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Schinken

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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16 in 16 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Schinken Pl.

Bd. 6, Sp. 77
Schinken Pl. Schinken, -s m. Schenkel Bein, bes. Oberschenkel bei Menschen und Tieren: Niem. Idiot. 23; ein langen un ein korten Schinken (einer hinkenden Frau) Derb. 1, 2; ick heff dat Hinken in de Schinken Ro@HDamm; üm sin Schinkens Bri. 2, 38; as de Sand em bet an den Schinken gahn was Reut. 4, 463; Aufforderung, sich umzudrehen: rüm mit den dicken Schinken, in Hannover is Mark Ro@Biest; zum Kinde, das bloß liegt: hest de Schinken all wedder rut Wo. Sa.; Rda. de Schinken kloppen verprügeln Wa; vgl. Schinkenkloppen; dor geiht 'n Mann in de Wisken mit gäle Schinken un rode Been (Storch) Wo. V. 1, 171 b; Rätsel vom Kuheuter: twischen twee Schinken stahn vier Finken 415; übertr. Hosenbein Schmidt Gad. 3, 180. Zss.: Adebors-, Fleigen-, Floh-, Lang-, Spakschinken. Hinterkeule der Schweine: 'der Schinken wird mit Salpeter und Salz eingerieben, in ein Faß gelegt und dann täglich mit der Lake (Päk) begossen, die sich gebildet hat, bis er ordentlich mit Salz durchzogen ist, nachher wird er gar geräuchert' Reut. 6, 532 Anm.; '4 Stück Schweinfleisch als Schinken und Schraat-Stücken' (1758) Horn Selmsd. 2, 31; beliebte, aber bei weniger Bemittelten oft nicht vorhandene Nahrung, so heißt es von einem armen Mann: he mag ok leewer Schinken as Brot, bloß he hett keen StaWes; ähnlich: man finn't nich allemal Schinken, wo Rökerbœhn sünd Ro@Marl; von einem reichen Dorf: dit is Ful-Grönow (StaGrün), wo Schinken un Mettwust up 'n Damm liggt StaGramm; wenn man ein Kind zum Kaufmann schickt, sagt man mit Anspielung auf 1: lat di 'n bäten Speck taugäben, œwer gaut schier, Schinken un Schuller heff ick sülben Lu@Con; scherzhaft: wenn in de Schinkens de Pürrick (Made) nich kamen sall, möt man mit de Spät (worauf die Schinken hängen) de Käuh rutjagen, denn is de Schinken jo vertehrt Ro@Elm; Rdaa.: mit dei Mettwust nah 'n Schinken smiten durch kleine Gefälligkeiten große Gegenleistungen zu erlangen suchen allgem.; 'n Schinken in 'n (int) Solt hebben mit jem. eine Sache abzumachen, ein Hühnchen zu pflücken haben: Mi 76a; Reut. 3, 435; 346; Bri. 3, 27; Stillfr. Köst. 1, 145; Lu@Polz; Ro@Dierh; dat de ... den mächtigen Schinken noch bi em in de Päk liggen hadd Bri. 3, 101; sünst ... nimmt din Ollsch di wedder de Schinkens ut dat Solt (prügelt dich) 2, 45; up den Kierl gäw 'ck nich so väl as de Flöh Schinken hett überhaupt nichts Ro@Kühl; Schink is gor ruft die Meise im Frühling Wo. V. 2, 963 a; snid' Schinken, snid' Schinken b. Zss.: Klopp-, Mus'-, Plaaster-, Pluuster-, Pöll-, Wickelschinken. Br. Wb. 4, 656; Dä. 408a; Kü. 3, 62; Schinken, Schink Me. 4, 356. der Form wegen von 1 b übertr. Scherzname für das Gaffeltoppsägel (s. d., Bd. 3, 11) Wo. Seem. 1, 195; Syn.: Schap-, Speckschinken. das Hirtentäschchen, capsella bursa-pastoris, heißt Deif, hest Schinken stahlen Wa@Zidd; hest den Buern sin Schinken stahlen Ro@Tess; Syn.: Schinken-, Taschenkrut, Juden-, Kattenschinken. Marz. 1, 793. wie Schenkel, Schinkel die runden Enden der Wagenachse, um die sich die Räder drehen, vgl. Buwagen (Bd. 2, 181): Nd. Jb. 47, 69; de Schult ... set't den einen Faut in 't Rad un den annern up den Schinken von den Wagen Reut. 3, 400; de Wag' güng' bet to de Schinken in de Modd' Ro; Reut. 1, 82; s. Abb. Ass (Bd. 1, 475). Schink, Schinken Me. 4, 356. FN.: Schinkenbarg, Bücksenschinken; weitere Zss.: Bücksen-, Düwels-, Jumfernschinken; Abl.: langschinkig, -schinkt. — Mnd. schink(e) m.
3411 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schinkenstv. I, 3.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    schinken stv. I, 3. s. v. a. schenken, propinare Dfg. 465 c . Mone z. 5,459 1337 ; dâ schank ich 1 gulden Weinsb. 16. ta…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schinken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schinken , des -s, plur. ut nom. sing. Dimin. das Schinkchen, Oberd. Schinklein. 1) * Das dicke Bein mit dem Gesäß; …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schinken

