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färben

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

färben

Bd. 3, Sp. 571
färbenrund 600 Belege, überwiegend in Fl, vornehml in der Bedeutungsgruppe 3; häufig Zustandspass, auch präd u attr, iVbdg mit charakterisierenden (Farb-)Adjektiva auch mit Tendenz zur Verfestigung; mehrf subst  1 auf eine Oberfläche Farbe aufbringen, auftragen   a für das Anstreichen von Wänden, Flächen, auch als best Stufe im handwerkl Arbeitsprozeß  [Maurer bei der Grundsteinlegung:] wir müssen es sogar noch gut heißen, wenn der Tüncher .. sich unser Werk zueignet, indem er es überzieht, glättet und färbt GWB20,98,17 Wv I 9  In den Bädern des Titus zu Rom [Domus Aurea] .. Lange gewölbte Gänge, große Zimmer sollten gleichsam nur geglättet und gefärbt, mit so wenig Umständen als möglich verziert werden GWB47,239,18 VonArabesk GWBB10,39,4 Meyer 14.11.92 iZshg mit G-s opt Versuchen häufig mBez auf in best Weise mit Farbe präparierte Papiere, meist ‘gefärbtes Papier’, ‘gefärbte Fläche’, mehrf im Wechsel mit ‘farbig’, PartPrät (attr) auch iSv -farben, einfarbig, mehrfarbig  wir .. ziehen erst eine dünne schwarze Tinctur darüber [üb das Papier]. Wir verdopplen, wir verdreifachen den Überzug, so daß das Papier immer dunkler grau wird, bis wir es zuletzt so schwarz als möglich f. GWBN2,258,21 FlP 582  eine schwarze und weiße, wie auch jede gefärbte Fläche GWBN51,22,21 BeitrOpt I 42  ein sehr lebhaft orange gefärbtes Stückchen Papier GWBN1,27,16 FlD 58 GWBN1,15,15 FlD 38 GWBN51,112,25 FarbSchatt   b im künstlerischen Schaffensprozeß: Zeichnungen (in einem abschließenden Arbeitsgang, nach Umrißzeichnung u Schattierung), natwiss Illustrationen kolorieren, plast Bildwerke, (antike) Architekturteile polychrom fassen; ‘gefärbt’ auch iSv in Farbe, von einem ganz best Kolorit  Rath Krause .. der mit leichter .. Fassungsgabe die vorstehenden Landschaften zu Papier brachte, schattirte, färbte GWB33,301,27 BelagergMainz  Frage .. ob nicht diese hier mit lieblicher Weichheit und Zartheit in Gemählden aufgeführten .. heiligen Männer [alter Tafelbilder] Nachbildungen von geschnitzten Bildnissen seien, die entweder ungefärbt oder gefärbt zwischen ähnlichen vergoldeten, architektonischen, wirklichen Schnitzwerken gestanden GWB341,175,26 KuA RheinMain  [mBez auf Basreliefs] man färbte den Grund sowohl hinter Figuren als Zierrathen, wie uns die neuesten Entdeckungen an den Tempeln von Selinunt Zeugniß geben. Und so färbte [< malte] man denn auch, goldete Kleider, Schilder, Augen sogar GWBB43,310 Zelter 17.8.27 K GWB36,200,27 TuJ GWBB12,279,1 Schiller 30.8.97 GWBN1,49,22 FlD 113 GWBB44,321,11 Cornelius 26.9.28 für einen in best Weise erfolgenden Farbauftrag GWBB16,442 NMeyer [Ende 02/Anf 03] K   2 etw in der Masse (od von der Oberfläche) her einfärben, (vollständig, gleichmäßig) mit Färbematerial, färbenden Substanzen, Stoffen durchdringen, auch refl: eine (best) Farbe annehmen   a als Handwerk, Kunstfertigkeit des Färbers: Fasern, Textilien mittels Farbstoffen farbig, bunt machen, ihnen (durch Eintauchen in ein Farbbad) eine gewünschte Farbe geben; (in kulturhist Sicht) als (ursprüngl) zufälliger Vorgang des Befleckens od empirisches handwerkl-techn Verfahren; mehrf mit Hinweis auf spezif Eigenschaften des Färbestoffs, mit Hervorhebung der charakterist Stofflichkeitswirkung des Gefärbten  Jedes Beflecken ist eine Art von F., und die augenblickliche Mittheilung