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Solt

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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19 in 11 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Solt n.

Bd. 6, Sp. 528
Wossidia Solt n. Salz: sal 'Soldt' Chytr. 81; Solt Niem. Idiot. 24; Mi 83b 1. Sachliches a. Salinen: die bedeutendste Saline Mecklenburgs wurde in RoRostock@SülzeSülze betrieben; sie wird zuerst 1243 erwähnt: 'salinam in Sulta' UB. 1, 527; ihre Nutzung war zwischen der Landesherrschaft, Klöstern und Privatpersonen geteilt; im Mittelalter hatten vor allem das Kloster Doberan und die Familie von der Lühe, der die Stadt Sülze von 1448 bis 1768 verpfändet war, Anteile an den einzelnen Salzpfannen; 1678 gehörten von den 9 Pfannen, die in 5 Siedehäusern standen, 6 dem Herzog und 3 einer Reihe von Sülzer Bürgern, ab 1744 waren alle in fürstlichem Besitz, doch wurde die Saline bis 1816 an eine Gesellschaft verpachtet; besonders viel Salz wurde während der Kontinentalsperre erzeugt; 1824 lieferte die Saline 174xa0709 Scheffel zu 54 Pfund Leng. Landw. 1, 15; nach 1866 verlor sie schnell an Bedeutung, 1879 wurde das Salineamt aufgelöst, 1906 der Betrieb ganz eingestellt. Kleinere Salinen bestanden seit dem Mittelalter mit Unterbrechungen bis in die erste Hälfte des 18. Jh.s in LuLudwigslust@ConowCon und WiWismar@SültenSülten. Neben dem heimischen wurde vor allem Lüneburger Salz in Mecklenburg verkauft, später mitteldeutsches und englisches, das die Schiffe teilweise als Ballast mitbrachten: 'es wird eine Menge Englisches sowohl als Hallisches Salz eingeführt' Langerm. 158; ab 1664 erschienen verschiedene Verordnungen, die den Kauf des einheimischen Salzes vorschrieben, insbesondere mußten alle Bewohner des Domaniums seit dem 18. Jh. ihr Salz von der Sülzer Saline beziehen; trotzdem war die Einfuhr bedeutend: 1856 betrug sie 72xa0145 Zentner Raabe Vaterl. 2, 174; als Mecklenburg dem Zollverein beitrat und der Salzzwang für das Domanium aufgehoben wurde, konnte sich das Sülzer Salz neben dem eingeführten Steinsalz nicht behaupten. b. Herstellung und Transport des Salzes: die in Sülze zutage tretende, etwa sechsprozentige Sole wurde aus den Brunnen durch Pumpen, die von Windmühlen und Göpelwerken getrieben wurden, auf die Gradierwerke geleitet; diese waren etwa 12 m hohe und 60 bis 300 m lange Dornenwände, an denen die Sole herunterrieselte, wobei durch Verdunstung des Wassers der Gehalt der Sole stieg und sich eine Reihe von mineralischen Beimengungen an den Dornen abschied; je nach der Witterung wurde die Sole verschieden oft gradiert, bis der Salzgehalt auf etwa 23 Prozent gestiegen war; um diesen zu erhöhen, wurde die Sole auch vielfach durch unreines Meersalz aus Spanien oder Frankreich (Boisolt, s. d., Bd. 1, 998) angereichert, wobei dieses gleichzeitig veredelt wurde; die verdickte Sole wurde in den Siedehäusern in großen Pfannen eingekocht, die bei etwa 10 m Länge und Breite 60 cm hoch waren; das Feuer brannte etwa 36 Stunden, man unterhielt es mit Holz, später vor allem mit Torf, der aus den großen Mooren bei Sülze gewonnen wurde. Für die notwendigen Arbeiten mußten bis 1768 die Bauern von RoRostock@BrünkendorfBrünk, Jahnk und Volk für die