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Rinde

ae. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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20 in 20 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Rinde

Bd. 16, Sp. 941
Rinde (Cortex), der nach außen von dem Hautgewebe überdeckte, nach innen von dem Kambium begrenzte Gewebemantel im Sproß und in der Wurzel der Gefäßpflanzen. Man unterscheidet bei Holzgewächsen die primäre R. (Außenrinde), die aus dem Grundgewebe des Vegetationspunktes hervorgegangen ist, und die sekundäre R. (Innenrinde), die von dem Siebteil der Leitbündel und den durch die Tätigkeit des Kambiums hinzugefügten Elementen gebildet wird. Im Alter werden vielfach die Rinden durch fortschreitende Borkenbildung ihrer äußern Schichten beraubt, während neue Schichten von innen her hinzugefügt werden. In manchen Fällen, z. B. bei der Weinrebe, wird fast die gesamte sekundäre R. des vorangegangnen Jahres abgeworfen und neu gebildet. Die anatomischen Elemente sind hauptsächlich Parenchym (Bast- oder Rindenparenchym), das in jungen oberirdischen Rinden als grünes Assimilationsgewebe entwickelt sein kann, gewöhnlich aber ein Speichergewebe für Reservestoffe bildet. Ferner finden sich als Leitungsgewebe Siebröhrengruppen, die mit dem Rindenparenchym zusammen als Weichbast dem als Hart bast bezeichneten, aus Skleremchymfasern (Bastfasern) und aus Steinzellen gebildeten Festigungsgewebe gegenübergestellt werden. Rinden finden vielfache Benutzung. Ihr Reichtum an Gerbsäure macht sie zu den wichtigsten Gerbmaterialien, und zur Gewinnung der Gerbrinden werden die betreffenden Gehölze (Eiche, Akazie) in Schälwaldungen gezogen, und man läßt die Schößlinge nur das Alter erreichen, in dem sie die beste R. liefern. Viele andre Rinden und Rindenteile (Chinarinde, Zimt etc.) werden arzneilich oder als Gewürz benutzt.
1627 Zeichen · 16 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    rindesw. F. (n)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    rinde , sw. F. (n) nhd. Rinde, Borke, Kruste Hw.: s. rind E.: s. rind L.: Hh 261, Hall/Meritt 283a, Lehnert 172a

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    RINDEswf. stf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    RINDE RINTE swf. stf. ahd. rindâ Graff 2, 532. rinde am baum und am brote. cortex rinte sumerl. 45,17. rinde das. 26,2. …

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rindeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    rinde , F. nhd. Rinde, Gewebemantel an Bäumen Ästen und Zweigen, Hülle, Schale (F.) (1), harter Überzug über einem weich…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rinde

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Rinde , plur. die -n, Dimin. das Rindchen, Oberd. Rindlein, der harte äußere Theil, welcher ein anderes Ding umgibt,…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rinde

    Goethe-Wörterbuch

    Rinde 1 die Ummantelung des Stamms, der Äste u Wurzeln bei Pflanzen; überwiegend bezogen auf Bäume a die äußere feste od…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rinde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Rinde (Cortex) , die äußere Schichte der Pflanzen, erscheint am ausgebildetsten bei den Bäumen; sie besteht aus Zellen, …

  7. modern
    Dialekt
    Rinde

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Rind e , Runge [Rìnt Su. NBreis. Str. Betschd. ; Re Mutzig K. Z. ; Ræ M. ; Rùə S.; Demin. Rìl Rimbach ] f. 1. Rinde,…

  8. Sprichwörter
    Rinde

    Wander (Sprichwörter)

    Rinde 1. Die Rinde von der Pastete ist so gut wie Brot. Frz. : Croute de pâté vaut bien pain. ( Kritzinger, 193 b . ) 2.…

  9. Spezial
    Rinde

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Rin|de f. (-,-n) 1 scorza (-zes) f. 2 (vom Brot) crosta (-tes) f. ▬ die Rinde abschälen (vom Baum) scorzé ; (Früchte) de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rinde

404 Bildungen · 370 Erstglied · 33 Zweitglied · 1 Ableitungen

rinde‑ als Erstglied (30 von 370)

