lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

gerufe

nur nhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
1 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
3

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gerufe n.

Bd. 5, Sp. 3758
gerufe, geruf, mit umlaut gerüfe, gerüf,n. , subst. verb. zu rufen, mhd. geruofe, md. gerûfe, nd. gerôpe Schiller-Lübben 2, 73b. ten Doornkaat-Koolman 1, 613b, mnl. gheroep Kilian 171a. 11) lautes rufen und schreien, lärm, wie gerufte 1, gerücht 1: geruff, clamor Dief. 125b, gerff, geschrei Emmelius nomencl. 86; md. dîn vreude ist kumen in ein leit an clegelîchem gerûfe. pass. 100, 42 Hahn; mit michelem gerûfe greif man den alden pâbest an. pass. 378, 50 Köpke; daʒ ist der Franzôsen gerûfe (feldgeschrei). Loher und Maller 58b. 106a bei Lexer nachtr. 197; da wart von eime juden ein klein steinichen geworfen uf di monstrancien .. da wart ein gerufe unde ein geschrei ober di juden, daʒ si smelichen doit bleben. Limb. chr. 79, 12 Wyss; gerffe und geschrai. archiv des hist. vereins in Würzburg 22, 118 (von 1443); davon ein solich merklich geruf und schreien uferstant, das dem kuniklichen anwalt in keinen weg stünde zu erleiden. Wilw. v. Schaumb. 118; die suw und die iungen ferlin liefen .. uber die pfaffen, uber die begynen .., so daʒ da ein geruf und ein geschrei ward von den alten beginen. Eulensp. c. 94; dasz ist ein todter wolff, machen ir darusz so ein gerieff. 78; als er (Eck) das hört, welch ein geruff und klappern ward von im gehört! Carlstadt bei Luther 1, 148b; für angst erfüllte sie den himmel mit gerüff. D. v. d. Werder Ariost 28, 54, 7; disz schrecken, disz gerüff von stimm zu stimme rinnt. Gottfr. von Bulljon 20, 77. 9, 31; kein rechtes schweigen war noch recht gerüffe da. 20, 51; hastu nicht ein gerüf da, nimium tinnis et acute clamas, man kan vor dem gerufe (ululatus et strepitus) nichts hören. Stieler 1628; die nachbaren haben des sterbenden gerufe (gannitum tristem) weit gehöret. ebenda; inzwischen kam ein cameeltreiber mit hellem geruff. pers. baumg. 9, 5; ein grosz geruffe machen. Rädlein 361b; da treten denn stracks leute auf, rufen und schelten: glattkinn! glattkinn! und diesz gerufe und geschelte ... Klopstock 12, 79. 22) umgehendes gerede, landgeschrei, wie gerücht 3: ob ein gerûffe uber in chumt. Altprager stadtr. 109, 25 Röszler (14. jh.); weresz, daʒ einich man bezoget were von den burgern vor ein gelute, ader vor ein gerufe von deheiner sachen, der mag dune sin unschult mit zwelff sinen magen binnen dry wecken (wochen) na der bezicht. weisth. 1, 540, 21 (Rheingauer landrecht, 14. jahrh., aus Bodmann 624 fg.); wer .. keinerlei lymuot oder geruof mahte, das yemans dodurch verston möhte, das ein solich persone ussetzig und nit schön (rein) sin solte. Straszburger pol.-ordn. 55 Brucker (15. jahrh.); also ist ein unterschid under gemeiner achtung oder opinion, und gerff oder fama, wann gemeine opinion macht etwo ein recht, aber das gemein gerff oder fama nit, doch bestehet das selb gerff oder fama, bisz dawider bewisen werden mag. Tengler laiensp. (1544) 114b; so ein gerff entstehet, das einer gelt oder guot genomen (durch bestechung). 113a; als mancherlei unleümbden und gerff biszher entstanden und für mich kommen, das etlich unholden (hexen) in diser herrschaft seind. 105b. 33) der ruf, in welchem einer steht, wie gerücht 4: Ulenspiegel .. liesz niergen guoten geruoff hinder im. Eulensp. c. 54; ein prelat, ein regierer, ein prediger und der geleichen personen, welche einer gemeind vor sind, die selben söllent wöllen ein guot ruomrich gerf haben und sich in jrem leben und wandel also halten, das ire werck dem gerf entsprechen. Keisersberg seelenp. 12b; sein lob und geruoff. post. 2, 19; der lorbeerbaum hat disz geruff, das kein wetter darein schlecht. Bock kräuterb. 842. 44) gerühme, vgl. gerücht 1 am ende: md. mit michelem gerûfe berûmete sich genûger, wie er als ein klûger ouch klûge lûte ubersteic. pass. 285, 4 Köpke; nd. hê mâkd d'r'n gerôp (geprahle, aufheben) fan. Doornkaat-Koolman 1, 613b.
3858 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gerufe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Gerufe , des -s, plur. car. ein mehrmahliges oder anhaltendes Rufen.

Verweisungsnetz

6 Knoten, 4 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 3 Sackgasse 2

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gerufe

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gerufe

ge- + rufe

gerufe leitet sich vom Lemma rufe ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gerufe 2 Komponenten

ger+ufe

gerufe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — gerufe kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.