Saline Hand- und Spanndienste leisten. Das Salz wurde durch die Sülzer Salzfahrer, von denen es zeitweise 36 gab, mit Planwagen in die Dörfer und Städte gebracht; es wurde für das ganze Dorf gemeinschaftlich bezogen und an einer Stelle, meist beim Schulzen, abgeladen; in verschiedenen Städten bestanden Niederlagen, wo größere Vorräte gelagert wurden; nach Ma kam das Salz auf Kähnen, das für die Niederlagen in Wi und Schw bestimmte gelangte in gleicher Weise bis RoRostock@DändorfDänd, wurde dann von den dortigen Bauern an den Ostseestrand gefahren und wieder auf Schiffe verladen Dolb. Küst. 146. Im 14. Jh. war der Durchgangshandel mit Lüneburger Salz bedeutend; das Salz wurde über HaHagenow@BoizenburgBoiz und Witt nach Wi gebracht und von dort in alle Ostseeländer verschifft; gegen Ende des Jh.s verlor Wi seine Rolle als Hauptstapelplatz für Lüneburger Salz an Lübeck, doch konnte nach 1412 durch Bewilligung der Schaalfahrt (s. d., Bd. 5, 1205) wieder ein Teil des Salzhandels nach Mecklenburg geleitet werden: Arch. Landesk. 1866, S. 137 f.; 'wo iuwe borgher to Lunenborch unde de kopman gerne vore mit solte ... to Boycenborch' (1370) UB. 16, 586. Virck; Jb. 11, 97—168; Monh. 9, 108 ff. c. Maße, Preise, Abgaben; im Kleinhandel war das Salzmaß die Matt (vgl. Matt1 2 b, Bd. 4, 1139): Solt würd' mattwis' verköfft (1930) StaStargard@Hohen ZieritzHZier; 4 Matt = 1 Fatt oder Viert, 16 Matt = 1 Schäpel, dieser faßte etwa 27 kg; die größte Einheit war die Last: 1 Last = 6 Drömpt = 12 Tunnen = 72 Schäpel: Arch. Landesk. 1868, S. 407; Gein. Landesk. 59; unklar bleibt, in welchem Verhältnis hierzu die Angabe 1 Chor = 3 Plaustra = 12 Rümpe steht: Arch. Landesk. 1864, S. 260. 1372 werden folgende Preise angegeben: 'I tunne soltes vor XVIII sol.' UB. 18, 127; 'II scepel soltes vor VIII sol.' 128; im 15. Jh. bewegten sich die Preise zwischen 13 und 28 Schilling für die Tonne, 1587 werden 92 Schilling gezahlt: Jb. 19, 176; im 19. Jh. kostete der Schäpel Solt einen Daler. Abgaben: 'Alle de jennen, de soldt feill hebben ..., scholen jehrlichs up Martini der statt 8 ß Lub. geven' (1580) Tech. Bürg. 360; 1748 wird in Ro für jede Tonne Salz, die in die Stadt gebracht wird, je nach Herkunft 2 bis 4 Schilling Akzise erhoben: Accise-Rolle B 2b. Salzhebung: 'de beholden in dessen ... wateren ... en dromt soltes' (1361) UB. 15, 43; Salz als Ackerpacht für zwei wüste Feldmarken im 16. Jh. Endl.-Folk. 62. 2. Brauchtum, Volksglaube: die Zähne wurden früher mit Salz geputzt StaStargard@ThurowThur; Solt kreg' de Jung' ok mit inne Seekist Wo. Seem. 1, 44; Salz und Brot soll man nicht verborgen StaStargard@VoigtsdorfVoigtsd; wenn man Solt verleihnt, geiht einen dat Geld ut PaParchim@MarnitzMarn; vielfach wird vor dem Verstreuen von Salz gewarnt: wenn 'n jung' Mäten Solt verspillt, kriggt se keen Kron (Brautkrone) up RoRostock@DoberanDob; so väl Küürn Solt as 'n verspillt, so väl Stunn' möt 'n vör de Himmelsdör bäden, ihre Petrus einen inlett Klock; StaStargard@Alt StrelitzAStrel; ..., so väl Tranen möt 'n vergeiten Wa; ... as bi 't Tüffelkaken int Füer fallen, so väl Flammen gahn einen in de Höll œwer 'n Liw MaMalchin@BrudersdorfBrud; so väl Solt as 'n veras't, so väl Larm gifft 't in 'n Hus' Wa; wenn man Solt verschürrt, möt