farbig etwa 900 Belege, vereinzelt ‘-icht’ (zB N51, GWB43,26 BeitrOptik I 75) 1
in der bild [] Kunst, auch von kunstgewerbl, dekorativen Arbeiten bzw Motiven a
iSv einfarbig, mehrf mit bes Farbintensität; im Pl von versch Objekten jeweils einer spezif Farbe [
betr Einbanddecke eines Musenalmanachs] sie soll .. auf
f. Papier abgedruckt und mit harmonirenden Farben illuminirt werden GWBB13,223,9 Schiller 21.7.98 Die f-en Glaspasten [
nach Gemmen der Stoschischen Sammlung] .. sind rein und schön, die rubinfarbigen höchst angenehm GWBB41,230,2 CGReinhardt 16.11.26 GWB49
1,175,11 Üb:Zahn,Pompeji
uö subst für eine bes akzentuierende Farbe Daß Sie bei Vorstellung der Iphigenia etwas f-es [> eine satte Farbe an der Kleidung] mit gebraucht, erfreut mich sehr. Das schreckliche, leere, melancholische Weiß verfolgt uns vom Augenblick des Negligés bis zu höchsten Repräsentation GWBB16,450 FUnzelmann 14.3.03 K b
iSv mehrfarbig, von zartgetönten Aquarellen, kolorierten Zeichnungen, Tempera- u Ölmalereien, polychromen Glasfenstern ua; mehrf ausdrückl iUz schwarz-weiß, Bister- u Sepiafärbung, grau in grau, Camajeu, gold; auch als Kategorie im Kunsturteil, das Gemäldekolorit betreffend lustige Gegenden aus Neapel und Sicilien in f-en Zeichnungen .. die alle betrübte Gedanken vertreiben sollen GWBB8,352,18 FStein 16.2.88 In dem Kreuzgange der Abtei .. bewunderten wir die f-en Scheibengemählde GWB28,78,26 DuW 11 zwanzig Zeichnungen .. Man wünscht daß alle Sechs große
f. seyen und überhaupt nur ein Drittel der Bestellung .. braun in braun GWBB9,75,14 Kniep [Anf Feb 89] Das Raphaelische Bild [
Longhis kolorierter Kupferstich nach Raffaels ‘Sposalizio’] macht
f. einen besonders guten Eindruck; die große Bescheidenheit des Colorits fügt sich so schön zu der übrigen demüthigen Anmuth des Ganzen GWBB41,17,27 CarlAug 22.4.26 GWB34
1, 175,8 KuARheinMain
uö in mimet Zshg als Eigenschaft der Wirklichkeit bzw ihrer bildnerischen Wiedergabe; auch iZshg subjektiver ästhet Farbenempfindung u -gestaltung [
Hypothese der Entwicklung zum Mehrfarbendruck] bei dem ewigen Streben der menschlichen Natur von der Abstraction .. zu der Wirklichkeit und also auch zu der f-en Nachahmung der Oberflächen, war ein wiederholter theilweiser Abdruck derselben Platte .. wohl zu denken GWBN4,158,10 FlH VI Ein Kunstwerk schwarz und weiß kann in der Mahlerei selten vorkommen .. Wenn sich der Künstler seinem Gefühl überläßt, so meldet sich etwas F-es gleich. Sobald das Schwarze in’s Blauliche fällt, entsteht eine Forderung des Gelben, das denn der Künstler instinctmäßig vertheilt GWBN1,339,16 FlD 863
uö iSv lebhaft gefärbt [
Veroneses Skizze ‘Auferweckung des Lazarus’] Ein kleines, in die Breite langes Bild, sehr klar und
f. .. Die Färbung scheint am ersten Anblick confus, bis man sich der ausgeführten Bilder dieses Meisters erinnert, da denn so wohl in den Farben überhaupt als in ihren Abstufungen .. eine große Mannigfaltigkeit erscheint GWB47,348,26 Städelsch Kabinett ein zusammengefaltetes, buntes, seidnes Tuch .. daß etwas darein gewickelt war, an allen Seiten hingen Schnüre und Franzen herunter, künstlich genug in viele Knoten geschlungen,
f., prächtig und lieblich anzusehen GWB18,362,21 ReiseMegapr GWB47,378,15 DresdnGalerie
