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ruf

ahd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
23 in 16 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
69
Verweise raus
103

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ruf m.

Bd. 14, Sp. 1393
ruf, m. clamor. AA. Formen. mhd. ruof, ahd. ruof für hruof Graff 4, 1137. es entsprechen ags. hrôp, neuengl. nur mundartlich in roup auction, goth. hrops κραυγή Ephes. 4, 31. das altnord. besitzt ein neutrum hróp in der besonderen bedeutung von verspottung, verhöhnung. ebenso sind neutran. raab, schwed. rop, welche im verhältnis zu ruf eingeschränktes gebrauchsgebiet aufweisen. nld. roep, m. wird im allgemeinen ganz wie unser ruf verwendet (weiteres s. unter rufen). neben ahd. hruof erscheint in gleicher bedeutung hruoft, mhd. ruoft, altfries. hroft, roft, ruft, m.; das nhd. hat diese bildung aufgegeben. der plur. des wortes rufe wird im nhd. vermieden; im mhd. ist ein umgelauteter plur. rüefe belegt (s. Lexer mhd. wb. 2, 546). sing. in der umgelauteten form rief (für mhd. rüef): sein son der tet so manchen rief : schlief. Uhland volksl.2 272 (nr. 139 A, 9). BB. Gebrauch. B@II. Lauter, durch die stimme von mensch oder thier hervorgerufener schall. B@I@11) von menschen. B@I@1@aa) in allgemeiner anwendung, mehr mit betonung des schalles als des durch den schall ausgedrückten: aus der ferne hörte man ruf und lachen der kinder. Freytag handschr. 1, 106; dô verbôt man den kindenden weinenden ruof. Gudrun 895, 2; so raft von jeder eiteln bürde, wenn des gesanges ruf erschallt, der mensch sich auf zur geisterwürde, und tritt in heilige gewalt. Schiller 11, 16; was für ein ruf des jammers weckt die schläfer dieses hauses? Wallensteins tod 5, 10. B@I@1@bb) in besonderer anwendung, ruf mit mehr bestimmtem vorstellungsinhalt. B@I@1@b@aα) ruf als zeichen für jemanden, besonders als aufforderung, zu dem rufenden zu kommen: auf den ruf jemandes hören; dem rufe folgen; der hund hört auf den ruf seines herrn; auf seinen ruf ruderte der fährmann hinüber; während auf den ruf herrn Strömli's die mägde herbeieilten. H. v. Kleist 4, 172. B@I@1@b@bβ) schlachtruf, wodurch die kämpfenden eines heeres sich im getümmel aufmunterten und zusammen hielten: Monschoy was der getouften ruof, die got ze dienste dar geschuof. Wolfram v. Eschenbach Willeh. 19, 1; mit sô maneger sundersprâche ûʒ landen wît manec vremder ruof wart dô von in gehœret. Lohengrin 5126; (Hector) stürmte hinweg, wie ein schneegebirge von ansehn, lautes rufs, und er flog durch Troer einher und genossen. Voss Ilias 13, 752. B@I@1@b@gγ) weidgeschrei der jäger: plötzlich schallt ein lustig horn sammt dem rufe wilder jäger. Uhland ged. 273. B@I@1@b@dδ) ruf, in älterer sprache zur bezeichnung eines kurzen, volksthümlichen gebetsliedes, welches die gemeinde vor oder am ende einer predigt anstimmte (s. Wackernagel gesch. der deutschen lit.2 1, 337, 13; 339, 28. Schm. 2, 68): der predigære ein ende schuof und huop den gebûren einen ruof, den munt er wît ûf tet. Seifr. Helbling 7, 100; alsbald si ein kirchen oder stat ansichtig wurden, so sang etwa einer ein ruef vor, die andern sangen all nach. Aventin. bair. chron. 2, 383, 24; und so si sich mit den feinden haben wöllen schlahen, (haben sie) in (den gott) vor allen dingen mit besondern geistlichen rüefen, von im gemacht, ernstlich angerüeft. 