lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

scham

mhd. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
31 in 23 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
92
Verweise raus
87

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

scham f.

Bd. 14, Sp. 2107
scham, f. verecundia, pudor, mhd. scham, schame, ahd. scama Graff 6, 492; alts. skama, altfries. skome Richthofen 1032b; ags. sceamu, altnord. skmm, wobei die dehnung des m bemerkenswerth ist; im goth. fehlt das fem., doch vgl. skaman, sik skaman. die etymologischen beziehungen des wortes auszerhalb des germanischen sind dunkel (vermutungen s. in Kuhns zeitschr. 17, 240 und bei Kluge etym. wörterb. unter diesem worte); in den älteren germanischen sprachen überwiegt die objective anwendung von scham (im sinne von schimpf, schande), möglicher weise geht das wort daher mit schade auf eine gemeinsame wurzel zurück. niederl. ist nicht schaam, sondern schaamte im sinne von nhd. scham gebräuchlich, dagegen engl. shame, schwed.n. skam. im mhd. begegnet neben scham, schame eine form schem, scheme (Lexer mhd. handwb. 2, 697. mhd. wb. 2, 2, 133a), vielleicht durch das schwache verb. schemen hervorgerufen (schäme in Leipziger mundart Albrecht 197b), oder ist ein starkes verbum schemen anzunehmen (s.schämen)? bei Wolfram v. Eschenbach zeigt sich schem öfters im reim und stets mit altem e gebunden: des twanc si schem: ober si hin an iht nem? Parz. 193, 7; sît hie unz ich mîn reht genem: ir lâʒet anders mich in schem. 88, 29; ich lieʒ durch zuht und durch scheme, daʒ ich ze disem noch ze deme niht sprach mîn wider kêren. Willeh. 318, 1 (vgl. 218, 4); daʒ mir ist ein michel scheme, so ist beʒʒer, daʒ ich neme swaʒ mir nu hie werden mac. pass. 407, 95 Köpke. s. noch die stelle aus Ringwaldt unter 1, b, β. vereinzelt im nhd. schäme: da es keine absolute schamhaftigkeit oder schäme gibt. J. Paul vorsch. d. ästh. 3, 135; ebenso mnd. scheme: unde toghen em (kaiser Heinrich IV.) al ut dat keyserliche wede bet up syn deghelike cleyt mit groter scheme des vorsten. quelle bei Schiller-Lübben 4, 68a. durch die schreibung schaam im nhd. wird unnöthig die länge der stammsilbe bezeichnet, doch ist diese schreibung wieder aufgegeben: schaam neben scham bei Maaler 344a. 346c; hast nicht einmal so viel schaam dich dieser streiche zu schämen. Schiller räuber 1, 2 schauspiel. bezeichnung der länge durch h: mit heiterm angesicht, und ohne rothe schahm. Lessing 2, 421. vereinzelt begegnet ein plur. in der bedeutung von pudenda: eine andere natur hat der Deutsche, eine andere der Italiäner, Frantzos .. welches dennoch alle vernünfftige menschen seyn, auf einerley weise erzeugt und gebohren. allein die schamen (hier in schwacher flexion) seyn wegen anzihung und einschöpffung einer fremden lufft, unterschiedlich genaturt. Butschky Pathm. 429; gehen alle nacket, jung und alt, haben auch gar nichts vor den schemen. H. Staden 9 (1557). Schm. 2, 417 bezeugt ein mundartliches schwaches masc. schame (einem ahd. scamo entsprechend). 11) scham in subjectiver anwendung, zur bezeichnung eines affectes, einer empfindung, eines gefühls, confusio, pudor, verecundia. 