man sick dat mit einen deilen, süs gifft 't Strit RoRostock@RövershagenRöv; wenn ne Diern väl Solt verbruukt, is sei slimm achter de Kierls Ha Hagenow@LübtheenLübth; Abwehrzauber: Wihnachtsabend ward Solt œwer de Käuh smäten Belsch; LuLudwigslust@KarenzKar; in de Twölften möt man Solt in 'n Sod streuen, süs supen Fru Waus' ehr Hunn' dorvon Ha Hagenow@LübtheenLübth; LuLudwigslust@LaupinLaup; de Buer smet Nijohrsmorgen ne Hand vull Solt nah 'n Börmtrogg rin SchwSchwerin@GöhrenGöhr; gegen Behexung soll man eine Tüte Salz unter den Süll des Viehstalles legen Ro; den Pferden vor dem Anspannen etwas Salz auf den Rücken werfen LuLudwigslust@Klein KramsKKrams; wenn ne Kauh kalwt hett, möt man œwer de Kauh un dat Kalf 'n poor Küürn Solt streuen HaHagenow@GammGamm; wenn de Kauh bullt hett, möt man 'n bäten Solt in ehren Stall streuen, denn bullt sei nich üm WiWismar@WitzinWitz; in den Sack, in dem man gekaufte Ferkel hat, soll man eine Hand voll Salz streuen SchöSchönberg@BrookBrook; WaWaren@RöbelRöb; auch zusammen mit Dill: wenn man Farken köfft hett, Solt un Dill mank 't Futter mengen un seggen: Solt un Dill, Kann 'ck daun, wat 'ck will Wred; Solt un Dill würd' de Kauh in de Nackkul leggt bi de Hüürn SchwSchwerin@AhrensboekAhr; im menschlichen Leben: Solt ward in de Weeg' streut RoRostock@WarnemündeWarn; als eine Braut Salz und Dill in den Schuhen hatte, rief eine Hexe: Ick kann nich so, as ick woll will, De Brut, dei geiht up Solt un Dill WaWaren@WredenhagenWred; die Wöchnerin muß beim Kirchgang etwas Salz fallen lassen LuLudwigslust@TechentinTech; um das Festlosen zum Soldaten zu verhindern: stillswigens em ne Hand vull Solt in de Stäwel smiten Ro Rostock@Nienhagen bei DoberanNHagD; gegen Fieber streut man Salz up lopen Water und sagt: 'Ich streue diesen Samen In Gottes Namen, Wenn dieser Same wird aufgehn, Werd ich mein Fieber wiedersehn' LuLudwigslust@LeussowLeuss; RoRostock@Nienhagen bei DoberanNHagD; gegen Gicht sät man Salz und Asche auf eine Brücke zwischen zwei Dorfscheiden HaHagenow@LübtheenLübth; wird Salz im Krankenzimmer feucht, stirbt der Kranke: Bartsch 2, 123; ebenso als Orakel zu Weihnachten: Gem. Aufs. 1769, S. 203b; damit ein Toter nicht wiederkehrt, muß man Salz ums Haus streuen Wa; wenn de Melk œwerkaakt, möt man 'n poor Küürn Solt int Füer smiten, süs verdrägen de Käuh RoRostock@DierhagenDierh; MaMalchin@RemplinRempl; wenn man Melk verschenkt, sall 'n drei Spierken Solt rindaun RoRostock@BartelshagenBart; LuLudwigslust@LaupinLaup; auf den Boden des Butterfasses muß man etwas Salz im Kreuz streuen Wi; auch auf Fischnetze gestreut RoRostock@WarnemündeWarn; wenn Rupen in 'n Kohl sünd, möt man Solt up streugen WaWaren@BuchholzBuchh; Salz wurde den Hexen in den Nacken gestreut, um sie auf ihren Stuhl zu bannen Ro; wenn dee (eine Hexe) to de Lüd' kem, streuten se ehr Solt in 'n Stig, dat se nich ornlich gahn künn PaParchim@SuckowSuck; ins Geldfeuer muß man Salz werfen Schw; mit Salz kann man einen dreibeinigen Hasen (vgl. Has' 11, Bd. 3, 489) schießen SchöSchönberg@GutowGut; die gottlosen Bewohner der Stadt Ramm hebben de Strat mit Solt bestreut un dor Släden up führt Wo. Sa. 3. Redewendungen; Salz ist notwendige Zutat zur täglichen Nahrung, es wird deshalb geschätzt: man