1, 43, 33. freier im sinne von lied überhaupt: die sungen etliche in traurigem ton rüef und lieder von dem toten kaiser. 868, 20. B@I@1@b@eε) ruf als ankündigung: ruf des herolds; ruf des nachtwächters, der die stunden verkündet (s. unten rufer); 'zwölf uhr' ist der ruf erschollen und mir sinkt das glas vom munde. Uhland ged. 154. im mittelalter von dem wächter, der den anbruch des tages verkündet; der ruf des wächters mahnt die liebenden zu scheiden: diu vil süeʒe sprach : trût geselle, nu merke disen rât, wie der wahter dur triuwesîn warnen kan in ruofe senden. minnes. 3, 425b Hagen. schweiz. ruf im sinne von öffentliche bekanntmachung, kirchenruf, kirchliche bekanntmachung. Stalder 2, 288 (s. rufer). B@I@22) ruf von thieren, zunächst der vögel, besonders insofern durch ihn die geschlechter sich gegenseitig anlocken: im mertz ist die zeit ihrer begattung (der haselhühner), da sie sich zusammen pfeiffen (wird gespiszet genannt). ihre stimme oder ruff ist, gleich als ob ein mensch durch die fordern zähne einen einstimmigen hohen ton pfiffet. Döbel jägerpract. 1, 48a; (die weibliche wachtel) hat nur einen leisen doppelten ruff, damit sie den hahn zu sich lockt. 51a; da er (das männchen der wachtel) vielfältig nach einer pfeiffe, die der sieken (weibchen) ruff gleich lautet, gefangen wird. 51b. in zusammensetzungen: wachtelruf, kuckucksruf, unkenruf; will vom glanz der morgensonne bis zum schein der abendröthe ... jeden ruf des kukuks hören, jeden schlag der nachtigallen. Rückert 2, 609. B@IIII. ruf vom schall, der von instrumenten erzeugt wird; zunächst in natürlicher anwendung von signalinstrumenten für krieg und jagd, trompete, trommel, horn: horch! was bedeutet der trompeten ruf? Schiller jungfrau 3, 2. weidmännisch werden die mit dem jagdhorn gegebenen signale bei groszen jagden rufe genannt (s. oben fürstenruf th. 4, 1, 876): des andern tages frühe wird mit einem jagdhorne der ruff oder potecell geblasen, also versammlet sich die jägerey mit ihren leuten. Döbel jägerpract. 2, 40a. ruf von einem jagdsignal, das aus drei hiefen, drei in einem athem geblasenen stöszen besteht. es wird zu beginn des treibens geblasen. C. v. Heppe leithund 263. dichterisch: hörst du das hifthorn? hörst du's klingen, mächtigen rufes, durch feld und hain? Schiller M. Stuart 3, 1. vom klang der glocke: da hört ich einer glocke helles läuten, den ruf zur hora schien es zu bedeuten. braut von Messina 714. B@IIIIII. Übertragung, übergang auf unsinnliches gebiet. B@III@11) ruf von jeder auch mittelbaren aufforderung: er folgte einem rufe an die universität Jena; er hat einen ruf als professor nach Heidelberg bekommen; der ruf, der so erhabene ruf meines fürsten, der mir ein heiligthum seyn musz, ist stark genug, mir ein verspruch, ein werk abzufordern, welches ich sonsten für unmöglich hielte. Schiller 1, 13. von einer rein unsinnlichen aufforderung, ruf des herzens, des gewissens, innerer ruf: er (Goldoni) war arzt, rechtsgelehrter und erhielt sogar die tonsur in Pavia; aber sein innrer ruf zur bühne siegte über alle versuche, die ihn derselben abtrünnig machen sollten. Schiller 6, 18; noch ist er nicht verhallt in mir, der innere ruf nach freyheit. Arnim Hollins liebel. 