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Färben

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Färben

Bd. 2, Sp. 43
Färben, verb. reg. welches in doppelter Gattung gebraucht wird. I. Als ein Activum, eine Farbe geben, d. i. einen Körper so verändern, daß er dem Auge andere Farben zuschickt als vorher; wo es doch nur von einigen besondern Arten dieser Verrichtung gebraucht wird, welche sich dadurch von dem Anstreichen, Mahlen u. s. f. unterscheiden. Färbende Körper, welche andern Körpern eine gewisse Farbe mittheilen. Der Indig färbt blau, Grünspan grün. Wachs färben, Glas färben, gefärbtes Glas, wo der färbende Körper mit der ganzen Masse des Glases u. s. f. verbunden wird. Einen flüssigen Körper grün, roth u. s. f. färben. Kupfer färbt das Scheidewasser blau. Gefärbtes Wasser. Ingleichen durch Auftragen der Farbe auf die Oberfläche eines Körpers, wenn es ohne Kunst geschiehet. Kreide färbt die Hände weiß, Kienruß schwarz. Den Schnitt der Bücher färben, bey den Buchbindern, welche auch das Leder zu färben pflegen. Besonders wenn solches vermittelst einer Beitze geschiehet. Elfenbein, Holz, Knochen, Stroh u. s. f. färben. Im Niedersächsischen ist dieses Wort auch für anstreichen üblich. Auch das Auftragen des Goldes auf das Leder, bey dem Flanderischen oder Französischen vergoldeten Leder wird färben genannt. Die Sonne färbt die Körper, wenn sie durch ihre Strahlen die Oberfläche derselben so verändert, daß sie nunmehr andere Lichtstrahlen zurück werfen als vorher. Die Furcht zu beleidigen färbte seine Wangen, er ward roth. Am häufigsten gebraucht man dieses Wort von den Zeugen, und deren Bestandtheilen, wenn ihnen durch Eintauchen eine gewisse Farbe gegeben wird; S. Färber. Seide, Wolle, Garn, Baumwolle färben. Tuch, Leinwand u. s. f. färben. Das Reciprocum sich färben wird auch von manchen Körpern gebraucht,[] wenn sie nach den Gesetzen der Natur eine gewisse Farbe bekommen. So färben sich die Trauben, die Äpfel u. s. f. wenn sie reifen, Hirsche und Wildbret, wenn sie neues Haar bekommen. Figürlich bedeutet das Mittelwort gefärbt so viel als falsch. Gefärbte Freundschaft, wo doch der Gegensatz ungefärbt üblicher ist. Das Hauptwort die Färbung wird wenig gebraucht. II. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, eine gewisse Farbe bekommen, wo doch dieses Wort nur bey den Jägern anstatt des Reciproci sich färben üblich ist. Das Wildbret färbet des Jahres zwey Mahl, der Hirsch drey Mahl, d. i. es haaret sich. Anm. Dieses Wort lautet bey dem Ottfried gifarauuan. Bey dem Tatian und Notker ist surbin reinigen. Im mittlern Lat. ist Forbator, und im Franz. fourbisseur, ein Polirer.
2513 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Färben

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Färben , verb. reg. welches in doppelter Gattung gebraucht wird. I. Als ein Activum, eine Farbe geben, d. i. einen Körpe…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    färben

    Goethe-Wörterbuch

    färben rund 600 Belege, überwiegend in Fl, vornehml in der Bedeutungsgruppe 3; häufig Zustandspass, auch präd u attr, iV…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Färben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Färben ( Verfärben ), in der Jägersprache das Haar wechseln beim Elch-, Rot-, Dam- und Rehwild zur Frühjahrszeit ( Färbe…

  4. modern
    Dialekt
    färben

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    färbe n [farwə Dü. K. Z. Wörth Betschd. Han. ; færwə Str. Lohr ] färben. M i r lēn (lassen) d i r d e r Arsch bloü f., d…

  5. Spezial
    färben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fär|ben I vb.tr. 1 (farbig machen) depënje (depënj, depënt) 2 colorí (-rësc) 3 (von Stoffen) intënje (-nj, intënt) 4 dé …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faerben

13 Bildungen · 2 Erstglied · 7 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von faerben 2 Komponenten

far+ben

faerben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

faerben‑ als Erstglied (2 von 2)

Färbenkasten

PfWB

faerben·kasten

Farb(en)-kasten , Färben-kasten m. : 'Malkasten', Faʳwekaschde [verbr.], Faʳb- [ KU-Brück KB-Biedh LU-Friesh ], Fäʳwe- [RO-Sippf]. Südhess. …

faerben als Zweitglied (7 von 7)

abfärben

DWB

abfärben , colorem amittere, die farbe fahren lassen: das tuch färbt ab, die wand hat abgefärbt; ein mantel entfasert, abgefärbt und ausgenü…

anfärben

DWB

anfärben , colorare, tingere, illuminieren: mit einem groszen strome blutes das ganze gewässer anfärbete. Lohenst. Arm. 1, 250 ; mit der fed…

auffärben

DWB

auf·faerben

auffärben , denuo tingere, nnl. opverwen: du trägst aufgefärbte kleider; aufgefärbte freuden. J. Paul lit. nachl. 4, 128 ; jugenderinnerunge…

entfärben

DWB

ent·faerben

entfärben , 1 1) mutare colorem, nnl. ontverwen, erbleichen sowol als erröthen: ein tugenthafter mensch wirt nit entferbet im angesicht. Kei…

nachfärben

DWB

nach·faerben

nachfärben , verb. 1 1) transitiv, nachträglich, nochmals färben, wieder auffärben. 2 2) intransitiv, seine farbe durch andere durchscheinen…

umfärben

DWB

umfärben , vb. trennbar, umfärben (ein gefärbt zeug) ' ihm eine andre farbe geben ' Chr. Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 2220 ; das dazu ge…

verfärben

DWB

ver·faerben

verfärben , verb. colorem mutare, decolarare, zusammensetzung zu färben theil 3, 1325, ver gibt die bedeutung des veränderns, s. oben 55, nr…

Ableitungen von faerben (4 von 4)

befärben

DWB

befärben , inficere, tingere: darumb wirstu deinen fusz beferben im blut. Luther 1, 471 b . ps. 68, 24 heiszt es: darumb wird dein fusz in d…

entfärben

DWB

entfärben , 1 1) mutare colorem, nnl. ontverwen, erbleichen sowol als erröthen: ein tugenthafter mensch wirt nit entferbet im angesicht. Kei…

mißfärben

GWB

mißfärben ‘sich m.’: eine unschöne Tönung annehmen; in bildh Zshg für frz: ternir, wohl iSv blaß werden Welche Qual ist nicht für sie [ Male…

verfärben

DWB

verfärben , verb. colorem mutare, decolarare, zusammensetzung zu färben theil 3, 1325, ver gibt die bedeutung des veränderns, s. oben 55, nr…

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APA
Cotta, M. (2026). „faerben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/faerben/adelung?formid=F00290
MLA
Cotta, Marcel. „faerben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/faerben/adelung?formid=F00290. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „faerben". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/faerben/adelung?formid=F00290.
BibTeX
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