konnte jeder bemerken .. Auf dem Körper bewirkte man sie durch Tatuiren und Einreiben. Für die Gewänder fanden sich bald farbige Stoffe [Farbstoffe], welche auch die beizende Dauer mit sich führen .. Besonders aber machte sich der Saft der Purpurschnecke merkwürdig, indem das damit Gefärbte nicht allein schön und dauerhaft war, sondern auch zugleich mit der Dauer an Schönheit wuchs N3,XXI,5u16 FlH Urzeit  Die erste Behandlung der Phänomene der allgemeinen Natur ist poetisch .. Die darauf folgende Beobachtung führt zum Practischen, wie hier zum F., indem der Mensch mit wenigen körperlichen Dingen umgehn konnte, ohne ihre färbenden Eigenschaften gewahr zu werden GWBN52,234,9 Fl Plp  Halbkunst .. die Tapetenwirkerei [Bildteppiche]. Indem man nämlich in den Fall kam, die zartesten Schattirungen der Gemählde nachzuahmen, und daher die verschiedenst gefärbten Stoffe oft neben einander zu bringen; so bemerkte man bald, daß die Farben nicht alle gleich dauerhaft waren GWBN1,241,1 FlD 604  anders färbt die Cochenille die Leinwand, anders die Wolle, anders die Seide [> färbt sich .. auf Var > erscheint .. auf GWB45,295,8] GWB45,366 Diderot,Malerei Farbe Anm Var GWBN1,343,18 FlD 874 GWBN1,251,16 FlD 633 ‘weiß f. iSv weißmachen, in iron Zshg GWB1,188 Edelknabe u Müllerin 18 im Bild  [verworrene Zustände um Wilh] aus so widersprechend gefärbten Faden war das Gewebe gewebt GWB52,94,23 ThS IV 16   b flüssige, ätherische Substanzen (Glas, Wasser ua) durch Beimischung durchfärben, tönen  Purpurino [antiker Glasfluß] .. Daß es ein durch Metallkalk [Metalloxid] gefärbtes Glas oder schlackenhaftes Wesen sey, ist wohl nicht zu läugnen .. bey Gelegenheit der gemalten und gefärbten Fensterscheiben ist es sehr lebhaft zur Sprache gekommen, daß man diese Farbe auch durch Eisen hervorbringen könne GWBB19,327,20u24 Blumenbach 9.5.07  die Baumeister des 13. Jahrhunderts .. wo sind diejenigen Arbeiter, die das Glas färbten, mahlten, in Bley setzten GWBB25,411 Catel [Apr 15] K  Das durchsichtige Wasser wird gefärbt werden, wie die Liquoren [farbige Tinkturen] hinein kommen GWBN51,143,22 ElementeFl 32  Durch Metallkalke gefärbte Flammen LA II 4,94 FlD Plp GWB492,74,24 PlastAnatomie GWBN51,139,9 ElementeFl 20 prägnant, iGz ‘beschmutzen’, als Resultat harmon Farbmischung  So lange [] man harmonische Tincturen hinein goß, hat man das Wasser gefärbt, und da man widersprechende Farben hinein brachte, hat man das Wasser beschmutzt; man hat ihm eine Unfarbe mitgetheilt GWBN51,144,8 ElementeFl 32   c speziell von Blut: tränken, röten; auch hyperbol  man wird unserem Dichter .. nicht verargen, wenn er .. um die Sklavenfessel der Wirklichkeit zu zersprengen, den Rhein gelegentlich mit Tyrannenblut färbt GWB40,272,24 Üb:Voß,Ged [G/Voß dJ]  Execution .. Das sprudelnde Blut, das den bleichen Nacken des Schuldigen färbt, besprengt die Einbildungskraft der Zuschauer mit unauslöschlichen Flecken GWB51,150,26 ThS II 5 GWB16,225 Maskenz RomantPoesie 165f GWBIph2 1029 metaphor u im Bild: als geistig-seelische Verdunkelung, Befleckung  Tiberius .. Sein Blut, schwarz wie sein Haar, färbt ihm alle Vorstellungen nächtlich GWB37,355,10 Physiogn Fragm GWB39,350,14 Iph1 II 1 [befleckt GWBIph2 755]   3 Farben (auf etw) hervor-, zur Erscheinung bringen, etw (vorübergehend) in einen farbigen, farbig modifizierten Zustand versetzen, auch ‘sich (selbst) f.’: farbig werden, eine (best) Färbung annehmen   a überwiegend