10 Minor; wo ist der seele ruf? wo ist die brust, die eine welt in sich erschuf? Göthe Faust 490; es tönt in allen landen ein ruf zum heilgen streit. Schenkendorf ged. (1815) 65. der ruf gottes: der uns hat selig gemacht, und beruffen mit einem heiligen ruff. 2 Timoth. 1, 9; wird was andres mir gegeben, wil ich nach desz schöpffers ruff, nie nach meinen lüsten leben. Logau 3, 231, 74; so ist des geistes ruf an mich ergangen, mich treibt nicht eitles, irdisches verlangen. Schiller jungfr. von Orl., prol. 4. ruf des schicksals: ja, ich gehe mit euch, und folge dem rufe des schicksals. Göthe 40, 309. ruf des todes: auch vor dem tode selbst erschrickt die tugend nicht: sie folget seinem ruf mit fröhlichem gesicht. Lichtwer 220. B@III@22) übergehend in den sinn von beruf, von innerer bestimmung: mein ruf zum königsthron pocht, wie ein gläubiger, aus meinem schlummer mich empor. Schiller don Carlos 2, 2; gros o Rieger, gros war deine stufe, gros dein geist, zu seinem groszen rufe, gröszer war — dein herz! werke 1, 357. selten wird ruf im äuszeren sinne von beruf gebraucht: und ist zu wissen, das dis wörtlin, ruff, hie (1 Cor. 7, 20) nicht heisze den stand, darinnen jemand beruffen wird, wie man sagt, der ehestand ist dein ruff, der priesterstand ist dein ruff. Luther 2, 314a; ich kenne keinen andern ruf, als das zu vollenden, was mein vater begonnen hat. Klinger 5, 183; jeder könig sey des hehren, groszen rufes werth. Claudius 7, 76. B@III@33) ruf im sinne von gerücht, kunde von etwas, in neuerer sprache mehr der gehobenen rede angemessen: nach desz gemeinen pöffels ruff. Zinkgref apophth. 1, 10; wo der gemeine ruff und die althergebrachte erfahrung gute früchte weisz. Hohberg 1, 332; man weysz nicht, wo der ruf herkommet. was hat doch der eitele ruf nicht vor lerm gemacht. der ruf gehet noch immer fort. Stieler 1628; wie der ruff gehet, ut fama fertur. Steinbach 2, 306; es ist auch nicht zu leugnen, dasz sogleich der ruf entstanden, der von der wahlstatt aufgehobene körper, sey nicht der wahre körper des Sebastians. Lessing 6, 151; der ruf ihrer vision hatte sich bald unter das volk verbreitet. Göthe 20, 279; als uns der ruff entdeckt des Meurabs wiederkunfft; ward iederman erschreckt. A. Gryphius 1, 111; es geht ein ganzer winter, ein halber sommer hin, man senkt den weinstock ein, als man den ruf vernimmt: es sollte friede seyn. Lichtwer 3, 4 (s. 87); erschollen war in diesen thälern schon der ruf des neuen greuels der geschehn. Schiller Tell 2, 2; der ruf des krieges ist zu euch gekommen, der, um den raub der schönsten frau zu rächen, die ganze macht der fürsten Griechenlands um Trojens mauern lagerte. Göthe 9, 20; kommt denn der menschen stimme nicht zu euch? so weit sie reicht, trägt sie den ruf umher von unerhörten thaten die geschah'n. 40; von dem, was über länder und meer träget der ruf. Arndt ged. 163. B@III@44) besonders in dem sinne, dasz mit der sich verbreitenden kunde eine bestimmte meinung, eine wertschätzung, ein urtheil sich verknüpft. die meinung der welt ist tadelsüchtig und miszgünstig: ich fürcht der welte ruoff. Cl. Hätzlerin 1, 17, 70; dank der vernunft, und der edleren menschenerziehung, auch des gefürchteten rufs lautstrafendem tadel und abscheu! Voss 2, 53; alsdann vermag die zeit, das alter nichts auf dich, und nichts der freche ruf, der hin und her des beifalls woge treibt. Göthe 9, 