Rinde(n)chlëber

Idiotikon

Rinde(n)chlëber Band 3, Spalte 612 Rinde(n)chlëber 3,612

Rinde(n)der(r)et

Idiotikon

Rinde(n)der(r)et Band 13, Spalte 1023 Rinde(n)der(r)et 13,1023

Rinde(n)schel(l)er

Idiotikon

Rinde(n)schel(l)er Band 8, Spalte 552 Rinde(n)schel(l)er 8,552

Rinde(n)schel(l)et

Idiotikon

Rinde(n)schel(l)et Band 8, Spalte 552 Rinde(n)schel(l)et 8,552

Rinde(n)schëreⁿ

Idiotikon

Rinde(n)schëreⁿ Band 8, Spalte 1142 Rinde(n)schëreⁿ 8,1142

Rinde(n)staler

Idiotikon

Rinde(n)staler Band 11, Spalte 1194 Rinde(n)staler 11,1194

Rinde(n)stampf

Idiotikon

Rinde(n)stampf Band 11, Spalte 477 Rinde(n)stampf 11,477

Rinde(n)stampfi

Idiotikon

Rinde(n)stampfi Band 11, Spalte 485 Rinde(n)stampfi 11,485

Rinde(n)star

Idiotikon

Rinde(n)star Band 11, Spalte 1193 Rinde(n)star 11,1193

Rinde(n)staub

Idiotikon

Rinde(n)staub Band 10, Spalte 1071 Rinde(n)staub 10,1071

rindeclifer

KöblerAe

rindeclifer , st. F. (ō) nhd. Kleiber, Klebermeise, Blauspecht, Rindenkleber E.: s. rind, *clifer (2) L.: Hh 52

Rindeeisen

PfWB

rinde·eisen

Rinde-eisen n. : ' gebogenes Messer zum Lösen der Lohrinde ', Rinneise [KU-Schmittw/O Feierowend 19/1955]; vgl. Rindenkratzer , -schäler 2.

rindeffen

MeckWB

rind·effen

rindeffen rinner- ein-, hineinschlagen, ein Blitz, ein Schlag ins Auge: rin- Ro AHeide ; in sin Kajütenfinster ... rinne deffen Bri. 2, 109.

rindeken

KöblerMnd

rinde·ken

rindeken , N. nhd. „Rindchen“, hartes Stück Gebäck, Zimtrinde, Rinde des Zimtbaums Q.: Dief. 23 E.: s. rinde, ken W.: s. nhd. Rinde, N., Rin…

rindelblume

DWB

rindel·blume

rindelblume , f. name der viola lutea. Dief.-Wülcker 820 ; viole lutee alias calte rindelblumen. Trochus L 2 b .

rindele

KöblerMnd

rind·ele

rindele , F. nhd. Ringelblume ÜG.: lat. calendula officinalis? Q.: De Man 195 E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 2, 2141 (rindele)

rindeln

DWB

rind·eln

rindeln , verb. dialektisch. 1) gerste in graupen verwandeln, vgl. rändeln und renneln . 2) ( figürlich ) geld wechseln, gröbere münzsorten …

rindelīn

KöblerMhd

rinde·līn

rindelīn , st. N. nhd. Rindlein (N.) (2), kleine Rinde Hw.: s. rintel E.: s. rinde W.: nhd. Rindlein, N., Rindlein (N.) (2), DW 14, 975 L.: …

Rindenbank

SHW

Rinden-bank Band 4, Spalte 1407-1408

Rindenbeil

SHW

Rinden-beil Band 4, Spalte 1407-1408

Rindenbock

SHW

Rinden-bock Band 4, Spalte 1407-1408

Rindenbund

SHW

Rinden-bund Band 4, Spalte 1407-1408

Rindenburde

SHW

Rinden-burde Band 4, Spalte 1407-1408

Rindenfeier

SHW

Rinden-feier Band 4, Spalte 1407-1408

rinde als Zweitglied (30 von 33)

alrûn|rinde

MWB

alrûn|rinde swF. ‘Rinde der Mandragorawurzel’ nim anacardi. seuenboumes. entian. alrun rinden. igliches eilf korn SalArz 95,46 MWB 1 167,22;…

alrūnrinde

KöblerMhd

alrūn·rinde

alrūnrinde , F. nhd. Alraunrinde ÜG.: lat. cortex madragorae Gl, Voc Q.: Gl, SalArz (Anfang 13. Jh.), Voc E.: ahd.? alrūnrinta* 2, st. F. (ō…

baumrinde

DWB

baum·rinde

baumrinde , f. die härtere, äuszere rinde, unter welcher sich noch der zartere bast befindet.

