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Futter

nhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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29 in 18 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Futter

Bd. 2, Sp. 951
Futter Rhfrk uNahe, Simm fūrə [-ou- westl. ausschl. Kreuzn-Sobernh, einschl. Burgsponh Allenf bis zum WRande des Soon], sonst fūrər, –ou-, –d-; Mosfrk -ū:d-, -ō:d- [Merz -o·u.d-]; Rip -ō:d-; SNfrk vō:r, -ō·ə.- [vowər, –o·.-, –ǫ·.-, vū·ə.r, siehe Bruder]; Klevld fūr Sg. t. n.: 1.a. die Nahrung des Viehs, insbes. Heu, Klee, Häcksel, mit gemahlenen Runkelrüben vermischt; Vieh-, Kih-, Peərts-, Gesse-, Schwengs-, Huhnerf. Bitb, Allg.; grön F. (Grönts) Gras, Klee; söss F. süsses Heu; sur F. das im Sumpfe gewachsen ist; falsch F. das nicht auf redliche Weise das Vieh fett macht, z. B. Menschen- u. Tierkot für Schweine, Tierkadaver, z. B. Salamander; drüg F. (Trockenf.) git fette Melch Rip, Allg.; kört (kurz) F. Hafer, Mehl, Kleie, im Gegens. zu rauh F. Heu, Stroh; he hält völ van kört F. ist für gutes Essen u. Trinken Mörs. — En't F. gohn Gras oder Klee holen gehen; F. holen; (et) F. machen, schneiden Allg. Isbahn schloəhn met Fuərschniən auf einem Beine, indem man das andere hebt u. senkt wie bei der Häckselmaschine Gummb-Berghsn. — Dat Steck leit em F. es dient als Wiese, sonst als Feld Prüm-Burb. — E F. Heu die gewöhnliche Portion für eine Kuh Aach-Walh; e Foər Haver, et Föərke Portion Hafer für das Pferd SNfrk. — De Koh verunnotzt mih F., als se wert es Zell-Briedel; se verorzt et F. Simm-Ebschd; se uərzelt et F. Prüm-Burb; se wohlt em F. Merz. — RA.: E F. beiholle ärmt net auch übertr. sich irgend etwas schenken lassen, holen, insbes. Lebensmittel, macht nicht arm MGladb-Giesenk. Et F. wesst (wächst) (de Bure) no gen Mull erene es steht besonders gut Eup. Et F. es schlech geroden; da moss me widder de Koh met dem Sterz an de Trog benge Wippf-Loope. F., dat em Drüge gewasse es, git mih Melch, als dat en de Nätzde gewasse es Dür. Et Föərke mott de Kar trecke (net de Schmeck) SNfrk. Ordnong em Hus un Stall es half F. Neuw-Bonef; gut butze es half F. Klev-Warbeyen, Rees. Et as net gerode, wann de Krepp dem F. muss nolofen das Mädchen darf seine Heiratslust nicht verraten WBitb. Danzen em März (Lichtmess) de Möcken om Mes, dann verschless et F. en der Kes Rip, — soll mer et F. sperren ean de K. Mosfrk. Uf der Heh wachst der Klee, F. vor mei Geilche; wann mei Vater in't Wertshaus geht, micht mei Mutter e schepp Meilche; wann se awer Kaffi drinkt, lacht se wie en Distelfink Simm-Schlierschd. Perer (Peter), wo stehr er? Em Stall. Wat dour (tut) er? Er git de Geile iəhr F. Wat noch? Er botzt der Kouh et Loch Birkf. — b. verächtl. oder scherzh. Nahrung der Menschen; dat ös jo en F., dat kann ken Sau fresse Rip, Allg.; si Förche mache tüchtig essen Aach-Merkst; hej löst sin F. ist kein Kostverächter Mörs, Rees; das es (so) sei F. das liebt er Saarbr; dat es et rechte F. für en das passt gerade in seinen Sinn Allg.; dat as seines F. Bitb, uSaar; de es got em F. gut genährt Rip, Allg.; enen knapps am (im) F. halen schlecht nähren Bitb; de hat F. in de Maue (Ärmeln) Stärke Mörs-Repelen; der hat et letscht F. en der Räf (Raufe) für den gibt es keine Hoffnung mehr Saarl-Bous, Saarbr-GrRosseln; e Födderche falle losse durchgehechelt werden Eusk-Dirmerzh; dem geht och noch en Fürke af er gibt eine gute Stelle mutwillig auf Kref; dem moss mer e Föderche aftrecke (-zege, –duəh Aach) Rip, Allg. — c. Spreu, die beim Wannen mit der Windfoche aus der Frucht geblasen wird Trier, Wittl, Bitb. — d. bongk (buntes) F. Suppe aus Möhren, Kartoffeln, Bohnen Kemp. — 2.a. das Zeug, womit die innere Seite eines Kleidungsstückes versehen (gefüttert) ist, Rockf. meist F.duch. RA.: De hat et F. oəve louss er ist verrückt Aach-Walh, Kref-Linn. Do häs mih Gedresse en der Botz wie F. Köln. — Worom kann e Perd Schneirer wäre? Et fresst det F. Bernk-Bruchw. — b. Futteral Simm, meist Kammf. Allg. — c. der an Türen (u. Fenstern) die Dicke der Mauer umkleidende Holzteil LRip.
3856 Zeichen · 114 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Futter