182. dieses urtheil, meinung der engeren oder weiteren umgebung wird als an der person oder dem gegenstand, auf welche sich der ruf bezieht, haftend, wie ein theil ihres wesens gedacht. gewöhnlich ist eine bestimmung hinzugefügt, welche angibt, ob das urtheil sich zu lob oder tadel neigt. fehlt eine solche angabe, so kann ruf nach beiden seiten hin gelten: er ist ein augenarzt von ruf; sein ruf als lehrer verschaffte ihm groszes ansehen; die composition hat einen ruf unter den sängern; das der jne mit unwarheit verclagt, und damit unpillich in ruef, schmach und unglauben gepracht hette. Nürnb. reform. (1564) 16a. guter ruf: in gutem, bösem rufe sein; in ruf kommen, in bösen ruf kommen; jemanden in schlechten ruf bringen; im rufe der wahrheit, eines verschwenders stehen; dem rufe nicht zuträglich; die leut darzu in ein bösen ruf kommen. Kirchhof milit. discipl. 59; sonst macht euch die critik ohne einiges bedenken den procesz, und greifft vermög ihrer gesätze auf euern ruff und namen. Drollinger 201; den guten ruf durch verleumdungen und list der menschen verlieren. Gellert 7, 75; durch mönchische künste verlor er vielleicht .. seinen ehrlichen namen und seinen guten ruf vor der nachwelt. Schiller 8, 353; sein neuer patron hatte den höchsten ruf als ein umsichtiger, tapferer, obwohl sonderbarer mann gewonnen. Göthe 26, 111; gerade jetzt, wo er sich vor solchen fremden zu zeigen und seinen ruf auszubreiten gelegenheit finde. 30, 128; sonst sagte man: guter ruf ist goldnen gürtel werth. 36, 50 (vgl. Wander sprichw.-lex. 3, 1761); er verbreitete einen solchen ruf vor sich her, dasz Tetzel es gar nicht wagte, vor ihm zu erscheinen. Ranke sämmtl. werke 1, 271; vor allem entschlossen, sich ganz der universität zu widmen, ihr in den kreisen der classischen studien ruf zu verschaffen. 275; er hat schon den ruff bekommen, dasz er nur ein schalksnarr sei. Reinh. v. Freientahl (1700) 240; doch ihr, die fähigkeit und glück, ein seltnes paar, zu höhern dingen schuf, nehmt eures rufes wahr! Lichtwer 188; du kanst, gehüllt in blauen dunst, dir freilich lauten ruf erklimpern. Göckingk 1, 220; das ärgste weisz die welt von mir und ich kann sagen, ich bin besser als mein ruf. Schiller M. Stuart 3, 4; ihr steht in bösem ruf und leumund vetter, dasz ihr der frauen schönste tugend schmäht. jungfr. 3, 3; es ist kein zeitungsblatt hierher gedrungen, dasz dich es uns und deinen ruf beschriebe. Platen 202a. B@IVIV. B@IV@11) weidmännisch von jagdpfeifen, durch welche man die stimme der thiere nachmacht, um sie anzulocken: wenn man nun so geschwinde, wie ein hirsch, anstöszet, musz man auch ein- oder zweymal in den ruff schreyen, als wie ein thier, wenn es vom hirsche gejaget wird. Döbel jägerpr. 2, 119b; und wird ersagter ruff aus buchs- oder nuszbaum, in gestalt eines schiffleins .. gemacht. adel. zeitvertreiber 2, 55; ruff, gelock, gesang, ein lebendiger, in ein bauer gesperrter vogel, der die vorbeifliegenden vögel anlockt. Jacobsson 3, 466a. B@IV@22) beim whist: und runzelt weniger die stirn', als ich beym whist, wenn ich, zum ruf bereit, auf zwey figuren warte. Gotter 1, 100. B@IV@33) zusammenfassend für die fünf jedesmal gezogenen zahlen im österreichischen lottospiel: auf den ersten ruf. Hügel 130a.
13030 Zeichen · 217 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ruf

