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Leute

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Leute

Bd. 5, Sp. 421
Leute das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk lait, –ęi- [Birkf -Ei-, Idar -ei-, Dat. -lairə, –Ei-, –ē- (Idar)]; Mosfrk bis zur Diphthongierungs-L. -ę·i.- (entrundet), -·y.-; doch Bitb lęt; NBitb lękt; Prüm -e-; Malm, Monsch -ø-; im rip., berg. Moullierungsgeb. løk [Köln -y-]; Siegld ; OBerg ; NBerg lyt; NLRip, Eup, SNfrk lȳ:; Klevld. ly [rrhn. am ORande u. n. Rees-Leegmeer KlNetterden Speelbg løi; um Rees-Overbeck u. Kirchhellen l] Pl. t.: 1. im Gegensatz zu Menschen, die ‘alle’ im allgemeinsten Sinne umfassen, sind L. nur alle Vollerwachsenen, Vollurteilsfähigen, Vollberechtigten; eine Ansammlung Erwachsener, aber noch nicht Verheirateter wird man nicht mit L. bezeichnen, sondern mit jong Volk, Halberwachsener mit jong Purschten (aber jong Fraulöck (sgescherr)), Kinder mit Kender, Wechter usf., eine Ansammlung aller Arten mit vill Volk (Menschen). Deshalb auch die RA.: Us de Kender wasse (werde) (wachsen, werden) (de) L. Allg, mit der Forts. on us L. Spelli Siegld. Gecke sen och L. (awer kän ewie de aner) im allg. rechnet man sie nicht zu den L. Allg.; de L. fir es (uns) sen och kän G.ə (Noren) gewes Mos; Säu (sich schweinig Benehmende) sen auch L. Sieg-ODollend; henger dem Berg send (wanne) och L. gesagt, wenn L., die man anfänglich nicht beachtet hat, sich plötzlich zur Geltung bringen oder an ihre Ansprüche erinnern; gewöhnlich begreift man unter L. nur die der nächsten Gemeinschaft mit gleichen Rechten, deshalb auch dat sen doch ken L. nicht vollberechtigt, nicht urteilsfähig, nicht wirtschaftlich stark, mit denen man nicht zu rechnen braucht, man den Umgang ablehnt; wie de L. sen normal sein; he es net wie de L. nicht normal; de L. gliche ein normales Aussehen haben Rip, Allg., e gleicht de L.ən Antw. auf die Frage, wem das Kind ähnlich sei Trier Mehring; mer muss de L.ə gleichen was du bist bin ich auch Merz-Saarhölzb. Mach wie de L., dann geht et dir wie de L.ən Saarl, Merz; wemmer deht wie de L., da geht et enem wie dene L. Monsch-Witzerath, — dann wiərd mer och gehale wie de L. Schleid-Hellenth. Et wäss (weiss) Mönsch et as wie de L. Bitb. — De kennt ken L. mih der Stolze, der Emporkömmling beachtet seine gleichberechtigte Gemeinschaft nicht mehr Allg. Kleider mache L., Lumpe m. Lüs Köln, Sol, May, Simm. Mit de L. schwätzt mer un mit de Ochse fahrt mer Saarbr. Wenn Gott well strofe e Langk (Land), höllt e de L. der Verstangk Monsch. Su L., su Gerek (Geräte) MülhRuhr. De kimmt och net zo de L.ən nicht zum Heiraten Wittl-Binsf; dir (ihr) seid ener (einer, einziger) L., da muss dir eich och bedrohn (vertragen) matənen (miteinander) ihr seid von einer und derselben Familie Bitb-Dudeld; der L. sein gesellig sein Koch. — Man unterscheidet Manns-, Frau- (Weibs- Rhfrk), Bursch-, Stadtl. (Here- Rhfrk) (s. 2). RA.: Et göt gein duller L. (undüniger Pack) as Mannslü un Fraulü Gummb (s. Frau-, Mannsleute). — In folg. RA. hat L. nicht deutlich den oben angegebenen strengen Begriffsinhalt, sondern mehr den Begriff ‘Publikum, Erwachsene’ schlechthin = man, sie; en Spell L. eine Menge Menschen Sol; de L. sägge vil reden viel; de L. aflaupe vielen L. nachgehen Selfk, Allg.; onger Lüts Denge anderer L. Eigentum oder Angelegenheiten Kemp, Allg. RA.: We de L., esu et Veh (Vieh) so wird das Vieh gehalten Schleid. Viel L., v. Sinn, v. Hasen, v. Spring Daun, Prüm. Je later (später) den Owend, je netter de L. Mörs, Geld, Elbf. Je schlechter de Zick (Zeit), je schlömmer de L. Bo. De