geschehnishaft, für Vorgänge in der Natur  α im organ u anorgan Bereich; verschiedentl PartPräs (attr) von den Stoffen, die zum Färben dienen; ‘gefärbt’ auch iSv von schöner Farbe, bunt  Die Säfte welche zur Zeugung gehören .. oder die Blumenblätter f., können auch in die Stammblätter dringen .. artig ist Salvia Horminum, wo zuletzt, wenn der Blütenstand aufhört, die obern Blätter des Stengels sich anmuthig roth f. Auch das Buntfärben der Blätter im Herbste scheint mir aus dieser Ursache zu entstehen. Die Blätter haben ihre überflüssige Feuchtigkeit verloren; sie sind also gewissermaßen in den Zustand der Blumenblätter gelangt. Der übrige f-de Saft, den der Blütenstand nicht ganz aufgezehrt, tritt hinein und färbt sie GWBN7,371 Morph Plp  Die Gehäuse der Schalthiere sind schön gezeichnet und gefärbt .. Bei Betrachtung der Muschelschalen .. bemerken wir, daß zu ihrem Entstehen eine Versammlung unter sich ähnlicher thierischer Organe sich wachsend vorwärts bewegte .. Wir bemerken aber auch zugleich, daß diesen Organen irgend ein mannichfaltig f-der Saft beiwohnen mußte, der die Oberfläche des Gehäuses .. mit farbigen Linien, Puncten .. epochenweis bezeichnete GWBN1,253,6 u18 FlD 638f  Farblose Metallkalcke durch Blau Säure gefärbt. In welchem Zustande sie sind wenn sie den Gläsern Farbe mittheilen GWBN52,101,27 FlD Plp  chemischen Entstehung der Pigmente .. Verwandlung des Bleiweißes in Massicot .. Diese Operation ist von der größten Zartheit, und so auch die Steigerung, welche immer fortwächs’t, die Körper, welche bearbeitet werden, immer inniger und kräftiger färbt GWBN1,231,2 FlD 576 GWBN1,250,6 FlD 629 GWBN52,191,27 FlD Plp GWBN1,254,4u13u15 FlD 640 GWBTgb 2.12.17 ‘f-de Körper, Stoffe’ für Farbpigmente  Sind diese farbigen Körper von der Art daß sie ihre Eigenschaften ungefärbten oder anders gefärbten Körpern leicht mittheilen; so nennen wir sie f-de Körper, oder nach dem Vorschlage Herrn Hofraths Lichtenberg Pigmente GWBN51,16,17 BeitrOpt I 28 GWBN4,251,12 FlH VI in alchimist Zshg  Nichts ist, was vom Lato [fester Teil des Quecksilbers] .. die Farbe wegnehmen könne, aber Azoc [flüchtiger Teil des Quecksilbers] ist gleichsam seine Decke, nämlich zuerst, wenn er gekocht wird: denn er färbt ihn [eum colorat] und macht ihn weiß GWBN3,211,28 FlH IV [für: tingere] GWBN3,210,13 FlH IV  β mBez auf die menschl Haut, Gesichtsfarbe; bes von den Wangen, als Ausdruck innerer Emotionen, vorgebl Lebensfrische  ein fremder lustiger Anblick diese Äthiopier schwarz gefärbt [χρῶματος ἀτόπω] zu sehen GWB491,104,4 Philostrat  [Elisabeth nach Essex’ Tod:] doch wer gesteht sich frei, | Daß diese Liebe nun die letzte sei; | Daß .. kein erregtes Blut, | Das überraschtem Herzen leicht entquoll, | Verräthrisch mehr die Wange f. soll GWB131,179 EpilEssex 70  [iZshg mit der Balsamierung Mignons] Eine balsamische Masse ist durch alle Adern gedrungen, und färbt nun an der Stelle des Bluts die so früh verblichenen Wangen GWB23,256,22 Lj VIII 8 GWB2,25 DtParnaß 71   b für die Erregung (auch: Mitteilung) von Farben in dem Medium des Trüben, unter best opt (Versuchs-) Bedingungen, als atmosphär Erscheinung  α als Phänomen des spezif bedingten Lichtes selbst; auch ‘gefärbtes Licht’, ‘gefärbte Lichter’ (für die Spektralfarben), ‘gefärbte Strahlen’, ‘gefärbtes Gespenst’ für Spektrum; meist im Referat Newtonscher od in polem Reaktion auf Newtonsche Positionen  Der Physiker beschäftigt sich mit den Bedingungen