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    rûdoAWB m. an-St., seit dem 9./10. Jh. in Gl.: ‚Hautausschlag, Räude, Krätze; impetigo, monzil [lingua ignota, Hildeg.],…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    RUFstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    RUF stm. ahd. hruf Graff 4,1155. zu hriob. kruste einer wunde, schorf. rumex ruf sumerl. 15,11. vgl. Frisch 2,132. a. ge…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rûf

    Mittelniederdeutsches Wb.

    rûf s. 2 rôf.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Ruf

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Der Ruf , des -es, plur. die -e, die rauhe Haut, siehe Rufe.

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ruf

    Goethe-Wörterbuch

    Ruf 1 mit erhobener Stimme abgegebene, weitreichende (kurze) u willentliche Lautäußerung a als Mittel menschlicher Kommu…

  6. modern
    Dialekt
    Ruf

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    Ruf Band 6, Spalte 669 Ruf 6,669

  7. Sprichwörter
    Ruf

    Wander (Sprichwörter)

    Ruf Ruf (s. Gerücht). 1. Allgemeiner Ruf ist selten grundlos. – Simrock, 8575. Engl. : Common fame 's seldom to blame. (…

  8. Spezial
    Ruf

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ruf m. (-[e]s,-e) 1 (Schrei) scrai (-s) m. 2 ‹fig› cherdada (-des) f. , usc f. 3 (guter Ruf, Ansehen) inom m. 4 (Leumund…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruf

241 Bildungen · 184 Erstglied · 43 Zweitglied · 14 Ableitungen

ruf‑ als Erstglied (30 von 184)

Ruf I

SHW

Ruf I Band 4, Spalte 1507-1508

Ruf II

SHW

Ruf II Band 4, Spalte 1507-1508

Ruf(f)leteⁿ

Idiotikon

Ruf(f)leteⁿ Band 6, Spalte 671 Ruf(f)leteⁿ 6,671

rufa*

EWA

rûdoAWB m. an-St., seit dem 9./10. Jh. in Gl.: ‚Hautausschlag, Räude, Krätze; impetigo, monzil [lingua ignota, Hildeg.], prurigo, pruri- tus…

Rufach

Meyers

ruf·ach

Rufach ( Rouffach ), Stadt und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Oberelsaß, Kreis Gebweiler, an den Vogesen, an der Lauch und der Eisenbah…

Rufamt

DRW

ruf·amt

Rufamt, n. I Recht auf das Entgelt für die Tätigkeit des Rufers (I) umme sinen [statloifers] dinst verlihet man im das rufamt, daz ist von i…

Rūfang

WWB

ruf·ang

Rū-fang wildes, jungenhaftes Mädchen (Frbg.) ( Stf La).

Rufaß

BWB

Rufaß Band 1, Spalte 1,638

rufbar

DWB

ruf·bar

rufbar , adj. was gerufen werden kann: manche turnwörter müssen notwendig rufbar .. werden, und darum einfach und volltönig wie empfindungsl…

rufbuchstabe

DWB

ruf·buchstabe

rufbuchstabe , m. so nennt Schottel das zur bezeichnung des vocativs dienende o, s. unten rufletter ( Schottel 227 ).

Rufe(n)flëck(eⁿ)

Idiotikon

Rufe(n)flëck(eⁿ) Band 1, Spalte 1190 Rufe(n)flëck(eⁿ) 1,1190

Rufe(n)g(e)sicht

Idiotikon

Rufe(n)g(e)sicht Band 7, Spalte 263 Rufe(n)g(e)sicht -ü- 7,263

Rufe(n)grind

Idiotikon

Rufe(n)grind Band 2, Spalte 767 Rufe(n)grind -ü- 2,767

Rufe(n)mūl

Idiotikon

Rufe(n)mūl Band 4, Spalte 181 Rufe(n)mūl 4,181

Rufe(n)naseⁿ

Idiotikon

Rufe(n)naseⁿ Band 4, Spalte 801 Rufe(n)naseⁿ 4,801

Rufe(n)schnorreⁿ

Idiotikon

Rufe(n)schnorreⁿ Band 9, Spalte 1278 Rufe(n)schnorreⁿ 9,1278

Rūfeªger

WWB

rufe·ager

Rū-feªger m. Person, die körperlich viel ertragen kann ( Lst An).

rūfeªmd

WWB

rū-feªmd Adj. (von Gewebe) grob, raufaserig ( Det Is).

rufechtig

DWB

ruf·echtig

rufechtig , adj. , mit einer rufe, einem harten überzug versehen ( s. rufe und unten ruficht, rufig): die sind blatern wie die beulen, hoch,…

rufel

Idiotikon

rufel Band 6, Spalte 671 rufel 6,671

Rufeleⁿ

Idiotikon

Rufeleⁿ Band 6, Spalte 673 Rufeleⁿ 6,673

rufelîn

Lexer

rufe·lin

rufelîn stn. dem. zum vorig. ruflî Ring 35 b , 7.