L. se gut, wo mer neist mot hen zu duhn hat Prüm-Ihren. De L. van fröhger woəre völl beəter MGladb, Allg. De L. sin ömmer kluker (klüger), wenn sej van de Märt (Markt) komme, as wenn sej dorhen gohn Klev. Lott L. (se) sage (schwätze, kalle, prote usf.), wat se welle! MGladb, Allg., — da weəde se auch net geck! Aach. Dausend L. son et, on den Honnertste wass (weiss) neist dervon Ärger, dass man etwas nicht erfuhr Trier-Stdt. De L. lopen un lügen gegen Laufen u. Lügen der Menschen kann man nichts machen Gummb-Berghsn. De L. begenen (begegnen) sech, de Berg bleiwen leien (liegen) sie sind aufeinander angewiesen Mosfrk. Dat es enne gescheide Kerl, wenn et de L. mar (nur) wössten Mörs. L., die et mache kinne, halle sich en Katz un ach (auch) en Hund sie schaffen sich etwas an, was ihren Verhältnissen nicht entspricht Simm. Dem han de L. net fürangeholfe wenn einer lang ausbleibt Prüm-Burb. Et gen dut L. das führt zu Totschlag Schleid (u. so viele a. RA.). — De es allen L. verwandt hat überall Schulden Sieg. Mer kann de L.ə net widder (weiter) trauen, os mer sitt (sieht) Aden-Hümmel, Allg. Me süht de L. wäll op de Kläjer (Kleider), äwwel nit dronder Mörs, Allg. Wammer de L.ən de Worheit sät (sagt), dam fingk mer kein Herberg Köln-Stdt. Den L.ən et Maul ofreissen ins Gerede der L. kommen; etwas, was geheim gehalten werden sollte, den L. erzählen; wat geht mer elo de L. wiere in de Meiler! Rhfrk, Mosfrk. Mer soll de L.ə de Mul net opstippe den Anlass zu Redereien soll man meiden MüEif. We me al de L. de Mul stoppe wöul, dann hätt me völ te duhn MülhRuhr, Allg. (u. a. RA.). — De L. durch de Zänn schlafe (schleifen) von ihnen Böses sprechen May. De L. overeinhange (durch-) entzweien Sol, Allg. Mer moss de L. got losse, dann sein se got nicht andere reizen Kobl; mer muss de L. verschleisse, wie se sen Prüm. Der rennt (stesst) de L. um der Ungehobelte Mosfrk, — trött de L. op de Ziehne (Zehen) Jül-Linnich. Ech han en Honger, dat ech L. anfalle (anpacke, anbisse) könnt Rip, Allg. So frogt mer de L. us! abschl. Antw. Rip, Allg. Den hot och meih L. gesiehn os wie Kirchtir (-türme) er hat die Welt gesehn Prüm-Ihren. — Me kann sech an de L. net stüre MGladb, Allg. Mer versieht (verdeht) sech net mih wie an de L.ən Rip, Berg, Ruhr, SNfrk, — hanner (hinter ) de L.ən Mosfrk. Mer muss net mat Fangern op de L. weisen Bitb, Allg. Op alle L. wat wetten (wissen), sik selwers dobi vergetten Ess. Bej die L. geht et schro her schlechte Kost Duisb. Bei de L. es de Nähreng wo L. sind, gibt es etwas zu verdienen Geld. Mot de L. noənen (nacheinander) kuə fertig werden, sich vertragen Schleid. Dat (die Frau) hot met alle L.ə se duhn sie ist zanksüchtig Rhfrk. Et rüch (riecht) no L. nach Menschen Rip, Allg.; en as so hungerig, dat en deht no de L.ə beissen Bitb-NWeis. Wat gef ech öm de L., die geəve mech nicks! MGladb, Allg. De well et net onger (unter ) de L. han es verschwiegen wissen Rip, Allg.; sörgt mar, dat ge et onder de L. brengt, dann söllt ge et ock wäll onder et Bett kriege Geld; wer emol got onger de L. es (im Gerede), de küt och esu gäng (schnell) net mih drus Dür-Geich. He hät völl onger de L. hange kriegt das Geld nicht ein Allg.; he brengt et Geld onger de L.; he es onger de L. komme hat sich in der Welt umgesehen MGladb, Allg. Gestuət (Gestosse) es onger de Küh on Vergeət (Vergessen) onger de L. Geld-Leuth. Für de L. lofe gohn die Menschen fliehen Rip, Allg. Höt dich för L.