Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schinken m.
Schinken m.
Schinken m. ‘Schenkel, Keule vom Schlachtvieh’ (besonders vom Schwein), ahd. skinco m., skinca f. (9./10. Jh.), davon abgeleitet skinkil (Hs. 13. Jh.) ‘Beinröhre, Schenkel’, mhd. schinke ‘Beinröhre, Schenkel, Schinken’, asächs. skinka f. ‘Schenkel, Bein’, mnd. schink(e) m., schinke f. stehen mit schwundstufigem afries. skunka, frühnhd. und nhd. (mundartlich) Schungge, Schunke ‘Schenkel’, nl. schonk ‘Knochen’ als Ablautformen neben Schenkel (s. d.), das mit schenken und hinken (s. d.) zur Wurzel ie. *(s)keng- ‘hinken; schief, schräg’ gehört. Schinken bezeichnet ursprünglich den krummen, den schiefen Beinknochen, dann die gesamte Hinterkeule eines Schlachttieres, besonders das Fleisch der Schweinskeule. In übertragener Bedeutung ‘altes dickes (in Schweinsleder gebundenes) Buch’ (18. Jh.), daran anschließend ‘Prachtband, aufwendiges Gemälde oder Theaterstück (von zweifelhaftem oder geringem künstlerischem Wert)’.