rufelīn

KöblerMhd

rufe·līn

rufelīn , st. N. nhd. kleiner Schorf Q.: Ring (1408/1410) E.: s. ruf, *līn? (2) W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 533 (rufelîn)

rufen

DWB

rufen , verb. , einen schorf bilden ( s. rufe): es haben auch die kinder offt scharpffe brandtblätterlein, die sie ubel brennen, die rat ich…

rufenbart

DWB

rufen·bart

rufenbart , m. , schweiz. rüfebart, ausschlag an lippe und kinn. Seiler 242 b .

rufenberg

DWB

rufen·berg

rufenberg , m. bergmännisch eine unart, welche am zwitter ( zinnerz ) gefunden wird. Frisch 2, 132 a : was sich in klüfften oder am selband …

ruf als Zweitglied (30 von 43)

hruf

KöblerAhd

*hruf , F. Vw.: s. *ruf

Abruf

RDWB1

Abruf m auf Abruf по вызову, по необходимости, на случай необходимости, если потребуется Ich stehe auf Abruf zur Verfügung. - Можете мной ра…

Anruf

RDWB1

Anruf m оклик, зов, вызов звонок (телефонный)

Ausbildungsberuf

RDWB1

Ausbildungsberuf m профессия, приобретаемая как результат среднего специального образования непосредственно на предприятии или на фирме

Nachruf

RDWB1

Nachruf m траурная речь, поминальная речь некролог

Traumberuf

RDWB1

Traumberuf m см. RDWB1 Traum-

Verruf

RDWB1

Verruf m j-n in ~ bringen fest. - создать кому-л. дурную славу, репутацию; ославить кого-л. устар. , книж. ; бросать / бросить тень на кого-…

Widerruf

RDWB1

Widerruf m опровержение (а не "отзыв") der redaktionelle Widerruf - опровержение со стороны редакции

abruf

DWB

abruf , m. avocatio: des todes furchtbaren abruf. Klopst. Mess. 17, 442 ; der abruf von einem amt, von einem ort.

Äntenruf

Adelung

anten·ruf

Der Äntenruf , des -es, plur. die -rüfe, bey den Jägern, eine kleine Pfeife, womit man den Laut der wilden Änten nachahmet, und sie damit he…

anruf

DWB

anruf , m. invocatio, acclamatio, zuruf: anruf der götter; doch nun in dem anruf inniger rührung seid mir gegrüszt. Voss Od. 13, 355 .

Auffallruf

DRW

auffall·ruf

Auffallruf Bekanntmachung eines Bankrotts (in der Kirche) bdv.: Auffallverkündigung SchweizId. VI 279 Faksimile

aufruf

DWB

auf·ruf

aufruf , m. proclamatio, invocatio, nnl. oproep: aufruf zu den waffen, aufruf des königs an das volk, aufruf der landwehr: verkauf durch öff…

Ausgeruf

DRW

Ausgeruf Versteigerung vgl. Ausruf von subhastation oder dem ausgeruf 6 kgr. oJ. BautzenStat. 68 Faksimile

ausruf

DWB

aus·ruf

ausruf , m. exclamatio, nnl. uitroep: du nennest immer deinen namen, dein ausruf handelt nur von dir. Hagedorn 3, 99 . der pl. lautet ausruf…

Baumwulle(n)ruf

Idiotikon

Baumwulle(n)ruf Band 6, Spalte 1204 Baumwulle(n)ruf 6,1204 A

beruf

DWB

beruf , m. fama, vocatio, impulsio, munus. 1 1) fama, ruf: solchs aberglaubiges wesen ist zu unsern zeiten aufgehaben und abgeschaft worden,…

d(a)ruf

Idiotikon

d(a)ruf Band 12, Spalte 14 d(a)ruf (Nachtr.) 12,14

dādruf

Idiotikon

dādruf Band 1, Spalte 119 dādruf 1,119

Ei (Ausruf)

Wander

Ei (Ausruf) Ei (Ausruf). Ei, ei! sagt der Steckbohrer. – Hoefer, 1007; Simrock, 9835. [Zusätze und Ergänzungen] 2. Ei, ei, ei! und au, au, a…

fürstenruf

DWB

fuersten·ruf

fürstenruf , m. im jagdwesen ein kurzes jagdstück, das bei der hetzjagd ( parforcejagd ), wenn der hirsch, der sich verloren hatte, wieder a…

gnadenberuf

DWB

gnaden·beruf

gnadenberuf , m. , ' berufung, anruf durch die gnade ', von der ewigen wahl gottes, der gnadenwahl ( s. d. ) unterschieden: diesen bleiben g…

hirschruf

DWB

hirsch·ruf

hirschruf , m. ein kleines werkzeug, gewöhnlich von horn oder auch von holz oder meerschneckenschalen, worauf der jäger in der brunftzeit da…

hühnerruf

DWB

huhn·er·ruf

hühnerruf , m. was hühnergeschrei. Jacobsson 2, 292 b .