1@aa) empfindung der demüthigung, reue, sich gegen zucht und sitte vergangen zu haben, besonders, insofern andere den fehltritt kennen und beurtheilen; in höherem sinne von dem reuigen bewusztsein, sich sittlich vergangen zu haben; gemildert zur bezeichnung der gedrückten empfindung, sich unpassend benommen zu haben, ungeschickt gewesen zu sein, vor andern in einem ungünstigen lichte zu erscheinen: scham ist angst aus der besorgten verachtung einer gegenwärtigen person. Kant 10, 281; scham, bewusztsein gegen die gesetze des wohlanstandes zu verstoszen, z. b. bewusztsein körperlicher blösze: ich ziuh dich ûʒ rehte blôʒ, und wirt dîn schame harte grôʒ, die dû von schulden danne hâst. Hartmann v. Aue arme Heinrich 1086. in allgemeiner anwendung: dû bechennest .. mîna scama que mordet conscientiam (tu enim cognoscis .. confusionem meam). Notker ps. 68, 20; krist, herre got, durch dînen tôt, in den dîn menscheit sich bôt, hilf uns, daʒ wir von schame rôt vor dir iht stên und uns der sôt der helle iht slinde in wernder nôt. Barlaam 406, 8; dann sie (die ketzer) sint so listig, dasz sie wol M. Gentiano ein scham abjagen dörfften, wa er anders eine im leib hat. Fischart bienenk. 71b; hastu denn keine schaam bey dir, und bistu unfühlend von so vielen schlägen und schmach. pers. baumg. 4, 19; dasz ekel und schaam noch eine harmonie veranstalten, die der zärtlichsten liebe unmöglich gewesen ist. Schiller kab. u. l. 5, 7; ich erkenne daran mit scham und gram meine deutschen landsleute. Niebuhr leben C. Niebuhrs 3, 11. 1@bb) fähigkeit, sich zu schämen, gefühl für gewisse gesetze der wohlanständigkeit, insofern es vor einer verletzung derselben zurückscheut und beleidigt wird, wenn andere sich gegen diese gesetze vergehen; in höherem sinne auf das gebiet des sittlichen übertragen; gemildert, zur bezeichnung einer nicht tadelnswerthen befangenheit, z. b. im verkehr der geschlechter, der jugend mit dem alter. 1@b@aα) gefühl der züchtigkeit, scheu sich in körperlicher blösze zu zeigen, fähigkeit, neigung, alles zu vermeiden, was den eigenen geschlechtstrieb verräth oder denselben bei andern anregen könnte (vgl. schamhaftigkeit). daher ist die scham eine besondere zierde der frauen, welche die mhd. dichter zu preisen unermüdlich sind. sprichwörtlich: scham ziert schöne. Petri (1605) Ss 2b; wen'n frô de schâm êrst de kop ofbeten hed, den steid sê ôk nargends mër för stil. ten Doornkaat Koolman 3, 94b; die weiber, das sie in zierlichem kleide, mit scham und zucht sich schmücken, nicht mit zöpffen oder gold, oder perlen, oder köstlichem gewand. 1 Tim. 2, 9; magedlîchen scamon. Graff 6, 492; jungferliche scham, verecundia virginalis. Stieler 1727; lieber herr, ich hab euch auch lieb als mein eigen ehr, und mein eigen schame. de fide concubinarum 114; dein jungfräuliches bette (will ich) mit sturm ersteigen, und deine stolze scham mit noch gröserem stolze besiegen. Schiller räuber 3, 1 schauspiel; gut, dasz die nacht meine schaam verbirgt. Romeo, ich lieb' zum erstenmal. Lenz 1, 192; er sparte kein locken, die schüchterne scham zu seinem gelüste zu kirren. Bürger 61a; wenn dann gewahr des diebs, der sie belauschte, purpurisch angehaucht von jüngferlicher schaam, ins blaue bett die schöne niederrauschte. Schiller 1, 249; sie schrieben sich liebesbriefelein ganz frei und ohne scham. wunderhorn 1, 301 Boxberger. 1@b@bβ) in allgemeiner anwendung, übertragen auf sittliche verhältnisse aller art und die gesamte lebenshaltung, scheu, sich in dieser hinsicht eine blösze zu geben durch fehltritte oder versehen, das unter α umschriebene gebiet ist natürlich meist eingeschlossen; in reimender formel nd.: hê hat nich schaom, nich graom. Danneil 183b; alliter. de het nich schimp orer scham. nd. korrespondenzbl. 