unter welchen das Licht farblos, vorzüglich aber gefärbt erscheint .. Gefärbt erscheint es sehr oft unter verschiedenen Bedingungen .. In und an dem Lichte werden Farben erregt 1. durch Mäßigung des Lichtes 2. durch Wechselwirkung des Lichtes auf die Schatten .. Ferner werden .. Farben erregt, bei Gelegenheit, 3. der Beugung, Inflexion, 4. des Widerscheins, Reflexion; 5. der Brechung, Refraction. Diese drei bringen nicht immer Farben hervor, sondern sie müssen noch besonders bedingt werden. Dem Lichte werden Farben mitgetheilt 6. durch farbige durchsichtige Körper GWBN51,86,5u9 ChromatSätze  [G in Ablehnung der Positionen Grens:] Die Spaltung und Theilung des weißen Lichtstrahls in mehrere gefärbte kann nicht ein Erfolg der Brechung genannt werden GWBN52,344,7 Üb: Gren  Dr. Seebeck in der camera obscura. Versuche wegen der mehr oder weniger wärmenden Kraft der gefärbten Lichter [prismat Spektrum] GWBTgb 20.8.06  Das durchs Prisma gegangene Licht färbt sich erst an den Rändern, dann streben die verbreiteten Strahlen den weißen Raum zu decken GWBN4,465,6 FlH Plp  Affinität des gefärbten Lichts zu den Phosphoren GWBN52,165,6 Fl Plp Titel [für: coloured Spectrum] GWBN4,442,31 FlH VI Plp GWBB15,190,2 u 191,8u24u27 Ritter 7.3.01 K GWBN4,233,8 FlH VI GWBN4,465,10 FlH Plp im Referat älterer Vorstellungen üb die Natur des Lichts u dessen Färbung  Die Dunkelheit aber verwandelt das Licht in eine glänzende Farbe .. dergestalt, daß das Licht, wenn es durch einen etwas dunklen Körper .. durchgeht, nothwendig gefärbt [inficiatur] wird, und so gefärbt [infector], nicht allein vom Auge, sondern auch oft von jedem andern Körper, farbig aufgenommen wird GWBN3,259,16 FlH V DeDominis [für: tintar; colorar] GWBN4,236,21u23 FlH VI Carvalho [Vulpius?]  β im chromat Experiment an (durch Refraktion, Reflexion) verschobenen Flächen, ‘Bildern’ an der Grenze zw Hell u Dunkel; häufig ‘gefärbtes Bild’, auch ‘gefärbtes Sonnenbild’, ‘gefärbte Fläche’, ‘gefärbter Saum, Rand’ iSv mit Spektralfarben versehen, umgeben, in Spektralfarben aufgelöst; oft mit Spezifizierungen wie ‘ganz, völlig, umgekehrt, spezifisch, (gesetzmäßig) verschieden, (ganz und) stetig, heraufwärts, herunterwärts, energisch, nach den bekannten (subjektiven) Gesetzen’  [Versuch mit Büttners Prismen] ich erwartete, als ich das Prisma vor die Augen nahm, eingedenk der Newtonischen [] Theorie, die ganze weiße Wand nach verschiedenen Stufen gefärbt .. zu sehen .. .. Ein Helles mußte über das Dunkle, ein Dunkles über das Helle geführt werden, wenn die Erscheinung [prismat Farbe] eintreten sollte: denn keine perpendiculare Gränze war gefärbt GWBN4,295,25 u 297,21 FlH VI  Newton findet, indem er einen Sonnenstrahl durch ein Prisma unter bestimmten Umständen durchgehen läßt, das aufgefangene Bild desselben .. mit verschiedenen Farben gefärbt GWBN51,166,27 ÜbNewt DivRefrangib  Ein Bild, das durch die Refraction von seiner Stelle gerückt wird, wird an den Rändern, die sich in der Breite bewegen, dergestalt gefärbt, daß der voraus nach dem Dunklen zu strebende Rand blau und blauroth zu seyn, der hinten nach und in das Bild selbst hinein strebende Rand aber gelb und gelbroth zu seyn erscheint GWBN52,67,6 Fl Plp  daß man ein verrücktes und gefärbtes Bild auf mancherlei Weise wieder zurecht rücken und farblos machen könne, ist uns kein Geheimniß. Daß ferner ein solches entfärbtes Bild auf mancherlei Weise durch neue Verrückung wieder von vorn