uö 2
in der Sachbeschreibung a
als natürl Eigenschaft von Mineralien, Gesteinen, Pflanzen, Tieren ua nun zu den Metallen .. welche sich im unorganischen Reiche beinahe privativ das Recht
f. zu erscheinen zugeeignet haben GWBN1,208,1 FlD 508 Daß man den f-en Edelsteinen Heilkräfte zuschrieb, mag aus dem tiefen Gefühl dieses unaussprechlichen Behagens [
des Auges an der Farbe] entstanden sein GWBN1,308,6 FlD 759 irgend ein mannichfaltig färbender Saft .. der die Oberfläche des Gehäuses [
der Muscheln], wahrscheinlich durch unmittelbare Einwirkung des Meerwassers, mit f-en Linien, Puncten, Flecken und Schattirungen, epochenweis bezeichnete GWBN1,253,21 FlD 639 GWB24,14,13 Wj I 2
uö einmal metaphor u mit wertendem Nebensinn von der polit-kulturellen Vielfalt der Deutschen die Deutschen [
müssen] mehr als jemals, wo nicht in Anarchie, doch in sehr kleine Parteien zersplittert werden. Verzeihen Sie mir, daß ich so grau sehe; ich thue es, um nicht schwarz zu sehen; ja manchmal erscheint mir dieses Gemisch
f. und bunt GWBB24,153,5 Buchholtz 14.2.14 b
gefärbt, koloriert; von wiss Abbildungen u Modellen so habe ich f-e Tafeln hinzugefügt, um dem Beobachter .. zu Hülfe zu kommen GWBN5
1,45,9 BeitrOpt I 78 mit anatomischen Zergliederungen .. sie mochten in Wachs oder sonstiger Masse verfertigt sein, genug sie hatten durchaus das frische f-e Ansehen erst fertig gewordener Präparate GWB25
1,88,16 Wj III 3 GWBN2,267,10 FlP 600
uö 3
in der literar, poet Schilderung, bes von Natur u Landschaft, mehrf, auch metaphor, vom Regenbogen: iS eines intensiven, harmonischen Farbeindrucks iUz bunt; als Mischung von Licht u Dunkel iUz großer Helligkeit u iUz Dunkel, Schwärze daß sie [
die Landschaft um Rom] bei heitern Tagen, besonders des Herbstes, so farbig ist, daß sie in jeder Nachbildung bunt scheinen muß GWB32,139,5 ItR Und was nicht war, nun will es werden, | Zu reinen Sonnen, f-en Erden [< Zur Sonne sey’s, zu düstrer Erden] GWB3,81 Eins u Alles 17 [
Faust:] die Sonne mir im Rücken! | Der Wassersturz .. diesem Sturm ersprießend, | Wölbt sich des bunten Bogens Wechsel-Dauer, | .. Der spiegelt ab das menschliche Bestreben. | .. Am f-en Abglanz haben wir das Leben GWBFaust II 4727 Der doppelte Regenbogen, zwei farbige [
Konjektur Euph23,512] Säume eines dunkelgrauen, beinah schwarzen himmlischen Bandstreifens waren herrlicher, f-er, entschiedener, aber auch flüchtiger als ich sie irgend beobachtet GWB28,31,14u16 DuW 11 GWBFaust I 936 GWB6,17 Div Phänomen 4
uö mehrf von gesteigerten Licht- und Glanzphänomenen wie Juwelen, einer als festl empfundenen Landschaft, myth-wunderbaren Erscheinungen od der Wirkung ma Glasfenster iSv farbenreich [
von den Steinen einer mineralog Sammlung] Doch unterscheidest und merkest genau: | Dieser ist roth und ein andrer ist blau, | Einer, der klärste, von Farben so rein, |
F. erblitzet der edelste Stein GWB4,47 Wiegenlied dem jg Mineralogen Walter vGoethe 24 es grünten und blühten | Feld und Wald .. | Festlich heiter glänzte der Himmel und
f. die Erde [Festlich glänzte das himmlische Blau, vielfarbig die Erde
Var] GWBReinF I 5 [
Herold:] Vierbespannt ein prächtiger Wagen [
mit dem Knaben Wagenlenker] | ..