kirchenruf

DWB

kirchen·ruf

kirchenruf , m. öffentliche verkündigung, bekanntmachung, ausruf in der kirche. Frisch 1, 516 b . Adelung, jener citiert aus der jülich. rec…

Marktruf

DRW

mark·truf

Marktruf, m. I Ausrufung des Marktes (I) unter Hinweis auf die zu beachtende Marktordnung diese verordnung wird neben dem gewöhnlichen alten…

milchruf

DWB

milch·ruf

milchruf , m. schurf oder grind bei säuglingen. vgl. unter milchgrind.

Muff (Ausruf)

Wander

muff·ausruf

Muff (Ausruf) Muff (Ausruf). Er kann nicht Muff sagen. – Frischbier 2 , 2668. Er vermag vor Befangenheit, Dummheit, Schuldbewusstsein nichts…

nachruf

DWB

nach·ruf

nachruf , m. das nachrufen und nachgerufene. 1 1) nachfolgender, nachhallender ruf: bis ein fertiger gesang muthig durch die lüfte drang und…

Ableitungen von ruf (14 von 14)

beruf

DWB

beruf , m. fama, vocatio, impulsio, munus. 1 1) fama, ruf: solchs aberglaubiges wesen ist zu unsern zeiten aufgehaben und abgeschaft worden,…

berufen

DWB

berufen , vocare, convocare, schwankt, wie abrufen, anrufen, aufrufen, ausrufen, zwischen starker und schwacher flexion, worüber bei dem ein…

beruflich

DWB

beruflich , muneri conveniens: die berufliche thätigkeit, wirksamkeit des arztes. besser, thätigkeit im beruf.

berufung

DWB

berufung , f. 1) vocatio: er ist auch uf gefaren durch berüfung der stimm gott des vatters. Keisersb. sünd. d. m. 86 a . 2) provocatio, appe…

entrufen

DWB

entrufen , avocare, von einer stelle weg, auch mit dem sinne von herbei, heranrufen: du entriefst der nacht der gestirn heer! Messias 20, 11…

errufen

DWB

errufen , clamore assequi, ahd. arruofan: ich kann ihn nicht errufen. Stieler 1630 ; ich musz hier in der entfernung stehen bleiben, aber mi…

gerufe

DWB

gerufe , geruf , mit umlaut gerüfe , gerüf , n. , subst. verb. zu rufen, mhd. geruofe, md. gerûfe, nd. gerôpe Schiller-Lübben 2, 73 b . ten …

Mißruf

Campe

◎ Der Mißruf , — es , o. Mz . der üble, nachtheilige Ruf. I Mißruf kommen (in Miß credit ). »Wodurch der Rheinwein in Mißruf kommen könnte.«…

rufe

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rufe , f. daneben im älteren nhd. der rufen ( s. die belege ), schorf, kruste; nur noch mundartlich lebendig, schon von Steinbach 2, 306 als…

unruf

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unruf , m. , böser ruf; s. ruf III 4 und un IV B: welchis uns aber einst einen groszen abbruch und unruf brechte polit. korrespond. Mor. v. …

urruf

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urruf , m. (ur- C 4 c): jenem urruf nach freiheit Kürnberger der Amerikamüde 470 .

verruf

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verruf , m. bann, acht. ursprünglich hat das wort die bedeutung ' bekanntmachung '. so hat es sich bis in unsre zeit im bair. dialekte erhal…

verrufen

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verrufen , verb. öffentlich bekannt machen, in schlechten ruf bringen. starkes zeitwort, doch ragt hier in das westgerman. wie beim einfache…

verrufung

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verrufung , f. est calumnia et criminatio, it. fascinatio et leuatio magica offensionum corporis. Stieler 1631 ; besonders beliebt ist verru…