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Schinken

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
16 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Schinken Der

Bd. 4, Sp. 145b
Der Schinken, — s, Mz. gl; Vw. das Schinkchen, O. D. — lein, das Dickbein mit dem Gesäß, auch wol der Schenkel; noch zuweilen in der gemeinen Sprechart, wo man von einem Menschen, welcher dicke Schenkel hat, sagt, er habe derbe Schinken. Die Schinken eines Pferdes. I N. D. ist Schunke auch der Schenkel, welches Wort, auch Schinkel lautend, nahe damit verwandt ist, und in engerer Bedeutung, einen plumpen, ungewöhnlich dicken Schenkel bezeichnet. I engerer Bedeutung gebraucht man Schinken nur von den eingesalzenen und geräucherten Dickbeinen oder Keulen der Schweine. Ein Vorderschinken, Hinterschinken. Gewöhnlich aber versteht man nur die Hinterschinken darunter, und nennt einen Vorderschinken zum Unterschiede in manchen Gegenden die Hamme. Ein geräucherter, roher, gekochter, kalter Schinken. I Osnabrückschen sagt man, einen faulen Schinken im Salze haben, wenn es mit eines Sachen nicht richtig stehet. I der engern Bedeutung lautet das Wort im N. D. der Schinke. Uneigentlich ist in der Naturbeschreibung das Schinkchen der Name einer Art ziemlich seltener Tellmuscheln in Ostindien (Tellina rostrata L.); die geschnäbelte Tellmuschel.
1158 Zeichen · 19 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schinkenstv. I, 3.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    schinken stv. I, 3. s. v. a. schenken, propinare Dfg. 465 c . Mone z. 5,459 1337 ; dâ schank ich 1 gulden Weinsb. 16. ta…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schinken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schinken , des -s, plur. ut nom. sing. Dimin. das Schinkchen, Oberd. Schinklein. 1) * Das dicke Bein mit dem Gesäß; …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schinken

    Goethe-Wörterbuch

    Schinken auch -ck- zum Verzehr gekochtes oder geräuchertes Stück Schenkel od Keule vom Schlachtvieh, meist vom Schwein; …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schinken

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schinken , die gepökelten und dann geräucherten Keulen u. Schultern ( Vorderschinken ) der Schweine. Die besten deutsche…

  5. modern
    Dialekt
    schinken

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    schinke n [šinkə Sgd. Lix. u. s.] impers. v. die Glocke anschlagen: es schinkt einzelne Glockenschläge ertönen. Es hat g…

  6. Sprichwörter
    Schinken

    Wander (Sprichwörter)

    Schinken 1. Besser ein alter Schinken, denn unreif Kalbfleisch (s.d.). – Braun, I, 3870. 2. Das heisst die Schinken verd…

  7. Spezial
    Schinken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schin|ken m. (-s,-) jambun (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schinken

134 Bildungen · 127 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schinken 2 Komponenten

schin+ken

schinken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schinken‑ als Erstglied (30 von 127)

Schinkenärmel

PfWB

schinken·aermel

Schinken-ärmel m. : wie schd., Schinkeäʳmel [ KU-Kaulb KL-Weilb LA-Venn ]; vgl. Schikoärmel . Am Hut e halwer Vogel Strauß, / Am Kleed e Mas…

Schinkenbauer

RhWB

schinken·bauer

Schinken-bauer -būr NBerg, Grevbr-Wickr m.: ein Nachhüpfsp.; alle müssen wechselseitig rechts oder links hüpfen; einer hüpft hinterher; wen …

schinkenbein

DWB

schinken·bein

schinkenbein , n. bein, knochen in einem schinken: oder ein groszes schinckenbein, das knöricht sey und nit zu klein. Grobian. D 2 a ( s. 34…

Schinkenbeissel

RhWB

schinken·beissel

Schinken-beissel -bēsəl uWupp, Grevbr (rip); -beitəl Neuss , Mörs-Rheinbg m.: das lange, breite Stück Speck, das vom frischen Hinterschenkel…

Schinkenblume

RhWB

schinken·blume

Schinken-blume -blū:m Geld-Schravelen f.: Hirtentäschelkraut, auch Düwelsschenke, capsella bursa pastoris.

Schinkenbraten

RhWB

schinken·braten

Schinken-braten -brrə Goar-Trechtingshsn m.: im Bastlösespr.: Saft, S., File, Korn in de Mihle, Stan in de Bach, dass die Peif kracht; will…

Schinkenbüdel

MeckWB

schinken·buedel

Schinkenbüdel m. Leinenbeutel, in dem der Schinken aufbewahrt wurde, um ihn vor Fliegen zu schützen; Rda. wenn jem. bei großer Hitze Schweiß…

schinken als Zweitglied (7 von 7)

Düwelsschinken

MeckWB

duewel·s·schinken

Düwelsschinken m. Teufelsschinken; übertr. der Behälter, in dem der Hirte seine Kost mit auf die Weide nimmt Gillh. Idiot. 9.

pāscheschinken

MNWB

pasche·schinken

° pāscheschinken , m. ( Pl. -schinken ) : zu Ostern in der Kirche geweihter Schinken; (bildl. vom Angriff des Bischofs von Hildesheim auf se…

pāscheschinken

KöblerMnd

pāscheschinken , M. nhd. „Osterschinken“, zu Ostern in der Kirche geweihter Schinken Q.: Liliencron Volkslieder 3 270 E.: s. pāsche, schinke…

Schapschinken

MeckWB

schap·schinken

Schapschinken m. Schafschinken, Schafskeule; übertr. scherzhaft Geige Schö; Wi; Lu; Ro; Gewehr: en Fautschandor mit Schapschinken Reut. 4, 2…

Speckschinken

DRW

speck·schinken

Speckschinken, m. fetter Schinken (II) den hegerischen junkern und gutsherrn behufs gerichtkosten auch einen speckschinken geben oJ. Nieders…