F. glitzert’s in der Ferne, | Irrend leuchten bunte Sterne, | Wie von magischer Laterne GWBFaust II 5516 [
Meph zum Kaiser:] Wirf dich in’s Meer .. | Meerwunder drängen sich zum neuen milden Schein, | .. Da spielen
f. goldbeschuppte Drachen GWBFaust II 6017 GWB30,168,28 ItR
uö im Gleichnis Gedichte sind gemahlte Fensterscheiben! | Sieht man vom Markt in die Kirche hinein | Da ist alles dunkel und düster; | .. Kommt aber nur einmal herein! | .. Da ist’s auf einmal farbig helle, | Geschicht’ und Zierrath glänzt in Schnelle GWB3,171 Vs 9 Parabol 1 4
im natwiss Zshg: von physiol, physikal od chem Erscheinungen a
als Eigenschaft [] physiol, auch patholog Phänomene, zB mBez auf die sukzessiv erscheinenden Farben beim Abklingen einer Blendung, mBez auf die ‘geforderten’ Gegenfarben u die vielfarbigen subjektiven Höfe Auf das blendende Bild hatte ich fünf Secunden gesehen, darauf den Schieber geschlossen; da erblickt’ ich das f-e Scheinbild schwebend, und nach dreizehn Secunden erschien es ganz purpurfarben. Nun vergingen wieder neun und zwanzig Secunden, bis das Ganze blau erschien GWBN1,17,19 FlD 41 eine ganz farblose Landschaft wird durch diese mit und gegen einander wirkenden Bestimmungen [
die Luftperspektive, die physiol Forderung der Gegenfarben] vor unserm Auge völlig
f. erscheinen GWBN1,343,12 FlD 872 In diesen Fällen erscheinen die [
subjektiven] Höfe in bunten Strahlen. Jene f-e Erscheinung, welche die Sonne im Auge macht, indem sie durch Baumblätter dringt, scheint auch hieher zu gehören GWBN1,45,15 FlD 100 Die Ärzte nennen Chrupsie, wenn in typhischen Krankheiten, besonders der Augen, die Patienten an den Rändern der Bilder, wo Hell und Dunkel an einander gränzen, f-e Umgebungen zu sehen versichern GWBN1,54,21 FlD 131 GWBN1,20,12 FlD Titel vor 47 GWBN3,253,5 FlH V GWBN12,5,19 Wolkengest
uö [
vgl auch abklingen GWb 1,93,4]
‘f-e Schatten’, in FlD den physiol (‘geforderten’) Farben zugerechnet (dagegen 1792/93 noch in Analogie zu den prismat Farberscheinungen Blau u Gelb als apparente Farben iSv 4 b definiert) [
vgl auch blaufarbig, gelbfarbig] daß das weiße Papier als eine röthlich gelbe Fläche wirkt, durch welchen Schein jene blaue Farbe im Auge gefordert wird .. Bei allen f-en Schatten daher muß man auf der Fläche, auf welche er geworfen wird, eine erregte Farbe vermuthen GWBN1,31,1 FlD 67 GWBN1,32,23 u 36,4 FlD 72u76 GWBN4,486,1 FlH VI Plp
uö b
physikal: iS Newtons als Eigenschaft refrangierten Lichts u iS G-s als Eigenschaft der unter best opt Bedingungen zw Licht u Dunkel und in trüben Medien erscheinenden Phänomene, bes von spektralem Licht u von spektralen Bildern bzw deren ‘Rändern’ und ‘Säumen’; auch iZshg chromat ‘Aberration’ im dritten Experiment [
Newtons] .. wird uns ein völlig f-es Spectrum vorgeführt und an demselben die diverse Refrangibilität bewiesen GWBN2,188,15 FlP 381 Es [
das Spektrum] ist nichts anders als eine Randerscheinung, und keines Bildes Mitte wird
f., als insofern die f-en Ränder sich berühren oder übergreifen GWBN4,396,21 Fl AnzÜbers [
G blickt durch ein Prisma] daß zuletzt die Fensterstäbe am allerlebhaftesten
f. erschienen, indessen am lichtgrauen Himmel draußen keine Spur von Färbung zu sehen war GWBN4,296,4 FlH VI Wenn man dieses [