ən, de schwigen un Hung (Hunde), de nit lugge (lauten, bellen)! Köln-Stdt. Ek sägg necks van de L., mar ek sett de Sack der nit ner (nieder) ich will nicht behaupten, dass sie unredlich sind, aber ich werde mich hüten, ihnen meine Sachen anzuvertrauen Rees. — Die hange Land en L. bəen (beieinander) stiften Streit Klev, Allg.; he bescheisst Land on L. betrügt alle Mosfrk; lever Land un L. verlorre, als ne falschen Eid geschworre Köln (s. Land). — Rätsel. En weleche Stadt sterven de mihste L.? En der Bettstatt Sieg. Wat donnt alle L. teglik (zugleich)? Se weəde ene Dag älder MGladb. — Süərscher (Rheinb-Sürst) Löck han Flüh em Röck! Necksp., ebenso von den Bettinger L. (Daun-Betting). — Se ege (eigenen ) L. desselben Haushaltes, Verwandte; met ege L. ze arbede, brengk jet en Rip, Allg. — Im Gegens. dazu u. zu mir selber de ander L. oder (de) fremm L. Rip, Allg. RA.: Wer sich op anger L. verlöt, der os verlossen selbst ist der Mann Schleid, Allg. Anger L., a. Ärbet Schleid-Hellenth. Der sieht an seine Bire, wenn anner L.s ihre zeidig (reif) sen Saarbr, Rhfrk, Mosfrk. Op ander L.s Täsch es got huse Köln. Van ander L.s Ler (Leder) ös gut Rieme schniən Mörs, Allg. (s. weiter bei ander). Met fremd L.s Sache moss me beister ömgoəh, wie met sing eige geliehene Sachen sind zu schonen Aach. Bei de frim L. geht mer dienen, bei de Verwandten op de Kirmes Trier, Bitb, Prüm. De mott ens onger freəm L., dat e ens let anger Maneere krit MGladb, Allg. — Unter all den L.ən gibt es Stufen körperlicher, sozialer, geistiger, sittlicher Art: et güt son (solche) L. on son L., ävver et güt mih sone as sone Grevbr-Otzenr; et git (der) L., die ...; et git genog (vill) der L., die su jet dohn Rip, Allg.; et geəve (sech) allerlei (allerhand) L. op Eərde, ävvel genn, die net freəte (eəte) Heinsb-Haaren, Saarbg-Faha; et get allerhand L., Spelli on Musikande, awwer kän, de nicks esse Siegld. So gibt es körperlich schün, nette, fein, schroh, hässleche, flädige (usf.) L., grusse, klen, decke, magere (usf.) L. RA.: Et send schön L., wenn me ön op der Röck süht wenn sie fortgehen MGladb. Sching (fein, staatse) L. hu sch. Sachen; de se net hun, lossen se sich machen Bitb, Allg. Hoddele L. (mit Flitterkram aufgeputzte L.) en nette L. bliven övverall hange Aach, Köln. L. met finn Kleier gönnt we op Eier Eup. Je later (später) der Dag, je netter de L.! zum abendlichen Besuch Ruhr. — In sozialer Hinsicht unterscheidet man riche on ärm L. Rip, Allg.; die reichen, mächtigen, angesehenen L. nennt man auch gemachte L. Allg.; grote L. SNfrk, Klevld; schöne L. Aach-Stdt; dat sönd geseisse L. wohlhabend Aach, Eup; de es va nette L. aus guter Familie Rip, Nfrk; die armen, geringen L. nennt man auch klen, gereng L.; dat sen sun (klen) Löckcher Kleinbauern, Arbeiter Rip, Allg.; ärm Lüttches Nfrk. RA.: Riche L. han vill Fründ Köln, — hät fette Katten (Katzen) Ess (s. weiter bei reich). Dat es grote L. Art Geld. Gr. L. kennen sek en Beddlersch sek auk Mörs. De muss vun nette L.ə sin (ironisch gemeint), de dat nit mag Köln-Stdt. Arm L. es get uselig, ulleg, koselig (armselig) Volk Nfrk. Arm L. bedore (bedauern) mät se nit satt Köln-Stdt. Et rückt (richt) no ärme L. Klevld, Allg. Die sind nu onger den armen L.ən dannen gehören nicht mehr zu den Armen Gummb. Enge de ärm L. va je Lif haue (halten) gesagt, wenn bei einem gemeinsamen Spaziergang einer hinterdrein geht Aach-Stdt. Der es nu onger den armen L.ən weg ist nicht mehr arm, durch Heirat oder Erbschaft Gummb, Bo-Widdig (s. weiter bei arm). De kennt ken klen L. mih er ist stolz Rip, Allg. — In geistiger, sittlicher Hinsicht gibt es kloke, domm, got, brav, ihrleche, prächtege, büs (kodd), falsche (usf.) L. RA.: Verstendege L. es got predige Köln-Stdt. Dumm L. höbben et meiste Leəve haben das grösste Mundwerk, tun sich am wichtigsten Heinsb-Millen. Got (mildtätige) L. sein besser wie bar Geld am (im) Sak Saarbg, Bitb; mer han och gudde L. am We (Wege) kann auf g. L. zählen Gummb-Nümbrecht Berghsn. Fir den Deiwel ka mer sech senen (segnen), äwwer net fir beise L.