14, 20b; schame, triuwe, erbermde, zuht, die sult ir (die fürsten) gerne tragen. Walther v. d. Vogelweide 36, 17; scham ist ein vil nütziu tugent, si ziert daʒ alter und die jugent. diu scham ist der êren zuht, diu scham birt der kiusche fruht, diu scham ist der zuhte ruote, diu scham ist aller tugende huote. Lamprecht v. Regensburg Franziskus 3634. er hat alle scham verloren, z. b. vom ausgebildeten verbrecher gesagt: ich gloub besser sin die kynd in einer scham und fryheit behalten, dann in forcht. Terentius deutsch (1499) 97a; der reiche. ich wil dir tausent thaler schenckn. der tod. ey hastu denn gar keine schem. Ringwaldt tr. Eckart L 2a; er theilte, wie er gewohnt war, ohne scham und scheu. Göthe 40, 183; weich ist euer herz gebildet, offen ist's der schaam — der leichtsinn nur ist euer laster. Schiller M. Stuart 1, 4. 1@b@gγ) häufig scham zur bezeichnung eines nicht tadelnswerthen befangenseins, einer zurückhaltung, die aus bescheidenheit, aus der furcht, anderen gegenüber sich eine blösze zu geben, aufdringlich zu erscheinen oder ähnlichen beweggründen entspringt: ein kindtliche scham, wenn einer von scham nit weiszt was er reden sol. Maaler 346c; im mhd. von der maszvollen zurückhaltung des fein erzogenen mannes: sus was der wol gelobte man gerant zer blôʒen sîten an mit rede: er kunde ir gelten niht, als wol gezogenem man geschiht, dem scham versliuʒet sînen munt, daʒ dem verschamten ist unkunt. Parz. 299, 17; ritters scham het er unde ouch ritters zuht. Lichtenstein 461, 28. 1@b@dδ) wahre und falsche scham werden unterschieden: falsche scham hindert manchen, seine armuth einzugestehen; sprichwörtlich: scham in der noth ist böser hauszrat. Petri (1605) Ss 2b; diu scham eht niender zêren vrumt, swâ sich der man des guoten schamt, swelch schame lêrt daʒ erger weln, daʒ ist niht rehtiu scham. minnes. 2, 399a Hagen; denn hätt' es falsche schaam, zur pflicht dir nie gemacht, mit vollen händen dein häufchen thaler zu verschwenden, so würde wahre schaam itzt nicht dich zwingen, glühend dein gesicht, das auge weinend wegzuwenden. Göckingk 2, 75. 1@cc) die empfindung der scham treibt das blut in die wangen: schamrot, schamröte, brennendes gefühl der scham; das feüwr gadt jm vor schaam durch das angesicht auffhär. Maaler 344a; die backen sind jm vor scham rot worden. 346d; ich müszte feuerroth werden vor scham, wenn ich an Karln denke, und mir eben einfiel, dasz du mich nicht hassest. Schiller räuber 1, 3 schauspiel; jch ward zuo eynem stummen, vor scham do stund jch rot. bergreihen 111 neudr.; so dasz die röthe mir der scham noch jetzt, indem ich spreche, aufsteigt bis zur stirne. Grillparzer 8, 120. erbleichen als zeichen der scham: wenn die scham nicht macht erplaichen in der jugent, das ist gar ain pöses zaichen. Vintler blume der tugend 6548. scham äuszert sich im niederschlagen der augen: von schaam nid sich sähen. Maaler 344a; vor scham die augen nicht aufschlagen können u. ähnl. wendungen; von mohammedanischen betern: die .. aus scham ihrer sünden das gesicht zur erden niederschlagen. pers. baumg. 10, 1. man verhüllt sich vor scham: nu bedaht diu frouwe Armuot von grôʒer schame daʒ houbet. Hartmann von Aue Erec 1580. man möchte vor scham in die erde versinken, weisz nicht, wo man sich verbergen soll: ich müszte gleich vor scham versinken, wenn dir einer auf mir das leben nahm (ruft ein hügel dem verfolgten Mohammed zu). Rückert 4, 42. 