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rinde

ae. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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20 in 20 Wb.
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9 von 16

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Rinde

Bd. 3, Sp. 1118
Die Rinde, plur. die -n, Dimin. das Rindchen, Oberd. Rindlein, der harte äußere Theil, welcher ein anderes Ding umgibt, und welcher auch eine Kruste genannt wird, obgleich dieses eigentlich die härteste Art der Rinden bezeichnet. Die Wunde bekommt eine Rinde, wenn der Eiter oder das Blut darauf erhartet oder trocknet, welche Rinde auch der Ruf und bey Ausschlägen im gemeinen Leben auch der Schorf genannt wird. Die Rinde eines Baumes, die Baumrinde, die äußerste harte Decke des Holzes, Nieders. Borke, dagegen die Pflanzen nicht so wohl Rinden als vielmehr biegsame, weiche Häute haben. Die Rinde abschälen. Birkenrinde, Eichenrinde, Lohrinde u. s. f. Die Rinde am Brote, oder des Brotes, die Brotrinde, im gemeinen Leben die Kruste, im Oberdeutschen der Ranft. Eine Rinde Brot, ein Rindchen Brot essen. Der Käse hat eine harte Rinde. In heißen Sommertagen bekommt der Gassenkoth eine feste Rinde. Anm. Schon bey dem Ottfried und Willeram Rinto, im Nieders. Rinde und Rinne, im Angels. und Engl. Rind. Frisch leitet es von rund und Ring her, weil die Rinde als ein breiter Ring um den Baum gehe. Allein das ist kein Unterscheidungsmerkmahl der Rinde, weil sie auch auf ganz ebenen und flachen Dingen Statt findet, wohl aber die Härte und Festigkeit, daher man dieses Wort als Eines Geschlechtes mit rauh, Räude, Roft, Rand, Ruf u. s. f. halten muß, welche alle nur im Endlaute verschieden sind. Mit vorgesetztem g entstehet daraus Grind. Siehe auch Ruf.[]
1458 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    rindesw. F. (n)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    rinde , sw. F. (n) nhd. Rinde, Borke, Kruste Hw.: s. rind E.: s. rind L.: Hh 261, Hall/Meritt 283a, Lehnert 172a

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    RINDEswf. stf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    Lexer FindeB RINDE RINTE swf. stf. ahd. rindâ MWVQVZ Graff 2, 532. rinde am baum und am brote. cortex rinte MWVQVZ sumer…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rindeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    rinde , F. nhd. Rinde, Gewebemantel an Bäumen Ästen und Zweigen, Hülle, Schale (F.) (1), harter Überzug über einem weich…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rinde

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Rinde , plur. die -n, Dimin. das Rindchen, Oberd. Rindlein, der harte äußere Theil, welcher ein anderes Ding umgibt,…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rinde

    Goethe-Wörterbuch

    Rinde 1 die Ummantelung des Stamms, der Äste u Wurzeln bei Pflanzen; überwiegend bezogen auf Bäume a die äußere feste od…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rinde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Rinde (Cortex) , die äußere Schichte der Pflanzen, erscheint am ausgebildetsten bei den Bäumen; sie besteht aus Zellen, …

  7. modern
    Dialekt
    Rinde

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB RhWB Rind e , Runge [Rìnt Su. NBreis. Str. Betschd. ; Re Mutzig K. Z. ; Ræ M. ; Rùə S.; Demin. Rìl Rimbach ] f.…

  8. Sprichwörter
    Rinde

    Wander (Sprichwörter)

    Rinde 1. Die Rinde von der Pastete ist so gut wie Brot. Frz. : Croute de pâté vaut bien pain. ( Kritzinger, 193 b . ) 2.…

  9. Spezial
    Rinde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Rin|de f. (-,-n) 1 scorza (-zes) f. 2 (vom Brot) crosta (-tes) f. ▬ die Rinde abschälen (vom Baum) scorzé ; (Früchte) de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rinde

553 Bildungen · 370 Erstglied · 182 Zweitglied · 1 Ableitungen

rinde‑ als Erstglied (30 von 370)

Rinde(n)chlëber

Idiotikon

Rinde(n)chlëber Band 3, Spalte 612 Rinde(n)chlëber 3,612

Rinde(n)der(r)et

Idiotikon

Rinde(n)der(r)et Band 13, Spalte 1023 Rinde(n)der(r)et 13,1023

Rinde(n)schel(l)er

Idiotikon

Rinde(n)schel(l)er Band 8, Spalte 552 Rinde(n)schel(l)er 8,552

Rinde(n)schel(l)et

Idiotikon

Rinde(n)schel(l)et Band 8, Spalte 552 Rinde(n)schel(l)et 8,552

Rinde(n)schëreⁿ

Idiotikon

Rinde(n)schëreⁿ Band 8, Spalte 1142 Rinde(n)schëreⁿ 8,1142

Rinde(n)staler

Idiotikon

Rinde(n)staler Band 11, Spalte 1194 Rinde(n)staler 11,1194

Rinde(n)stampf

Idiotikon

Rinde(n)stampf Band 11, Spalte 477 Rinde(n)stampf 11,477

Rinde(n)stampfi

Idiotikon

Rinde(n)stampfi Band 11, Spalte 485 Rinde(n)stampfi 11,485

Rinde(n)star

Idiotikon

Rinde(n)star Band 11, Spalte 1193 Rinde(n)star 11,1193

Rinde(n)staub

Idiotikon

Rinde(n)staub Band 10, Spalte 1071 Rinde(n)staub 10,1071

rindeclifer

KöblerAe

rindeclifer , st. F. (ō) nhd. Kleiber, Klebermeise, Blauspecht, Rindenkleber E.: s. rind, *clifer (2) L.: Hh 52