anfange gefärbt zu werden .. ist uns auch nicht verborgen GWBN2,295,9u13 FlP 679  Daß aber beide Schattenbilder [des doppelbrechenden Kalkspats], wenn man sie genugsam von der Stelle rückt, an ihren Rändern gefärbt werden können, dieß läßt sich durch das .. Seebeckische Doppelspathprisma auf’s deutlichste zeigen, indem man dadurch Bilder von ziemlicher Größe völlig trennen kann. Beide erscheinen gefärbt .. alles geschieht bei der Doppelrefraction nach den Gesetzen der einfachen GWBN51,242,26 u 243,2 EntoptFarb GWBB43,192,21 Henning 27.11.27 GWBN1,140,12 FlD 340 uö(häufig)  γ als epopt Phänomen  zwei convexe Gläser, oder ein Convex- und Planglas .. Bei’m gelindesten Druck erscheint die Mitte selbst grün gefärbt GWBN1,179,22 FlD 435 GWBN52,398,18 Fl Plp  δ als Wirkung des Lichts, farbiger Beleuchtung, überwiegend in der freien Natur als atmosphär Erscheinung (auch in Berührung mit 1 b), mehrf ‘gefärbte Schatten’ iSv farbig (sd); auch ‘mit etw f.’, ‘von, durch etw gefärbt’  Wenn nun .. das Sonnenlicht besonders beym Untergang durch das trübe Mittel der Athmosphäre die Gegenstände gelb, rothgelb, ja purpurroth färbt, so werden wir alle Fälle farbiger Beleuchtung und farbigen Schattens gewahr GWBN1,396 FlD Var  Alles was unser Auge [in Ital] übersieht, ist so harmonisch gefärbt, so klar, so deutlich, und wir vergessen fast, daß auch Licht und Schatten in diesem Bilde sei GWBN51,5,6 Beitr Opt I 4  [Rheinfall zu Schaffhausen] Die untergehende Sonne färbt einen Theil der beweglichen Massen gelb, in tiefen Strömungen erschienen grün, und aller Schaum und Dunst war licht purpur gefärbt GWBT2,153,2u4 v 18.9.97  Das Mondlicht färbt jede weiße Fläche mit einem entschieden gelben Schein GWBN4,232,24 FlH VI  Zu den farbigen Schatten gehören zwei Bedingungen, erstlich, daß das wirksame Licht auf irgend eine Art die weiße Fläche färbe, zweitens, daß ein Gegenlicht den geworfenen Schatten auf einen gewissen Grad erleuchte GWBN1,30,8 FlD 64 GWBN4,224,1 FlH VI GWB31,170,18 ItR GWB37,89,16 Ephem in bildl u zeichenhafter Verwendung, auch mit Dat commodi  Ihm [dem Schuldigen] färbt der Morgensonne Licht | Den reinen Horizont mit Flammen, | Und über seinem schuld’gen Haupte bricht | Das schöne Bild der ganzen Welt zusammen GWB51,25 Wer nie sein Brot 9  [Metzler:] Es dämmert. der Osten Färbt sich bleich GWB39,153,26 Götz1 V GWB18,257,21 Märchen GWBB37,299,22 ALevetzow [31.12.]23   c refl für Farbveränderungen als Ergebnis chem Zersetzungsvorgänge  in diesem [prismat Farbenbild] veränderte sich das Hornsilber [Silberchlorid] folgendermaßen: Über dem oben beschriebenen braunen Streifen .. hatte sich das Hornsilber .. bläulichgrau gefärbt GWBN4,338,27 Fl Suppl [Seebeck] ebd GWBabfärben GWBanfärben GWBauffärben GWBBuntfärben GWBdurchfärben GWBentfärben GWBGutfärben GWBLandschaftsfärben GWBmiß- GWBPurpur- GWBRot- GWBSchön- GWBüber- GWBum- GWBver- GWBblaufärbend GWBgrünfärbend GWBblaßgefärbt GWBblaugefärbt GWBblutgefärbt GWBbuntgefärbt GWBgelbgefärbt GWBgleichgefärbt GWBnachbar-schwarzgefärbt GWBrotgefärbt GWBschöngefärbt GWBungefärbt GWBvielgefärbt GWBweißgefärbt GWBzartgefärbt GWBAnfärbung GWBEntfärbung GWBUmfärbung GWB*Gefärbe GWBGefärbtheitSyn zu 1 GWBbemalen zu 1 a GWBanfärben GWBanstreichen GWBanmalen zu 1 b GWBausmalen GWBilluminieren GWBkolorieren zu 2 u 3 GWBtingieren zu gefärbt GWBbunt GWBfarbig Armin GieseA. G.
17142 Zeichen · 150 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Färben