22) scham in objectivem gebrauch (vgl. die bedeutungsverzweigung von ehre) im sinne von schimpf, schmach, schande, herabsetzung der sittlichen werthschätzung, verurtheilung durch andere. in älterer sprache tritt diese bedeutung von scham ganz besonders hervor (so im ags., altnord.), in neuerer ist sie verschwunden bis auf mundartliche reste, vgl. asz ist a scham, dasz du so tuest. Zingerle 49a; häufig in allitterierender formel scham und schande, wobei scham hin und wieder in die subjective bedeutung übergeht: si tâten âne scham (in tadelfreier weise) alleʒ daʒ si kunden. Gudrun 879, 2; der prîs was sîn und mîn diu schame. swaʒ ich doch lasters dâ gewan, dâ was ich ein teil unschuldec an. Hartmann von Aue Iwein 756; ob er die (seelen im fegefeuer) mit bûʒe reiniget alhie (auf der erde) und vertilget sô die schame. passional 589, 39 Köpke; gantz aller ehrn entsetzt, in scham und schand. H. Sachs 2, 2, 43b (1591); secht, wie grosz müh disz hütlein nam: drumb ist den schneidern keyne scham, dasz sie disz hütlein mit sein falten für jhr gröst meysterstuck heut halten. Fischart 2, 262, 816 Kurz; auch ist mir diesz und jen's geglückt; doch öfters ward ich mit protest, mit scham und schande weggeschickt. Göthe 13, 157; wer rechtes thut, hat keine scham. wunderhorn 1, 117 Boxberger; o scham und schmach! Grillparzer 6, 55; o Adam, Adam, wie hast du din erentrich küniglich kleid in das kot lassen fallen, dich der massen entblöszet, dasz du zuo scham kommen bist. Schade sat. u. pasqu. 3, 2, 22. 33) scham personificiert (vgl. Grimm mythol.4 745): des hinket reht und trûret zuht und siechet schame. Walther v. d. Vogelweide 102, 27; ich bin an des fürsten stat und wil dir nennen mînen rât ... geselle, eʒ sol einthalp mîn Triu unde Wârheit sîn; ich wil daʒ anderhalp mir bî Schame Zuht und Mâze sî. Seifr. Helbling 2, 38; die scham ist gar ain liebes chint, wann sie fürchtet alleu schantleiche ding. Vintler blume der tugend 6444; die jüngste der Charitinnen, die scham im rosengewande. Herder z. rel. u. phil. 4, 54; die schaam schien ihr scheues auge vor ihm zuzublinzen. Schiller räuber 1, 3. 44) scham im sinne von pudenda; so schon im ags.: for hwon wâst þu weán and wrîhst sceome. genesis 876; hd. sin (Noä) schame was inthecchet, halber lac er nacchet. Diemer ged. des 11. u. 12. jahrh. 14, 1; swie hôh an guote wirt dîn name, dir volget niht wan alsô vil ein lînîn tuoch für dîne schame. Winsbeke 3; die scham, schamglider eines menschen, verenda, inguen, pubes. Maaler 346d; da nam Sem und Japheth ein kleid, und legten es auff jre beide schulder, und giengen rücklings hin zu, und deckten jres vaters scham zu. 1 Mos. 9, 23; der bauch und die scham sind einander nachpauren auf das durch nachpaurschaft der glidern die gelübnus der lästern (laster) auch verstanden werde. M. Tatius Albinus Vergilius von den erfindern der dingen 163a; brach aus verwachsnem gehölze den zweig mit nervichter rechten, dasz er in dichter belaubung die scham umhüllte des mannes. Voss Odyss. 6, 129; in bildlicher anwendung: in England und Teutschland .. deckt man der natur, wenn ich so reden darf, ihre schaam auf, vergröszert ihre finnen und leberflekken unter dem hohlspiegel eines unbändigen wizes. Schiller 2, 344; fürsten sind desz vaterlandes väter; drum wer jhre scham wo entblöst und sie verschimpfft, hat den fluch, wie weiland Cham. Logau 3, 21, 96. eigenthümlich die hintere scham zur bezeichnung der posteriora: und dem kunig die hinder schame lie sehen (um ihm die gröbste verachtung zu zeigen). Schwabensp. 245 Laszberg; mundartlich (Dithmarschen) scham für ein stück rindfleisch aus der seite nach hinten zu. brem. wb. nachtr. 269.
13826 Zeichen · 243 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SCHAM