Doogwoodrinde

Wander

Doogwoodrinde Jemanden Doogwoodrinde schälen lassen. ( Nordamerika. ) Der Doogwoodbaum, eine Art wilder Cornelkirsche, aber mit bittern, ung…

epfichrinde

KöblerMhd

epfich·rinde

epfichrinde , st. F., sw. F. nhd. Sellerierinde Q.: SalArz (Anfang 13. Jh.) E.: s. epfich, rinde (1) W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 1773 (ephichbla…

ephichrinde

MWB

ephich·rinde

ephichrinde F. ‘(abgeschälte) Sellerierinde’ gip im [dem Fieberkranken] uenchel rinde. oder eppen rinde di gesoten sin mit oximel SalArz 72,…

ephicrinde

KöblerMhd

ephicrinde , st. F., sw. F. Vw.: s. epfichrinde*

fieberrinde

DWB

fieber·rinde

fieberrinde , f. cortex peruvianus: durch was, lieber doctor? fragte ich. 'durch ein loth fieberrinde, ehe sie ihren spargel essen', antwort…

kapernrinde

DWB

kapern·rinde

kapernrinde , f. die rinde von der wurzel des kapernstrauchs, die gerollt wie zimmetrinde in den handel kommt.

kürbizrinde

KöblerMhd

kürbizrinde , st. F. nhd. „Kürbisrinde“, Kürbisschale Q.: SalArz (Anfang 13. Jh.) E.: s. kürbiz, rinde W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 767 (kürbizri…

kürbiʒrinde

MWB

kürbiʒrinde stF. ‘Kürbisschale’ mache im ein plaster uf di leber [...] uon kurbiz rinde. vnde uon girstin mele SalArz 67,56. 66,29 MWB 3,2 7…

lōrinde

KöblerMhd

lōrinde , st. F., sw. F. nhd. Lohrinde ÜG.: mlat. frunium VocOpt Q.: VocOpt (1328/1329) E.: s. lō, rinde W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1955 (l…

mittelrinde

KöblerMhd

mittel·rinde

mittelrinde , st. F., sw. F. nhd. Rinde, Bast ÜG.: lat. liber Voc Q.: Voc (14./15. Jh.) E.: s. mittel (1), rinde W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1,…

mūlboumrinde

KöblerMhd

mūlboum·rinde

mūlboumrinde , st. F. nhd. Maulbeerbaumrinde, Rinde des Maulbeerbaums Q.: SalArz (Anfang 13. Jh.) E.: s. mūlboum, rinde W.: nhd. DW- L.: Lex…

oberrinde

DWB

ober·rinde

oberrinde , f. die obere, äuszere rinde: den saft der oberrinde ( des fliederstrauches ) an der wurzel ausgepresst und in wenig wein genosse…

simmerinde

KöblerMnd

simme·rinde

simmerinde , F. Vw.: s. tsimmerinde L.: MndHwb 3, 232 (simmerinde)

tamarinde

DWB

tamar·inde

tamarinde , f. der ostindische sauerdattelbaum und dessen frucht; entlehnt aus ital. span. tamarindo, vom arab. tamr hindî ( indische dattel…

tsimmerinde

KöblerMnd

tsimmerinde , F. nhd. Zimmetrinde Q.: St. Arndes (1492) E.: simmet, rinde L.: MndHwb 3, 232 (simmerinde) Son.: Fremdwort in mnd. Form, örtli…

unterrinde

DWB

unter·rinde

unterrinde , f. , gs. der oberrinde ( s. d. ) zu rinde 3 c. bes. am brot: unterrinde am kuchen J. Murmelius nomenclator trilinguis (1666) D …

Winters-Rinde

Adelung

winters·rinde

Winters-Rinde , plur. inusit. die Rinde des weißen Zimmetbaumes, ( Winterania Linn. ) welche auch weiße Zimmetrinde genannt wird. Den ersten…

Ableitungen von rinde (1 von 1)

gerinde

Lexer

ge-rinde stn. s. gerinne.