soll nicht 'by Solte und Brode, so Creaturen Gades syn, ... sweren' Gry. Lb. 1, T 4b; dat is ... so notwennig as dat Solt up dat Brot Bri. 5, 48; dor is kein Solt oder Smolt an von geschmacklosen Speisen SchöSchönberg@DemernDem; an di is Solt un Smolt vergäten Schelte HaHagenow@RedefinRed; de Preister möt nich allein dat Smolt, sondern ok dat Solt prädigen RoRostock@KlockenhagenKlock; schümannen ahn Teer is so got as ne frisch Supp ahn Solt Wustr; Salz ist billig: arme Leute 'hebben kume Solt up ein Ey' Gry. Lb. 2, F 3b; Wed. D 2a; dee hett sick so upfidummt un in 'n Hus' hett se nich 't Solt upt Brot WaWaren@RogeezRog; SchwSchwerin@PampowPamp; dee hett dat Solt inne Tüffel nich HaHagenow@BesitzBes; dorbi verdeen ick nich dat Solt upt Brot StaStargard@Alt StrelitzAStrel; Rehm Joch. 16; dor is nich 't Solt upt Ei bi sehr geringer Verdienst Wa; Geizhals täämt sick nich dat Solt upt Brot GüGüstrow@PustohlPust; günnt sin Lüd' dat Solt upt Brot nich Wi; beim Handel: streu man noch 'n bäten Solt up! leg noch etwas Geld zu! StaStargard@Alt StrelitzAStrel; beim Kartenspiel: bäten Solt upstreuen Augen mitgeben Wi; Vertraulichkeiten werden abgewehrt: ierst wenn wi 'n Schäpel Solt tohop äten hebben, kenn ick di SchwSchwerin@CrivitzCriv; ob wi uns verdrägen, is de Frag': wi hebben noch lang' keenen Schäpel Solt tosamen up Schw; Seem. Hä. 36; 'n Swin in Solt hebben geschlachtet und eingepökelt allgem.; 'n Schinken ..., s. Schinken 1 b; dee (ein gut genährtes Stück Vieh) lett sick äten ut Solt un Water Wa; RoRostock@DierhagenDierh; all' (Kinder) as ut dat Ei pöllt, all' ut Solt un Water tau geneiten (schmuck und sauber) Bri. 3, 86; Seem. Hä. 60; Trost für Kinder, wenn sie Geschwister bekommen: de frischen Kinner krigen Solt un Water Gü Güstrow@GülzowGülz; Abfertigung: ick hadd' 't Solt vergäten, künn 'n Hasen nicks up 'n Swanz streuen auf die Frage wat hest du mitbröcht? Wa Waren@Hohen WangelinHWang; Beispielsprw.: nu is dor Solt nog up, säd' de Jung', dor wir em dat Botterbrot in 'n Dreck follen: Hoef. 90; Solt verköpen ein Kind auf dem Rücken tragen und bei den Rufen Solt, Solt, Solt hochhüpfen lassen LuLudwigslust@PolzPolz; Solt seigen (im Schwank) Wo. Vert. 14; im Hochzeitsspruch: Kein Solt, Kein Smolt, Kein Grütt, kein Mähl, Sorgen sünd dor gor tau väl PaParchim@BurowBur. 4. übertr. künstlicher Dünger öft.; Rückstand nach dem Auslassen der Butter öft.; Solt un Päper schwarz und weiß kleinkariertes Muster von Halstüchern HaHagenow@BesitzBes. 5. FN.: Soltbarg, -born, -hauw, -kul, -lock, -see, -stücken, -wisch. Zss.: Boi-, Muck-, Zwangsolt. — Mnd. solt. — Br. Wb. 4, 917; Dä. 443a; Da. 201b; Sult, -o-, -a- Kü. 3, 333; Me. 4, 683.
11305 Zeichen · 149 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SOLTflex. (-des) stm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    SOLT flex. (-des) stm. 1. sold, lohn für geleistete dienste. aus lat. solidus , das bei den alten für eine goldmünze, sp…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    soltM., N.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    solt , M., N. nhd. Sold, Lohn, Gehalt, Besoldung, Stipendium, Löhnung von Kriegsknechten, Zahlung der Stadt an bestimmte…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SoltDas