ən Prüm-Ihren Met kodde (bösen) L.ə moss mer sech got hale Rip. Ful L. sind geschwend möu (müde) Aach (u. so viele RA. von andern Eigenschaften). — Dem Alter nach unter Erwachsenen jong on al L. Rip, Allg. RA.: Jong L. könne sterve, en au L. mösse st. Aach, Allg. Al L. lässt mer gohn Neuw, Allg. L. on jongk Vieh mödde wärm gehoəne (gehalten) weərde Kemp-Grefr. Al L. en al Schohnägel kommen an (in) en (denselben) Diegel (Tiegel) Prüm-Ringhuschd. Kinder müsse mit met al L. en einer Reih setze Köln-Stdt. Et es besser, de Könner kreischen, als wie dat de al L. et missen Trier (s. weiter bei jung u. alt). — Die neu L. die heutigen Menschen; die n. L., wat litt den an den auen (alten) Tit! MGladb-Viersen. — 2. in besonderer Anwendung a. in Ausrufen des Erstaunens, Entsetzens; dir (ihr) L., stiht mer bei! Wittl; dir leif L. noch emol; dir lewe L., na, su wat left net mih! Koch, Rhfrk, Mosfrk; dir Kenner un dir L.! Mosfrk, Siegld; Kenger on al L., wat sind as Döter (Töchter) Fraulüt! Ausruf des Erstaunens Erk-Grambusch; (o) L. her! zu Hilfe; auch Ausruf der Verwunderung; L. h., wie schen; wenn ein Kind ordentlich Prügel bekommt, wenn es verfolgt wird, schreit es: o L. h., Vatter (Motter)! Mosfrk. — b. Anrede an L. niederen Standes; no, L., wie geiht et? Mörs, Allg. Auch Anruf, etwas zu tun, z. B. ihr Leitchen, losst die Schwein heraus; der Hirt, der fahrt zum Dor hinaus! Saarbr. — c. woə send de L.? Frage, wenn man in einen Laden tritt, u. es ist kein Verkäufer da, um sich bemerkbar zu machen; ebenso wenn man beim Eintritt in ein Haus keinen antrifft Rip, Allg. — d. jele < gei ly ihr L. = du, ihr Klev (s. Verbr. bei du). — e. die Dienstboten, Arbeitskräfte; wievill L. hat ühr en der Arbet; he wess ken L. se krige, ze hale; ech sen met mengen L.ə zefridde Rip, Allg.; auch vom Verhältnis der Untergebenen zum Vorgesetzten, der Anvertrauten zum Führer; der Pastur kennt seng L. Rip, Allg. — f. dat leggt an de L.; dat hängt van de L. af das bestimmen die L., das Volk, im Gegensatz zur Obrigkeit SNfrk, Allg. — g. den brenge se no de L. den Toten zum Kirchhof MGladb-Viersen. — h. Weiber; de Deuwel kaviert (bürgt) för ken L. Elbf; de es ärg an de L. scharf auf die Weiber, in geschlechtl. Hinsicht Rheinb-Meckenh; dat äs ene Klämm (klimm) op de L. ein Wollüstling Neuw-Asb. — i. de jong L. (am (im) Haus) ein junges Ehepaar in einem Hause, in dem noch ein älteres Ehepaar zur Familie gehört, entsprechend de al L. am Haus Bitb, Allg. — k. us L. unsere engsten Familienangehörigen, Eltern u. Geschwister (dem seng L.) Rip, Allg.; unsere Eltern Simm, Goar; mer geht on (in) user L.ən Haus auf den Abort Prüm; auch dat Dier kennt seng L. die stets mit ihm zu tun haben Rip, Allg.; mei L. meine Angehörigen Rhfrk. — l. mer sein go(t) L. eng befreundet Neuw, Altk; dat sein decke L. Geld, Mörs, Waldbr, Rheinb-Meckenh; mer sen ken arge L. nicht befreundet Neuw, Altk; örndliche L. gute Mitbürger, freundliche Nachbarn Altk; quaj (böse) L. make in Feindschaft kommen Geld. (S. noch die Zs.: Handels-, Handwerks-, Arbeits-, Beddelersch-, Fabriks-, Kauf-, Miets-, Spill-, Zimmer-, Wirts- (u. so gelegentl. auch Jägersch-, Soldaten-, Gerichts-, Regierungs-), Kirchen- (die zur Kirche gehen), Huchzeitsl.
14277 Zeichen · 435 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Leute