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    SCHAM s. ich SCHIM .

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schamAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    scham , Adj. nhd. armselig, bedürftig Hw.: s. schāmel (1); vgl. mhd. scham (2) E.: s. schāme (1) L.: MndHwb 3, 44 (scham…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Scham

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Scham , plur. car. ein Wort, welches in einer doppelten Hauptbedeutung üblich ist. 1. Der Zustand, da man sich schäm…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Scham

    Goethe-Wörterbuch

    Scham auch -aa-; mehrf in Paarformeln wie ‘S. und Schande’, ‘S. und Scheu’ 1 Schamgefühl a Schamhaftigkeit, Schüchternhe…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schâm

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Schâm (arab. asch-schâm ), Syrien und die Hauptstadt dieses Landes, Damaskus, das jedoch zur Unterscheidung gern mit ein…

  6. modern
    Dialekt
    Scham

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Scham [ʿSâm Co. Mütt. K. Z. ; auch mit Kürze ʿSàm] f. Scham, Schamgefühl, aber beide selten. Wo ke i n S. is t , do is t…

  7. Sprichwörter
    Scham

    Wander (Sprichwörter)

    Scham 1. Besser Scham im Gesicht als Weh im Herzen. Holl. : Beter is de schaamte in de oogen, dan eene vlek in het hart.…

  8. Spezial
    Scham

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Scham f. 1 (Schamhaftigkeit, Schamgefühl) dodanza (-zes) f. , dodadú m. 2 (starke Verlegenheit) dodanza (-zes) f. 3 (Sch…

Verweisungsnetz

125 Knoten, 135 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 15 Hub 2 Kompositum 94 Sackgasse 14

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scham

505 Bildungen · 489 Erstglied · 8 Zweitglied · 8 Ableitungen

scham‑ als Erstglied (30 von 489)

Scham I

Idiotikon

Scham I Band 8, Spalte 755 Scham I 8,755

Scham II

Idiotikon

Scham II Band 8, Spalte 756 Scham II 8,756

Scham'mal

DRW

Scham'mal, n. oder Bestw. eine verschliffene Form von Schand-? wie ¹Schamwunde bdv.: Schandmal (I) wass nicht handt und halss antrifft, alss…

Scham'pfand

DRW

Scham'pfand, n. zu Scham (III) hier: Geschlechtsakt als Pfand (I) ob frei mann oder weiber zu ainem wirt kämen und ir gelt bei im zertn, so …

Scham(e)lot

Idiotikon

Scham(e)lot Band 8, Spalte 766 Scham(e)lot 8,766

scham(e)lotin

Idiotikon

scham(e)lotin Band 8, Spalte 766 scham(e)lotin 8,766

Schamlippe

SHW

Scham-lippe Band 5, Spalte 175-176

Schamreise

SHW

Scham-reise Band 5, Spalte 177-178

Schamrock

SHW

Scham-rock Band 5, Spalte 177-178

schamrot

SHW

scham-rot Band 5, Spalte 177-178

scham

KöblerMhd

scham... , . Vw.: s. schame...

Schamachel

RhWB

scham·achel

Schamachel , Pl. -ələ Sieg-Fussh f.: verächtl. klatschsüchtiges Weib.

schamade

DWB

scha·made

schamade , f. , franz. chamade, zeichen durch trommel oder trompete zur übergabe einer festung an den feind ( zu lat. clamare) Diez wb. 4 54…

Schamadi

Wander

scha·madi

Schamadi Er schlot Schamadi. – Sutermeister, 92. Er gibt sich verloren.

Schamadrossel

Meyers

Schamadrossel ( Kittacincla macroura Gmel .), Vogel aus der Familie der Drosseln, von der Größe der Rotdrossel, mit auffallend langem Schwan…

Schamakoko

Meyers

Schamakoko , südamerikan. Indianerstamm mit eigner Sprache, der in kleinen Gruppen einen großen Waldbezirk des Gran Chaco südlich von Coimbr…

Schamane

Pfeifer_etym

scha·mane

Schamane m. ‘Zauberpriester, Geisterbeschwörer’, entlehnt (Ende 17. Jh.) aus tungus. šaman, weiteres ungewiß. Letztlich vielleicht aus aind.…

Schamanen

Herder

scham·anen

Schamanen , von den Grönländern Angegoks genannt, die Priester, Geisterbeschwörer u. Zauberer vieler Volksstämme im nördl. Theile der Erde, …

schamanisch

GWB

scha·manisch

schamanisch dämonisch, unheimlich, nicht geheuer Zugleich schicke ich Ihnen [ in Vorbereitung eines Auftritts der Adressatin als Schamanin, …