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Das Solt , — es, Mz. — e , im N. D. das Salz. I Hamburg nach Fulda auch der Saft.

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Solt

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Solt (spr. scholt), Großgemeinde im ungar. Komitat Pest, am linken Donauufer (gegenüber von Duna-Földvár), an der Staats…

  5. modern
    Dialekt
    Soltn.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Solt n. Salz: sal 'Soldt' Chytr. 81; Solt Niem. Idiot. 24; Mi 83 b 1. Sachliches a. Salinen: die bedeutendste Saline Mec…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit solt

286 Bildungen · 227 Erstglied · 54 Zweitglied · 5 Ableitungen

solt‑ als Erstglied (30 von 227)

soltam

DWB

sol·tam

soltam , m. eine art zuckerkandit. Jacobsson 4, 185 b .

soltambacht

KöblerMnd

solt·ambacht

soltambacht , N. nhd. „Salzamt“, Salzamt bestehend aus den sechzehn mit dem Recht der Salzgewinnung belehnten Geschlechtern zu Werl, Zugehör…

Soltâne

BMZ

solt·ane

Soltâne geogr. n. zer waste in Soltâne Parz. 117,9. 118,1. nach Wackernagel wb. eigentl. einsamkeit, lat. solitanea sc. terra.

soltarbēder

KöblerMnd

soltarbēder , M. Vw.: s. soltarbēder*

soltarbēdære

KöblerMnd

solt·arbēdære

soltarbēdære , M. nhd. „Salzarbeiter“, Verfrachter der den Transport des Lüneburger Salzes nach außerhalb besorgt E.: s. solt (2), arbēdære …

soltasche

KöblerMnd

solt·asche

soltasche , F. nhd. „Salzasche” Q.: Petraeus 108 (vor 1603) E.: s. solt (2), asche (1) W.: s. nhd. Salzasche, F., Salzasche, DW 14, 1710? L.…

Soltau

Meyers

sol·tau

Soltau , Kreisstadt im preuß. Regbez. Lüneburg, an der Böhme, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ülzen-Langwedel, Walsrode-S. und S.-Buchholz,…

Soltau, Dietr. Wilh

DWBQVZ

Soltau, Dietr. Wilh. *1745 Bergedorf b. Hamburg †1827 Lüneburg.