das Bild des Vollmonds] durch ein convexes Glas zusammenzieht, so erscheint der f-e Rand in der größten Schönheit GWBN1,129,17 FlD 312 Jedes gemäßigte Licht kann als
f. angesehen werden, ja wir dürfen jedes Licht, insofern es gesehen wird,
f. nennen. Farbloses Licht, farblose Flächen sind gewissermaßen Abstractionen GWBN1,274,13u15 FlD 690 GWBN2,8,21 u 163,6 u 181,7 FlP 17u305u356 GWBN3,294,3 FlH V
uö ‘f-e Schatten’ (in G-s Auffassung von 1792/93, vgl Sp 593,15f
) GWBN5
1,110,18 FarbSchatt
uö von epopt, paropt, katoptr u entopt Phänomenen Die [
Seifen] Blase, indem man sie hervorbringt, ist farblos: dann fangen f-e Züge, wie des Marmorpapieres, an sich sehen zu lassen, die sich endlich über die ganze Blase verbreiten GWBN1,191,18 FlD 463 Die Erscheinung der f-en Ringe [
die Newtonschen Ringe] kann am schönsten hervorgebracht werden, wenn man ein convexes und concaves Glas .. zusammenbringt GWBN1,184,1 FlD 445 wenn Dünste oder Wolken um den Mond schweben; so spiegelt sich der Abglanz der Scheibe in denselben. Die Höfe, die wir alsdann erblicken, sind einfach oder doppelt, kleiner oder größer, zuweilen sehr groß, oft farblos, manchmal
f. GWBN1,160,20 FlD 383 daß auch im Innern des Glases .. wenn es schnell verkühlt, durch Reflexion zwischen 2 Spiegeln, sich f-e Bilder erzeuge GWBB25,190,19 Knebel 8.2.15 GWBN1,169,4 u 194,12 FlD 408u470
uö von Körpern, Flächen, Gläsern, Liquoren ua als wirkenden Objekten bzw Medien iS einer spezif Farbe daß die reizende Energie, womit f-e Körper auf unsre Augen wirken, mit der Helligkeit, womit das Weiße auf das Auge wirkt, nicht zu verwechseln sei GWBN5
1,143,6 ElementeFl 31 Man nehme eine jede specificirte f-e Fläche, man stelle sie in die Sonne und lasse den Widerschein auf andre farblose Gegenstände fallen. Dieser Widerschein .. ein Halblicht, ein Halbschatten, der .. die specifische Farbe der Fläche mit abspiegelt GWBN1,235,8 FlD 590 Schiebt man [
vor das einfallende Sonnenlicht] .. f-e Gläser vor, so folgt auch ganz natürlich, daß sich der Wärmegrad vermindre, erstlich weil die Wirkung des directen Lichts schon durch das Glas etwas gehindert ist, sodann aber vorzüglich, weil ein f-es Glas, als ein Dunkles, ein wenigeres Licht hindurchläßt GWBN1,267,13u17 FlD 674 von der höchsten Wichtigkeit .. daß wir die Erfahrung, alle f-e Flächen seien dunkler als die weißen die mit ihnen einem gleichen Licht ausgesetzt sind, recht fassen GWBN5
1,143,2 ElementeFl 31 GWBN1,232,10 FlD 581 GWBN5
2,38,10 Fl Plp
uö c
im chem Zshg von den Pigmenten als Farbstoffträgern, die sich mischen, die anderen Körpern mitgeteilt od entzogen werden können Sind diese f-en Körper von der Art daß sie ihre Eigenschaften ungefärbten oder anders gefärbten Körpern leicht mittheilen; so nennen wir sie .. Pigmente GWBN5
1,16,15 BeitrOpt I 28 Für die Gewänder fanden sich bald f-e Stoffe, welche auch die beizende Dauer mit sich führen, vorzüglich der Eisenrost, gewisse Fruchtschalen, durch welche sich der Übergang zu den Galläpfeln mag gefunden haben N3,XXI,10 FlH Urzeit Bleichen .. wodurch alle Theile, die wir nur einigermaßen
f. nennen können, aus ihnen [
den Körpern] ausgezogen und abgesondert werden GWBN5
1,131,2 ElementeFl 5 wird man niemals im Stande sein aus f-en Pigmenten ein weißes Pigment zusammenzusetzen GWBN5
1,146,7 ElementeFl 35 GWBN5
1,85,19 ChromatSätze
uö Elke Umbach E. U.