seit dem 14. jh.: des ( eisen ) mach he ( der schmied ) sineme geldebrodere wol late…

Ableitungen von bruder (1 von 1)

Gebruder

BWB

Gebruder Band 3, Spalte 3,550