Soltbaud'

MeckWB

Soltbaud' a. Spr. -bode f. Bude zum Salzverkauf, vgl. Baud' 2 (Bd. 1, 665): 'Soldbode quelibet IIII solidos quater in anno' (um 1300) UB. 2,…

Soltbeis'

MeckWB

solt·beis

Soltbeis' -eef. Meerdreizack, triglochin maritima: Soltbees Langm. Flora 221; C. Arndt Flora 72.

soltberch

KöblerMnd

solt·berch

soltberch , M. nhd. „Salzberg“, salzhaltiger Berg, Berg der Steinsalz enthält E.: s. solt (2), berch (2) W.: s. nhd. Salzberg, M., Salzberg,…

soltborn

KöblerMnd

solt·born

soltborn , M. nhd. „Salzborn“, Solequelle, Brunnen über einer Salzquelle ÜG.: lat. salinea Hw.: vgl. mhd. salzbrunne E.: s. solt (2), born W…

Soltbrauk

MeckWB

Soltbrauk -o- m. Salzbruch, -sumpf: 'in dem soltbroke tho der Sůlten' (um 1400) UB. 2, 575.

soltbrōk

KöblerMnd

solt·brōk

soltbrōk , M. nhd. „Salzbruch“, solehaltige Niederung, Niederung wo Solquellen sind E.: s. solt (2), brōk (1) L.: MndHwb 3, 330 (soltborn/br…

soltbrȫke

KöblerMnd

soltbrȫke , st. M.?, F. nhd. Vergehen wegen Salzhandels, Strafe wegen Vergehen im Salzhandel E.: s. solt (2), brȫke (1) L.: MndHwb 3, 330 (s…

soltbōde

KöblerMnd

soltbōde , F. nhd. „Salzbude“, Bude zum Kleinverkauf des Salzes, der Saline oder der Stadt gehörige Verkaufsstelle für Salz Hw.: s. soltebōd…

soltbůde

KöblerMnd

soltbůde , F. Vw.: s. soltbōde

soltbǖte

KöblerMnd

soltbǖte , F. nhd. Tauschhandel mit Salz, Eintausch von Salz gegen andere Ware E.: s. solt (2), bǖte (1) L.: MndHwb 3, 330 (soltborn/soltbǖt…

soltdēner

KöblerMnd

soltdēner , M. Vw.: s. soltdēnære*

soltdēnære

KöblerMnd

soltdēnære , M. nhd. „Solddiener“, Söldner E.: s. solt (1), dēnære L.: MndHwb 3, 330 (soltdêner)

solt(e)bôde

MNWB

solte·bode

solt(e)bôde , -buͦde , f. , Bude zum Kleinverkauf des Salzes, zumeist der Saline oder der Stadt gehörige Verkaufsstelle.

soltebōde

KöblerMnd

soltebōde , F. nhd. „Salzbude“, Bude zum Kleinverkauf des Salzes, der Saline oder der Stadt gehörige Verkaufsstelle für Salz Hw.: s. soltbōd…

solt als Zweitglied (30 von 54)

aschensolt

KöblerMnd

aschen·solt

aschensolt , N. nhd. „Aschensalz“, Pottasche, Laugensalz E.: s. asche (1), solt L.: MndHwb 1, 126 (aschensolt)

baiesolt

KöblerMnd

baie·solt

baiesolt , N. nhd. Salz von der Baie E.: s. baie (1), solt (2) L.: MndHwb 1, 134 (bayesolt), MndHwb 1, 309 (boisolt), Lü 59b (boisolt)

bârensolt

MNWB

baren·solt

° bârensolt (ā?) , n. , eine Abgabe, ursprünglich in Salz, zur Erhaltung der bâre (s. 2 bare).

bayesolt

KöblerMnd

bayesolt , N. Vw.: s. baiesolt

berchsolt

KöblerMnd

berch·solt

berchsolt , N. nhd. „Bergsalz“, Steinsalz ÜG.: lat. sal fossilis, sal nativus, sal nitruus, sal salpeter E.: s. berch (2), solt (2) W.: s. n…

bārensolt

KöblerMnd

bāren·solt

bārensolt , N. nhd. Abgabe ursprünglich in Salz zur Erhaltung der bāre (2) E.: bāre (2), solt (2) L.: MndHwb 1, 147 (bārensolt) Son.: örtlic…