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Färben , verb. reg. welches in doppelter Gattung gebraucht wird. I. Als ein Activum, eine Farbe geben, d. i. einen Körpe…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    färben

    Goethe-Wörterbuch

    färben rund 600 Belege, überwiegend in Fl, vornehml in der Bedeutungsgruppe 3; häufig Zustandspass, auch präd u attr, iV…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Färben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Färben ( Verfärben ), in der Jägersprache das Haar wechseln beim Elch-, Rot-, Dam- und Rehwild zur Frühjahrszeit ( Färbe…

  4. modern
    Dialekt
    färben

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    färbe n [farwə Dü. K. Z. Wörth Betschd. Han. ; færwə Str. Lohr ] färben. M i r lēn (lassen) d i r d e r Arsch bloü f., d…

  5. Spezial
    färben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fär|ben I vb.tr. 1 (farbig machen) depënje (depënj, depënt) 2 colorí (-rësc) 3 (von Stoffen) intënje (-nj, intënt) 4 dé …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faerben

36 Bildungen · 2 Erstglied · 30 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von faerben 2 Komponenten

far+ben

faerben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

faerben‑ als Erstglied (2 von 2)

Färbenkasten

PfWB

faerben·kasten

Farb(en)-kasten , Färben-kasten m. : 'Malkasten', Faʳwekaschde [verbr.], Faʳb- [ KU-Brück KB-Biedh LU-Friesh ], Fäʳwe- [RO-Sippf]. SHW Südhe…

faerben als Zweitglied (30 von 30)

abfärben

DWB

abfärben , colorem amittere, die farbe fahren lassen: das tuch färbt ab, die wand hat abgefärbt; ein mantel entfasert, abgefärbt und ausgenü…

anfärben

DWB

anfärben , colorare, tingere, illuminieren: mit einem groszen strome blutes das ganze gewässer anfärbete. Lohenst. Arm. 1, 250 ; mit der fed…

auffärben

DWB

auf·faerben

auffärben , denuo tingere, nnl. opverwen: du trägst aufgefärbte kleider; aufgefärbte freuden. J. Paul lit. nachl. 4, 128 ; jugenderinnerunge…

befärben

DWB

befärben , inficere, tingere: darumb wirstu deinen fusz beferben im blut. Luther 1, 471 b . ps. 68, 24 heiszt es: darumb wird dein fusz in d…

Buntfärben

GWB

bunt·faerben

Buntfärben das B. der Blätter im Herbste GWB N7,371 Morph Plp → GWB buntgefärbt Brigitte Mattausch B. M.

durchfärben

DWB

durch·faerben

durchfärben , durch und durch färben, mhd. durchverwen. uneigentlich. ahî wie der diu mære beid ûzen unde innen mit worten und mit sinnen du…

entfärben

DWB

ent·faerben

entfärben , 1 1) mutare colorem, nnl. ontverwen, erbleichen sowol als erröthen: ein tugenthafter mensch wirt nit entferbet im angesicht. Kei…

glattfärben

DWB

glatt·faerben

glattfärben , vb. , in der zeugfärberei, ' einfarbig, ohne muster färben ', s. DWB glatt B 7 c: die artikel, welche nach dem färbeverfahren …

graufärben

DWB

grau·faerben

-färben ( der seide ) Krünitz encycl. 19 (1780) 792 ; Muspratt chemie 7 (1900) 562 ,

grünfärben

DWB

gruen·faerben

-färben : grünfärben der baumwolle Krünitz 20, 215 ; ( ein keim ) blickt bescheiden nach dem grünfärbenden lichte Göthe 11, 31 W.;

grundfärben

DWB

grund·faerben

-färben : gr. far' il letto a colori Kramer teutsch-ital. 1, 573 c , vgl. Noel Chomels öcon. u. phys. lex. 3, 1320;

gutfärben

DWB

gut·faerben

gutfärben , n. , zu gut I A 2 a, dauerhaft färben im gegensatz zum schönfärben: die französische regierung hatte ... durch wohl überdachte v…

hinfärben

DWB

hin·faerben

hinfärben , verb. : eine elle leinwand, worauf sie ( fürsten und adlige ) selber hingefärbt sind ( gemalt ). J. Paul Hesp. 1, 179 .