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Leute , sing. inus. Diminut. die Leutchen, Oberd. Leutlein. Es bedeutet heut zu Tage, 1. In der weitesten Bedeutung,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Leute

    Goethe-Wörterbuch

    Leute auch apokopiert; Kleinschr B1,11,8 ; gut 1300 Archivbelege; häufig mit PossPron (besonders in 3 bis 7) zur Bezeich…

  3. modern
    Dialekt
    LeutePl.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Leute Pl. : 1. '(erwachsene) Menschen, Menschenmenge, Öffentlichkeit', Leit (laid) [weithin verbr., Christmann Kaulb 23 …

  4. Sprichwörter
    Leute

    Wander (Sprichwörter)

    Leute 1. A de richa Lüta werd ma nüd rüdig 1 . – Sutermeister, 143; Tobler, 371. In Appenzell: Von den reichen Leuten be…

  5. Spezial
    Leute

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Leu|te pl. 1 (Menge) jënt f. 2 (Menschen) porsones f.pl. 3 (Volk) popul f. 4 (Öffentlichkeit) jënt f. ▬ unter die Leute …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leute

278 Bildungen · 71 Erstglied · 206 Zweitglied · 1 Ableitungen

leute‑ als Erstglied (30 von 71)

Leutehaus

SHW

Leute-haus Band 4, Spalte 321-322

leutescheu

SHW

leute-scheu Band 4, Spalte 321-322

Leutespiel

SHW

Leute-spiel Band 4, Spalte 321-322

Leuteuzer

SHW

Leute-uzer Band 4, Spalte 321-322

Leutewein

SHW

Leute-wein Band 4, Spalte 321-322

Leuteabschnauzer

PfWB

Leute-abschnauzer m. : 'barscher Mensch', Leitabschnauzeʳ [ KU-Schmittw/O ]; Syn. s. Rüpel . —

Leuteangumper

Wander

Leuteangumper Er isch e Lüt-Agumper. ( Solothurn. ) – Schild, 88, 347. Ein Verehrer des schönen Geschlechts. Gumpen = muthwillig hüpfen, spr…

Leuteanschmierer

PfWB

Leute-anschmierer m. : 'Betrüger', -onschmeereʳ [ebd.]. —

leutebeschmeiszer

DWB

leutebeschmeiszer , m. : weil ich durch böse leutebeschmeiszer sehr ins armuth gebracht worden bin. Felsenb. 2, 432.