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    2. Das Futter , des -s, plur. ut nom. sing. 1) Alles, was Menschen und Thieren zur Nahrung dienet; ohne Plural. Gibt er …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Futter

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Futter Stoff auf der Innenseite von Kleidungsstücken nur etwa ein himmelblaues F. oder ein kleiner Kragen von dieser F…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Futter

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Futter , in der Technik die Auskleidung oder Umhüllung eines Körpers oder der zur Herstellung derselben benutzte Stoff; …

  4. modern
    Dialekt
    Futter

    Bayerisches Wörterbuch · +11 Parallelbelege

    Futter Band 2, Spalte 2,717

  5. Sprichwörter
    Futter

    Wander (Sprichwörter)

    Futter 1. Am Futter der Kuh sparen reichet nicht. Macht nicht reich. Die Türken sagen: Gewinn und iss, aber spare nicht …

  6. Spezial
    Futter1

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Fut|ter 1 n. (-s,-) 1 (Nahrung für Tiere) ojoradöra (-res) f. , prodadöra f. , pramí (-mis) m. , patüc da mangé por tier…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit futter

480 Bildungen · 429 Erstglied · 50 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von futter

futt + -er

futter leitet sich vom Lemma futt ab mit Suffix -er.

Zerlegung von futter 2 Komponenten

fut+ter

futter setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

futter‑ als Erstglied (30 von 429)

Futterblech

SHW

Futter-blech Band 2, Spalte 1037-1038

Futterboden

SHW

Futter-boden Band 2, Spalte 1037-1038

Futterbäre

SHW

Futter-bäre Band 2, Spalte 1037-1038

Futterdalle

SHW

Futter-dalle Band 2, Spalte 1037-1038

Futterdieb

SHW

Futter-dieb Band 2, Spalte 1037-1038

Futterdiel

SHW

Futter-diel Band 2, Spalte 1037-1038

Futtereimer

SHW

Futter-eimer Band 2, Spalte 1037-1038

Futtererbse

SHW

Futter-erbse Band 2, Spalte 1037-1038

Futtergabel

SHW

Futter-gabel Band 2, Spalte 1039-1040

Futtergang

SHW

Futter-gang Band 2, Spalte 1039-1040

Futtergeld

SHW

Futter-geld Band 2, Spalte 1039-1040

Futterhafen

SHW

Futter-hafen Band 2, Spalte 1039-1040

Futterich I

SHW

Futter-ich I Band 2, Spalte 1039-1040

Futterkalk

SHW

Futter-kalk Band 2, Spalte 1039-1040

Futterkarch

SHW

Futter-karch Band 2, Spalte 1039-1040

Futterkiste

SHW

Futter-kiste Band 2, Spalte 1039-1040

futter als Zweitglied (30 von 50)

brillenfutter

DWB

brillen·futter

brillenfutter , n. perspicilli theca, brillenfutteral: ihr alte abenteurliche ziehet die fenster aus dem brillenfutter. Fischart groszm. 16 …