Landschaftsfärben

GWB

landschafts·faerben

Landschaftsfärben in der Vbdg ‘Landschaftszeichnen und -färben’ für die Kolorierung von Landschaftszeichnungen GWB 32,386 ItR Var Almuth Vie…

mißfärben

GWB

miss·faerben

mißfärben ‘sich m.’: eine unschöne Tönung annehmen; in bildh Zshg für frz: ternir, wohl iSv blaß werden Welche Qual ist nicht für sie [ Male…

nachfärben

DWB

nach·faerben

nachfärben , verb. 1 1) transitiv, nachträglich, nochmals färben, wieder auffärben. 2 2) intransitiv, seine farbe durch andere durchscheinen…

purpurfärben

DWB

purpur·faerben

purpurfärben , n. das färben mit purpur: etwas ähnliches begegnet beim purpurfärben. Göthe 53, 48 .

Rotfärben

GWB

rot·faerben

Rotfärben Roth-; subst Inf Kolorierung eines Stoffes mittels roten Farbstoffes (von Rotholz- bzw Brasilholzbaumarten) GWB N5 2 ,129,20 FlD P…

schlechtfärben

DWB

schlecht·faerben

schlechtfärben , n. färben mit unechten, kurzdauernden farben. Jacobsson 3, 616 b ; hierzu schlechtfärber, m.

schönfärben

DWB

schoen·faerben

schönfärben , n. die thätigkeit des schönfärbers Jacobsson 7, 268 a , vom gutfärben unterschieden: die französische regierung hatte .. das g…

schwarzfärben

DWB

schwarz·faerben

schwarzfärben , n. : aber unser meister hat nun einmal seinen vortheil beim schwarzfärben und es ist auch eine schwere kunst, das zeug in de…

überfärben

DWB

ueber·faerben

überfärben , v. 1 1) mit farbe bedecken, färben Kramer hochniederd. wb. (1719) 218 b ; do hiesz frau Aba ... zwei bücher schreiben mit silbe…

umfärben

DWB

umfärben , vb. trennbar, umfärben (ein gefärbt zeug) ' ihm eine andre farbe geben ' Chr. Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 2220 ; das dazu ge…

verfärben

DWB

ver·faerben

verfärben , verb. colorem mutare, decolarare, zusammensetzung zu färben theil 3, 1325, ver gibt die bedeutung des veränderns, s. oben 55, nr…

vorfärben

DWB

vor·faerben

vorfärben , verb. , vorbereitend färben, z. b. beim tuch Prechtl technol. encycl. (1830 ff. ) 8, 169; jemandem etwas v., übertragen, jemande…

zierfärben

DWB

zier·faerben

zierfärben , verb. , schön färben, anmalen: etliche zierfAerben auch ihre augenbrAehmen J. C. Beer Olfert Dappers Africa (1670) 31 . —

zufärben

DWB

zufärben , v. : zufärben des weines ( durch hollunderbeeren ) Karmarsch-Heeren 4 3 , 358 .

Ableitungen von faerben (4 von 4)

befärben

DWB

befärben , inficere, tingere: darumb wirstu deinen fusz beferben im blut. Luther 1, 471 b . ps. 68, 24 heiszt es: darumb wird dein fusz in d…

entfärben

DWB

entfärben , 1 1) mutare colorem, nnl. ontverwen, erbleichen sowol als erröthen: ein tugenthafter mensch wirt nit entferbet im angesicht. Kei…

mißfärben

GWB

mißfärben ‘sich m.’: eine unschöne Tönung annehmen; in bildh Zshg für frz: ternir, wohl iSv blaß werden Welche Qual ist nicht für sie [ Male…

verfärben

DWB

verfärben , verb. colorem mutare, decolarare, zusammensetzung zu färben theil 3, 1325, ver gibt die bedeutung des veränderns, s. oben 55, nr…