bīsolt

KöblerMnd

bīsolt , F.? nhd. Beihilfe E.: s. bī, solt (1) L.: Lü 55a (bisolt)

crisolt

KöblerMhd

crisolt , sw. M., st. M. Vw.: s. krisolīt W.: nhd. DW- L.: Hennig (crisolt)

doktoressolt

KöblerMnd

doktor·es·solt

doktoressolt , M., N. nhd. Gehalt eines Doktors, Gehalt des rechtsgelehrten Syndikus E.: s. doktor, solt (1) L.: MndHwb 1, 441 (doktorssolt)

dēnersolt

KöblerMnd

dēnersolt , M., N. Vw.: s. dēnæresolt*

dēnæresolt

KöblerMnd

dēnæresolt , M., N. nhd. „Dienersold“, Lohn des Angestellten E.: s. dēnære, solt (1) L.: MndHwb 1, 413 (dēnersolt)

hērensolt

KöblerMnd

hēren·solt

hērensolt , N. nhd. Salzabgabe an die Herrschaft E.: s. hēre (4), solt (2) L.: MndHwb 2, 284 (hêrenprȫvene/hêrensolt) Son.: örtlich beschrän…

jârsolt

MNWB

jar·solt

jârsolt , m. , Jahresbesoldung, jährliches Gehalt.

jārsolt

KöblerMhd

jār·solt

jārsolt , st. M. nhd. Jahrsold Q.: DRW (1407), Urk E.: s. jār, solt W.: nhd. Jahrsold, M., Jahrsold, DW 10, 2240 L.: DRW

kerksolt

KöblerMnd

kerk·solt

kerksolt , M. nhd. Besoldung des Pfarrers E.: s. kerke (1), solt (1) L.: MndHwb 2, 547 (kerknēmede/kerksolt)

klopsolt

KöblerMnd

klop·solt

klopsolt , N. nhd. „Klopfsalz“, von der Siedepfanne abgeklopftes Salz E.: s. kloppen (1), solt (2) L.: MndHwb 2, 585 (klopsolt), Lü 177b (kl…

kȫkenesolt

KöblerMnd

kȫkenesolt , N. nhd. Salzabgabe für einen herrschaftlichen Wirtschaftsbetrieb E.: s. kȫkene, solt (2) W.: s. nhd. Küchensalz, N., Küchensalz…

kȫkensolt

KöblerMnd

kȫkensolt , N. Vw.: s. kȫkenesolt*

lēsesolt

MNWB

lese·solt

° lēsesolt , n. , im Keller gelagertes Salz ? (Stieda-Mettig 419 u. 420).

luttersolt

KöblerMnd

lutter·solt

luttersolt , N. nhd. Lautersalz ÜG.: lat. saligemma Hw.: vgl. mhd. lūtersalz E.: s. lutter (1), solt (2) L.: MndHwb 2, 880 (luttersolt), Lü …

lēsesolt

KöblerMnd

lēs·e·solt

lēsesolt , N. nhd. im Keller gelagertes Salz E.: s. lēsen (1)?, solt (2) L.: MndHwb 2, 793 (lēsesolt)

mānsolt

KöblerMnd

mānsolt , F. Vw.: s. māntsolt

Ableitungen von solt (5 von 5)

besolten

KöblerMnd

besolten , st. V. nhd. „besalzen“, einsalzen, versalzen (V.) E.: s. be, solten (1) W.: s. nhd. besalzen, V., besalzen, DW 1, 1540? L.: MndHw…

solte

KöblerMnd

solte , (subst. Adj.=)N. nhd. Seewasser, salziges Essen (N.) E.: s. solt (3) L.: MndHwb 3, 330 (solt/solte)

unsolten

KöblerMnd

unsolten , (verneintes Part. Prät.=)Adj. nhd. ungesalzen, von fremden Beimischungen frei, echt? Hw.: s. ungesolten E.: s. un... (1), solten …

versolten

MeckWB

versolten versalzen; maurersprl.: wenn de Kalk versolten is zu mager Wa.