leutebetrüger

DWB

leute·betrueger

leutebetrüger , m. irrg. der liebe 343. leutbetrieger, versipellis, hypocrita, inficiator, falsarius, circumscriptor, saecularius Stieler 23…

leutebetrügerin

DWB

leute·betruegerin

leutebetrügerin , f. : sie ist eine leutebetrügerin, eine seelenmörderin, deine frau. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 3, 162 .

leute als Zweitglied (30 von 206)

Achterleute

DRW

achter·leute

Achterleute wie Achtleute I Schöffen II Schiedsleute damit die richter, achterleute vnd gantzer vmstand die sache genugsam einnehmen und rec…

Achtleute

DRW

acht·leute

Achtleute zu 2Acht (II 5) achte(s)lude, achtsleute I Berater, Gerichtsleute, Urteilfinder Sachhinweis: Hanssen,AgrhistAbh. II 545f. ek H.P. …

ackerleute

DWB

acker·leute

ackerleute , agricolae, rustici: der könig liesz alleine die armen geringen ackerleute und gärtner im lande. Luther 3, 230 b ; habe ich das …

Aftergewährsleute

DRW

Aftergewährsleute Gewährsleute zweiter Linie? 1673 Gutzeit,Livl. I 27 Faksimile

Afterlehensleute

DRW

afterlehen·s·leute

Afterlehensleute Unterlehensleute 1596 PublLux. 55 (1908) 181 1618 CDSiles. 27 S. 254 1713 Lahner,Samml. 118 Faksimile

Ahnelleute

DRW

Ahnelleute I Großeltern II Urgroßeltern III Greise Unger,SteirWsch. 14 Faksimile

Almeschleute

DRW

Almeschleute Vertragszeugen 1429 SiebbWB. I 79

Almosenleute

DRW

almosen·leute

Almosenleute mnl. aelmisliede, aelmisluyden arme, von milden Gaben oder Unterstützungen lebende Leute Bosw.-Toller 15 Faksimile (TIFF) Bosw.…

Altleute

DRW

alt·leute

Altleute nd. oldenlude ehemalige Besitzer 1386 CalenbergUB. VIII 105 Faksimile 1801 Gesenius,Meierrecht I 548 Faksimile

amtleute

DWB

amt·leute

amtleute , pl. viri, quibus munera commissa sunt, magistratus. Rihels Livius 452 ; richter und amptleute. 5 Mos. 16, 18 ; ihr seid seines re…

Amtsrichtleute

DRW

Amtsrichtleute Zunftvorsteher unter der leinentuchmacher ambts-richtleuten eignen unterschriften 1651 HammStR. 107 Faksimile

Amtsspielleute

DRW

amts·spielleute

Amtsspielleute gewisse amts-spielleute in denen immediaten amts-dörfern bestellet 1708 Klingner III 393 Faksimile

Anlaßleute

DRW

Anlaßleute Schiedsleute Lexer I 75 Faksimile

Anspruchleute

DRW

anspruch·leute

Anspruchleute Spruchleute, Schiedsrichter an die hochgebornen fürsten ... als anspruchleute 1391 MWittelsb. II 544 Faksimile

Antwortleute

DRW

antwort·leute

Antwortleute, Antwortmann nd. antwerdes-, antwordes-, Nebenformen antwort(e)s- Beklagte(r) de antwordes man ... is negher to beholdende sin …

Auflaufsleute

DRW

auflauf·s·leute

Auflaufsleute Zeugen eines Auflaufs das vor irm gericht dhain fremder dhain zeug ist, ausgenomen heirotslüt, uflaufslüt, schidlüt, tadingslü…

ausleute

DWB

aus·leute

ausleute , extranei homines, peregrini, schon ahd. ûʒliute alienigenae N. ps. 55, 1 , ein gutes wort, besser als die adjective auswärtige, a…

Ableitungen von leute (1 von 1)

unleute

DWB

unleute , plur.; s. leute u. un IV B. a) rechtlich: unlüth mag niemandt gerichtvertigen weisth. 1, 274 (1432 Thurgau; th. 4, 1 2 , 3652: ' g…