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Färben

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Färben v., trs, rec

Bd. 2, Sp. 20a
Färben, v. I) trs. eine Farbe geben, einem Körper die Eigenschaft mittheilen, daß er die Lichtstrahlen mit gewissen Eindrücken auf das Gesicht zurückwirft. Färbende Körper, durch welche andern Körpern diese Eigenschaft mitgetheilt wird. Tuch, Leinwand, Wolle, Garn, Leder färben. Wachs, Glas färben. Es wird damit gewöhnlich der Nebenbegriff verbunden, daß der Färbestoff den gefärbten Körper ganz oder doch meist durchdringt, und mit der ganzen Masse desselben, wie das z. B. beim Glase der Fall ist, innig verbunden wird, wodurch man es von dem bloßen Anstreichen, Mahlen  unterscheidet. So auch, wenn das Färben vermittelst einer Beize geschieht. Holz, Knochen, Elfenbein, Stroh  färben. Dann auch bloß durch Auftragen einer Farbe auf die Oberfläche eine Farbe mittheilen. So färben die Buchbinder den Schnitt der Bücher. I weiterer Bedeutung für abfärben. Kreide färbt die Hände weiß, Kienruß schwarz. I N. D. gebraucht man es auch für anstreichen. Auch das Auftragen des Goldes auf das Leder, bei Flanderischem oder Französischem vergoldeten Leder nennt man färben. I der Sämischgerberei heißt die Häute in der Braut färben, sie nach dem Thranen auf ein leinenes Tuch in einen spitzig zugehenden Haufen legen und sorgfältig zudecken, so daß sie gähren, vom Thrane völlig durchdrungen werden und dadurch eine gelbliche Farbe erlangen. Die Sonne färbt die Körper, wenn sie durch ihre Strahlen die Oberfläche derselben auf eine für das Auge merkliche Art verändert. Gesundheit und Frohsinn färben lieblich ihre Wangen, sie machen, daß sie eine gesunde rothe Farbe haben. II) rec. Sich färben, eine Farbe bekommen, annehmen. Die Äpfel, Pflaumen, Trauben  färben sich schon, bekommen schon die Farbe der Reife. Färbt die häusliche Lind' endlich sich grün, — Voß; d. h. wird sie grün, schlägt sie aus. Das Wildbret färbt sich, wenn es neues Haar bekömmt. I der Pflanzenlehre heißt eine Pflanze oder ein Theil derselben gefärbt, wenn die Farbe der Fläche anderer Art ist, als sie gewöhnlich zu sein pflegt, z. B. wenn die Blätter und der Stengel nicht grün sind. So heißt auch die Blütendecke, der Balg gefärbt, wenn sie eine andere als grüne Farbe haben. Uneigentlich gebraucht man gefärbt zuweilen auch für unecht, falsch. Eine gefärbte Freundschaft, in Gegensatz der ungefärbten. — Das Färben. Die Färbung. S. d.
2329 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Färben

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Färben , verb. reg. welches in doppelter Gattung gebraucht wird. I. Als ein Activum, eine Farbe geben, d. i. einen Körpe…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    färben

    Goethe-Wörterbuch

    färben rund 600 Belege, überwiegend in Fl, vornehml in der Bedeutungsgruppe 3; häufig Zustandspass, auch präd u attr, iV…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Färben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Färben ( Verfärben ), in der Jägersprache das Haar wechseln beim Elch-, Rot-, Dam- und Rehwild zur Frühjahrszeit ( Färbe…

  4. modern
    Dialekt
    färben

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    färbe n [farwə Dü. K. Z. Wörth Betschd. Han. ; færwə Str. Lohr ] färben. M i r lēn (lassen) d i r d e r Arsch bloü f., d…

  5. Spezial
    färben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fär|ben I vb.tr. 1 (farbig machen) depënje (depënj, depënt) 2 colorí (-rësc) 3 (von Stoffen) intënje (-nj, intënt) 4 dé …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faerben

13 Bildungen · 2 Erstglied · 7 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von faerben 2 Komponenten

far+ben

faerben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

faerben‑ als Erstglied (2 von 2)

Färbenkasten

PfWB

faerben·kasten

Farb(en)-kasten , Färben-kasten m. : 'Malkasten', Faʳwekaschde [verbr.], Faʳb- [ KU-Brück KB-Biedh LU-Friesh ], Fäʳwe- [RO-Sippf]. Südhess. …

faerben als Zweitglied (7 von 7)

abfärben

DWB

abfärben , colorem amittere, die farbe fahren lassen: das tuch färbt ab, die wand hat abgefärbt; ein mantel entfasert, abgefärbt und ausgenü…

anfärben

DWB

anfärben , colorare, tingere, illuminieren: mit einem groszen strome blutes das ganze gewässer anfärbete. Lohenst. Arm. 1, 250 ; mit der fed…

auffärben

DWB

auf·faerben

auffärben , denuo tingere, nnl. opverwen: du trägst aufgefärbte kleider; aufgefärbte freuden. J. Paul lit. nachl. 4, 128 ; jugenderinnerunge…

entfärben

DWB

ent·faerben

entfärben , 1 1) mutare colorem, nnl. ontverwen, erbleichen sowol als erröthen: ein tugenthafter mensch wirt nit entferbet im angesicht. Kei…

nachfärben

DWB

nach·faerben

nachfärben , verb. 1 1) transitiv, nachträglich, nochmals färben, wieder auffärben. 2 2) intransitiv, seine farbe durch andere durchscheinen…

umfärben

DWB

umfärben , vb. trennbar, umfärben (ein gefärbt zeug) ' ihm eine andre farbe geben ' Chr. Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 2220 ; das dazu ge…

verfärben

DWB

ver·faerben

verfärben , verb. colorem mutare, decolarare, zusammensetzung zu färben theil 3, 1325, ver gibt die bedeutung des veränderns, s. oben 55, nr…

Ableitungen von faerben (4 von 4)

befärben

DWB

befärben , inficere, tingere: darumb wirstu deinen fusz beferben im blut. Luther 1, 471 b . ps. 68, 24 heiszt es: darumb wird dein fusz in d…

entfärben

DWB

entfärben , 1 1) mutare colorem, nnl. ontverwen, erbleichen sowol als erröthen: ein tugenthafter mensch wirt nit entferbet im angesicht. Kei…

mißfärben

GWB

mißfärben ‘sich m.’: eine unschöne Tönung annehmen; in bildh Zshg für frz: ternir, wohl iSv blaß werden Welche Qual ist nicht für sie [ Male…

verfärben

DWB

verfärben , verb. colorem mutare, decolarare, zusammensetzung zu färben theil 3, 1325, ver gibt die bedeutung des veränderns, s. oben 55, nr…

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APA
Cotta, M. (2026). „faerben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/faerben/campe
MLA
Cotta, Marcel. „faerben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/faerben/campe. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „faerben". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/faerben/campe.
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