Rindeeisen

PfWB

rinde·eisen

Rinde-eisen n. : ' gebogenes Messer zum Lösen der Lohrinde ', Rinneise [KU-Schmittw/O Feierowend 19/1955]; vgl. PfWB Rindenkratzer , -schäle…

rindeffen

MeckWB

rind·effen

Wossidia rindeffen rinner- ein-, hineinschlagen, ein Blitz, ein Schlag ins Auge: rin- Ro Rostock@Altheide AHeide ; in sin Kajütenfinster ...…

rindeken

KöblerMnd

rinde·ken

rindeken , N. nhd. „Rindchen“, hartes Stück Gebäck, Zimtrinde, Rinde des Zimtbaums Q.: Dief. 23 E.: s. rinde, ken W.: s. nhd. Rinde, N., Rin…

rindelblume

DWB

rindel·blume

rindelblume , f. name der viola lutea. Dief.-Wülcker 820 ; viole lutee alias calte rindelblumen. Trochus L 2 b .

rindele

KöblerMnd

rind·ele

rindele , F. nhd. Ringelblume ÜG.: lat. calendula officinalis? Q.: De Man 195 E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 2, 2141 (rindele)

rindeln

DWB

rind·eln

rindeln , verb. dialektisch. 1) gerste in graupen verwandeln, vgl. DWB rändeln und DWB renneln . 2) ( figürlich ) geld wechseln, gröbere mün…

rindelīn

KöblerMhd

rinde·līn

rindelīn , st. N. nhd. Rindlein (N.) (2), kleine Rinde Hw.: s. rintel E.: s. rinde W.: nhd. Rindlein, N., Rindlein (N.) (2), DW 14, 975 L.: …

Rindenbank

SHW

Rinden-bank Band/Spalte unbekannt

Rindenbeil

SHW

Rinden-beil Band/Spalte unbekannt

Rindenbock

SHW

Rinden-bock Band/Spalte unbekannt

Rindenbund

SHW

Rinden-bund Band/Spalte unbekannt

rinde als Zweitglied (30 von 182)

alrûn|rinde

MWB

alrûn|rinde swF. ‘Rinde der Mandragorawurzel’ nim anacardi. seuenboumes. entian. alrun rinden. igliches eilf korn SalArz 95,46 MWB 1 167,22;…

alrūnrinde

KöblerMhd

alrūn·rinde

alrūnrinde , F. nhd. Alraunrinde ÜG.: lat. cortex madragorae Gl, Voc Q.: Gl, SalArz (Anfang 13. Jh.), Voc E.: ahd.? alrūnrinta* 2, st. F. (ō…

Angosturarinde

Herder

angostura·rinde

Angosturarinde , von der Galipea officinalis , einem Südamerika eigenthümlichen Baume; sie dient in Wechselfiebern, Durchfall, Ruhr u.s.w. D…

Aufspringen der Rinde

Meyers

Aufspringen der Rinde , Bildung von Längsspalten in der Baumrinde, erfolgt bei zu üppigem Wachstum in gutem Boden oder in harten Wintern dur…

Baumrinde

SHW

Baum-rinde Band/Spalte unbekannt

baumrinde

DWB

baum·rinde

baumrinde , f. die härtere, äuszere rinde, unter welcher sich noch der zartere bast befindet.

Bechararinde

Meyers

Bechararinde , s. Meyers Mimosarinden .

Bo¹kenrinde

WWB

Bo¹ken-rinde f. ⟨ › bo¹kenrinne ‹ ( Kr. Höxter Höx Kr. Höxter@Bergheim Bg ), bō¹ken- ‹ ( Kr. Olpe Olp El) ⟩ Buchenrinde.

Bō²mrinde

WWB

bom·rinde

Bō²m-rinde f. ⟨ › bō²m- ‹ ; -rinde ( Kr. Osnabrück Osn Kr. Osnabrück@Borgloh Bo , Kr. Steinfurt Stf Lf, Kr. Höxter Höx Kr. Höxter@Bredenborn…

Brō²drinde

WWB

brod·rinde

Brō²d-rinde f. ⟨ -rinde ( Kr. Detmold Det Kr. Detmold@Reelkirchen Rk , Kr. Höxter Höx Kr. Höxter@Kollerbeck Kb , Kr. Büren Bür Kr. Büren@Wes…

Cascarillrinde

Herder

Cascarillrinde , ein geschätztes Arzneimittel, kommt von Croton Eluteria (s. Croton).

Chlorinde

GWB

chlor·inde

Chlorinde Dat, AkkSg -den weibl Heldin in Tassos ‘Gerusalemme liberata’ GWB 21,33,17 Lj I 7 Tasso 1100 uö als Typ der edlen, tatkräftigen Fr…

Cotorinde

Meyers

Cotorinde , eine zuerst 1874 bekannt gewordene brasilische Rinde von unbekannter Abstammung. Sie wurde von einer Laurazee, von einer Drimys …

Ableitungen von rinde (1 von 1)

gerinde

Lexer

ge-rinde stn. s. Lexer gerinne.