Schamanismus

Meyers

scha·manismus

Schamanismus , das Religionssystem der meisten niedern Naturvölker, deren geistige Führer sich als Zauberer und Herren über die Natur gebärd…

schamarêren

MNWB

*+ (schamarêren) , swv. (nur Part. prät. schamarêrt [chamarrert]), ausstaffieren, herausputzen (Lauremberg ed. Lappenberg 50; franz. chamarr…

Schamari

RhWB

scha·mari

Schamari  , Pl. -rīə Wend-Pfeffelb m.: verächtl. langer Sch. hageres Weib.

schamarēren

KöblerMnd

schamarēren , sw. V. nhd. ausstaffieren, herausputzen E.: franz. chamarrer, V., verbrämen (Gamillscheg 2, 207b) L.: MndHwb 3, 44 (schamarêre…

Schamas

PfWB

scha·mas

Schamas m. : 1. 'billiger baumwollener (meist blauer) Stoff älterer Zeit, der bes. für Schürzen und Werktagskleider verwendet wurde', Schama…

scham als Zweitglied (8 von 8)

Frau(w)e(n)scham

Idiotikon

Frau(w)e(n)scham Band 8, Spalte 756 Frau(w)e(n)scham 8,756

gescham

DWB

ges·cham

gescham , f. pudenda Dief. nov. gl. 308 a ( von 1429); östr. das gescham, die schamtheile Hügel 72 a .

houbetscham

KöblerMhd

houbet·scham

houbetscham , st. F. nhd. „Hauptscham“ Q.: Reinfr (nach 1291) E.: s. houbet, scham (1) W.: nhd. DW- L.: DRW

hundsscham

DWB

hunds·scham

hundsscham , f. weibliches glied eines hundes; auch cynometra, eine ostindische pflanzengattung.

Kretscham

Pfeifer_etym

Kaschemme f. ‘schlechte Kneipe, Ganovenkneipe’, im 19. Jh. aus rotw. katschemme, gertschemiha, gritschimm übernommen, das über romani katšim…

lasterscham

KöblerMhd

laster·scham

lasterscham , st. F. nhd. „Lasterscham“, Schmach, Schande Q.: MinnerII (um 1340) (FB lasterscham), MinneR481 E.: s. laster, scham W.: nhd. D…

Nobiskretscham

Wander

nobis·kretscham

Nobiskretscham In Nobis-Kretscham, da man die Aepffel auff den Fensterrahmen zu braten pflegt. – Fischer, Psalter, 169, 2.

Ableitungen von scham (8 von 8)

beschamen

Lexer

be-schamen swv. BMZ refl. mit gen. od. infin. sich schämen Ms. Griesh. kirchen unde pfründen die sint worden veile, sît man sich wirde niht …

erschamen

Lexer

er-schamen swv. BMZ intr. u. refl. voll scham werden, in scham geraten über ( gen. od. nachs. ) Kl. Walth. Greg. daʒ ich michs erschamt Neid…

gescham

DWB

gescham , f. pudenda Dief. nov. gl. 308 a ( von 1429); östr. das gescham, die schamtheile Hügel 72 a .

geschamen

Lexer

ge-schamen swv. BMZ refl. mit gen. scham empfinden über Iw. Trist. Nib.

¹schām(e)

MNWB

1 schām(e) , f. , 1. Scham, Schamgefühl, Keuschheit, Sittsamkeit; Schande, Unehre, sch. unde schande krîgen, nôt unde sch. lîden. 2. Scham, …

unscham

DWB

unscham , adj. : Wackernagel kirchenlied 5, 749 . vgl. unschad. —

unschame

Lexer

un-schame stf. impudentia Dfg. 290 b , impudenda n. gl. 212 a .

verschamen

BMZ

verschamen swv. 1. sich verschamen aufhören sich zu schämen, die scham verlieren. sô er sich denne verscamet Genes. fundgr. 21,10. durch waʒ…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „scham". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/scham/dwb?formid=S04144
MLA
Cotta, Marcel. „scham". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/scham/dwb?formid=S04144. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „scham". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/scham/dwb?formid=S04144.
BibTeX
@misc{lautwandel_scham_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„scham"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/scham/dwb?formid=S04144},
  urldate      = {2026-05-10},
}