    Goethe-Wörterbuch

    Schinken auch -ck- zum Verzehr gekochtes oder geräuchertes Stück Schenkel od Keule vom Schlachtvieh, meist vom Schwein; …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schinken

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schinken , die gepökelten und dann geräucherten Keulen u. Schultern ( Vorderschinken ) der Schweine. Die besten deutsche…

  5. modern
    Dialekt
    schinken

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    schinke n [šinkə Sgd. Lix. u. s.] impers. v. die Glocke anschlagen: es schinkt einzelne Glockenschläge ertönen. Es hat g…

  6. Sprichwörter
    Schinken

    Wander (Sprichwörter)

    Schinken 1. Besser ein alter Schinken, denn unreif Kalbfleisch (s.d.). – Braun, I, 3870. 2. Das heisst die Schinken verd…

  7. Spezial
    Schinken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schin|ken m. (-s,-) jambun (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schinken

134 Bildungen · 127 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schinken 2 Komponenten

schin+ken

schinken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schinken‑ als Erstglied (30 von 127)

Schinkenärmel

PfWB

schinken·aermel

Schinken-ärmel m. : wie schd., Schinkeäʳmel [ KU-Kaulb KL-Weilb LA-Venn ]; vgl. Schikoärmel . Am Hut e halwer Vogel Strauß, / Am Kleed e Mas…

Schinkenbauer

RhWB

schinken·bauer

Schinken-bauer -būr NBerg, Grevbr-Wickr m.: ein Nachhüpfsp.; alle müssen wechselseitig rechts oder links hüpfen; einer hüpft hinterher; wen …

schinkenbein

DWB

schinken·bein

schinkenbein , n. bein, knochen in einem schinken: oder ein groszes schinckenbein, das knöricht sey und nit zu klein. Grobian. D 2 a ( s. 34…

Schinkenbeissel

RhWB

schinken·beissel

Schinken-beissel -bēsəl uWupp, Grevbr (rip); -beitəl Neuss , Mörs-Rheinbg m.: das lange, breite Stück Speck, das vom frischen Hinterschenkel…

Schinkenblume

RhWB

schinken·blume

Schinken-blume -blū:m Geld-Schravelen f.: Hirtentäschelkraut, auch Düwelsschenke, capsella bursa pastoris.

Schinkenbraten

RhWB

schinken·braten

Schinken-braten -brrə Goar-Trechtingshsn m.: im Bastlösespr.: Saft, S., File, Korn in de Mihle, Stan in de Bach, dass die Peif kracht; will…

Schinkenbǖdel

WWB

schinken·buedel

Schinken-bǖdel m. [verstr.] 1. Beutel für Schinken (z.B. als Schutz vor Dasselfliegen, die Eier legen). — 2. Damenschlüpfer, lange Frauenunt…

schinken als Zweitglied (7 von 7)

Düwelsschinken

MeckWBN

duewel·s·schinken

Wossidia MeckWB Düwelsschinken m. 2. Hirtentäschelkraut, capsella bursa-pastoris Dahnke Flora 36 b .

pāscheschinken

MNWB

pasche·schinken

° pāscheschinken , m. ( Pl. -schinken ) : zu Ostern in der Kirche geweihter Schinken; (bildl. vom Angriff des Bischofs von Hildesheim auf se…

pāscheschinken

KöblerMnd

pāscheschinken , M. nhd. „Osterschinken“, zu Ostern in der Kirche geweihter Schinken Q.: Liliencron Volkslieder 3 270 E.: s. pāsche, schinke…

Schapschinken

MeckWBN

schap·schinken

Wossidia MeckWB Schapschinken m. Hirtentäschel, capsella bursa-pastoris Giese Pflanz. 37.

Speckschinken

DRW

speck·schinken

Speckschinken, m. fetter Schinken (II) den hegerischen junkern und gutsherrn behufs gerichtkosten auch einen speckschinken geben oJ. Nieders…