Büchsenfutter

Adelung

buechsen·futter

Das Büchsenfutter , des -s, plur. ut nom. sing. ein Futteral von Tuch oder Leder, eine Feuerbüchse darin von der Nässe zu bewahren; ein Büch…

Capếllen-Futter

Adelung

capellen·futter

Das Capếllen-Futter , des -s, plur. ut nom. sing. die messingene Form, in welcher eine chymische Capelle geschlagen wird. Sie bestehet aus e…

flaschenfutter

DWB

flaschen·futter

flaschenfutter , n. lagenarium, altn. flöskufôðr, dän. flaskefoder, ein behältnis getränk auf der reise mit sich zu führen: doch sprich dein…

Flügelfutter

Adelung

fluegel·futter

Das Flügelfutter , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Schustern, dasjenige Leder, womit die Schnallenriemen gefüttert werden.

kälberfutter

DWB

kalb·er·futter

kälberfutter , n. bei Murner nach kalb 1, d: daran ist schuldig vatter, muotter, wes ( warum ) gabent sy üch kelberfuotter, davon ir sindt s…

kammfutter

DWB

kamm·futter

kammfutter , n. futteral für haarkämme. Rädlein. Frisch. schwed. kammfoder. nrh. brieftasche, s. Aachener mundart 98.

kanonenfutter

DWB

kanonen·futter

kanonenfutter , n. scherzhaft von schlechten soldaten, die nur ' zum todtschieszen gut ' sind, wie Fallstaffs leute futter für pulver, food …

kugelfutter

DWB

kugel·futter

kugelfutter , n. bei den jägern ein stückchen leinwand, barchent oder leder womit die kugeln für die kugelbüchse ' gefuttert ' werden Adelun…

Marchfutter

DRW

march·futter

Marchfutter, n. das in der rechtshistorischen Literatur heimisch gewordene Wort bezeichnet eine ursprünglich in Grenzmarken übliche regelmäß…

maulfutter

DWB

maul·futter

maulfutter , n. futter fürs maul, speise: gäst heiszen ( werden genannt ) die man ausz freuntschaft lädt, und jn gastfrei das maulfuotter sc…

mischfutter

DWB

misch·futter

mischfutter , n. gemischtes futter für das vieh; namentlich unter einander gebaute gerste und hafer oder wicken und gerste für diesen zweck.

nachtfutter

DWB

nacht·futter

nachtfutter , n. futter für die nacht: ein tapferes nachtfutter ( ward ) den pferden vorgeschüttet. Gotthelf erz. 2, 259 ; obscön für beisch…

Nachtseldfutter

DRW

nachtseld·futter

Nachtseldfutter, n. Verpflegung der Tiere bei der Nachtselde (II) soll unser herr von S. kommen zu dem chamraer, do hat er ain nachtseldfuet…

pelzfutter

DWB

pelz·futter

pelzfutter , n. , fourrûre de peaux Rädlein 696 b ; in einigen gegenden auch was fries 1, der wollene fries Jacobsson 6, 715 a .

Ableitungen von futter (1 von 1)

Gefutter

PfWB

 Ge-futter , Ge-fütter n. : ' Viehfutter '. a. 1767; An Stroh und Gefütter 13 Ztr. Heu [Kurpf. 940-42 (KU-Einöll)]. a. 1777: Gefutter [LU-A…